PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lungenkrebs und Metastasen


Seiten : 1 2 3 4 [5]

04.11.2004, 22:15
Hoi Mitenand!
Möcht mich bedanken für die schnelle Antwort auf meine Frage.
Es tut gut zu wissen, das ich jederzeit hier "zuhörer" finde- denn wenn es um diese sch....krankheit geht ist man oft hilflos und auch ratlos.
ich wünsche allen viel kraft . onemi

05.11.2004, 22:36
Hallo mein Lebensgefährte 61 hat ein kleinzelliges Bronchial Carcinom mit Metastasen in den Nebennieren und an den Muskeln jetzt soll er einmal in der Woche eine kombinierte Chemo bekommen . Hatt jemand erfahrung damit? Ich bin Total Verzweifelt und am Ende meinen Kräften.

Es grüßt Euch Ute

06.11.2004, 20:37
Liebe Ute,

mein Mann hat auch ein kleinzelliges BC, mit Metastasen in der Leber. Er bekommt seit einem Jahr Chemotherapien. Nicht gleich verzweifeln, das vergangene Jahr war trotzdem ein sehr schönes Jahr.

Kombinierte Chemo bezieht sich auf die Wahl der Medikamente. Frage den Ärzten ruhig Löcher in den Bauch. Wenn ihr hinsichtlich der Krankheit Klarheit durch die Ärzte erlangt, werdet ihr mit dem Ganzen auch besser umgehen können. Aber das braucht seine Zeit.

Ich wünsche deinem Mann, dass er die Chemo gut verträgt und dir die Kraft, ihm hilfreich zur Seite zu stehen. Lieben Gruß von Monika

07.11.2004, 10:11
Hallo Monika,

Danke für deine Antwort! Ich hoffe auch das er die Chemo gut Verträgt am Freitag bekommt er die erste. Das schlimme ist das man so machtlos der Krankheit gegenüber steht, und das die Ärzte es nicht früher bemerkten sie haben ihn drei Monate lang wegen seinen schmerzen am Knie auf Muskelfaserriss behandelt, klar es hätte auch nichts genützt wen sie es gleich bemerkt hätten. Ich bin so sauer und Traurig zugleich ich kann es gar nicht beschreiben.Eins ist sicher ich werde ihm das Leben so schön wie möglich machen auch wen es meine letzte Kraft kostet.

Liebe Monika auch Dir und deinem Mann Wünsche ich viel Kraft um Durchzuhalten. Wo wohnst Du ?Wir in der nähe Baden Baden
Einen Schönen Sonntag

Ute

08.11.2004, 16:16
Liebe Ute,

ich kann deine Wut und deine Traurigkeit verstehen. Man bekommt so eine Diagnose vor den Kopf geknallt und hat das Gefühl, das Herz bleibt einem stehen. Und natürlich schleichen sich Worte ein, wie wenn... hätte man doch... wäre ich nur... Leider nützt einem das nichts. Auch bei meinem Mann wurde der Krebs nur durch einen Zufallsbefund festgestellt. Jetzt hat er auch noch Metastasen an den Knochen. Auch ihn hat man monatelang erst mal wieder auf Bandscheibenvorfall, Nervenentzündungen etc. untersucht. Aber, selbst wenn man das alles vorher bemerkt hätte. Auch dagegen hilft eigentlich nur die Chemo. Und die bekommt er. Genauso wie dein Mann. Lass uns die Daumen drücken, dass die Chemo hilft. Ist dein Mann ansonsten in guter gesundheitlicher Verfassung? Wie hat er die Diagnose "weggesteckt"?

Wir wohnen übrigens in der Nähe von Bremen. Und sind wie schon gesagt seit über einem Jahr in dieser Mühle drin. Wenn dir was auf dem Herzen liegt, darfst du dich ruhig melden. Gerade in der ersten Zeit - das weiß ich selber noch sehr gut - brennen einem die Fragen und Ängste unter den Nägeln.

Hier wird jeder ein offenes Ohr für dich haben. Lasst euch nicht unterkriegen. Einen lieben Gruß von Monika

10.11.2004, 15:27
Hallo!
Was bedeutet den STAGING?
Alles Gute für Euch und Eure Lieben............

13.11.2004, 18:52
Hallo Stefanie,

weiß gar nicht, warum dir niemand geantwortet hat!? Staging ist die Bestimmung des Ausbreitungsgrades einer Krankheit, die Einteilung in Stadien. Lieben Gruß von Monika

26.11.2004, 12:55
Hallo an alle!
Bei meiner Mutter wurde vor gut einer Woche ein BronchialCa diagnostiziert.Seit Dienstag wissen wir von Metastasen im Bechenknochen.Eigentlich hofften wir auf eine OP,jetzt warten wir auf Montag,denn da fängt ihre Chemo an.Wir haben alle irre Angst,vor allem meine Mum,sie ist in schlechter psychischer Verfassung.Ich habe namlich mal in dieser Klinik gearbeitet und sie weiß eigentlich deshalb auch viel negatives über BC!Ich natürlich auch,viel zu viel.Mir fällt es schwer Hoffnung zu haben,aber natürlich kämpfe und hoffe ich mit!Schreibt mir doch mal eure Erfahrungen mit Chemo und vor allem, was danach kommt oder was kommt,wenn die Chemo nicht anschlägt???Ich danke euch....und hoffentlich bis bald!
Schlimm ist für meine Mum,dass sie vor Angst schlecht schläft und nachts oder wenn sie alleine ist Angst hat.Was sollte man dagegen tun?Mein Dad hat sich auch schon krank schreiben lassen.VLG steffi

26.11.2004, 21:30
Hallo Steffi,

ich vermute mal, dass Du die gleiche Steffi bist, die unter "nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom" gepostet hat.
Tja, was kommt nach der Chemo? Manchmal (oft) prophylaktische Bestrahlungen des Gehirns, weil die Chemo da nicht hin kommt. Und dann kommt hoffentlich eine noch lange Zeit bei guter Gesundheit und mit trotzdem noch viel Freude am Leben. Und es kommt die Warterei und die Angst vor jedem neuen Staging (Kontrolluntersuchung). Die Wahrscheinlichkeit, dass es über kurz oder lang fortschreitet ist leider sehr sehr groß.
Und wenn die Chemo nicht anspricht? Bei meinem Vater war das so. Er hat einen Kleinzeller, wo die Chemo eigentlich sehr gut ansprechen sollte. Hat sie aber nicht so richtig, deshalb wurde das Schema umgestellt. Das hat dann gewirkt. Wenn es nicht wirkt, dann ist (und das gilt für den Kleinzeller!) meistens sehr schnell Schluss. Beim Nicht-Kleinzeller sieht das etwas anders aus, der wächst auch ohne Therapie deutlich langsamer. Es bleibt also etwas mehr Zeit; mehr aber leider auch nicht.
Glaub mir, ich hätte Dir so gerne was Positiveres geschrieben... Aber es nützt ja nichts, die Augen vor den Tatsachen zu verschließen. Ich babe auch meinen Vater nie angelogen, was seine Diagnose betrifft. Er weiß, dass er unheibar krank ist. Nur habe ich immer ein bisschen mehr die positive Seite der möglichen Entwicklungen dargestellt. Und er wollte auch viel lesen, was ich im Internet recherchiert hatte. Das habe ich ihm dann immer ausgedruckt und dabei aber sehr darauf geachtet, das er nicht die ganz üblen Dinge zu lesen bekommt. Hat leider nicht immer funktioniert. Erst neulich hat er von der medianen Überlebenszeit von 11 Monaten beim Kleinzeller gelesen... Wir haben dann einen kleinen Ausflug in die Welt der Mathematik/Statistik gemacht und ich habe ihm erkärt, was der Unterschied zwischen durchschnittlicher und medianer Überlebenszeit ist. Das Beispiel mit den Eintagsfliegen war wohl eher ein bisschen makaber, aber mir ist auf die Schnelle nichts Besseres eingefallen.
Viel helfen konnte ich Dir glaube ich nicht. Wie auch! Ich weiß ja selbst kaum, wie ich damit umgehen soll. Uns bleibt nicht viel mehr, als immer für unsere Lieben dazusein. Das ist vordergründig wenig, aber doch so unendlich wertvoll für unsere Lieben. Und letztlich auch für uns selbst.

Liebe Grüße

Joachim

27.11.2004, 16:25
Lieber Joachim,

vielleicht kannst du mir auch mal kurz Nachhilfe geben und mir den Unterschied zw. median und durchschnittlich erklären. Da mein Mann seit neuestem Hirnmetastasen hat bin ich auch mal wieder durchs Web getobt und unter Prognose kamen ständig wieder diese Horrormeldungen von der medianen Überlebenszeit. Also, sei ein netter Mensch und erzähl mir mal was, was mich aufbaut und bitte, verschone mich mit Eintagsfliegen!!! Bio war noch nie meine Welt.

Habe hier fast ne Woche nicht gelesen und geschrieben, bin nicht auf dem neusten Standt. Was gibt es bei deinem Vater sonst so neues? Wie geht es euch?

Lieben Gruß von Monika

28.11.2004, 12:52
Hallo Monika,

ja, das mit den Eintagsfliegen war wirklich ziemlich daneben. Mir ist damals einfach nichts besseres eingefallen.
Was durchschnittlich bedeutet, das ist Dir bestimmt klar.
Median heißt in unserem Zusammenhang, dass nach Ablauf dieser Zeit genau die Hälfte der Betroffenen noch lebt und die andere Hälfte es nicht geschafft hat.
"Durchschnittlich" und "median" kann sehr nahe beieinander liegen, oder sogar gleich sein. Muss es aber nicht. Dazu ein Beispiel. Nehmen wir Nena und ihre 99 Luftballons. Und dann legen wir noch einen drauf, weil es sich mit 100 leichter rechnet.
Wir füllen diese 100 Ballons mit Helium und lassen sie fliegen, so wie es sich gehört.
Die Hälfte der Ballons gerät in einen Hagelschauer und geht nach einem Tag Flugzeit zu Boden. Die restlichen 50 Ballons kommen heil davon und bleiben drei Tage in der Luft, bis auch sie zur Landung ansetzen.
Somit beträgt die durchschnittliche Flugzeit aller Ballons genau zwei Tage (50x 1Tag plus 50x 3Tage macht 200 Flugtage. Geteilt durch die Anzahl der beteiligten Ballons (100) ergibt sich die durchschnittliche Flugzeit von zwei Tagen).
Und was ist nun die mediane Flugzeit? Sie beträgt nur einen Tag! Denn nach einem Tag ist genau die Hälfte der Ballons zu Boden gegangen, die andere Hälfte fliegt noch.

Meinem Vater geht es leider eher schlecht. Die Bestrahlung seiner Gehirnmetastase scheint zwar gewirkt zu haben. Er ist klar im Kopf und das Cortison konnte mittlerweile auf ein Drittel der Dosis reduziert werden. Nur seine Schmerzen in der Wirbelsäule und im Becken werden immer schlimmer. Wir mussten schon zwei mal auf stärkere Schmerzpflaster wechseln, sonst würde er es nicht aushalten. Hier scheint die Betrahlung eher nicht erfolgreich gewesen zu sein.
Am Montag muss mein Vater zur Nachuntersuchung nach Löwenstein. Ich erwarte nichts Gutes und befürchte, dass seine Wibelsäule extrem angegriffen ist und vielleicht bald ein Wirbel bricht, falls das nicht schon passiert ist.

Sei ganz lieb gegrüßt
alle Anderen hier natürlich auch

Joachim

28.11.2004, 15:54
Hallo Joachim,

danke für die leicht verständliche Erklärung. Macht die Sache auch nicht viel besser, egal, aber wenigstens verständlich. Dass es deinem Vater nicht so gut geht tut mir leid. Bei meinem Mann ist es ähnlich, da droht die Hüfte ihren Geist aufzugeben. Hoffe, dass die Bestrahlung schnell genug wirkt, um das noch zu verhindern...

Hoffe für euch auf gute Ergebnisse in Löwenstein. Danke und einen schönen Sonntag noch, lieben Gruß von Monika

28.11.2004, 18:43
name@domain.de
Hallo,mein Name ist Cristina,bin 33,mein Mann 52,er hat Lungenkrebs mit Gehirnmetasasen.Er hatte schon 10 Strahlesitzungen,mit megadosis und 2 Chemos.Habt ihr erfahrung über die Nebenwirkungen der Chemo?Er ist sehr sclapp ung isst seit drei Tagen kaum noch etwas,nur ein 2 Obstdrinks am Tag,auch die runtergewürgt.
Habe sehr starke Angst wie es weiter geht,wir haben 2 Kinder,Mädchen,7 und 10.
Bitte helft mir mit Rat.
Danke euch
Cristinaname@domain.de

28.11.2004, 21:00
Liebe Christina,

tut mir leid, dass es deinen Mann auch "erwischt" hat. Mein Mann wurde vor 1 1/4 krank u. hat seitdem x verschiedene Chemos erhalten. Ich weiß nicht, mit welcher Chemo dein Mann behandelt wird aber jeder reagiert anders darauf. Mein Mann hat bis jetzt eigentlich alle "Sorten" ganz gut vertragen. Also, nicht gleich Panik bekommen. Die erste hat ihn ziemlich umgehauen aber ich glaube, das liegt auch daran, dass man erst einmal den Schock überwinden muss und sich mit der Diagnose auseinander setzen muss. Wir haben auch 2 Mädchen, 14 und 10 Jahre alt. Glaube mir, ich weiß, wie groß deine - eure - Angst ist und wir neu und bedrückend das alles ist. Auch für die Kinder.

Du hast nicht geschrieben, welche Art von Lungenkrebs dein Mann hat und seit wann er krank ist. Melde dich, wann immer dir danach ist und versuche nicht, mit allem alleine klar zu kommen...

Der Appetit wird bestimmt zurückkommen, ihr werdet es irgendwie schaffen - wie wir alle - mit dieser Situation zurechtzukommen. Das gelingt mal mehr mal weniger gut.

Ich wünsche euch starke Nerven und trotzdem noch einen schönen Sonntagabend. Lieben Gruß von Monika

29.11.2004, 15:33
Hallo,Monika
Ich bin froh bei euch gelandet zu sein,es hilft sehr zu wissen das mann nicht alleine ist.Mein Mann,Rainer ist Deutscher,ich bin Rumänin,wir sind seit 1992 zusammen,er wohnt seit 1990 in Rumänien.Er ist nie wieder nach Deutschland zurückgegangen.Ich spreche deutsch seit ich klein bin,habe hier die deutsche Schule besucht.
Unsere Mädels gehen auch auf die deutsche Schule.
Mein Mann wird hier behandelt,er hat in Deutschland keine Versicherung,aber ich glaube die Ärtzte hier sind auch sehr gut,ausser den beiden Ärtzten die ihn fast 2 Jahre behandelt haben(bevor dem Krebs).
Er war starker Raucher,70-80 Zigaretten am Tag.Vor 3 1/2 Jahren habe ich mit dem Rauchen aufgehört,er nach 2 Jahren.Danach fingen seine Probleme an:Atemnot,Unwohlsein,Brustschmerzen,pfeifen der Lunge.Die beiden"Ärtzte" haben ihm alles mögliche am Medikamenten oder Syrups gegeben,haben jedoch nie eine Röntgenaufnahme befördert.Das hätte ihm wahrscheinlich das Leben gerettet,wenn mann den Krebs früher entdeckt hätte.Vor 6 Wochen war die erste Krise von den Methastasen,wie ein Epileptischer Anfall,danach die Diagnose:Adenokarzinom im rechten Lungenflügel ,mit 4 Gehirnmethastasen,wahrscheinlich nicht kleinzellig.Die beiden Idioten haben sich nie mehr gemeldet.Jetzt sind wir in Behandlung bei einem guten(denke ich) Onkologen.
Wenn ich dich nicht zu sehr gelangweilt habe,kann ich noch mehr erzählen.
Es tut gut mit anderen darüber zu sprechen,die auch verstehen wovon mann redet.
Liebe Grüsse,
Cristinaname@domain.de

29.11.2004, 20:39
Ich bin es schon wieder!Ja Joachim,genau die Steffi bin ich.Wir hatten bereits Kontakt.Es freut mich,dass du auf meine Probleme reagierst,sogar zweimal!Ich weíß selbst,dass es schnell gehen kann und die Krankheit gnadenlos ist,aber immerhin gibt es eine (leider nur) geringe Prozentzahl von Leuten die die 5 Jahre Überlebensrate überstehen.Also gebe ich die Hoffnung sowieso nicht auf.Ich- Wir haben nur so furchtbare Angst.Sie hat zwar ein Adeno(nicht-kleinzelliges)Ca,aber es ist schnell gewachsen bisher.Vor nämlich 7 Monaten war noch nix auf dem Röntgen-Thorax p.a. zu sehen.Da wurde sie an 2 Meningiomen in der BWS operiert,nachdem man sie ewig auf Bandscheibenvorfall behandelte.Als sie kurz vor der Querschnittslähmung war wurde es erkannt und erfolgreich operiert.Danach hat sie sich wieder richtig gut erholt,außer, dass ihr die Gelenke weh getan haben und die Ärztin sagt: sie müssen aber mal langsam von den Schmerzmedis runter.Sie wurde damals und jetzt oft als Simulantin angesehen und 2x ging das komplett schief!Ich bin auch von der Ärztewelt irgendwie enttäuscht.Es ist halt alles sch....!
Sorry,dass ich mich hier dermäßen ausgeheult habe,aber bei euch fühle ich mich aufgehoben und vor allem verstanden und unterstützt.
Liebe Monika und Cristina,auch euch alles Liebe und viel Kraft.Bis bald...Steffi

29.11.2004, 20:39
Ich bin es schon wieder!Ja Joachim,genau die Steffi bin ich.Wir hatten bereits Kontakt.Es freut mich,dass du auf meine Probleme reagierst,sogar zweimal!Ich weíß selbst,dass es schnell gehen kann und die Krankheit gnadenlos ist,aber immerhin gibt es eine (leider nur) geringe Prozentzahl von Leuten die die 5 Jahre Überlebensrate überstehen.Also gebe ich die Hoffnung sowieso nicht auf.Ich- Wir haben nur so furchtbare Angst.Sie hat zwar ein Adeno(nicht-kleinzelliges)Ca,aber es ist schnell gewachsen bisher.Vor nämlich 7 Monaten war noch nix auf dem Röntgen-Thorax p.a. zu sehen.Da wurde sie an 2 Meningiomen in der BWS operiert,nachdem man sie ewig auf Bandscheibenvorfall behandelte.Als sie kurz vor der Querschnittslähmung war wurde es erkannt und erfolgreich operiert.Danach hat sie sich wieder richtig gut erholt,außer, dass ihr die Gelenke weh getan haben und die Ärztin sagt: sie müssen aber mal langsam von den Schmerzmedis runter.Sie wurde damals und jetzt oft als Simulantin angesehen und 2x ging das komplett schief!Ich bin auch von der Ärztewelt irgendwie enttäuscht.Es ist halt alles sch....!
Sorry,dass ich mich hier dermäßen ausgeheult habe,aber bei euch fühle ich mich aufgehoben und vor allem verstanden und unterstützt.
Liebe Monika und Cristina,auch euch alles Liebe und viel Kraft.Bis bald...Steffi

29.11.2004, 22:31
Hallo Christina,

nein, hast mich nicht gelangweilt. Schreib dir nur alles von der Seele. Ich schreibe hier schon seit über einem Jahr und es tut heute noch gut, nicht nur am Anfang...

Mein Mann hat 2000 aufgehört zu rauchen. War allerdings nie ein starker Raucher, vielleicht 15 Zig. täglich. Im Aug. 2003 dann die Diagnose Lungenkrebs. Ich habe es leider bis heute nicht geschafft, mit dem Mist aufzuhören.

Wie kommen eure Kinder damit klar? Wie lange wisst ihr jetzt, dass es sich um Krebs handelt?

Mein Mann hat übrigens auch Hirnmetastasen und er macht zur Zeit gerade Strahlentherapie. Ist schon alles ein großer Mist, trotzdem: Lass uns das Beste draus machen!

Einen schönen Abend noch wünscht dir Monika

29.11.2004, 22:35
Liebe Steffi,

viel Kraft auch für dich und deine Mutter. Ausheulen hilft nicht wirklich, aber es erleichtert ungemein...

Auf das Glück, zu den wenigen zu gehören, die länger als 5 Jahre damit leben, hoffen wir natürlich auf. Irgendeinen Strohhalm muss man haben...

Auch dir noch einen schönen Abend von Monika

29.11.2004, 23:07
Hallo Ihr
Meine Mutter ist im Feb 2003 an Lugenkrebs erkrankt .Sie hat nur 2 Chemos bekommen und hat selbst beendet. Sie wollte einfach keine mehr. Sie weigert sich zu einem Artz zu gehen. Im moment spuckt sie wieder Blut und übergibt sich oft. Sie wiegt nur noch 33kg.Da ich nicht weiter weiss, vieleicht habt auch ihr Erfahrung.

30.11.2004, 00:11
Hallo Anja,

da hört sich ja leider ziemlich schlimm an...
Ich denke, Deine Mutter hat sich das gut überlegt, wenn sie keine weiteren Therapien haben will. Und auch wenn es Dir schwer fällt: ich glaube, Du solltest das akzeptieren. Es ist ihr Leben und ihre eigene freie Entscheidung. Und sie hat sicher ihre guten Gründe dafür. Ich persönlich bin zwar nicht von Krebs betroffen, aber ich kann das durchaus ein Stück weit nachvollziehen.
ABER, und das ist mein einziger Rat an Dich: Du solltest Deine Mutter davon überzeugen, trotzdem zum Arzt zu gehen. Nicht wegen irgendwelcher Therapien, die eh nichts mehr bringen würden. Sondern wegen der Schmerzen, die sie wahrscheinlich schon hat, oder die noch kommen werden. Heutzutage muss niemand mehr unerträgliche Schmerzen erleiden, egal was er hat. Diese Erkenntnis hat sich auch bei den Ärzten mehr und mehr durchgesetzt. Am besten wäre ein Schmerztherapeut oder auch ein Onkologe. Normale Hausärzte sind bei allem guten Willen damit meist überfordert, weil ihnen einfach die Erfahrung und das Wissen fehlen. Es sind eben Allgemeinärzte, die nicht alles wissen können und auch nicht alles wissen müssen.

Ich wünsche Deiner Mutter und Dir viel Glück und Kraft

Liebe Grüße

Joachim

30.11.2004, 00:43
Hallo Steffi,

ja, das mit der Angst ist so eine Sache. Es gab da mal einen sehr guten Film: "Angst essen Seele auf". Da ist viel Wahres dran. Die Angst verfolgt einen Tag und Nacht. Nur manchmal gibt es kurze Zeiten, wo man sie vergisst. Aber es dauert nicht lange, dann macht es "Bumm" und da ist sie wieder; jedesmal ein neuer Schock. Meine Angst hat sich im Laufe der Zeit aber irgendwie verändert. Ich weiß, dass mein Vater nicht mehr viel Zeit hat. Und so ein kleines bisschen habe ich das inzwischen irgendwie akzeptiert. Ich weiß -oder ahne es zumindest- was kommen wird. Und freue mich über jeden Tag, an dem es meinem Vater einigermaßen gut geht. Wirklich Angst habe ich nur davor, dass er vielleicht sehr langsam und... den Rest spare ich mir jetzt besser.
Sorry, wollte Dich nicht noch weiter runterziehen mit dem was ich schreibe. Und bei Euch sieht es ja auch viel besser aus. Vielleicht bleiben Euch ja wirklich noch ein paar gute Jahre. Ich wünsche es Euch jedenfalls von Herzen.

Lieb`s Grüßle
auch an Monika, Sabine, Christina und an alle Anderen, die irgendwie immer mehr zu werden scheinen

Joachim

Angi
30.11.2004, 01:16
Hallo Joachim,

ich sah Dein posting und nutze die Gelegenheit Dir an dieser Stelle mal kurz zu schreiben. Ich fühle mit mit Dir und möchte mich sehr bei Dir bedanken. Du bist mit Deiner Ruhe und Stärke eine unheimliche Bereicherung für dieses Forum und auch Deine Einstellung gefällt mir. Ich kann mir vorstellen wie es manchmal trotzdem aussieht und will Dir hiermit sagen, ich denke es ist richtig so wie Du es siehst und fühlst und handelst. Ich lese immer mit ,und ich wünschte ein paar Bits könnten Portionen von Kraft und Stärke zu Dir selbst Huckepack tragen, als Reserve.Ich lese was Du über Deinen Vater schreibst, ich hoffe ,dass sich Deine Ängste nicht bewahrheiten, nein ich wünsche es Euch.
Liebe Grüße auch an alle anderen hier, ein wenig umarmen, a bisserl Hoffnung, ich wünsche Euch und Euren Lieben eine gute und erträgliche Woche,

Liebe Grüße Angi

01.12.2004, 09:19
Hallo,Joachim

Ich kann sehr gut verstehen wenn du über Angst schreibst,bei mir ist es genau so,ich habe täglich Angst!Wir wissen von dem Krebs seit 7 Wochen(genau heute sind es 7 Wochen).
Es fing mit dieser Krise an,mit dem Epileptischen Anfall,verursacht von de 4 Methastasen im Kopf.Mein Mann kamm ins Krankenhaus,wo sie nur mitleidig mit den Schultern gezuckt haben.Dann,nach 2 Tagen wurde er entlassen.Die nächsten 2 Wochen habe ich kaum geschlaffen,er wollte alleine schlafen,ich war im nebezimmer und bei jedem kleinsten Geräusch bin ich hochgegangen,mit Herzrasen und panischer Angst das er wieder einen Anfall hat.Ich habe noch Angst um die Zukunft,was,wenn es schlimmer wird?Was,wenn der Krebs sich verbreitet,wenn die Knochen befallen werden,oder Leber oder weiss Gott noch was?Wie werde ich das überstehen?Oder meine Kinder?Oder mein Mann?Ich wünsche mir aus ganzem Herzen das mein Mann nicht leidet.Er hat es nicht verdient,er ist ein guter Mensch.Die Ärtzte sagen das Herz wäre auch vom Krebs angegriffen,die dritte Schicht davon.
Ich bin traurig und wütend,warum muss der Mensch das alles mitmachen?Ich werde alleine bleiben mit meinen Mädels,wie sollen wir das überstehen?Wie werden wir ohne meinen Mann weiterleben?Wir sind eine glückliche Familie,Geschäflich läuft es wieder,wir sind seit 12 Jahren zusammen,ich kann mir das Leben nicht ohne ihn vorstellen!!!
Liebe Grüsse an alle,danke Monika für die unterstützung,auch an Steffi und natürlich an dich,joachim.
Bis bald,

Cristinaname@domain.de

Tanja Schippers
01.12.2004, 21:23
Hallo! Mein Vater ist heute nach Essen ins Krankenhaus gekommen.
Wir haben letzte Woche die Nachricht bekommen, dass er Lungenkrebs hat. Der CT hat ergeben, dass der untere Lungenlappen befallen ist..ein Tumor? ich weiß es nicht und
die Pleura, das Lungenfell. Zudem hat er, der Arzt sagte es ihm heute, einen weiteren Tumor am Brustbein und im CT-Bericht habe ich auch gelesen, dass die Ärzt davon ausgehen, dass
die Lymphknoten befallen sind. Am Freitag oder Montag wird bei ihm eine Med...ein Luftröhrenschnitt gemacht.
Einer der Tumore muß bereits eine Größe von 5 cm haben.
Der Arzt heute im Krankenhaus hat zu meinem Vater gesagt, dass
es mehrere Möglichkeiten einer Terapie gibt.
Er würde ihm eine Chemo empfehlen und dann eine OP.
Genaues könne er aber erst nach genaueren Untersuchungen sagen.
Mein Vater ist noch jung, 56.....der alte Knochen!!!
Vielleicht hat ja einer von euch Erfahrung.
Ganz so gut klingt das für mich nicht.
Aber dennoch muss ich sagen, dass mein Vater eine absolute
Kämpfernatur ist und ich auch!

Liebe Grüße
Schippi

01.12.2004, 23:13
Hallo an alle
Möchte euch allen nur ein wenig beistehen, etwas hoffnung senden, viel liebe und kraft für einen kampf der ganz besonders den angehörigen und den kranken gilt.
Eure
Biene

02.12.2004, 00:57
Hallo Tanja,

Lungenkrebs klingt leider nie gut... Übrigens: Lungenkrebs ist tatsächlich ein Tumor. Andersrum muss ein Tumor nicht immer Krebs bedeuten. Lungenkrebs ist mit eine der übelsten Krebsarten. Eine wirkliche Chance hat man da nur, wenn noch eine OP möglich ist. Und das scheint bei Deinem Vater ja hoffentlich der Fall zu sein. Ich vermute mal, die Ärzte wollen zuerst eine Chemotherapie machen, um den Tumor so weit zum Schrumpfen zu bringen, dass er noch operiert werden kann.
Das mit dem Luftröhrenschnitt bezweifle ich ganz stark! Nach dem was Du geschrieben hast, würde das in meinen Augen absolut keinen Sinn machen. Einen Luftröhrenschnitt macht man, wenn die oberen Atemwege durch was auch immer blockiert sind. Ich vermute, dass bei Deinem Vater eine sogenannte Bronchoskopie gemacht wird (war bei meinem Vater ziemlich harmlos und ohne Schmerzen). Da wird durch die Luftröhre ein Schlauch mit einer Optik eingeführt und gleichzeitig kann eine kleine Gewebeprobe entnommen werden. Die braucht man, um feststellen zu können, um welche Art von Lungenkrebs es sich handelt. Danach wird dann die sinnvollste Therapie festgelegt.

Ich wünsche Euch viel Glück und dass das Mistding noch operiert werden kann.

Joachim

02.12.2004, 01:25
@Christina

So viele Fragen, so wenige Antworten... Wer weiß schon, was die Zukunft bringt? Niemand! Aber wir ahnen es, so wie Du auch. Ich wünsche Euch eine noch möglichst lange gute gemeinsame Zeit.
Das Leben hat so ein paar merkwürdige Eigenheiten; es geht trotzdem irgendwie weiter, auch wenn man sich das nicht vorstellen kann. Das ist so ähnlich, wie dieses wahrscheinlich ziemlich unpassende Beispiel: als ich noch nicht selbst Auto gefahren bin, habe ich mich immer gefragt, wie mein Vater das macht. Bei Nacht und nicht gerade langsam im strömenden Regen auf einer kleinen unbekannten Landstraße. Ich hab` mich gefragt, wo und wie geht die Straße weiter!? Da ist doch nichts zu sehen! Mein Vater meinte: "Immer geradeaus! Wenn es so weit ist, dann erkennt man schon, wie es weitergeht".

Liebe Grüße

Joachim

02.12.2004, 01:28
@ Biene

Herzlichen Dank für Deine aufmunternden Worte

Lieb`s Grüßle aus dem Schwabenländle

Joachim

02.12.2004, 12:43
@ Tanja
Ich nehme mal an, dass Dein Vater in der Ruhrlandklinik ist. Wahrscheinlich handelt es sich bei der Untersuchung um eine Mediastinoskopie. Hierbei wird oberhalb des Brustbeins ein kleiner Schnitt gemacht (alles in Vollnarkose) und ein starres Rohr in das sogenannte Mediastinum eingeführt. Das Mediastinum ist grob gesagt der Raum zwischen den Lungenflügeln. Hier befinden sich viele Lymphknoten, von denen bei dieser Untersuchung Proben genommen werden. Es wird nachgeschaut, ob in diesen Lymphknoten auch Krebszellen zu finden sind. Jenachdem welche Lymphknoten befallen sind hat dies EInfluss auf die Therapie, also ob man Chemo-/Strahlentherapie mit anschließender Operation macht oder "nur" Chemo- und/oder Bestrahlungstherapie.
Wenn Du noch Fragen hast, nur zu!
Grüße und viel Glück für Deinen Vater
Dee

02.12.2004, 20:51
Hallo zusamen.
War schon ein paar Tage nicht mehr im Forum da familiär momentan alles etwas schwierig war( mein opa ist nach einer grauenvollen Woch im Spital verstorben und ich habe ihn-so gut dies mit 2 Kleinkindern möglich war- begleitet, war tag und nacht bei ihm und hätte nie gedacht dass mich das alles so mitnimmt denn ich bin Krankenschwester und eigentlich "gewöhnt" an solche Situationen. Nun gut- oder auch nich!
Unser Freund von dem ich schon ein paarmal berichtet habe hatte heute wieder einmal äusserst negativen Bericht erhalten. Sie haben unterdessen die zweite Chemo abgeschlossen,nachdem auch diese NICHTS gebracht hat. Sie sagen er spreche null auf die div. Chemos an und sie wissen nicht mehr weiter. Einer der Tumoren sei etwas geschrumpft- dies sei aber warscheinlich von der Bestrahlung die er wegen seiner akuten Atemnot bekam.
Weiss jemand von euch noch irgend eine möglichkeit??? Ich bin mit meinem Latein am ende.
Danke und Liebe Grüsse Onemi

Tanja Schippers
02.12.2004, 23:07
Hallo Dee, hallo Joachim!

Vielen Dank, dass ihr mir geschrieben habt.
Mein Vater darf über das Wochenende nach Hause.
Am Dienstag wird (weil er noch blutverdünnende Medikamente eingenommen hat) eine Mediastinoskopie gemacht.
Heute wurden seine Lungen getestet. Die linke Lunge hat noch 75% und die recht, die vom Tumor befallen ist, 25%.
Ich bete echt täglich. Heute war glaub ich der erste Tag, an dem ich mal nicht weinen musste.
Ich nehme mich bei meinem Vater echt zusammen, um nicht zu weinen. Ich möchte nicht, dass er merkt, wie sehr ich darunter leide. Ich versuche ihm Kraft zu geben.
Dee und Joachim, mich würden Eure Schicksale interessierten. Habt ihr selber Krebs?

Liebe Grüße
Tanja

03.12.2004, 20:36
Hallo liebe Ingrid
Komm, laß dich einfach mal in den Arm nehmen. Alles habe ich bis vor 7 Monaten selbst mitgemacht. Leider sind das nicht so gute Nachrichten bzgl. deines Mannes. Hirmetastasen ist leider der Anfang vom Ende. Habe deinen Mann jetzt besonders lieb, es ist wirklich nur noch die Endphase.
Mein Mann war so positiv eingestellt und hat seinen Krebs verleugnet und ich wußte Bescheid und konnte nicht helfen.
Solange er nicht im reinen mit sich selber ist, glaube mir und ich kann dir so gut nachfühlen, macht man Mut, schenkt Zuversicht aber selber bricht man innerlich zusammen.
Heute denke ich, daß ich dankbar bin daß ich auf dieses Spiel eingegangen bin, es hat mir was gebracht und ihm auch, nämlich nicht immer nur von kranksein begleitet zu werden.
Drücke dich ganz fest und hoffe daß du durchhältst.
Liebe Grüße

03.12.2004, 21:14
Lieber Joachim,

den Vergleich mit dem Autofahren fand ich genial. Du hast es mal wieder auf den Punkt gebracht, genauso läuft`s...

Schönes Wochenende für dich, lieben Gruß von Monika

03.12.2004, 23:10
Ich bins wieder!
Liebe Tanja,ich kann genau mitfühlen,wie es die geht.Wir wissen seit dem 17.11.dass unsere Mum BC hat, mit Knochenmetastasen.Sie ist erst 53 und hat noch keinerlei Beschwerden, atemtechnisch.Die Knochen taten ihr etwas weh,aber sie ist medikamentös jetzt gut eigestellt.
Heute wurde sie aus der Lungenklinik entlassen,hatte ihren 1. Kurs Chemo.Es geht ihr übrigens ganz gut.Außer etwas Schwiten oder Frieren und dass sie sich etwas "kodderig" fühlt.Ich bin schon etwas gefasster,vor kurzen konnte ich ohne Tränen gar nichts darüber berichten oder schreiben.Und da danke ich Joachim an dieser Stelle nochmal.Er spendet Kraft und ich bin auf dem besten Weg zu versuchen mit der Krankheit zu leben und jeden Tag zu genießen.Meine Mutter sieht es übrigens auch so.Sie will ihr Leben so lange wie möglich "normal" meistern.
Liebe Onemi,dir wünsche ich für die nächste Zeit auch noch viel Kraft.Mir fällt zu Eurer Problematik leider auch nichts ein.Als ich damals in der Lungenklinik gearbeitet habe, wurden an einigen Patienten Studien ausprobiert,die sogar gegriffen haben.Aber sonst????Das mit deinem Opa tut mir auch schrecklich leid.
Ansonsten wünsche ich allen anderen ein schönes Wochenende und einen schönen 2.Advent....Liebe Grüße Steffi

05.12.2004, 17:42
Hallo

@Tanja
Nein, ich habe keinen Krebs und bin zum Glück gesund und fit, auch wenn mein Nervenkostüm inzwischen ziemlich Federn gelassen hat. Bei meinem Vater wurde Anfang des Jahres ein Kleinzeller mit Metastasen in der Leber und im Skelett diagnostiziert. Ich möchte das jetzt hier nicht nochmal komplett zusammenfassen. Unter "Kleinzeller und Chemo" kannst Du das aber nachlesen. Kannst mir auch mailen wenn Du möchtest.
joes_garage@arcor.de (meine Zweitadresse)
Es ist glaube ich echt gut, dass Du Deinem Vater nicht zeigst, dass und wie Du darunter leidest. Ist aber nicht leicht, das zu verbergen, ich weiß. Manchmal habe ich den Eindruck, dass unsere Lieben fast mehr darunter leiden als unter ihrer Krankheit, wenn sie sehen, wie sehr sich die Angehörigen sorgen.

@Steffi
Na das sieht doch erst mal gar nicht so schlecht aus. Vor Allem, dass das Deine Mama auch so sieht wie Du. So weit wie nur möglich "normal" weiterleben. Von Tag zu Tag und nicht ständig daran denken, was vielleicht kommen wird. Heute ist heute; und danach sehen wir weiter. Natürlich fällt das anfangs schwer. Wir sind es gewohnt zu planen. Ob es nun im Berufsleben ist oder es um den nächsten Urlaub geht. Nur, bei dieser Scheißkrankheit ist absolut nichts plan- oder vorhersehbar.
Du hast in einer Lungenklinik gearbeitet. Ich denke, das macht es auch nicht gerade leichter, oder? Da meint man, doch einiges zu wissen und damit umgehen zu können. Und wenn es dann jemanden trifft, der einem Nahe steht, dann sieht das ganz anders aus. Ich kenne das auch, weil ich (ehrenamtlich) im Rettungsdienst bin.

Lieb`s Grüßle an Euch alle

Joachim

07.12.2004, 14:20
mein arzt hat mich ausgelacht, als ich (32) ihm von meiner Angst vor Lungenkrebs erzählte. Er meinte, in meinem alter gäbe es diese erkrankung nicht. Kennt jemand Statistiken über die Erkrankungsrate von unter-40 Jährigen?

07.12.2004, 15:17
Lieber Joachim,
Hut ab vor Dir! Du hast geschrieben, dass bei Deinem Dad Anfang des Jahres der Kleinzeller diagnostiziert wurde und jetzt kannst Du so ruhig darüber schreiben, wau. Bitte jetzt meinen Satz nicht negativ bewerten, denn so soll er nicht gemeint sein. Ich weiß nur aus eigener Erfahrung mit meinem Paps (Mai 2002 fing alles an) , dass ich am Anfang und auch knapp 1 Jahr nach Erkennen dieser Krankheit noch nicht so gut mit dem Thema umgehen konnte, wie Du es jetzt machst. Ich habe,glaube ich, sehr egoistisch gehandelt und hier aus dem Forum meine Kraft rausgesogen. Und Du? Du spendest Kraft für alle anderen. Echt klasse.

Wie geht es Dir selbst denn? Kannst Du diese Frage beantworten? Ich konnte es damals nicht und ich kann es heute immer noch nicht.
Ich habe nach einer Therapie und nachdem es mit Paps immer ernster wurde, auch allen in der Familie meine Kraft, Zuversicht gegeben. Ich war für alle da und habe gekämpft für und mit meinem Paps. Nie fragte mich jemand, wo ich die Kraft hernehme, warum ich soviel Ruhe ausstrahlen konnte und wie es in mir aussah. Ich habe mir aber solche Fragen oft gestellt und nie eine Antwort für mich gefunden, außer dass es bestimmt die Liebe zu meinem Paps war.
Vor 6 Wochen (nach 2 1/2 Jahren Kampf) ist mein Paps verstorben, auf der Beerdigung wurde ich ziemlich gemustert wegen meiner Kühle. Manche sagte mir, klasse, wie stark Du bist, aber denk dran, Du mußt Dich jetzt um Deine Mutter kümmern. 15x habe ich solche Kommentare gehört und dann bin ich ausgerastet und habe geweint, erklärt, dass ich Paps liebe und ihn unendlich vermisse. Und als Spietze habe ich draufgesetzt, dass ich toll finde, dass es niemanden interessiert, wie es mir geht und wie ich mit der Situation jetzt zurecht komme.
Oh, und siehe da, es ist sogar einigen aufgefallen, dass nicht nur meine Mutter ihren Mann verloren hat, sondern dass es da auch eine Tochter gibt mit Gefühlen, Ängsten und einer Sehnsucht nach ihrem Paps.

Ich war jetzt 1 Jahr nicht mehr hier im Forum (aber immer viel gelesen - habe mich also im Hintergrund gehalten), ich habe eigene Wege gesucht und bin diese mit Paps gegangen, aber seit 1 Monat habe ich den inneren Drang, hier zu schreiben und vielleicht auch zu helfen. Klar, es hilft auch mir, aber ich durchlebe mit jedem Beitrag hier im Forum nochmals alles und das ist hart.

Also, und das gilt nicht nur für Dich lieber Joachim, wenn ich irgendwie helfen kann, ich bin da und gebe mein Bestes. Und denkt zwischendurch auch mal an Euch selbst, denn Ihr braucht alle Kraft für Eure Zukunft...

Alles Liebe
Silke

08.12.2004, 00:47
Hallo Joachim!
Ja,ich habe 2,5 Jahre in der Klinik gearbeitet, in der meine Mum jetzt behandelt wird.Sie lag sogar auf der Station, wo ich gearbeitet habe.Das ist super,denn ich weiß,sie ist dort bestens aufgehoben.Ich kenne,obwohl ich schon 4 Jahre dort weg bin, noch fast alle Mitarbeiter und Ärzte.Sie kümmern sich alle rührend um meine Mum.Sie möchte dort auch den 2.Kurs verbringen,obwohl sie es auch ambulant machen könnte,weil wir gleich in der Nähe wohnen.Also etwas Vitamin B(ziehung) zeichnet sich aus.Es ist jedoch furchtbar,sich wieder an diese verschieden Bilder der Krankheiten zu erinnern,wenn man unmittelbvar damit konfrontiert ist.Deshalb habe ich damals gekündigt!!!Jetzt ist es noch viel schlimmer!Es ist wirklich schwer für mich,nicht zu zeigen,wie ich leide und Angst habe.Ich habe auch viel verdrängt, von dem was ich mal wußte und wünschte mir,dass ich dass was ich über diese Krankheit weiß nicht wüßte!So wäre alles einfacher.Aber es ist so,es betrifft meine Familie und nicht die eines "fremden Patienten"!!!
Gott, schreibe ich kompliziert!Sorry,ich hoffe du verstehst mich trotzdem.

Liebe Sabine!
Ich will dir keine Angst machen,aber ich habe einige,wenige Leute kennengelernt,die mit Mitte 30 an Lungenkrebs erkrankt sind.Und das waren größtenteils Nichtraucher!

Liebe Silke!
Bei deiner Geschichte sind mir mal wieder die Tränen gekommten.Es tut mir unendlich leid.Ich hoffe,dass bei uns in der Familie keiner außer Acht gelassen wird und wir uns alle gegenseitig unterstützen werden.Wir sind jedoch am Anfang unserer "Prüfung" oder unseres Kampfes(wie man es auch immer nennen mag).
Liebste Grüße an alle, Steffi

09.12.2004, 01:38
Hallo Silke,

ja, wenn das alles wirklich so wäre wie es scheint. Ich kann zwar inzwischen recht ruhig darüber schreiben. Und ich versuche mir manchmal selbst einzureden, dass ich einfach akzeptieren muss, was unweigerlich kommen wird. Manchmal klappt das ganz gut; und dann kommen wieder Angst, Wut und Verzweiflung hoch. Aber es bleibt mir einfach nichts anderes übrig, als ein bisschen Ruhe und Zuversicht zu verbreiten, auch wenn es in mir drin oft ganz anders aussieht.
Es ist traurig und tut weh, dass viele mehr oder weniger Außenstehende unsere dargestellte Stärke so fehlinterpretieren. Wer nicht selbst schon mal in so einer Lage war, kann glaube ich gar nicht nachvollziehen, wieviel Kraft das kostet.
Ich finde es schön, dass Du trotzdem bzw. wieder hier schreibst und Anderen damit hilfst. Mein Vater hat nur noch wenige Tage oder Wochen, wer weiß. Über den Verlauf dieser beschissenen Krankheit habe ich mich von Anfang an gut informiert. Wie das dann am Ende wirklich aussieht, das kann ich leider (oder zum Glück) nur ahnen. Und vielleicht sollte man das im Forum auch nicht so sehr –und jetzt fehlen mir die passeneden Worte- beschreiben/ausdiskutieren/breittreten. Ich hab` von Dir keine Mailadresse, aber Du könntest sie mir mal mailen an:
joes_garage@arcor.de
Natürlich nur wenn Du möchtest und wenn ich damit bei Dir nicht sicher noch kaum verheilte Wunden wieder aufreiße.

Lieb`s Grüßle aus dem trüben Schwabenländle (wenigstens mal passendes Wetter!)

Joachim

09.12.2004, 01:46
Hallo Steffi,

nein, Du schreibst gar nicht kompliziert. Ich verstehe Dich nur zu gut. Ich weiß halt nur von der Theorie wie diese Krankheit verläuft. Und –ja, ich bin so feige- bin froh, dass ich diese Bilder nicht ständig so wie Du im Kopf haben muss. "Wissen ist Macht" heißt es oft so schön. In diesem Fall ist Wissen eher Ohnmacht und Nicht-Wissen fast so was wie eine Gnade. Aber es hilft ja nichts, den Kopf in den Sand zu stecken.
Ich hoffe, Du hast weiter die Kraft, Deine Angst Deiner Mama nicht zu zeigen und ihr dadurch ihr eigenes Schicksal zu erleichtern. Damit sie sich nicht auch noch Sorgen um Dich machen muss.

Sei ganz lieb gegrüßt

Joachim

09.12.2004, 17:48
Lieber Joachim,

nein, Wunden reißt Du bei mir nicht auf, sie gehen einfach nicht zu. Und ich denke, ich bin selbst Schuld, wenn ich hier ins Forum komme und darüber schreibe und an alles erinnert werde, aber der Drang dazu ist einfach da. Vielleicht hilft mir das Schreiben über meine Gefühle, Ängste und die Sehnsucht zu meinem Paps ja, mit der Situation irgendwann einmal fertig zu werden. Sei mir bitte nicht böse, dass ich mich (noch) nicht direkt an Deine Mail-Adresse wende, dazu fehlt mir die Kraft, der Mut oder ich weiß es nicht... Aber wundere Dich nicht, wenn ich auf das Angebot doch zurückkomme. Danke!

Auch ich hatte mich zu Anfang der Krankheit sehr gut informiert, mein Paps hat mir aber leider erst sehr spät genehmigt, mit zu einem Arztgespräch zu kommen. Kurz vor seinem Tod sagte er mir, wie toll er es fand, wie ich mit den Ärzten geredet habe, welche Fragen ich gestellt habe und welche Antworten da auf einmal kamen. Hätte er es früher gewußt, er hätte mich früher mitgenommen und er wäre heute vielleicht noch hier. Dies hat mir Kraft gegeben, ihn bis zum Schluß zu begleiten und seine letzten Wünsche zu erfüllen.
Er wollte zu Hause sterben und das, was ich alles darüber gelesen habe, wenn dieser Tag näher rückt, hat mir schon die Schuhe ausgezogen, aber als ich dann gefordert war, konnte ich besser reagieren, als meine Mum oder sonst wer. Ich war auf das Schlimmste vorbereitet und so konnte ich super durchhalten. Erst so ca. 3 Wochen danach habe ich abgebaut und komme seit dem nicht so richtig auf die Füße.

Liebe Steffi,
auch ich weine sehr viel vor dem Computer. Ich schreibe hier rein, lese es nicht noch einmal, bin aber danach immer etwas leichte. Wenn ich dann den nächsten Tag alles nochmals lese, breche ich in Tränen aus. Aber wenn ich mich dann so betrachte, dann denke ich: "Man habe ich wieder auf hohem Niveau gejammert" oder "Man wie egoistisch und Du willst anderen helfen". Aber es gibt niemanden in meiner Familie, mit dem ich reden, schreiben oder schweigen kann. Ich muß immer nach außen hin wie immer wirken, muß meiner Mutter (Mitte 50) bestehen und jede erdenkliche Arbeit abnehmen und ihre Tränen trocknen und und und. Und das, worüber ich mich ärgere/aufrege oder so enttäuscht bin ist, dass sie mich nicht einfach mal in den Arm nimmt und sagt: Mädel komm her und laß alles raus.

Weißt Du, ich habe über 2 Jahre nicht in Gegenwart meines Paps geweint, aber als ich wußte, die Situation wird ernster, da habe ich allen Mut zusammengenommen und ihn gefragt, ob ich einmal wirklich nur einmal in seinen Armen weinen dürfte. Es war gut, denn dadurch habe ich wieder viel Kraft bekommen, vor ihm stark zu sein und nie mehr vor ihm zu weinen. Trotzdem fühle ich mich heute als die "kalte Tochter" und wünsche mir, ich hätte vielleicht öfter meine Angst vor ihm gezeigt. Ob es gut gewesen wäre oder nicht, dass weiß ich nicht, aber ich weiß, dass man sich ruhig auch einmal gehen lassen soll vor dem Menschen, den man liebt, damit man nicht hinterher so ein komisches Gefühl hat, es nicht richtig gezeigt zu haben, wie sehr man liebt. Bitte suche eine für Dich gute Mischung, sonst fühlst Du Dich irgendwann so, wie ich jetzt.

Liebe Grüße und ich denke an Euch und Deinen Vater lieber Joachim und Deine Mama liebe Steffi

Silke

10.12.2004, 23:25
Hallo an alle!
Ich bin mal wieder von den lieben Worten überwältigt!Danke!Ich werde versuchen eine gute Mischung meiner Gefühle zu zeigen bzw. zu verbergen.Eins allerdings fällt mir schwer,wenn sie mich fragen,ob sie es schafft,wieder gesund wird,ob das alles überhaupt Sinn macht!Ich kenn viele Antworten und die sind weiß Gott nicht schön.Ich sage dann,mal sehen,es gibt kein Patentrezept,bei jedem verläuft die Krankheit anders(klitzkleine Lüge????irgendwie geht sie bei jedem gleich aus)Es gibt auch einen (superkleinen)prozentsatz bei dem es die Leute schaffen die Krankheit (zeitweise)zu besiegen.,oder?Ich bin halt mit den Fragen manchmal völlig überfordert,weils halt meine Mutter,Vater,Bruder usw sind!Aber ich werde lernen und wachsen,nicht wahr Joachim?
Die liebsten Grüße an euch...Steffi

11.12.2004, 18:25
Hallo Steffi,

ja, diese Fragen und diese geschönten Antworten kenne ich auch nur zu gut. Meine Eltern wissen zwar von Anfang an, dass es beim Kleinzeller kaum eine Chance auf Heilung gibt, schon gar nicht, wenn bei Diagnosestellung bereits Metastasen vorhanden sind. Was soll man tun und sagen? Lügen wollte ich nicht und habe ich auch nicht. Aber auch oft nicht die ganze Wahrheit gesagt. Nach der Chemo ging es meinem Vater noch eine Zeit lang richtig gut. Meine Eltern sind im Sommer sogar noch 2 Wochen an die Nordsee gefahren. Und mein Vater ist die Hälfte der 750 km selbst gefahren (mit Erlaubnis des Arztes). Gerade in dieser Zeit war das irgendwie richtig übel für mich. Meinem Vater ging es so weit ganz gut und er hat genauso wie meine Mutter alles ein bisschen verdrängt (das war sicher auch gut so) und Planungen für die nächsten Jahre gemacht... Urlaub, neues Auto kaufen in dem er höher sitzt und besser einsteigen kann. Ich war mit ihm sogar im Autohaus, obwohl ich wusste, dass er kein neues Auto mehr braucht. Das war mal so richtig scheiße!
Und ob das alles überhaupt Sinn macht? Gute Frage, die Du vielleicht eher beantworten kannst als ich. Jedenfalls sieht meine Antwort ganz anders aus als noch vor 10 Monaten. Aber das möchte ich hier nicht öffentlich so breittreten.
Ich wünsche Dir und Euch ganz viel Glück und Kraft und dass Du immer die richtige Antwort findest.

Sei ganz lieb gegrüßt

Joachim

Und natürlich auch alle anderen hier; hab` Euch nicht vergessen

11.12.2004, 19:04
hallo an alle aber besonders an joachim
ich muss mal sagen das ich dich sehr bewundere aber auch genau weis wie es in dir aussieht.ich muss hier auch die starke sein alle anderen sind weit von schuss.habe auch nicht viele leute wo ich reden kann aber alle reden bei mir.wenn es dann mal mit meiner mutter zu ende geht werde ich wohl zusammenbrechen und davor habe ich riesen angst,denn meine kids brauchen mich ja noch.im moment geht es meiner ma nach 2 chemos und 20 bestrahlungen zwar einiger massen gut aber wer weis wie es in ein paar tagen??wochen?? monaten?? aussieht. dann hatten wir auch noch 2 todesfälle in den letzten 14 tagen aus der familie. ach einfach alles scheisse!! wenn ich doch wenigstens gesund wäre.na ja wünsche euch allen alles gute und viel kraft.

dir joachim wünsche ich es vor allem denn ich denke wir sitzen im selben boot(womit ich die anderen nicht ausschliessen möchte)
wer mir schreiben möchte kann dieses gerne tun antworte bestimmt kann nur etwas dauern
gruss gabi

12.12.2004, 01:15
Hallo Joachim!
Ich sage ja immer, dass man nie aufgeben sollte und das ist schwer,vor allem,wenn man sich auskennt.Meine Eltern hatten sich vor der Diagnose ein Auto bestellt und meine Mutter hatte meinen Vater ausdrücklich darum gebeten, im Nummernschild ja nicht ihre Initialien drucken zu lassen.Mein Dad hat nen Teufel getan und hat ihre beiden Anfangsbuchstaben drucken lassen.Ist schon hart,denn so merkt man,dass es meiner Mutter bewußt ist,wie ernst es ist.Andererseits weint sie,hat Angst und fragt mich,ob man das überleben kann.....
Mir tut es sehr gut mich mit euch auszutauschen.Ich bin froh,dass es dieses Forum gibt.Im Moment gehts Mutti übrigens sehr gut, man merkt nicht viel von der Krankheit!Schönes Wochenende noch.Ich hab keins,muß arbeiten....Alles Liebe an alle...Steffi

13.12.2004, 13:39
Hallo an alle-bitte um schnelle Information-mein Vater(66 Jahre) hat seit ca. 8 Wochen starke schmerzen am 7 Wirbel der rechten Seite-Wir sind damit zum Orthopäden, der ohne grosse Untersuchung Massagen verschrieben hat-die Schmerzen wurden dadurch leider schlimmer-daraufhin wurde eine Röntgenaufnahme des Thorax gemacht-worauf nichts zu sehen ist-dann wurde ein Szintigramm des Skeletts gemacht-darauf ist an der Stelle ein dunkeler Fleck-das von der Ärztin als Verdacht auf Metastase erklärt wurde-darauf wurde eine CT- des Thorax gemacht-Radiologen und Lungenärztin sagen es wäre sehr wahrscheinlich wieder TBC und kein Tumor (-wieder-weil mein Vater vor 30 Jahren schonmal eine geschlossene TBC hatte)-Nun sind wir seit 1 Woche in der UNI-KLINIK Düsseldorf-hier sagte mann uns Bilder sagen nichts aus-wir brauchen ein Gewebeprobe-Montag wurde eine Bronchoskopie mit einer Gewebeentnahme gemacht-Gewebeprobe egab weder TBC noch ein Tumor-Jetzt wollen sie die Lunge aufschneiden und eine grössere Probe entnehmen-wir haben bis morgen Bedenkzeit-was machen wir nun ?Leider sind auf dem CT nun auch Flecken im Gehirn und den Nieren zu sehen-Blutwerte und Lungenfunktion sind TOP-er hat auch kein Husten oder Fieber-Wer kann mir helfen-meine Nerven sind am Ende-Ist das TBC oder ein Tumor-wenn könnt ihr mit empfehlen-vielen Dank Sigi

19.12.2004, 01:03
Hallo Ihr Lieben,

habe jetzt länger nicht mehr geschrieben, weil ich viel um die Ohren hatte. Mein Daddy, von dem wir im Mai 2004 erfahren haben dass er LK und Metastasen hat, ist am Mittwoch mittag gestorben. Im Grunde war es ein schöner Tod, denn wir waren alle bei ihm und er ist zuhause gestorben. Wir haben seine Hand gehalten und ihn gestreichelt und mit ihm gesprochen, bis zum letzten Atemzug. Trotzdem tut es unendlich weh und ich kann noch gar nicht glauben, dass er nicht mehr da ist und auf uns aufpasst. Irgendwie muss ich das ganze noch realisieren. Ich wollte mich nur bei allen für die guten Tipps bedanken, die ich hier stets bekommen habe, wenn ich mich mal wieder in Panik an den KK gewendet habe. Es tat gut als "NEULING" viel über den Krebs zu erfahren. Über die Ärzte ist das ja kaum möglich. Dieses Forum ist eine echte Bereicherung. Ich werde auch weiterhin mal einen Blick reinwerfen um zu schauen wie es Euch ergeht. Ich drücke Euch allen und Euren Angehörigen ganz doll die Daumen, dass sie dieser Sch..Krankheit entkommen und genesen können.
Danke für Eure Hilfe!!! Vor allem Liz und Willy!!!

19.12.2004, 10:25
Liebe Kirsten,

mein herzliches Beileid. Ich habe mir eben noch mal die letzten Seiten durchgelesen. Das ist schon ein Hammer, wie sich binnen eines 3/4 Jahres das ganze Leben verändern kann... Bin sehr traurig, dass dein Vater es wie so viele, viele andere nicht geschafft hat. Der einzige Trost ist wirklich, dass es ein "schöner" Tod, im Kreise seiner Familie war. Und dennoch so schade...

Ich wünsche dir und deiner Familie viel Kraft in der folgenden Zeit. Liebe Grüße von Monika

19.12.2004, 23:21
Liebe Kirsten

Auch wenn du schreibst er durfte im Kreise der Familie ruhig diese Welt verlassen, so war und ist er immer noch dein Paps gewesen und der hat einen besonderen Stellenwert in deinem Leben, ihn wirst du bis du alt bist vermissen, es wird weniger weh tun mit der Zeit aber vermissen tut man geliebte Menschen bis man selber die Augen schliesst.

Es tut uns so leid, dass er es nicht schaffte, unser aufrichtiges Beileid, liebe Kirsten. Du wirst für die kommende Zeit, erst recht während den Festtagen alle Kraft der welt benötigen, es wird nicht leicht sein, aber denk daran er ist immer bei dir und muss vor allem nicht mehr leiden.

Gerne lassen wir folgenden Text dir die schwere Zeit etwas leichter wirken, sie ist zwar für einen von senem Sohn gewidmet, aber wir glauben es spielt keine Rolle ob man Sohn oder Tochter ist, man ist vor allem Kind dieser Person die man so geliebt hat nein immer noch so liebt.

The Last Song (Elton John)

Yesterday you came to lift me up
As light as straw and brittle as a bird
Today I weigh less than a shadow on the wall
Just one more whisper of a voice unheard

Tomorrow leave the windows open
As fear grows please hold me in your arms
Won’t you help me if you can to shake this anger

I need your gentle hands to keeps me calm

‘Cause I never thought I’d lose
I only thought I’d win
I never dreamed I’d feel
This fire beneath my skin
I can’t believe you love me
I never thought you’d come
I guess I misjudged love
Between a father an his son

Things we never said come together
The hidden truth no longer haunting me
Tonight we touched on the things that were never spoken
That kind of understanding sets me free

‘Cause I never thought I’d lose
I only thought I’d win
I never dreamed I’d feel
This fire beneath my skin
I can’t believe you love me
I never thought you’d come
I guess I misjudged love
Between a father an his son

Das Letzte Lied

Gestern kamst du um mich empor zu heben
So leicht wie Stroh und zerbrechlich wie ein Vogel
Heute wiege ich weniger als der Schatten an der Wand
Nur noch einmal das Geflüster einer unerhörten Stimme

Lass die Fenster offen morgen
Wenn die Angst wächst, halt e mich fest in deinen Armen
Würdest du mir nicht helfen wenn du es könntest um diesen Zorn abzuschütteln

Ich brauche deine sanfte Hände um ruhig zu bleiben

Weil ich nie dachte zu verlieren
Ich glaubte nur zu gewinnen
Ich glaubte nie zu spüren
Dieses Feuer unter meiner Haut
Ich kann nicht glauben, dass du mich liebst
Ich glaubte nie dass du kommen würdest
Ich habe die Liebe falsch eingeschätzt
Zwischen einem Vater und seinem Sohn

Unausgesprochene Dinge finden zusammen
Die versteckte Wahrheit beängstigt mich nicht weiter
Heute Nacht liessen wir Unausgesprochenes sich berühren
Die mich befreiende Art des Verständnisses

Weil ich nie dachte zu verlieren
Ich glaubte nur zu gewinnen
Ich glaubte nie zu spüren
Dieses Feuer unter meiner Haut
Ich kann nicht glauben, dass du mich liebst
Ich glaubte nie dass du kommen würdest
Ich habe die Liebe falsch eingeschätzt
Zwischen einem Vater und seinem Sohn

Wir wünschen dir viel, viel Kraft und Segen für die kommende Zeit, liebste Grüsse deine Liz und Willy im Doppelpack

20.12.2004, 00:30
Liebe Kirsten
auch von mir ganz herzliches Beileid.
Dir und deiner Familie alles Liebe
Ruth

21.12.2004, 15:11
Liebe Lirsten,

auch ich möchte Dir mein aufrichtiges Beileid aussprechen. Ich kann total mit Dir fühlen und als ich Deinen Text gelesen habe, sind mir die Bilder von vor 8 Wochen wieder ganz extrem hochgekommen und die Tränen liefen auch nur noch.

Auch mein Paps durfte - so wie er sich das gewünscht hatte - zu Hause sterben. Als er abends mitbekommen hat (er hatte an dem Tag die erste Morphium-Spritze bekommen und schlief überwiegend), dass er zu Hause war und wir bei ihm waren, lächelte er noch einmal und schlief wieder ein. Er wachte am nächsten Morgen nicht mehr auf und meine Mum und ich haben es nachts nicht mitbekommen, wann er uns verlassen hat. Aber es war schön, von ihm zu Hause und ganz alleine ohne Ärzte oder fremde Menschen Abschied nehmen zu können.

Liebe Liz und lieber Willy,
ich wünsche mir so sehr, dass Eure Aussage im 1. Absatz zutreffen würde, aber bei mir wird der Schmerz und die Lücke sowie das Vermissen meines Paps von Tag zu Tag schwerer und schlimmer. In den ersten 3 Wochen nach seinem Tod konnte ich noch mit der Situation umgehen, aber jetzt habe ich einen Durchhänger nach dem anderen und komme so gar nicht auf die Füße.Zeit soll ja Wunden heilen, bei wird ist es da wohl nicht so der Fall. Ja, manchmal wünsche ich mir, auch einfach nur die Augen zu schließen und nie wieder zu öffnen...

Alles Liebe
Silke

22.12.2004, 00:20
Liebe Silke

Wir wissen, dass du dir nichts anderes sehnlichster wünschst als das der schmerz endlich weniger wird, oder anders so dass man ihn nicht mehr also so schwer schmerzend empfindet. Dieses zerreissende Herz möchte man nicht mehr, und die Tränen die nicht mehr kommen, weil es keine mehr gibt. es ist eine Mischung aus Heimweh nach dieser Person, man will alles so belassen wie es war um ja keine Erinnerung zu verlieren, ja keinen Duft von ihm zu verschwenden und um ja keine Geräusch von ihm nicht zu hören, und doch man kann die Erinnerungen nur im Herzen aufebwahren und behüten.

Es wird besser,wann es soweit sein wird, kann dir leider niemand sagen, aber eines können wir sagen, lass die Trauer mit all ihren Faszetten von Wut, Traurigsein, Hass, Liebe, Schmerz und was noch alles zu.

Oft habe ich über das Thema Tod und Trauer mit Angehörigen gesprochen (war ja Sterbebegleiterin) und immer wieder hiess es es wird besser in dem Sinn, dass die Erinnerungen an den menschen im Vordergrund stehen und nicht mehr der Verlust, das Leiden und der Tod selber. Sie haben recht. Wie heftig aber Erinnerungen sein können erlebten wir diese Woche, Im TV erschien ein Bericht über eine Klinik in Bethel, Bielefeld. Wir beide lauschten dem Bericht und plötzlich fing Willy an zu weinen, wie ein Kleinkind, heftig und schmerzerfüllt. Es benötigte keine Worte den ich wusste warum, seine Schwester hatte dort ihre Ausildung gemacht und gearbeitet, bis sie 1980 mit 40 nach 4jährigem Kampf an Brustkrebs starb. Sie ist auch in Bethel beerdigt, für ihn so weit weg, denn auf ihr Grab ging niemand mehr, ausser im ersten Jahr als ihtr Mann noch lebte aber er starb nur 14 Monate nach ihr an gebrochendem Herzen. Der schmerz war plötzlich wieder da, aber vergleichbar zu kruz nach ihrem Tod, nur kurz, dafür nahmen ganz rasch an diesem Abend wieder die schönen Erinnerungen an sie Platz in seinem Herzen.

Was wir damit sagen wollen ist, dass der schmerz sich ändert, heute ist es der verlust, die Angst nie wieder zusammen sein zu können im Vordergrund, nachher sind es Momente die dieses Heimweh nach der geliebten Person wieder aufflackern lassen, aber die schönen Zeiten überwiegen. Wir hoffen für dich, aber auch für alle anderen dass diese Erinnerungen bald Platz in deinem Herzen einnehmen dürfen.

Wie gesagt geliebte Personen hört man nie auf zu vermissen.

Für die weiteren Gedanken die du hier im KK nieder geschrieben hast und anderen damit Kraft schenkst Möchten wir uns Bedanken, denn es sind auch unsere und treffender können wir es nicht formulieren, danke liebe Silke.

Sei ganz lieb gegrüsst udn umarmt Liz und Willy im Doppelpack

Denk daran als Kind haben Eltern eine ganz andere Position, deswegen ist es nie einfach jemand der verstorben ist, sondern es geht auch ein teil von uns Kindern mit.

take careliebe Silke

auch allen anderen Mitlesern.

22.12.2004, 00:25
Liebe Biene

So schön von dir zu lesen, wie geht es dir Liebes, nun hast auch du die schwere Zeit vor dir, die erste Weihnacht ohne deinen geliebten Darko. Denken viel an dich.

Haben dein Mail bekommen, danke ... sie kullern - die Tränen, der Schmerz bohrt im Herzen und tut so weh, so weh tut es zu wissen, dass es nicht aufhört mit den Sorgen - sie werden dir von neuem immer wieder auferlegt. Wann hört er auf dir so viel Last aufzubürden.

Ganz, ganz lieb umarmt und geknuddelt, liebste, liebste Grüsse an dich deine Liz und Willy im Doppelpack

22.12.2004, 00:53
Hallo meine lieben,
ganz besonders freut mich, daß ich euch wieder hier ins krebs-forum finde. Natürlich bin ich nicht die einzige die eine last aufgebürdet bekommt. Ich habe es halt mit dem doppelpack.
Weihnachten fällt natürlich besonders schwer, aber ich denke, daß es genau vor 1 jahr noch eine besonders besinnliches fest für uns alle war. Zuhause kann ich diesen abend nicht verbringen, aber wir denken an unseren liebsten und bewahren uns das, was er immer war, ein liebender mann, ein wunderbarer vater, ein großzügiger freund und das habe ich alles im herzen. Ich feiere diese tage, mit ihm.
Allen angehörigen und kranken, wünsche ich ein friedliches, besinnliches und auch frohes weihnachten.
Biene

22.12.2004, 01:17
...hallo! habe jetzt länger nichts geschrieben weil ich echt geschockt war...meine mama ist in den letzten 6 wochen wirklich schlimm erkrankt...am 23.12 kommt sie bis 26.12 vom hospiz nach hause aber jänner ist sie ganz bei mir.ich muss jeden tag daran denken wie es ist wenn sie nicht mehr ist,alleine der gedanke das es die letzten weihnachten mit ihr sein werden,ich traue mich garnicht daran zu denken.Sie ist müde,abgekämpft und sagt Sie will weder chemo noch bestrahlung mehr.Mama hat die entscheidung getroffen,Sie will nur noch nach hause!ich bin schon sehr froh wenn Sie hier bei mir und Ihrer familie ist...obwohl ich angst vor dem tag habe wo Sie nicht mehr unter uns sein wird.Ich schlafe sehr wenig und achte immer darauf,bin mit einem ohr immer bei ihr ob Sie atmet....sich bewegt oder etwas braucht.ich habe das gefühl,ich bin in den letzten wochen geistig um 10 jahre älter geworden...
Diese besch.... Hirnmetastase war der anfang vom ende :-( ..........
ich habs dem arzt damals nicht geglaubt.
momentan steck ich fest und weiss weder den weg nach vorne noch zurück...

froh bin ich wenn weihnachten vorbei ist, ich denk mal die bisher traurigsten in meinem leben. Manuela

23.12.2004, 14:46
Liebe Liz und lieber Willy,

ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll. Ihr habt so toll und so erhlich geschrieben, so dass ich erst einmal nicht aus dem Weinen rauskam. Ihr versteht meine Gefühle total und nehmt mich meiner auch an. Auch die Aussage mit dem "Erwachsenwerden" stimmt total, nur will man wirklich erwachsen werden oder gar auf diese Art und Weise? Ich würde gerne die Uhr zurückstellen und freiwillig darauf verzichten.

Eigentlich wollte ich Euch gestern schon schreiben, aber dann hätte ich hier sehr wütend geschrieben (nicht gegen Euch oder sonst jemanden hier im Forum, Ihr seid alle super lieb!), denn ich war mächtig enttäuscht: Der Grund ist meine Mum.
Ich war gestern sehr traurig, dass mir fremde Menschen näher stehen, mich verstehen, sich bei mir bedanken, obwohl ich doch gar nichts geleistet habe, mir so nette Zeilen schreiben usw., und meine eigene Mum behandelt mich wie den letzten Dreck, als wäre ich Schuld daran, dass ich als Tochter meinem Paps nicht vorboten habe zu rauchen, dass er Krebs bekommen hat, dass sie jetzt alleine ist, dass ich noch einen Mann habe uvm. Allen Ernstes hat sie mich auch zur Schnecke gemacht, dass ich sie nicht einmal zum Advendskaffee eingeladen habe - der Witz ist nur, dass ich selbst nicht einen Advendskaffe für mich gemacht habe und ich, die gerne die Wohnung dekoriert, in diesem Jahr kein Stück Deko hingehengt habe und genauso wie Manuela denke: Hoffentlich ist diese Weihnachtszeit bald vorbei! Es ist mit das Schlimmste, das ich bisher erlebt habe.
Meine Mum hat auch noch nicht einmal in diesen 8 Wochen gefragt, wie es mir geht und wie ich ohne Paps klarkomme. Und sobald sie jammert, bin ich da. Mein Mann, eine Freundin meiner Elten und ich wir bekommen dann immer eine Arbeit zugewiesen, wenn wir sie trösten wollen und sie steht daneben und kommt mit Kommentaren: Warum muß mir so etwas passieren, jetzt hab ich die ganze Arbeit am Hals und den Schriftkram muß ich auch noch erledigen (machen wir aber alles für sie...). Mit Liebe hat das bei meiner Mum nichts zu tun und jetzt verstehe ich auch immer besser die Aussage meines Paps: "Ich bin froh, wenn ich nicht mehr da bin, dann muß ich Deine Mutter nicht mehr ertragen."

Ich weiß, dies sind heute harte Worte von mir, aber sie mußten raus. Auch glaube ich, dass mein Paps vielleicht nicht Krebs bekommen hätte, wenn zwischen meinen Eltern mehr Liebe gewesen wäre und nicht nur eine Zweckgemeinschaft. Ich weiß es nicht, ich kann es leider auch nicht ändern, aber ich weiß für mich, dass ich den richtigen Weg gefunden habe, dass ich hier mehr Hilfe bekomme als ich je geben werden kann und das LIEBE und Verständnis wichtiger ist und eher zur Gesundheit beitragen...

Liebe Manuela,
ich kenne auch das Gefühl "festzustecken". Es ist kein tolles Gefühl. Später einmal wirst Du aber feststellen, dass trotz 10 Jahre altern Du gar nicht festgesteckt hast, sondern immer weiter gekämpft hast. Unser Leid ist absolut nichts zu dem, was die Betroffenen vom Kopf her durchmachen müssen. Auch wirst Du später sagen, dass Dein Handeln wichtig, gut und vor allem richtig war. Ich möchte keine Minute, obwohl es oft sehr anstrengend war, mit meinem Paps missen. Ich bin eher dankbar dafür. Fühl Dich fest umarmt, gemeinsam schaffen wir diese Weihnachtszeit schon...

Ich wünsche allen anderen ein frohes und besinnliches Fest und vor allem wünsche ich mir, dass endlich ein Mittel gefunden wird, um den Krebs zu bekämpfen und zu vernichten.

Alles alles Liebe
Silke

Liebe Liz und lieber Willy, Euch auch nochmals ein dickes DANKESCHÖN und ich verspreche, dass ich mich tapfer halten werde.

23.12.2004, 17:52
Hallo silke,
möchte mich mal melden. Es ist für alle eine schwere zeit, dieses weihnachten und alle weihnachten die noch folgen. Deine mutter hat bestimmt diese art, jetzt in ihrer trauer, so damit fertig zu werden. Aber bitte, denke einfach so, wenn dein vater nicht deine mutter gehabt hätte, wem denn sonst? Bei alten ehepartnern kommt oft ein ton auf, der wirklich nicht so gemeint war. Deine mutter fühlt sich jetzt wohl in stich gelassen, kinder rechnen alles so auf, aber es kommt auch diese zeit wo eine mutter alles überdenkt. Bei mir war es nicht anders, ich habe so verzweifelt um das leben meines mannes gekämpft und ich war total überfordert, mit gesten mit gesprächen und auch mit dem allein sein. Wie war ich bestürzt, als meine tochter 5 wochen vor seinen tod, eine auszeit brauchte, um in den urlaub zu fahren.
Spätere aussage, wir hatten nicht gedacht, daß es schon so schlimm war. Ich kann es durchaus verstehen, daß kinder die eigene familie haben, aber es beschränkte sich bei mir um 2x die woche. Da konnte ich dann alle bedienen und ihre traurigkeit noch unterstützen. Natürlich, sind auch meine kinder gerannt, aber ich doch auch. Ich sehe es immer so, ich muß nicht dankbar sein, daß meine kinder zu ihren vater standen. Das war ihr vater den sie lieb hatten. Alles was ich für meinen mann getan habe, hätte ich auch für jeden meiner kinder getan. Ich muß nicht dankbar sein, die kinder müssen dankbar sein. Du hast deine dankbarkeit für deinen vater gezeigt, jetzt zeige mal die dankbarkeit für deine mutter.
Sie befindet sich in einer besonderen situation, fragen wie es dir geht, als tochter? Du hast deine familie und sie ist allein. Ein kaffee?
Ist es wirklich so schlimm, wenn die mutter von dir einen kaffee will? Ich wollte auch eingeladen werden und zur familie gehören, aber dafür war keine zeit. Jedenfalls wünsche ich trotz allem, eine schöne weihnachtszeit, Ich trauere nicht um meinen mann, ich vermisse ihn, da ich ihn sehr lieb hatte.
liebe grüße
Biene

24.12.2004, 13:52
Ich wünsche allen frohes und schönes Weihnachtsfest!

Auch wenn es noch so besh. ist. wollte euch noch sagen am Samstag den 18.12.04 haben wir und trotz Nichtkleinzelligem Bronchial CA das ja Wort gegeben es war sein Wunsch den ich Ihm gerne erfüllt habe, es war sehr sehr schön er hatt tapfer ausgehallten.
Also noch einmal alles alles gute für Euch und euere Lieben

Ute

24.12.2004, 14:28
Euch allen zusammen ein besinnliches Weihnachtsfest, ganz so, wie es die jeweilige Verfassung gerade zulässt.

Und dir liebe Ute, meinen herzlichen Glückwunsch!

Viele Grüße von Monika

27.12.2004, 10:17
Hallo Biene,

ich weiß, dass für meine Mutter jetzt eine schwere Zeit ist, aber wie schon geschrieben, kümmern sich alle um sie und helfen ihr. Und ich habe auch kein Problem, meine Mutter auf einen Kaffee oder ein Essen einzuladen, aber ich habe nicht mal für mich eine Kaffee-Pause, einen Advendskaffee oder sonst irgend etwas in den letzten 8 Wochen gemacht.
Auch reden wir hier über eine Frau, die Mitte 50 ist und wo die Ehe schon seit 30 Jahre nicht gerade die beste war. Ich hatte mit meiner Mutter nie ein gutes Verhältnis und wäre es zu einer Trennung gekommen, dann wäre ich immer bei meinem Paps geblieben.
Würdest Du mich und meine Mutter kennen, würdest Du auch meine Bitterkeit verstehen. Und klar, ich habe einen tollen Ehemann, aber dieser ist mein Mann und nicht mein Paps. Und auch ich habe einen Menschen verloren, den ich mehr als nur geliebt habe.

Liebe Grüße
Silke

28.12.2004, 23:05
Hallo Silke!

Danke für Dein Mitgefühl. Morgen ist die Urnenbeisetzung von meinem Daddy. Das wird nochmal hart. 2 Wochen ist er morgen schon tod. Eigentlich dachte ich dass die Welt stehen bleiben müsste an diesem Tag vor 2 Wochen als er starb. Ich habe gedacht, wenn er stirbt, dann kann nichts mehr funktionieren. Aber irgendwie geht doch alles weiter. Und eigentlich ist das auch ganz gut so oder? Das deine Ma Dir vorwürfe macht weil Du Deinen Vater nicht vom Rauchen abgehalten hast ist der Hammer. Unverschämt! Dein Vater war ein erwachsener Mensch der sich der Gefahren bewusst war. Mein Dad hat z.B. nur als ganz junger Mann geraucht, war aber schon 23 Jahre Nichtraucher. Und ihn hat es trotzdem erwischt. TROTZ glücklicher Ehe und gesunder Ernährung etc. Man steckt einfach nicht drin in dieser Scheiß Krankheit. Bei mir ist es so, dass ich es immer noch nicht realisieren kann, dass er nicht mehr da ist. Ich denk immer er kommt gleich um die Ecke oder ruft an, oder ich wache auf und habe alles nur geträumt. Aber dem ist wohl leider nicht so. Deswegen versuche ich mir vorzustellen, dass er einfach in einen anderen Raum gegangen ist, ich sehe ihn nicht mehr, aber er ist da! Das hilft ein wenig. Ich wünsch Dir weiterhin viel Kraft. Alles Gute!!! PS: Und schüttel Deine Mutter mal ein wenig von mir wegen ihrer gemeinen Sprüche

28.12.2004, 23:10
Liebe Liz und Willy,

vielen Dank für Euer Mitgefühl. Und wieder konnte ich mich auf Euch verlassen. Was wäre dieses Forum bloß ohne Euch???
Morgen ist die Urnenbeisetzung von meinem Daddy. Das wird nochmal hart. Ich kann das ganze noch immer nicht realisieren, bin aber ziemlich gefasst. Im Gegensatz zu meiner Mam, sie ist seit zwei WOchen ein Häufchen Elend und weint den ganzen Tag. ICH erkenne sie nicht wieder. 36 Jahre lang soo glücklich miteinander verheiratet und auf einmal fehlen 50%. Das ist wirklich schlimm. Während der Krankheit meines Vaters war sie unglaublich stark, hat alles für ihn gemacht, 24 Stunden am Tag. Hat noch nichtmal zum Schluss den Pflegedienst rangelassen weil es meinem Vater unangenehm gewesen wäre. Und immerhin ist sie auch schon 66 Jahre alt. Keine Nacht durchgeschlafen, weil mein Vater Panikattacken vor dem Tod hatte. NICHTS war ihr zuviel. SOO UNGLAUBLICH STARK DIE FRAU. Und jetzt scheint alles von ihr abzufallen und sie weint nur noch und hat jeden Lebensmut verloren. Das macht mir Angst. Aber ich bin für sie da. Fakt ist, dass sie lieber allein ist. Ich hoffe Euch geht es gut und ihr habt nette Feiertage gehabt. Ich werde auf jeden Fall weiter hier mailen und brav darauf achten und hoffen dass es euch allen gut geht.
LIEBE GRÜSSE!!! Kirsten

29.12.2004, 00:13
hallo!
meine mutter ist am 2,12 wegen eines gehirntumors operiert wurden. dieser so stellte sich raus war bösartig und nur eine von 5 metastasen die sie imkopf hat. nun wurde herausgefunden das der primärherd ganz klein ist und in der lunge sitzt. sie bekommt ab januar nun einen monat bestrahlung für den kopf und zusätzlich 6 monate lang jeden monat 5 tage chemo. was kommt nun auf mich zu??? ich habe soviele fragen und weiß nicht in welche richtung ich denken soll. wenn mir jemand helfen könnte und mir ehrlich gemeinte hilfe und vielleicht ratschläge geben könnte wäre ich sehr dankbar.

vielen dank petra


tnetjet@aol.com

30.12.2004, 13:49
Liebe Kirsten,

ich habe gestern ganz doll an Dich gedacht und Dir die Daumen gedrückt, dass Du den Tag einigermaßen überstehst.
Mein Paps ist jetzt 9 Wochen nicht mehr bei uns, die ersten 3 Wochen ging es einigermaßen und ich hatte mich und die Situation super im Griff. Ich habe in dieser Zeit ähnlich gedacht wie Du, was geholfen hat. Aber dann wurde von Tag zu Tag das Vermissen, die Sehnsucht, das Wissen, dass ich ihn nie mehr sehen werde, wir nicht mehr telefonieren können, reden, lachen oder gemeinsam kuscheln können immer größer.
Die tollen Worte von Liz und Willy haben mir so in den letzten Tagen auch klasse geholfen. Es ist gut, dass Paps von seiner Krankheit erlöst ist. Ich vermisse ihn, aber ich vermisse ihn vom Herzen her und das ist ein besseres Gefühl, als das vermissen vorher. Ich dachte, dass mein Leben ohne ihn nicht mehr weitergehen kann, aber es geht weiter, weil es viele Menschen gibt, dich auch mich lieben und die mir helfen, um wieder auf die Füße zu kommen. Auch haben Liz und Willy geschrieben, dass ein Teil des Kindes mit weggeht. Ich habe das für mich so übersetzt, dass ich jetzt nicht mehr nur Kind bin, sondern jetzt auch Erwachsener. Klar, lieber ist mir alle mal, wenn Paps noch hier wäre und ich Kind bleiben dürfte, aber man kann die Zeit nicht zurückdrehen und ich versuche, aus der Situation das Beste zu machen. Paps hätte das so von mir gewollt.
Und meine Mum, naja, die habe ich letzte Woche einmal wachgerüttelt. Sie ist jetzt zwar eingeschnappt, läßt mich aber mal in Ruhe und mir geht es gleich viel besser. Meine Schwiegermutter hat das auch bemerkt, sie ist mit das Beste, das mir in diesem Leben geschenkt wurde!

Fühl Dich ganz herzlich umarmt und schau ein wenig nach vorne, dieses besch... Jahr dauert nur noch ein paar Stunden an und vielleicht wird das nächste Jahr eindlich mal ein GUTES für Dich, mich und GANZ VIELE ANDERE MENSCHEN - ich wünsche es mir von Herzen für jeden einzelnen!

Viel Kraft, Mut, Zuversicht und ganz viel GESUNDHEIT für 2005 Euch allen
Eure Silke

31.12.2004, 22:37
Liebe Freunde
und allen anderen aktiven und passiven Mitleser und -schreiber

Von Herzen wünschen wir euch, dass eure innigsten Wünsche, und die kennen wir nur zu gut, im nächsten Jahr in Erfüllung gehen werden. Möge endlich die Wende im Kampf gegen den Krebs einkehren.

Weiterhin viel Kraft, Liebe und Zuversicht von Herzen eure Liz und Willy im Doppelpack

Danke dass es euch gibt, fürs Dasein und für diese wunderbare Begegnung. Sie ist einmalig ..... das ist unser schönstes Geschenk 2004 und 2005.

Bis bald alle zusammen.

LIEBE UND GEMEINSAMKEIT IST GRÖSSTE KRAFT

02.01.2005, 00:05
einen schönen guten abend.

euch allen wünsche ich ein frohes neues jahr. für mich hat wohl eins der schlimmsten jahre begonnen die ich mir denken kann.
ihr habt mir bis auf ein paar wenige noch nicht viel geantwortet, obwohl ich so viele fragen habe, leider ist es so das ich hier noch niemanden trösten und mut zu sprechen konnte, weil ich bis jetzt noch nicht da bin wo ihr schon ward oder seit. meine ma ist an lungenkrebs erkrankt und ich weiß nicht sorecht wie ich damit umgehen soll. habe ihren befund vor mir liegen, aber nicht ein wort passt zu dem wie ihr es nennt. es steht nicht in welchem stadium sie ist nichts dergleichen. es stehen nur drei buchstaben und eine zahl dort .TTF1 was ist das?? wie soll ich mit den buchstaben umgehen?
wieviel zeit bleibt meiner mutter und mir noch???
lg petra

02.01.2005, 00:54
Liebe Petra

Kannst du uns direkt mailen liz.isler@gmx.ch? Melden uns dann bei dir.....

Liebe Grüsse Liz und Willy im Doppelpack

03.01.2005, 00:50
Hallo Silke,

ein gesundes neues Jahr wünsch ich Dir erstmal. Das Gesundheit das wichtigste ist, das wissen wir ja jetzt erst wirklich zu schätzen, ne? War Sylvester abend, quasi kurz vor Tore-Schluss, noch bei meinem Daddy am Grab. Das war ein schlimmes Gefühl. Es wurde schon reichlich geknall draußen und am Friedhof wurde es schon dunkel. Dieses Gefühl zu wissen, dass man in ein neues Jahr geht, und in (hoffentlich) noch viele andere, ohne dass die Person das noch miterleben kann. War ganz melancholisch. Tat mir auch ganz leid wieder da weg zu gehen, weil ich das Gefühl hatte, meinen Vater im Stich zu lassen, aber mann kann ja schlecht auf dem Friedhof übernachten, stimmts? Ich bin mittlerweile ein wenig gefasst, aber auch nur weil ich durch meinen klitze kleinen Sohn ziemlich abgelenkt bin. Auch gut so. Aber wenn man dann mal Zeit hat, dann überfluten einen auch die Gefühle. Schlimm ist das. Freut mich, dass Du Deine Mutter mal ordentlich gerüttelt hast. Unglaublich die Person!!!!
PS Komisch, mich zieht es immer wieder in den Krebs Kompass. Gehts dir genauso? Liebe Grüße, und bleib stark, Kirsten

03.01.2005, 10:12
Liebe Kirsten,

auch Dir ein gutes neues Jahr und ganz viel Gesundheit, gerade auch in Hinblick auf Deinen keinen Sohnemann.

Ja, mich zieht der KK auch magisch an, irgendwie die letzte Verbindung zu meinem Paps, obwohl er hier ja niemals drin war und er mir niemals hier antworten wird. Aber ich fühle mich ihm einfach näher.

Du hattest es gut, dass Du zu Deinem Dad ans Grab konntest. Wir waren weit weg von zu Hause und ich habe es so vermisst, zu ihm zu gehen und zu ihm zu reden. Kurz nach 24.00h habe ich dann eine totale Heulkrise bekommen und konnte eine Zeit keinen um mich herum ertragen. Mittlerweile geht es mir wieder besser.

Es ist wirklich ein komisches Gefühl: Da fängt mein ein neues Jahr an, beendet ein altes und sehr trauriges Jahr und irgendwie kann man gar nicht fassen, dass eine Person, die man doch so sehr liebt nie wieder da ist und man selbst ein Leben weiter führt, als wäre das das Normalste auf der Welt. Ich find gar nichts mehr normal. Alles und ich meine wirklich alles hat sich verändert, sogar ich. Es gibt einige in meinem Freundeskreis, die fragen immer wieder, wann die "alte Silke" wieder kommt. Ich weiß momentan nur soviel, dass die "alte Silke" auch irgendwie gestorben ist und ich nie mehr so wie früher werden kann. Aber ich gehe dafür jeden Tag auch bewußter an und versuche, immer das Beste draus zu machen und mich über Kleinigkeiten zu freuen.

Schön das es Dich gibt und ich eine Seelenverwandte getroffen habe. Fühl Dich umarmt
Silke

Liebe Grüße an alle anderen und ein gutes neues Jahr mit viel Gesundheit für jeden wünsche ich Euch allen!

03.01.2005, 22:15
hallo!

kamm mir jemand sagen was T3 Nx M1 bei lungenkrebs zu bedeuten hat? das ist der befund den meine mama hat. dann wüßte ich noch gern ( weil ihr kopf bestrahlt werden muß ) was topotecan für eine bestrahlung ist. habe bis jetzt immer nur von der kobolt bestrahlung gehört.


vielen dank petra

Gaby_2003
03.01.2005, 23:34
Liebe Petra,

also Du wolltest wissen was T3 Nx M1 bedeutet.

T3 : heisst Stadium 3 d.h. der Tumor ist nicht nur auf die Lunge beschränkt sondern hat sich auf angrenzende Organe ausgebreitet
Nx : bedeutet man weiss nicht wie viele Lymphknoten befallen sind oder man hat sie nicht bestimmt

M1 : bedeutet es gibt eine Metastase

leider habe ich wegen PC-Problemen die Befunde Deiner Ma nicht verfolgen können, welche Art Lungenkrebs hat sie, kleinzeller oder grosszeller?

Bei topotecan schau ich noch, aber die Kopfbestrahlung ist eigentlich üblich, ich muss gestehen das ich mich bisher noch nicht so mit den verschieden Bestrahlungen beschäftigt habe.

Viele Grüsse und sei fest umarmt bis bald

Gaby_2003

03.01.2005, 23:52
hallo gaby!

meine ma hat einen kleinzellerim rechten oberlappen.man konnte ihn nicht auf dem röntgenbild sehen. wir haben es an der metastase im kopf gemerkt das was nicht stimmt. und deren befund zeigte auf die lunge, im anschließenden CT wurde er festgestellt. die bronchiskopie war auch ohne befund. sie hatte die große metastase im kopf und hat jetzt noch 4 kleine im kopf,außerdem eine etwa 4 cm große in der nebenniere. bis gestern ging es ihr gut. seit der nacht hatte sie starke kopfweh und hat es heut beim doc auch gleich gesagt. er meinte es wäre ödem?? und hat ihr kortison verschrieben. am mittwoch bekommt sie ihre erste bestrahlung und am montag die erste chemo. weiß leider nicht was ich denken soll, habe soviel hoffnung und gleichzeitig angst ganz tief zu fallen.

alles liebe
petra

04.01.2005, 10:25
Liebe Petra,

erst einmal fühl Dich dolle gedrückt und vielleicht ein klein wenig gestärkt dadurch.

Mein Paps hatte auch Kortison bekommen. Das soll mehreres bewirken. Zum einen werden Deiner Mum so etwas die Kopfschmerzen genommen und zum anderen gibt man Kortison oft vor den Betrahlungen und der Chemo. Mein Paps hatte immer einen Kortisoncoctail/-spühlung vor der Chemo bekommen, damit ihm nicht so übel wird, die Verträglichkeit wird damit verbessert. Als er dann auch Metastasen im Kopf hatte, bekam er es, weil man sagt, dass die Chemo leider nicht richtig in das Gehirn reinfließt und dort nicht so super den Tumor bekämpfen kann. Das ist auch der Grund, warum Deine Mum jetzt gleich Bestrahlungen erhält.

Alles hört sich aber bei Deiner Mum so an, als hätte man die Diagnose im Frühstadium erkannt. Bitte macht Euch auch schlau, was mit der leber ist. Die Leber kann sich sehr gut selbst regenerieren, aber wenn sie befallen ist, muß schnell gehandelt werden. In Frankfurt an der Uni gibt es einen Spezialisten hierfür.

Liebe Petra, Du schaffst das, gebe die Hoffnung nicht auf und sei für Deine Mum da, wo und wann immer sie Dich braucht. Ganz viel Kraft wünsche ich Dir!

Alles Liebe
Silke

04.01.2005, 15:50
Hallo Petra,

das "Topocetan" hat nichts mit Bestrahlung zu tun, sondern ist eines der wenigen Zytostatika, das die Blut-/Hirnschranke überwinden und damit Metastasen im Gehirn bekämpfen kann. Die Bestrahlung erfolgt sicher noch zusätzlich.
Das Kortison bekommt Deine Ma, um das Ödem (=Flüssigkeitsansammlung) zu bekämpfen, das einen Druck aufs Gehirn ausüben und u.a. zu Kopfschmerzen, Sehstörungen und anderen neurologischen Ausfällen führen kann.
Ich glaube, Du kannst jetzt ganz einfach nur immer für Deine Ma da sein; egal was und wie es kommt. Dieses "da sein", das ist so ungemein wichtig. Für Deine Ma und vielleicht auch mal irgendwann für Dich selbst.

Liebs Grüßle

Joachim

04.01.2005, 19:34
hallo silke! danke für deine lieben zeilen. soviel wir wissen ist die leber noch nicht befallen.aber ich habe das gefühl meiner mama geht es jetzt fast wieder täglich schlechter. sie hatte soviel mut und kraft die bestrahlungen und chemo ambulant zu machen. heut war sie nun im kernspint Ct. danach ging es ihr ganz ganz schlecht( schwindel und übelkeit ) und nun meint sie das sie vielleicht im krankenhaus besser aufgehoben ist.morgen hat sie ihre erste bestrahlung ich werde sie begleiten. und montag dann noch die chemo auch da werde ich dabei sein.die korison tabletten helfen wirklich sie sagte selber das es ihr danach besser ging. ich weiß nicht ob ich glauben soll ,das alles früh genug entdeckt wurde. man sagt grade die kleinen sind die gefährlichen.


nochmal danke, hätte nie gedacht das man hier soviel mitgefühl erfährt es tut gut eure zeilen zu lesen

liebe grüße petra





diese zeilen sind auch für dich joachim.

04.01.2005, 19:43
hallo zusammen
petra ich wollte dir nur sagen das meine ma erst chemo und dann bestrahlungen bekommen hat,bis jetzt hat sie alles gut überstanden nächste woche muss sie wieder für 4 tage ins kh weil alles untersucht wird natürlich haben wir angst vor dem ergebnis aber wir wissen auch das sie kämpft den einzigsten nachteil den wir bei ihr festellen konnte war oder ist das sie sehr agressiv geworden ist die ärzte sagen das kommt vom cortison also sei gefasst darauf sie meint es nicht so

hallo joachim wollte mal nachfragen wie es dir und deiner familie so geht
alle anderen auch liz und willi seit lieb gegrüsst von mir
gruss gabi

04.01.2005, 23:18
hallo!

ich glaube mittlerweile bin ich auf alles gefasst. meine ma sagte mir grade sie glaubt die metastasen im kopf sind gewachsen. weiß nicht was ich dazun sagen sollte.

liebe grüße
petra

05.01.2005, 09:43
Liebe Gabi,
das kenne ich auch sehr gut mit der Agressivität. Paps war es immer an den Tagen, wo er ins KH mußte und so bis zu 2 Tage nach der Chemo oder der Bestrahlung. Ist ja auch zu verstehen. Er hat sich dann immer Gedanken gemacht, ob das alles was bringt und ihm helfen wird. Teilweise fehlte ihm der Glaube und die Angst war enorm groß. Ich habe ihm dann immer etwas Luft gelassen und bin dann vorsichtig über andere Themen als Krankheit, Krebs und die Frage "wie es ihm ginge" an ihn rangekommen. Es ist schon eine harte und schwere Last, die ein Patient da mit sich selbst ausmachen muß, daher habe ich ihm diese Agressivität nicht böse genommen.

Liebe Petra,
ich weiß nicht, ob ein Mensch spüren kann, ob dieser Tumor wächst, Paps hat ja damals während und nach der Kur gesagt (er hatte zu diesem Zeitpunkt keine Metastasen mehr auf der Lunge oder sonst wo), dass er einen neuen Tumor auf der Lunge sitzen abe. Ich konnte es nicht glauben, als er nach der Kur zur Großuntersuchung/Nachsorge in KH ist und mit der Diagnose raus kam, dass auf der Lunge ein neuer Fleck - eine andere Stelle als der erste - sei. Patienten haben da wohl ein ganz anderes Gefühl, was den eigenen Körper betrifft.
Jetzt aber drücke ich Deiner Mum ganz dolle die Daumen, dass die Kopfweh weggehen und die Bestrahlung und Chemo ihr helfen werden. Nimm sie bitte unbekannterweise einfach mal kurz für mich in den Arm - Danke.

Liebe Grüße
Silke

05.01.2005, 11:07
Ja Hallo Gabi (Beastlady)

Schon lange nichts mehr gehört, wie geht es dir so? So schön wieder von dir zu hören.

Du hast zwar von deiner Mam geschrieben, dass nun die Chemo soweit vorbei sei und nun nächste Woche ein Staging stattfinden soll, aber wie es dir geht, darüber schweigst du einmal mehr, dabei bist du doch genauso wichtig. Hört sich ja im Moment doch rel. Positiv an, vor allem bezüglich NW.

Gabi und Silke und den anderen auch ...

Das mit der Aggressivität ist so ne Sache, das kennen wahrscheinlich hier sehr viele von uns. Es ist schon richtig, dass Kortison dies mitauslösen kann, so wie es auch Depressionen bis hin zu einer totalen Hyperaktivität und Euphorie auslösen kann.

Es kann aber nicht nur von da kommen, denn es passierte auch wenn Willy kein Cortison hatte oder in der Chemo war.

Aber ehrlich gesagt wir haben schon auch den Verdacht, dass die Krankheit selber und vor allem auch die ganzen Umständen die damit verbunden sind, ihren Beitrag auch noch dazu leisten. So ist auffällig, dass es nicht nur eine Agressivität ist die vorliegt und die ist nicht im physischen (also Gewalt)zu sehen, sondern ausschliesslich verbal vor allem mit enormen Ungeduld, Gemecker über Kleinigkeiten, gewisse Situationen oder Personen die nicht mehr geduldet werden, auch in der Öffentlichkeit (regt sich über jeden Haberkäse auf z.B. im Tram weil jemand ihn nicht raus liess und sich reindrängte etc. - früher wäre ihm doch das egal gewesen - heute nicht mehr). Ich glaube es hat auch viel damit zu tun, dass von ihnen enorm viel gefordert wird in einer Zeit wo sie sich eigentlich lieber in Ruhe zuerst einmal mit der ganzen Situation auseinandersetzen möchten, aber diese Zeit haben wir ja nicht, es geht Zack auf Zack. das andere ist, dass die enorme Anspannung, die ünERHÖRTE vielleicht sogar nicht verstandene Angst (wir können uns ja nur bedingt in die Betroffenen hineinversetzen) und wahnsinnige Angst vor dem nächsten Resultat und die unerträgliche Wartezeit bis man das Resultat des Stagings hat sein Tribut nimmt. Auch die Gedanken; bringt es überhaupt was?, für was mache ich das?, werde ich wirklich wieder gesund?, was ist heute in eienm Jahr, bin ich noch da? was ist mit meiner Familie, meiner Arbeit etc.?soll ich mich so quälen lassen? etc. sind doch nachvollziehbar - haben wir als Angehörige nicht auch Ängste und Gedanken die für uns die Hölle sind. Ich habe gerade in den ersten 1,5 Jahrne immer wieder wahnsinnige Angst davor gehabt alleine alt zu werdne - ich wollte und will nicht ohne Willy im Doppelpack alt werden und doch realitätsbezogen gesehen sind die Gedanken schon korrekt, nur ich schämte mich darüber, ich hatte Angst wenn ich die Gedanken fertig denke, dann wird er auch sterben und davor hat ich dann nochmals Angst. Aber auf beiden Seiten, also auf der des Betroffenen und der Angehörigen.

Bei Willy habe ich oft das Gefühl, dass in dieser Zeit der hier einfachtshalber als "global zu betitelnde Aggressivität", dass er sich das Recht nimmt so zu reagieren, aber wir haben keine recht Ängste zu haben, Unsicher zu sein, Frust zu haben, Mutlos zu werden oder sich einfach auch alleine gelassen zu fühlen. Nach dem diese Aufs- und Abs ein paar mal vorlagen (ist bei uns ja schon öfters gewesen - kein Wunder sind es doch schon mehr als 2 Jahre nun) haben wir versucht diese wiederkehrenden Situationen zu analysieren udn kamen zum Schluss es hat sich schon gebessert dies zu sehen und darüber zu sprechen. So ist diese Aggressivität zwar noch da, also zeitweise, aber wir können besser umgehen damit.. Wir mussten auch lernen ihr nicht mehr den Stellenwert zu schenken den sie anfänglich noch einnahm, denn es zehrte zu arg an unseren Kräften.

Wir mussten aber auch feststellen, dass gerade unser Jüngster Pascal auch zeitweise Aggressiv wirkte. bei ihm liegt es sicher daran, dass er zwar sich vom ganzen Thema abschottet und nichts hören will und doch macht er sich quälende Gedanken. Diese will er aber auf alle Fälle nicht seinem Paps zeigen, aber gerade da wäre Willy froh gewesen ein Zeichen von ihm gesehen zu haben, dass er sich sorgen macht. Ich glaube Pascal reagiert so, um seinen eigenen Tod nicht in die Augen sehen zu müssen, denn er ist jung und will leben und sich nicht jeden Tag mit seiner eigenen schweren Erkrankung auseinandersetzen. das respektieren wir nachdemauch darüber gesprochen wurde und ich spreche zeitweise einfach alleine mit ihm und dass stimmt dann für ihn so.

So haben wir gelernt âufeinander zuzugehen, Rücksicht auf die individuellen Ängste und Bedürfnisse zu nehmen aber auch das Thema Agressivität anzusprechen und zwar nicht dann wenn sie Aggressiv waren/sind!! Aber es ist kein eifnacher weg, nicht so einfach wie es sich beim schreiben anhört oder liest!

ganz liebe Grüsse an alle, ganz speziell an dich Gabi, aber bitte lass uns doch wissen wie es dir geht' Okay? Von Herzen eure Liz und Willy im Doppelpack

05.01.2005, 13:54
halo liz und willi
ihr wolltet wissen wie es mir geht na ja mir geht es sehr schlecht.meine ängste und depressionen die ich ja nun schon seit 15 jahren habe können nur noch mit medikamenten im rahmen gehalten werden weil ja meine kraft ( meine Mama) nun nicht mehr so für mich da sein kann wie sie es mal war im gegenteil ich muss nun stark sein und das ist ganz schön schwer. meine kids reagieren sehr unterschiedlich der grosse 19 will gar nicht drüber reden und der kleine 13 sagt immer mama wenn oma zum lieben gott muss dann bist du sicher wieder ganz gesund und bekommst das alles schon hin.wie es mal wird kann ich nicht sagen bin ja auch schon seit jahren in therapie.mein leben war und ist einfach nur scheisse.was mir bleibt ist die hoffnung und die kraft meiner kinder wenn die nicht wären..... na ja wünsche allen hier alles gute und dir liz und willi die kraft weiter für uns da zu sein
DANKE!!
gruss gabi

05.01.2005, 19:18
hallo!

habe heute mit dem arzt sprechen können. viel zeit bleibt uns nicht mehr. gehirntumore sind das ende unheilbar.

LG petra

05.01.2005, 19:19
hallo!

habe heute mit dem arzt sprechen können. viel zeit bleibt uns nicht mehr. gehirntumore sind das ende unheilbar.

LG petra

07.01.2005, 02:57
Hallo ihr Lieben

Wir sind euch ein paar Antworten schuldig, leider verzögert sich das Antworten (bitte Eintag im Thread "Sterben, jeden Tag ein bißchen mehr"
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php3?id=622&eintrag=940&UIN= beachten).

Melden uns noch, seid alle lieb gedrückt, haben euch nicht vergessen v.a. Kerstin und Silke, Manuela, und Gabi,und Petra.

Ganz liebe Grüsse ne einsame und traurige Liz ohne Doppelpack

14.01.2005, 23:57
Hallo Petra!

Leider sagte mir der Doc. auch das selbe bei meiner Mama....
und es bewarheitet sich....
Hirnmeta ist der Gipfel des Eisberges..... :-(
leider....lg Manuela

Betti
16.01.2005, 21:39
Hallo miteinander

Bin neu hier - obwohl ich schon eine zeitlang still mitlese. Bei meinem Papi (60) wissen wir seit 6 Monaten dass er einen nicht-kleinzelligen Lungentumor hat. Er hat nun alle diversen Chemos durch - nur wirken sie nix. Er hat nun bereits Metastasen in den Nebennieren, Leber, Rücken, Rippen, etc. Die Bestrahlungen wirken bei ihm super, nur darf man ja leider keine Organe bestrahlen :-(. Jetzt hat ihm eine Metastase bereits das Schlüsselbein gebrochen und er leidet Schmerzen (trotz Morphium) ohne Ende. Sie wollten ihm nun das Medi Iressa geben, doch die Ärztin meinte, dieses Medi verspreche auch nur wenig Erfolg. Er ist jetzt in eine neue klinische Studie aufgenommen worden von der Firma Roche, die noch ein "besseres" Medi haben sollen. Leider weiss ich den Namen nicht.

Wir warten nun auf ein RIESEN Wunder. Eigentlich habe ich gar keine Frage an Euch merke ich gerade, doch es tut einfach so gut, dies hier mal niederzuschreiben und zu wissen, verstanden zu werden.

Verzweifelte und traurige Grüsse
Betti

18.01.2005, 16:52
Liebe Betti - auch ich bin neu hier - muß mich erst mal durch die vielen Themen "wurschteln". Mein Mann (64) hat auch den Nichtkleinzeller (im August 04 festgestellt). Stadium TIVN2-3M1 - das heißt, sehr spät festgestellt und schon weit fortgeschritten. Heute waren wir zur Blutuntersuchung. Der Tumormarker ist seit November von 1390 auf heute 520 zurückgegangen. Für die Fernmetastasenin der Wirbelsäule bekommt mein Mann ein Bisphosphonat (Zometa) und für den Tumor selbst bekommt er Alimta - dabei nimmt er an einer Studie teil. Z. Z. geht es ihm recht gut (er hat jedoch im letzten 3/4 Jahr 20 kg abgenommen). Wir hoffen halt auch und das jeden Tag mehr, dass alles wieder gut wird. Auch macht er alternativ sehr viele zusätzliche Sachen.
Herzliche Grüße - Steffanianame@domain.de

19.01.2005, 16:30
hallo alle zusammen!

meine mama hat jetzt dien erste woche chemo hinter sich. eigentlich verlief alles gut, jetzt fängt es aber an, sie hustet sich fast zu tode, hat keine stimme mehr. und heut nacht ist sie einfach so umgefallen als sie aus dem bett war. nun geht es wohl richtig los, dachte oder habe gehofft das alles nicht ganz so schlimm wird. aber ist leider nicht so. naja nun kann sie nicht meht´r so schreien das war in letzter zeit auch sehr schlimm. man konnte ihr irgentwie nichts recht machen.

lese alles mit halte mich aber mit dem schreiben zurück. aber meine gedanken sind auch mit bei euch
seit alle ganz lieb gedrückt

eure petra

Betti
19.01.2005, 22:51
Hallo Steffania

Schade, dass wir uns durch diese traurigen Schicksale kennenlernen müssen. Wie geht es deinem Mann heute? Ist es auch bei ihm ein tägliches "auf" und "ab"? Mein Papi hat auch mehr als 20 kg abgenommen (komischerweise hat er anfangs zugenommen). Morgen versuchen sie nochmals die Metastase am Schlüsselbein zu bestrahlen und ab Freitag soll er das neue Medi der klinischen Studie erhalten. WIR HOFFEN SO!

Welche Medikamente er sonst alle nimmt, weiss ich nicht genau. Die Mistel-Therapie hat er überhaupt nicht vertragen und musste sie nach wenigen Malen absetzen. Er bekommt abends 2 Ampullen Morphium und noch etwas gegen die Schmerzen, was ihm für ca. 10-12 Std. die Höllenschmerzen nimmt. Mehr weiss ich leider nicht.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel, viel Kraft und lass uns die Hoffnung auf Wunder nicht verlieren.

Liebe Grüsse
Betti

20.01.2005, 13:30
Hallo Petra,
ich mache mit meinem Partner das gleiche durch. Er hat auch einen Kleinzeller im Oberlappen und div. Metastasen im Hirn. Leider hat die Bestrahlung ausser den Nebenwirkungen (kein Geruchs-und Geschmackssinn mehr und Haarausfall) nicht wirklich etwas gebracht.
Dieses Umfallen nach dem Aufstehen kenne ich auch. Das liegt meistens daran, dass sich der Kreislauf erst an die Chemo gewöhnen muss, wir haben einige Zeit täglich x-mal den Blutdruck gemessen, um festzustellen, wann er besonders in die Knie geht. Meistens war es direkt nach dem Essen der fall, da der Magen dann zum Verdauen das Blut benötigt (das wurde uns so vom Arzt erklärt) Nach dem mein Partner sich dann dazu gezwungen hat, sich nach dem Essen nicht gleich hinzulegen bzw. wenn es nicht anders ging, zumindest die Beine hochzulagern, hat sich der Kreislauf stabilisiert. Ausserdem hat er die Trinkmenge enorm erhöht, nicht nur die mindest vorgegebenen 2 Liter, sondern bis zu 4 Liter täglich, dann werden die Giftstoffe der Chemo schneller ausgespült und die Nebenwirkungen halten sich einigermassen im Rahmen. Ich musste ihn allerdings zum Vieltrinken animieren, denn angenehm war das nicht aufgrund der entzündeten Mundschleimhaut, aber er war mir letztendlich doch ganz dankbar, weil es ihm dadurch besser ging.
Mit dem Husten solltet ihr schnell klären, ob es sich um eine Bronchitis handelt, die behandelt werden muss, durch die Chemo gehen die Leukozythen in den Keller und die Infektionsgefahr steigt rapide. Ggf. wird die nächste Chemo dann verschoben, denn es geht immer darum, mindestens die Lebensqualität zu erhalten und nicht "auf Teufel komm raus" die Chemo zu verabreichen. Bei meinem Partner kam es städnig zu Verschiebungen und asufällen der chemo aufgrund einiger Infektionen, aber die müssen immer zuerst behandelt werden, damit sich der Zustand nicht weiter verschlechtert. Wir haben mittlerweile auch ein Sauerstoffgerät daheim, um die Sauerstoffsättigung im Blut konstant zu halten. Das wurde von der Klinik verordnet und wird von der Krankenkasse gezahlt. Seine Sauerstoffsättigung lag allerdings während der Bronchitis auch nur noch bei 80 bis 82 % (normal 94-98).
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft bei der Unterstützung Deiner Mutter, sei einfach für Sie da und vergess Ihre "schlechte Laune" schnell, das meint sie nicht so...falls Sie Metastasen im Stirnbereich hat, beinflussen diese leider die Psyche und die ganze Situation ist für Sie auch sehr belastend.
Ich kann sehr gut nachfühlen, was Du durchmachst.
Lieben Gruss
Gaby

20.01.2005, 16:20
hallo gaby !

also mder husten und die heiserkeit soll laut ärzte von der chemo und den bestrahlungen kommen. habe noch nie etwas von solcher nebenwirkung gehört. sie schläft nachts im sitzen. kann leider keinen hustensaft mit codein nehmen ( der würde wohl helfen ) da sie dann eine gallenkulik bekommen würde. ist schon alles ein mist.

sie hatte eine metastase im stirnbereich diese wurde ihr aber im dezember entfernt. kann das trotzdem noch beeinflussen?


danke das du mich verstehst,

lieben gruß und auch dir ganz viel kraft

petra

22.01.2005, 16:17
Hallo Petra,
also von diesen Nebenwirkungen habe ich auch noch nichts gehört und gelesen...und ch lese sehr viel...
die Heiserkeit kommt bei meinem Partner von der Bronchoskopie, wrde bei der Mutter auch eine gemacht?? Dabei wurden wohl die Stimmbänder etwas angekratzt.
Aber gegen den Husten muss es doch Mittel geben. Husten ist viel zu anstrengend. Mein Partner bekam Mittel, die die Broncien erweitert haben (Theophyllin und ein Asthmaspray für Notfälle) und das hat innerhalb weniger Tage zu massiver Besserung geführt.
Ist Deine Mutter in einer Klinik in Behandlung, die ganzheitlich behandelt oder nur die Krebserkrankung behandelt?
Wir haben eine Klinik, die alle Aspekte berücksichtig, da sind die Ärzte auch entspr. darauf geschult, die Medikamente im Hinblick auf andere Erkrankungen abzustimmen. Mein Partner hatte vor 5 Jahren eine schwere Herzerkrankung mit Bypass-OP und muss starke Medikamente nehmen. Das wird in der Klinik alles berücksichtigt. Es ist manchmal wirklich nur die Frage, wer behnadelt - es gibt hier gravierende Unterschiede und wenn Du bei den behandelnden Ärzten kein gtes Gefühl hast, dann ist eine zweite Meinung bestimmt nicht verkehrt, manchmal hilft es, die Klinik zu wechseln, es ist so entscheidend, das die Behandlung optimal ist.
Wir hatten von Anfang an das Gefühl, in richtigen Händen zu sein, das ist sehr wichtig!

Ich wünsche Dir ein ruhiges Wochenende
Gaby

22.01.2005, 18:36
hallo gaby!

meine mama macht die chemo im krankenhaus ( heißt sie fährt täglich mit taxi hin ,wird von der krankenkasse übernommen) und die chemo bekommt sie bei einem onkologen für LK. bei meiner ma wurde im dezember eine bronchoskopie gemacht,danach hat sie nur gehustet und es war gut. jetzt seit ca. 1 woche ist sie heiser und hustet stark wenn sie sich hinlegt. ich habe mir das mittel mal aufgeschrieben und werden ihren arzt drauf ansprechen. vielen dank für deinen tipp. heute hat sie mir gesagt das ihre blutwerte im keller sind, jeden tag was neues. weiß schon nicht mehr wie ich ihr helfen soll.


wünsche dir auch ein angenehmes wochenende
petra

22.01.2005, 20:27
Hallo Petra,
leider sind die Blutwerte eine Folge der Chemo, die Leukozyten gehen in den Keller, dadurch steigt die Infektionsgefahr, also kein Besucher mit Schniefnase und ähnliches, immer die Hände waschen, alles vermeiden, was Bazillen übertragen könnte. Das Hämoglobin geht ebenfalls in den Keller, dadurch transportiert das Blut weniger Sauerstoff. Wenn die Blutwerte zu schlecht sind, wird die Chemo normalerweise ausgesetzt, bis sich die Blutwerte wieder erholen.
Hast Du Dir schon die "Blauen Ratgeber" zu den betreffenden Themen besorgt, gibt es entweder in der Klinik oder Du kannst sie über Internet bei der Deutschen Krebshilfe bestellen. Da sind viele Sachen erklärt, sehr informativ und vor allen Dingen auch für medizinische Laien verständlich geschrieben.
Mir haben diese Infos geholfen, alles etwas besser zu verarbeiten und auch zu wissen, was da noch so auf mich zukommen kann.

Bei Klaus (meinem Partner) war es so, dass er im letzten Sommer Sehstörungen hatte - er sah immer mal wieder rote Punkte... der Augenarzt hatte keine Erklärung und das Thema war damit für ihn erledigt. Dann kam ein Taubheitsgefühl in der linken Kopfhälfte dazu, welches von mal zu mal, wenn so ein Anfall kam, weiter in den linken Arm zog und dann bis zur Hüfte, bis ins Bein und dann kam es zu epileptischen Krampfanfällen der gesamten linken Körperhälfte.
Aufgrund der vorangegangenen Herzinfarktgeschichteging Klaus sofort zum Arzt, Überweisung zum Kardiologen - kein Befund - alles bestens! Die nächste Überweisung zum Othopäden, wieder Wartezeit bis zum Termin, Diagnose eingeklemmter Nerv im Halswirbelberit
ch, der diese Lähmungen auslösen könnte, also Krankengymnastik, Massage etc... Nach dem ersten epil. Anfall habe ich darauf bestanden, dass er sofort zum Neurologen ging, EEG wurde gemacht und sonstige Untersuchungen und der Neurologe überwies ihn sofort zur CT des Kopfes.
Dort wurde dann CT und aufgrund des Ergebnisses auch noch ein MRT gemacht, der Radiologe sagte nix, nur das Klaus sich mal schnell wieder beim Neurologen melden sollte.
Der hat uns dann am 21.9.04 gesagt, dass es sich um Auswirkungen durch Metastasen handelt und der Primärtumor noch gefunden werden müsse. Also möglichst noch am selben Tag ab ins Krankenhaus.
Klaus wollte nicht, da wir einen Urlaub für Anfang Oktober gebucht hatten, ich hab ihm dann die Meinung gesagt und das seine Gesundheit ja wohl wichitg sei und er ist am nächsten Morgen sofort ins Krankenhaus gegangen.
Dort wurde sehr schnell der Primärtumor in der Lunge gefunden, leider Adenoca., die ungünstigste Prognose - bei einem Kampfraucher auch eigentlich kein Wunder.
Dann gabs erst 10 Tage Bestrahlungen (ambulant) mit starker Kortisongabe, um die Ödeme um die Metas abzubauen, die Bestrahlungen hat er soweit ganz gut vertragen, bis auf den Verlust von Geruchs- und Geschmacksinn und seiner wirklich tollen Haare.
Dann gings mit Chemo weiter, eine Kombitherapie auf Cisplatin und Vinorelbin, 2 Tgae stationär im Krankenhaus, danach im Abstand von 8 Tgen 2 mal ambulant, dann wieder 2 Tgae stationär, immer im 21 Tage-Zyklus.
Leider hat er während der ersten stat. Chemo einestarke Gürtelrose bekommen, die vorrangig behandelt werden musste, dann eien starke Bronchitis, aufgrund von Antibiotika wurde wieder die Chemo verschoben. Endlich gabs dann die zweite stat. Chemo, danach eine akute Schleimbeutelentzündig im Ellbogengelenk, also weider Antibiotika, die Gürtelrose kam auch wieder durch, also weiter Medikamentenhämmer.. und wieder keine ambulante Chemo.. Die Blutwerte waren zudem auch im Keller.
Nach dem 2. Zyklus - also faktisch nach 2 stat. Chemos gabs eine Zwischenuntersuchung wie geplant, mit dem Ergebnis, die Chemo bringt nichts, der Tumor in der Lunge wächst allerdings auch nicht. Seit der zweiten Chemo schläft er 20 bis 22 Stunden täglich (er schläft wirlich tief und fest) und nun kam bei der Kontrolluntersuchung des Kopfes raus, dass die Metas noch da sind - nicht alle und nicht mehr ganz so gross- aber halt nicht weg und somit ist das Problem nicht vorrangig die Lunge sondern der Kopf. Da ist laut dem Arzt nichts zu machen, die event. Teilnahme an einer Studie kann allenfalls seinen Zustand etwas verbessern, aber sein Leben nicht verlängern und wie lange das noch dauert, dazu äussert sich niemand konkret. Nach allem,was ich zwischenzeitlich gelesen habe, hat er vielleicht noch ein paar Monate, vielleicht auch nicht.. Ich bin mein Leben lang immer sehr realisitisch gewesen und träumen bringt bei dieser Krankheit auch nichts, Klaus ist ein unheimlicherOptimist, er war immer überzeugt, das alles wieder gut wird, seit dem letzten Gespräch mit dem Arzt war er sehr geknickt und ich hatte alle Mühe, ihm gut zuzureden.
Nun ist er dabei, seine Papiere zu ordnen, eine Patientenverfügung zu erstellen und alles, was sein muss, zu erledigen, damit er den Kopf frei bekommt und hoffentlich die noch verbleibende Zeit mit ein paar netten Unternehmungen verbringen kann - solange es der Zustand erlaubt. Das wünsche ich mir wirklich für ihn.
Hoffentlich klappt das auch.
...oops schon wieder ein Roman, wenn ich mal am Tippen bin, hält mich nix mehr.
Nun ist aber genug für heute - freue mich, wieder etwas von Dir zu lesen.
Gaby

22.01.2005, 21:35
hallo gaby!
meine mutter hat ein kleinzelliges adenokarzinom. mit metastasen inm kopf und nebennieren.

komisch hatte dir eigentlich auch hier geantwortet ( naja egal ).

ich war grade bei ihr und es gibt wirklich jedesmal was anderes ,nun fängt es an das sie ihre haare verliert und das alles nach dem ersten zyklus der chemO? was kommt noch alles ? wie lange habe ich sie noch, ? das geht mir jetzt alles wieder viel zu schnell ich bin noch nicht so weit.

lieben gruß
petra

23.01.2005, 02:10
Hallo Petra,
leider kann niemand vorhersagen, was noch alles kommt. Jeder reagiert völlig unterschiedlich auf die einzelnen Therapien. Haarausfall ist leider eine häufige Nebenwirkung. Deine Mutter sollte sich eine Perücke fertigen lassen, das wird dvon der Krankenkasse übernommen, ich bin sicher, es ist für Frauen schlimmer als für Männer, obwohl mein Partner auch unter dem Haarausfall gelitten hat...aber nach wenigen Wochen begannen sie wieder zu wachsen. Er nahm Gabunat forte, ein Mittel, dass den Biotin-Gehalt im Blut erhöht und damit den Haarwuchs positiv beinflusst.
Es wird auch kein Arzt eine Prognose zur Lebenserwartung stellen, da alle Zahlen auf durchschnittlichen Statistiken beruhen und bei jedem Menschen der Verlauf der Krankheit unterschiedlich ist. Wenn Deine Mutter ein Adenokarzinom hat, dann gehört es zur Gruppe der nichtkleinzelligen Karzinome.
Ein guter Rat on mir, hat mir persönlich sehr geholfen- ich habe ein paar Termine zur Gesprächstherapie bei einer Psychologin gehabt. Da konnte ich mal ganz offen über meine Ängste reden und das hat wirklich geholfen.
Gibt es in der behandelnden Klinik einen psycho-onkologischen Dienst? Diese Leute sind speziell auf Patienten und Angehörige mit Krebserkrankungen geschult.
Alleine kannst Du das nicht alles schaffen.
Das Forum hier ist wirklich klasse, ich habe es erst vor ein paar Tagen entdeckt, es hilft auch, alles mal niederzuschreiben, aber geschulte Hilfe ist sehr zu empfehlen.
Ich hoffe, dass Du Deine Mutter noch recht lange bei Dir hast und dass Sie nicht allzuviel Nebenwirkungen ertragen muss.
Gaby

Susi6
28.01.2005, 21:51
Hallo Betti

kann dich leider via Mail nicht erreichen- die mails kommen immer wieder zurück-stimmt irgendwas nicht.

Ich hoffe es geht euch- den umständen entsprechend- gut!?
Ich hoffe auch, das dein Papi endlich schmerzfrei wird und die neue Therapie anschlägt..wär wirklich mega!!!
Denke ganz viel an ihn und seine Familie-und hoffe mit euch allen zusammen auch auf ein Wunder.
Gehe morgen für eine Woche in Urlaub-wünsche euch ganz,ganz viel Kraft und hoffe, wenn ich zurück komme etwas positives zu erfahren!
Halt die Ohren steiff und lass dir die Hoffnung nicht nehmen!
Besorgte Grüsse Susi
[s.weymann@bluewin.ch]

29.01.2005, 12:03
Liebe Susi

Merci vielmols für Deine Nachricht. Papi ist seit gestern im Spital und sie versuchen ihm die Schmerzen zu nehmen. Leider bis heute vormittag ohne Erfolg:-(. Wir sind im Moment ein wenig erleichtert, dass er sich endlich überwunden hat, ins Spital zu gehen und er nun 24h überwacht wird. Ursi kann nun hoffentlich mal einige Nächte wieder schlafen und sich ein wenig "erholen". Auch wenns im Moment nicht aussieht, als ob noch ein Wunder geschehe, wir versuchen, die Hoffnung nicht aufzugeben und kämpfen weiter.

Hey, wünsche Dir und Deiner Familie wunderschöne Ferien, gute Erholung und einfach viel viel Spass miteinander!

Nochmals vielen lieben Dank für Dein Mitgefühl und auch noch ein RIESIGES MERCI an Deine Mami, sie hat Papi auch nochmals gut zugeredet, er solle doch nun endlich ins Spital und die Schmerztherapie antreten.

Liebs Grüessli
Betti

29.01.2005, 22:29
Hallo Petra!
leider hatte meine Mama auch kl.zell.BK mit Meta im kopf und knochen.Sie hatte irre-schmerzen und die schmerzpumbe half ihr ein wenig darüber hinweg. leider so sagte mir der arzt damals schon sind die hirn-meta ein wirklich grosses problem.mama verlor auch die haare und ich denke das schmerzte Sie besonders.Sie bekam gleich eine Perücke die Sie jedoch dann nicht mehr aufsetzen mochte .....ich wünsche Dir ciel kraft und alles gute lg Manuela

29.01.2005, 22:29
Hallo Petra!
leider hatte meine Mama auch kl.zell.BK mit Meta im kopf und knochen.Sie hatte irre-schmerzen und die schmerzpumbe half ihr ein wenig darüber hinweg. leider so sagte mir der arzt damals schon sind die hirn-meta ein wirklich grosses problem.mama verlor auch die haare und ich denke das schmerzte Sie besonders.Sie bekam gleich eine Perücke die Sie jedoch dann nicht mehr aufsetzen mochte .....ich wünsche Dir ciel kraft und alles gute lg Manuela

30.01.2005, 00:45
hallo manuela!

ich halte mich sehr zurück mit dem schrreiben lese aber alles. und danke dir für deine antwort. zur zeit geht es meiner ma wieder ganz gut. sie redet sehr viel und ich muß mich manchmal richtig zurück halten ihr nicht zu sagen das sie mal ruhig sein soll. amdonnerstag sind die bestrahlungen für den kopf vorbei. am montag beginnt der 2 chemo zyklus. ich habe angst davor, weiß nicht was dann alles wieder kommt. aber da muß ich wohl ( mit ihr durch ). manchmal denke ich sie ist garnicht krank dann denke ich immer sie ist ganz die alte, aber soist es ja leider nicht. doch diesen gedanken schiebe ich weit von mir, so kann ich ab und zu ein wenig lachen .


die weiter viel kraft
LG petra

30.01.2005, 01:32
Hallo Petra!
So gings mir auch....
Nur nach der 20 Bestrahlung wars mit der Kraft vorbei....
Hätte ich nochmals die Chance würde ich wenn Mama mich fragt von Chemo sowie Bestrahlung abraten.Wie ein Doc mal zu mir sagte: Chemo ist wie wenn man sich Rattengift spritzen würde....
Ich wünsche Dir viel Kraft und alles Gute für Deine Mama, Manuela

13.02.2005, 10:30
Hallo Betti!!!
Endlich..unser Pc ist abgestürzt und ich konnte nicht mehr ins Netz-habe auch alle adressen etc verloren-doch jetzt bin ich wieder online und kontaktiere dich wieder über`s Forum.
Wie ich gehört habe war der Spitalaufenthalt von deinem Papi nicht gerade toll und die Schmerzen sind auch noch da!? Bin voll enttäuscht und habe mehr erwartet von "unserem" Spital.Kenne eine Schwester die dort auf der Onko arbeitet und eigentlich hat diese Abteilung einen sehr guten Ruf.
Ich hoffe Dir und deiner Familie geht es den Umständen entsprechend gut und du kannst auch "abschalten"-schon wegen der Kinder;denn ich kann mir vorstellen das diese auch sehr viel Kraft von dir in Anspruch nehmen-...!
Jetzt ist ja Jürgen da,oder? Das tut euch sicher allen sehr gut-vor allem deinem Vater und seiner Frau(sie braucht besonders viel energie und ich denke sie wird auch nicht mehr die grössten Reserven haben..).
Wünsche euch eine Gute Zeit mit viel Hoffnung und vielen vielen Früchten die die Hoffnung bringt!!!
Und: Du musst dich in keinster Weise für irgendwas bedanken-ich kann ja kaum was helfen-komme mir manchmal mehr vor als "eindringling" oder das ich mich zu sehr einmische. Das darfst du mir auch sagen,wenn es so ist für dich ...und ansonsten ist mein Ohr offen für euch und ich mache das aus dem Herzen heraus.
Liebe Grüsse an alle Susiname@domain.de

15.02.2005, 10:45
Hallo Susi

Da können wir uns ja die Hand geben ;-). Unser Server ist nämlich vor einiger Zeit auch abgeschmiert und ich hab alle e-mail Adressen verloren.

Ja, leider war Papi's Spitalaufenthalt überhaupt nicht erfolgreich. Die Ärzte hätten ihm nicht offensichtlicher das Gefühl geben können, dass sie ihn aufgegeben haben. Er lag 8 Tage da und man machte nix. Oder doch: Man bestellte ihn am Freitag endlich zur neuen Einzeichnung für die Bestrahlung und als man ihn einzeichnete, merkte man, dass man ihn gar nicht mehr bestrahlen durfte, er sei sozusagen "ausbestrahlt". Psychisch ging es ihm nach dem Spitalaufenthalt viel viel schlechter und er redetete einige Tage so gut wie gar nix mehr. Habe eigentlich auch gehört, das die Onko bei Euch gut ist, aber bei Papi ging irgendwie alles schief.

Jetzt ist ja Jürgen und Peter da und Papi und Ursi sind in der Aeskulap Klinik. Er hat heute morgen bereits telefoniert und fühlt sich jetzt schon in guten Händen. Wir hoffen, es bleibt so!

Und ob ich mich bei Dir bedanken möchte, denn ich merke wie gut es mir tut, Dir schreiben zu dürfen. Fühle dich bitte nicht als "Eindringling" denn Du bist wirklich keiner.

Sorry, wenn ich manchmal erst Tage später auf Deine Mails antworte, aber ich finde manchmal einfach nicht die Zeit, mich vor den PC zu hocken. Hoffe, ihr hattet schöne Ferien und konntet euch gut erholen. Fahren eure beiden Kinder schon Ski?

Liebs Grüessli
Betti

15.02.2005, 15:17
Liebe Betti

Trotz den schlechten erfahrungen die ihr nu gemahct habt, was sehr zu bedauern ist und an sich wirklich nicht sein dürfte, wünschen wir, dass der Aufenthalt in der Aeskulap Klinik den erfolg bringt. Uns würde es sehr interessieren was bei deinem Papi gemacht wird dort, kannst du uns darüber Bescheid geben.

Wünschen dir und deinem Papi und allen anderen viel Kraft und Zuversicht.

Liebe Grüsse Liz und Willy im Doppelpack

liz.isler@gmx.ch

16.02.2005, 10:39
Hallo Betti

habs jetzt nochmals mit der Kontaktaufnahme direkt via Mail versucht-vielleicht klappts ja wieder? und sonst treffen wir uns weiterhin hier im Forum!? Bin sowieso täglich drin und gehöre zu den stillen lesern...bis bald
susi

17.02.2005, 23:21
Liebe Liz und Willy

Vielen Dank für Eure guten Wünsche.

Gestern hatte mein Papi Geburtstag (61 Jahre jung) und wir waren ihn besuchen. Ich war so euphorisch, dass er nun endlich in dieser Klinik ist und hoffte auf (RIESIGE) Wunder. Leider ging es ihm dann aber nicht gut. Die Ärzte versuchen, ihn von den hohen Dosen Morphium runter zu holen die ihm geistig sehr zusetzen. Leider ist es für Akkupunktur bereits zu spät und die Tiefentherapie wird wahrscheinlich auch nicht mehr angewandt, da der Krebs schon zu weit fortgeschritten ist. Aber er (und seine Frau) fühlen sich in sooo guten Händen. Sie haben zusammen ein Doppelzimmer mit sensationeller Aussicht, die Schwestern sind Engel und man fühlt sich in familiärer Umgebung. Er bekommt täglich ein Tages-Programm wo dann drauf steht, z.B. 09.00 - 10.00h Gespräch mit Dr. XXX, 10.30h - 11.30 Bluttransfusion, 13.30 - 14.00h Gespräch mit Dr. YYY, etc. etc. Er hat mindestens 1x am Tag ein Gespräch mit einem Arzt und er wird ERNST genommen. Er bekommt nun nur noch Vollwertkost (aber exzellent gekocht) und täglich Physiotherapie, da er nicht mehr gehen kann. Er hat nun ein "Schmerzblatt" erhalten, wo er stündlich seine Schmerzen von einer Skala von 1-10 eintragen muss. Die Ärzte versuchen nun auch, ihm die Medis wegzunehmen, welche ihm so den Apetitt nehmen und diese durch andere und teils auch homöopathische zu ersetzen (er hat nun 20 kg abgenommen :-().

Nächste Woche beginnen sie mit der Neuraltherapie, wo sie ihm die Schmerzherde versuchen zu betäuben. Es geht nun also etwas! Leider aber gibt mein Papi immer mehr ab und er kämpft nicht mehr. Wir hoffen nun so sehr, dass in den nächsten Tagen kleine Ziele erreicht werden (Blutwerte verbessern, Gefühl im Bein wiederzuerlangen, etc.) und es ihm Auftrieb gibt, wieder zu kämpfen!

Sorry, ist vielleicht etwas wirr, aber bin im Moment einfach so etwas von durcheinander, erschöpft und traurig.

Seit lieb gegrüsst und noch einen schönen Abend!
Betti

22.02.2005, 02:08
Liebe Betti

Bitte halte uns auf dem laufenden, sind gespannt wie es in der Aeskulap Klinik weiter geht.

Wünschen euch ganz viel Kraft und Toi, Toi, Toi.

Bis bald und liebe Grüsse Liz und Willy im Doppelpack (liz.isler@gmx.ch)

25.02.2005, 23:41
hallo !
wollte auch hier nicht mehr so viel schreiben muß aber etwas los werden und hoffe das sich jemand mit mir freut.heute hat meine mutti ihre 3 chemo beendet. letzten freitag war untersuchung wie die lunge aussieht und die metastase in der nebenniere.der in der lunge war auf dem röntgenbild nicht mehr zu sehen ,die meta in der nebenniere war von 4 cm auf 2,6 cm geschrumpft. der doc war so überrascht das er meine ma sofort zum ct vom kopf ( weil da auch metas sind ) und ct mit kontrastmittel der lunge geschickt hat. hier nun das ergebniss.... alles okay bestens alles kleiner geworden. der doc meinete soetwas hat er noch nie erlebt das nach nur 2 chemos so ein erfolg zu sehen ist. sie hatte 22 bestrahlungen vom kopf.und bekommt eine chemo die auch im kopf mit wirkt. es geht ihr gut ,sie hat eine so positive einstellung das mir manchmal angst und bange wird,sie will noch nicht und schon garnicht wegen krebs von dieser welt gehen. sie nimmt alles was ich ihr besorgt habe trinkt was ich besogt habe und ist glücklich. ich weiß das es für meine mutti keine heilung geben wird, aber ich bin mir sicher das sie mit der einstellung die sie hat doch länger bei mir ist als die ärzte es mir sagten. ich bin stolz auf meine ma, das sie dieses schicksal hinnimmt als hätte sie eine erkältung. ich wollte hiermit nur sagen das ihr nie die kraft und den mut verlieren sollt,es lohnt sich für jeden tag ,den man mehr hat zu kämpfen.
danke das ich meine worte los geworden bin, euch allen ganz viel kraft und hoffnung
eure petra

26.02.2005, 00:48
Ach liebe petra

Wie schön diese gute Nachrichten zu lesen .... Drücken weiterhin die Daumen für deine Mam, dass es weiter so vorwärts geht.

Tut so gut mal was gutes wieder zu lesen.

Liebe Betti, Susi und Gaby

Wie sieht es bei euch aus? Ist so ruhig hier, machen uns Sorgen?

Betti melde dich bitte, drücken dich, auch alle anderen ganz doll

Eure Liz und Willy im Doppelpack

26.02.2005, 01:15
Ich möchte euch allen,die ihr hier schreibt,liest, zuhört und ratschläge erteilt ein riesiges Kompliment machen. Bin jetzt schon seit ca 8 Monaten am mitlesen, mitfiebern, hoffen und auch am traurig sein mit euch allen.Habe mich nur wenig selber zu Wort gemolden da ich eigentlich "nur" indirekt betroffen bin-und trotzdem so viele unbeantwortete Fragen habe. Man spürt hier im Forum direkt die Kraft die ihr einander gebt und es ist schön sich NIE allein zu fühlen.
Ich wünsche euch allen ganz viel Kraft-weiterhin so viel Mut und vor allem Hoffnung.
Seid alle fest gedrückt-ich hoffe auch ganz fest mit euch !!!
Susi2( nenne mich nr 2 da es wie ich bemerkt habe schon eine Susi gibt)

Alexandra Killet
26.02.2005, 14:13
Hallo Betti,
mein Papa hat ein kleinzelliges Bronchailkarzinom mit Metas in den Knochen. 3 chemos waren anscheinend erfolgslos nun wird er bestrahlt. Er leidet Höllenschmerzen und ich könnte nur weinen, da ich ihm nicht helfen kann. Er kann sich kaum bewegen und ist sehr schwach. Hat stark abgenommen und isst und trinkt kaum etwas. Jetzt kam auch noch erbrechen Fieber und Durchfall dazu. Mich würde mal interessieren wo sich diese Aeskulap Klinik befindet. Mit der Klinik in der mein Vater liegt sind wir absolut nicht mit zu frieden.
Würde mich über eine Antwort freuen

26.02.2005, 14:14
Hallo ihr lieben

Heute morgen ist mein Papi gestorben..... Wir waren alle bei ihm, doch es war so schrecklich. Er hatte sooo Angst und wollte uns immer etwas sagen, doch es ging nicht mehr....

Bin einfach nur so traurig, leer, fassungslos und wann hört endlich diese Kälte in mir drin auf?

Betti

26.02.2005, 14:23
hallo betti

erstmal mein aufrichtiges beileid
auch mein papa ist an dieser scheiß krankheit verstorben es ist nun schon ein halbes jahr her aber ich bin immer noch leer und kann es nicht warhaben das er nicht mehr kommt
wir haben so gekämpft und gehofft aber alles zwecklos auch er wollte uns noch was sagen aber er hatte die kraft nicht mehr dazu
aber ich weiß wo er jetzt ist hat ers gut und ich werd ihn wieder sehn

anett

26.02.2005, 14:29
hallo zusammen
habe lange nicht geschrieben,weil es mit meiner ma auf und ab geht mal heist es heute stirbt sie dann baut sie sich wieder auf.das kh will sie ins hospitz geben doch da gegen streubt sie sich sehr nun haben wir einen platz im johanniterstift hier bei uns im ort ob sie da die pflege bekommt die sie braucht müssen wir dann erstmal sehen.es tut so weh sie so zu sehen und ich kann nicht loslassen.bin 41 jahre nie einen tag ohne sie gewesen aber natürlich will ich auch nicht das sie leidet.was soll man machen ich habe angst durchzudrehen wenns passiert.bin ja selber sehr krank(angstdepressionen)und möchte nicht wieder in eine klinik.na ja man wird sehen was für uns vorgeschrieben ist bis bald mal eure gabi

26.02.2005, 17:50
Hallo Betti,

Erst einmal mein Beileid,Mein Mann ist vor 2 Wochen Gestorben ich war auch bei ihm als er die Augen geschlossen hatt er hatte auch so viel Angst, Liebe Betti dein Pappi ist immer bei Dir seine Hülle ist Tod aber seine Seele nicht ich bin nicht Christlich aber das ist etwas woran ich glaube ich werde ihn auch wider sehen das habe ich ihm am Sterbebett versprochen, Lass dich Drücken

Ute

26.02.2005, 21:23
Hoi Betty.
Han jetzt gad gseh was su üs do mitteilsch und bin fassigslos- es tut mir soooooooooo leid- ich find gar kei Wort. S`Mami und ich sitzed i dä Stube und brüeled mitenand...chan dir nid meh schriebe...Sind in Gedanke und mit em Herz bi eu! Druck dich ganz fescht Susi und Omi Susi

27.02.2005, 12:51
Liebe Susi

Versuche schon seit gestern Dich telefonisch zu erreichen. Wollte es Dir so gerne persönlich sagen, nicht über das Forum. Sorry, dass Du es so erfahren musstest.

Traurige Grüessli
Betti

27.02.2005, 15:47
Hoi Betti.

Jetzt hets jo klappet mit em telefoniere-und ich bin dir sehr dankbar, dass du mir echli verzellt hesch vo dim Papi. Ich chans immer no nid richtig fasse-das brucht au sini Ziit-aber du hesch mir mit dim Gspröch ermöglichet, dass ich es Bild überchum zu dem was ich bis jetzt glese han.
Das ich im Forum erfahre han was passiert isch het viellicht eifach müesse so sie- und es isch au überhaupt es keis Problem für mich.

Wünsch dir und dinere Familie ganz viel Chraft zum verarbeite vo all dene schlimme Sache und für die ganzi nöchschti Ziit!

Bin do für dich-lütisch eifach a wenn ich dir öppis chan tue oder du öpper bruchsch zum zuelose...
Liesligi Grüess Susi
Bin u truurig!!!

28.02.2005, 00:16
Hallo miteinander

Vielen Dank für euer Mitgefühl.

Obwohl wir unseren Papi bis zum letzten Atemzug begleiten durften und auch danach noch lange bei ihm geblieben sind, kann ich immer noch nicht glauben, dass ich ihn nie mehr sehen, riechen, spüren oder mit ihm diskutieren kann. Es ist einfach so eine Leere hier und ich funktioniere einfach nur für unsere Kinder. Doch ich muss mir immer wieder sagen, dass er nun erlöst ist. Er hatte noch so einen Kampf.

Nun aber meine Bitte an euch alle: Gebt die Hoffnung niemals auf! Auch wenn es bei meinem Papi so traurig ausgegangen ist, ES MUSS NICHT! Er war in dieser Aeskulap Klinik so super aufgehoben, hatte die letzten 2 Tage KEINE Schmerzen mehr (und vorher hatte er ja trotz sehr hoher Morphium Dosis Höllenschmerzen) und lernte nochmals gehen. Er hat sogar in den letzten Tagen wieder Zukunftspläne geschmiedet und herumgescherzt und gelacht. Die Klinik ist wirklich super! Falls ihr mehr über die Klinik erfahren möchtet, hier die Adresse www.aeskulap.com

Die Aeskulap Klinik befindet sich in der Zentralschweiz und die Aussicht aus den Zimmern ist sensationell. Die Ärzte und Schwestern nehmen sich unendlich Zeit und sind (die meisten zumindest) so lieb. Jeden Tag hat man längere Gespräche mit den Ärzten, bekommt ein Tagesprogramm (z.B. 09.00 - 09.30h Physio, 10.00 - 11.00 h Ozoninfusion, etc.) und man wird ERNST genommen. Mein Papi ist in dieser Klinik nochmals aufgeblüht und wären wir früher dorthin gegangen, wer weiss, vielleicht hätte er es geschafft.... Er war immer so ein Kämpfer!

Auf jeden Fall möchte ich euch für euer Mitgefühl nochmals danken und bitte, GEBT NICHT AUF, Wunder passieren immer wieder.

Auch ich drück euch alle ganz feste und grüsse euch traurig aber doch dankbar
Betti

01.03.2005, 02:06
Liebe Betti

Habe am Sonntag schon von deinem traurigen Verlust gelesen, es tut mir so unheimlich leid um deinen Paps. Unser iefstes Beileid.

Ich werde dir noch schrieben, aber im Moment bin ich nur sehr müde, ich musste Willy heute notfallmässig in die Klinik bringen, auch die Tage zuvor waren sehr Kraft raubend.

Sei ganz lieb umarmt, deine traurige Basler Liz und Willy im halben Doppelpack

02.03.2005, 13:26
auch von mir mein beileid. kann nicht immer gleich antworten,weil es mich so traurig macht sowas zu lesen.

fest umarmt von petra

04.03.2005, 13:00
Hallo!
Meine Mutter hat im Sommer 04 erfahren bei einem Lungenröngten dass sie Lungenkrebs hat, der schon ziemlich groß ist! Ihr Hausarzt hat ihr Jahre vorher immer nur Antibiothika verschrieben da sie so stark gehustet hat und er immer glaubte es sei Bronchitis, aber er hat sie nie Röngten geschickt!
Sofort kam Sie in ein gutgeeignetes Krankenhaus für Krebs, die gaben ihr eine sehr starke Chemotherapie, so dass sie sicher 5tage danach noch sehr schlecht ging! Nach 6 Monaten Chemo hat sich ergeben dass der Lungenkrebs um 50% kleiner geworden ist!
Nun hat Sie 3 Monate Pause gehabt, sie hat die Zeit dafür genutzt um in Seminare für diese Krankheit zu gehen, hat nur Bücher bzgl. ihrers Krebs gelesen, war bei Hymopathen, hat echt alles getan!
Nun hat sie am Mittwoch Kontrolle gehabt, und es wurden Metastasen im Kopf gefunden, und die Ärzte sagten auch dass der Krebs auf der Lunge gewachsen ist! Ich war fertig.. habe eine ganze nacht nichts geschlafen! Immerhin bin ich erst 18Jahre, und meine Kleine Schwester 13!
Mein Vater weis auch nicht wirklich wie er das verkraften Soll, immerhin soll er sich nicht aufregen, da er vor 3 Wochen einen schweren Herzinfarkt hatte!
Ich weiß wirklich nicht mehr wie es weitergehen soll!
Am Montag hat sie den 1. Termin zur Bestrahlung der 12 Metastasen im Kopf!
Nun wollt ich euch bitten, da ihr euch sicher schon gut auskennts, mir eure Erfahrungen zu schildern!!
Ich kann überhaupt nicht damit umgehen! Dauert gehen mir Fragen durch den Kopf: wie lange wird sie noch leben? Kann man das heilen? usw..
ich halte es nicht mehr lange aus!

Bitte um eure HILFE!
Danke
lg aus Österreich
Stefanie

04.03.2005, 13:10
hallo an alle
meine ma hat heute morgen uhre augen auch für immer geschlossen es tut zwar unsagbar weh aber auch ich denke nun ist sie erlöst leider könne wir ja gegen diese scheiss krankheit nix tun werde euch aber hier erhalten bleiben bis bald mal gruss gabi
hallo liz und willi danke für euer zuhören

04.03.2005, 13:49
Hallo!
Bei meiner Schwiegermutter wurde im Dezember zunächst ein Lungentumor(5x7cm) festgestellt. Bei anschließenden Untersuchungungen fand man Hirnmetastasen und auch die Lymphknoten im Brustbereich wurden befallen.Sie bekam zuerst5 Bestrahlungen gegen die Hirntumore , dann begann man wöchentlich mit je 1x Chemotherapie. Eigentlich sollte sie auch Bestrahlung der Lunge bekommen, aber das wollte man ihr aufgrund ihres Alters dann doch nicht zumuten. Da die Blutwerte schlecht waren, bekommt sie jetzt nur noch alle 2Wochen 1x Chemotherapie. Hier frage ich mich, ob eine so stark reduzierte Behandlung überhaupt hilft.
Die größte Belastung aber ist die Übelkeit, die sie permanent plagt. Dadurch isst sie fast nichts mehr und wird zunehmend schwächer. Am Tag der Chemo bekommt sie eine Spritze. Dann geht es ihr halbwegs gut. Aber sonst ist immer schlecht. Die Tropfen(MTP) helfen ihr nicht mehr.Ich weiß auch nicht, ob die Übelkeit nur von der Chemo kommt, oder ob es auch von den Hirnmetastasen kommt. Von den Ärzten bekommt man keine näheren Aussagen.
Wer hat vielleicht einen Rat, wie ich meiner Schwiegermutter helfen kann?
Ich wäre euch sehr dankbar für Anregungen.
Stephanie

04.03.2005, 14:07
Hallo Gaby.

Mein aufrichtiges Beileid. Das mit Deiner Ma tut mir sehr leid-du hast recht, es ist eine sch.... Krankheit und der einzige trost,der einem bleibt ist, dass es "nachher" nur besser sein kann. Sie hat jetzt bestimmt keine Schmerzen mehr und darf dort wo sie jetzt ist unbeschweert und frei von allem sein.

Sei umarmt Susi

04.03.2005, 14:16
hallo gaby!

ich fühle mit dir, mein papa ist am 28.2. eingeschlafen.
ich drück dich ganz fest
karin

04.03.2005, 16:03
hallo gaby!

auch von mir mein aufrichtiges beileid.

sei fest umarmt
petra

04.03.2005, 16:39
Hallo Stafanie,

Rat kann ich Dir und deiner Familie auch nicht geben aber gebt die Hoffnung nie auf Mein Mann hatte das gleiche wie deine Ma, Wenn Du einmal jemanden zum Reden Brauchst dann schike mir einfach eine E-Mail mit deiner Telefon Nr.an klausheinzel@t-online.de und ich rufe dich an ich heise Ute und bin 48 Jahre Alt

Lass Dich drücken und umarmen

Ute

05.03.2005, 03:29
Liebe Gabi

Nach so langem mitfiebern und hoffen, erfahren wir, dass deine Mam ihre letzte Reise angetreten hat. es tut uns aufrichtig leid. Wir hatten so gehofft und doch es wollte nicht sein.

Unsere Lieben wachsen,
wenn sie gegangen sind,
in uns hinein,
werden Teil von uns,
geben uns ihre Liebe und Kraft.

Und am Ende bewahren wir sie,
unsichtbar in uns.

Sei ganz, ganz lieb umarmt, in stiller Trauer und alles Liebe, viel Kraft für die nächste schwere Zeit wünschen dir von Herzen Liz mit Willy im Herzen aber ohne Willy im Doppelpack (ist in der Klinik)

09.05.2005, 18:37
Hallo Zusammen!

Habe nicht alle 63 Seiten gelesen, vielleicht kann mir jemand meine Fragen auch so beantworten. Mein Vater ist an einem Lungentumor operiert worden. Eigentlich hatte er aber immer Magenschmerzen, auch jetzt nach der OP noch. Darmspiegelung, Magen~, alles o.k.
Ein CT brachte jetzt "etwas an der Hüfte zum Vorschein". Kann das eine Metastase sein? Und könnten davon die Leibschmerzen kommen?

Danke für Eure Antworten!

Mina

15.05.2005, 16:40
Hallo,
schon seit einer geraumen Zeit lese ich die Berichte. Ich habe niemals die Hoffnung aufgegeben, aber seit Anfang Mai schwindet die Hoffnung.
Bei meiner Mutter (63) wurde im Aug. 04 in der rechten Lungen einen nicht-kleinzelligen Tumor festgestellt auf Grund Rückenprobleme. Stadium: TIV/N2/M1 (G2). Die Metastase am Lendenwirbel wurde entfernt und Sie hat eine Chemo erhalten bis Dez. 04. Bei der Untersuchung im Nov. 04 hat sich der Tumor um 60 & reduziert, sonst keine Metastasen.
Ende Jan. 05 erneute Untersuchung. Der Tumor ist geringfügig gewachsen. Es folgte eine Bestrahlung bis Ende März und jetzt diese Prognose. Nach der letzten Untersuchung haben sich Metastasen im Kopf (2), Leber (2) und am Lendenwirbel gebildet. Ich bin sprachlos. Durch die Hinrmetastasen (Blutschranke) wollen die Ärzte keine Chemo mehr geben. Die Schulmedizin hat meine Mutter aufgegeben und nach Hause geschickt mit den Worten: Geniesen Sie Ihre letzten Tage. Nun versuche ich das Medikament Erlotinib (Tarceva®) irgendwie zu bekommen. Kann mir jemand helfen. bi.otto@t-online.de

23.05.2005, 18:54
Hallo Zusammen,

Mein Vater (56) wurde vor 6 Wochen ins Krankenhaus gebracht da er stark Atemnot hatte. Er hatte Wasser in der Lunge (Durch einen Drainage ist es wieder weg und kann wieder atmen). Dann kam die Diagnose : Lungenkrebs (Nicht kleinzellig, Stadium T4N3M1 also Endstadium) mit metastasen in Leber. Das ist Hart!. Lungenkrebs hat meine Tante vor 10 Jahren das Leben genommen, und jetzt mein Papa. Er hat 15 Kilos in den letzten 6 Wochen abgenommen, wiegt nur noch 56 kg für 1m78. Er hat seine erste Chemio vor 4 Tagen bekommen, verträgt es bis jetzt ganz gut außer dass er ziemlich müde ist. Bei so einem Stadium schätze ich dass eine Heilung nicht mehr möglich ist.
Das alles ist nicht fair!

Ich wünsche allen, die in so eine "Situation" sind viel Kraft für die nächste Zeit.

23.05.2005, 19:46
hallo liz
danke für dein mitgefühl. es ist ziemlich hart gewesen und ist es immer noch aber ich sage mir sie muss nicht mehr leiden und man darf einfach nicht egoistich sein.gott sei dank hat sie ja nicht alzu lange geleidet und die letzten tage im hospiz waren für sie und auch für uns wunderschön.wenn jemand fragen zum hospitz hat kann er sie gerne stellen den es ist nicht mehr unbedingt ein sterbehaus. name@domain.degabi_karcher@hotmail.com bitte betreff krebs eingeben öffne keine fremden e-mails

31.05.2005, 17:32
Hallo,

der Befund meines Vaters hat sich innerhalb weniger Wochen dramatisch verschlechtert und ich erhoffe mir von Euch Rat, was am besten zu tun ist.

Also der Haupttumor (Plattenepitelkarzinom) wurde in 02/05 operiert. Leider waren die Ränder nicht frei und es sollten noch Lymphknotenmetastasen (LM) bestrahlt werden. Dazu ist es bisher nicht gekommen. Vor 2 wochen wurde eine M. am Lendenwirbel für eine Woche bestrahlt.
Jetzt sind die LM gewachsen und ein Nerv wurde dadurch gelähmt, so dass eine dauernde Heiserkeit die Folge ist. Nun soll evtl. eine Chemo ge macht werden.

Das Allgemeinbefinden meines Vaters ist aber ohnehin schon sehr schlecht. Magen- und Rückenschmerzen, Übelkeit, Schlappheit.

Sollen wir da noch an die M - Bekämpfung ran oder wäre es nicht besser, jetzt etwas zur Stärkung und Schmerzbekäjmpfung zu tun?

Danke für Euren Rat!

16.07.2005, 01:07
ich habe den ganzen thread in einem zug durchgelesen und nach hoffnung gesucht.ich hoffe ihr könnt mir helfen ich weiss einfach nicht mehr weiter.

ich bin so leer und allein.ich habe einfach nur große angst und bin gerade kaum in der lage zu tippen.
ich weiß nicht wo ich beginnen soll,wo ich anfangen soll zu schreiben,ich fühle mich so allein und leer das ich kaum noch atmen kann.
mein erster freund starb vor 12 jahren bei einem schweren autounfall nach einem discobesuch.
nur vier jahre später starb mein mein damaliger verlobter,er ist vor acht jahren brutal ermordet worden ,ich habe eine wunderhübsche tochter mit ihm zusammen und das ist glaube ich auch so ziemlich der einzigste halt den ich noch habe :(

seit seinem tod leide ich an depressionen,angstzuständen und sozialphobie.erst heute habe ich einen therapeuten aufgesucht,da ich meine kinder 10 und 8 jahre wegen meiner krankheit in eine pflegefamilie geben musste,ich habe den alltag allein nicht bewältigen können.
vor zwei jahren dann starb mein geliebter opa an prostatakrebs und ich habe das lange zeit nicht gewusst.man hat es mir einfach nicht gesagt.als mein vater mir sagte was los ist,war er bereits ein halbes jahr tod.

und jetzt vor zwei tagen der nächste hammer.meine mama hat ein bronchalkarzinom und die metastasen sind wohl schon ins gehirn gestreut.zeitweilig soll sie laut aussage der schwester wohl schon leicht wirr und zerstreut sein.
sie ist wegen verdacht auf epilepsie ins krankenhaus eingeliefert worden und dort haben sie es wohl festgestellt.
ich wohne in lüneburg und sie ist nach harburg verlegt worden und bekommt zur zeit eine chemotherapie.ich kann sie aufgrund meiner krankheit nicht sehen und die ärzte sagen mir einfach nicht was sache ist.sie können mir am telefon keine auskünfte geben.
was soll ich nur machen,ich bin zur zeit wie gelähmt und unfähig aufzustehen und meinen alltag zu bewältigen.
was .....was muss noch geschehen bis ich zusammenbreche????wieviel leid kann ein mensch ertragen bis er zerbricht?????
ich hab solche angst.....ich kann kaum noch klar denken.

liebe grüße an alle hier
maike

16.07.2005, 04:03
ich würde am liebsten den verdammten krebs aus ihrem körper reissen,habe solche angst sie auch noch zu verlieren.bin am ende....bitte...was soll ich tun.

sitze hier seit heute morgen und lese mir alle erdenklichen threads zu diesem thema durch und finde keine ruhe.ich hab angst...nein panik.ich kann das nicht auch noch ertragen.wo kann ich mich hinwenden?was soll ich tun..............

16.07.2005, 23:14
Hallo...bei meiner Mama (56) wurde letztes Jahr im Juni ein nichtkleinzelliges Lungenkarzinom (ca. 3 cm groß) durch Zufall entdeckt. Danach folgte eine Lungen-OP wobei Ihr der Oberlappen der linken Lunge komplett entfernt wurde sowie sicherheitshalber 2 Lymphknoten. Nach Untersuchung wurde meine Mama damals Metastasenfrei entlassen- auch bei der letzten 1/4 jährlichen Nachsorgeuntersuchung im Mai war lt. Ärzte alles in Ordnung (auch lt. Paß) obwohl meine Mutter schon Wochen vorher über starke Kopfschmerzen klagte! Diese kamen Anfangs intervall/schubartig und vergingen dann nach einpaar Minuten wieder- Sie beschrieb mir Anfangs einen krachenden knackenden Schmerz im Kopf als ob er gleich zerberrsten würde. Trotz das sie diesen Schmerz bei der Nachsorge-Untersuchung vorbrachte und auch beschrieb wurde keine weitere Untersuchung (CT oder Kernspin) veranlaßt und meine Mutter wurde mit der Aussage "wird wohl von der Wirbelsäule kommen" wieder nachhause geschickt. Als sie dann Wochen später Tag und Nacht höllen Schmerzen hatte die nicht mehr weggingen- sich bereits Ausfälle bemerkbar machten (linkes Bein etc.) und dann nachts sich auch noch übergeben mußte wollte sie nur noch ins Krankenhaus. Im Krankenhaus wurde dann sofort ein CT gemacht- darauf wurde ein bereits 3 cm großer Tumor entdeckt- lt. Ärzte 1 Metastase!!!!meiner Mutter wurde vorgestern nach 1 Woche Kordisonverabreichung (wegen Hirnschwellung) diese Metastase (Tumor) raußoperiert- leider war er lt. Ärzte schon wesentlich größer als auf dem CT und so betrug die OP-Zeit 6 Stunden. Ich habe jetzt wahnsinnige Angst das es sich diesesmal um eine aggressive Art handelt die auch schnell streuen kann. Ich habe gehört, daß bei einer solchen Diagnose ein Knochensyndigramm ratsam wäre- falls die Ärzte im Krankenhaus dies nicht für notwendig sehen- kann man darauf bestehen, daß dies trotzdem gemacht wird? Nach der Vorgeschichte habe ich das Vetrauen zu den Ärzten verloren- denn ich frage mich warum trotz der ganzen Anzeichen die meine Mutter bereits im Mai bei dieser Nachsorgeuntersuchung hatte kein CT/oder Kernspin veranlasst wurde??? dann wäre der Tumor wesentlich kleiner gewesen und meiner Mutter viele Wochen Höllenschmerzen erspart geblieben...hat jemand ähnliche Erfahrung machen müssen???habe große Angst, daß ich sie nun verliere oder hat sie vielleicht doch noch eine Chance wieder gesund zu werden??...seit alle lieb gegrüßt...Martina

lomy
04.02.2006, 16:13
Hallo zusammen,bei meiner Pflege- mom haben sie ein platten -epithel -karzinom festgestellt(LUNGE)!es sin schon Metastasen in der Leber sowie auch 2 im Gehirn!irgendwie auch an einem Lymphknoten!alles inoperabel,sie bekommt für den kopf bestrahlung.haben ihr jetzt einen port für die chemo gelegt.sie ist jetzt entlassen worden:pallilative Chemo.wie sind ihre chancen sie ist noch so jung,kann man den gar nichts tun?man ist so hilflos.....
und sie merkt überhaupt nichts es geht ihr sooo gut.bin total verzweifelt...