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Alt 16.02.2005, 18:24
Gast
 
Beiträge: n/a
Standard Auch mal eine gute Nachricht

Ihr Lieben

Die Chemopause meines Schwiegervaters wird verlängert. In 2 Wochen erfolgt erneute Bestimmung des Tumormarkers, so lange der niedrig bleibt, wird auch weiterhin keine Chemo gemacht. Onkologe hat explizit darauf hingewiesen, dass mein Schwiegervater alles, was er jetzt nimmt, auch weiterhin nehmen soll (Multivitaminpräparat, Zink, Selen, Wobe Mugos).

Da ich von so langen Chemopausen (letzte Chemo war Mitte Dezember) noch nicht gehört hatte, habe ich bei Eli Lilly (dem Gemzar-Hersteller) nachgefragt und folgende Auskunft bekommen:
Es gibt nach der initialen Behandlung mit Gemzar als Monotherapie für 4-6 Monate WENN DIE BEHANDLUNG ERFOLG GEZEIGT hat zwei Fraktionen bei den Ärzten bezüglich der weiteren Vorgehensweise:

1. kontinuierliche Weiterbehandlung mit Gemzar

2. keine Chemo, engmaschige Kontrolle (mind. alle 4 Wochen Bestimmung Tumormarker, ggf. CT), erst wenn Tumor wieder wächst, wird wieder Chemo gegeben
- wenn erneutes Wachstum kurz (wenige Wochen) nach Beendigung der Chemo -> Chemomittel wechseln (wg. vermuteter Resistenz der Zellen)
- erneutes Wachstum länger (>6 Monate) nach Beendigung der Chemo -> wahrscheinlich wieder Gemzar (vermutlich neue Zellen, die keine Resistenzen mehr haben)

Es gibt keine harten Daten, welche Vorgehensweise größeren Erfolg bezüglich Überlebenszeit hat, letztlich entscheidet der Onkologe nach seiner Erfahrung und seiner Einschätzung des Patienten.

Da die Chemo für meinen Schwiegervater immer psychisch sehr belastend, seine Blutwerte teilweise grenzwertig und der Tumormarkerwert gut ist, glaube ich schon, dass diese Vorgehensweise für ihn die richtige ist. Wichtig ist jetzt, dass er regelmäßig zu den Untersuchungen geht und bei eventuell wieder auftretenden Symptomen zügig den Arzt informiert.

Ansonsten geht es ihm nach wie vor richtig gut. Braucht keine Schmerzmittel, macht sich Gedanken über seinen spannenden Hosenbund und wartet ungeduldig auf besseres Wetter, damit er wieder im Garten schaffen kann. Wenn mir das jemand im September prophezeit hätte ...

Grüße
Ingrid
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