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#17
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Liebe Silvi,
es ist nicht leicht, in dieser schweren Zeit. Du mußt jetzt die "Ruhe bewahren", versuche für IHN dazusein, versuche ruhig zu bleiben, immer wieder auf´s Neue biete ihm Deine Hilfe an. Jeder von Euch muss sich nun erst einmal an diese "fremde Situation" gewöhnen. Man muss jetzt lernen, damit umzugehen. Gebe den Mut nicht auf. Du bist stark. Sei bei ihm. Stehe ihm zur Seite. Begleite ihn. Sage ihm, wie gern Du für ihn da bist, dass Du ihn liebst, dass ihr das GEMEINSAM durchstehen werdet, Du fest an seiner Seite stehst, Du immer für ihn da sein wirst, dass er nicht alleine ist, dass es jetzt sehr schwer ist, Du das verstehst. Wie bereits erwähnt gibt es Nahrungsergänzungsmittel, die sein Immunsystem stärken. Auch tolle Tee´s, die helfen. Wie bereits angeboten, wenn Du Tipps möchtest, spreche mich gerne darauf an. Ich helfe Euch gerne. Es nervt ihn gerade einfach ALLES! Das ist absolut verständlich und das mußt Du jetzt AKZEPTIEREN! Sage es Dir immer und immer wieder. Akzeptiere seine und Deine Gefühlswelt. So wie sie ist. Es ist jetzt so und Du kannst ihm jetzt sehr viel Mut machen und Kraft geben. Stärke seinen LEBENSWILLEN! Ganz wichtig ist jetzt, dass er neuen Mut faßt. Das er positive Erwartungen hat. Er ist sehr am Gesund-werden beteiligt. Er hat diese schwere und große OP jetzt überstanden, der Tumor in der Lunge wurde entfernt (?), er möchte gesund werden, dann müßt Ihr beide jetzt KÄMPFEN! Rede mit dem Arzt. Frage ihn, wie man ihn STÄRKEN kann. Ob auch Du eine Beratung erhalten kannst (vielleicht auch psychologisch). Du mußt darüber reden. Er muss darüber reden. Sonst frißt es Euch innerlich auf. Es muss raus. Entlastet Euch. Das hat nichts mit Jammern zu tun. Laßt Euch helfen! Sagt JA! Frage ihn Fragen, die er nicht mit ja oder nein beantworten kann. Versuche einfach immer wieder was aus ihm rauszukitzeln. Das er nicht aufgeklärt wurde ist wirklich unbegreiflich. Habt Ihr denn nie danach gefragt? Du kannst doch sicher in der Klinik auch anrufen, wo die Diagnostik gestellt wurde oder die OP stattfand. Die Ärzte können Euch auch aufklären. Umso mehr Ihr wißt, umso kleiner kann die Angst werden. Dass Du so reagierst ist doch ganz normal und absolut verständlich. Kann er denn bisschen laufen? Oder habt Ihr einen Rollstuhl? Damit Ihr vielleicht bisschen raus könnt? Ich wünsche Euch sehr, dass Ihr den Weg zu offenen Gesprächen findet. Eine große Hilfe für alle. Auch wenn es schmerzhaft ist. Ermutige ihn immer wieder auf´s Neue, seine Gefühle zu äußern, damit auch er sich erleichtern kann. Gib nicht auf Silvi. Frage ihn: "was kann ich für Dich tun?" Auch von Dir wird jetzt unerdenklich viel abverlangt. Ziehe Dich nicht zurück. Egal wie sehr es Dich verletzt. Er will Dir nicht weh tun. Er hat Schmerzen. Es tut ihm alles weh. Entfernt Euch nicht von einander. Du brauchst für ihn keine Probleme lösen, brauchst in nicht aus seiner depressiven Stimmung retten, lass ihn einfach, seinen Empfindungen freien Lauf zu lassen. Falle ihm nicht ins Wort. Höre zu. Das ist sehr wichtig. Sei da. Begleite ihn. In vieler Hinsicht wirst Du ganz anders empfinden als dein Mann. Du mußt Dich mit Alltagsproblemen abplagen, während er Todesangst hat. Über den Sinn des Lebens grübelt. Es ist ein Prüfstein. Sei tolerant. Fördere auch sein Mitwirken an seiner Erkrankung. Er muss Verantwortung übernehmen. Behandle ihn wie einen erwachsenen Menschen. Rede ihm gut zu, dass Du seine Angst verstehen kannst. Das auch Dich alles erschreckt. Aber das Du eben für ihn da bist und ihn so gut Du kannst betreuen wirst. Liebe Silvi, bleibe stark und stehe es mit ihm durch, alles Liebe, Claudi |
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