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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lungenkrebs und Metastasen


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04.05.2004, 21:25
Hallo Joachim,

vielen Dank für die Aufklärung. Dann haben wir ja nichts verpasst, denn auf dieser Basis wird mein Mann auch behandelt. Dachte schon, es gäbe was grandioses Neues, was mir entgangen ist.

Statistiken können mich nicht mehr schocken, sorgen aber leider dafür, dass die Angst den Nacken nicht wieder verlässt. Davon kann hier wohl jeder ein Lied singen.

Jedenfalls danke und bis bald, liebe Grüße von Monika

Amily
05.05.2004, 19:40
Liebe Monika , da bist du ja wieder .
Hab schon auf der vorigen Seite nach dir gefragt , hast du wahrscheinlich übersehn.
Gehts deinem Mann jetzt besser ?
Wünsche euch für die Konfirmation noch alles Gute und hoffe ihr übersteht alles gut .
Lieben Gruß , Anne .

06.05.2004, 19:16
Hallo Anne,

habe dir gerade lange und ausführlich unter Kleinzeller und Chemo geschrieben. Aber schön, dass du mich nicht vergessen hast.

Wir hören/lesen wieder, ja? Bis dann, Gruß Monika

07.05.2004, 09:10
Liebe Anne
Danke für deine nachfrage, es geht mir soweit ganz gut. Leider ist alles mit viel Behördenkram und ähnlichen verbunden, so daß ich kaum zeit habe. Ist vielleicht auch gut so. Bin viel jetzt am überlegen ob das alles so gut war mit der chemos, bestrahlungen und komme zu den schluß, wir hatten noch ein sehr schönes jahr das wir sehr genossen haben. Der kampf lohnt sich, wenn halt darunter auch verlierer sind. Bin sehr froh daß ich wenigstens diese monate noch geschenkt bekommen habe.
Gruß an alle mitstreiter, helfer, berater, tröster, kämpfer, angehörige sowie erkrankte.
Eure
Biene

Amily
07.05.2004, 11:43
Liebe Biene , schön dass du dich wieder meldest und dass es dir einigermaßen gut geht.
mach dir keine Sorgen du hast bestimmt alles gut gemacht .
Wir kämpfen natürlich weiter , geben nicht auf .
ganz liebe Grüße von Anne .

14.05.2004, 18:16
Liebe Anne,

allmählich mache ich mir Sorgen um dich? Bist du aus dem Tief noch nicht wieder aufgetaucht? Bitte melde dich, ich würde gerne versuchen, dich aufzumuntern oder dir wenigstens zuzuhören. Wollte dich im Chat suchen, habe mein Kennwort wiedergefunden, aber jetzt weiß ich nicht mehr, unter welchem Benutzernamen ich derzeit angemeldet war. Außerdem habe ich seit Tagen Schwierigkeiten gehabt, in dieses Forum zu gelangen.

Im Stillen hoffe ich, dass dein "tote Fliege" spielen auch nur technische Ursachen hat!!!???

Was auch immer du gerade machst ich denke an dich und werde nach dir Ausschau halten, dicke Umarmung von Monika

Amily
14.05.2004, 22:46
Hallo Monika ,
freue mich sehr dass du an mich denkst . Das tut sehr gut . Mir gehts mittlerweile wieder besser , ging mir am nächsten Tag schon wieder besser.....konnte nicht ins Forum rein , war schon ganz verzweifelt . Da habe ich gemerkt wie sehr ich das Forum und euch alle brauche .
Also zum Glück alles wieder gut ...
Meinem Mann gehts ziemlich gut , wobei die Psycher gut ist und der Körper keine Kraft mehr hat . Aber wir sind auch so zufrieden . #
Wie siehts denn bei euch aus ?
Wüsche euch auch alles Gute und Gesundheit und freue mich wieder was von dir zu hören .
ganz liebe Grüße , Anne .

15.05.2004, 17:11
Hallo Anne,

nun habe ich dir gerade ganz viel geschrieben, und plötzlich war alles weg. Ich hasse diese Technik. Also noch mal von vorne.

Erst mal: Schön, dass es dir wieder besser geht und ihr eure Zufriedenheit wiedererlangt habt. Das Forum hat mir auch gefehlt. Nachdem ich da nicht mehr reingekommen bin, habe ich für einen Moment gedacht: Und was ist, wenn das nie wieder funktioniert? Ich habe keine Mail-Adresse, keine Tel.-Nr. noch nicht mal richtige Namen. Ich hätte nie gedacht, dass einem Menschen auf diese Art und Weise so ans Herz wachsen können. Ich war allerdings zuvor auch noch nie in einem Forum.Also mir würde wirklich etwas fehlen, wenn ich diese Kontakte nicht hätte.

Mein Mann wird allmählich ungnädig. Er hat jetzt 20 Bestrahlungen hinter sich und seine Speiseröhre spielt verrückt. Alles tut ihm weh und egal was er schluckt, er krümmt sich vor Schmerzen. Nach Tagen ist es ihm endlich gelungen in dieser Strahlenklinik einen Arzt zu erwischen, der ihm ein Rezept ausstellt. Nun hat er seit gestern ein Medikament namens Tepilta. Es hat keine Wunder bewirkt aber etwas besser ist es schon geworden. Nun folgen noch 10 weitere Bestrahlungen aus einem anderen Winkel und wir hoffen, dass es nun allmählich wieder bergauf geht. Er isst für sein Leben gern. Darum ist er zur Zeit ziemlich übel drauf.

Ich habe ihn gerade eben ins Weserstadion gebracht, wo Werder Bremen heute die Meisterschale überreicht bekommt. Ich hoffe, das wird ihn etwas aufmuntern.

So, das war`s für`s erste. Schön, dass du wieder da bist. Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, liebe Grüße von Monika

15.05.2004, 21:27
hallo monika,
ich habe das gerade von der speiseröhre gelesen.
ich hatte dort schon eine schwere entzündung.
ein tipp ist heilerde aus dem reformhaus.
vielleicht hilft es auch deinem mann.
gute besserung und alles liebe
gruss christ CK

16.05.2004, 22:20
Hallo an alle,
ich bin heute zum ersten Mal im Forum und bin begeistert darüber! Ich heiße Heike und bin 22 Jahre alt. Bei meinem Freund (41) wurde im März ein Bronchialkarzinom festgestellt. Er wurde kurz darauf operiert; Pleurektomie. Seither hat er ständig starke Schmerzen. Die Histologie ergab ein papilläres tubuläres Adeno CA G1-2 L1 Wer kann mir sagen, was das bedeutet? Seit ca. 3 Wochen wird er in der Schillerhöhe in Stuttgart-Gerlingen behandelt und erhält dort Chemotherapie mit Carboplatin und Vinorelbine. Am 10.05. bekam er die 2. Chemo und am 24.5. kommt die 3.
Er ist mittlerweile etwas besser eingestellt, was die schmerzmittel angeht aber er erbricht sich ständig und hat schon ca. 8 kg abgenommen. Hat jemand Tipps, was man gegen diese Übelkeit unternehmen kann?
Er ist außerdem sehr kurzatmig, kann nur ein paar Meter laufen und muss dann sofort hinsitzen und seine Sauerstoffbrille aufsetzen. Gibt es Übungen, mit denen man seine "Atemkondition" verbessern kann?

Ich bin über jeden kleinen Tipp, Rat, Zuspruch dankbar!

Liebe Grüße Heike

17.05.2004, 02:14
Liebe Heike,

mein Mann ist im Sommer 02 an einem Bronchialkarzinom mit Hirnmetastase erkrankt. (Plattenepithelcarzinom). Die Hirnmetastase wurde erfolgreich operiert, danach Bestrahlung von Kopf und Lunge. Seit Januar 04 Verschlechterung, der Lungentumor ist wieder gewachsen. Er bekommt jetzt auch Chemo. 2 Serien hat er hinter sich. 1 Serie bedeutet:

1.Woche Carboplatin und Gemcitabin. Dazu Navoban intravenös gegen das Erbrechen
2.Woche Gemcitabin
3.Woche Pause

Leider hat er einen Infekt im Moment und deshalb kann er morgen nicht mit der 3. Serie beginnen. Er ist schwach und kurzatmig und kann auch nur wenige Schritte gehn und muss sich dann ausruhn.
Gegen Übelkeit und Erbrechen hat er folgende Medi:

Am Abend nach dem Carboplatin ein 10mg Valium-Supp
Am Morgen danach eine Navobantablette (Tropisetron) sofort beim Erwachen
Danach für 3 Tage 3x1Kapsel Paspertin retard (Metoclopramid)
Ab 4.Tag 1 Paspertin ret. am Morgen

Dazu in Reserve 1Primperan-Supp 20mg (Metoclopramid) und 1/2 Tbl.Temesta (unter die Zunge) sobald er ein Krampfen im Bauch spürt. (bei Bedarf mehrmals am Tag)

Er kommt mit diesen Medi gut über die Runden, hat nie erbrochen und kann fast normal essen! Da ich aus der Schweiz bin, könnten die Medis bei euch anders heissen. Vinorelbine und Gemcitabine sind auch verschieden, ich kenn mich da nicht aus.

Ich wünsche dir und deinem Freund von Herzen alles Gute! Kopf hoch, wenn er operiert werden konnte, hat er die besseren Chancen, aber da wissen andere mehr Bescheid.

Sei lieb gegrüsst
Ruth

17.05.2004, 16:27
Hallo CK,

vielen Dank für deinen Tipp, werde das "Zeug" besorgen. Liebe Grüße von Monika

17.05.2004, 22:51
Liebe Ruth,

vielen Dank für Deine Antwort! Ich war ganz aufgeregt, ob denn überhaupt jemand antwortet. Deine Mail hat mir echt Mut gemacht. Ich werde die Liste seinem Arzt zeigen, vielleicht gibt es diese Sachen hier ja auch oder zumindest vergleichbares.
Heute geht es ihm schon viel besser. Er hat schon richtig viel gegessen und bis jetzt ist auch noch alles drin :-) Nachdem ich ihm gestern noch mit Krankenhauseinweisung gedroht habe, trinkt er auch mehr und ich denke das hilft auch schon etwas.
Ich hätte nie gedacht, dass es wirklich soviele Menschen mit dem "gleichen" Schicksal gibt. Aber trotz allem glaube ich fest daran, dass alles irgendwo einen Sinn hat. Auch wenn der im Moment überhaupt nicht ersichtlich ist. Aber zumindest können wir lernen, bewußter und dankbarer zu leben und jeden Moment und vor allem die Kleinigkeiten genießen.
Ich wünsche Dir und Deinem Mann von Herzen alles Gute und freue mich, wenn wir uns hier mal wieder treffen!

Liebe Grüße Heike

18.05.2004, 01:29
Liebe Heike

du schreibst sehr schön, dass wir lernen können bewusster zu leben und auch Kleinigkeiten zu geniessen. Diese Erfahrung machen wir auch. Ganz glücklich und stolz hat mein Mann heute Unkraut gejätet ;-). Das ist doch sonst eher eine lästige Pflicht, aber wenn man eine Woche schwach im Bett gelegen hat, sieht das gaaanz anders aus!
Es freut mich, dass es deinem Freund besser geht. Das mit dem Trinken ist wirklich wichtig, sagt "unsere" Onkologin auch.

Geniesse die Frühlingssonne und vergiss nicht neben all den Sorgen um deinen Freund auch ab und zu *dir* etwas zuliebe zu tun! Dass das wichtig ist, habe ich in den letzten Wochen am eigenen Leibe erfahren.

Alles Liebe
Ruth

18.05.2004, 08:44
hallo monika,
ich wünsche euch das es auch hilft.
habe auch von freunden nur gutes gehört.
es schmeckt zwar schrecklich aber.......
alles gute und viel glück!
viele grüsse
christa CK

21.05.2004, 14:25
Hallo,

bei meinem Vater hat man einen Lungentumor (Bronchialkarzinom) festgestellt. Bei der Kernspintomographie wurden nun auch noch Metastasen auf der Leber und Zysten in der Milz und den Nieren festgestellt. Eine OP kommt noch nicht in Frage, da dieser Krebs in der Lunge entlang der Speiseröhre sitzt. Deshalb wird nächste Woche eine Chemo angefangen.

Wir sind sehr enttäuscht wie lange wir auf dieses schreckliche Ergebnis warten mussten,obwohl er 4 Wochen in der Lungenklinik in Wangen/Allg. war. Zur weiteren Behandlung wurde er in ein anderes KH verlegt.

Kann mir jemand den Verlauf einer solchen Erkrankung mitteilen, kann nach der Chemo überhaut noch etwas gemacht werden ? Gibt es überhaupt Hoffnung ???

Liebe Grüße

Amily
21.05.2004, 15:42
Hallo liebe Heike ,
mein Mann hat ein Adenoca , wurde operiert und hat danach auch Chemo bekommen . Ihm war auch immer sehr übel danach . der Arzt hat ihm Zofran aufgeschrieben und die haben ihm gut geholfen .Danach hat er auch Hirnmetastasen gekriegt und wurde bestrahlt und hat Kortison kekommen . Sein jetztiger Zustand ist nicht so gut aber natürlich hoffen wir dass es wieder besser wird.
Wünsche euch beiden viel Kraft um weiter zu machen und hier trifft man ja immer jemand der auich irgendwie betroffen ist und man kann sich gegenseitig gut helfen . Bis bald .Anne .

Liebe Ruth , auch euch wünsche ich alles Gute , da sieht man wirklich wie viele Betroffene und Angehörige es gibt und das in allen Ländern dieser Welt .
Wie alt seid ihr beide denn ? Mein Mann ist 47 und ich bin 43 . Der Krebs wurde bei ihm voriges ´Jahr im Juni festgestellt , muss aber schon länger dagewesen sein , laut Ärzte ...er hat vier Hirnmetastasen die kann man nicht operieren . Sie wurden bestrahlt und er bekommt Kortison , ansonsten macht man jetzt nichts . Er atmet auch immer schlechter und mit gehen ist es auch fast nichts mehr .
Vielleicht trifft man sich ja mal wieder hier ...bis dann . Anne .

Amily
21.05.2004, 15:47
Liebe Christine , wir haben auch lange auf das endgültige Ergebniss warten müssen . Leider ist es so .
Natürlich kann man nach der Chemo noch vieles machen , vielleicht sogar operieren . Was ist es für ein Tumor ?
Hoffnung gibt es auch immer und die darf man auch nicht aufgeben .
Sei stark mit und für deinen Vater , denkt immer positiv ,gebt nicht auf .
Ganz liebe Grüße , Anne .

21.05.2004, 22:09
Liebe Anne

danke für deine Wünsche und die Nachfrage. Es tut gut, wenn man persönlich angesprochen wird. Ich bin schon lange (fast) stille Mitleserin, das heisst ganz selten schreibe ich mal was. Von Anfang an habe ich mit Vergnügen die Geburt der Waltonfamily miterlebt und fühle mich ein wenig zugehörig, auch wenn ich dort nicht schreibe ;-)!

Mein Mann wird im Herbst 64 und ich 56. Wir haben eine Tochter 29 und einen Sohn 27.
Im Moment geht es meinem Mann wieder etwas besser, er hatte eine beginnende Bronchopneumonie auf der rechten Lunge, die starke Antibiotika hat zum Glück geholfen. So kann die nächste Chemo am Montag gemacht werden. Er nimmt auch Kortison.

An anderer Stelle habe ich gelesen, dass es deinem Mann gar nicht gut geht. Ich wünsche ihm und auch dir alles erdenklich Gute und hoffe mit euch, dass es wieder besser kommt. Hirnmetastasen sind so unberechenbar...ach, was sag ich, überhaupt diese ganze Krankheit.

Dir alles Liebe
Ruth

Amily
21.05.2004, 22:27
hallo liebe Ruth ,
auch ich danke dir schön für die guten Wünsche . Die hat man immer nötig .
ja, meinem Mann gehts nicht gut , er ist vom Kortison ganz aufgeschwemmt , kann schlecht gehen und schwer atmen . Sein Allgemeinzustand verschlechtert sich zusehends und das macht mich so richtig fertig . Seit vorigem Jahr im Juni ist bei uns nur noch Ausnahmezustand .Leider ist sein Tumor recht spät entdeckt worden und somit sind seine Chancen gesunken . Seit dezember sind die Metastasen im Gehirn da und seither ist alles anders...

Du schreibst du hättest die Entstehung von den "Waltons " mitbekommen , warum schreibst du eigentlich nicht da ? Schreibst du auch irgendwo in der Schweiz ?
hat mich gefreut mit dir zu schreiben , hoffe wir können uns öfters austauschen .
Ganz lieben Gruß , Anne .

22.05.2004, 16:56
Liebe Christine,

über den Verlauf kann dir niemand etwas sagen, weil das wirklich bei jedem Menschen anders ist. Aber über die Hoffnung kann ich dir etwas sagen. Mein Mann erhielt die Diagnose Lungenkrebs mit Lebermetastasen letztes Jahr Anfang September. Die Chemo hat bewirkt, dass der Tumor ganz stark geschrumpft ist und die Lebermetastasen sind ganz weg. Und es geht ihm heute - nach fast 9 Monaten - wirklich gut. Er bekommt z. Zt. eine Strahlentherapie und hat lediglich mit den Nebenwirkungen zu kämpfen. Du musst lernen, in kleinen Schritten zu denken.

Sei für deinen Vater da und geht gemeinsam einen Schritt nach dem anderen.

Ich wünsche euch alles Gute, liebe Grüße von Monika

23.05.2004, 02:09
Hallo Christine!

Hat Dein Vater einen Kleinzeller oder einen nicht-kleinzeller das ist nämlich ein grosser Unterschied?
Meine Mutter hat Die Diagnose Kleinzelliges Lungenkarzinom im Jänner diesen Jahres bekommen.
Sie hat jetzt den 5.Zyklus Chemo hinter sich gebracht und der CT Befund war sehr positiv.
Ach ja,sie hat in fast allen Organen Metastasen gehabt,aber laut dem CT Befund war überhaupt nichts mehr sichtbar.

LG Susi

23.05.2004, 14:51
Liebe Anne,

vielen Dank für Deine Antwort! Ich finde es wirklich beruhigend, dass irgendwo da draußen so viele Menschen sind, die mich verstehen und mit denen ich mich austauschen kann!
Meinem Freund ging es seit Montag wieder viel besser, wir waren sogar etwas spazieren und konnten manchmal auf dem Balkon sitzen. Aber seit gestern ist es wieder schlechter. Er erbricht sich ständig und ihm ist einfach nur schlecht. Aber heute abend muss ich ihn in die Klinik fahren, er soll morgen die 3. Chemo bekommen. Ich habe Angst, dass sich bei ihm auch schon Metastasen im Gehirn gebildet haben. Die Ärzte geben mir keine klare Auskunft(weil ich ja "nur" die Freundin bin) aber eine Schwester hat mal so etwas angedeutet. Zudem habe ich schreckliche Angst, dass seine Kurzatmigkeit und diese ständige Übelkeit (mit den ganzen schrecklichen Folgen wie Apettitverlust, Gewichtsverlust...) gar nicht mehr besser werden. Ich hoffe so sehr,dass diese Chemo anschlägt und den Tumor zumindest am wachsen hindert. Laut den Ärzten ist es ja nicht heilbar aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.
Wie geht es denn Deinem Mann? Ich wünsche euch beiden, dass es aufwärts geht!! Ich denke, wir alle dürfen die Hoffnung einfach nie aufgeben und müssen dies auch ausstrahlen, dann ist dem Patient auch schon geholfen oder?
Arbeitest Du denn oder bist Du zu Hause? Ich stecke ganz schön in der Zwickmühle, ich möchte bei meinem Freund sein, habe aber im September 03 erst einen Ausbildung zur INdustriekauffrau begonnen. Habe mich schon 2 Wochen krank schreiben lassen und meinen halben Urlaub genommen. Seit Montag bin ich wieder arbeiten. Wie macht ihr denn das alle?
Ich habe zu Hause leider kein Intenet, kann also nicht all zu oft schreiben. Aber egal wann, ich freue mich immer über eine Antwort :-)

Viele liebe Grüße und alles Gute

Heike

Amily
27.05.2004, 19:11
Liebe Heike , hoffe es wird bald Klarheit geben bei euch und ich hoffe es wird deinem Freund bald besser gehn .Wie hat er die letzte chemo überstanden ? Bekommt er denn jetzt was gegen die Übelkeit ?
Ich bin zur Zeit zuhause bei meinem Mann quasi Vollzeit Zuhause ....hat Vorteile und Nachteile so wie andere Sachen auch .
verstehe wenn du auch so viel wie möglich bei deinem Freund sein willst und wenn es ihm nach der Chemo immer so schlecht geht , denke ich braucht er auch jemand der nach ihm schaut .
Wünsche euch sehr dass bald alles besser wird und ihr ein wenig verschnaufen könnt . Ganz liebe Grüße . Anne .

27.05.2004, 21:14
Liebe Anne,
ein Wunder ist geschehen :-) er hat nur am Dienstag morgen nach der Chemo einmal erbrochen und seither nicht mehr! Er hat vor und nach der Chemo Navoban bekommen (DANKE LIEBE RUTH!!!) seither nimmt er dieselben Medis wie davor. Aber es geht ihm viel viel besser als die letzten beiden Male. Wir waren am Dienstag sogar schon zusammen Eis holen und er ist gefahren! Hab mich darüber gefreut wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Heute mittag war ihm übel aber jetzt gehts schon wieder. Ich bin so froh und sehr zuversichtlich dass es immer besser werden wird. Jetzt muss nur noch die CT-Kontrolle die vor oder nach der nächsten Chemo ansteht ergeben, dass dieses blöde Ding nicht weiter wächst.
Ich werde mal einen Antrag bei der Pflegekasse stellen. Entweder wir bekommen jemanden, der den Tag über nach ihm schaut oder ich muss meine Lehr abbrechen. Mal sehen, irgendwo geht immer ein Türchen auf.
Wie geht es Deinem Mann? Ist es mit dem Atmen wieder etwas besser? Ich kann mir gut vorstellen, dass es Dir lieber wäre arbeiten zu gehen. Bei uns herrscht dieser "Ausnahmezustand" ja erst seit kurzem aber bei euch ja schon seit letztem Jahr. Das kostet ganz schön Kraft, nicht wahr?! Ich wünsche Dir ganz, ganz viel Kraft weiterhin.
Vielen lieben Dank für Deine Zeilen,

liebe Grüße Heike

28.05.2004, 00:40
Liebe Heike
das freut mich wirklich sehr, dass dein Freund Navoban erhalten hat und dass es ihm so gut hilft! Mein Mann hat am Montag den dritten Zyklus angefangen. er hatte einen unglaublichen Horror davor. Es ist aber gut gegangen, das hat ihn wieder Mut schöpfen lassen. Nächsten Dienstag bekommt er die 2. (schwächere) Chemo von diesem Zyklus. Die setzt ihm aber meistens viel schlimmer zu, weil sie zur starken dazu kommt. Und danach ist auch eine CT-Kontrolle der Lunge vorgesehen, hoffentlich gibt es guten Bericht.

Dir und deinem Freund weiterhin alles Liebe
Ruth

28.05.2004, 14:49
Hallo Leute, nach über 5 Monaten mal wieder ein kleiner Beitrag von mir. Mein Vater hat Lungenkrebs mit Metastasen im Gehirn, Nebennieren und Bronchien.
Er hatte zuerst an eine Studie teilgenommen, die jedoch nicht anschlug, bekam dann 2 andere Chemos, die ebenfalls nicht anschlugen.
Dann wurde der letzte Versuch einer weiteren Chemo unternommen, die Gott sei Dank anschlug. Die Tumore in der Lunge und die Metastasen in den Nebennieren und Brochien haben sich etwas zurückgebildet, was ja eigentlich beachtlich ist.
Wäre da nicht das Gehirn . . .
Er bekam als aller erstes 10 Gammabestrahlungen, die natürlich richtig reingehauen haben. Man kann auch nichts weiteres am Kopf machen (17-22 Metastasen/Tumore).
Es geht ihm mittlerweile so schlecht, dass er so gut wie nichts essen kann, sich kaum auf den Beinen hält (er ist auch schon öfter gestürzt). Mit seinem Gedächtnis sieht es auch sehr schlecht aus, und es wird immer heftiger.
Heute morgen sagte die Ärztin zu miener Mutter, sie vermutet, dass die im Kopf weiter gestreut hätten.
Kann es denn sein, obwohl die Muttertumore kleiner werden, dass immer noch weiter gestreut wird?
Der Lebensmut meines Vaters ist gleich null, er ist ja auch nicht dumm . . .
Kann mir irgendjemand sagen, ob es noch irgendeine Alternative gibt, bei Gehirntumoren, bzw. Metastasen im Gehirn????

29.05.2004, 21:31
Liebe Ruth,
wie es scheint haben wir den gleichen Zyklus. Mein Freund erhält auch am Dienstag die nächste kleine Chemo. Aber ihr seit schon beim 3. Zyklus, wir erst beim 2. Hat er nun doch auch unter Übelkeit zu leiden oder ist er insgesamt geschwächt? Ich kann ihn sehr gut verstehen, dass ihm davor graust. Ich glaube, wir können uns die Gefühle, die die Chemo verursacht, die Schmerzen etc. gar nicht vorstellen. Wir können einfach nur da sein und Kraft weitergeben :-(
Mein Freund hat gestern nun doch den ganzen Tag erbrochen. Er nimmt mal wieder seine Medikamente nicht. Es ist echt zum aus der Haut fahren. Ich habs schon mit Engelszungen, mit Betteln, mit Zorn versucht. Er nimmt die Medikamente dann, wenns ihm passt. Wie ein kleines Kind. Ich hoffe, er sieht irgendwann ein, dass er sich damit nur unnötig quält.
Ich werde am Dienstag an Dich und Deinen Mann denken und euch beiden mental Kraft senden okay?

Trotz allem ein schönes Pfingsten!

Liebe Grüße Heike

29.05.2004, 23:19
Liebe Heike

es stimmt, wir können uns das Leiden nicht vorstellen, höchstens erahnen. Meinem Mann wird weiterhin nicht schlecht, das heisst, er nimmt sofort die Medis, wenn er etwas spürt. Aber er ist so schrecklich müde, dass er es als absoluten Schmerz empfindet . Gegraut hat es ihm, weil er Angst hatte, er würde es nicht überleben. Er ist wirklich sehr schwach.

Danke für deine guten Gedanken! Ich werde auch an euch denken am Dienstag.

Alles Liebe und auch euch schöne Pfingsttage!

Ruth

30.05.2004, 20:03
Hallo Ihr lieben Angehörigen,
ich hab eine Frage die mich sehr beschäftigt: mein Freund hat immer wieder so Phasen, in denen er nicht mehr will. Seit März hat er die Diagnose Lungenkrebs und wir haben erst den 2. Chemozyklus begonnen. Die CHemo nimmt ihn ganz schön mit, aber ich denke das ist normal. Heute morgen hatten wir ein sehr langes Gespräch und da hat er mir gesagt, dass er schon eine ganze Weile denkt, es muss doch endlich mal aufhören. Mit "es" meint er die Schmerzen und die Übelkeit. Er sagt, er hat keine Lust mehr sich weiter zu quälen und glaubt nicht an Besserung. Ich denke, er hat noch nicht akzeptiert, dass er unheilbar an Krebs erkrankt ist aber das er mit Hilfe der Chemo und Medikamenten weiterleben kann und es ihm irgendwann (sofern der Krebs nicht weiter wächst oder streut) auch wieder besser geht. Ich versehe ihn, aber ohne seine Psyche wird er den Krebs auch nicht bekämpfen oder? Zumindest seit dem Gespräch geht es ihm wieder besser. Sind solche Gedanken denn "normal"? Wie helft ihr euren Angehörigen in diesen Momenten? Ich führe ihm immer seine Tochter (7) vor Augen und sein großes Ziel wieder Motorrad fahren zu können. Aber sicher gibt es noch mehr?!
Ich freue mich über jeden kleinen Tipp!

Liebe Grüße Heike

30.05.2004, 20:19
Liebe Heike,

das was du tust, ist genau das Richtige. Wenn das nicht mehr weiter hilft, vielleicht wäre er bereit, psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen?

Nachdem wir nun 9 Monate mit dieser Krankheit und der Diagnose "unheilbar" leben ist mir erst richtig bewusst, welch großen Anteil die Psyche bei dieser Krankheit hat. Ich habe und tue es auch noch unendlich lange Gespräche mit meinem Mann geführt, außerdem haben wir im Freundeskreis eine Psychologin, die uns sehr hilfreich zur Seite steht.

Mein Mann bekam Anfang Sept. letztes Jahres die Diagnose und hat Ende Oktober eine 3-tägige Motorrad-Tour gemacht. Als das Motorrad abgemeldet wurde hat er sich auch gefragt, ob er je wieder fahren würde. Und siehe da, die erste Tour haben wir bereits hinter uns und für September ist wieder was Größeres geplant. Bis man sich aber traut, wieder im Voraus Pläne zu schmieden und die Dinge so nimmt, wie sie kommen, sind bei uns auch Monate vergangen.

Nicht aufgeben, ihr seid auf dem richtigen Weg, aber es braucht seine Zeit. Und noch etwas, unsere Kinder sin 9 u. 13 und helfen allein durch ihre Anwesenheit, sich nicht aufzugeben und irgendwie weiterzumachen. Gebt euch die notwendige Zeit. Redet weiter miteinander, fangt nicht an, eure Angst in euch rein zu fressen und mit der Zeit lernt man, damit zu leben.

Ich wünsche euch alles Gute, liebe Grüße von Monika

30.05.2004, 21:01
Liebe Monika,
vielen Dank für Deine Zeilen, das hat mir wieder Mut gemacht! Und ich werde es meinem Freund gleich erzählen.

Das größte unserer Probleme ist, dass er nicht über seine Gefühle spricht bzw. nur über positive. Wir kennen uns erst seit Januar, so dass ich ihn natürlich auch noch nicht sooo gut kenne. Wobei ich manchmal denke, das einzigst positive an dieser blöden Krankheit ist, dass wir uns sicherlich so nahe stehen, auch wenn wir erst ein paar Monate zusammen sind. Aber ich werde mit ihm üben, darüber zu reden.
Seine Tochter lebt leider in Spanien und er möchte nicht, dass sie ihn so sieht. Ich überlege, ob ich seiner Ex-Frau nicht eine Videokamera schicke, damit sie die Kleine filmt,das würde ihm bestimmt helfen.

Dir liebe Monika ganz viel Kraft weiterhin und vor allen Dingen ganz viel Spaß zusammen mit Deinem Mann! Ihr macht es richtig und ich werde mir ein Beispiel an euch nehmen!

Liebe Grüße

Heike

31.05.2004, 10:07
Hallo zusammen!

Könnt Ihr mir vielleicht helfen? Meinem Vater geht es sehr schlecht. Sein Zustand hat sich ganz rapide verschlechtert. Er hat vor drei Wochen aufgehört zu essen und zu trinken. Erst lag es an der Übelkeit, nun ist aber sein Mund und seine Speiseröhre total wund und er bekommt nichts mehr runter. Im Krankenhaus geben sie ihm so einen weißen Saft, der betäubt, damit er wenigstens die Tabletten schluckt. Aber seit ca. einer Woche muß er immer furchtbar würgen, wenn er den schluckt. Folglich schluckt er den nicht mehr und die Tabletten auch nicht. In der Uni Gießen haben sie ihm Ende letzten Jahres so einen Tinktur zum einpinseln vom Mund gegeben und er würde dieses Zeug gerne wieder bekommen. Aber in dem Krankenhaus, in dem er nun ist, scheint man es nicht zu kennen. Ich habe den Arzt schon letzte Woche darauf angesprochen. Weiß jemand den Namen?

Danke + viele Grüße
Andrea

31.05.2004, 10:07
Hallo zusammen!

Könnt Ihr mir vielleicht helfen? Meinem Vater geht es sehr schlecht. Sein Zustand hat sich ganz rapide verschlechtert. Er hat vor drei Wochen aufgehört zu essen und zu trinken. Erst lag es an der Übelkeit, nun ist aber sein Mund und seine Speiseröhre total wund und er bekommt nichts mehr runter. Im Krankenhaus geben sie ihm so einen weißen Saft, der betäubt, damit er wenigstens die Tabletten schluckt. Aber seit ca. einer Woche muß er immer furchtbar würgen, wenn er den schluckt. Folglich schluckt er den nicht mehr und die Tabletten auch nicht. In der Uni Gießen haben sie ihm Ende letzten Jahres so einen Tinktur zum einpinseln vom Mund gegeben und er würde dieses Zeug gerne wieder bekommen. Aber in dem Krankenhaus, in dem er nun ist, scheint man es nicht zu kennen. Ich habe den Arzt schon letzte Woche darauf angesprochen. Weiß jemand den Namen?

Danke + viele Grüße
Andrea

31.05.2004, 12:26
Liebe Heike,

ich denke, gerade weil ihr euch erst seit Januar kennt, spricht dein Freund lieber über positive Gefühle. Er hat sicher damit zu kämpfen, dass euch nach so kurzer Zeit schon so eine Bürde aufgelastet wird. Er will dich sicher nicht überfordern; er will es herunterspielen.

Versuche ihm einfach immer wieder zu zeigen, lass ihn spüren, dass du wirklich zu ihm halten willst. Weiß seine Ex-Frau von seiner Krankheit? Hat er seine Tochter sonst oft gesehen? Weiß sie Bescheid?

Lieben Gruß von Monika

Amily
31.05.2004, 15:31
Liebe Andrea ,
sicher kennen die Ärzte dieses Mittel auch .
Aber es kann ja sein dass es einen anderen Grund gibt dass dein Vater nicht mehr schlucken kann . Kann mir nicht vorestellen dass die Ärzte nicht alles für deinen Vater zu tun . Manchmal sind sie aber auch machtlos , wie wir alle .
Vielleicht wartet dein Vater auf die Erlösung seiner Qualen , auch wenn es sich hart anhört aber wir alle müssen auch mal mit dem Schlimmsten rechnen . Was für uns "schlimm " ist , ist oft für einen Kranken die Erlösung .
Wünsche euch viel Kraft für die Zukunft . Anne .

31.05.2004, 16:18
Liebe Monika,

seine EX-Frau weiß davon,seine Tochter weiß nur dass er krank ist. Aber nicht, dass er Krebs hat. Ihr Opa ist wohl an Krebs gestorben, so dass sie Krebs sofort mit Tod verbindet. Kann schon verstehen, dass er ihr den Anblich ersparen will aber ich denke trotz allem, dass sie ihm gut tun würde.
Heute ist ein sehr trauriger Tag. Gestern gings ihm so gut und heute morgen hat er direkt nach dem Aufstehen erbrochen.
Bis eben war Besuch da, eine Ex-Freundin von ihm (sie ist mittlerweile verheiratet und hat 2 Kinder) und 2 sehr liebe Bekannt. Ich freue mich immer, wenn er Besuch bekommt denn das lenkt ihn ab und zeigt ihm, wieviele Leute hinter ihm stehen. Aber heute fand ich es auch anstrengend. Ich finde seine Ex sehr nett, sie ist eine durch und durch liebe Frau, die wirklich nicht mal eine Fliege töten kann. Aber dennoch tut es mir sehr weh, wenn die beiden über alte Zeiten sprechen. Vor mir Erinnerungen austauschen und natürlich auch diesen "wir verstehen uns ohne Worte Blick". Ich fühle mich dann einfach völlig ausgeschlossen und denke oft, dass ich all das was die beiden erlebt haben (gemeinsam wohnen, zusammen ins Ausland ziehen etc) nie mit ihm erleben werde. Natürlcih haben wir eine ganz andere Intensität in de rBeziehung. Er sagt mir auch, dass er noch nie so viel für eine Frau empfunden hat und das ich das Beste bin, was ihm passieren konnte. Trotz allem schmerzt es. Dann wiederum schimpfe ich mich selbst über diese Gedanken weil lich doch eigentlich denke, hoffe, glaube, dass es ihm nach der Chemo wieder besser gehen wird. Ich habe dann manchmal das Gefühl, dass ich ihn doch schon aufgegeben habe. Ich bin heute ziemlich fertig. Wir müssen nachher noch zu einem Bekannten fahren, bei dem schläft er dann und er bringt ihn morgen in die Klinik wei lich morgen wieder arbeiten muss. Mir graut schon vor der Fahrt (ca. 1 Stunde) weil ich weiß, dass ihn das sehr anstrengt. Morgen muss ich soviel erledigen und würde dabei am liebsten einfach nur mal einen Tag für mich sein. Los heulen wann ich will oder schreien, einfach den Gefühlen freien Lauf lassen. Weißt Du, wenn seine Ex auch noch so an ihm hängt und sich Sorgen macht. Aber sie fährt nach Hause zu ihrem gesunden Mann und ihren Kindern. Und ich bin allein, weiss nicht wie lange meine große Liebe noch bei mir ist! Das ist ein schreckliches Gefühl. Aber das kennst du sicher auch, oder? Ist es einfach nur egoistisch was ich denke und empfinde? Ich bin echt ratlos.

Sorry für den langen Text, die vielen FRagen... aber auch von der Seele schreiben ist schon befreiend :-) Das kannst auch du jederzeit gerne tun!!!

Er war sonst so 2-3 Mal im Jahr in Spanien und seine Tochter mindestens 2 Mal hier. Sie fehlt ihm wirklich sehr und er sagt immer, er will sie noch aufwachsen sehen. Trotz allem werde ich das Gefühl nicht los, dass er nicht mehr will. Es ist zum Verrrückt werden und wir können nichts tun!

Wie geht es deinem Mann? Ich hoffe, er hat nicht wieder solche Ängste wie vor der letzten Chemo! Wir denken morgen aneinander ja?

Ganz liebe Grüße und vielen Dank fürs zuhören, Heike

31.05.2004, 17:56
Liebe Anne,

danke für Deine Nachricht. Ja, ich denke auch, daß der Hintergrund für seine Probleme nicht mehr nur an den Folgen der Bestrahlungen liegen. Auch seine Übelkeit nimmt weiter zu. Ich mache mir da nichts mehr vor und es steht fest, dass wenn wir ihn am Donnerstag nach Hause holen, dies nur zum Sterben tun. Weitere onkologische Untersuchungen sind auch gar nicht mehr vorgesehen, denn der Arzt meinte, dass man nicht 100 %ig absehen kann, wie lange er noch leben darf oder wohl eher muss. Aber er glaubt, es werde jetzt sehr schnell gehen. Diese Tinktur kennen die dort scheinbar wirklich nicht. Er WÜRDE die Tinktur gerne NOCHMAL PROBIEREN. Darum geht es mir eigentlich. Auch wenn es keine Heilung mehr gibt, dann aber vielleicht etwas Linderung. Habe eben nochmal eine Schwester darauf angesprochen, aber auch sie weiß nicht was wir meinen. Wenn er schon nicht mehr essen, laufen, sitzen oder zur Toilette kann, dann würde ich doch gerne wenigstens so einen kleinen Wunsch erfüllen, wenn er die Hoffnung hat, das es ihm vielleicht etwas hilft.

31.05.2004, 20:13
Liebe Heike,

mach dir keine Gedanken wegen der Gedanken die du hast. Das wird auch noch für längere Zeit eine Berg-u. Talfahrt bleiben. Vielleicht ist es auch gar nicht so, dass dein Freund nicht mehr will. Aber die Diagnose trifft einen zu Anfang so schlimm, dass man wohl unweigerlich nicht mehr will. Aber auch er wird sich daran gewöhnen und wenn es ihm erst wieder besser geht, werden auch die Lebensgeister zurückkehren. So war es jedenfalls bei uns. Da dein Mann sich mit seiner Ex offensichtlich noch gut versteht hoffe ich, dass die Beiden wissen, wie man hinsichtlich der Tochter handeln sollte. Vielleicht kommt dir da dieser "wir verstehn uns ohne Worte"- Blick mal zugute. Lasst euch Zeit.

Ich drücke euch die Daumen, dass der Transport nicht so anstrengend wird und dass dein Freund die nächste Chemo gut verträgt. Und, versuche dir ruhig mal einen Tag für dich allein zu gönnen. Manchmal tut Abstand ganz gut, denn du musst auch eine eigene Einstellung zur Situation gewinnen. Ich klinke mich auch von Zeit zu Zeit aus, das gibt Kraft und einen klaren Kopf.

Mein Mann muss Mittwoch wieder zur Chemo und hat am Freitag seine letzte Bestrahlung. Bis auf die Schluckbeschwerden geht es ihm eigentlich ganz gut. Und ich hoffe, dass diese nach der letzten Bestrahlung auch irgendwann wieder verschwinden, so wie sie gekommen sind.

Macht euch noch einen schönen Abend und habt einen guten Wochenstart. Bis dann, Gruß von Monika

31.05.2004, 21:44
Liebe Andrea , wie wärs wenn du in der Klinik anrufst wo er schon mal die Tinktur bekommen hat und fragst nach dem Namen .
Mein Mann hat auch eine Mixtur bekommen von der Strahlenärztin , die sagte sie hätten da ein Rezept nach dem man es herstellen muss .
Vielleicht war es wirklich ein Rezept wo nicht alle Ärzte benutzen . Ich selber weiß auch nicht mehr wie unsere Mixtur hieß .
Kenne nur das Ampho-Moronal .
Wünsche euch alles Gute und viel Kraft .

Liebe Heike , mir gehts auch so . Einige Zeit konnte mein Mann nicht weg von zu Hause und somit auch ich nicht . Da habe ich auch gesagt ich muss jetzt mal alleine sein und einfach losheulen wenn es mich packt und schreien wenn es mir danach ist ...
Sonst muss man sich ja dauernd zusammen reißen .
Liebe Heike , du bist so jung und musst so nah dabei sein bei so viel Elend , meine Tochter ist auch 22 und sie wohnt nicht mehr zu Hause und sagt sie wüsste nicht wie sie alles ertragen würde wäre sie zu hause bei ihrem Vater . Wünsche dir alle Kraft dieser Welt damit du für deinen Freund dasein kannst .

Grüß euch alle andere , Monika , Ruth und alle die ich vielleicht vergessen hab , Anne .

01.06.2004, 17:06
Liebe Andrea,
schau doch mal im Forum unter Strahlentherapie nach. Da ist ein Thread, der sich mit Schmerzen beim Schlucken nach der Strahlentherapie befaßt. Vielleicht ist da was bei.

Liebe Grüße
Marion

03.06.2004, 19:37
Liebe Heike
Hat dein Freund die Chemo am Dienstag gut ertragen, ohne allzuviel Erbrechen? Die Onkologin hat bei meinem Mann die schwächere Chemo vom Dienstag niedriger dosiert. Er ist dadurch viel weniger müde geworden. Ich bin sehr froh! Und dann war ich noch ziemlich streng mit ihm und habe ihm mehr Sozialkontakte verordnet ;-). Er hat sogleich zum Telefon gegriffen, mit Erfolg. Gestern hat ihn ein Freund besucht und ist mit ihm ausgefahren. Mein Liebster blüht richtig auf... und mir tut es auch gut!

Wie ist es mit dem Arbeiten gegangen? Ich muss morgen 1 Tag arbeiten, nachdem ich gut 2 Monate krankgeschrieben war. Mal sehen wie es geht.

Liebe Grüsse
Ruth

05.06.2004, 08:49
Hallo an alle, bei meiner Mutter wurde im Aug. 03 ein kleinzelliges Bronchialkarzinom festgestellt. Nach 6 Zyklen Chemo war alles weg, im Feb. dann PET- Untersuchung, die auch keine Metastasen bwz. Rezidiv anzeigte , nur wussten wir nicht das diese Untersuchung auschliesslich des Gehirns war.
Jetzt im Mai wurden 5 Metastasen im Kopf festgestellt. Die Ärzte sagen meine Mutter hätte eine Lebenserwartung von ein paar Monaten...
Sie bekam nun 10 Ganzkopfbestrahlungen und Ende Juni ist die Kontrolle.
Ihr Allgemeinzustand ist sehr gut, sie hat weder bei der Chemo noch nach den Bestrahlungen abgenommen, sie sieht gesund aus. Hat irgendjemand Erfahrung damit ?
Ich kann es nicht glauben das sie nur mehr ein paar Monate hat. Gibt es irgendjemanden der es länger geschafft hat ?

05.06.2004, 18:44
Hallo Nicole!

Meine Mutter hat auch ein kleinzelliges BC.
Sie hat den 5.Zyklus Chemo hinter sich gebracht.
Es geht ihr eigentlich auch sehr gut ,nur das sie direkt nach der Chemo mit Übelkeit kämpft.
Der erste CT Befund war auch sehr gut ,es war alles verschwunden und es stand als Endsatz beim Befund:Bewundernswerter Befund.
Du kannst Dir vorstellen wie froh wir waren,nur leider ist es bei dieser Krebsart so das die Chemotherapie sehr gut am Anfang der Behandlung greift und aber das es leicht wieder zu einem Rezidiv neigt.
Ich möchte das alles auch nicht so recht warhaben.

Ich freue mich wenn Du mir wieder zurückschreiben würdest.

PS:Wie alt ist Deine Mutter?

05.06.2004, 19:32
Hallo Susi, meine Mutter ist 60 ! Ist Deine Mutter jetzt fertig mit der Chemo oder bekommt sie noch eine ? Meine Mutter hatte anschliessend auch noch 25 Bestrahlungen für die Lunge.
Es war alles so gut, alles hat gut angefangen, und jetzt die Metastasen im Kopf. Ich bin ziemlich fertig, aber Du kannst das sicher verstehen !
Ich möchte gerne was positives hören, z.B. das irgendjemand "länger" überlebt hat, oder die Metastasen im Kopf nicht so bald wieder gekommen sind.
Wie alt ist Deine Mutter ?

06.06.2004, 19:50
Liebe Ruth,

dieses Mal gings viel besser. Die Ärzte haben die Medis umgestellt. Er hat jetzt auch Navoban verschrieben bekommen. Allerdings soll er die nur bei Bedarf nehmen. Er hat erst am Mittwoch Chemo bekommen, am Dienstag gings ihm noch zu schlecht. Am Donnerstag konnte er dann schon nach Hause. Er hat noch kein einziges mal erbrochen und es war ihm auch nicht schlecht. So gut wie jetzt ging es ihm schon seit Monaten nicht mehr. Wir waren eben sogar schon spazieren!!! Und seither gehts mir auch viel besser. Das ARbeiten war ziemlich anstrengend. Hab immer um 6 Uhr morgens angefangen war aber von letzter Woche noch ziemlich kaputt. Aber es hat auch gut getan mal wieder was anderes zu hören und zu sehen. Diese Woche muss ich nur bis Mittwoch arbeiten und mittlerweile gehts mir sowohl psychisch als auch physisch wieder viel besser. Mein Freund ist jetzt viel motiverter, er nimmt seine Tabletten freiwillig regelmäßig und er bewegt sich so viel wie möglich. Er sagt auch, er spürt dass die Chemo anschlägt. Ich weiß nur nicht, ob ich ihm sagen soll das die gEfahr eines Rezidivs bei Kleinzellern sehr hoch ist. Noch wissen wir ja auch gar nicht, ob die Chemo wirklich anschlägt aber er kann schon viel besser atmen. Ich warte mal noch ab. Jetzt soll er das gute Gefühl erstmal genießen.

Wie geht es deinem Mann? Hoffe immer noch gut. Wie war das arbeiten? Reagieren deine Kollegen auch so komisch? Wie wirst du das jetzt weiterhin handhaben?
Wann müsst ihr wieder zur chemo? Wir am 15. Juni zum 3. Zyklus.

Wünsche dir noch einen schönen ABend und einen guten Start in die neue, kurze Woche!

Alles Liebe für euch beide

Liebe Grüße Heike

06.06.2004, 23:23
Hallo Nicole!
Meine Mutter ist 55 Jahre.Am 11.Juni wird eine Blutabnahme gemacht und dannach bestimmt der Lungenarzt wann die vorläufig letzte und 6.Chemo gemacht wird.
Dann eine Pause von 3.Monaten.
Glaube mir ich wollte auch immer etwas positives oder etwas aufbauendes oder zumindestens etwas Hoffnung von ihm hören aber das können sie enfach nicht.
Wir müssen einfach selber an dieser Hoffnung klammer und bauen.Ich kann Dir ein Beispiel nennen.Und zwar von meiner Chefin der Mann hat auch ein kleinzelligen Lungentumor gehabt und man hat ihm nur ca.3.Monate gegeben,und was war er hat 4.Jahre gelebt.Es ist vielleicht nicht so aufbauend wie du es dir vorgestellt hast, aber ich wäre froh wenn ich meine Mutter noch einige Jahre habe.Fühlst du dich auch manchmal als würde ein Film neben Dir abspielen der einfach nicht wahr sein kann?

Bitte lass den Kopf nicht hängen und geniesse die Zeit mit deiner Mutter.
LG Susi

06.06.2004, 23:23
Hallo Nicole!
Meine Mutter ist 55 Jahre.Am 11.Juni wird eine Blutabnahme gemacht und dannach bestimmt der Lungenarzt wann die vorläufig letzte und 6.Chemo gemacht wird.
Dann eine Pause von 3.Monaten.
Glaube mir ich wollte auch immer etwas positives oder etwas aufbauendes oder zumindestens etwas Hoffnung von ihm hören aber das können sie enfach nicht.
Wir müssen einfach selber an dieser Hoffnung klammer und bauen.Ich kann Dir ein Beispiel nennen.Und zwar von meiner Chefin der Mann hat auch ein kleinzelligen Lungentumor gehabt und man hat ihm nur ca.3.Monate gegeben,und was war er hat 4.Jahre gelebt.Es ist vielleicht nicht so aufbauend wie du es dir vorgestellt hast, aber ich wäre froh wenn ich meine Mutter noch einige Jahre habe.Fühlst du dich auch manchmal als würde ein Film neben Dir abspielen der einfach nicht wahr sein kann?

Bitte lass den Kopf nicht hängen und geniesse die Zeit mit deiner Mutter.
LG Susi

07.06.2004, 19:58
Hallo Heike

seit gestern ist mein Mann wieder ziemlich unten. Heute haben wir erfahren warum. Seine Plättchen sind auf 30 000 gefallen und die andern Werte sind auch tief. Nächste Woche hat er eine CT-Kontrolle, wir denken und hoffen, dass die Chemo angeschlagen hat. Die Onkologin hat angedeutet, dass es nochmals 3 Zyklen geben wird, Puhhh!

Mit der Arbeit ist es gut gegangen. Ich hatte entsetzlichen Horror davor. Dann haben mich die Kolleginnen aber so total lieb Willkommen geheissen, dass ich grad geschmolzen bin! Jetzt habe ich 2 Wochen Ferien. Die verbringe ich im Garten (und bei der Onkologin, dem Lungenspezialisten, im Röntgeninstitut ;-)) Ab Juli arbeite ich dann wieder meine 50%, ich hoffe, es klappt.

Liebe Heike, deine Kollegen reagieren vermutlich so komisch, weil sie schlicht und einfach Angst haben! War bei meinen Kolleginnen auch so. Aber ich bin mit dem Thema sehr offen umgegangen und unterdesen haben sie sich daran gewöhnt. Naja, so gut wie man sich eben gewöhnen kann

Eine gute Woche wünsche ich dir, geniesse das schöne Wetter und die Zeit mit deinem Freund!
Liebe Grüsse
Ruth

07.06.2004, 21:14
Liebe Susi, ich muss sagen man klammert sich ja eh schon an jeden Strohhalm und ich möchte meine Mutter doch wenigstens ein Jahr noch haben...
Habe im Forum von Gunter gelesen, der hatte auch ein kleinzell. mit Hirnmetastasen und hat immerhin "noch ein Jahr" damit gelebt.
Es tut so weh mir bricht mein Herz jedesmal wenn ich bei meiner Mutter bin. Ende Juni haben wir die erste Kontrolle vom Kopf. Thorax wird gleich mitgemacht.
Ich frage mich nur wie ich leben soll, die ganze Zeit. wie soll ich das nur schaffen ?!
Liebe susi, ich möchte mich mal ein bisschen vorstellen.
Ich bin 32 und lebe in Wien. Habe eine Boutique seit 10 Jahren die ich gemeinsam mit meiner Mutter führe bzw. nun alleine..
Von wo bist Du ?
Würde mich freuen wenn wir in Kontakt bleiben.

08.06.2004, 08:21
Hallo an alle!

Ich bin sehr wütend und enttäuscht von den Ärzten!
Kurz die Vorgeschichte.Mein Vater ist im Nov.03 an Lungenkrebs erkrankt,inoperabel und unheilbar.Er bekam Bestrahlung.Im April ist durch Zufall eine Metatase unterhalb der Hüfte gefunden worden.Eine OP traute man ihm nicht mehr zu,da bei einer Größe von 185 cm auf 57 Kilo abgemagert.Also wieder Bestrahlung.
Letzten Donnerstag ist er gefallen.Starke Schmerzen.Ich habe ihn mit Krankenwagen ins Krankenhaus bringen lassen.
Ergebnis,der Knochen wo die Metastase sitzt ist angebrochen.
Erst hieß es, er wird Freitag noch operiert,dann Montag. Gestern hat dann sein OP-Hemd anbekommen,seine Tablette zur Beruhigung bekommen und um 15:15 Uhr hieß es dann,er kommt nicht mehr dran,erst heute im Laufe des Tages.Es wären zu viele Unfälle dazwischen gekommen.Ist das kein Unfall,was mein Vater hatte?Er wird verrückt vor Schmerzen.Aber alles reden half nichts,er kam gestern nicht mehr dran.Ich kann ihn ja nicht mal in ein anderes Krankenhaus verlegen lassen,da er sich überhaupt nicht bewegen darf.Ich finde es entwürdigend,was mit den Patienten gemacht wird.Ist ein Lungenkrebspatient nichts mehr wert. Wenn die so weitemachen stirbt mein Vater nicht an dem Krebs,sondern an einem Herzinfarkt,weil er sowieso so panische Angst vor der OP hat.Da sie ihm eine Vollnarkose nicht mehr zutrauen,bekommt er eine Rückenmarkspritze.
Ich kann das alles nicht verstehen.
Wir wissen ja,das er nicht mehr lange bei uns ist,aber das er sich die letzte Zeit die er noch hat,so quälen muss und so viel Schmerzen hat,finde ich grausam.
Viele Grüße Binchen

08.06.2004, 16:20
Hallo Binchen,
ich kann Deine Wut gut nachvollziehen. Für Deinen Vater ist die Wartezeit mit Sicherheit grausam. Vor allendingen auch wegen der Schmerzen.Es ist nicht zu verstehen, warum nicht die Schmerzbehandlung vernünftig erfolgt. Man muß oft den Ärzten auch so lange auf die Füße "treten" bis es weh tut. Aber im Ernst, verlange von den Ärzten zumindest etwas gegen die Schmerzen zu machen. Dein Vater hat ein Recht darauf.
Zu den OP-Terminen, so schlimm dieses in Eurem Fall auch ist, muß man allerdings auch sehen, manche OP`s dauern wesentlich länger als geplant und Notfälle können überlebenswichtig sein.Als Betroffener sieht man das natürlich anders.
Ist denn die OP jetzt durchgeführt? Hoffentlich mit gutem Verlauf.
Es gibt auch wieder bessere Zeiten, alles Gute für Deinen Vater.
Viele Grüße, Achim

09.06.2004, 08:01
Hallo Achim!

Vielen Dank für deine lieben Worte.
Mein Vater ist gestern Abend um 17 Uhr operiert worden und war um 20 Uhr wieder auf seinem Zimmer. Bin dann noch mit meiner Mutter hin gefahren.
Er war sehr unruhig und bekam schlecht Luft. Die Schwester sagte mir, das mit der Luft käme davon,weil er stramm auf dem Rücken leigen musste und das kann er seit dem LK eigentlich gar nicht mehr.Er atmete dann mit der Zeit auch ruhiger.
So weit ist die OP ganz gut verlaufen.Wie es jetzt weiter geht,müssen wir abwarten.

Viele Grüße Binchen

09.06.2004, 23:28
Hallo Nicole!

Würde mich auch sehr freuen wenn wir in Kontakt bleiben.
Ich bin 28 Jahre und arbeite bei der WGKK.
Also ich bin auch eine Wienerin.
Ich wohne im 22.Bezirk in der Nähe vom Donauzentrum.
Ich weiss manchmal auch nicht wie ich das schaffen soll,aber mein Mann hilft mir sehr.
Wenn du Lust hast können wir uns einmal treffen,da wir ja eh in der gleichen Stadt wohnen.
Ich hoffe ,ich höre wieder von dir, und halt die Ohren steif.
LG Susi

10.06.2004, 10:19
Hallo Susi !
Das ist ja ein Zufall dass Du auch in Wien wohnst. Wir können uns gerne mal treffen.
Ich geb Dir mal meine Mail-Adresse , wir können ja in Zukunft uns auch so schreiben :
n.barisich@aon.at

LG Nicole

10.06.2004, 14:17
Liebe Susi, was ich Dich auch noch fragen wollte, wo wird denn Deine Mutter behandelt ? Und hatte sie bei der Diagnose schon Metastasen ? Wenn ja, wo ?
Ich weiss ich löchere Dich heute mit Fragen aber seit meine Mutter krank ist lese ich alles darüber und interessiere mich sehr dafür,
wäre schön wenn wir uns mal treffen könnten.
LG, Nicole

10.06.2004, 22:16
Hallo Nicole!

Meine Mutter wird im AKH behandelt.
Und sie hat bei der Diagnose schon im gesamten Körper Metastasen gehabt.In welchen Bezirk wohnst du denn?
Das löchern stört mich nicht ,ich bin genau so.
LG Susi

10.06.2004, 22:35
Hi Nicole!

Habe probiert Dir eine Mail zu schicken,aber hat nicht funktioniert.
Stimmt die Adresse die Du mir gegeben hast?
Die Mail ist zurückgekommen mit dem Satz:Es gibt keine Mailbox auf diese Adresse.
Habe Dir ein Hochzeitsfoto schicken wollen,da ich gelesen habe das du heiraten willst.

10.06.2004, 22:37
Für Nicole,meine Email-Adresse ist:shushu7@chello.at

10.06.2004, 23:08
Liebe Ruth,
wie geht es Dir und deinem Mann? Hat er sich etwas erholt? Wie war das Arbeiten noch bei dir? Tut mir leid, dass ich so lang nicht geschrieben habe. Ich bin immer fix und alle wenn ich von der ARbeit komme und da mein Freund recht fit ist die letzten TAge haben wir dann meist noch etwas zusammen gemacht. Ich kanns manchmal gar nicht glauben was er für eine Veränderung gemacht hat in nur einer Woche! Er hat wieder etwas zugenommen, sieht viel besse aus, hat null Übelkeit und isst mir teilweise die Haare vom Kopf. Wir waren am Sonntag kurz spazieren, gestern zusammen im Möbelhaus... Es ist Wahnsinn, was die Medis bewirken! Die Navoban hat er jetzt für den Bedarf, die restlichen Tabletten nimmt er brav und ich hoffe sehr, dass es auch so bleibt. Wir hatten mittlerweil auch schon viele schöne Gespräche , er denkt ganz anders über seine Krankheit. Er sagt, ohne sie wären wir in unserer Beziehung nicht da wo wir jetzt sind und er hätte wohl nie gelernt übe rGefühle zu sprechen.
Müsst ihr nächste Woche auch wieder zur Chemo? Pflegt dein Mann seine Kontakte noch? Wie war es bei dir noch in der ARbeit? Schön, dass deine Kollegen dich willkommen heißen, dann ist es nicht ganz so schlimm den Liebsten zu Hause zu lassen und du siehst was "schönes" anderes.
Ich drück euch die Daumen, dass das ab Juli klappt mit den 50%!
Wir müssen ab Dienstag wieder zur Chemo, zum 3. Zyklus. Danach gibts wohl die Kontrolle ob es anschlägt oder nicht, davor graut mir schon. Vor allem vor Metastasen im Gehirn habe ich riesen Angst.
Hoffe für dich, dass du morgen auch frei hast und dir ein schönes langes Wochenende mit deinem Mann machen kannst!

Liebe Grüße Heike

10.06.2004, 23:14
Liebe Monika,

habe eben eine sehr lange Mail an Ruth geschickt und wollte die für dich unten anhängen aber irgendwie war der PC schneller als ich :-)
Uns geht es sehr gut. Mein Freund hat keine Übelkeit, kann sich wieder bewegen und dadurch gehts mir natürlich auch viel besser. Ich konnte auch ganz gut mit ihm über meine Probleme mit der Ex-Freundin reden. Er versteht mich und sagt, dass er das wohl auch nicht haben wollte in meiner Situation. Ich denke, in Zukunft werde ich einfach kurz spazieren gehen wenn sie da ist dann können die zwei sich über alte gemeinsam Zeiten unterhalten und ich muss nicht mithören. Weiss auch nicht, warum ich damit so ein Problem habe.
Wie gehts es Dir und deinem mann? Macht ihm diese schwüle Luft auch so zu schaffen?
Ich wünsche euch ein wunderschönes, gemeinsames Wochenende und hoffe, ihr könnt es genießen!

Liebe Grüße Heike

11.06.2004, 08:27
Liebe Susi, das ist ja wie verhext, wollte Dir eben ein Mail schicken, auch bei mir kam es zurück ?
Hier nochmal meine Adresse : n.barisich@aon.at

Meine Mutter bekam die Chemo in der Rudolfstiftung im 3. Bezirk, die anschliessenden Bestrahlungen von Lunge und Kopf im AKH.
Die kommenden Untersuchungen sind auch im AKH, beim Dr. Bartsch.
Am 24 Juni ist die erste Kontrolle.

Ich wohne in Mannswörth, bei Schwechat. Meine Boutique ist auch in Schwechat im Ekazent.
Vielleicht klappts ja jetzt mit dem mailen, wenn nicht sehen wir uns im Forum...
LG, Nicole

11.06.2004, 15:15
Hallo Heike,

schön, was positives von dir zu hören. Ihr schafft das schon, es muss sich nur alles erst mal einspielen. Das mit der Hitze hat mein Mann gut weggesteckt, der hat zur Zeit ganz andere Probleme, kann seit einer Woche nun gar nichts mehr essen und bekommt mit Mühe und Not nur noch Leitungswasser runter. Er hat sich zusätzlich zu den Strahlenschäden der Speiseröhre im Mund- u. Rachenraum noch einen Pilz eingefangen. Habe heute aus der Apotheke Astronautennahrung besorgt, 5 kg in einer Woche abnehmen, so kann`s nicht weitergehen.

Trotz allem, wir lassen uns nicht unterkriegen und versuchen, aus diesem Wochenende das Beste zu machen. Haltet euch wacker und: Euch auch ein schönes Wochenende, bis bald, lieben Gruß von Monika

11.06.2004, 20:35
Liebe Heike

das klingt ja richtig gut, was du da von deinem Freund erzählst. Du geniesst es sicher, dass ihr wieder etwas unternehmen könnt! Ich freue mich mit dir. Was mich wunder nimmt: Bekommt er auch Cortison? Das würde den guten Appetit erklären. Um deine Frisur zu schonen empfehle ich dir immer ein paar Mars im Vorrat zu haben ;-)
Mein Mann nimmt seit diesem März Cortison, Prednison 50mg. Man versucht jetzt zu reduzieren, weil er Nebenwirkungen hat. Seit 3 Tagen nimmt er nur noch 30mg . Nachdem es anfänglich aussah, als würde er diesen Zyklus gut ertragen, sind Anfang diese Woche seine Blutwerte in den Keller gefallen! :-( .Es war so schlimm, dass er am Mittwoch Blut und Plättchen transfundiert bekam. Das erträgt er aber auch schlecht. Noch heute ist ihm sterbenselend. Am nächsten Mittwoch hat er CT-Kontrolle. Wie's weitergeht und ob weitere Zyklen möglich sind, wie vorgeschlagen, weiss ich nicht. Wir hoffen einfach, dass er sich wieder etwas erholt.
Das mit meiner Arbeit war nur ein einziger Arbeitstag, quasi ein Probelauf. So würde es mir im Moment gefallen, 1 Tag im Monat arbeiten, bei vollem Lohn :-) . Nein, ich war ja 2 Monate krankgeschrieben und jetzt habe ich 2 Wochen Ferien...Ich arbeite sowieso nur 50%.

Ich hoffe, dass du noch viele vergnügliche Stunden, Tage, Wochen Monate, Jahre oder noch besser Jahrzehntehttp://www.mysmilie.de/smilies/big/img/014.gif mit deinem Freund verbringen kannst, möglichst ohne Störungen von seiner Ex http://www.mysmilie.de/smilies/boese/img/030.gif

Liebe Grüsse
Ruth

Amily
11.06.2004, 20:41
Liebe Heike , auch ich freue mich sehr dass es deinem Freund besser geht . Genießt die Zeit und lasst euch durch nichts und niemanden stören . Wünsche euch viel Glück , Liebe und Gesundheit .

Das Gleiche wünsche ich meinen beiden anderen Freundinnen , Monika und Ruth . Freue mich immer wieder von euch zu hören . Auch wenn es manchmal keine so gute Nachrichten sind ...
Zusammen stehn wir dass Alles durch .

Liebe Grüße auch an Susi und Nicole , sehe die haben auch Freundschaft geschlossen . Freut mich sehr .
da sieht man was unser Forum alles hinkriegt ...
Bis dann , Anne .

11.06.2004, 20:45
Hallo Monika

mein Mann hatte letztes Jahr auch Srahlenschäden. Er musste vor jeder Mahlzeit ein Schmerzmittel schlucken. Wenn ich mich richtig erinnere nahm er zuerst Novalgintropfen. Später wechselte man auf Brufenpulver (Ibubrufen 600mg) Das hat ihm geholfen, er konnte leidlich schlucken. Als Tee ist Malventee hilfreich, das bildet einen Film über der Schleimhaut. Ich muss aber sagen, dfass er keinen Pilz hatte. Später hatte er eine Verengung, die wurde dann gedehnt in 2 Sitzungen. Heute hat er überhaupt keine Probleme mehr damit - dies als Hoffnungsschimmer für deinen Mann. Ich wünsche ihm von Herzen gute Besserung!
Liebe Grüsse
Ruth

11.06.2004, 22:55
Liebe Ruth,

vielen Dank für deine guten Wünsche. Ich baue im Moment darauf, dass die Medikamente gegen den Pilz erst mal anschlagen müssen und hoffe, dass es vielleicht Anfang nächster Woche besser geht?! Das mit dem Malventee ist ein guter Tip, den werde ich kaufen.

Ich wünsche dir und deinem Mann ein schönes Wochenende und weiterhin alles Gute, bis demnächst, lieben Gruß von Monika

13.06.2004, 18:43
Liebe Anne,

ich habe eben in einem anderen Forum gelesen, dass es dir nicht so gut ging. Darum möchte ich dir umso mehr danken und dir weiterhin Mut wünschen! Du und alle anderen, ihr habt mich aufgebaut, als es mir schlecht ging und ich mit der ganzen Sache nichts anfangen konnte. Und dass, obwohl es dir/euch auch nicht immer gut geht. Ich hoffe sehr, dass wir uns immer gegenseitig helfen können und vor allem helfen lassen.
Bei uns gibt es nichts neues, waren heute zum Motorrad Rennen schauen in einer Kneipe! Zwar nur kurz aber immerhin, es war sehr schön.
Hoffe, ihr alle liebe Anne, liebe Monika, liebe Ruth konntet das Wochenende mit euren Liebsten trotz dem schlechten Wetter genießen! Ich bin wirklich sehr froh, diese Seite entdeckt zu haben, auf der ich soviel Unterstützung, Mut, Kraft ... bekomme. Und ich möchte euch allen sagen, dass ihr wahnsinnig stolz auf euch und eure MÄnner sein könnt. Ihr macht das alle schon viel länger mit als ich und seid trotzdem noch 100% für alle da, HUT AB und ganz, ganz viel Kraft weiterhin und vor allem Sonne im Herzen, wenn sie draußen schon nicht scheint :-)

Liebe Monika,
dass es deinem Mann so schlecht geht tut mir sehr leid! 5 kg in eine Woche ist wirklich heftig. Kriegt er denn wenigstens die Astronautennahrung runter? Hat irgendein Medikament den Pilz wieder vertreiben können? Ich drücke euch die Daumen, dass es bald wieder aufwärts geht!

Liebe Ruth,
es tut mir sehr leid, dass es deinem Mann nun doch schlecht geht :-( Sind seine Blutwerte denn jetzt wieder besser? Ich drücke auch euch die Daumen (dann wird morgen eben nicht viel gearbeitet :-)), dass es wieder aufwärts geht und vor allem, dass die CT-Kontrolle etwas positives bringt!
So würde mir das auch gefallen, nur einen Tag pro Monat arbeiten! Aber da macht die Firma leider nicht mit. Ich bin zwar nur 4.5 Tage in der Firma (dienstags habe ich Schule) aber ich muss momentan oder ich sollte ziemlich viel lernen und eine Präsentation vorbereiten. Aber mein Lehrer weiß Bescheid, so dass ich nur auf die Klassenarbeiten lernen muss und die Präsentation noch verschieben kann.
Na, dann genieße deine Ferien, nimm dir auch Zeit für dich selbst und halt die Ohren steif! Alle zusammen werden wir das doch hinkriegen, wäre doch gelacht!

Ganz, ganz liebe Grüße an alle

Heike

PS: War am Freitag beim Frisör; frisch gefärbte Haare schmecken wohl nicht so :-) Er hat Fortecortin nach der Chemo bekommen, musste es aber runter dosiern und hat jetzt auch weniger Appetitt aber isst immer noch genug.

14.06.2004, 13:00
Hallo Heike, Anne, Monika und alle andern,

seit Sonntagnachmittag geht es wieder aufwärts mit meinem Mann, ich hoffe es hält an. Das Schöne im Schwierigen letzte Woche war, dass wir sehr gute und tiefe Gespräche hatten! Aber müde bin ich jetzt, Mann, wie nach einem Marathon http://www.mysmilie.de/smilies/muede/img/020.gif.

Heike, bist du sicher , dass gefärbte Haare nicht schmecken? Welche Farbe haben sie denn: Karotte...? Pflaume...? Haselnuss..? Aubergine...? Oder gar Schoggi...? Also, bleib lieber ein wenig auf Distanz ;-)

Ich wünsche uns allen, dass es unsern Kranken besser geht und wenn nicht, dass wir wenigsten den Kopf oben behalten können

Euch allen ganz liebe Grüsse
Ruth

14.06.2004, 21:59
Liebe Ruth,
das freut mich sehr dass es bei euch wieder aufwärts geht! dass du erledigt bist ist denke ich normal. Ich habe mich nach der ganz schlechten Zeit auch gefühlt, als ob ich täglich 12 Stunden auf dem Bau gearbeitet habe. Psychisch arbeiten und leiden ist eben anstrengend. Aber dafür könnt ihr jetzt wieder nach vorne schauen und ihr hattet sehr schöne Gespräche! Das ist doch etwas positives!!!

Du hast recht, sie sind schokobraun mit blond. Quasi wie SChokoeis mit Vanillesoße :-) Aber zum Glück mag er kein Schokoeis, hab doch eh schon so dünne Haare...

Jetzt gings ihm so gut und seit heute nacht hat er wieder extreme Schmerzen. Trotz Schmerzmitteln, Schmerzpflaster (hat heut erst ein neues bekommen) und Tropfen nach denen er mittlerweile sogar verlangt hören diese sch... Schmerzen nicht auf! Was ist das? Ist das der Tumor der wächst oder der Tumor der sich auf den Angriff durch die letzte Chemotherapie wehrt? Ich habe solche Angst, dass die Ärzte uns morgen sagen dass es der Tumor ist der wächst. Dabei glauben wir beide/alle doch so fest an eine Besserung, wo es ihm doch so gut ging die letzten Tage! Ich konnte mich heute shcon wieder null auf die Arbeit konzentrieren und morgen muss ich auch noch Klassenarbeit schreiben :-( Hoffentlich wird das wieder besser!

Wir nehmen beide seit Freitag ein ganz neues Algenpulver. Es soll die Schlacken etc. aus den Zellen lösen und gleichzeitig neue Zellen aufbauen. Das ist doch ideal bei einer Chemo oder was denkst Du? Ich habe ja die Hoffnung, dass die SChmerzen durch die Reinigung im Körper verursacht werden.

Ach ruth, wir sind so glücklich zusammen, ich denke mir immer es darf gar nicht passieren, dass es kein gutes Ende nimmt! Auch mit seiner mUtter, seinen Freunden, er mit meinen, es passt alles so perfekt! Es muss doch gut ausgehen, oder?

So, genug gejammert. Ich werde mal versuchen, meinen süßen zum duschen zu überreden; sonst halte ich automatisch Abstand :-)

Ich wünsche dir und deinem Mann noch einen wunderschönen Abend zusammen, bis bald

Liebe Grüße

Heike

15.06.2004, 23:02
Hallo Heike
wie war die Klassenarbeit, hast du deine Hirnzellen aktivieren können?

Dass dein Freund wieder so starke Schmerzen hat tut mir sehr leid. Hoffentlich bestätigt sich deine Befürchtung nicht. Aber ich kenne das, man denkt immer gleich an das Schlimmste! Und ihr seid ja erst so kurze Zeit zusammen und möchtet eure Liebe so richtig geniessen. Ich drücke dir beide Daumen, dass es gut kommt!!!!

Das Algenpulver kenne ich nicht, aber ich kann mir denken, dass es unterstützend ist. Mein Mann hat lange Uncaria Tomentosa genommen. Das ist eine Heilpflanze aus Südamerika, die bei Krebserkrankungen und Immunschwäche eingesetzt wird. Nun nimmt er sie nicht mehr, er mag nicht soviel Tabletten schlucken.

Heut war mein Liebster nicht gut drauf. Ich auch nicht. Grummelgrummelgrummel. Darf ja auch mal sein ;-)


Liebe Anne
so ruhig? Wie geht es dir? Ich hoffe, es ist alles stabil bei euch!


An alle ganz herzliche Grüsse und lasst euch nicht unterkriegen
Ruth

16.06.2004, 21:52
http://www.google.de/search?q=chemotherapie+krebs+gift&ie=UTF-8&hl=de&meta=

16.06.2004, 22:58
Liebe Ruth,

die Klassenarbeit lief echt gut, ich war verwundert wie gut es ging.
Meinem Freund gehts schon wieder viel besser. Die Ärzte meinen, es liegt am Schwitzen weil dadurch nicht alles an Schmerzmitteln auch wirklich in den Körper gelangt. Ich habe der Aussage nicht ganz getraut und habe meinen Doc angerufen. Bei ihm weiß ich, dass er mir schonungslos die Wahrheit sagen würde und: er sagt auch es liegt am SChwitzen! Yuhu, darüber freue ich mich erstmal.
Heute mittag hat mein Freund Chemo bekommen und jetzt liegt er putzmunter auf dem Sofa und wir haben jede Menge Spaß. Hoffentlich hält es an, aber wir haben ja jetzt Navoban :-)

Wie geht es bei euch? Ist die Stimmung wieder besser? Wie leicht man sich plötzlich von den Stimmungen des anderen anstecken lässt; ich kenne das. GEhts dem Liebsten gut geht es uns auch gut (na ja, meistens zumindest) und wenn nicht dann sind wir auch schlecht drauf. Aber solange die "guten" Tage überwiegen und wir uns trotzdem glücklich schätzen, dass wir gesund sind uns unsere Liebsten bei uns haben, sind ein paar schlechte Tage gar nix.
Ich freue mich schon wieder sehr aufs Wochenende, nur noch 2 Tage. Ich bin eigentlich jemand, der sehr viel Zeit für sich braucht aber momentan könnte ich einfach ständig mit meinem Freund zusammen sein; ein sehr schönes Gefühl denn ihm geht es auch so.

Liebe Ruth, ich wünsche euch einen schönen TAg morgen und hoffe, dass STimmungsbarometer steigt trotz dem komischen Wetter!

Liebe Anne, liebe Monika auch an euch ganz liebe Grüße hoffe es geht euren Lieben besser?!Was macht der Pilz Monika? Haben die Medikamente geholfen?

Liebe Grüße Heike

Amily
17.06.2004, 10:14
hallo ihr Lieben .
Bei uns wieder mal nicht so gut .
mein Mann hat Lähmungserscheinungen im linken Arm , kann ihn manchmal gar nicht bewegen .
Auch das laufen ist schlimmer geworden , die Beine sind zu schwach . Und das alles seid Dienstag , so schnell kanns gehn .
Melde mich noch .
Gruß , Anne .

17.06.2004, 10:17
Liebe Anne,

bin in Gedanken ganz fest bei euch.

Sei umarmt
Petra

17.06.2004, 11:43
Liebe Anne
sende ein riesiges Kraftpaket und sei feste umarmt
Biene

17.06.2004, 15:02
Liebe Anne

das klingt nicht gut. Ich denke an dich und deinen Mann und drücke dich.

Auch wir haben nicht so gute Nachrichten. Das CT der Lunge zeigt, dass der Tumor Wasser bildet und vermutlich nicht zurückgegangen ist, es ist nur schwer erkennbar, wird noch genauer abgeklärt. Die Chemo wurde gestoppt, zur Erleichterung von uns beiden. Nun gibt es eine Woche Denkpause....

Wir schaffen es, wie auch immer

Dir alles Liebe
Ruth

Amily
18.06.2004, 15:24
Ihr Liben , ich danke euch für die lieben Worte .
Die "Lähmung" kommt und geht wieder und mein Mann will nicht ins Kh und auch nicht zum Hausarzt . Wir hatten gestern ein Gespräch miteinander und mir wurde klar dass mein Mann weiß dass es schlimm ausgehn könnte und er sich wohl Gedanken darüber macht aber er scheut sich über "das endgültige" mit mir zu sprechen ...kamen gestern ziemlich weit aber dann hat er abgeblockt .
Auf jeden Fall bin ich ein wenig erleichtert und mache mich nicht mehr wegen allem so verrückt . Nach dem Gespräch gestern ging es mir gut und ich fühlte mich echt erleichtert .
Heute gehst wieder besser , wie gesagt die Lähmung ist nicht immer da , kann aber ganz plötzlich wieder kommen , wie ich es beobachtet hab....
ja , mal sehn was noch kommt ...

Liebe Ruth , es tut mir leid dass ihr keine bessere Nachricht erhalten habt .Denke wir müssen wirklich unser Schicksal akzeptieren und alles so annehmen wie es kommt da wir es doch nicht ändern könnten...

Grüße euch alle recht herzlich .

Biene wie geht es dir denn ? schreib doch mal wie es dir ergeht .
Anne .

18.06.2004, 15:40
Hallo, vielleicht kann mir jemand helfen ?

Bei meiner Mutter wurde vor ca. 5 Wochen ein Rundherd auf der Lunge festgestellt sowie eine Vergrößerung der Nebenniere und Schatten auf der Leber. Eine 1. Bronchoskopie ergab keinen Befund, eine Leberbiopsie wurde ebenfalls als "Zyste" eingestuft. Somit dachten die Ärzte an Operation des Rundherdes, um doch noch zu erfahren, was das da ist. Eine 2. Bronchoskopie ergab jedoch einen Befund: Platteneptihtelkarzinom. Jetzt sind laut Ärztebefund auch auf einmal wieder die Schatten auf der Leber Metastasen und eine Operation wird auf abgelehnt. Kann jemand mir diesen Sinneswandel erklären ? Warum wird nicht operiert, die Leberbiopsie hat doch keine Metastasen angezeigt. Verschenkt man jetzt nicht Zeit durch eine geplante Chemo ? Wer kann mir helfen ?

Danke.

Detlef

18.06.2004, 16:29
Hallo Detlef,

das hört sich schon ein bisschen komisch an. Du solltest unbedingt noch mal die Ärzte mit Fragen löchern und Dir Kopien der Untersuchungsergebnisse besorgen. Zumindest Deine Mutter hat einen Anspruch darauf.
Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass bei der ersten Bronchoskopie kein Material des Tumors erwischt wurde, sondern erst bei der zweiten. Und vielleicht war auch das Ergebnis der Leberbiopsie nicht eindeutig. Möglicherweise hoffen die Ärzte, dass der Lungentumor (und die Lebermetastasen, wenn es denn welche sind) durch die Chemo schrumpft und dann anschließend leichter zu operieren ist.
Aber alle Spekulationen helfen nicht, frag` die Ärzte und lass Dich nicht abwimmeln!

Viel Glück für Dich und vor allem für Deine Mutter

Joachim

18.06.2004, 16:33
Hallo Detlef,

sobald der Verdacht auf Metastasen da ist, wird fast immer von einer OP Abstand genommen. Es könnten auch mikroskopisch kleine Metas vorhanden sein.Die Chemo soll die Metastasen und Tumor verkleinern wenn nicht gar zu Veschwinden bringen. Spreche die Ärzte doch einfach nochmal darauf an und sie sollen es dir genauer erklären. Kannst auch mal bei www.lungenkrebs.de reinschauen.

Liebe Grüsse
Petra

18.06.2004, 16:54
Liebe Anna,
ich hoffe das es deinem Mann bald wieder besser geht
und die Lähmungen nicht wieder kommen .
Das es dir nach eurem Gespräch etwas besser geht kann ich gut
nachvollziehen denn bei uns läüft es danach auch immer wieder besser.
Liebe Grüße ,Erika

Nach jedem Tief folg auch ein Hoch,ich baue darauf.

18.06.2004, 16:56
Liebe Ruth,
auch dir für deinen Mann hoffentlich bald wieder Alles Gute.

Liebe Grüße ,Erika.

18.06.2004, 17:06
Liebe Anne,

meinem Mann geht es auch nicht gut und ich habe im Moment große Probleme, mich auf diese Situation einzustellen. Hab in den letzten Tagen zwar gelesen aber nicht geschrieben. Hab aber trotzdem ganz viel an euch gedacht.Dass mit diesen Lähmungserscheinungen hört sich nicht gut an ....., hoffe aber trotzdem, dass sie ganz einfach nicht wieder auftreten. Dass du ein etwas tieferes Gespräch mit deinem Mann hattest, macht mich richtig froh. Mir geht es nach solchen Gesprächen immer besser. Nicht zu Anfang, denn dadurch wird auch immer viel aufgewühlt. Aber wenn so ein Gespräch erst mal gesackt ist, gibt es einem immer das Gefühl, dass man wieder ein Stück weiter zusammengerückt ist. Man fühlt sich nicht so ausgeschlossen. Wenn der andere zu erkennen gibt, dass er weiß, wie schlimme es sein könnte und auch offen über diese Angst spricht, fällt es einem selber auch leichter und man kann besser zusammenhalten. Und genau das müsst ihr auch tun. Lass dich einfach mal drücken und macht euch trotzdem ein schönes Wochenende.

Denk an unseren Kaffeklatsch, wie die liest, ist auch Erika wieder mit an Bord. Bin in Gedanken bei dir, sei ganz lieb gegrüßt von Monika

18.06.2004, 17:14
Liebe Ruth,

ich weiß, wie ernüchternd schlechte Nachrichten sind. Lasst euch trotzdem nicht unterkriegen und nutzt diese Denkpause um eure Gedanken zu sammeln. Der nächste CT-Termin von meinem Mann ist am 8.7., dann werden auch wir uns wieder darin üben müssen, ganz bescheiden an die Sache ranzugehen.

Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und werde an euch denken. Lieben Gruß von Monika

18.06.2004, 18:32
Liebe Monika,
schade das es bei euch auch wieder schlechter steht,
es macht immer wieder bewusst wie die Krankheit uns doch zum Spielball der Emotionen macht.
Habe im Moment auch nicht die Psyche viel zu schreiben,
habe seit Tagen nur mit Krankenkasse ,Krankenhaus,Krebs-
Informationsdienst und noch mehr herumtelefoniert und
mir Info´s besorgt wegen der Kostenübernahme von Iressa,
Jürgen ist heute vom KH entlassen worden und vor lauter
Medikamenten aggressiv und spricht nur wirres Zeug.

Wie du siehst könnten wir alle mal wieder ein schönen
Wochenende gebrauchen.
Werde heut abend seit langem mal wieder beten,für uns ,
für euch ,für Anne,für LIz und Willy,und die vielen anderen
hier.

Hoffe das du am Wochenende mit deiner Familie euch eine
schöne Zeit machen könnt.

Lass dich umarmen,trinke deinen Kaffee,alles Liebe Erika

Amily
19.06.2004, 19:21
Hallo ihr Lieben . Danke euch für eure lieben Worte . Worte können so vieles sagen ....zeigen ....
Liebe Monika , was war los bei euch ? magst du vielleicht darüber schreiben was sich verschlechtert hat ? Ich bin auch oft in gedanken bei euch allen hier , alle haben ihr Päckchen zu tragen und ich bin froh dass wir uns gegenseitig beim tragen helfen .

Liebe Erika , die Lähmungserscheinungen kommen immer wieder , aber mein Mann will ja nicht ins Kh und was kann ich zu Hause schon tun ? Kann nur für meinen Mann dasein . Und das bin ich . So wie ihr es auch seid .

Liebe Heike , bei euch noch alles Gut ? Würde mich sehr darüber freun .Wünsche euch ein schönes WE .
Liebe Ruth , auch dich und deinen Mann grüß ich ganz herzlich und wünsche euch auch alles Gute .

Liebe Biene , melde dich mal ganz kurz und sag uns wie es dir geht .

Lieber Detlef , auch dir und deiner Mutter alles Gute , viel Kraft , Mut und Zuversicht .
Grüße auch an alle die hier mitlesen . Anne .

20.06.2004, 01:09
Liebe Anne,Erika,Heike und Monika,

danke euch allen für die liebe Aufmunterung. Meinem Mann geht es weiterhin nicht gut. Er schläft sehr viel und ist schwach. Nächsten Freitag sehen wir weiter. Zur Diskussion stehen unter anderem Laser und Iressa. Er will auf keinen Fall mehr eine Therapie, die seine Lebensqualität verschlechtert. In den letzten Tagen und Wochen hat er sich so sehr geöffnet und ist so weich geworden, dass er über sich selber staunt. Wir fühlen uns dadurch sehr nahe und das geniesse ich neben allem Schmerz und aller Trauer sehr.

Liebe Anne, ja wir sind für unsere Kranken da. Vielleicht ist es das einzig Wichtige, auch für uns: da sein, jetzt....

Liebe Erika, ich drücke dir die Daumen, dass es mit dem Iressa klappt! Bei uns ist das auch noch nicht klar, es wird abgeklärt.

Liebe Monika, es stimmt, bescheiden gehen wir Schritt für Schritt weiter. Ich wünsche euch ein gutes Ergebnis am 8.7.!

Und du liebe Heike wo steckst du? Alles in Ordnung?

Seltsam, nun bin ich innerlich ganz still geworden.
Diesen Frieden wünsche ich auch euch und allen andern Mitlesern
Ruth

20.06.2004, 19:59
Hallo meine LIeben,
ich moechte euch nur kury ein gany dickes Kraftpacket schicken und einen Extra Packen Sonnenstrahlen! Seltsam, dass es allen auf einmal schlechter geht, oder? bei uns ist es gerade auch nicht so. Die Chemo hat ihn wieder mehr mitgenommen und er hat yiemlich Schmeryen. Wie ihr seht funktioniert die Tastatur nicht byw. ist die falsche Sprache programmiert, da macht schreiben keinen Spass. Ich schreibe mehr, sobald ich die deutsche Version gefunden habe :-)
Ihr Lieben, wir koennen "nur" fuer unsere maenner da sein aber das hilft ihnen schon sehr viel! und vor allen dingen sollten wir uns wie Ruth so schoen schreibt ueber die tiefere Bindung, die alles negative mit sich bringt freuen. mit dieser krankheit ist es immer wie Berg und Talfahrt. Aber kein Tal ist ewig tief, irgendwo und irgendwann geht es immer wieder nach oben! und daran muesst ihr denken und glauben!
ich finde es so schoen, dass ich euch alle "habe"! ich bin in gedanken oft bei euch auch wenn ich selten von mir hoeren lasse. ihr kennt die phasen sicher, in denen einem nicht nach reden yumute ist...
Ihr lieben, nochmals gany gany viel kraft weiterhin und denkt daran, es geht auch wieder aufwaerts!

ich drueck euch alle gany fest

Heike

20.06.2004, 22:33
Hallo! Kann mir vielleicht jemand helfen? Bei meinem Vater (65, Nichtraucher) wurde Lungenkrebs diagnostiziert mit zahlreichen Metastasen im Halswirbel, Brustwirbel etc. Nachdem er im Krankenhaus in Köln Merheim war und ihm jetzt 2 mal mittels Bronchoskopie ein Stück aus der Lunge genommen wurde, konnten keine bösartigen Zellen nachgewiesen werden. Auch in der Lungenklinik Solingen haben sie gesagt dass keine bösartigen Zellen in der Lunge nachweisbar sind. Die Metastasen in den Knochen sollen aber Adeno Krebs sein. Obwohl jetzt mehrmals nichts in der Lunge festgestellt wurde (obwohl ein großer Tumor da ist) behaupten die Ärzte trotzdem dass es Lungenkrebs ist und dass ansonsten keine Metastasen hätten auftreten können. Irgendwie glaub ich das nicht. Hat jemand ERfahrung damit gemacht? Momentan kriegt mein Dad Chemo, die ihm gar nicht bekommt, und ab kommenden Mittwoch Bestrahlung. Bin total fertig! Kann mir jemand Rat geben? PS Das allerschlimmste ist, dass einem jede Klinik / Jeder Arzt was anderes erzählt! Der eine sagt es muss operiert werden, der andere sagt auf keinen Fall etc. Wem soll man da glauben???..tse tse tse, Euch allen viele Grüße und viel Glück, Kirsten

20.06.2004, 22:35
Eines muss ich noch dazu schreiben: Ich war noch nie vorher im Leben mit Krankheit und Tod konfrontiert (GOTT SEI DANK) und seit ich weiß dass mein Vater Krebs hat, habe ich das Gefühl dass SOO VIEEELE Menschen darunter leiden. Ich habe mir vorhin Eure Beiträge durchgelesen und musste richtig weinen. Entweder hatte ich vorher Scheuklappen an oder aber diese verdammte Krankheit ist stark auf dem Vormarsch! Gebt gut auf Euch acht und vor allem: GEBT NIEMALS AUF!

20.06.2004, 23:54
Liebe Kirsten,

herzlich willkommen bei uns.
Wie lange wisst ihr denn schon von der Krankheit deines Vaters? Ich denke noch nicht lange. Es ist wirklich ein riesengrosser Schock, wenn man mit dieser Diagnose konfrontiert wird und es braucht Zeit, bis man sich nur irgendwie wieder fassen kann!
Zu deiner Frage: Es scheint manchmal schwierig zu sein, die Krebsart zu diagnostizieren. Bei meinem Mann wurde eine Hirnmetastase entfernt, die Biopsie ergab Adenokarzinom. Die Biopsie der Lunge aber ergab Plattenepithelkarzinom...Dann hiess es wieder das BC sei gemischt, später wurde das wieder bestritten und man vermutete, dass die Hirnmetastase falsch beurteilt wurde. Das habe ich zum Glück erst viel später erfahren. Du schreibst "Irgendwie glaube ich das nicht". Was glaubst du nicht? Ich verstehe nicht ganz. Vielleicht hilft dir dies: Es ist eine Tatsache, dass irgendwo ein Primärtumor sein muss, wenn Metastasen auftauchen. Und wenn dein Vater einen Tumor in der Lunge hat, liegt es nahe, dass die Ärzte die Ursache der Metas dort vermuten, auch wenn keine bösartigen Zellen nachweisbar sind.

Liebe Kirsten, lass dir Zeit und mach dich nicht verrückt. Du findest hier immer ein offenes Ohr.
Dir alles Liebe!
Ruth

21.06.2004, 01:55
Hallo liebe Anne
Bin mal wieder selbst im krankenhaus gelandet und es geht mir leider zur zeit nicht sehr gut. Habe viele schmerzen und mein wunsch bei meinen mann zu sein wird übermächtig. Lungenkrebs ist ja so schlimm, aber die Leidenzeit kürzer als bei darmkrebs. 4 Jahre mit diesen leiden ist einfach genug und ich lasse auf keinen fall mehr noch etwas an mir rumschnipseln.
Vielleicht ist es auch nur wieder eines dieser "TIEF`S" die uns allen so zu schaffen macht. Hoffe mit euch, daß es bald wieder ein hoch gibt.
Umarme alle auch liz und willy von denen ich leider nichts mehr erfahre
liebe grüße
Biene

21.06.2004, 10:31
Hallo
verfolge Eure Seiten seit einiger Zeit immer mal wieder. Mein Schwiegervater (67) hat Lungenmetastasen nach einem Plattenepithelkarzinom im Unterkiefer (vor 3 Jahren diagmostiziert). Die Uni Göttingen hat ihn uns nach Hause geschickt zum Sterben.
Seit 3 Wochen nun pflegt ihn meine Schwiegermutter, und er wird zusehends schwächer. Inzwischen schafft er es nicht mehr bis zur Toilette.
Er redet kaum darüber, kann sich aber auch nur schriftlich verständigen, da nach Luftröhrenschnitt wegen akuter Erstickungsgefahr Tracheostomakanüle liegt.
Meine Schwiegermutter blendet den Ernst der Lage ziemlich aus, und ich habe Angst, dass sie nach dem baldigen Tod in ein ganz tiefes Loch fällt.
Es fällt mir so schwer damit umzugehen, und auch nur mit meinem Mann darüber zu reden, weil die es alle nicht wirklich wahr haben wollen. Ich möchte so gerne helfen, aber das beschränkt sich nur auf organisatorische Dinge.
Nun bekommt er auch noch einen heftigen Ausschlag im Halsbereich, der Pflegedienst meint, das wäre ein Zeichen für das absolute endstadium.
Ich brauche einfach nur mal Menschen, die mich ernst nehmen und verstehen...
Liebe Grüße und alles Gute
irm

21.06.2004, 13:26
Hallo allerseits,
bei meiner Frau (44J.) wurde im Nov.2003 Lungenkrebs ( nicht kleinzelliges Adeno-Ca.) festgestellt. Trotz 4 Chemos ind Thoraxklinik Heidelberg und Bestrahlung der Metastasen ( Unterkiefer und Wirbelsäule)sind die Metastasen am wachsen.Jetzt sind auch noch Metastasen auf der Brust aufgegangen.In der Thoraxklinik gilt sie als austherapiert.Jetzt haben wir etwas von einer Plutonieumtherapie in Frankreich gehört. Hat jemand von Euch Erfahrung damit ? Und wie kommen wir da ran.Wäre über jede Hilfe dankbar.Oldiekneipe@aol.comname@domain.de

21.06.2004, 13:44
Liebe Irm
und ob wir dich hier ernst nehmen. Laß dich mal umarmen, denn gerade die angehörigen können ja nicht mit solch einer krankheit umgehen, leider haben die erkrankten keine andere wahl. Aber bitte, laß deine schwiegermutter so damit leben wie es im augenblick ist, denn helfen kann man in solch einer situation nur mit tatkraft und dasein. Mein mann wollte nie darüber reden und das war gut so, jetzt verstehe ich es erst wie das gemeint war. An dieser schlimmen erkrankung kann keiner mehr was ändern, so gib ihm wenigstens das gefühl daß das leben ein bißchen weitergeht.
Sei lieb gegrüßt
Biene

21.06.2004, 17:21
Liebe Biene und alle anderen,
es hilft tatsächlich zu wissen, dass man nicht allein ist. Bisher habe ich mich eher als ein "Aussenstehender" verstanden, auch wenn ich ein sehr gutes Verhältnis zu meinem Schwiegervater habe. Mein schmerz wird vielleicht nicht so groß sein, wie der meines Mannes oder meiner Schwiegermutter. Manchmal komme ich mir dabei vor, als ob ich der notorische Schwarzseher der Familie wäre, und fühle mich ganz schlecht. Dabei versuche ich nur, der Realität ins Augen zu sehen.
So langsam aber zerrt diese Anstrengung und das warten auf den Tod auch an meinen Reserven, und es ist nicht leicht, dem stetigen Verfall zuzusehen.
Auch jetzt frage ich mich wieder, ob ich gar nicht so schreiben soll, wo so viele Hoffende diese Zeilen lesen werden.
Ich will soviel tun, aber es ist eben nie genug.
Zumindest haben wir die Schmerzen allmählich im Griff (mit Morphium-Pflaster und Valoron). ALlerdings bekommt mein Schwiegervater ab und zu einen "Rappel", d.h. alle Glieder zittern ganz stark und er bekommt das nicht unter Kontrolle.
Was kann man tun?
Er inhaliert einmal am Tag Mucosolvan-Lösung, aber seitdem hustet er stärker ab (blutigen Schleim) das absaugen strengt ihn so an.
Habt Ihr Ratschläge?
Danke für das offene Ohr ...
Irm

21.06.2004, 20:40
Hallo Biene , es tut mir so leid dass es dir so schlecht geht und dass du jetzt am liebsten deinem Mann folgen möchtest ...
bitte versuch diese Gedanken wegzukriegen , weiß , es sagt sich immer alles leichter als es getan wird. Bitte versuch doch auf andere Gedanken zu kommen , natürlich ist deine Krankheit sehr schlimm, hoffe es ist vorübergehen bei dir dieses Tief . Wie du weißt habe ich diese Tief`s auch öfters und bin immer so froh wenn sie weg sind .
Liebe Biene , komm öfters her und schreib mit uns , vielleicht können wir dir ein wenig helfen und du kannst uns helfen , das weiß ich . Drücke dich ganz fest und denke an dich . Melde dich mal wieder . Anne .

Liebe Heike , so ist das bei uns gell ? mal gut und gleich darauf wieder schlecht , wie Ruth auch schreibt . Seid umarmt und ich melde mich wieder .

Liebe Kerstin , die Ärzte sind auch keine Alleswisser und haben auch mal verschiedene Meinungen . es ist ja auch immer gut mehrere Meinungen zu hören . Meinen Mann hat die Chemo und die Bestrahlung auch sehr geschwächt .Und auch wir haben lernen müssen mit der Krankheit umzugehn , mein Mann war bisher noch nie krank und noch nie im Krankenhaus .
Wünsche euch viel Kraft und Durchhaltevermögen .

Liebe Irm , ich schließe mich Biene an und sage auch jeder geht anders mit sowas um , mein Mann spricht auch nicht über seine Krankheit und ich mach auch so weiter wie bisher , als sei alles in Ordnung .

Lieber Martin , es ist sehr schwer zu sehn dass man nichts mehr machen kann . Auch bei meinem Mann heisst es austherapiert ...die Metastasen im Kopf sind auch nicht kleiner geworden und jetzt kommt immer wieder noch was dazu .
Lieber Martin , wünsche dir und deiner Frau ganz viel Kraft , Mut und Zuversicht .
Wir können nur für unsere Lieben da sein und sie kräftig unterstützen , ansonsten können wir wenig tun .
grüße dich und deine Frau , Anne .

[email]name@domain.de

22.06.2004, 08:59
Hallo Anne,

austherapiert...?
Es tut so weh.
Bin in Gedanken bei dir,liebe Grüße Erika.

22.06.2004, 14:37
Ach anne, diese ganze kraft die man aufbringt die manchmal nutzlos scheint. Mein schatz hatte die kraft und noch vieles mehr bei mir und ich kann leben. Der sinn, wo bleibt der ?
Wer hat es kürzlich zu mir gesagt, schon bei der geburt seht es fest wann du stirbst. Anfangs hat mich das so geärgert, mittlerweile weis ich daß es wohl stimmen muß.
Dieses forum jedenfalls gibt mir kraft zum durchhalten.
Meine tiefs kommen und gehen halt. Aber wenn ich bloß krankenhaus rieche dann kommt schon die verzweiflung. Muß noch mindestens 2 wochen täglich dort hin und dann hoffe ich auf besserung.
Liebe grüße
Biene

23.06.2004, 18:27
Hallo Ihr Lieben,

habe nur kurz Zeit und auch nur kurz gelesen. Lasst euch alle mal ganz kräftig drücken. Auch wenn ich lieber schöne Berichte von euch gelesen hätte, es tut trotzdem gut, wieder bei euch zu sein.

Hallo Biene, bin ganz traurig, dass dir noch nicht mal eine längere Ruhepause vergönnt war, nach dem, was du ohnehin schon alles durchgemacht hast. Ich wünsche dir von Herzen gute Besserung.

Liebe Irm, willkommen an Bord. Glaub mir, kann dich gut verstehen. Man hat manchmal das Gefühl, dass man selber der Einzige ist, der wirklich sieht und weiß wie schlimm das alles ist. Und dummerweise stimmt es auch. Es gibt nur wenige Menschen, die einfühlsam genung sind um mit solchen Situationen umzugehen. Das heißt aber nicht, dass die anderen es nicht wissen oder ahnen. Sie gehen damit nur anders um. Bleib so, wie die bist und versuche auf deine Art zu helfen. Ich wünsche dir dabei viel Kraft, die wirst du brauchen.

Hallo Martin, auch wir kennen uns noch nicht. Mein Mann ist 43 und hat einen Kleinzeller. Mehr brauche ich glaube ich gar nicht zu schreiben. Irgendwie stehen wir das alle schon durch. Ich wünsche dir und deiner Frau alles Gute und hoffe, dass sie weiterhin Fortschritte macht.

Bis bald ihr Lieben, liebe Grüße von Monika

23.06.2004, 18:58
Oh, Gott. Die Ärztin hat heute gemeint, es kann m orgen sein oder in 2 Monaten.Stehen wir das so lange durch???
Irm

23.06.2004, 23:15
Hallo Monika R.!
Was machen die Schluckbeschwerden Deines Mannes? Ist es wieder besser?
Mein Vater hatte diese Beschwerden auch. Er wurde jetzt 6 Wochen künstlich ernährt, weil er nichts mehr herunterbekam. Auf die Schluckbeschwerden folgten Entzündungen und eine Pilzinfektion (Soor)und dementsprechend kam zu den Schmerzen dann die Angst vor dem Schlucken und schließlich auch Ekel dazu. Seit 1,5 Wochen ist er in einem anderen Krankenhaus (Palliativstation) und hat dort das Medikament "Moronal" bekommen. Das ist ein milchige Flüssigkeit, die mit einer Pipette in den Mund (auf Zunge und in die Backentaschen etc.) geträufelt wird. Wir und auch die Ärzte haben vor zwei Wochen noch geglaubt, er wird in den nächsten Tagen sterben. Seit dem er dieses Medikament bekommt, geht es ihm von Tag zu Tag besser. Inzwischen kann er wieder pürierte und flüssige Nahrung zu sich nehmen. Das Tablettenschlucken fällt noch ein bischen schwer, aber die kann man ja auch klein mörsern. Vielleicht könnt Ihr ja mal Eure Ärzte danach fragen. Bei meinem Pa hat es ein kleines Wunder bewirkt. Es ist überhaupt ein Wunder geschehen. Gestern wurde die künstl. Ernährung abgestellt und vielleicht können wir ihn am Freitag nach Hause holen (sofern das Krankenbett etc. bis dahin geliefert wurde). Versuch macht kluch! Außerdem hat anfangs das Spülen mit Salbeitee geholfen. Aber nach 45 Bestrahlungen auf den Bereich hat auch der nichts mehr geholfen. Ich drücke Euch die Daumen. Liebe Grüße, Andrea (endlich nochmal Zeit gefunden hier zu lesen und zu schreiben :-)

23.06.2004, 23:45
Ich habe noch mal eine Frage, wir haben ja erst letzten MOnat erfahren, dass mein Vater (Nichtraucher) Lungenkrebs und Metastasen in den Wirbeln haben soll (bzw. hat). Der Tumor in der Lunge ist riesig (6 x 6 x 5 cm) aber auch nach 3 Biopsien konnten sie keine bösartigen Zellen, bzw. Krebs, darin nachweisen. Mein Vater hustet auch gar nicht. Und er hat auch einen gesunden Appetit. Er sieht aus wie das blühende Leben, vielleicht kann ich das alles deshalb gar nicht glauben. Habe immer gehört, dass Menschen die an Lungenkrebs erkrankt sind, abmagern und keinen Appetit haben und ständig husten müssen. Das alles ist aber nicht der Fall. Bin ich jetzt besonders naiv wenn ich die Hoffnung hege, dass er doch keine Lungenkrebs hat sondern einfach nur Metastasen? Oder vielleicht einfach nur Knochenkrebs? Die Ärzte sagen man muss trotzdem davon ausgehen, dass es Lungenkrebs ist weil sonst halt die Metastasen nicht aufgetreten wären. Aber ich meine die Ärzte können sich doch auch mal irren. Oder klammer ich mich einfach an jeden Stroh-Halm? Und noch eine Frage, was hat es mit diesem neuen Medikamen (Bay..xyz) auf sich. Habe Bericht im TV gesehen, dass es jetzt als DIE WAFFE gegen Krebs gilt und das es bereits sehr erfolgreich an Krebspatienten (Testpersonen) getestet wurde. Wie kann mann denn eine solche Testperson werden? Herjee, alles ganz schrecklich. Man fühlt sich halt auch alleine gelassen, weil jeder einem was anderes erzählt. Und noch eine Frage: Da mein Vater ab Mittwoch bestrahlt wird (er kann schlecht laufen und hat Schmerzen im Becken), kann es da sein, dass er nachher wieder besser laufen kann? Bitte um Erfahrungen, die ihr gemacht habt. Liebe Grüße an Euch alle und bleibt, bzw. werdet, bitte schnell gesund!

24.06.2004, 01:47
Hallo alle zusammen!
Ich habe viele Beiträge gelesen und fühle mit. Es ist schrecklich mit einem lieben Menschen leiden zu müssen und besonders: ihn leiden zu sehen. Mein Cousin (18) ist an Lungenkrebs erkrankt. Die Chemo hat ihn fast umgebracht. Er war nicht mal mehr in der Lage einen Kugelschreiber alleine zu halten und vegetierte nur noch vor sich hin. Wir sind auf eine Therapieform gestoßen, die ihm geholfen hat. HYPERTHERMIE!!!!!!!!!! in Verbindung mit Bestrahlung. Hyperthermie ist eine Wärmetherapie, mit der das Tumorgewebe aufgelockert wird. Sie wird im Grönemeyer-Institut in Bochum durchgeführt, aber ich glaube es gibt mittlerweile weitere Institute des Prof. Grönemeyer (Bruder v. Herbert Grönemeyer), in denen diese Behandlung vorgenommen wird. Allerdings zahlt die Kasse die Behandlung nicht und ein Block von 25 Sitzungen kostet ca. 4000 EUR. Kein Arzt wollte operieren, da das Tumorgewebe die Arterie direkt am Herzen umschloss. Nach langer SUche haben wir auch mit Hilfe des Grönemeyer-Institutes einen Arzt gefunden (Dr. Kusch im St. Vinzenz-Krankenhaus in Rheda-Wiedenbrück), der eine OP versuchen wolle. Gestern war es soweit und der ganzen Familie schlug das Herz bis zum Hals. Die OP ist gut verlaufen und wie es aussieht konnte das Tumorgewebe komplett entfernt werden. Ich bin so glücklich darüber. Jetzt ist nur zu hoffen, dass es weiter bergauf geht. Ich möchte allen, die noch einen weiten Weg vor sich haben Mut machen.

24.06.2004, 18:31
Hallo Andrea,

das mit deinem Pa freut mich sehr. Endlich mal was Positives!
Mein Mann hat seine Speiseröhre gerade spiegeln lassen und man hat eine sog. "Veränderung der Speiseröhre" festgestellt. Hat ein neues Medikament bekommen, nennt sich Ulcogant. Sind so Beutelchen, von denen er 4 mal am Tag eins schlucken muss.

Aber wie du selber auch schon sagst, nach so vielen Chemos, Bestrahlungen etc. ist es kein Wunder, wenn sich die Anzahl der Nebenwirkungen so allmählich erhöht...

Jetzt hoffen wir erst mal, dass dieses Mittel wenigstens langsam hilft, ansonsten werde ich das Thema "Moronal" anschneiden. Ich möchte nicht, dass mein Mann auch noch zwecks künstlicher Ernährung im Krankenhaus landet. Aber 10 kg in 2,5 Wochen sind schon recht heftig.

Danke für den Tip und weiterhin alles Gute für deinen Vater, für dich natürlich auch. Gruß Monika

24.06.2004, 18:38
Hallo Line,

das ist eine Sache, die mich wirklich interessiert. Unser Onkologe meint nämlich, dass diese Form von ausreichender Erhitzung hierzulande gar nicht praktiziert wird. Magst du erzählen, welche Art von Lungenkrebs dein Cousin hat? Bzw. vielleicht weißt du ja, ob diese Methode sowohl beim kleinzelligen als auch beim nicht kleinzelligen Lungenkrebs angesagt ist. Hat dein Cousin "nur" diesen Tumor oder auch Methastasen? Würde mich sehr freuen, wenn du Lust hast zu antworten.

Auf jeden Fall freut es mich, dass man deinem Cousin auf diese Art helfen konnte und dass die OP gut verlaufen ist.

Weiterhin alles Gute wünscht dir Monika

25.06.2004, 18:19
Hallo ihr alle,


bei meinem papa wurde anfang März ein tumor in der lunge fest gestellt sowie metastasen in leber und an den stimmbändern.
er bekam darauf hin gleich die erste chemo am montag sind wir inzwischen bei der 5 angekommen es ging in der zwischen zeit berg ab und wieder auf aber die angst bleibt
leider konnte man nicht operieren

26.06.2004, 12:08
hallo monika!

welche Art von krebs mein cousin hat konnte leider nicht genau diagnostiziert werden, darum war es auch noch schwieriger als sowieso schon eine wirkende Behandlungsmöglichkeit zu finden. er hatte drei tumoren in der lunge und einen im kopf. der primärtumor war der in der lunge. der hirntumor konnte schon vor 2 monaten erfolgreich entfernt werden (im herdecker gemeinschaftskrankenhaus, dr. winkler).
ob die hyperthermie beim klein- oder nicht kleinzelligen krebs möglich ist, weiß ich nicht. es tut mir wirklich leid, dass ich dir nicht wirklich weiterhelfen kann. aber setz dich doch telefonisch mal mit dem Grönemeyerinstitut in Bochum in Verbindung. Die helfen Dir bestimmt. Ich bin sicher, die haben eine internetseite. Ich hoffe, dass du und einige andere auf diesem wege vielleicht etwas hoffnung schöpfen können und hilfe bekommen.

Bis bald, Aline

26.06.2004, 17:30
Hallo line
ich bin da ganz anders informiert, diese wärmetherapie bezahlt die gesetzliche krankenkasse. Es gibt diese sowohl im norden wie in süden. Allerdings kann es bei dem kleinzeller nicht eingesetzt werden. Also einfach fragen bei den kassen.
Gruß
Biene

26.06.2004, 21:25
Hallo Aline,

trotzdem vielen Dank für die Info! Gruß Monika

26.06.2004, 21:56
Hallo Ihr Lieben,
ich bin ja gar nicht mehr informiert, wie gehts euch denn? Gibt es mittlerweile von irgend jemandem positive Neuigkeiten? Monika, schlägt das neue Medikament an? Ich konnte leider ewig nicht schreiben weil ich zu Hause kein Internet habe und mein Freund in der KLinik war. Der 3. Zyklus ist vorbei aber mittlerweile wiegt er nur noch 65 kg. Aber die gute Nachricht ist: DER TUMOR IST NICHT GEWACHSEN!!! Ich weiß, dass kleinzeller gut auf Chemo ansprechen aber meist wieder zurück kommen. Aber ich bin momentan auch nur deprimiert und so halte ich mich daran fest und ziehe mich hoch. Mein Freund sagt mir ständig, dass er wieder gesund wird aber ich habe das Gefühl er sagt das nur mir zuliebe. Das habe ich ihm auch gesagt aber ich komme einfach nicht an ihn ran! Es ist zum Verrückt werden. Weil er jetzt so abgemagert ist hat er 3 Wochen Chemopause (sonst nur 2) und wenn er dann nicht mehr wiegt wollen wir versuchen ihn in Heidelberg unterzubringen; zur Iresa Studie. Da sollen wohl die Nebenwirkungen geringer sein. Es wäre so schön, wenn es klappt.

Ich denke so oft an euch und muss wirklich sagen, ich bewunder euch alle und schäme mich, dass ich (nach gerade mal 4 MOnaten) schon so fertig bin und ihr das schon so viel länger durch steht. Darum weiterhin Kopf hoch und noch mehr Kraft! Jetzt scheint wenigstens wieder draußen die Sonne.

Ich wünsche euch trotz allem einen schönen Sonntag!

Liebe Grüße Heike

26.06.2004, 22:49
Hallo Heike,

brauchst dich nicht schämen. Glaube mir, auch wenn man schon lange in dieser Situation lebt, gibt es Tage, da ist man einfach fertig..... Und auch du wirst dich wieder berappeln. Man muss daran glauben, dass man gesund wird, wie soll man das sonst aushalten? Glaube versetzt Berge. Und das hat - glaube ich - nichts damit zu tun, dass man nicht realistisch ist.Jeder braucht einen Strohhalm.

Meinem Mann geht es auch noch nicht besser, er ist z. Zt. in Portugal und ich befürchte, dass er auch nicht mehr als 65 kg wiegt, wenn er zurückkommt.

Lass uns trotzdem die Sonne am Wochenende genießen, da hat man auch schon geglaubt, dass sie sich nie wieder sehen lässt, oder? Bis bald Monika

27.06.2004, 00:06
Hallo Zusammen! Was ist eigentlich diese Iresa Studie?

27.06.2004, 02:08
Hallo Heike,

wie Monika schon sagt, zu schämen braucht sich niemand , weder Betroffene noch Angehörige. Wir sind in einer Extremsituation und da gibt es die ganze Bandbreite von Emotionen! Ich drücke dich ganz lieb.

Bei meinem Mann wurde die Chemo gestoppt, weil sie nichts gebracht hat und weil er sie nicht erträgt. Nun hat er am Freitag Iressa verschrieben bekommen. Am Montag oder Dienstag fängt er damit an. In der Schweiz sind die Studien scheinbar abgeschlossen und es ist freigegeben worden. Wir haben ein Riesenglück, dass wir schon mal starten können, obwohl von der Kasse noch keine Gutsprache vorhanden ist. Irgendwie steht die Herstellerfirma notfalls dafür gerade. In Diskussion steht auch noch Laser, ob das möglich ist, kann aber erst nach einer Bronchoskopie gesagt werden.

Nachdem es meinem Mann nach der Chemo so schlecht ging, hatte er innerlich schon fast abgeschlossen. Als jetzt plötzlich wieder Hoffnung auftauchte, konnte er es anfangs kaum ertragen. Du siehst, auch hier ein Wechselbad der Gefühle, echt schwierig.

Hallo Kirsten, Iressa ist ein neues, leider extrem teures, Medikament. Schau bei Google unter "Iressa" nach.

Allen liebe Grüsse und einen sonnigen Sonntag!
Ruth

27.06.2004, 14:20
Hallo, alle zusammen,
mein Vater hat seit 2 wo die diagnose kleinzell bronchialCA, Stadium IIIb; morgen erste chemo mit carboplatin und etoposid; ich schwanke ständig zwischen einem kleinen funken hoffnung und abgrundtiefe verzweiflung - wie so viele hier. was können wir sonst noch für ihn tun? die verwirrung und hilflosigkeit ist groß.
ich wünsche euch allen viel kraft...

27.06.2004, 16:22
Liebe Monika,
du hast recht Glaube kann Berge versetzen genauso wie Liebe. Und ich glaube auch, dass wir es schaffen können aber irgendwie sehe ich gerade nicht darüber hinaus. In der Firma ist es furchtbar, ich fange um 6 Uhr an und könnte locker bis 18 Uhr arbeiten, die Kolleginnen sind auch nicht wirklich verständnisvoll sondern jammern ständig nur, wieviel sie zu tun haben (aber stundenlang privat telefonieren und babbeln) und ich kanns einfach nicht hören. Für die Schule sollte ich auch einiges tun und habe einfach keinen Kopf dafür... Heute morgen nach dem Aufwachen gings ihm so gut, wir wollten frühstücken und dann wurde ihm wieder so schlecht, dass er noch gar nichts gegessen hat. Wir werden ihn morgen wohl ins Krankenhaus bringen oder der Hausarzt soll kommen und ihn flüssig ernähren. es macht mich echt fertig, das mit anzusehen.
Ist dein Mann im Urlaub in Portugal oder zur EM? Das ihm das nicht zu anstrengende ist? Ist für dich bestimmt auch schwer, wenn er so weit weg ist oder? Ich würde am liebsten 24 Std bei meinem Liebsten sein.
Wenigstens ist das WEtter besser, vielleicht hebt das etwas die Stimmung. Ich hoffe, die andere Luft tut deinem Mann gut und es geht wieder aufwärts. Lass dich drücken liebe Monika

Liebe Grüße Heike

27.06.2004, 16:27
Liebe Ruth,
ich wußte wirklich nicht, dass Stimmungen so extrem schwanken können, so kenne ich mich nicht. Aber wie du sagst, wir sind in einer Extremsituation...
Schöpft dein Mann denn neuen Mut durch Iressa? Ich bete für euch, dass es ihm hilft! Es ist so schlimm mit anzusehen, wie der Liebste leidet und sich aufgibt. Vielleicht haben wir ja auch Glück und er bekommt Iressa. Wobei ich gestern im Internet gelesen habe, es sei nur bei nicht kleinzelligen? Wir werden abwarten müssen, in 3 Wochen wissen wir mehr.
Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und gaaaaanz viel ERfolg mit Iressa!
Fühl auch du dich gedrückt liebe Ruth!

Heike

28.06.2004, 10:53
Hallo Ihr lieben
bei uns ging es gestern mal wieder besser, mein Schwiegervater hat Anweisungen für die Tomatenpflege nach seinem Tod gegeben. Aber er konnte wenigstens schreiben. Nachdem er uns am Freitag seine Vorstellungen bzgl. der Beerdigung mitgeteilt hatte, war das ja mal was positives. leider wird er recht ungeduldig, wenn man nicht sofort versteht, was er meint. Aber wir versuchen, es nicht persönlich zu nehmen.
Vielleicht ist der Gedanke blöd, aber bei meinem Schwiegervater hat gegen den Gewichtsverlust eine Magensonde geholfen, mit der er wenigstens die normale Ernährung unterstützen konnte. Das ist ganz leicht, hat keine Nebenwirkungen und kann auch ohne weiteres wieder entfernt werden. So bekommt er mindestens 2000 kalorien am Tag.
Lasst es euch mal zwischendurch gutgehen, und viele Umarmungen
Irm

28.06.2004, 10:59
Liebe Irm,
ich weiss das sind alles ganz furchtbare Dinge dem Tod so in die Augen zu schauen, auf der anderen Seite ist es auch ganz gut, Dinge regeln zu können.
Was die Magensonde angeht, bin ich sehr zwiespältig, letztendlich verlängert man damit das Leiden, denn wenn jemand nicht mehr essen möchte oder kann, sind die natürlichen Grenzen erreicht. Wir sind froh, dass wir unserem Vater dies ersparen konnten, auch weil er es in einee Patientverfügung festgelegt hatte.
Alles Liebe für dich.
Babs

28.06.2004, 13:56
Liebe Babs
du hast natürlich recht, und mir ist der Gedanke auch schon gekommen. Vielleicht ist bei uns die Sache eine andere, da mein schwiegervater ja ein Plattenepithelkarzinom im Unterkiefer hatte und jetzt "erst" Lungenmetastasen dazu gekommen sind.
Daher kann er schon - bei sonst einigermaßen guten Allgemeinzustand - lange nicht mehr esse. Aber ich sehe auch, dass sein Körper optimal versorgt wird, und sich dadurch das Sterben verlängert. Aber erstaunlicherweise legt er immer noch viel Wert darauf, dass er regelmäßig seine Medikamente gegen die Leberabstoßung (er ist vor 10 Jahren transplantiert) bekommt.
Ich finde es auch recht gnädig, noch so viele Dinge regeln zu können, und wenigstens Abschied nehmen zu können. Eine Freundin hat letztes Jahr ihren Mann durch einen Motorradunfall verloren - 4 Wochen später wurde ihr erstes Baby geboren. Ich glaube, sie hätten beide noch was zu sagen gehabt.
Trotzdem ist es oft schwer.
Danke für Eure lieben Worte
Irm

28.06.2004, 14:14
Liebe Irm,
aber egal wie - wenn der Tag X gekommen ist steht man da, völlig fassungslos und es tut so wahnsinnig weh, auch wenn man es Monate wusste, gekämpft und gelitten hat wie ein Tier - der Schmerz überwältigt trotz allem. Andererseits weiss man um die Erlösung des geliebten Menschen und weiss für sich, dass der Aufbau der eigenen körperlichen Kräfte in greifbare Nähe rückt.
Auch wenn das alles so viel Kraft kostet, so lässt es uns Angehörige reifen, obwohl man sich diesen Prozeß lieber erspart hätte, aber er ist und bleibt ein Teil unsere Lebens.

Von Herzen alles alles Liebe, Kraft und Durchhaltvermögen........

Wo Schatten ist ist auch Licht und jeder Tag gibt uns neue Chancen, wir müssen sie nur erkennen und nutzen.

Herzlichst Babs

29.06.2004, 10:02
hallo bine!

danke für deinen hinweis. aber wir hatten bei der kasse angefragt, bevor wir die hyperthermie begonnen haben und sie waren leider nicht bereit zu zahlen. jetzt haben wir alle zusammengelegt, um wenigstens den ersten block (25 hyperthermiesitzungen) zu bezahlen. die therapie war von erfolg gekrönt. allerdings ist auch nach diesem erfolg keine zahlungsbereitschaft der kasse zu erwarten. die argumentieren mit "noch nicht anerkannte heilungsmethode" und "zu teuer". das ist wirklich unmöglich. aber wir haben einen spendenaufruf über die zeitung gestartet und da war deutlich zu spüren, dass es doch noch reichlich menschen mit herz gibt. so war es möglich die folgenden behandlungen auch noch zu zahlen. es ist nämlich wirklich verfahren, da meine tante alleinerziehend ist, 2 kinder hat und zudem noch ihre arbeit aufgrund der krankheit meines cousins verloren hat.

line

30.06.2004, 23:22
Hallo Zusammen! Ich hätte da mal wieder eine Frage. Mein Vater kann mittlerweile kaum noch laufen vor lauter Schmerzen. Einer der Tumore sitzt wohl direkt auf der Wirbelsäule. Er hat jetzt erst die erste Chemo wegen der Lunge hinter sich und jetzt kommen die Bestrahlungen. Er war erst zweimal da. Wie lange dauert es in etwa bis da Linderung einsetzt und er sich wieder besser bewegen kann? Es tut mir in der Seele weh ihn aufstehen zu sehen mit Tränen in den Augen. Wenn sich das weiter so rapide verschlechtert wird er gar nicht mehr laufen können. Kann mir also einer sagen wie lange es erfahrungsgemäß in etwa dauert bis er sich wieder besser bewegen kann? Viele Grüße an Euch alle!

02.07.2004, 10:23
hallo zusammen,

mein vater hat jetzt den 5 zyklus mit cisplatin/etoposid hinter sich er ist wie immer danach sehr schwach aber er ist sehr tapfer
wer hat erfahrungen mit diesen zystotika und helfen sie auch
er hat kebs im fortgeschrittenen stadium ich habe große angst um ihn

eure anett

02.07.2004, 14:39
Hallo Anett

Mein Mann hat 6 Zyklen mit den selben Zystotika hinter sich ( er hat LK im Stadium4) auch ihn hat die Therapie sehr geschlaucht, aber sie hat auch sehr gut angeschlagen. Mein Mann muß jetzt noch zum Bestrahlen. Was genau möchtest du wissen? vielleicht kann ich dir helfen.
Lieben gruß und hört nicht auf zu hoffen und kämpfen
Sabine

Amily
02.07.2004, 16:05
liebe Kirsten , leider kann ich dir nicht sagen wie lange es dauert bis die Chemo anschlägt , die Menschen reagieren oft unterschiedlich auch auf die gleiche Chemo .
Wünsche dir und deinem Vater alles erdenklich Gute , baldige Schmerfreiheit und viel Kraft zum weiter machen .

Liebe Anett , auch euch wünsche ich alles Gute und auch euch viel Kraft für die Zukunft .

Liebe Babs , wie gehts euch denn so ?
Grüße alle hier recht herzlich und wünsche euch allen Kraft und Zuversicht .
Anne .

03.07.2004, 07:49
Hallo Kirsten,

aus Erfahrung ( meine Frau hat die gleiche SCh...) kann ich Euch nur Geduld wünschen. Ca. 2 Monate nach Bestrahlungsende sind erst Erfolge zu sehen

Kopf hoch und viel Kraft
Martin

03.07.2004, 22:57
Hallo Martin,
vielen Dank für die Info. Ich hatte immer die Vermutung, dass schon nach drei Bestrahlungen Besserung eintritt. Also muss ich mir keine Sorgen machen, wenn es was länger dauert. Was mich eigentlich umhaut an der ganzen Sache (von der Angst ihn zu verlieren mal abgesehen, denn er ist der TOLLSTE MENSCH auf Erden für mich) ist, wie schnell das ganze sich verschlechtert. Wir wissen erst seit zwei Monaten, dass er Lungenkrebs mit Metastasen hat und vor zwei Monaten haben wir noch eine 40 km Radtour nach Köln gemacht, jetzt zwei Monate später, kann er noch nicht mal mehr von der Couch aufstehen und bekommt jetzt einen Rollstuhl. Dann frage ich mich natürlich, was passiert, wenn noch zwei weitere Monate ins Land ziehen. Ich hasse diese Machtlosigkeit. Darf ich mal frage wie alt Deine Frau ist? Und meinst Du, Lungenkrebs ist wirklich vererbbar? Mein Opa hatte Lungenkrebs, jetzt mein Vater (Ich sollte dringend das Rauchen aufgeben). Obwohl mein Daddy ja auch nie geraucht hat und es trotzdem hat. Irgendwie komisch alles. Ich wünsch Deiner Frau jedenfalls alles erdenklich Gute, und jedem anderen der das liest auch. Ich denke es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis man diese SCH..Krankheit in den Griff kriegt!! JAWOLL!! Positiv denken,Leute!!!!!!

06.07.2004, 21:53
Hallo Ruth, hallo Anne, hallo Monika

wo steckt ihr denn alle? Ich konnte ewig nicht schreiben und jetzt ist niemand mehr da :-( Wie geht es euch denn? Ich hoffe,die Sitationen haben sich nicht noch mehr zugespitzt?
Bei uns ist es gerade wieder ganz schlecht, gestern kam mein Schatz nach 8 Tagen Klinik nach Hause. Er konnte nichts mehr essen u. trinken wegen seiner sch... Übelkeit. Hat schon wieder abgenommen. Gestern gings ihm wieder gut und heute hängt er wieder nur rum. Aber ich kann doch nicht wieder zuschauen, bis seine Nieren fast versagen? Ich hoffe so sehr, dass das mit dem Iressa klappt!

Ich hoffe, ich lese bald etwas von euch oder einen Hinweis, wo ihr jetzt schreibt.

Ich drück euch alle ganz fest.

Liebe Grüße Heike

06.07.2004, 23:18
Hallo Heike,

keine Panik, hier ist niemand verloren gegangen. War ne Weile in Tauchstellung und studiere hier gerade die letzten Vorkommnisse.

Bei uns waren die letzten 2 Wochen so turbulent, dass ich das alles jetzt erst mal sacken lassen muss, bevor ich wild drauf losschreibe.

Ich melde mich ausführlich, wenn ich wieder einen klaren Kopf habe. Wollte dir nur kurz zeigen, dass es uns noch gibt.

Ich denke an euch und hoffe, dass es deinem Mann bald besser geht und die Übelkeit verschwindet. Lass den Kopf nicht hängen, sei lieb gegrüßt von Monika

06.07.2004, 23:24
Liebe Anne und alle anderen.......,
morgen sind es schon 7 Wochen seit Papa's Tod, auch wenn uns der Alltag schon lange wieder feste im Griff hat, es fällt so schwer all das zu glauben und die Gewissheit zu haben, dass er nicht mehr wieder kommt.....es gibt Momente, da bin ich alles andere als stark, da zerreisst es mich so fürchterlich, dass ich völlig egal wo ich gerade bin nur noch drauf los heule.
Besonders schlimm war der Gottesdienst, den das Hospiz für die Verstorbenen des vergangenen Jahres (das Hospiz hatte 1-jähriges Bestehen im Mai)veranstaltete. So ergreifend, mit soviel Liebe gestaltet und die vielen Namen, deren angehörige ich kannte und natürlich auch der Name meines Vaters - alle wurde feierlich verlesen und für jeden eine Kerze am Osterlicht entzündet - klar, dass sich dann alle Schleusen öffnen. Aber wie sagt man so schön, das Leben muss weitergehen..........
Wie geht es bei euch? Ist die Lage einigermaßen stabil, oder?!
Würde mich sehr freuen mal wieder zu hören, wie es ausschaut.....

Lasst euch nicht unterkriegen, wo Schatten ist auch Licht.....

von Herzen alles Liebe
Babs

07.07.2004, 00:58
Hallo Heike
http://www.mysmilie.de/smilies/schilder/img/021.gif Ich bin da!
Ich schreibe manchmal auch kurz in der Waltons-Villa.

Es ist traurig, dass es deinem Freund wieder so schlecht geht! Ich hoffe, dass es mit der Übelkeit wieder bessert! Nimmt er denn schon Iressa? Mein Mann nimmt jetzt schon seit 8 Tagen Iressa und erträgt es ganz gut. In einer Woche fährt er für 3 Wochen in die REHA, das bringt mir eine Verschnaufpause. Ich muss im Juli ja wieder mehr arbeiten und weiss ihn dann gut versorgt. Aber ich werde ihn bestimmt vermissen. Er fährt gerne hinund erhofft sich eine Verbesserung seines Allgemeinzustands. Nur hat er jetzt schon Reisefieber und tigert im Haus herum ;-). Es ist aber auch ein Megastress, man muss sich ständig wieder auf Neues einstellen bei dieser Krankheit, puhhh!.

Liebe Grüsse und tauch nicht wieder so lange ab.
Ich drücke dich auch, alles Liebe
Ruth

07.07.2004, 07:40
Hallo Kirsten,
also meine Frau ist 44J. und der Mist wurde im Nov.03 entdeckt.Wie es ihr jetzt geht schreibe ich besser nicht.-Zur Vererbung:In Ihrer Familie sind mütterlicherseits 4 Fälle bekannt (meine Frau nicht mitgerechnet).Und auf das Rauchen hat es bisher auch keiner geschoben,obwohl meine Frau bis zur Diagnose geraucht hat und jetzt auf der Palliativ wieder angefangen hat (aber was sollen wir ihr jetzt noch verbieten - sie bekommt fast jeden Wunsch erfüllt). Kleine Frage noch: Hat Dein Vater einen Kleinzeller oder einen Nicht-Kleinzeller? (meine Frau hat das zweite). Auch wenn das keine so guten Nachrichten für Dich sind- KOPF HOCH UND KÄMPFEN.
Gruss Martin

11.07.2004, 13:48
Hallloooo Heeeeikeeee!!!
Wo steckst duuuu?????

Ich hoffe es geht dir und deinem Freund einigermassen gut. Bei uns ist immer noch reisefiebrige Athmosphäre ;-)

Liebe Grüsse
Ruth

11.07.2004, 19:54
Liebe Ruth,

vielen, vielen Dank für deine liebe Mail. Mußte echt grinsen! Schön, dass dein Mann Iressa so gut verträgt. Auch wenn du ihn vermissen wirst, es tut euch beiden sicher sehr gut die Reha. Wird er weit weg von dir sein? Oder kannst du ihn besuchen?
Bei uns gehts seit drei Tagen wieder besser. Besser heißt allerdings nur, dass er nicht erbrochen hat und fast normal ist. Aber darüber freue ich mich schon sehr. Er ist so eingefallen im Gesicht, furchtbar. Er setzt seine ganze Hoffnung auf Iressa, hoffentlich wird er nicht enttäuscht. Am Dienstag muss er ins Krankenhaus und ich denke, dass wir dann am Mittwoch mehr wissen. Ob weiter Chemo oder Iressa oder... Heute ist erst mal noch Sonntag und den werden wir noch genießen.

Ich hoffe du kannst die Reha-Zeit nutzen und auch etwas für dich tun liebe Ruth. Auch wenn wir gern für den anderen da sind, wir dürfen uns nicht vergessen!

Alles Liebe für dich und deinen Mann und genieß das Reisefieber, ist doch auch was schönes!

Grüße Heike

11.07.2004, 20:00
Liebe Monika,

mir ging / geht es ähnlich wie dir. Bei diesem ständigen Gefühlschaos und Krankenhaus und Ärztegerenne hat man manchmal einfach keinen Kopf mehr. Das verstehe ich sehr gut. Hatte nur Angst, dass ihr alle weg seid. ABer jetzt bin ich wieder beruhigt und du kannst dir mit der ANtwort Zeit lassen

Bei uns gehts seit 3 Tagen wieder besser. Er muss nicht mehr erbrechen und isst wieder fast normal. Aber an meinen Haaren ist er momentan nicht interessiert

Liebe Monika, ich hoffe es ist wieder ruhiger bei euch und es geht dir gut. Ich hab mich sehr über das Lebenszeichen von dir gefeutt!

Wir hoffen jetzt, dass wir bald erfahren ob er an der Iressa Studie teilnehmen kann oder nicht. Ich melde mich, sobald ich was weiß.

Schönen Sonntag noch und alles Liebe!

Grüße Heike

12.07.2004, 19:42
Hallo Heike, hallo Ruth,

dir Heike drücke ich die Daumen wegen dem Iressa! Und dir, liebe Ruth kann ich nur zustimmen: Megastress! Und das mit der REHA ist sicher `ne gute Sache! Wirst du ihn besuchen können?

Mein Mann hat mal wieder bei allem "hier" geschrien, wo man es nur tun konnte. Bandscheibenvorfall und Thrombose im Arm. Er lag jetzt eine Woche im Krankenhaus und da wurde auch ein neues CT gemacht. Tumor in der Lunge und Lymphome kaum mehr sichtbar, dafür eine neue Lebermetastase.

Nun kommt hier die ambulante Pflege und er wird künstlich ernährt, hat schon fast 2 kg zugenommen. Durch den Bandscheibenvorfall kann er seinen Fuß nicht bewegen, daher kaum laufen. Er ist kreuzunglücklich, wer will`s ihm verdenken? Ich habe jetzt 2 Wochen Urlaub und die Kinder Ferien. Diese 2 Wochen werden wohl draufgehen, um alles wieder in neue Bahnen zu lenken: Krankengymn., Neurochirurg, neue Chemo usw....

Die Kinder tun mir wirklich leid, sch... Sommer, sch... Ferien. Aber sie sind froh, dass ihr Papa wieder zu Hause ist, obwohl seine Gefühlsschwankungen und sein Gesundheitszustand für sie auch nicht gerade einfach sind.

Hoffen wir mal weiterhin so für uns alle, dass es bald wieder aufwärts geht. In diesem Sinne einen lieben Gruß von Monika

13.07.2004, 01:26
Liebe Monika

ja das kenne ich, all diese Nebenschauplätze, die unseren Kranken das Leben noch schwerer machen -und uns Angehörigen damit! Ich hoffe, dass es deinem Mann bald wieder besser geht, ich drücke euch auf jeden Fall die Daumen.

Ich hatte im Juni 2 Wochen Ferien hmhm... immerhin ist ein schönes Familienfest in diese Zeit gefallen und mein Liebster hat alles dafür getan, dass wir dabei sein konnten.
Und die 3 Wochen REHA sind für mich auch ein wenig Ferien, obwohl ich teilweise arbeiten muss. Es ist auch so gedacht, dass ich mich erholen soll. Er ist nicht so weit weg, so kann ich ihn besuchen, ca 40 Autominuten sind es.

Ich wünsche euch alles erdenklich Gute! Halten wir die Ohren steif ;-)
Ruth

13.07.2004, 01:41
Liebe Heike

Ich drücke euch die Daumen für Dienstag, dass es mit dem Iressa klappt http://www.mysmilie.de/smilies/froehlich/img/011.gif

Ich werde die Reha-Zeit sicher geniessen, was ich schon alles geplant habe an Hausrenovationen usw., aber ich habs dann gleich wieder verworfen. Vielleicht wird es irgendwann ein bisschen wärmer, ich möchte endlich in unserem Fluss schwimmen gehen!!!!

Alles Liebe und viel, viel Glück
Ruth

13.07.2004, 15:28
Liebe Ruth,

genieße die Zeit und verplempere sie nicht nur mit Aufholen, von alldem was liegengeblieben ist. Im Fluss schwimmen hört sich gut an.... Tank` neue Kraft, woher auch immer.

Also, mach dir eine schöne Zeit und lass uns hoffen, dass dein Mann gut erholt nach Hause kommt.

Bis bald, Monika

15.07.2004, 10:01
Hallo meine Lieben,
ich habe nur schlechte Neuigkeiten. Die Ärtze sagen, die Übelkeit kann fast nicht mehr von der Chemo kommen. Sie haben den Verdacht auf Hirntumor oder Hirnmetastasen. Und das knallen sie meinem Schatz einfach so vor den Kopf. Ohne über evtl. Konsequenzen zu sprechen, ohne irgendwas. Gestern wurde CT gemacht, heute kommt vermutlich das Ergebnis. Was ist, wenn es ein Tumor oder Metastasen sind???
Mit Iressa wird wohl erstmal nix. Angeblich müssen erst mehrere Chemos ausprobiert werden und erst wenn quasi alle Möglichkeiten erschöpft sind, darf er evtl. an der Studie teilnehmen. Das gibts doch nicht, oder? Die bringen ihn doch um mit noch einer Chemo! Er will auch schon keine mehr. Ich bin echt ziemlich am Ende. Gestern ist auch noch meine Auto mitten auf der Autobahn stehen geblieben. Hoffe, die Werkstatt findet den Fehler und es wird nicht so teuer. Kann mir doch von meinem Lehrlingsgehalt kein neues kaufen und das ersparte wird auch nicht reichen. Es läuft alles schief. Mein Schatz ist auch ziemlich deprimiert, verständlich. Ihm tut alles weh vom Rumliegen aber zum Aufstehen ist er zu schwach. Er vermisst seine Tochter, will aber nicht dass sie ihn so sieht und vor allem müsste die Kleine mit ihrer Mutter kommen. Und die ist wohl ziemlich anstrengend. Die Ärzte sagen, er wird Weihnachten nicht erleben aber das glaube ich nicht. Unsere Liebe ist doch so groß, so intensiv so stark. Sie kann doch bestimmt auch heilen??? So viel ich weiß hat er auch weder ein Testament noch eine Patientenverfügung noch sonst irgendwas. Ich möchte ihn auch nicht darauf ansprechen, sonst denkt er womöglich ich gebe ihn auf. Aber das mache ich nicht. Die Ärtze bilden sich ihr Prognosen aufgrund irgendwelcher Statistiken. Und mein Tom passt in keine Statistik.
Ihr seht, ich bin echt fertig. Aber es hat sehr gut getan einfach mal alles von der Leber zu schreiben. Danke fürs Zuhören!!!
Gehts denn bei euch wenigstens aufwärts? Wann gehts los mit der Kur Ruth? Monika, hast du schon Urlaub und kannst du ihn wenigstens einbisschen genießen?
Ich drück euch ganz lieb!!!

Heike

Stefan
15.07.2004, 10:10
Hallo Heike,

soweit ich gehört habe, gibt es inzwischen auch Studien, die nicht mehrere Chemos als Voraussetzung für die Gabe von Iressa haben.
Woher kommt ihr denn?

Alles Gute

Stefan

15.07.2004, 10:16
Hallo Stefan,

danke für deine Antwort! Wir kommen aus dem Raum Göppingen. Mein Freund will unbedingt nach Heidelberg zur Studie. Weißt du vielleicht, welche Kliniken das noch machen bzw. wo man sich für eine solche Studie "bewerben" kann? Ich habe das Gefühl, die Ärzte kommen nicht so ganz in die Gänge....

Liebe Grüße Heike

Stefan
15.07.2004, 10:34
...an Heidelberg dachte ich auch. Einfach mal dort anrufen und nachfragen.
Viel Erfolg.

Stefan

Nathalie1
15.07.2004, 11:44
Hallo,
meine Vater war auch in Heidelberg, er kam am Montag nach Hause. Dort sagte die Ärztin zu uns, das er nicht an Studien teilnehmen kann, da es Ihm zu gut geht. Die Studie kommt erst in Frage wenn keine Chemo anschlägt und sich sein Zustand verschlechtert. Ansonsten sind die Ärzte in Heidelberg wirklich gut und auch sehr nett. Haben schon Ärzte gehabt die waren sowas von unmenschlich und eingebildet. Ich verstehe es ja das sie keinen engen Kontakt zu den Patienten aufbauen können/wollen. Aber ein bißchen mehr Menschlichkeit kann doch nicht schaden. Und vor allem müssen sie doch was die Medzin angeht schnell handeln und immer auf dem neusten Stand sein.
Das war in Heidelberg anders. Da ging auch alles ganz schnell-
Die waren sich schnell einig welche Chemo und haben sofort angefangen. Bei den letzten Ärzten sind immer Tage zwischen der Beratung und der ersten Chemo gewesen die man nicht genutzt hat.
Nun schauen wir mal weiter, er hat nun ein schreiben mitbekommen welche Chemo er bekommen soll und läßt das dann in einem KH in unserer Nähe machen. Zu den Untersuchungen fährt er aber weiterhin nach Heidelberg.
Morgen sind wir auch noch mal dort, das wir in Koblenz keinen kurzfristgen Termin für die nächste Chemo bekommen haben.
Der Kampf beginnt von vorn....

15.07.2004, 12:05
hallo
ich weis nicht ob sich einige hier noch an mich erinnern.im november letzten jahres wurde bei meiner mutter lungen und leberkrebs festgestellt. sie bekam 18 chemos. danach sagte man uns es wäre alles ok und sie solle im juli zu nachuntersuchung kommen. nun war sie letzte woche dort und heute das ergebnis. sie hat wieder lungenkrebs muss morgen zum gespräch und dann wieder chemo. ich frage mich hat sie überhaubt noch eine chance gegen diese scheis krankheit? wir waren alle so glücklich und nun wieder das. ich bin ziemlich fertig und weis nicht was ich tun kann oder soll.gab es hier schon mal jemand dem es auch so ging? müssen wir aufgeben oder kann man damit rechnen das sie doch noch mal gesund wird?? danke für eure anteilnahme bis dann eure
gabi( beastlady)

15.07.2004, 13:25
Liebe Heike

lass dich zuerst einfach mal in den Arm nehmen!
Es klingt leider nicht gut, was du da schreibst. Hm. Ich hoffe einfach, dass sich der Verdacht auf Hirnmetastasen nicht bestätigt. Mein Mann hatte 2002 eine Hirnmetastase, dadurch wurde sein BC überhaupt erst entdeckt. Glücklicherweise lag sie gut und konnte erfolgreich operiert werden. Wegen dem Iressa weiss ich nicht so gut Bescheid. Vermutlich ist da im Vorgehen auch ein Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland, auf die Krebsart kommt es auch noch drauf an. Und das mit dem Auto: Das erlebe ich auch immer wieder, dass alles miteinander kommt und überhaupt nichts mehr läuft. Aber irgendwie wird sich das schon wieder einrenken, liebe Heike.

Mein Mann ist seit gestern in der Reha. Es war eine sehr anstrengende Woche für mich bis er fahren konnte, er war in einer grossen Spannung. Nun hat er ein schönes Zimmer, liegt sogar zur Zeit noch alleine. Ich hoffe er lebt sich gut ein.

Liebe Heike ich wünsche dir und deinem Freund alle, alles Gute. Eure Liebe macht euch stark.
Liebe Grüsse Ruth

15.07.2004, 18:18
Hallo,

nachdem ich nun einige Seiten gelesen habe, habe ich auch das starke Bedürfnis einfach mal alles von der Seele zu schreiben. Die Patentante meines Sohnes ist jetzt ganz plötzlich mit 45 Jahren Jahren an einem kleinzeligen Lungenkrebs erkrankt mit Metastasen im Gehirn, in der Leber und in den Lymphdrüsen. Im April war sie noch hier bei der Kommunion meines Sohnes, es ging ihr sehr gut und sie sprach schon von den nächsten Marathonläufen in der Schweiz usw. Dort war sie dann auch noch und ca. 8 Wochen später hatte sie auf einmal Sehstörungen, sah Doppelbilder usw. Sie ging zum Augenarzt und diese Ärztin meinte dann, es sei ein grauer Star und verschrieb ihr eine Brille. Die Sehstörungen wurden aber immer unangenehmer und eine Kollegin von ihr brachte sie dann einfach ins Krankenhaus nach Fulda. Dort stellte man einen enormen Druck im Kopf fest. Nach ein paar Tagen machte man eine Kernspintomographie und es wurde ein Tumor an der Zirbeldrüse festgestellt. Es erfolgte eine 12 stündige Operation. Zuerst sagten die Ärzte der Tumor sei ganz entfernt und es wäre alles in Ordnung, keine Bösartigkeit. Nachdem nun der Befund aus dem Labor kam, Hirntumor war nur eine Metastase, Haupttumor in der Lunge, Metastasen in Leber und Lymphdrüsen, da waren wir alle am Boden zerstört. Dann nach ca. 1 Woche noch der Befund Tumor hinter dem li. Auge. Man hat sich ganz negativ in der Klinik geäussert und sie selbst erlebt es jetzt so als ginge sie selbst das garnichts an. Sie sieht es irgendwie so als Dritte. Jetzt bekommt sie Chemotherapie und Kopf und Auge Strahlentherapie. Was mich am meisten mitnimmt ist die Einstellung der Mutter und des Bruders. Der glaubt, wenn die Chemo vorbei ist dann ist alles wieder gesund. Ich würde dies ja auch gerne so sehen aber bei dieser Diagnose. Ich versuche ihr ganz viel Mut zu machen. Sie sagt, dass sie die Diagnose noch nicht angenommen hat. Ich denke das dauerd auch eine Weile, besonders wenn man so plötzlich damit konfrontiert wird, oder ?
So, jetzt geht es mir ein wenig besser, denn ich habe niemanden mit dem ich darüber sprechen kann.
Ich wünsche allen anderen ganz viel Kraft und Energie alles durchzustehen.
Grüße Renate

18.07.2004, 15:21
Liebe Ruth,
positive Nachrichten: es ist kein Hirntumor!!! Ich hätte die Ärztin obwohl sie eine blöde Kuh ist umarmen können. Auch wenn wir immer noch nicht wissen, ob die Übelkeit tatsächlich noch von der Chemo kommt, kein Hirntumor ist einfach toll und wir freuen uns sehr. Mein Freund hat übers Wochenende "Urlaub" bekommen, morgen muss er wieder rein. Bis dahin sind hoffentlich die Ergebnisse der Rückenmarkspunktion da und man kann endlich entscheiden, wie es weitergehen soll.
Mein Auto ist auch wieder hergestellt. Hat jetzt zwar 600 Euro gekostet aber ich hoffe, dafür fährt er wieder eine Weile :-)

Liebe Ruth, ist bei euch auch so schönes Wetter? Dann kannst du endlich in deinem Fluss schwimmen gehen oder? Da hätte ich auch Lust drauf, mir ist es fast wieder zu warm.
Ich geh mal wieder nach meinem Schatzi schauen, ich drück dich auch ganz fest und wünsche dir einen schönen, erholsamen,kraftbringenden Sonntag!

Bis dann, liebe Grüße Heike

18.07.2004, 19:24
Liebe Heike

das ist mal eine supertolle Nachricht!!! Ich freue mich mit euchhttp://www.mysmilie.de/smilies/froehlich/img/007.gif. Hoffentlich kann das Problem mit der Übelkeit endlich gelöst werden. Ich wünsche es euch sehr.

Ja Heike, bei uns ist auch schönes Wetter. Dazu kommt, dass ich frei bekommen habe, es gab zuwenig Arbeit (sonst hätte ich das Wochenende von 15-23h arbeiten müssen)! Das habe ich benützt und bin schwimmen gegangen, herrlich. Es spült alles Schwere einfach ab.

Mein Liebster hat in der Reha einen schwierigen Start gehabt. Der Arzt ist nicht so gut auf seine Angst vor Überforderung eingegangen. Als er dann anderntags zur Gruppengymnastik abgeholt wurde, war er plötzlich verwirrt und wusste nicht mehr wo er ist. Die Physiotherapeutin brachte ihn ins Zimmer zurück, noch rechtzeitig, dort wurde er ohnmächtig :-(. Ich denke es war einfach zuviel Stress für ihn.. Nun hat er sanfte Einzeltherapie und lebt sich auch langsam ein.

Eine gute Zeit und auf ein ander Mal.
Mit liebem Gruss
Ruth

18.07.2004, 20:41
Hallo, mein Papa ist am 16.07 eingeschlafen, wir hatten am 17 November den Befund bekommen Lungenkrebs mit vielen Metastasen im Gehirn und in den Nieren, Papa hat die ganzen Monate gekämpft und nie aufgegeben, viele Chemos und Bestrahlungen und nichts hat geholfen, zu guter Letzt konnte er nicht meht laufen und die Leber war auch befallen, bei meinen Eltern zu Hause im wohnzimmer sah es zuletzt aus wie im Krankenhaus Krankenbett, Sauerstoff und so weiter, am 16 von 2 Uhr morgens saßen wir an seinem Bett und haben ihn gestreichelt um 13,30 Uhr ist er ohne Schmerzen eingeschlafen, einen Monat nach seinem 56 Gebutstag. krebs ist so eine scheiß Krankheit, man braucht so viel Kraft und man darf trotzdem niemals aufgeben, mein Papa hat den Kampf verloren aber ich weis das er jetzt endlich keine Schmerzen mehr hat, das ist das einzige was uns aufbaut.

Alles Gute und viel Kraft für alle

Michaela

18.07.2004, 21:17
Hallo an alle Mitstreiter, ich bin der Bruder von Michaela und hatte in der Vergangenheit bereits 2 gepostet. Nicht viel, jedoch war ich immer ein stiller Mitleser aller Beiträge.
Ja, unser daddy wurde am 16.07.04 von seinen Qualen und Leiden befreit.
ER HAT ES GESCHAFFT!!
Hört sich vielleicht sarkastisch an, ist jedoch genau so gemeint. Das war in den letzten 3 Wochen kein Leben mehr für ihn: nicht mehr gehen können, nicht mehr auf die Toilette gehen können, die einfachsten Dinge im Leben, nichts ging mehr.
Das war kein Leben mehr für ihn.
Was für uns alle gut war, ist die Tatsache, dass er ganz friedlich, ohne Schmerzen einschlafen konnte, dann diese entspannten Gesichtszüge, die hatte man in den letzten Monaten nicht bei ihm sehen können.
Es war einfach eine Erlösung für ihn, da wo er jetzt ist, hat er keine Schmerzen und keine Qualen mehr . . .

Für alle anderen hier im Forum: Weiterhin alle Kraft der Welt um selbst alles zu überstehen, sowohl im positiven, als auch im Negativen.

Sascha

19.07.2004, 00:58
Liebe Michaela, lieber Sascha,

ich drücke euch mal ganz fest.
Ja, euer Papa muss jetzt nicht mehr leiden und es hat ihm bestimmt sehr geholfen, im Sterben von seinen Liebsten begleitet und ohne Schmerzen zu sein.

Viel Kraft und Mut für euch und eure Familie.

Alles Liebe
Ruth

19.07.2004, 12:56
Liebe Ruth

Ich danke dir für die lieben Worte, ich glaube der aller schlimmste Tag wird Mittwoch, der Tag der Beerdigung, ich habe schreckliche Angst davor, auch um meine liebe Mama, aber ich hoffe das wir das alles schaffen, weil wir eine ganz tolle Familie sind und alle zusammen halten und das braucht man auch.

Alles liebe und gute

Michaela

20.07.2004, 20:57
Liebe Michaela, lieber Sascha,

mein herzliches Beileid. Gebt euch gegenseitig den nötigen Trost und freut euch darüber, dass ihr eine so tolle Familie seid. Euer Vater war sicher sehr stolz auf euch.
Viel Kraft - insbesondere für Mittwoch - wünscht euch Monika

20.07.2004, 21:05
Liebe Heike,

komme erst jetzt dazu, hier zu lesen. Habe zuerst einen ganz schönen Schrecken bekommen und bin froh, dass es sich nicht um Metas im Hirn handelt. Kann gut nachfühlen, was in euch vorgegangen sein muss. Auch bei Wolfgang hat man auf Metastasen im Hirn oder an der Wirbelsäule getippt, wg. der Lähmungserscheinung des Fußes. Gott sei Dank hat sich auch dieser Verdacht nicht bestätigt und er hat "nur" einen Bandscheibenvorfall. Obwohl der ihm ganz schön zu schaffen macht.
Warum hat man bei deinem Mann eine Rückmarkspunktion gemacht und was ist dabei rausgekommen?

Ich hoffe, dass man vielleicht doch noch eine Chemo findet, von der deinem Mann nicht so übel wird.

Habe meinen Urlaub übrigens abgebrochen. Werde ihn für bessere oder noch schlechtere Zeiten aufheben. Im Moment kann ich hier nichts tun, außerdem bin ich mittags wieder zurück.

Lasst euch nicht unterkriegen. Alles Liebe von Monika

20.07.2004, 23:06
Hallo Liebe Leut als ob es nicht genug leid auf der welt gibt .
Hätte ich nicht gedacht das es eines tages mir passiert bzw. meiner freundin . Sie ist 39 und man hat anfang märz lungenkrebs festgestellt sie bekommt chemo doch jetzt haben sich auch metastasen im Kopf gebildet und durch dieses fach chinesisch der Ärzte weiß man nicht was sie damit wirklich meinen den vor zwei wochen sagten sie , sie haben das klein wüchsige CA zu einem stillstand gebracht.
Und seit gestern liegt sie im krankenhaus mit dem befund Metastase im kopf .
Frage An euch ""Was heißt das im klar text ""
Wie wirkt sich das aus und was wird geschehn ? ? ? ? ? ? ? ? ? ?? wäre cool wenn ihr mir schnell antwortet denn wie einige von euch wissen ist zeit ein wichtiges wort in dieser hinsicht mal danke im voraus name@domain.de

Gaby_2003
20.07.2004, 23:37
Hallo Xhunter,

ja Zeit ist wichtig , aber jetzt keine Panik, sie bekommt ja schon Chemo und warte mal ab ob und wieviele Metas sie wirklich hat. Der Kleinzeller reagiert wirklich gut auf Chemo, bei den Hirnmetas wird meist operiert oder bestrahlt aber das mit gutem Erfolg, also lass Dich mal nicht gleich kirre machen. Wie geht es Ihr köperlich???

Melde Dich wieder

Viele Grüsse

Gaby

20.07.2004, 23:53
hallo an alle betroffenen
mir geht es nicht so gut wie ich ja schon schrieb ist der krebs bei meiner mama wieder da.die ärzte sagen zwar es ist ein zentel vom ersten mal aber ich weis nicht ob man das glauben kann. sie bekommt nun wieder chemo aber eine andere als vorher.man sagte uns am ersten tag werden es viele chemos sein und am zweiten tag nur eine spritze. die chemo soll aber auf die weisen blutkörperchen schlagen. nun mal meine fragen kennt jemand diese chemo? ist sie stark? werden wieder die haare ausgehen? kann man ihr überhaubt noch helfen? viele leute sagen solange man chemo macht haben die ärtzte hoffnung ich hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen. im vorraus schon mal vielen dank und viel kraft wünsche ich ALLEN!! gruss gabi

21.07.2004, 00:09
Hallo Gabi,

ohne zu wissen wie die Chemosubstanzenn heissen, kann ich natürlich nicht sagen, wie sie wirken. Generell gilt alle Chemos gehen auf die weissen Blutkörperchen aber nicht bei allen verliert man die Haare, frage mal was sie genau bekommt.
Wenn die Ärtze sagen, sie hat jetzt nur ein Zentel vom Krebs vorher, stelle es doch erstmal nicht in Frage, ich denke auch wenn eine Chemo gemacht wird , dann sieht man auch eine echte Chance, also Kopf hoch.

Alles Liebe

Gaby

21.07.2004, 20:43
Hallo,
heute war der letzte schwere Gang für uns alle. Wir haben meinen Vater auf seinem letzten Weg begleitet, bei herrlichem Sonnenschein, genauso wie am Freitag, als er erlöst wurde.
Für meine Mutter war es ein extrem schwerer Gang, den sie trotzdem überstanden hat, Gott sei Dank.
Ich hoffe, dass meine Schwester und ich es schaffen werden, ihr auch weiterhin die nötige Stärke zu geben . . .

An alle Beteiligten hier: auch wenn es aussichtslos erscheint, kämpft bis zuletzt, es lohnt sich immer und geniesst jede Minute mit euren Lieben . . .

Schöne Grüsse und viel Kraft euch allen
Sascha

24.07.2004, 00:07
Hallo liebe Heike
wo steckst du? Alles halbwegs in Ordnung bei euch? Geht es deinem Freund mit der Übelkeit besser?

Und du liebe Anne? Bist du immer noch im Urlaub? Brauchst nicht zu antworten, wenn ja :-). Ich denke viel an dich und hoffe es geht alles gut in der alten Heimat aber so weit weg von zu Hause.

Liebe Monika was macht dein Mann? Wird er immer noch künstlich ernährt? Wie geht es dir?

Mein Mann hat sich nach Startschwierigkeiten in der Reha gut eingelebt. Er kann schon wieder etwas schneller gehen und dreht so seine kleinen Runden im Grünen. Und ich kann hier ein wenig verschnaufen und neue Kraft tanken. Das tut mir sehr gut und ist auch notwendig, denn es kommt einiges auf mich zu. Nicht nur, dass mein Mann krank ist. Mein Vater hat eine Blutkrankheit und hat vor 2 Wochen beschlossen, sich keine Bluttransfusionen mehr geben zu lassen. Er ist schon 90 und mag einfach nicht mehr. Das können wir alle sehr gut verstehen und doch...

Euch und allen die hier mitlesen von Herzen alles Gute
Ruth

24.07.2004, 13:50
Hallo Ruth,

Anne ist noch im Urlaub, kommt erst Anfang Aug. wieder zurück. Stehe z. Zt. per SMS mit ihr in Verbindung.

Bei uns gibt es nichts Neues. Künstliche Ernährung läuft jeden Abend. Mein Man spricht gut drauf an und hat schon ca. 6 kg zugenommen. Dummerweise klappt es mit dem eigenen Essen noch nicht wirklich.... Aber heute gönnen wir uns mal Luxus pur: Wir haben den Pflegedienst für heute abbestellt, auch wenn dadurch ein kg schwindet, mal muss es auch ohne Infusionsständer gehen... Brauchen dringend Tapetenwechsel. Am Mittwoch hat mein Mann eine neue Chemo bekommen, die ihn erst mal wieder umgehauen hat. Übelkeit, Müdigkeit... Schläft fast nur noch, aber dafür sind die Rückenschmerzen weniger geworden. Irgendwie alles sch.... Ist schon eine sch... Krankheit. Wie geht es mir? Kannste dir wohl denken...

Freut mich, dass es deinem Mann einigermaßen gut geht. Und du, tank soviel Energie und Kraft wie du kriegen kannst!!!!!!!!!! Das mit deinem Vater tut mir leid, lebt deine Mutter noch? Wie kommt sie mit seinem Beschluss klar? Wenn du drüber reden möchtest: Melde dich einfach.

Wünsche dir ein schönes Wochenende, bis dann Monika

25.07.2004, 00:48
Liebe Monika,

ach, wie sehr würde ich dir auch eine Atempause gönnen!!!! Aber zum Glück sind die Rückenschmerzen zurückgegangen, wenigstens ein kleiner Lichtblick.

Meine Mutter ist 85. Mein Vater hat eine Patientenverfügung unterschrieben, dass er keine Blutransfusionen und keine Verlegung ins Krankenhaus mehr wünscht. Er hat das mit meiner Mutter abgesprochen und sie hat ihr o.k. gegeben. Jetzt ist sie aber trotzdem überrascht, dass es ihm so schnell so viel schlechter geht. Und wenn sie auch sehr ruhig und tapfer ist, Angst und Schmerz sind einfach da. Wer könnte das besser verstehen als wir hier in diesem Forum?!
Auch zeigt es mir erneut, dass uns Menschen in Grenzbereichen die Kontrolle entgleitet, so sehr wir uns auch bemühen sie festzuhalten. Ich bin aber für meine Eltern sehr zuversichtlich, sie sind religiös und somit von einer sicheren Quelle gespiesen.

Dir alles liebe und einen erfreulichen Sonntag
Ruth

26.07.2004, 00:06
Hallo Monika R.,

ich habe hin und wieder auch mal hier reingeschrieben unter anderem natürlich auch Deine Beiträge. Es scheint mir wirklich so, als wenn Du viel Ahnung hast, deswegen schreib ich dir kurz. Mein Daddy (65, Nichtraucher) hat seit dem 04. Mai 2004 LK mit Metastasen in den Brustwirbeln und anderen Stellen der Knochen. Er hat jetzt die erste Chemo hinter sich, und 20 Bestrahlungen bekommen. Die Chemo hat er ganz gut überstanden, die ersten Bestrahlungen auch, nur ist es mittlerweile so, dass er gar nicht mehr essen mag und schon Brechreiz bekommt, wenn er was zu essen sieht. Liegt das an den Bestrahlungen? Er ist auch absolut Bewegungs unfähig. Liegt nur auf der Couch und hat Schmerzen trotz Morphium höchste Dosierung. Ich habe gehört, dass das besser wird nach Bestrahlungsende, stimmt das? Wenn ich überlege, dass er vor 11 Wochen noch eine 60 km Radtour gemacht hat und heute im Rollstuhl sitzt, finde ich das doch ganz schön merkwürdig. Also meine Frage 1) Meinst Du er kann bald wieder laufen und hat weniger Schmerzen, Frage 2) Ist es normal, dass man keinen Hunger mehr hat nach den Bestrahlungen? Ich würde mich freuen, wenn Du mir kurz antworten könntest. Ganz lieben Dank und alles Gute für Dich und Deine Familie, Kirsten

26.07.2004, 17:44
Hallo Kirsten,

gerne helfe ich dir mit den Erfahrungen die wir gemacht haben bzw. machen. Brechreiz deutet eigentlich eher auf Nebenwirkungen der Chemo hin, dass er keinen Hunger mehr hat könnte darauf hinweisen, dass er Schluckbeschwerden hat, die man leicht von der Bestrahlung davonträgt. Ich habe die Reihenfolge nicht ganz verstanden. Hat dein Pa Chemo und Bestrahlung gleichzeitig oder nacheinander bekommen? Weißt du, welche Art von LK er hat? Du schreibst, dass er im Rollstuhl sitzt und Metas an den Knochen hat? Sitzt vielleicht eine Metastase am Rückenmark? Wenn der Krebs und die Metastasen gut auf die Behandlung ansprechen und zurückkgehen, kann es durchaus sein, dass dein Vater bald wieder laufen kann. Wie ist er denn psychisch so gestellt? Oftmals ist die Diagnose allein ein so großer Schock, dass man sich schnell aufgibt und es an der nötigen Motivation fehlt. Gerade wenn es einem "vorher" so gut ging. Wie hoch ist die Dosierung des Morphiums? Wer von euch führt denn die Gespräche mit den Ärzten? Macht er das selber?

Man muss den Ärzten bei dieser Krankheit wirklich Löcher in den Bauch fragen um auf dem Laufenden zu sein. Vielleicht magst du noch etwas ausführlicher von dem Krankheitsverlauf deines Vaters erzählen?

Bis dahin wünsche ich dir und deiner Familie erst mal alles Gute, lieben Gruß von Monika

26.07.2004, 17:50
Hallo Ruth,

du scheibst mit aus der Seele. Alles Gute für dich und deine Eltern. Hoffentlich finden sie die nötige Kraft und Energie die Konsequenzen ihrer Entscheidung zu akzeptieren. Aber weh tut es so oder so. Wie du sagst, dass wissen wir hier wohl sehr gut.

Hoffe, dass dein Mann in der REHA weiterhin Forschritte macht?!

Übrigens, das Aussezten der künstl. Ernährung für eine Nacht hat Sage und Schreibe ein Minus von 2,5 kg bewirkt. Obwohl mein Mann etwas gegessen hat. Hätte ich nicht gedacht, machen wir vorerst nicht wieder. Ansonsten geht es ihn seit dem Wochenende etwas besser, er ist auch wieder motivierter und schläft nicht mehr so viel.


Ich wünsche uns allen weiterhin nur das Beste und dir weiterhin gute Erholung. Nutze die Zeit, lieben Gruß von Monika

26.07.2004, 22:45
Liebe Monika

das ist ja eine erstaunliche Gewichtsabnahme in 1 Tag. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es vor allem Flüssigkeit war, die er weniger hatte, mangels Infusionen. Das gibt schnell einmal 1-3 Liter. Erfreulich ist, dass er motivierter ist. Ich wünsche euch viel Glück und Mut und Durchhaltevermögen!!!

Mein Mann erstarkt körperlich schon ein wenig. Am Sonntag war ich lange bei ihm, wir haben es sehr schön gehabt. Er wäre am liebsten mit mir nach Hause gekommen. Er ist nicht so happy dort, hat aber vor allem an seiner Diagnose zu nagen, immer wieder und immer wieder neu. :-(

Dir alles Liebe
Ruth

28.07.2004, 21:21
Liebe Ruth,

letzters ist mir nicht unbekannt. Ist z. Zt. auch bei uns unausgesprochen wieder Thema Nr. 1. Merkt man einfach am gesamten Verhalten.... Wir versuchen trotzdem, wieder unseren alten Weg einzuschlagen....

Euch auch alles Liebe von Monika

31.07.2004, 10:55
Hallo Monika,
hoffe auch das ihr schnell wieder zu eurer alten Kraft zurück findet,denke oft an euch.
Habe von Liz eine nette mail erhalten und da schreibt sie auch
von dir,ich werde weiterhin bei euch im Forum und unserem Thread schreiben,denn es lässt mich nicht los.
Momentan schreibe ich extra dir weniger von meiner momentanen
Situation weil ich glaube das es dich emotial zu weit runter-
ziehen würde,hoffe aber bald auch wieder etwas Luft zu bekommen.

Ich wünsche dir und deiner Familie ein schönes Wochenende und hoffe das du auch etwas Zeit für dich dabei nehmen kannst,
alles nur erdenklich Gute,Erika.

31.07.2004, 23:28
Liebe Monika R.,

Danke für Deine mail! Also es ist so, dass mein Daddy ein nicht kleinzelliges LK hat und Metastasen in den Knochen und Wirbeln. Er bekommt die höchstdosis an Morphium, ich glaube Palladin heißt das Zeug, bin mir aber nicht sicher. Zusätzlich noch Morphium Pflaster und jede Menge anderes Zeug, wie Tropfen und Magentabletten etc. Auf einmal taten auch die Knie so weh und die haben festgestellt, dass da Löcher reingefressen sind. Also werden die Knie-Löcher auch noch bestrahlt. Er ist moralisch schon ein wenig besser drauf, hat zwar gleich zu Anfang nachdem er erfahren hat, dass er Krebs hat, alle seine Abos gekündigt und ich hatte den Eindruck er schließt ab, aber mittlerweile ist er wieder guten Mutes. Das freut mich. Auch wenn ich nicht wirklich einen Fortschritt sehe, den er gemacht hat (eher das Gegenteil). Er hat erst eine Chemo hinter sich. Im Anschluss gleich 20 Bestrahlungen. Jetzt hat er seit einer Woche Pause und wir warten auf den nächsten Arzt Termin um zu schauen wie es weitergeht. Wie sieht es denn bei Euch aus? Um welche art von Krebs handelt es sich bei euch? (Bei meinem Dad heißt er Adeno). Viele liebe Grüße und ein schönes Wochenende und viel Kraft wünscht Kirsten

02.08.2004, 21:45
Hallo!
Nach einfachen Rückenschmerzen und wochenlanger Therapie mit Fango, Krankengymnastik und dergleichen mehr wurde bei meiner Mutter (48) endlich ein CT von der Wirbelsäule gemacht. Darin fand man Tumore, die darauf hin operiert wurden. Und seitdem erreichen uns tagtäglich neue Hiobsbotschaften. Tumore in weiteren Knochen, Streuungen in der Leber sowie auch im Gehirn. Mitterweile wissen wir, dass meine Mutter ein Adenokarzinom in der Lunge hat. Auch unsere Ärzte geben nur sehr verhalten Auskunft. Es wird auf jeden Fall schleunigst mit Bestrahlung begonnen, um Übergriffe auf Hirnzentren zu vermeiden. Witz an der Sache: meine Mama hat traumhaft gut Blutwerte, fantastischen Puls/Blutdruck, der Tumor ist auf keinem Röntgenbild zu sehen. Meine Schwester (19) und ich (20) sind am Ende

02.08.2004, 21:45
Hallo!
Nach einfachen Rückenschmerzen und wochenlanger Therapie mit Fango, Krankengymnastik und dergleichen mehr wurde bei meiner Mutter (48) endlich ein CT von der Wirbelsäule gemacht. Darin fand man Tumore, die darauf hin operiert wurden. Und seitdem erreichen uns tagtäglich neue Hiobsbotschaften. Tumore in weiteren Knochen, Streuungen in der Leber sowie auch im Gehirn. Mitterweile wissen wir, dass meine Mutter ein Adenokarzinom in der Lunge hat. Auch unsere Ärzte geben nur sehr verhalten Auskunft. Es wird auf jeden Fall schleunigst mit Bestrahlung begonnen, um Übergriffe auf Hirnzentren zu vermeiden. Witz an der Sache: meine Mama hat traumhaft gut Blutwerte, fantastischen Puls/Blutdruck, der Tumor ist auf keinem Röntgenbild zu sehen. Meine Schwester (19) und ich (20) sind am Ende

03.08.2004, 23:10
Liebe Rebecca

ich nehme dich einfach mal in den Arm. So eine Diagnose ist immer ein Hammer. Es ist gut, wenn du und deine Schwester zusammenhaltet und für eure Mutter da seid, das hilft ihr am meisten. Ich wünsche euch, dass sie auf die Bestrahlungen gut anspricht. Ihr Allgemeinzustand scheint noch gut zu sein (gute Blutwerte usw.), so erträgt sie die Therapien besser und kann mitkämpfen!

Dir und deinen Angehörigen alles Liebe
Ruth

04.08.2004, 22:08
Hallo Rebecca,

Deine Geschichte hört sich an wie meine, bzw. die meines Vaters. Wir haben am 04.Mai 2004 erst erfahren, dass er Krebs hat (Lunge und Wirbel, Knochen). Er wurde ein halbes Jahr lang massiert, zur Krankengymnastik geschickt, etc., bis mal einer auf die Idee kam ein CT zu machen. Das war dann der Schock!!! Viele Metastasen in den Knochen und der Haupttumor sitzt in der Lunge. Auch Adeno. Und das bei einem Nichtraucher!!! Jedenfalls hat er die erste Chemo hinter sich. Und 20 Bestrahlungen ebenfalls. In nur 3 Monaten ist aus einem gesund aussehendem und sportlichen Mann ein dünner,nicht mehr bewegungsfähiger Mensch geworden. Leider hat er durch die Übelkeit auch keinen Appetit mehr. Aber ich habe mir immer wieder sagen lassen, dass die Bestrahlungen bald wirken und er schmerzfreier wird und sich wieder bewegen kann. Darauf warten wir jetzt also. Der Schock ist total groß, meine Schwester und ich sind auch total fertig. Ausser gut zureden und immer für den anderen dazu sein, kann man leider nicht viel machen. Aber ihr dürft die Hoffnung niemals aufgeben. Sagt dieser Scheiß Krankheit den Kampf an! JAWOLL!!! Viele liebe Grüße, Kirsten PS Wenn der erste Schock weg ist, wird es euch wieder ein wenig besser gehen und ihr könnt klar sehen und habt auch wieder Mut, hört sich vielleicht doof an, ist aber so. Als meine Sister und ich das erfahren haben, haben wir kaum noch gegessen und nur geweint, jetzt nachdem der erste Schock "gesackt" ist, sieht die Welt schon ein klein bisschen besser aus. Mein Vater sagt immer: Nicht weinen, ich lebe doch, und das hab ich noch lange vor!!! Das wird eure Mam genauso sehen!

06.08.2004, 21:42
Meine Lieben,
heute morgen um fünf Uhr ist mein Schatz eingeschlafen. Er hat es geschafft, ist jetzt an einem Platz an dem es ihm gut geht. Wo er all das machen kann was er vor dieser scheiss Krankheit gemacht hat. Ich war die ganze Zeit bei ihm, es war furchtbar mitanzusehen wie er sich gequält hat bevor er ruhig eingeschlafen ist. Aber ich weiss, dass es ihm jetzt gut geht und auch wenn er physisch nicht mehr da ist so werde ich ihn und meine LIebe zu ihm doch immer bei mir tragen.
Am Mittwoch ist die Aussegnung, hoffe ich schaffe das.
Werde wohl lange nicht mehr ins Internet können. Ich denk trotzdem an euch und wünsche euch ganz ganz viel Kraft! Denkt dran, die Hoffnung stirbt zuletzt, das müsst ihr auch euren Kranken Glauben machen! Und ich bin nicht allein, er ist hier bei mir.

Grüße Heike

06.08.2004, 22:26
Liebe Heike,

ich sitze hier mit Gänsehaut und mir ist zum Heulen. Ich bin fassungslos. Ich habe eine Woche nicht gelesen und geschrieben, weil es meinem Mann zur Zeit besser geht und das Wetter so schön ist und ....

Wie konnte das so schnell passieren? Du schreibst, dass er dennoch "ruhig" eingeschlafen ist. Das ist das einzig Positive.

Es tut mir wahnsinnig leid und ich hoffe, dass du noch Kraft hast alles Weitere zu meistern... Ich werde Mittwoch ganz doll an dich denken und melde dich, wann immer dir danach ist. Denke daran, die Liebe, die euch verbindet, kann euch keiner nehmen. Versuche aus dieser Liebe, die nötige Kraft zu schöpfen...

In Gedanken bei dir, Monika

06.08.2004, 23:09
Liebe Kirsten,

sorry, ich war ne Weile "untergetaucht". Meinem Mann gehts besser und wir waren ziemlich unternehmungslustig, nachdem ja nun doch so einige Wochen gar nichts mehr lief.

Dass dein Vater sich gefühlsmäßig etwas gefangen hat freut mich sehr. Und ich habe das Gefühl, dass auch du den Boden unter den Füßen wieder etwas spürst, oder? Was dein Vater sagt, sollte für euch eigentlich die beste Medizin sein: Ich lebe doch.
Das ist genau das, was mich zu Anfang immer wieder aufgebaut hat. Ich habe immer daran gedacht, wie viele Menschen morgens aus dem Haus gehen, einen Unfall haben, und nie wieder zurückkehren. Verglichen damit betrachte ich es wieder so, dass man jeden Tag so leben sollte, als wenn es der letzte wäre. Das gibt neue Lebensqualität. Zu Anfang habe ich mich ständig gefragt: Wie geht es weiter, was ist nächstes Jahr, gibt es überhaupt noch ein nächstes Jahr?... Genau diese Gedanken schieben wir jetzt weit von uns. Was zählt ist das Jetzt, hier und Heute und vielleicht noch noch das Morgen. Und wir legen alles darein, diese Zeit zu genießen. Je mehr man mit seinem Schicksal hadert umso unzufriedener wird man. Mir scheint, dein Vater fängt an, sein "Schicksal" anzunehmen. Helft ihm dabei, so gut ihr könnt. Und wer weiß, es muss ja nicht immer gleich das Schlimmste geschehen es kann durchaus auch bald wieder besser aussehen. Vor kurzem hätte ich nicht gedacht, dass mein Mann sich jemals im Fußballstadion wieder ein Spiel ansehen wird. Und siehe da, heute habe ich ihn ins Stadion gebracht.

Ich wünsche euch weiterhin alles Gute und hoffe mit euch, dass es deinem Vater bald wieder besser geht, bis dahin liebe Grüße von Monika

06.08.2004, 23:11
Liebe Ruth,

ich weiß, dass dich die Nachricht von Heike genauso umhauen wird wie mich. Wie geht es euch? Ist dein Mann schon aus der Kur zurück?

Melde dich bitte bald, Gruß Monika

07.08.2004, 01:16
Liebe Heike

deine Nachricht bringt mich zum Weinen. Ich habe befürchtet, dass es nicht gut geht, weil du dich nicht gemeldet hast. Aber das habe ich nicht erwartet. Es tut mir so leid für euch und eure Liebe. Es ist schön wie du das sagst, dass er bei dir ist, die Liebe kann nicht sterben. Und es ist gut, dass er nicht mehr leiden muss.
Ich werde in der nächsten Zeit viel an dich denken und ganz besonders am Mittwoch, mit Monika zusammen.

Mit einer liebevollen Umarmung
Ruth

07.08.2004, 01:46
Liebe Monika

du hast recht, die Nachricht von Heike hat mich wirklich umgehauen.

Bei uns geht es leider nicht besonders. Zwar konnte in der Reha die Beinmuskulatur etwas aufgebaut werden. Aber mein Mann kommt mir schwächer vor als vor 4 Wochen. Dazu kommt, dass es ihm psychisch nicht gut geht. Die Ärzte haben leider nichts Besseres gewusst als ihn mehrmals drastisch mit seiner Diagnose zu konfrontieren. Sie wollten ihn nach zwei Wochen nach Hause schicken, weil sie nichts mehr für ihn machen könnten und er noch genug Zeit in Krankenhäusern verbringen müsse, und noch weitere solche Dinge. So ein Scheiss, ehrlich! Zum Glück hat ihn die Onkologin wieder beruhigen können, diese Frau ist ein Engel. Aber Realität ist, dass es immer mehr bröckelt, er spürt das selber, er mag kaum mehr aktiv sein ... Die Onkologin hat ihm jetzt Antidepressiva gegeben, ein kleiner Hoffnungsschimmer.
Mir geht es entsprechend, du kennst das ja zur Genüge. Es ist einfach hart und niemand kann uns das Leid abnehmen. Unterstützung geben schon, die habe ich auch, Gottseidank.

Liebe Monika es freut mich sehr, dass es bei euch besser geht! Geniesse diese Zeit in vollen Zügen. Ich wünsch dir und deiner Familie, dass sie lange, lange anhält!

Dir alles Liebe
Ruth

07.08.2004, 01:49
Liebe Heike

Als Threadmitglied wenn auch mehr aus der stillen Ecke im Moment, hat auch uns die Nachricht vom Tod deines Schatzes geschockt.

Sehnsucht

Die Sehnsucht lässt alle Dinge blühen,
der Besitz zieht alle Dinge in den Staub....

Lasst uns die Sehnsucht der innigen Liebe und Freundschaft
erleben und spüren,
nur so wird sie auf ewig blühen.
So wird die Sehnsucht nach unseren Liebsten
nach Zeiten des trockenen Stauben zu einer der prachtvollsten blühenden Wüstenlandschaft die nur dir gehört werden.
Die trotz langen Trockenperioden
nie aufhören wird immer wieder von neuem für dich zu Blühen.
Die Farbenpracht des neuen Lebens in der Blüte wird der Schmerz lindern.
Glaube an das Schöne und die ewige Verbundenheit.

Marcel Proud ergänzt von Liz

(Liebe Erika ich glaube du bist mir nicht böse wenn auch Heike daran teilhaben kann).

Unsere Anteilnahme und Gedanken sind bei dir liebe Grüsse Liz und Willy

07.08.2004, 07:56
Hallo ihr lieben,
bin heute das erste Mal in Euerem Forum. Leider durch eine schmerzhafte Erfahrung. Meine Frau Doris hat mit 49 Jahren Lungenkrebs, der erst durch eine engagierte chirurgische Ärztin nach der 3 OP (beide Brüste und re.Oberarm ein Leiomyosarkom, ambulant entfernt)durch CT Lunge MRT Ganzkörper festgestellt wurde. Weiterhin ist auch die Nebenniere betroffen. Alle Diagnosen und OP`sinnerhalb von 8 Tagen!!
Die Gewebsuntersuchen ergaben versprachen einen guten Heilungserfolg G1)nur versteht keiner der Ärzte warum die Geschwülste innerhalb sehr kurzer Zeit sehr schnell wachsen8in 4 Wochen von null auf 2-3 cm).Bin total am Ende habe das Gefühl, daß mie jeden Moment der Kopf explodiert. Doris wünscht auf keinen Fall Chemo oder Bestrahlung, da Sie von Ihrem Vater weiß wie das damals war. Haben zwei gute Homöopathen ausfindig gemacht und wollen auf diesem Weg versuchen Doris zu helfen. Gibt es Möglichkeiten die Lungenfunktion zu verbessern? Wer hat hiermit Erfahrung?
name@domain.de

07.08.2004, 12:01
Hallo!!!!

Bitte kann mir jemand helfen. Bei miener Mutter ist am 09.07.04 Lungenkrebs festgestellt worden. Beidseitig sind die Lümpfdrüsen befallen.Der Tumor soll sitzt auf der oberen rechten Lungenspitze.Der Stationsarzt sagte mir vor 14 " Es sieht nicht gut aus.Die Chemo und Strahlentherapie helfen ihr nicht damit wollen wir nur ihr Leben um ein halbes Jahr verlängern."Ich dachte ich höre nicht richtig. Meine Mutter sterben in einem halben Jahr,nei das kann und darf nicht sein. Wir lieben sie über alles.Ich bin am Ende.Was ich auch noch weiß ist, das der Arzt nicht weiß ob sich Metastasen gebildet haben und das es Stadion4 ist.Ich suchte Hilfe im Internet und dort wurde mir viel gesagt das es eine Chance gibt, denn die Chemo und Strahlentherapie soll das ganze stoppen,einkapseln.Ein Arzt aus Freibutg mailte mir das was der Stationsarzt meiner Mutter mir gesagt hat mit dem halben Jahr sei irrelevant.Meine Frage an Euch: Wer kann mir mehr sagen? Wer kann mir oder unserer Mama helfen?Was kann ich glauben und was nicht?Hat sie nun eine Chance oder nicht?? BITTE helft mir doch einer!!!!
Ihre anderen Organe sind alle kern gesund somit bestände eine chance was der Stationsarzt übrigens auch meiner Mama sagte als er bei ihr auf dem Zimmer war und mir erzählt er so was. Was ist denn nun los??? Bitte bitte helft mir doch!!!!!!

07.08.2004, 12:41
liebe heike

das mit deinem schatz tut mir wahnsinnig leid
ich wünsche dir alle kraft der welt jetzt allein weiter zu machen
ich weiß er ist jetzt an einem schöneren ort und dort wird er auf dich warten glaub mir er ist zwar nicht mehr bei dir aber du trägst seine lieb in deinem herzen
ich wünsche dir viel kraft für den mittwoch und ich bin ich gedanken
bei dir
alles liebe anett

Amily
07.08.2004, 18:18
Ihr Lieben , ich melde mich zurück aus dem Urlaub .

Liebe Heike , mein aufrichtiges Beileid .
war geschockt dass dein Schatz so schnell sterben musste . Wünsche dir von ganzem Herzen viel Kraft für die nächste Zeit .Anne.

Liebe Monika , hoffe wir treffen uns jetzt wieder öfters auch hier . war immer sehr froh über deine SMS , hatte zumindest so ein wenig Kontakt zum Forum . Es hat mir sehr gefehlt , ihr alle habt mir sehr gefehlt .

Liebe Ruth , melde mich bald wieder auch bei dir .Anne .

08.08.2004, 01:38
Liebe Anne

schön, dass du wieder da bist. War wohl nicht so einfach für dich, wie ich aus deinem Posting in der Waltonvilla schliesse.

Bei uns siehts auch nicht rosig aus. Mein Mann wird Tag für Tag müder. Ob es nur an den tiefen Blutwerten liegt? Am Donnerstag soll er Blut bekommen, wenn sie noch mehr fallen. Aber sein ganzer Zustand gefällt mir gar nicht. Oh weh.

Alles Liebe und bis bald

08.08.2004, 11:43
Hallo ihr Lieben!
Es stimmt, wenn sich der erste Schock gegelgt hat, kann man wieder klar sehen. Ich bin gerade dabei, Gott und die Welt in Bewegung zu setzen. Ärzte sind ja einfach unglaublich. Gottseidank habe ich 2 Semester MTA-Ausbildung hinter mir und habe dementsprechend mal empfindlichst auf den Zahn gefühlt. Ha! Und seitdem kriegt meine Mama Selenase und Mineralstoffe. Ich habe mich genau über Blutwerte etc. erkundigt.
Der Tumor sitzt im rechten Lungenflügel ganz unten, und zwar nicht in der Lunge sondern oben drauf. Und hat leider die Leber ganz schön mitbefallen. Bei uns ist jetzt alles drin, einziger Kommentar war: Ihre zu erwartende Höchstlebensdauer werden Sie wahrscheinlich nicht erreichen... (Witz lass nach, jetzt erst recht) Ich bin momentan super optimistisch, denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die Schulmedizin einfach nicht ganzheitlich heilt, wenn sie überhaupt noch heilt. Für alle, die völlig am Verzweifeln sind: Sucht euch einen Kinesiologen, macht Familienaufstellung nach Hellinger und nen Heilpraktiker mit Akupunkturerfahrung. Jede Krankheit ist ein Konflikt.
Am Freitag hat meine Mama die erste Chemo gekriegt. Bis jetzt kann man sagen, dass sie die ganz gut vertragen hat, sie isst gut, sie hat sich nicht übergeben. Nur äusserst erschöpft ist sie. Klar bei dem Gift...
Ich weiß nicht, ob das ein gutes Zeichen ist oder nicht. Am Diensatg kommt sie nach Hause (sie wollten sie Samstag schon gehen lassen, und das kurz noch einer Wirbelsäulen-OP) und Freitag kommt dann die zweite. Puh, was macht ihr, um da durchzukommen?

Ich wünsche euch alles Liebe, wir schaffen das!

Rebecca

08.08.2004, 13:31
Liebe Manuela,

nach solch einer Diagnose ist man erst einmal ganz schön geschockt. Aber man kann auch bei dieser Krankheit nicht alles über einen Kamm scheren. Ihr müsst tatsächlich erst einmal abwarten, ob Metastasen vorhanden sind oder nicht und auch, um welche Art von Lungenkrebs es sich handelt. T 4 sagt lediglich etwas über die Größe des Tumors aus. Ihr habt auch das Recht, euch bei einem anderen Arzt eine zweite Meinung einzuholen aber zuerst müsst ihr wirklich abwarten, bis sämtliche Untersuchungen abgeschlossen sind. Ob deine Mutter eine Chance hat? Das kommt wohl darauf an, was man unter Chance versteht. Mein Mann hat vor einem Jahr die Diagnose Lungenkrebs erhalten und hat sich einer Chemo und auch Strahlentherapie unterzogen. Es geht ihm recht gut und wenn du mich fragst, ich möchte dieses Jahr nicht missen und er auch nicht. Wenn man Chance nicht unbedingt mit verbleibender Lebensdauer gleichsetzt, behaupte ich, dass er durchaus durch diese Behandlungen eine Chance hat. Das gilt auch für deine Mutter.

Nur Mut, lasst euch nicht gleich unterkriegen, lieben Gruß von Monika

08.08.2004, 13:33
Liebe Ruth,

niemand kann sich besser vorstellen wie es dir geht, als ich. Sowohl auf deinen Mann als auch auf Heike bezogen. Es ist aber auch wirklich eine sch... Krankheit. Und mitunter hat man es einfach auch mit sch... Ärzten zu tun. Tut mir leid, dass man deinen Mann so runtergezogen hat. Die Reha sollte eigentlich das Gegenteil bewirken. Trotzdem, die Antidepressiva werden ihn erst mal etwas ruhiger stimmen und vielleicht gelingt es dir, ihn aus diesem Loch wieder rauszuziehen. Bestimmt wird es euch gelingen.

Nicht aufgeben, weiterhin viel Mut und Kraft wünscht euch Monika

08.08.2004, 13:39
Lieber Gerhard,

zu erst einmal möchte ich dir sagen, dass es mir leid tut, was deiner Frau schon alles widerfahren ist. Und deine konkreten Fragen kann ich leider auch nicht beantworten. Aber eines kann ich dir sagen: In der Medizin wurden in den letzten Jahren doch etliche Fortschritte gemacht und dieser Schrecken der mit Chemo und Strahlentherapie verbunden ist, ist Gott sei Dank in den letzten Jahren verblasst. Was nicht heißt, dass plötzlich alles ohne Nebenwirkungen ist. Aber man kann mit diesen Nebenwirkungen durchaus gut leben. Mein Mann hat in diesem einen Jahr Krankheit etliche Chemos und auch eine 6-wöchige Strahlentherapie über sich ergehen lassen. Er ist 43 Jahre alt und es geht ihm recht gut. Ob er ohne diese Therapien heute noch leben würde ist fraglich, denn es handelte sich von Anfang an um Lungenkrebs im Endstadium.

Ich will dich nicht beeinflussen, aber ihr solltet wirklich alle Möglichkeiten in Betracht ziehen und nicht von vorneherein gewisse Therapien gänzlich ausschließen. Vielleicht solltet ihr euch noch eine zweite Meinung einholen, dadurch wird oftmals vieles klarer.

Auf jeden Fall wünsche ich euch den Mut und die nötige Kraft, euch dieser Krankheit in den Weg zu stellen. Kopf hoch, lieben Gruß von Monika

08.08.2004, 17:03
Liebe Manuela
Willkommen Manuela

Willy erhielt die Diagnose LK-Tumor li. Lungenspitze (einen Pancoast Tumor) im Nov. 2002, Prognose damals war Wochen / ein paar Monate, nun sind es bald 18 Monate her. erst im Juli 2004 sagten sie er habe sämtliche erwartungen und Statistiken übertroffen - das ist doch gut zu hören, das die oft düsteren Prognosen nicht immer einstreffen, auch wenn es noch so aussichtslos aussieht. Eine freundin von uns wurde vor mehr als 3 Jahren an LK Lungenspitze re. operiert, auch ihr geht es gut.

Also verlier den Mut und die Zuversicht nicht weiter zu kämpfen, lass dich von Hoffnung begleiten.

Ist der Tumor deiner Mutter auch ein Pancoast? Wie alt ist deine Mam?

Lungenspitzentumore oder gar Pancoast Tumore werden immer als Stadium 4 eingestufft, auch wenn sie vielleicht gar nicht sehr gross sind.

Bei Willy wurde eine kombinierte Chemo/Bestrahlung vor der Op. gemacht und dann der Tumor der bereits 6cm gross entfernt, er hatte 13 Metas, welche mitbestrahlt und entfernt wurden.

Schreib doch weiter hier, wir sind daran interessiert. Lass dich nicht unterkriegen, wir alle wissen, dass zu Beginn uns der Boden unter den Füssen genommen wird. Versuch noch einmal mit dem Doc zu sprechen, evtl. gar eine Zweitmeinung einzuholen.

"Die Chance klopft viel öfters an die Türe an als man denkt, es liegt an uns die Türe zu öffnen und sie herein zu lassen um sie wahrzunehemen"

Freuen uns von dir zu hören LG Liz und Willy

08.08.2004, 17:09
Lieber Gerhard und nochmal Manuela

Wir schliessen uns unserer lieben Monika voll umfänglich an ...

Gerhard hast du das Mail bekommen?

Seid alle ganz lieb gegrüsst, viel Kraft und Mut eure Liz und Willy

08.08.2004, 18:28
Ich danke Euch sehr. Ihr macht mir doch ein bissel Mut. Das mit der zweiten Meinung einholen ist gar nicht so einfach, da unsere Mutter denket sie sei da doch in den aller besten Händen was ich nicht sagen kann, wenn ich das hier so höre. Wie kann ich sie vom Gegenteil überzeugen???Und was wenn der Doc doch recht hat. Ach ich weiß nicht. Ok danke Euch lieben und alles gute. Ich bleibe erst einmal hier, wenn ihr erlaubt??? Ach so, ich weiß nicht liebe Monika was Pancoast ist.
Lieber Gruß sagt Manuela

08.08.2004, 22:51
Liebe Manuela

Wir haben danach gefragt, nicht Monika!

Pancoast Tumore sind Lungenkrebstumore die sich in den Spitzen der Lunge befinden, aber nicht alle Tumore in den Spitzen sind auch zwangsläufig einen Pancoast Tumor. Weil du geschrieben hast der Tumor sei in der re. Lungenspitze, dachten wir es könnte evtl. einer sein, deswegen haben wir diese Frage gestellt.

Willy hatte einen Pancoast Tumor.

Auch wenn man sich gut aufgehoben füllt ist eine Zweitmeinung hilfreich, vielleicht hilft das deiner Mam eine Entscheidung zu treffen.

Viel kraft, Mut und Zuversicht udn verlier nicht die Hoffnung, liebe Grüsse Liz und Willy

09.08.2004, 05:31
Ja liebe Liz und Willy habe die e-mail bekommen.

Bin scho seit 3 Uhr wieder wach und kann nicht schlafen weil wir soviel Gedanken im Kopf umherschwierren. Heute gehen wir zum Heilpraktiker morgen wieder zum Onkologen am Donnerstag zu einem anderen Heilpraktiker in Düsseldorf. Lauter gute Experten, aber die Entscheidung liegt bei Doris. Wünsche mir nur, daß am 30. Hochzeitstag (03.10.04) wir unsere Schiffsreise mit der AIDA machen können. Habt Ihr Erfahrung wie das mit dem Druck auf die Lunge beim Fliegen ist . Habt übrigens recht mit dem Pancoast Tumor leider drückt dieser ganz schön auf die Schulter und in den rechten Arm,

Seid alle ganz lieb gegrüsst; es ist schön nicht ganz allein in dieser schweren Zeit zu sein.

Bis bald Gerhardname@domain.de

09.08.2004, 05:37
Hallo Monika
Es ist schön das Dich gibt !!! Es tut gut wenn man nicht so allein ist.

Gerhard

Habe übrigens direkt aufs e-mail geantwortet bis ich gemerkt habe, daß dies dann an den Webserver geht.

Amily
09.08.2004, 16:18
Hallo Zusammen !
Willkommen auch den Neuen . es ist schlimm zu sehn wie immer wieder auch andere von dieser Krankheit betroffen sind u wie schnell sie sich ausbreitet ....ist ja fast schon wie eine Seuche ...ich hasse sie !!!
Liebe Rebekka , Manuela u Gerhard , wünsche euch u euren Lieben viel , viel Kraft , Mut u Zuversicht . Wir alle müssen durch diese Zeit durch u ich wünsche uns allen da gut durch zu kommen .
Liebe Monika , Ruth , Heike , Liz u Willi , schön wieder bei euch zu sein .
Gruß an alle . Anne

09.08.2004, 17:26
Hallo liebe Anne

Auch wir sind froh dich wieder in unserer Mitte zu haben, hast uns kollosal gefehlt.

Na wie geht es heute? Liebste Grüsse aus Basel Liz und Willy

10.08.2004, 21:36
Lieber Gerhard,

zu dem Druck in der Lunge: Kann dir nur sagen, dass mein Mann in der letzten Juni-Woche mit zwei Freunden nach Portugal geflogen ist, und alles gut überstanden hat.

Fragt sonst noch mal euren Arzt und wenns irgendwie geht: Dann solltet ihr fliegen. Freunde von uns sind schon mit der AIDA gefahren, soll ganz toll gewesen sein.

Hoffe für euch, dass ihr bald eine für alle Beteiligten erträglich Lösung findet und vor allem, dass es euch gut geht.

Melde dich, wann immer dir danach ist, bis dahin lieben Gruß von Monika

16.08.2004, 07:10
Hallo Ihr Lieben,

wollte mich auch mal wieder melden. Wir sind immer noch nicht ganz klar im Kopf der vielen überraschenden Prognosen und Therapien die uns von allen Heilpraktikern und Ärzten angeboten werden. Haben vor nach der Clarkmethode anzufangen. Entgiftung Darm, leber usw. Hat hier im Forum schon sowas einmal gemacht??
Nun aber das Hauptproplem zur Zeit: Doris hat starke Schmerzen durch diesen pancoast Tumor der am oberen rechten Lungenflügel sizt und in den rechten Arm bis zur Bewegungseinschränkung führt.
Weiterhin spürt sie jeden Sendemast und Uberlandleitung.

Welche Schmerzmittel-Tropfen mit nicht zu vielen Nebenwirkungen haben sich bewährt?
Wer kann helfen???

Bin für jeden Tipp dankbar

Lieben Gruß an alle und natürlich an Dich Monika

Gerhard

16.08.2004, 09:51
Hallo!
Ein guter Freund unserer Familie hat vor kurzem die Diagnose Lungenkrebs bekommen-grosszellig.Jetzt wurden weitere Tumore in Nebenniere und Lymphknoten festgestellt(metastasen).Ich habe ihm zusätzlich zur Chemotherapie eine Misteltherapie empfohlen-der spezialist in der Klinik meinte: wenn sie meinen, dann wächst der Tumor aber nur noch schneller....! unsere freunde sind jetzt völlig verzweifelt und ihre Hoffnung ist zerstört...stimmt das wirklich????

16.08.2004, 16:04
Hallo Onemi,
das ist ja mal wieder eine tolle Aussage von dem Arzt, vielleicht hätte es hier ja mal einer Erklärung bedarft. Mein Vater erhält nach seiner leider nicht so erfolgreichen Chemo jetzt Bestrahlungen. Durch die Chemo war sein Immunsystem sehr angegriffen und wir haben uns jetzt auch nach "Zusatz-Therapien" erkundigt. Zum Immunaufbau nimmt er Vitamine, Zink und Selen. Unser Onkologe sagt, dass eine Misteltherapie gut sei, jedoch erst nach Abschluß der Bestrahlungen und Chemo, damit der Körper nicht noch weiter belastet wird. Mistel verhindert dass sich neue Zellen bilden, hat jedoch oftmals auch Nebenwirkungen. Am besten lässt sich Dein Freund das noch einmal vom Arzt erklären (da muss man manchmal einfach draúf bestehen). Alles Gute !
Susan

16.08.2004, 16:37
Hallo Susan,
Euer Arzt ist genauso unaufgeklärt (oder unausgebildet) wie der von Onemi, denn die Aussagen, besser Annahmen beider treffen nicht zu. Mistel kann gespritzt werden während Chemo und auch während Bestrahlungen und hat auch nicht "oftmals" Nebenwirkungen. Erkundigt Euch bei einem Arzt der sich auch mit anderen Therapien auskennt, außer oder zusätzlich zu den bekannten "3". Mistel belastet nicht noch zusätzlich das Immunsystem, sondern baut es auf und tut noch vieles mehr "Gutes".

Angi
16.08.2004, 21:56
Hallo zusammen,

ich habe heute mal ein wenig zur Misteltherapie im Internet gestöbert und folgenden interessanten Artikel ( es handelt sich hierbei um den Vortrag an der Universitätsklinik Aachen des Kölner Universitätsprofessors J. Beuth, vom Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren, Universität Köln) gefunden . Hierbei wird etwas zu Wirksamkeit und Einsatz der Mistel bei verschiedenen Therapieformen geschildert. Auch besteht die Möglichkeit unter der angegebenen ADresse direkt bei diesem in Deutschland wohl eimaligen Institut ( zumindest Stand 2003 ) nachzufragen, was ich dann persönlich auch Fallbezogen machen würde,

http://www.ukaachen.de/go/show?ID=3670321&DV=0&COMP=download&NAVID=3092958&NAVDV=0

Angi

Angi
16.08.2004, 22:02
Liebe/r Onemi,

ich würde, denke ich , in Deinem /Eurem Fall mit der genauen Diagnose eine Zweitmeinung einholen bzw. noch mal ein genaues und detailliertes Gespräch mit dem behandelnden Arzt empfehlen. Sicher muß hier im Einzelfall genau nochmal geprüft werden wie die Umstände der Erkrankung genau sind. In jedem Fall meine ich aber persönlich, wäre eine Zweite Meinung nie verkehrt.

liebe GRüße Angi

18.08.2004, 00:01
Lieber Gerhard

Bitte melde dich unter liz.isler@gmx.ch

Pancoast T. sind seltene Tumore der Lunge resp. der Lage wo der Tumor sitzt. es gibt leider nur wenige Betroffene, auch hier im KK. Willy hat ein Pancoast Tumor.

Die Schmerzen verbunden mit einem Pancoast Tumor sind NICHT gleichzustellen mit den Schmerzen eines Bronchialcarcinoms (Lungenkrebs) an einer anderen Stelle der Lunge. Pancoast lösen extrem starke neurologische (Nerven) Schmerzen aus und einige andere Symptome die ein Lungenkrebs an einer anderen Lage nie auslösen.

Betreffend Clark etc. Schau mal in das Forum über "andere Therapien".

Freuen uns von dir zu hören.

LG Liz und Willy

18.08.2004, 12:19
Hallo Alle miteinander,
mein Vater (74 Jahre) ist an Lundenkrebs erkrankt.
Auf der Suche nach Infos über "Bronchil-Ca." bin ich auf diese Seite gestoßen. Leider habe ich bis jetzt noch nicht viel Zeit gehabt, Eure Beiträge zu lesen.
Die Auskunft der Ärzte beschränkt sich auf das möglichst kurze Beantworten von genau gestellten Fragen. Da bleibt einiges offen.
Mein Pa und wir wissen es erst seit knapp 3 Wochen, und weil bereits Metastasen in Leber und Gehirn sind, hat er eine genaue Bestimmung durch Biopsie und eine Chemo abgelehnt. Es handelt sich also um eine "ungesicherte" Diagnose.
Seit seiner Krankenhausentlassung geht es ihm von Tag zu Tag schlechter. Die Kräfte lassen anch, der Hals und das Gesicht werden immer dicker, die Knöchel auch (ich denke das kommt vom Cortison), die Nächte immer schlimmer und der Heißhunger und damit auch er, werden immer mehr. Ich dachte immer, Krebskranke nehmen ab! Das Schlucken fällt ihm schwer, sodass er mit Strohhalm trinkt. Gott sei Dank hat er noch keine Schmerzen (oder sagt es nicht?)
Hat von Euch/Ihnen auch jemand in diese Richtung Erfahrung gemacht und kann mir Tipps geben? Ich würde ihm die Beschwerden so gerne erleichtern! Was kann ich für ihn tun, außer "nur" dazusein? Ist das Cortison wirklich notwendig, und die damit verbundenen Nebenwirkungen? Welche Schlaftabletten helfen, Lendormin 0.25 mg "taugt nix" und Rohypnol 1 mg verstärkt die nächtliche Unfuhe noch mehr?

Viele Grüße
Karin

cyrne
18.08.2004, 12:37
hallo karin,
meine mutter ist 5 jahre älter als dein vater. vom kh aus gab es auch cortison, was wir abgesetzt haben.
mama kriegt folgende tabletten-kombi:
zum schlafen und gegen die schmerzen folgendes:
m m a n (= morgens, mittags, abends, nachts)
diazepam 10 0 0 0 1
tramadol 100 mg 1 0 0 1
novalminsulfon. 1 1 1 1 je 30 Tropfen
gegen den körperlichen zerfall folgendes:
cetebe retard 1 1 0 0
e vitamin 600 1 0 1 0
cefalsel 50 1 0 0 0
acc 1 1/2 0
wobenzym 3 3 3 3

gute infos über neuste therapieformen erhälst du hier auf der seite, von den gesprächen mit betroffenen und anghörigen und unter www.aerztezeitung.de
für deinen vater alles gute und lg aus aachen

cyrne
18.08.2004, 12:38
oh, leider hat es mir die formatierung zerhauen.
die zahlen z.b. 1 0 0 1 hinter den präp. sollen die einteilung morgens, mittags, abends, nachts darstellen. 1 heisst nehen und null heisst nicht nehmen. sorry für die miese darstellung.

19.08.2004, 10:05
Liebe Manuela

Wie geht es dir und deiner Mam? Hat es doch geklappt mit einer Zweitmeinung?

Willys Tumor sass auch in der Lungenspitze, deswegen wäre ein Austausch ne super Sache.

Drücken dir weiter die Daumen.

Melde dich doch wieder einmal. Auch unter liz.isler@gmx.ch
Libe Grüsse Liz und Willy

20.08.2004, 18:42
Hallo zusammen!

Bei meinem Vater wurde am Mittwoch Lungenkrebs diagnostiziert und so bin ich heute auf dieses Forum gestoßen. Und zu meinem Entsetzen muss ich feststellen, dass ich im Grunde genommen nichts, aber auch gar nichts über diese Krankheit weiss. Er hat ein Karzinom im rechten Lungenflügel und drei Metastasen im Hirn. Ansonsten wurde bisher nichts gefunden. Heute mittag wurde mit der Bestrahlung begonnen, die jetzt erstmal zwei Wochen lang laufen soll. Wahrscheinlich wird anschließend eine Chemo angesetzt.
Im Nachhinein wird mir klar, dass die Auskunft der Ärzte uns gegenüber mehr als ungenügend war. Habe mir fest vorgenommen mich selbstständig zu informieren und denen ordentlich auf den Zahn zu fühlen. Auch werde ich nicht akzeptieren, dass mein Vater mit 47 Jahren die Segel streichen muss.
Der Verlauf war dem ähnlich, was ich hier bisher gelesen habe. Und was soll ich sagen, ich bin völlig am Ende. All diese Schicksale hier indirekt und auch im Nachhinein mitzuerleben, macht mich unglaublich traurig. Habe aber nicht vor aufzugeben. Meine Mutter, die in dieser Hinsicht sowieso sehr empfindlich ist, hat jede Form von Unterstützung nötig und auch meine 16-jährige Schwester hab ich noch nie so ferig erlebt.
Hier muss ich mich einfach, auch wenn ich neu hier bin und ihr sie nicht kennt, meiner Freundin danken. Ich wünsche jedem von euch eine solche Person an eurer Seite. Wir sind beide 21, hätten gestern unseren ersten gemeinsamen Urlaub angetreten, obwohl wir schon 6 Jahre zusammen sind und sie ist es, die mir seitdem nicht von der Seite weicht, wofür ich sehr dankbar bin. Ich verspreche hiermit täglich in dieses Forum zu schauen und immer ein offenes Ohr für Fragen anderer zu haben.

Gruß an alle

Baddyname@domain.dename@domain.dename@domain.de

21.08.2004, 21:26
Hallo Baddy,

als bei meinem Vater im Februar ein kleinzelliges Lungenkarzinom mit Metastasen in der Leber und im Skelett diagnostiziert wurde, war ich genauso entsetzt und hilflos wie Du. Bin zwar kein medizinischer Komplettlaie, aber ich hatte mich noch nie mit Krebs näher beschäftigt und keine Ahnung, was es alles für Unterarten von Lungenkrebs gibt.
Ich war in der Firma drei Tage lang nur im Internet und hab drei große Ordner mit Papier gefüllt.
Das Wissen hat mir zwar nicht die Angst genommen (leider im Gegenteil), aber zumindest wußte ich dann mal, was Sache ist.
Ich finde das ganz super von Dir, dass Du Dich so für Deinen Vater engagierst. Frag den Ärzten Löcher in den Bauch und lass nicht locker!
Meine Mutter hat es auch fast schlimmer getroffen als meinen Vater. Meine Eltern sind so ein "altmodisches" Ehepaar, von dem man sagt, wenn der eine mal gehen muss, dann folgt der andere bald nach...
Tja, so wie es aussieht, bist Du jetzt diejenige, die Eure Familie zusammenhalten und aufbauen muss. Das ist in keinem Alter leicht; und mit 21 bestimmt schon gar nicht.
Ich wünsch` Dir ganz viel Kraft für diesen Kampf; egal wie er ausgehen wird. Und pass` ein bisschen auf dich selbst auf. Auch wenn es schwer fällt, nimm Dir auch mal ein bisschen Zeit für Dich, geh abends weg und mach irgendwas, was Dir Freude macht. Jetzt so frisch nach der Diagnose kannst Du Dir das wahrscheinlich noch nicht vorstellen. Aber glaub mir, das ist ganz arg wichtig. Mal nicht an diese Scheiße denken müssen; und wenn es nur ein paar Minuten sind. Mir hat es jedenfalls unheimlich gut getan und neue Kraft gegeben.
Schreib` einfach mal wieder hier, wenn Dir danach ist. Hier findet sich immer jemand, der irgendwas weiß. Oder einfach nur zuhört (liest).

Lieb`s Grüßle

Joachim

01.09.2004, 00:12
Hallo zusammen!

ich habe bereits einige male hier mitgeschrieben, ansonsten war ich stiller Leser. Bei meinem Dad wurde Anfang Mai 2004 LK festgestellt, mit Metastasen im Skelett und in den Wirbeln und an der Wirbelsäule. Er hatte soo starke Schmerzen, dass er nicht mehr laufen konnte. Er wurde bestrahlt! 5 Wochen nach Bestrahlungsende das Wunder: Mein Dad konnte wieder aufstehen und laufen. Die 2. Chemo hat er auch gut weggesteckt. Er hat zwar insgesamt 30 kg abgenommen, aber da er übergewichtig war, fällt das kaum auf, er hat jetzt eine normale Figur. Wir waren alle wieder frohen Mutes, bis letzte Woche seine Zunge angeschwollen ist und er angefangen hat zu lispeln. Nach einem Schädel CT wurde jetzt leider Gottes eine Metastase im Kopf festgestellt. Lt. Onkologe muss diese Stelle ganz dringen und schnell bestrahlt werden. Termine standen fest. Und was passiert? Mein Dad steht aus dem Bett auf und bricht sich einfach so die Beine am Oberschenkel hals knochen. Die Knochen waren so dünn und pörös, dass sie wie Zahnstocher weggeknickt sind. Hätte man diese Gefahr nicht mal vorher feststellen können? Jett liegt er mit starken Schmerzen im Krankenhaus und die so eilig gemachte Bestrahlung vom Kopf muss noch was warten. Junge, Junge. Auch wenn es zynisch klingt, aber langweilig wird einem bei dieser Sch..Krankheit nie!!! Ich meine, was kann ein einzelner Mensch denn noch alles ertragen und wegstecken? Wie kann innerhalb von 4 Monaten aus einem unternehmungslustigen, gesunden und lebensfrohen Menschen so was werden? Mit gebrochenen Beinen, Hirntumor, Lungentumor, Skelett Metasaen? Was mir wirklich Sorgen macht, ist das er nicht richtig schlucken kann und dass er nichts mehr essen mag. Selbst die Astronauten Nahrung kommt hoch. Hat einer Tipps? SInd das noch Nebenwirkungen der Chemo? Passt alle gut auf euch auf und merkt euch: Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles NICHTS!!! Liebe Grüße

01.09.2004, 01:01
Hallo Kirsten,

tut mir sehr leid für Dich und Deinen Vater. Das hört sich gar nicht gut an.
Mein Vater hat ja auch Metastasen im Skelett (Becken und Wirbelsäule), aber bei ihm hat sich die Knochendichte wieder sehr verbessert. Weiß nicht mehr genau, wie das Medikamt hieß; ich glaube, Zometa oder so was ähnliches.
Wie lange ist denn die letzte Chemo her? Einige Zeit danach kann die Übelkeit schon anhalten. Bekommt er denn Medikamente gegen die Übelkeit? Vielleicht ist das aber auch psychisch bedingt. Deinem Vater geht es ja leider wirklich ziemlich beschissen. Sorry für die Ausdrucksweise. Ich glaube, es ist jetzt ganz wichtig, dass Ihr ihn wieder ein bisschen aufbaut. Ich weiß, das sagt sich so leicht. Kann mir so in etwa vorstellen, wie es Dir geht. Trotzdem musst Du es versuchen. Mein Vater hat zum Glück (noch) keine Hirnmetastasen, aber so weit ich weiß, sollen die Bestrahlungen recht gut anschlagen. Ein Oberschenkelhalsbruch ist schon ziemlich übel, zumal wenn die Knochen so porös sind. Ich muss da immer an einen guten Bekannten meines Vaters denken. Der hat Darmkrebs mit Metastasen in der Wirbelsäule. Bei ihm war dann die Wirbelsäule gebrochen und er hat eine Titanplatte zur Stabilisierung bekommen. Seit einem halben Jahr geht er wieder regelmäßig zum Schwimmen.
Auch wenn niemand weiß, wie es weitergehen wird: bitte gebt die Hoffnung nicht auf.

Lieb`s Grüßle und fühl` Dich ganz fest gedrückt!

Joachim

03.09.2004, 23:26
Hallo Joachim,

das ist ein guter Tipp, mit diesen Medikament zur Verbesserung der Knochendichte. ich frage morgen mal den netten Oberarzt danach. Ja, NETTER Oberarzt, Du hast richtig gelesen. Ich habe noch nie so ein tolles Krankenhaus wie das Klinikum in Leverkusen erlebt. Nach den ganzen Reinfällen, die wir vorher mit diesen Weißkitteln erlebt haben, hatte ich die Hoffnung schon aufgegeben. Aber siehe da, es gibt sie noch, die "Götter in weiß". Meinem Dad widerfährt da eine ausgezeichnete und sehr persönliche Behandlung, die kümmern sich um alles. Obwohl er eigentlich in der Unfall-Chirugie (und somit falsch) liegt. Vielleicht ist es auch das, was sie so nett macht, das sie wissen, dass mein Vater nicht einfach gebrochene Beine, sondern noch viel mehr im argen ist. Wenn mein Dad Schmerzen hat, röntgen sie ihn sofort. Sie sprechen viel mit ihm, machen ihm Mut, klären auf, etc. Auch wir als Angehörige können uns jederzeit an die Ärzte da wenden und bekommen alle Fragen beantwortet. Also so was gibt es noch wirklich!!! Zurück zu meinem Vater, er bekommt jetzt Krankengymnastik, aber klappt halt noch nicht so gut. Für mich aber trotzdem ein Wunder, dass er seine frisch gebrochenen und operierten Beine schon wieder schmerzlos bewegen kann. Die fahren ihn auch täglich zur BestraHLUNG. Liegend-Transport. Also ich glaube er ist in guten Händen, die bringen alles in Bewegung!!! Da die Wirbelsäule auch sehr instabil ist, kann es sein, dass sie fixiert werden muss. Davor hat mein Dad Angst. Denkt er könnte nach der OP querschnitt behindert sein .Aber ich denke, die wissen schon was die tun. Bin jeden Tag im Krankenhaus und heiter ihn auf, so gut es geht .Mal klappt es ganz gut, mal gar nicht. Hast Du denn noch einen guten Tipp auf Lager? Medikamente auf die man mal anhauen könnte oder ähnliches? Seit wann ist dein Vater krank?Viele Grüße!

04.09.2004, 00:29
hallo kirsten!
ich habe deine einträge gelesen und hätte für die übelkeit wohl einen medikamententip falls es von der chemo kommt. mein mann hat bis zum 3.zyklus nur gebrochen,und seit dem 3.zyklus bekommt er vergentan tabletten,
zofran lingual 8mg und fortecortin 2mg als therapie und es hilft! er hat seitdem nicht einmal mehr gebrochen oder gewürgt!

gruß Gaby

03.10.2004, 02:12
Lieber Gerhard und Doris

Hoffentlich könntet ihr euer Ziel erreichen und heute gemeinsam auf die Reise mit der Aida gehen.

Wünschen euch eine wunderschöne und schmerzarme Zeit.

Denken an euch, ganz liebe Grüsse Liz und Willy

P.S. Hast du uns Mail von gestern bekommen?

06.10.2004, 15:37
hallo kirsten! meine mutter wurde auch am bein wegen einer metastase operiert, damit die knochendichte nicht zurück geht!
die chirurgische station war der reinste müll! keiner hat sich gekümmert, ob sie trinkt und isst, dabei ist das bei krebs sehr wichtig! aber jetzt liegt sie ein glück wieder auf der krebsstation! meine mutter hat auch an der niere eine metastase am bein und lymphknoten sind auch massiv befallen! kann mir hier jemand einen guten tipp geben, was man gegen den agressiven krebs machen kann, zusätzlich, außer chemo?

06.10.2004, 15:37
hallo kirsten! meine mutter wurde auch am bein wegen einer metastase operiert, damit die knochendichte nicht zurück geht!
die chirurgische station war der reinste müll! keiner hat sich gekümmert, ob sie trinkt und isst, dabei ist das bei krebs sehr wichtig! aber jetzt liegt sie ein glück wieder auf der krebsstation! meine mutter hat auch an der niere eine metastase am bein und lymphknoten sind auch massiv befallen! kann mir hier jemand einen guten tipp geben, was man gegen den agressiven krebs machen kann, zusätzlich, außer chemo?

06.10.2004, 15:43
also bei meiner mutter hat die chemo auch nicht angegriffen! gibt es trotzdem noch chancen, wenn eine bestrahlung dazu genommen wird! weil dass haben die ärzte vielleicht vor! hat da jemnad von eich erfahrungen? wäre um jede antwort dankbar

06.10.2004, 15:43
also bei meiner mutter hat die chemo auch nicht angegriffen! gibt es trotzdem noch chancen, wenn eine bestrahlung dazu genommen wird! weil dass haben die ärzte vielleicht vor! hat da jemnad von eich erfahrungen? wäre um jede antwort dankbar

07.10.2004, 00:21
Hallo miteinander!!!
Habe mich vor einiger Zeit schon mal hier im Forum gemeldet um herauszufinden, ob jemand erfahrung mit der Misteltherapie hat. Unterdessen hat mein Freund mit der Misteltherapie begonnen (obwohl der Arzt in der Klinik meinte,Tumore wachsen dadurch schneller.....). Er kann diese Misteltherapie auch während den Chemos weiterführen...hat aber leider recht starke Nebenwirkungen bei ihm (vielleicht ist das auch ein gutes Zeichen?)-ich kenne mich einfach zu wenig damit aus.
Bei der ersten Kontrolle nach 2 Monaten Chemo dann die niederschmetternde Nachricht: der Tumor hat sich ums doppelte vergrössert und auch eine Metastase an der Nebenniere ist grösser geworden. Sie stellen jetzt die Chemo um und haben sofort mit der Bestrahlung begonnen---ich verstehe das nicht ganz,habe gemeint er sei mit dem grosszelligen Tumor etwas "besser dran" als wenn er den kleinzelligen hätte-aber es ist ja trotzdem megaagressiv!?
irgendwie fühlt man sich recht allei und kann kaum Glauben, dass nichts helfen soll...
Hat schon mal jemand von der HYPERTHERMIE_THERAPIE gehört?
Liebe Grüsse an alle Onemi

07.10.2004, 13:01
Liebe Onemi
Erfahrung habe ich leider keine mit der Hyperthermie-Therapie, aber das Einzige was ich weis, ist daß es für den Kleinzeller nicht geeignet ist. Versuche es einfach. Übrigens diese Behandlung wird voll bezahlt von der AOK.
Wünsche Deinen Freund viel Glück.
Umarme Euch
Biene

07.10.2004, 13:02
Liebe Onemi
Erfahrung habe ich leider keine mit der Hyperthermie-Therapie, aber das Einzige was ich weis, ist daß es für den Kleinzeller nicht geeignet ist. Versuche es einfach. Übrigens diese Behandlung wird voll bezahlt von der AOK.
Wünsche Deinen Freund viel Glück.
Umarme Euch
Biene

07.10.2004, 13:04
libe onemi,

bei meiner mutter ist es ähnlich gewesen1 seit der chemo hat sich der tumor vergrößert und mehrere metastasen haben sich gebildet! man könnte schon fast denken, dass die chemo immer das gegenteil bewirkt, denn am anfang war der tumor sehr klein

09.10.2004, 23:02
Hallo Natalie, hallo ihr alle!

hat einer von Euch Erfahrungen gemacht mit ganz heftigem Juckreiz am ganzen Körper. Bei meinem Daddy ist das nämlich momentan so. Er würde lt. eigener Aussage am liebsten mit einer Drahtbürste seinen ganzen Körper abschrubben, so juckt es. Wo kommt das her? Kann es sein von den Morphium Pflastern oder so? Was die Bestrahlungen angeht liebe Natalie, so traue ich denen mehr zu als diesen doofen Chemos. Haben bei uns auch keine Wirkung. Liebe Grüße!

09.10.2004, 23:02
Hallo Natalie, hallo ihr alle!

hat einer von Euch Erfahrungen gemacht mit ganz heftigem Juckreiz am ganzen Körper. Bei meinem Daddy ist das nämlich momentan so. Er würde lt. eigener Aussage am liebsten mit einer Drahtbürste seinen ganzen Körper abschrubben, so juckt es. Wo kommt das her? Kann es sein von den Morphium Pflastern oder so? Was die Bestrahlungen angeht liebe Natalie, so traue ich denen mehr zu als diesen doofen Chemos. Haben bei uns auch keine Wirkung. Liebe Grüße!

10.10.2004, 04:38
Liebe Natalie

Ein Kerze, das Licht am Horizont nur für dich und deine Mam.

Ganz liebe Grüsse und Gedanken. Mit unserem Herzen bei dir in dieser so schweren Zeit für dich. Deine Liz und Willy mit Anhang.

10.10.2004, 04:50
Liebe Kirsten

Juckreiz von Medikamenten ist leider nie ausgeschlossen, auch wenn man sie lange vertragen hat kann es plötzlich umkippen! Löchere unbedingt den Arzt, lass nicht locker! Ansonsten kann ich nur von folgenden Erfahrungen berichten.

Willy hat nicht diesen Juckreiz, deshalb kann ich nur aus Erinnerungen an die Zeit der Lungenkrebserkrankung meines Dads vor über 30 Jahren zurück greifen.

Er hatte auch diesen unerträglichen Juckreiz, der mit Äether Bäder in der Badewanne etwas gestillt wurde. Er musste ins kühle Badewasser einen guten Schuss Äether tun um ihn zu stillen, ob das heute noch empfohlen wird, kann ich nicht sagen, aber Fragen an den Arzt schaden nicht - wie gesagt das war vor merh als 30 Jahren.

Ich wusste ja trotz Operation und zunehmender Verschlechterung des Gesundheitszustandes meines Dads nicht dass er Lungenrkebs hatte, erst 21 Tage vor seinem Tode erfuhren wir es. Aber dieser Juckreiz und die Qual dabei die ist uns bis heute sehr präsent geblieben. Es hiess immer es kommt von der Leber da er auf/in der er Metas hatte. Aus diesme grund litt er an einer Gelbsucht. Gelbsucht kann in der Tat einen grausamen Juckreiz auslösen.

Hat dein Dad auch eine Gelbsucht? Vielleicht kannst du mehr Infos im Internet unter Gelbsucht finden.

Wünschen dir weiterhin viel Kraft LG Liz und Willy

10.10.2004, 22:03
Liebe Liz und Willy!

Vielen Dank für Eure Auskunft!!! Seit Mai diesen Jahres schaue ich immer wieder in dieses Forum rein und habe Eure Beiträge schon in diversen Rubriken gelesen. Ich finde Ihr zwei strahlt total viel Kraft aus. Ihr könnt sehr froh sein einander zu haben. Ich finde es toll, dass Ihr für alle hier ein offenes Ohr habt und immer wieder gute Tipps gebt. Ihr seid wirklich eine große Hilfe!!! Ich wünschte ich könnte Euch auch Tipps geben. Ich bin 30 Jahre alt, mein Dad ist 65. Wir wissen erst seit Mai d.Jahres dass er LK hat und zahlreiche Metastasen in den Knochen. Jetzt auch im Hirn. Und neuerdings schmerzt ihm auch noch der Beckenbereich. Dienstag fahre ich ihn zum Skelettszintigramm. Ich hoffe, dass keine neuen Metas aufgetreten sind und die bestrahlten sich verkleinert haben. Allerdings haben die im KH schon gesagt, dass der Lungentumor sich schon vergrößert hat. Jetzt 10 x 9 x 9 cm. Ist schon ein dickes Ding, oder? Aber was mich wundert ist, dass er nicht hustet und keine Atemnot hat. Hat auch nie geraucht. Nach zwei Lungenbiopsien konnten sie auch keine negativen Zellen feststellen. Sagten aber es sei trotzdem Krebs, da er sonst nicht die Metas hätte. Komische Geschichte finde ich. Das schlimmste ist, dass man nicht helfen kann. Das einzige was ich mache, ist täglich bei ihm sein da ich momentan nicht arbeiten gehe wegen meines Babies. ALles sooo ungerecht. Ich wünsche Euch beiden Alles Alles Gute!!! Viele Grüße!!! Kirsten

11.10.2004, 03:12
Liebe Kirsten

Du bist resp. ihr seid schon in einer ohnmächtigen Lage, wie viele von uns, aber es erscheint uns noch schlimmer wenn mann zwar weiss es ist krebs, den namen des Knubbels aber nicht kennt, also demnach auch nicht gezielt ran gehen kann, das muss wahnsinnig frusten. War bei uns bis wir die def. Resultate der Biopsien hatten auch so (aber vergleichbar zu euch nur ca. 6 Wochen - hat dennoch gereicht). Auch wir hatten das Problem das sie bei div. Biopsien keine Krebszellen fanden, erst bei der letzen Probe.

Uns sind noch en paar Tipps bezüglich Juckreiz in den Sinn gekommen, Tricks die man bei Neurodermitis einer sehr stark juckenden Hautkrankheit und ein Tipp aus der Windpocken Juckreizbekämpfungskiste
auch anwendet (entstammen aus dem Patienten-Eltern-Schulungskonzept welches wir seit 1989 für Neurodermitis durchführen).

1. kühlende Lotionen (nicht zu fetthaltig) anwenden evtl. im Kühlschrank lagern.

2. Gekühlte, aber nicht gefrorene Coldpacks auflegen.

3. Suds mit Stiefmütterchentee (Viola tricoloris in Apotheken zu beziehen) ansetzen und diese in Form von kühlen, kalten Waschungen, Kompressen oder Wickel auflegen oder als Teil- oder Voll-Bad (ca. 32 - 37°C). Schwarz- oder Pfefferminztee anstelle von Stiefmütterchen wirkt auch recht gut, aber Stiefmütterchen ist besser.

4. Anstatt auf der haut zu kratzen hat sich das Klopfen, Knetten oder Kneiffen der haut bewährt.

5. Bei Juckreiz auf einem Kratzblöckchen kratzen (Korkblock welche normalerweise zur Schleifpapierfixierung dienen - Do-it-yourself, Hobby Geschäfte, Baumärkte etc.).

6. Mentholpuder wird gegen den Juckreiz bei Windpocken oft eingesetzt (Apotheke).

Hoffen du kannst das eine oder andere gebrauchen, Ziel sollte sein den Juckreiz zu lindern ohne die haut durch das Kratzen zu schädigen. Ansonsten Mail uns - liz.isler@gmx.ch - können evtl. noch weitere Tipps geben.

Toi, toi, toi am Dienstag.

Deine Prsäenz bei deinem Vater und erst recht mmit dem Baby gibt ihm sicher viel Kraft und vor allem auch ein Ziel warum er das ganze auf sich nimmt. Er will ja sicher noch mitbekommen wie das Kleine grösser wird.

Bis bald lass den Kopf nicht hängen und versucht das eine ander egegen den Juckreiz aus, vielleicht hat er Linderung.

Ganz liebe Grüsse und danke für deine lieben Worte, ja du hast recht wir lieben uns enorm, am 2.11. haben wir den 25. Hochzeitstag! Liz und Willy

12.10.2004, 00:21
Liebe Liz, lieber Willy,

vielen Dank für Eure tollen Tipps. Ich drucke Sie aus und gib sie an meine Mam weiter. Meine Eltern sind 30 Jahre verheiratet, also eigentlich in etwa wie Ihr (aufgerundet). Das muss man erstmal schaffen in dieser schnell-lebigen, heutigen Zeit. ICH FINDS KLASSE. Und ich sehe auch an meinen Eltern wieviel Kraft sie sich gegenseitig geben. Genau wie Ihr. Weiter so, ihr zwei. Niemals unterkriegen lassen. Ganz liebe Grüße und bis die Tage, Kirsten

12.10.2004, 11:34
Auch an dich, lass dich nicht unterkriegen von den enormen Belastungen verknüpft mit diesen sch.... Knubbels.

Hoffen, dass dein Paps Linderungen erhält, liebe Grüsse Liz und Willy - P.s. Willy ist bald 52 und ich 44.

14.10.2004, 16:54
hallo liz und willy!
ich bin heute zum ersten mal in diesem forum, beziehungsweise überhaupt in einem forum. habe mich hier durch sämtliche artikel durchgelesen, und festgestellt, dass ihr zwei echt toll seid und sehr hilfsbereit.
tja, und dass versuche ich gleich mal zu nutzen... vor zwei wochen haben wir erfahren, dass unser vater an LK erkrankt ist. operation zwecklos. chemo und betsrahlung ist derzeit angesagt. zu erwartende lebensdauer 1 jahr.
wir haben logischer weise überhaupt keine erfahrung auf diesem gebiet und waren einer ohnmacht nahe. jetzt müssen wir aber ja dennoch einen weg finden damit klar zu kommen, und nicht jeden tag trübsal zu blasen und uns die decke über den kopf ziehen.
mir geht es vor allem um meine mutter. wir kinder können ihr nur bedingt in dieser zeit helfen, deswegen bin ich auf der suche nach einer selbsthilfe gruppe für angehörige oder anderweitige therapeutischen institutionen, die ihr helfen könnten.
im internet bin ich leider auf keine hilfreiche seite gestoßen und der link, der hier angegeben ist (regionale einrichtungen o.ä.)ist derzeit nicht aktiv.
habt ihr zwei /oder auch andere "user" evtl. einen tipp für mich, wo ich mich hinwenden kann? und vor allem: wie finde ich raus, was bei uns in der nähe ist?
ihr seht schon, bin hier voll der anfänger und hab noch so gar keine ahnung. wäre euch sehr dankbar für jeden noch so kleinen rat.
liebe grüße, janine

14.10.2004, 17:16
Liebe janine

Hoffentlich bist du noch online - wichtig wäre zu wissen wo du wohnst, wir sind in der schweiz zu Hause, können aber doch etwas heölfen. Eine wichtige Anlaufstelle ist immer die Deutsche oder Schweizer nationale Krebshilfestellen (in der Schweiz Krebsliga). Sie haben meist die Angaben zu Selbsthilfegruppen (SHG) Hauptsitze, hierrüber kann man dann Auskunft über regionale Gruppen bekommen.

Weltweit gibt es nur 3- 4 Patientenorganisation (PO) im Sinne einer SHG) spezialisiert für Lungenkrebs, eine davon ist die von uns gegründete PO Forum Lungenkrebs.

Apropos, die Deutsche Krebshilfe hat eine sehr gute Broschüre zum Thema Lungenkrebs die du im Internet runter laden kannst -

http://www.krebshilfe.de

Unter Broschüren - "Blaue Rattgeber" und dem Titel Lungenkrebs (Link ist leider nicht kopierbar da pdf.).

Gerne stehen wir für Infos sonst zur Verfügung, melde dich forum.lungenkrebs@gmx.ch oder liz.isler@gmx.ch

Hoffen dir so etwas helfen zu können.

Liebe Grüsse und viel, viel Kraft und Zuversicht Liz und Willy.

P.S. Lasst euch die Operationsmöglichkeit nach der Bestrahlung und Chemo noch einmal beurteilen (neues Staging), kann sein, dass dann ein Op. doch möglich ist weil der Tumor deutlich keiner ist, oder gar ganz weg ist, dann erübrigt sie es sich. Bezüglich Statistik - Vergiss sie.... lass dich nicht davon beirren, Willy hätte schon vor fast 2 Jahren tot sein sollen, wenn es nach der Prognose und Statistik hätte sein sollen.

Erzähl uns doch etwas mehr über deinen Vater., der Diagnose etc., wenn du magst, du wirst bestimmt von einigen Usern Rückmeldungen erhalten mit vielen Infos und auch Tipps. Ein guter und sinnvoller Tipp ist evtl. eine Zweitmeinung einzuholen.

Bis bald, freuen uns von dir zu hören.

14.10.2004, 19:22
hey ihr zwei!

das ging ja mal fix!
vielen lieben dank für die prompte antwort. werde mal gleich mit der krebshilfe auf tuchfühlung gehen. hätte ich ja eigentlich auch mal selber drauf kommen können...
tja, die schweiz ist ja ganz schön weit weg von hier: wohne im wunderschönen bayern. aber auch hier werde ich bestimmt was finden.
ihr wollt was von meinem vater wissen? na gut.
zuerst mal ist er gar nicht mein leiblicher vater, sondern der mann meiner mutter. er ist uns (meiner schwester und mir) über die vielen jahre aber natürlich wahnsinnig ans herz gewachsen. er ist ein lieber, aber auch ein etwas schwieriger, bzw. eigensinniger mensch. wenn er wüsste, dass ich hier mit gott und der welt über seine krankheit plaudere würde er glatt an die decke gehen. dinge wie eine zweite meinung, oder gar eine patienten selbsthilfegruppe sind daher leider unmöglich. er geht seinen ganz eigenen weg und dass müssen wir akzeptieren.
meine haupstsächliche sorge, und das soll bitte nicht falsch verstanden werden, gilt meiner mutter. es ist mir wahnsinnig wichtig, dass sie diesen kampf ohne größere schäden übersteht und ihr jede hilfe zuteil kommt, die wir bekommen können. denn sie ist diejenige die ihren mann verliert und zusehen muss, wie er jeden tag schwächer wird.
da fällt mir direkt noch eine frage ein: ist eine wesensveränderung eine typische folge dieser krankheit? wenn ja, warum?
naja, und ansonsten gehen uns natürlich derzeit scheussliche begriffe wie: patientenverfügung, sterbehilfe, wohnungswechsel, erbschaftssteuer, rente, begräbnis, etc im kopf herum. da müssen wir uns erst mal durchwühlen um einen klaren blick zu bekommen. vor allem graut es meiner schwester und mir schon vor diesem unendlichen papierkram der auf uns zukommen wird.
das hört sich jetzt evtl etwas kaltherzig an, aber das ist nun mal die realität. und mit der können wir uns natürlich etwas einfacher auseinandersetzen als unsere mutter, welche vor lauter sorge und angst nur schwer einen klaren gedanken fassen kann.
wie sol man auch damit umgehen?
wie geht ihr alle damit um? wo nehmt ihr eure kraft her? freu mich über jeden kleinen tipp von euch den ich an meine mama weitergeben kann.
bis dahin, alles liebe!

15.10.2004, 16:03
Hallo Janine,

was Du geschrieben hast, das kenne ich leider nur zu gut. Mit so was umzugehen, das kann man sich anfangs kaum vorstellen. Und woher man die Kraft nehmen soll? Keine Ahnung, aber die Kraft kommt wieder. Wir alle haben viel mehr Kraft als wir glauben. Und die brauchen wir auch, jeden Tag.
Zu Anfang ist es wie ein Hammer. Die Gedanken drehen sich im Kreis und man kommt nicht weiter. Man schämt sich, an so profane Dinge wie Patientenverfügung/Vorsorgevollmacht/Testament zu denken. Und dann wurde mir bewusst, dass ja doch noch eine gewisse Zeit bleibt. Eine sehr kostbare Zeit, die wir nützen müssen. In der man in Ruhe viele Dinge regeln kann. Vor Allem auch Dinge, die über viele Jahre vielleicht unausgesprochen geblieben sind.
Mein Vater hat die Diagnose (Kleinzeller) Anfang des Jahres bekommen. Er hatte nach der Chemo im Sommer noch eine gute Zeit, Urlaub mit meiner Mutter, Rad fahren, Rasen mähen... Momentan ist er im Krankenhaus. Könnte/sollte sich aber noch mal erholen, meinen die Ärzte. Mal sehen, wie es weiter geht.
Du hattest geschrieben, dass Du dir um Deine Mutter fast noch mehr Sorgen machst. Das geht mir genauso, meine Eltern sind so ein "altmodisches" Ehepaar, von dem man sagt, dass wenn der Eine geht, der Andere auch bald folgen wird. Ich hoffe, es wird nicht so sein.

Lieb`s Grüßle aus dem Schwabenländle

Joachim

15.10.2004, 18:38
hallo joachim!

vielen dank für deine offenen worte. du hast es genau auf den punkt getroffen.
die sache mit der kraft ist glaube ich eine ganz komische geschichte. man glaubt, man hat keine, aber am ende hat man sie dann doch. und das ist auch gut so. ich glaube, man darf die hoffnung einfach nicht aufgeben. und man muss sich selbst erlauben, auch in einer so ätzenden situation, dennoch zu lachen, sich am wetter zu erfreuen und sein leben genauso zu genießen wie bisher. manche situationen durchaus noch ein bischen mehr als sonst.
ich wünsche deinem vater dass er bald aus dem krankenhaus kommt und sich an der nahenden vorweihnachtszeit erfreuen kann.

einen regnerischen gruß aus bayern,

janine

16.10.2004, 11:45
hallo
habe lange nur gelesen und nicht mehr geschrieben,doch heute muss ich mal wieder schreiben.meine mutter erkrankte im letzten jahr an lungenkrebs mit metastasen in der leber.nach 6 chemos war alles ok.im juli diesen jahres entdeckte man dann wieder einen tumor in der lunge und 2 kleine in der leber.sie bekommt wieder chemo doch diesmal ist die chemo hammerhart.sie musste auch wegen eines virus für eine woche ins kh.so nun schlägt ihr linkes bein und der linke arm einfach so.am letzten we hatte sie es auch sehr stark mit dem kopf.er schlug total nach rechts und sie musste ihn mit 2 händen festhalten.wir dachte es wäre eine nebenwirkung der chemo wovon die ärzte allerdings nicht ausgehen.am montag wird nun der kopf untersucht und ich denke es wird ein tumor sein.wir hatte schon alle wieder so grosse hoffnung,weil die ärzte sagten es wäre soweit alles ok das blut wäre besser denn je sagte man und letzte woche noch.ich weis nun gar nichts mehr.na ja so haben wir alle unser päckchen zu tragen.ich hoffe nur er man kann auch dieses noch in den griff bekommen
bis bald mal eure gabi

17.10.2004, 16:37
Liebe Gabi,

ja, das klingt sehr beunruhigend. Trotzdem wünsche ich euch, dass sich eure Befürchtungen am Montag nicht bestätigen.


Hoffe für euch auf ein gutes Ergebnis, lieben Gruß von Monika (mein Mann hat einen Kleinzeller mit Lebermetas)

18.10.2004, 14:53
Liebe Monika R.
Es ist eine Weile her, daß ich hier schreibe, aber dieses Forum hat mir damals soviel Kraft gegeben, daß ich viele nicht vergessen habe.
Natürlich weis man, wie hoffnungslos oft die Lage ist, aber man ist hier nicht alleine und das braucht man, denn auch Angehörige verstehen oft nicht alles. Ich denke, daß man mit viel Kraft und Mut diese Lage meistert und sich auch viel über das Verhalten unserer Kranken es sich hier im Forum leichter damit umzugehen lernt. Ich wünsche allen viel Kraft, ich brauche meine für die Trauerarbeit.
Liebe Grüße
Biene

18.10.2004, 20:46
Liebe Biene,

ja da hast du wohl recht... Werde diesem Forum auch immer treu bleiben, habe hier bisher sehr viel Hilfe erfahren. Ich hoffe, dass die Zeit auch bei dir irgendwann die Wunden heilen wird...

Weiterhin alles Gute für dich, wünscht Monika

01.11.2004, 22:53
Hallo miteinander!
Bin völlig verzweifelt, bei unserem Freund ( habe hier schon mal von ihm berichtet; er hat Lungenkrebs mit Metas in Nebenniere, Wirbel, Rippen und Lymphknoten), hat der erste zyklus Chemo nicht angeschlagen,nach einem Staging wurde dann auf die nächste Chemo umgestellt und er musste sofort Bestrahlt werden da der Tumor ums doppelte gewachsen ist.
Jetzt hat er zweimal Chemo hinter sich , die Bestrahlungen abgeschlossen( sie können nicht mehr weiter Bestrahlen, da sie mit ner "Hammerdosis" bestrahlt haben)-und anfänglich ging es ihm auch wirklich besser. Er konnt endlich wieder einigermassen normal atmen. Jetzt,d.h. nach 2 Wochen geht es ihm aber schon wieder "Hundemies"- er hat Atemnot, Schmerzen im Rücken und ANGST!!! Ich habe über Hyperthermie-therapie gelesen und weiss jetzt nicht, ob ich ihm davon berichten soll oder ob es ihm unnötige Hoffnung macht!? Weiss jemand von euch genau darüber bescheid? Wir sind aus der Schweiz und ich finde nirgends angaben ob diese Therapie auch in der Schweiz angewandt wird. Ich wäre froh auf baldige Antwort-es eilt!
Danke eure onemi

01.11.2004, 23:31
Hallo Lieben,
nun lese ich ich hier und fiebere mit. Ich freue mich uber die positiven Ergebisse und Traneen laufen mir ubers Gesicht, wenn ich traurige Geschichten lese. Bei meinem Vater wurde letzte Woche Lungenkrebs entdeckt mit Metastasen in der Leber. Morgen muessen wir in KH, um herauszufinden welche Therapie angewandt wird und ob der Krebs noch weiter gestreut hat. Mein Vater is sehr muede, hat Magenschmerzen und hat wenig Hoffnung. Es tut mir so weh ihn so leiden zu sehen und ich weiss es wird noch schlimmer kommen. Ich habe hoellische Angst meinen Papa zu verlieren.

02.11.2004, 00:18
Hallo Onemi,
das mit deinem Freund tut mir echt Leid. Ich als Laie versuch dir mal zu antworten. Ich denke, das die Atemnot und die Schmerzen seine Angst umso mehr verstärken. Es muss der Horror sein. Von daher ist es wichtig ihn erstmal von den akuten Beschwerden zu entlasten. Die Schmerzen müssten noch am einfachsten in den Griff zu bekommen sein. Kommt den die Atemnot vom Tumor? So wie ich das verstanden habe, wächst das grosszellige BC nicht so schnell. Meines Wissen nach dürfte die Hyperthermie als akute Therapie nicht so gut geeignet sein. Unter der Adresse http://www.krebsinformation.de/hyperthermie.html findest du nähere Infos dazu. Die Therapie wird bestimmt auch in der Schweiz angeboten. Haben die Ärzte denn nichts von den neuen EGFR Blockern (z.B. Iressa) und Antiangiogenese Hemmern (Avastin) erwähnt? Die Präparate gibts teilweise nur über Studien, aber man sollte nichts unversucht lassen. Hier in den Foren gibt es nähere Infos dazu. Damit kannst du ihm aufjedenfall Hoffnung machen. Ich weiss aus eigener Erfahrung das man bei der Diagnose kaum positive Impulse und Hoffnung von den Ärzten erwarten kann. Die haben selber Angst das man sie für jedes postive Wort verklagt. Die begreifen nicht das Hoffnung Wunder bewirkt.

02.11.2004, 13:55
Bin absolut zufällig auf diese Seite gekommen und lese gerade die vielen Fragen und Sorgen von allen,
die Lungenkrebs bestroffen sind, ob nun direkt oder indirekt.
Ich möchte nur sagen, dass ich vor 5 Jahren (damals 37 Jahre alt)selbst Metastasen in der Lunge hatte, es mir nach der Operation und einiger Arbeit an mir selbst suuper geht. Krebs ist nicht immer gleich Krebs. Meine Meinung ist, dass der Krebs so unterschiedlich ist, wie die Patienten selbst und wie es ihnen gelingt damit umzugehen. Ich hatte wohl unglaublich viel Glück und bin sehr dankbar dafür.
Als Tipp noch für alle die dafür offen sind: Die "Gesellschaft für biologische Krebsabwehr" in Heidelberg konnte mir unglaublich helfen, wo die Schulmedizin nicht einhaken konnte.

Ich wünsche allen das Beste, guten Mut mit den
Dingen klar und viel, viel Kraft die Situationen annehmen zu können, die man manchmal leider, leider nicht ändern kann.

02.11.2004, 15:41
hallo leute
erst einmal möchte ich sagen das ich froh bin das es diese fprum hier gibt.bei meiner mama sind letzte woche metastasen im kopf festgestellt worden(sie hat lungenkrebs mit metastasen in der leber)nun wird die chemo erstmal abgesetzt und sie bekommt kopfbestrahlungen.mein vater war bei dem professor sehr hartnäckisch und wollte die wahrheit wissen.da sagte der professor zu ihm ok wenn sie es wissen wollen sage ich es ihnen.ihre frau ist durch die chemo sehr geschwächt und wir würden keine bestrahlung machen wenn wir keine hoffnung hätten.und ausserdem wenn es zwecklos wäre würden wir auch kosten sparen.denn bestrahlungen sind sehr teur.sicher ist es eine harte aussage aber wenigstens ehrlich denke ich.meine mutter schöpft aus dieser aussage sehr viel kraft.sie sagt ich habe den krebs schon einmal besiegt und schaffe es wieder,ich bewundere meine mutter,denn ich habe nicht soviel hoffnung.ihr geht es zwar im moment sehr gut aber wie lange?? wann wird der krebs sie besiegen?ich bin 41 jahre alt und es gab nie einen tag ohne meine mutter ihr könnt euch vorstellen wie es mir geht.
ich wollte auch noch danke sagen an liz und willi das es euch hier ins forum geführt hat ist für viele menschen ein geschenk
wünsche ALLEN die hier vertreten viel kraft und mut alles durchzu stehen
bis bald mal eure gabi(beastlady?

02.11.2004, 16:49
Hi, ich bin heute zum ersten mal hier. Es geht um meine Schwiegermutter. Eigentlich möchte ich mal fragen ob jemand was mit dem Kürzel V-BL-LIOL anfangen kann. Leider bekommen wir keine richtige Auskunft von der betreffenden Person. Das Kürzel haben wir nur auf der Überweisung fürs Krankenhaus gesehen (unter Diagnose). Es wäre nett wenn sich jemand meldet der weiss was das heisst. Kann im Internet leider nichts finden.
Danke!!!!!