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  #1456  
Alt 09.12.2005, 12:54
irisgraf irisgraf ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Ihr alle!

Ist ziemlich still im Forum????
Petra, ich hoffe, es geht Dir so einigermaßen und Du hast leute, die sich um Dich kümmern, ich denk total oft an Dich!!!

Ich bericht mal kurz über meinen Papa. Mein Papa bekam im Juli die letzte Alimta/Cisplatinchemo, die Chemo hat damals nichts in Richtung Verkleinerung des Tumors bewirkt, ist gleich geblieben......dann gabs in Wien den Versuch einer großen OP, allerdings ohne Erfolg, da das ganze links ist und so verwachsen, hat der Chirurg unverrichteter Dinge abgebrochen. Das cd vor zwei Monaten und das Chd letzte Woche zeigte keine Veränderung, deshalb entschied man keine neue chemo im Moment, was meinem Papa sehr sehr recht war. Wir tun jetzt weiter mit Mistelhochdosisinfusionen, Selen, ZInk, Hochdosisvitamin C und Akkupunktur bei der chinesischen Medizinerin.
Mein Papa ist vorerst zufrieden, er nimmt täglich Hydal 4mg als Schmerzmittel und er ist ziemlich selbstständig im Moment. Ab gestern ist er wieder zwei Wochen auf Reha in Tobelbad, das hat ihm Mitte des Jahres sehr sehr gut getan, weil er sich dort kontrolliert sportlich bewegen kann, und Sport war immer sein Leben.
Ja, das ist der Stand der Dinge bei uns.....ich freu mich mal ganz einfach, daß es so geht wie es geht und mag im Moment gar net nach vorne schauen.


Wär schön, wenn ihr auch wieder mal von EUch berichten würdet, ist mir ziemlich wichtig geworden dieses Forum.

Bis dahin wünsch ich Euch allen eine möglichst ruhige und besinnliche Adventzeit (sofern das überhaupt möglich ist)

Iris
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  #1457  
Alt 12.12.2005, 00:59
Achim Deing Achim Deing ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hi,bei uns siehts beschissen aus.Mein Vater nimmt mittlerweile 2-3mal so viele Novalgintropfen wie empfohlen,trotz 150 mg Morphiumpflaster.Er sieht elendig aus und fühlt sich auch so.Er kann teilweise nicht mal alleine zur Toilette gehen.Nachts ist er oft naß geschwitzt und muß des öfterern 1-3 mal umgezogen werden.Dazu klammert er sich wahnsinnig an meine Mutter und läßt ihr keinerlei Auszeiten mehr.Die beiden waren jetzt in der Reha.Mindestens meiner Mutter hat es nervlich etwas geholfen.Trotzdem haben wir Kinder kein normales Verhältniß mehr zum Elternhaus mehr,wir durften unseren Vater schon fast 4 Monate nicht mehr sehen,die Gründe schrieb ich bereits.



Mir tut es auch sehr leid,das in der Zwischenzeit wieder Angehörige der User des Forums verstorben sind.Ich glaube,das bei uns dieser Tatbestand auch bald Wahrheit wird.Trotz zig Alimtachemos,Hyperthermie,Selen,Zink und einem wahnsinig zähem und nie!!!!!!!!!!!!! stöhnenden oder verzweifelden Vaters.
Ich glaube diese Krankheit bleibt für noch ne ganze Zeit unbesiegbar.
Selbst die ganzen Großraum und Total OP´s helfen nicht.Es ist zum heulen.
Wir haben ihm soviel zu verdanken,ohne ihn wären wir nie!!! da,wo wir jetzt wären........,wenn ich jetzt so die Bilder sehe,mit ihm und seinen Enkeln,die ihn so lieben................ich muß aufhören.

Mfg Achim
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  #1458  
Alt 18.12.2005, 14:16
Achim Deing Achim Deing ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Huuuhu,Haaaaaaallooooo..........ist hier jemaaaaand?


Mfg Achim
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  #1459  
Alt 18.12.2005, 14:32
irisgraf irisgraf ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Achim!!


Ja, das hab ich mir auch schon gedacht, alle sind in der Versenkung verschwunden!!
Daß es Deinem Vater nicht so gut geht, tut mir leid. Bei meinem siehts im Moment auch nicht so gut aus. Körperlich hat sich nichts verändert, weiterhin Hydalc 4mg als Schemrzmittel, verdauung haut nicht so hin, und immer Gliederschmerzen...aber was das schlimmste ist, ich denke zum ersten Mal seit der Erkrankung hat er auch stimmungsmäßig einen ziemlichen Einbruch!!!!!UNd das ist natürlich viel schlimmer als die körperlichen Symptome. Aber im großen und ganzen könnt es auch schlimmer gehen. es ist jetzt seit der Diagnose ein Jahr vergangen, und er kann alle Dinge des Alltags alleine erledigen. Letzte zwei CD kontrollen kein Tumorwachstum sichtbar, also m,an muß es positiv sehen.

Mich hat ziemlich erschüttert, was Du da von Deiner Familie geschrieben hast! Kein Kontakt mehr, wie kommt denn das ???ßVielleicht magst Dus erzählen!!


Un alle anderen, wo seid ihr denn??

Iris
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  #1460  
Alt 19.12.2005, 01:28
Achim Deing Achim Deing ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hi,das alles zu erzählen würde Bücher füllen.Trotz angeblich minimal gewachsenen Tumors und schon ziemlich hoher Dosen Morpium kann mein Vater nachts nicht mehr schlafen und sein Wille lässt sehr stark nach.Er soll gesagt haben,hätte er ein Pistole,würde er es selber erledigen.

Wir rechnen mit einem baldigen Ende,vielleicht noch 1-3 Monate,aber man weiß ja nie..

Mfg Achim
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  #1461  
Alt 26.12.2005, 19:45
Tina1207 Tina1207 ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Ihr Lieben,

ich hoffe Ihr habt die Weihnachtsfeiertage soo gut überstanden, wie es geht.
Für Dich, Petra war es mit sicherheit nicht leicht....

Meine Mutter hat sich erstaundlich tapfer geschlagen. Wir haben in diesem Jahr auf die typischen Weihnachtslieder verzichtet, war vielleicht besser so.

Andrea, wie geht es denn Deinem Vater nach der OP? Du hast schon so lange nichts mehr von Dir hören lassen. Ich hoffe es ist alles soweit in Ordnung??

Oh man, Achim, Dein armer Vater.... Bei meinem Vater war es ja eine Zeit lang auch so, daß das Morphium eigentlich gar nicht geholfen hat, irgendwann haben sie es dann zum Glück geschafft, es richtig zu dosieren.
Ich hoffe die Ärzte schaffen es Deinem Vater die verbleibende Zeit einigermaßen erträglich zu machen. Bei meinem Vater haben die Ärzte immer gesagt, sie würden ihm so viel Morphium geben, wie er braucht um schmerzfrei zu sein, denn das wäre etwas, was er auf keinen Fall ertragen muß, die Schmerzen.... Ich drücke Euch die Daumen...

Ganz liebe Grüße Tina

Geändert von Tina1207 (26.12.2005 um 19:50 Uhr)
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  #1462  
Alt 30.12.2005, 07:41
Anna Maria Anna Maria ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Ein liebes Hallo an alle im Forum,

ich habe mich lange nicht mehr gemeldet. Aber der Tod von Petra´s Mann hat mich doch ziemlich getroffen. Wieder ein Mensch, der es nicht geschafft hat. Wieder eine verlorene Hoffnung und die Zeit eilt mit riesen Schritten und die Furcht greift nach einem.
Meine Schwägerin bekommt nun jede Menge Bestrahlung. Sie ist tapfer, wie all unsere Freunde und Verwandten und wir haben die Aufgabe, sie zu unterstützen und die Angst nicht zu zeigen. Manchmal klappt das auch ganz gut. Mein Gott Achim, wenn ich Deine Zeilen verfolge und mir vorstelle, dass eine Familie in einer Zeit, wo Zusammenhalt das Wichtigste ist, zerfällt, zerreist es mir das Herz. Wenn man sich gegenseitig keinen Halt gibt, wie soll man das Überstehen? Ich wünsche Euch die Kraft, zueinander zu finden.

Das Jahr geht zu Ende und ich wünsche allen hier, dass das neue Jahr voller Hoffnung für unsere Liebsten ist. Dass ein Mittel gefunden wird, diese Krankheit wenigstens erträglicher zu machen und das Leben lebenswert zu verlängern.

Eure Anna
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  #1463  
Alt 04.01.2006, 13:42
Petra.W Petra.W ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Tina, Anna, Andrea, Iris u. alle anderen!
Danke für Eure Anteilnahme. Ich habe 3 Tage vor Weihnachten in einer Blitzaktion mit Udo's Tochter einen Urlaub in Österreich gebucht, weil die Vorstellung allein zu Hause ohne meinen Udo hätte ich nicht ausgehalten. Es ist einfach furchtbar, habe eigentlich zu nichts mehr Lust und funktioniere nur noch. Ich frage mich wozu ich noch lebe, für was und für wen. Keine Ziele, man steht morgens auf, geht zu Arbeit und dann kommt das Wochenende. Ich habe zwar Freunde, aber ich habe das Gefühl, kaum einer kann sich in meine Lage versetzen, fragen mich, ob ich mit in die Disco gehe, als wenn ich dazu Lust hätte, meistens reagiere ich auch noch agressiv. Das einzige was mich noch erfreut, ist mein Hund, mehr nicht!
Ich wünsche Euch allen alles Liebe für 2006!

Andrea, mich würde mal interessieren, was Dein Vater macht jetzt nach der großen OP?????

Liebe Grüße
Petra
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  #1464  
Alt 13.01.2006, 11:50
zoom zoom ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Petra,Iris,Anna und alle anderen!

Mein Vater ist am 20.Dezember entlassen worden. Da ging es Ihm noch relativ gut.Eine Reha war angemeldet für den 3.Januar.Aber dann kam alles ganz anders! Am 22.Dezember fing es an mit ständiger Übelkeit und dauerndem erbrechen, außer Astronautenkost konnte er nichts zu sich nehmen. Natürlich wurde er von Tag zu Tag schwächer, so das er nur noch liegen konnte.Unser Weihnachtsfest war also alles andere als schön.Nach den Feiertagen hat unser Internist eine schwere Gastritis und einen Pilz im Mund und Magen festgestellt und erst mal all die unzähligen Medikamente abgesetzt.Die Reha wurde auch abgesagt. Seit dem 1.Januar geht es Ihm deutlich besser, er kann wieder essen und herumlaufen und fährt jetzt am 17.Januar mit meiner Mutter für 4 Wochen zur Reha nach Tecklenburg.Die gute Nachricht hat uns heute der Pathologe mitgeteilt:An allen Schnittstellen an denen die Organe voneinander getrennt wurden sind keine Krebszellen sprich Tumore gefunden worden.Na, das ist doch was, oder?
Wie sieht es bei Euch aus, Achim wie geht es Deinem Vater?
Ich wünsche Euch allen noch ein möglichst gesundes Jahr 2006!

Ganz liebe Grüße vor allem für Dich Petra!
Andrea
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  #1465  
Alt 16.01.2006, 08:24
Anna Maria Anna Maria ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Ein ganz liebes Hallo an alle!

die Nachricht von Andrea, dass an den Schnittstellen keine Tumore gefunden wurden, ist wirklich die Beste, die seit langem im Forum gesendet wurde. Dass es nach der OP so viele Probleme und Schwierigkeiten gab, ist natürlich sehr schlimm, aber Gott sei dank, haben es die Ärzte gemeinsam mit Deinem Vater in den Griff bekommen.
Meine Schwägerin hat am 2. Januar (es war ihr Geburtstag) die Nachricht erhalten, dass sie einen inoperablen Hirntumor habe. Sie hatte bereits während der Bestrahlung Beschwerden mit der rechten Hand. Das ganze wurde immer schlimmer und die Bewegungseinschränkung wuchs enorm. Zwei Tage später hat sie sich dann bei zwei unterschiedlichen Professoren eine Meinung eingeholt. Die eine war für eine sofortige OP, weil der Tumor so schnell wächst, dass die Bestrahlung gar nicht hinterherkäme, der andere war für Bestrahlung, weil eine OP an dieser Stelle viel zu gefährlich sei. Selbst bei einem guten Verlauf ist das Risiko rechtsseitig komplett gelähmt zu bleiben sehr hoch. Meine Schwägerin ist eine Kämpferin (obwohl sie an diesem bewußten Montag das erste Mal sagte, dass schaffe ich nicht mehr!). Sie entschied sich für die OP und sie bestand darauf, dass diese noch in der gleichen Woche stattfinden muss! Am Freitag wurde operiert. Leute, es ist gut gelaufen und wir waren so glücklich. Sie hat noch ein paar Sprachprobleme und auch die rechte Hand ist noch lange nicht da, wo sie hin soll. Aber an diesem Samstag durfte sie bereits nach Hause und es gabe eine Willkommensparty, weil wir doch alle solche Angst hatten, sie jetzt zu verlieren, oder dass ihr Leben noch unerträglicher werden könnte. Warum nur, müssen manche Menschen so leiden. Ist denn der Rippenfellkrebs nicht schrecklich genug? Was für Gewebe sich da zu einem Tumor entwickelt hat, weiß auch noch niemand. Das untersuchende Institut konnte es nicht zuordnen und hat es an eine andere Einrichtung weitergeleitet. Daher ist auch die Nachsorge noch ganz offen. Ich melde mich, wenn ich mehr weiß. Macht Euren Angehörigen Mut, auch wenn die Chancen noch so klein sind, wer aufhört zu kämpfen, hat schon verloren. Und wir brauchen unsere Lieben doch so sehr.

Tschüß Eure Anna.
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  #1466  
Alt 18.01.2006, 12:13
Achim Deing Achim Deing ist offline
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Beiträge: 42
Standard AW: Rippenfellkrebs

Hi,ganz kurz,dem Altem Herrn geht es nach eingeleiteter Schmerztherapie mit sehr viel Morphin verhältnissmäßig gut,schläft allerdings mindestens den halben Tag.Der Tumor soll angeblich kaum wachsen..........Meine Mutter ist seit gestern in der Vollzeitpschychatrie.Wir hoffen das Beste.
Für alle anderen hier und ihre Angehörigen natürlich auch.

Mfg Achim

Geändert von Achim Deing (18.01.2006 um 15:49 Uhr)
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  #1467  
Alt 18.01.2006, 22:19
irisgraf irisgraf ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Ihr Lieben!!

Achim, ist Dein Vater im Krankenhaus oder wie geht denn das zu Hause???

Bei meinem Papa ist alles beim alten, ein paar Werte wie leber und cap sind höher geworden, was laut ganzheitsmediziner für ein Tumorwachstum spricht,aber wirbelsäulenröntgen hat ergeben, daß zumindest dort alles in Ordnung ist. derzeit wieder Mistelhochdosis und zusätzlich Sauerstoff zwei stunden am Tag, mit der Theorie , daß Tumorwachstum was mt zu wenig Sauerstoff zu tun hat!!!!!!(laut Ganzheitsmediziner)
Mein Papa ist ein bißchen ruhiger geworden und auch mir gegenüber rücksichtsvoller, so blöd das klingt. Und ich hab mich ein bisschen distanziert, emotional, ich denke, das tut uns allen gut!!
Chemo erst wieder, wenn sich was verschlechtert, sonst wurschteln wir so dahin, im Moment kommt mein Papa einigermaßen gut zurecht, fährt Auto, und macht auch körperlich , was er kann. Bin einfach dankbar im Moment, daß es ist, wie es ist.
Laßt was hören von Euch bitte....komisches Gefühl, wenn es so still ist im Forum.
Iris
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  #1468  
Alt 25.01.2006, 14:03
Petra.W Petra.W ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Andrea, Anna, Achim, Iris und Tina!!
Andrea es freut mich für Dich und für Euch, wollen wir das Beste für Deinen lieben Dad hoffen. Vielleicht hat mal endlich jemand Glück! Im Nachhinein macht man sich so viele Gedanken, ob Udo wohl in Wiesbaden an der richtigen Adresse war. Gedanken, die mich unentwegt beschäftigen. Ich habe momenthan so ein Tief!
Andrea, wenn es Dir nichts ausmacht, schreib doch noch einmal die Adresse von Deiner Heilpraktikerin, dann rufe ich da mal an, hab die Privatnummer verlegt!
Ja Anna ich weiß nicht was manchen Menschen aushalten müssen. Das tut mir sehr sehr leid, was Deine Schwägerin alles durchmachen muss. Ich frage mich ob es einen Gott gibt, aber eigentlich kann ich mir die Frage auch selber beantworten..... ich wünsche Euch alles erdenklich Gute. Ich kann es so nachfühlen, wenn ich meinen Udo zuletzt gesehen habe.....die Bilder gehen mir nicht mehr aus dem Kopf, lassen mich nicht mehr schlafen. Das Leben ist so ungerecht!

Ja Achim, für Deine Mutter ist es schwer, lässt sie sich denn gar nicht von Euch unterstützen? Ich meine Kinder bestärken einen doch etwas, Ihr seid doch ihr Halt, sie muss Euch doch an sich ranlassen. Sie braucht doch so viel Kraft und Eure Liebe, Kraft, die sie ja auch eigentlich gar nicht mehr hat.....

Iris, wenn ich das so höre, das es Deinem Vater einigermaßen geht.... Bei Udo war die OP doch sicher auch schon zu spät und sie haben ihn noch gequält. Bei Deinem Vater wurde nur auf und zu gemacht, ihm geht es besser und wichtig: ER LEBT! Ich werde dem Artzt in Wiesbaden einen Brief schreiben, die Gedanken quälen mich. Sie haben Udo damals gesagt, wenn sie sich nicht operieren lassen sind Sie in einem halben Jahr tot. Nun hat er sich operieren lassen und nun ist er nach 5 Monaten gestorben, dazu hat er noch viel Schmerzen aushalten müssen. Hatte keine Lebensqualität mehr nach der OP. Nach der OP war unser Leben kaputt. Mein Leben ist nun auch nichts mehr wert. Bleib Du wenigstens tapfer!

Tina, wie geht es Dir und Deiner Mutter? Habt Ihr Bescheid von der BG? Dein Vater ist doch auch von Dr. Schirren operiert worden. Der Kollege, der bei Udo in Wiesbaden auf dem Zimmer lag, ist auch gestorben.
Na ja, es ist sowieso zu spät aber trotzdem quälen mich die Gedanken!

Liebe Grüße an Alle!!!!
Petra
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  #1469  
Alt 25.01.2006, 19:08
Tina1207 Tina1207 ist offline
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Standard AW: Rippenfellkrebs

Hallo Petra,

ja, mein Vater ist auch von Dr. Schirren operiert worden...
Er war damals auch sehr für eine OP und meinte, sonst hätte mein Vater keine Chance... Aber nach der OP hat es ja noch nichtmal einen Monat gedauert und mein Vater ist gestorben. Denke die Qualen hätte man ihm wirklich ersparen sollen. Zumal der Tumor ja schon ne gute Woche nach der OP wieder die gleiche größe hatte, bzw. noch größer war!
Ich persönlich habe Dr. Schirren nie kennengelernt, da er immer zu den Zeiten Visite gemacht hat, zu denen ich nicht da war!
Meine restliche Familie war aber ganz begeistert von ihm und mein Vater hat ihm auch voll vertraut!
Grundsätzlich ist Dr. Schirren sicherlich der Richtige, wenn es um jegliche Art von Lungen-Op´s geht. Aber ich denke mittlerweile, daß die Überlebenschance ohne OP fast höher ist, nachdem was man hier so liest...

Die BG will nicht zahlen, da der Prof. aus Bochum sich mit der Diagnose nicht eindeutig festlegen will... Sie sagen einerseits er soll ins Mesotheliom-Register eingetragen werden, aber andererseits sagen sie nicht, daß es wirklich ein Mesotheliom war. So lange sie dies nicht tun, zahlt auch keine BG.
Wir sind jetzt mit dem ganzen Kram zu einer Anwältin gegangen. Es geht uns hier jetzt nicht unbedingt nur ums Geld. Vielmehr wollen wir gerne wissen, woran mein Vater nun letztendlich gestorben ist.
Komischerweise wird der Prof. aus Bochum ja von der BG gesponsort, das kommt uns alles ein wenig merkwürdig vor und es hat für uns den Anschein, als wäre es eine Art "Gefälligkeitsgutachten".
Wir werden sehen, was es bringt. Kann sich allerdings über Jahre hinziehen, sagte die Anwältin.

Im Moment weiß ich gar nicht, wie es mir geht. Bin gerade irgendwie in einem Loch. Habe keinen Spaß mehr an meinem Job, habe Probleme mit meinem Rücken und mag irgendwie gar nicht mehr groß weggehen.
Bin jetzt die Woche krank geschrieben und kann mich wenigstens mal richtig ausschlafen, aber irgendwie fühle ich mich dadurch auch nicht besser.
Träume in letzter Zeit immer mehr von meinem Vater. Er fehlt mir so.......

Meine Mutter macht sich zum Glück ganz gut. Sie macht viel mehr Sachen selbständig als zuvor.
Am Wochenende war sie das erste Mal ohne meinen Vater bei einer größeren Einladung, wo viele ehemalige Kollegen von meinem Vater waren. Denke das war ein großer Schritt nach vorne!

Laß den Kopf nicht hängen. Sei stark!
Udo mag Dich sicherlich nicht in einem Loch sehen. Lebe das Leben für ihn mit weiter.....

Ganz liebe Grüße Tina
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  #1470  
Alt 26.01.2006, 07:41
Anna Maria Anna Maria ist offline
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Beiträge: 25
Standard AW: Rippenfellkrebs

Ein liebes Hallo an alle,

wenn ich Eure Beiträge liebe Petra und Tina lese, dann weiß ich, dass diese Leere und die Frage, ob denn nicht andere Maßnahmen besser gewesen wären, eines Tages auch vor mir und all den anderen, die hier Hilfe und Trost suchen, stehen wird. Und Euren Kummer zu erleben und nicht helfen zu können ist schwer. Ich glaube fest, dass die Möglichkeit hier Gedanken, Erinnerungen, Tatsachen und Wünsche vorzutragen, uns hilft mit der Situation besser fertig zu werden. Denn man ist nicht ganz allein. Daher auch mal ein liebes Dankeschön an diejenigen, die hier alles Betreuen und am Laufen halten.
Schwierigkeiten mit der BG kennen wir auch. Nachdem meine Schwägerin am 30.06. 05 operiert wurde hat sie diesen Montag endlich die schriftliche Gewissheit erhalten, dass es sich um Asbesthose handelt. Ein Rückruf bei der BG ergab dann wunderlicherweise, dass die das Gutachten wohl gar nicht mehr brauchen? Das Problem bei der Anerkennung wäre wohl die Tatsache, dass sie ja gar nicht mit Asbest gerbeitet hat (Schreibkraft mit Büro in einem Kesselhaus - die Kessel mit Asbest ausgelegt) , sondern einfach im "falschen" Büro sass????????????????? Die älteren Beiträge im Forum haben ja schon deutlich gezeigt, wie sich manche BG windet und alles unternimmt, eine Anerkennung zu verhindern. Das hat mit Menschenwürde weiß Gott nichts mehr zu tun.
Ansonsten wünsche ich allen Mut und Zuversicht. Wir können oft nichts ändern, aber einem Menschen zu zeigen dass man für ihn da ist, hilft!

Eure Anna
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