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Alt 06.09.2006, 08:06
Stanu Stanu ist offline
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Registriert seit: 04.09.2006
Beiträge: 22
Standard AW: Meine Mutter ist gestorben

Liebe Eva,

auch ich drücke Dich ganz, ganz feste! Genau vor dieser Situation habe ich so eine wahnsinnige Angst.

Meine Mutter ist 58 und wir wissen seit Januar 2004 von der Diagnose! Das ihre Krankheit unheilbar und inoperabel ist, sagte man ihr sofort! Das Problem bei ihr ist und war, dass kein Primärtumor zu finden ist, das Ganze wurde in "Adenokarzinom" umgetauft.

Es ist ein Auf und Ab, Tendenz Talfahrt! Zuerst war da diese verzweifelte Aussichtlosigkeit, dann OP, Chemo und wieder Hoffnung, im Juni 2005 der erste Rezidiv - tiefe Verzweiflung, Chemo und die Hoffnung, dass - wenn auch inoperabel - sie damit wenigstens einigermaßen gut und lange leben kann. Nach dieser zweiten Chemo hat sie bereits gesagt, dass sie nicht weiß, ob sie noch eine machen würde. Im Juli diesen Jahres der 2. Rezidiv. Beschluss beider Seiten (Patientin und Ärzte) keine Chemo mehr zu machen, von wegen der verminderten Lebensqualität während einer Chemo.

Seit 5 Wochen vegetiert meine Mutter geradezu vor sich hin! Wird alle 3 - 7 Tage durch Punktieren von ihrer Aszites "befreit". Die ersten zwei Tage geht es ihr einigermaßen, danach kann sie nicht mehr essen / trinken, nicht mehr sitzen muss sich ständig übergeben und "hängt" (so ihre Aussage) nur noch rum. Mit Lebensqualität hat das auch nichts zu tun!!!!!!

Seitdem es ihr so schlecht geht haben wir uns nicht mehr gesehen, nur telefoniert. Wir wohnen auch etwa 500 Kilometer auseinander! Wenn die Kinder nicht wären würde ich gerne hin fahren aber andererseits habe ich das Gefühl sie möchte einfach nur ihre Ruhe haben. Das merke ich auch daran, dass wir deutlich seltener telefonieren als sonst. Manchmal habe ich das Gefühl, sie muss sich sehr überwinden um zu telefonieren. Oh Mann, es geht ihr überhaupt nicht gut und ich habe Angst und auch die Befürchtung, dass sie "nicht wieder auf die Beine kommt".

Wenn ich dann Deine Geschicht lese kann ich nur noch weinen! Diese Unabänderlichkeit, diese Hilflosigkeit und diese Endgültigkeit!!!!!

Traurige Grüße
Stanu
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