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Alt 21.07.2013, 17:58
Milena1974 Milena1974 ist offline
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Registriert seit: 14.07.2013
Beiträge: 14
Standard AW: Vater lässt Mutter "nicht gehen"

Essen und trinken hat sie vor 7 Wochen eingestellt. Von allein passiert da gar nichts mehr. Papa hat den Tropf durchgesetzt und ihr mit allen erdenklichen Mitteln irgendwie Flüssignahrung Löffelchenweise eingeflösst. WENN sie Schlucksn konnte. Und auch das eher wiederwillig und nach 3-4 Löffelchen war auch Ende.

Du, ich kann meinen Vater ein Stückweit auch sehr gut verstehen und auch seine Angst vor dem danach. Ich schiebe jetzt schon regelrecht Panik vor dem kommenden Weihnachtsfest. Wie wird das sein ohne Mama? Bei uns gab es traditionell immer dss gleiche. Sollen wir es beibehalten oder lieber nicht. Traurig wird es allemal, aber wie damit umgehen? Solche Sachen gehen mir durch den Kopf und ich mache mir enorm viele Gedanken und Sorgen um Papa. Wie er damit klar kommen wird.

Aber im Moment, so empfinde ich, denkt er mehr an sich als an sie. So empfinde ich es.
Aber ich denke, da gibt es einfach so viele verschiedene Sichtweisen der Dinge. Viele wären niemals in der Lage ihre Angehörigen z.b. wie in unseren Nachbarländer auf Wunsch zu erlösen. Und dann gibt es jene die das könnten. Das hat weder was mit mehr noch mit weniger Liebe zu tun, sondern nur mit der persönlchen Sichtweise.
Vielleicht denke ich auch so, weil es für mich "das Leben danach" gibt und es nicht vorbei ist. Für mich ist der Körper nur eine vorübergehende Station unserer Seele, mehr nicht. Deshalb gibt es mir absolut null an einem
Grabstein zu stehen. Für mich ist das ein Stein mit Blumen drumrum, mehr nicht. Der Verstorbe ist in mir und um uns alle herum. Vielleicht kann ich durch diese seltsame denkweise damit besser umgehen.

Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass ich selbst anders handeln oder denken würde, wenn es um meinen langjährigen Lebensgefährten gehen würde. Vielleicht ist durch die Bindung eine andere Verlustangst da.
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