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#1
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Hy, auch ich habe meinen Mann im Dezember 05 verloren. Ich habe zwei Kinder und 2 Enkelkinder, die mich fast täglich besuchen. Jedoch können sie mir meine Trauer nicht nehmen. Im gegenteil, ich habe Angst, daß ich in meiner Trauer zu sehr abgelenkt werde. Habe die Befürchtung, daß sich das irgendwann rächt! evtl. Gesundheitlich! Hab schon jetzt keinen Appetit mehr!
Mag mir nichts kochen, bzw. denke oft gar nicht daran! Und zu allem Übel machen mir meine Schwägerin und mein Schwager noch Ärger weil mein Mann im Grab bei seinem Vater liegt! Hab die Befürchtung, daß ich ihn umbetten lassen muß! Es kann sich keiner vorstellen wie schlecht es mir bei dem Gedanken geht! |
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#2
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Hallo,
ich habe meinen Mann (35) vor fast 5 Wochen verloren. Ich fühle mich auch oft alleine trotz Tochter und Hund. Freunde und Verwandte können den Partner nicht ersetzen. Das ist nun mal so. Ich gehe auch nicht überall hin, wo ich eingeladen werde. Jetzt kümmern sie sich alle noch. In ein paar Wochen will niemand mehr etwas von meinen Sorgen und Nöten wissen. Für sie geht das Leben weiter wie bisher, für mich nicht. Ich gönne mir gezielt Auszeiten, in denen ich auch jetzt schon stundenlang alleine bin. Um nachzudenken, zu trauern. Damit die Zeit nach all der Fürsorge der anderen nicht zu schlimm wird. Dann bin ich es gewohnt. Auch gehe ich hin und belohne mich, lass es mir gut gehen. Einen Blumenstrauß, ein paar schöne neue Sachen für den Frühling. Letzte Woche habe ich mir ein anderes Auto gekauft. Nur für mich. Ganz alleine. Dafür war früher mein Mann zuständig. Was die Leute um mich herum sagen ist mir egal. Mir muß es gut tun, gefallen. Nach der schweren Zeit habe ich mir das einfach verdient. Es wird immer welche geben die schlecht reden. Die können ja mit mir tauschen. Ich hätte lieber noch unser altes Auto und meinen Mann. Ich möchte das auch für mich die Sonne wieder scheint, das ich mich über etwas freuen kann. Ich möchte nicht immer nur traurig sein. Das hätte mein Mann nicht gewollt. Und genauso versuche ich zu leben, so wie er es getan hätte. Für mich und meine Tochter. Martina |
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#3
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Hallo Rocky,
im Januar habe ich meinen Mann (48) wegen Krebs verloren. Am Anfang empfand ich neben der Trauer eine große Erleichterung, daß er keine Schmerzen und Angst mehr ertragen muß. Ich stürzte mich in die Arbeit, manchmal bis zu 45 Wochenstunden lud ich auf, meldete mich bei einem Hospiz, um als Sterbehelferin ausgebildet zu werden, aber die sagten, es sei zu früh. Jetzt bin ich hoffentlich zur Vernunft gekommen. Im Mai werde ich die Stundenzahl reduzieren, um dann mehr Zeit für die Restfamilie zu haben ( Mutter, Bruder, Kinder, Hund). Einmal war ich mit 3 Frauen abends im Kino. Im Geplänkel mit den anderen sagte die eine: " Wenn Ihr heimkommt, werden Eure Männer schon längst im Bett liegen !" - Meiner liegt wo anders, dachte ich bei mir und habe mir geschworen, die nächste Zeit so etwas nicht mehr zu unternehmen. Gut gemeint von der einen, ich darf auch nicht so empfindlich sein. Je mehr Zeit vergeht, um so mehr vermisse ich meinen Mann. Im April werde ich ein Trauerseminar mitmachen. Habe Angst, alles zu verdrängen. Moni |
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