AW: Myxoides Liposarkom
Hallo,
Ich lese seid kurzem mit und heute möchte ich mich einklinken.
Als meine Mutter starb, habe ich sie daheim gepflegt. Sie sagte manchmal schlimme Dinge zu mir. Zum Beispiel: "Was du mir antust, kann ich niemanden sagen". Dabei wollte ich nur, dass sie lebt und nur das Beste für sie. Ich war damals 21 Jahre und ich war so traurig und schockiert. Im Nachhinein weiß ich, sie hatte Schmerzen und Angst. Sie hat es nicht so gemeint. Die Prioritäten verschieben sich für den Erkrankten und Leidenden. Für uns manchmal schwer nachvollziehbar. Und manchmal geht es nur noch um Erlösung und ein Sterben in Würde. Für uns Angehörige ist das so schwer. Auch das Loslassen ist so schwer.
Lieber thomislav, deine Frau hat sicher nicht dich angegriffen. Sie leidet nur so sehr und du bist da, um auch Sündenbock zu sein. Ich wünsche dir, versuch es zu trennen. Nimm es nicht persönlich. Ihr habt so einen harten Weg gemeistert. Ich hoffe, du findest die Kraft, für den weiteren Weg und auch die Kraft Dinge manchmal zu akzeptieren. Letztendlich ist dass das letzte bißchen Selbstbestimmung, die deine Frau noch hat. Alles, alles Liebe, Velvet.
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