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#1531
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Ich habe mir schon Adressen von Heilpraktikerin raus gesucht wo ich einen Termin mache und auch ein Mann der so Steine herstellt die Kräfte haben.Kenne ein paar Leute die das geholfen hat bei einigen wehwehchen und vieleicht nützt es bei der Chemo und er hat ja auch diese Rückenschmerzen.Ich habe auch dieses Enzym Produkt empfohlen bekommen Bromelain (aus Ananas Enzym) das soll das Imunsystem stärken und es sollen sich wohl keine Metastasen an den Organen mehr fest setzen können.Kennt einer die Methoden die ich aufgezählt habe?@Achim Wielange lebt den dein Papa damit?Ich habe letztens eine Frau im www kennengelernt der Mann lebt schon seit 11Jahren so.Das wäre wahnsinn vieleicht hat man in der Zeit schon etwas dagegen gefunden aber nicht jeder hat die Chance es solange zu schaffen und das macht mir Angst die Zeit rast.Mein Mann hatte Colites Ulcerosa dadurch hatte sich nach Jahren der Darmkrebs entwickelt der dann 2004 operiert wurde und der komplette Dickdarm entnommen wurde nur noch ein kleines endstück das er keinen künstlichen Ausgang brauchte.Dann 6 Zyklus chemo die ging bis april 2005 und nun ein Jahr später diese Diagnose.Er ist auch aktiv Sportler und macht Gewichtheben (120kg) da könnte man nie denken das so Leute krank werden....@Zoom das ist unfassbar was ich gerade erst las,dein Vater giltet als geheilt ,hat Op und Chemo hinter sich?Uns hat man gesagt das wir diesen Op nicht machen sollen da er aussichtslos ist und auch nichts an der Krankheit ändern würde und das viele gerade danach sterben.Wenn ich das dann lese bekommt man einen kleinen Hoffnungsschimmer und man ist aber auch verwirrt und weiß nicht wie weit man den Ärzten trauen kann...schlimm das man sich nicht einmal auf diese in der schlimmen Zeit verlassen kann
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#1532
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Hi,mein alter Herr lebt nach Diagnose schon 2,5 Jahre damit.Er hat allerdings auch den nicht so schlimmen "epithialen Subtyp".
Tut alles um das Immunsystem zu stärken.Ich bin kein Fachmann aber die ganzen OP's haben bei den Leuten von denen man gehört und gelesen hat nichts gebracht.Alle gestorben. Mfg Achim |
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#1533
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Hallo,
Nur eine kleine Randbemerkung. Man kann bei diesem Thema nicht paschalisieren. Es gibt, LEIDER, noch kein Allheilmittel. Ein kleiner Beitrag / Auszug hier. Das maligne Pleuramesotheliom gehört zu den Tumoren, die bezüglich ihres natürlichen Verlaufs und somit bezüglich des Ansprechens auf eine Therapie besonders schwer einzuschätzen sind. Immerhin überleben 15 Prozent der Patienten länger als 5 Jahre ohne Therapie. Dagegen werden mit alleiniger Chemotherapie unter Einschluss des Antimetaboliten Pemetrexed mediane Überlebenszeiten von nur etwa 12 Monaten berichtet. Die Chirurgie habe ihren festen Platz in der Diagnostik und palliativen Therapie, sagte Professor xxx. Um Therapiekonzepte zu belegen und zu verbessern, seien jedoch Studien dringend erforderlich. Auszug aus: Thoracic Surgery, Hrsg. Pearson et al, Verlag Churchill Livingstone, 2. Auflage link: http://www.springerlink.com/(m5lgega...ferrer=default Herzliche Grüße Heiko |
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#1534
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Na das ist ja wieder Entmutigend nun bin ich wieder hin und her gerissen zwecks Chemotherapie ich möchte meinen Mann helfen nich schaden.Was macht man denn jetzt richtig?Das ist alles sooo schlimm das man nicht weiß was man machen soll
@Zoom meld dich doch mal bitte mich würde da so einiges intressieren kannst auch mailen Netiliene@yahoo.de |
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#1535
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Hallo Neti,
leider ist mein Mann m. 55 Jahren im November 05 auch an dieser Krankheit verstorben. Ich weiß, ein schlechter Trost. Mir hat mal jemand von der Berufsgenossenschaft, der nur Leute mit Pleuramesotheliom betreut, dass er nicht zu einer OP rät, sondern nur mit Chemo (Alimta/Cisplatin) behandeln würde, das wäre die einzige richtige Methode. Hat bei meinem Mann super angeschlagen, danach waren wir zum Ski fahren bis auf 3000 Meter, so gut ging es ihm. Anschließend OP, obwohl lt. PET CT alles gut war, hat er sich überreden lassen. Danach ging es blitzschnell bergab. Es gibt einen gewissen Klaus Brauch, der lebt in USA www.mesothel.com (schau mal dort rein) schon 5 Jahre nach der OP. Allerdings haben die dort eine neuere Methode. Wir wollten damals auch dort hin. Unser Onkologe hat uns davon abgeraten, leider haben wir darauf gehört. Nur leider und hätt ist zu spät. Man weiß auch nicht, ob er es geschafft hätte. Nur gibt es jemanden der nur mit Chemo schon 11 Jahre damit lebt. 98 % mit OP sind gestorben. Überdenkt alles gut. Ich wünsche Euch alles erdenklich Gute, ich weiß nur zu gut wie es Euch im Moment ergeht. Viel Kraft und Glück wünsche ich Euch!!!! Lieben Gruß Petra |
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#1536
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Hallo,
es ist das erste Mal, dass ich mich in mich in ein Forum begebe. Deshalb hab ich auf diesen Beitrag geantwortet, weil ich nicht wußte, wie ich meine Fragen zu diesem Thema stellen kann. Mein Mann liegt jetzt schon in der 5. Woche im Krankenhaus, Wasser in der Lunge. Ihm wurden 2 1/2 Liter Flüssigkeit punktiert, nach 5 Tagen wieder 2 Liter. Es wurde eine Bronchoskopie gemacht, dann eine Drainage gelegt, die jedoch nicht funktionierte. Nach zwei Wochen wurde er in eine andere Klinik verlegt. Dort wieder eine Bronchoskopie, dann sollte eine Thoraxkoskopie gemacht werden. Diese wurde nicht durchgeführt, nachdem festgestellt wurde, dass sich einzelne Kammern gebildet haben, in denen sich Flüssigkeit angesammelt hat. Daraufhin wurde eine wieder Computertomographie gemacht. Hier wurde ein Punkt bestimmt, aus dem eine Probe aus dem Brustkorb eintnommen wurde, dicht am Herzen, mein Mann hat voriges Jahr einen Schrittmacher erhalten, vorbei. Aus allen bis dahin entnommen Proben hat man uns keine Diagnose nennen können. Nach der letzten wurde uns gesagt, dass er 2 Krebsarten hat, Adeno CA und Pleuramesotheliom. Der Krebs sei nicht heilbar und eine Therapie werde erst noch mit den Spezialisten am Montag besprochen. Ich bin sehr in Sorge, denn alles, was ich bisher darüber gelesen habe, verspricht wenig Hoffnung. Doch habe ich auch wieder gelesen, dass es einige Menschen gibt, die noch sehr lange damit leben. deshalb will ich zuversichtlich sein auch um meinem Mann viel Kraft geben zu können, trotz meine Verzweiflung. Die Ärztin fragte auch oft, ob mein Mann mit Asbest zu tun gehabt habe. Er war bis vor 20 Jahren als Gleisbauer tätig. Ihm ist nicht bewußt, dass er mit Asbest in Kontakt gekommen sei. Die Ärztin meinte auch dass dieser Krebs als Berufskrankheit anerkannt sei. Doch dann muß er doch er doch nachweisen, dass er in seinem Beruf mit Asbest zu tun hatte, oder? Seit gestern wird dass Wasser aus den enzelnen Kammern entfernt, dann wird versucht das Gewebe zu lösen, um dann etwas hineinzupritzen, hab leider vergessen was, damit dass Gewebe nicht wieder verklebt. I Ich hoffe, dass ich auf diesem Wege Hilfe und Anregungen bekomme meinem Mann helfen zu können und auch mir, damit ich weiterhin Kraft und Zuversicht behalte. |
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#1537
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Hallo Neti!
Tut mir leid, daß ich mich jetzt erst melde, aber habe länger nicht ins Forum geschaut. Echt traurig, daß mit Deinem Mann, bin selber in Eurem Alter.Unser Sohn ist auch erst 4 Jahre alt. Wenn Du Fragen hast beantworte ich Sie dir gerne, im Laufe der Zeit wird man Spezialist für diese Krankheit. Bin aber auch aus einem medizinischen Beruf (Arzthelferin), arbeite bei einem bekannten Heilpraktiker.Hab eine Frage, warum ist das Rippenfell bei Deinem Mann gepudert worden? Damit ist meistens der Weg für eine OP verbaut. Also liebe Neti, frag mich alles was du auf dem Herzen hast, wenn ich kann helfe ich Dir gerne! Von wo aus diesem Land kommt Ihr? Ganz liebe Grüße Andrea(ZOOM) |
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#1538
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Hallo,
erstmal danke Petra für den Link und deine Worte.Es ist so schlimm als "gesunder Mensch" das mit durch zu machen und ich merke das man mit der Zeit zwar das alles akzeptiert hat aber denoch nur funktioniert Tag für Tag meinen Mann geht es im Moment nicht gut.Durch die Thoraxchirugie und das Verkleben usw hat er starke Medikamente bekommen.Oxygesic 80 (ein Opidum) ein Antidepressiva was jetzt aber abgestzt wurde und er hölische Entzugserscheinungen hat.Nach dem ersteren ist er schon abhängig so fern die Wirkung nach lässt also die Zeit fürs nächste ran ist wird er ganz nervöse,bricht viel,zittert,isst kaum noch.Die Ärzte meinen es ist alles noch normal nach diesem Eingriff und wird besser.Sie wollen durch das verkleben nicht mal eine Chemo momentan machen!!!Nun hat er erstmal gewisse Untersuchungen hinter sich und ein neues CT von der Brust und Bauch.Am Mittwoch müssen wir wieder zu diesen Arzt und er entscheidet ob die Chemo doch angesetzt wird oder im Moment noch nicht nötig ist.Ich habe wirklich Angst das was falsch gemacht wird denn ist uns ja nun oft genug passiert.ER weint sehr viel und sagt er hat Angst er will seine Kinder aufwachsen sehen.Es ist schwer da stark zu sein und Ihm Positve Kraft zu geben.@Andrea schön von dir zu lesen.Ich wollte mal wissen wielange das jetzt her ist mit dem Op oder überhaupt alles wann es angefangen hat was ihr unternommen habt welche Kliniken usw.Ich beschäftige mich auch sehr mit Pflanzlichen Heilpraktiken weil ich denke man sollte diese nicht unterschätzen.Ich gebe ihm Lapachotee zum trinken (3Tassen am Tag) und Bromelain das ist ein Enzym aus der Ananas das soll das Imunsystem stärken und verhindern das die Zellen noch irgendwo anders andocken können. Ich hoffe so sehr das noch ein Wunder geschieht ich will das alles nicht so hin nehmen wir sind doch gerade mal 2Jahre verheiratet und haben unser Leben noch garnicht geniessen können.... |
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#1539
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Hallo Neti,
Es hat angefangen mit der alljährlichen Routineunters. der BG. Mei Vater hat als junger Mann mit Asbest gearbeitet. Dort ist Wasser im Rippenfell festgestellt worden. Sofort Einweis. in die Ruhrlandklinik. Dort Blutunters., Rö, CT usw. Dann Thorakoskopie mit Probenentn. und Ablassen des Wassers. Schwierige Diagnosestellung, Schließl. heißt es Pleurales Mesotheliom. Dann Wenige Kurse Chemo Alimta Cisplantin mit viel Übelkeit usw.in Uniklinik Essen.Dann Große Op im Dez.05 (Diagnose Juli 05) in Ruhrlandklinik.Entnahme von halber Lunge, Rippenfell, Zwerchfell und Herzbeutel.Di9e OP wird nur sehr selten gemacht weil es bei den meisten Patienten schon zu spät ist. Mein Vater hatte Glück absolutes Anfangsstadium. Kurz vor Weihnachten Entlassung. Im Februar 06 4 Wochen Reha in Tecklenburg. Danach ganz wenige Bestrahlungen zur Sicherheit.Alle entnommenen Organe waren frei von Krebszellen. Kontrollunters. jetzt im Juli 06. Lass Dich mal beim Heilpraktiker beraten zwecks Rabjuven und JUV 110 intravenös und Infusionen mit reinem Vit. C. Hol Dir Infos zu Wobenzym , Regacan, und Regazym (Tabletten). Hat in unserer Praxis großen Erfolg bei Krebspatienten. Hoffe ich konnte Dir helfen, darfst mich auch gerne anrufen wenn Du möchtest Liebe Grüße Andrea |
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#1540
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Danke für deine schnelle Antwort.Ich verstehe das nicht uns hat man gesagt das dieser Krebs nicht Operabel ist und das man nur Lebensverlängerungsmassnahmen machen kann um Ihn noch etwas Zeit zu geben.Ich fragte sogar ob sie vieleicht auch erfolgsberichte kennen das jemand mit diesen Krebs überlebt hat,da meinten sie nein!Sie haben uns alle Hoffnungen genommen egal in welcher Richtung ich rechachiert habe und wieder Rücksprache mit den Ärzten gehalten habe,immer wieder nein es geht nix.Ich bin wirklich verwirrt jetzt kann man sich nicht mal auf die Ärzte verlassen???
Seine Geschichte ist alles aus dem Darmkrebs heraus entstanden also das sind Metastasen.Ich habe auch am Freitag sein CT Befund geholt weil wir ja am Mittwoch wieder zum Onkologen müssen.Leider versteht man ja dieses Arzt kauderwelsch kaum und ich habe schon versucht zu googeln.Einzigste was zu erlesen war keine Lebermetastasen kein nachweis eines lokalrezidivtumors.Vergrösserte Lymphknoten im Leberhilus Mich verwundert das der Arzt eine Chemo auch erstmal nicht machen will und lieber noch 3Monate warten.Er meinte die ist momentan nicht Notwendig da ja beim ihm die Stelle verklebt wurde....ich habe wirklich Angst das was falsch entschieden oder zu wenig gemacht wird... schick mir mal deine Nummer per mail: netiliene@yahoo.de lg Neti |
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#1541
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Hallo Neti,
ich wünsche Euch viel Kraft für die kommende Zeit. Zu Anfang der Krankheit gibt es sehr häufig Unsicherheit, was es wohl genau ist und was am besten getan werden sollte. Es ist sicher von Nutzen, ein Vertrauensverhältnis zu einem der Ärzte in der Behandlungskette aufzubauen, damit man ihn als Laie befragen kann; es löst die Anspannung und gibt ggf. mehr Klarheit über den weiteren Krankheitsverlauf. Wenn es Euch wichtig erscheint, solltet Ihr Euch eine unabhängige zweite medizinische Meinung an einer anderen Klinik einholen. Hier im Krebsforum gibt es auch noch ein paar Unterthreads: "Pleuratumor", "Ist Rippenfellkrebs immer ein Mesotheliom", "Rippenfellkrebs (SimoneB)" usw., die Erläuterungen zum Rippenfellkrebs als Primärtumor oder als Sekundärtumor (aus Adeno-Karzinom) geben. Liebe Grüße Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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#1542
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Hallo,
wir haben am 29.06.06 die diagnose pleuramesothelium bekommen. es betrifft meinen vater 63. für uns alle ist eine welt zusammengebrochen. warum nur ??? er ist im besten alter und hat noch soviel träume und pläne. die angst kommt hoch und ebenso die verzweiflung. wie können wir ihm helfen?? fragen quälen einen. warum??? alles das was ich bis jetzt gelesen habe macht mir keinen mut im gegenteilverstärkt nur meine angst. am meisten macht mir meine mutter sorgen. in den letzten tagen, wo wir noch nicht wussten was es ist, führten wir lange gespräche gespräche die mir angst machten.ich liebe ihn so sehr.er istmein vater,mein gewissen, mein bester freund, mein größter kritiker, er ist alles für mich. wer kann mir helfen was dasbeste für ihn ist und welchen therapien gemacht werden können und vor llem wo?? haben schon von der klinik in heidelberg gehört. wer kann mir helfen???? |
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#1543
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Hallo Bilja,
zunächst einmal wünsche ich Euch viel Kraft für die kommende Zeit. Leider gibt es für diese tückische Krankheit noch kaum eine erfolgversprechende Heilung. Angst, Verzweiflung, Wut und viele Fragen sind wohl bei allen da, die die Information einer solchen Diagnose erhalten. Wenn ein wenig mehr Ruhe einkehrt, versuche denkbare Schritte zu überlegen: - Haben wir eine gute örtliche medizinische Betreuung ? - Werden wir als Laien über den medizinischen Ablauf verständlich informiert ? - Sollten wir uns eine unabhängige zweite medizinische Meinung einholen ? - Gibt es einen guten Informationsaustausch Patient / Arzt ? - Was möchte der Patient und wie sieht er selbst seine Lage ? Es hängt sehr viel vom Patient selber ab, wie er die ihm verbleibende Zeit nutzen möchte: - mit/ohne Operation - mit/ohne Chemos - nur palliative (schmerzlindernde) Behandlung Ihr könnt sehr viel tun: - Steht ihm als liebevolle Familie zur Seite - Hört zu, was er möchte und was er nicht möchte - Wenn er möchte, sprecht über seine und eure Ängste und Hoffnungen - Erfüllt (wenn es denn geht) seine kleinen und grossen Wünsche - Besprecht mit dem Hausarzt bzw. dem sozialen Dienst der Klinik Betreuung und Pflege (z.B. ambulante Dienste ordern, Pflegestufe beantragen, usw.) Operative Heilung ist leider beim Mesotheliom (Rippenfellkrebs als Primärtumor) nur im Anfangsstadium möglich. Chemos können lebensverlängernd sein, sind jedoch körperlich sehr belastend. Unter diesen beiden Gesichtpunkten ist vielleicht sehr wichtig, dass der PATIENT die Entscheidung behält, die ihm verbleibende Lebensqualität so lange wie möglich noch selbst bestimmen zu können. Bitte nicht die Ärzte mißverstehen: Ärztliche Aufgabe ist es, Krankheiten ggf. durch Operationen auf den Grund zu gehen, Schlüsse daraus zu ziehen und ggf. Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Sie sollten den Betroffenen die Vor- und Nachteile, die Chancen usw. verständlich übermitteln können. Ärzte sind jedoch keine Wunderheiler und auch nicht in jedem Fall psychologisch einfühlsam, weil einfach auf diesem "Seelengebiet" überfordert. Wenn es Euch gelingt, ein vertrauensvolles Miteinander Patient- Angehörige - Onkologen -Hausarzt zu schaffen, läßt sich manches deutlich besser bewältigen. Ich habe hier als engagierter Laie gesprochen, der seine Frau im Jahr 2000 durch diese heimtückische Krankheit verloren hat. An Spezialkliniken kann man nennen: http://www.thoraxklinik-heidelberg.de (Uni Heidelberg) http://www.bergmannsheil.de/ (Uni Bochum) Mit lieben Grüßen und gebt die Hoffnung nicht auf Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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#1544
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Hallo Shalom,
von Herzen vielen DANK für deine Worte. Habe schreckliche Angst. Was wird kommen??? Vielen dank auch für die Tipps von dir. Wir werden alle zu Papa stehen und ihm die nötige Kraft geben die er braucht. Mein Papa hat kein Vertrauen mehr zu seiner Pneumolgin.Sie ist nicht auf seine Beschwerden eingegangen als es mit den Schmerzen bei ihn anfing. Zu seinem Hausarzt hat Papa ein gutes Verhältniss und er bemüht sich sehr um ihn.Woführ wir sehr dankbar sind. Papas Wunsch war es sich noch eine zweite Meinung einzuholen und ist deshalb letzen Donnerstag nach Serbien gefolgen.Genau an dem Tag als auch die Ergebnisse kammen.Er war schon im Flieger und die schreckliche Nachricht kam. Er war voller Hoffnung und dachte das es nicht das sein kann was vermutet wurde. Durch die lange Wartezeit auf die Ergebnisse hat Papa psychisch so wie körperlich sehr gelitten. Ihm ist mittlerweile schon klar das es das ist was vermutet wurde. Er fragte mich am Telefon ob es was schlimmes ist und ich sagte wir werden mal sehe was kommt.Das hat mir das Herz gebrochen.Sollte ich ihm diese schreckliche Nachricht übermitteln??? Das hat er nicht verdient, soetwas von mir zu hören. Bevor er gefolgen ist, hat er mit mir Gespräche geführt die für uns vorher nie ein Thema waren. Ich habe große Angst. Heute Abend kommt er wieder zurück aus Serbien. Es geht ihm nicht gut und er kann schlecht gehen. Was hat das zu bedeuten??? Hätten wir doch nicht zugelassen das er geflogen ist, aber es war sein Wunsch.Habe ich was falsch gemacht??? Hätte ich ihn nicht fliegen lassen sollen??? Jetzt kommt die Angst und Verzweiflung. Ich freue mich das er kommt, aber bin auch gleichzeitig sehr traurig. Geändert von bilja (03.07.2006 um 16:37 Uhr) |
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#1545
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Hallo Bilja,
nein, Du hast gar nichts falsch gemacht. Bilja, ich habe die Erfahrung gemacht, daß es besser ist, die Wahrheit direkt auszusprechen. Aber das müßt ihr für Euch selbst entscheiden. Ich (wir) konnten keine "Versteckspiele" machen und wollten auch keinen Selbstbetrug mit uns und vor anderen machen. Nutzt die Zeit, die Ihr gemeinsam habt, es wird IHM und EUCH gut tun. Es empfiehlt sich wirklich, dass vor allem ihr als Angehörige Euch der Krankheit stellt und nicht die Augen davor verschließt, sondern aktiv und mutig mit dem Kranken zusammen die Zeit nutzt, denn sie ist nicht wiederholbar. Tut alles, was ihm den Tag erleichtert und ihn erfreut. Veranlasst, dass er möglichst schwerzfrei bleibt und sprecht mit den Ärzten ab, ob belastende Untersuchungen und medizinische Eingriffe unbedingt sein müssen oder eher im Sinne des Patienten unterbleiben sollten. Du stellst Fragen, was dies und jenes medizinisch bedeuten mag. Ich kann hier nur als Laie antworten, auch ist der Krankheitsverlauf des Mesothelioms mal deutlich schneller, mal langsamer wie wohl im Fall meiner verstorbenen Frau. Nutzt das Gespräch mit den behandelnden Onkologen oder aber dem Hausarzt. Nach dem Ausbruch der Krankheit im Jahr 1996 hatten wir noch drei wundervolle recht unbeschwerte Jahre. Wir haben die gemeinsame Zeit intensiv genutzt, konnten alles besprechen und alles klären. Im Jahre 1998 haben wir einen wunderschönen Urlaub (Hawaii) ohne größere Beschwerden machen können, bis Anfang 1999 die Krankheit mit Macht zurückkam. Eine zunächst leichte (Gemcitabin=Gemzar) und später mehrere schwere Chemos (Cisplatin plus Doxurubicin) brachten keine nennenswerte Rückbildung der Tumormasse. Daher wurde im März 2000 die Chemo abgebrochen. (Zum damaligen Zeitpunkt gab es noch kein Alimta, aber auch die Behandlung mit Alimta hat die Überlebensrate der damit behandelten Patienten bislang noch nicht signifikant erhöht.) Meine Frau hatte wohl ein eher zunächst langsam wachsendes Mesotheliom um den rechten Lungenflügel. Gegen die Stichschmerzen nahm meine Frau seit 1996 starke Medikamente. Der Krebs bildete um das Rippenfell (Pleura) bei ihr langsam eine immer dicker werdende Schwarte, die zum Kleinerwerden eines Lungenflügels führte. Daher gab es zunehmend Atemnot, damit verbunden, Mühe zu laufen und sich körperlich anzustrengen. Es gab häufiger Wasseransammlungen im Rippenfell, später Wasseransammlungen im Herzbeutel, die weitere Atembeschwerden verursachten. Wenn jedoch das Herz nicht mehr richtig arbeiten kann, gibt es ggf. Stauungen der Leber und Probleme mit der Niere. Wenn aber Leber und Niere länger in ihrer Funktion beeinträchtigt werden, gibt es nicht mehr umkehrbare Zerfallsprozesse. Meine Frau wurde in der Schlußphase mit Sauerstoff beatmet und ab der letzten Lebenswoche (Anfang Juni 2000) mit Morphinen im Krankenhaus und Hospiz schmerzfrei gehalten. Wunder gibt es immer wieder, daher heißt es auch: NICHT AUFGEBEN. Andererseits gilt es, sich der Krankheit und damit der Realität zu stellen und sich auf das Unabänderliche gemeinsam vorzubereiten. Bilja, ich nehme Dich jetzt einfach mal in den Arm, Du kannst Deinen Vater nicht heilen, aber Du kannst ihm Deine Liebe und Nähe zeigen. Das ist für ihn ganz gewiß eine Kraftquelle, die er für seinen Weg dringend braucht. Liebe Grüße Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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