AW: Angst...vor allem um meine Kinder
Liebe Vanilla,
ich glaube, jeder, der dich verstehen wollte, konnte dich sehr gut verstehen. Man kann nicht immer stark sein. Jeder braucht mal jemanden, bei dem er sein Herz ausschütten kann, mit aller Verzweiflung, aller Ratlosigkeit, aller Ausweglosigkeit. Jemand, der mit einem zusammen in den Abgrund schaut und der einen danach immer noch so nimmt, wie man ist,. Und das muss ein lebendiger Mensch sein, da reicht so ein Forum nicht - egal wie gut das ansonsten tut. Zumal in so einer Grenzsituation: Diese Sehnsucht ist absolut verständlich und die Enttäuschung, wenn das in einer konkreten Situation bei einem geliebten menschen nicht geht, auch. Das darf man spüren, meine Güte. Darüber darf man traurig sein. Und es ist doch völlig klar, dass du dich deswegen noch lange nicht ungerecht über deinen Mann auslässt, weil du manchmal was vermisst. Ich kenne das Gefühl, habe jahrelang darunter gelitten und tue es heute noch. Allerdings weniger als früher, wo das mein größtes Problem war. Inzwischen hole ich mir das, was mir mein mann nicht geben kann, weil er es eben nicht kann, woanders. Schöner wäre es natürlich, wenn das auch zu Hause ginge, aber es geht halt nicht. Und das interessante ist: je weniger ich diesbezüglich von meinem Mann erwarte, desto mehr kommt dann doch noch.
Das du eine sehr starke Frau bist, weißt du ja: DAs du dich überhaupt so intensiv mit der Frage beschäftigst, was wäre wenn... ist für mich ein Zeichen dafür. Das würden sich viele doch gar nicht trauen. Ganz sicher spüren deine Kinder, dass sie sich auf dich verlassen können und das gibt ihnen unendlich viel. Du schaffst es bestimmt, wenn du so an die Sache herangehst.
Liebe Grüße und ganz viel Kraft wünscht
titane
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