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#1561
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Hi,ich kann immer nur wieder und wieder monoton jedem empfehlen,nicht nur der Schulmedizin zu vertrauen.Informiert euch auch über die Hyperthermie und über alternative Methoden die zusammen oder nach der Chemo helfen können.
Es gibt Leute die leben noch 3 Monate damit und es gibt welche die schaffen 5 Jahre,ganz nach Stadium und Tumorart.Was man hört und liest sterben ungefähr die meisten spätestens nach 2-3 Jahren. Traurig,aber wahr.. Mfg Achim |
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#1562
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hallo lilli,
danke sehr, das du mir sehr hilfst mit deinen Worten...und auch ein Dankeschön an Achim. Naja, ich weiss nicht was ich machen soll...wenn ich an mein Vater denken muss, ich kann es einfach nicht einsehen. Ich hab mir meine späte Jugend nicht so vorgestellt ehrlich gesagt. Ich wünsche dir und deiner ganzen Familie viel Kraft und Glück...Wenn du heiraten würdest, würde dich dein Vater bestimmt freuen, oder nicht?! Meine Geschwister erwähnen es auch manchmal, da ich seit 2 Jahren auch eine Freundin an meiner Seite habe und wir uns schon (einig) sind. Und nun zu ACHIM. Was würde passieren, wenn man das Rippenfell oder so rausnimmt, ist dann nicht der Tumor vielleicht komplett weg? Kann man diese sch... Krankheit einfach nicht besiegen?! Wir leben doch in einem Zeitalter, wo alles möglich ist. Naja, müssten wir den Pharmakonzernen halt mal fragen...übrigens hab ich grad erfahren das die AMIS 437 Mrd. Dollar in den Irak und Afghanistan Krieg reingesteckt haben. Würde dieses Geld in die Medizinforschung reingesteckt werden, wären wahrscheinlich alle Krebskranken Menschen kerngesund. So ist die Menschheit halt *heul* |
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#1563
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Du schriebst:
Zitat:
Ich klinke mich auch mal kurz ein. Leider ist noch nicht alles, was man sich wünscht, auch möglich. Wie Du früheren Beiträgen in diesem Thread und auch aus einschlägigen Beiträgen im Internet erschließen kannst, ist leider dieser Krebstyp absolut noch nicht besiegt. Nur im äußersten Frühstadium des Mesothelioms kann man ggf. das komplette befallene Rippenfell oder sogar die entsprechende Lungenhälfte entfernen. I.A. jedoch befinden sich die Kranken nicht mehr im Frühstadium des Rippenfell-Karzinoms, dann hat bereits eine Infiltration des Krebses in die umliegenden Knochen, den weiteren Brust- oder Bauchraum raumgreifend begonnen. Eine Operation werden die medizinischen Experten wohl nur durchführen, wenn eine ganz klare Begrenztheit des Tumors vorliegt und man sich von einer Operation (außer diagnostischem Erkenntnisgewinn) auch eine reelle Heilungschance verspricht. Das Raumgreifen des Mesothelioms im Brust-/Bauchraum führt ggf. dazu, daß gesunde Organe wie das Herz, Leber und Niere nicht mehr ordentlich arbeiten können und dann leider diese an sich gesunden Organe als Sekundäreffekt dieses Krebses irreparabel geschädigt werden. Meine eigene Betroffenheit: Bei meiner damals 52jährigen Frau diagnostizierte man 1996 Wasser im Rippenfell, karzinöses Rippenfell wurde operativ entfernt; seit 1996 Schmerzmedikamente gegen Stichschmerzen, kaum Einschränkungen der Atmung bis 1999, als der Krebs zurück kam; ab Januar 1999 raumgreifende umhüllende Rippenfell-Krebswulst (Plague) um die rechte Lunge; Infiltration des Krebses in die umliegenden Rippenknochen und an der Stelle, wo der Einstich für die Biopsien gemacht wurde; im Sommer 1999 leichte Chemo mit GEMZAR ohne Wirkung, ab Herbst schwere Kombinations-Chemo (Doxurubicin, Cisplatin), leichte Besserung nach 6. Zyklus, danach keine Verbesserung mehr; Abbruch der Chemo im April 2000; Tod Mitte Juni 2000 nach irreparablen Zerfallsprozessen der Leber, denn durch den Krebs wurde der Herzbeutel eingeengt, ein Leberstau war die Folge und Niere und Leber arbeiteten nicht mehr richtig. Ab einem frühen Zeitpunkt hat meine Frau gespürt, dass sie es nicht schaffen wird, wir haben uns auf das Unabänderliche vorbereiten können und müssen. Die uns gemeinsam verbleibende Zeit haben wir wunderbar noch nutzen können. Es war die intensivste Zeit meines Lebens, sie mußte leider gehen, ich durfte hier bleiben und bekam die Chance auf ein weiteres Leben, allerdings ohne sie. Ich wünsche Euch viel Kraft und die richtigen Entscheidungen für den Patienten, denn die verbleibende Restzeit ist unwiderbringlich, nutzt und genießt die GEMEINSAME Zeit. Mit lieben Grüßen Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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#1564
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hallo Shalom,
vielen Dank für deine bewegenden Worte. Also bei meinem Vater wurde letzten Sommer eine Operation durchgeführt, anschliessend erhielt er eine 6 monatige Chemo, danach 6 monate Pause und jetzt ist der Tumor ganz wenig gewachsen meinten die Ärzte...jetzt hat er wieder angefangen ist glaube ich die 4. von der neuen, ist übrigens heute rausgekommen aus dem Krankenhaus. Was wird denn man bei meinem Vater wohl versuchen, den Tumor zu verkleinern und dann...??? Kenne mich wirklich nicht so gut aus, bin auch noch Jung um diese Krankheit wirklich zu verstehen. Bitte um Antwort |
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#1565
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Hallole Pioneer_e36,
Deinen Äußerungen entnehme ich, daß keine tiefgreifenden Änderungen des Tumors zu verzeichnen sind. Ich kann mich hier nur als Laie und mit Vermutungen äußern: Eine erneute Operation wird man wohl kaum durchführen, wohl aber vielleicht eine modifizierte Chemo. Das könntet Ihr mal abfragen, ob man die gleiche Chemo wie im ersten Chemo-Turnus verabreicht, oder ob man nun eine Variante der Chemo ansetzt und wenn ja, welche. Auch Ärzte können keine Wunder verbringen, sie werden jedoch sicher das Bestmögliche für den Patienten tun. Es ist jedoch noch keine Chemo bekannt, die das Mesotheliom heilen kann, auch "Alimta" nicht. Es geht also je nach Betroffenheit des Patienten und Ausprägung der Krankheit um eine Verzögerung des Wachstums des Krebses und nur in seltenen Fällen um eine deutliche Rückbildung des Krebses, leider. Auch das Atmen wird bei dieser Krebsart im Krankheitsverlauf leider immer mühsamer. Daher werdet Ihr Euch auch auf alles, was denkbar ist, einstellen müssen. Bitte nimm es mir nicht übel, wenn ich die Dinge recht deutlich beim Namen nenne, denn vielleicht ist es fairer, der Realität ins Auge zu schauen, als sich vor ihr zu verschließen und sich und andere in trügerischer Hoffnung zu wiegen. Trotz alledem: Gebt die Hoffnung nicht auf ("Wunder geschehen immer wieder"), denn sie ist ein "Antriebsmotor", wenn ich Euch nahe seid und Euch liebevoll helft. Nutzt Eure gemeinsame Zeit, nochmals viele Kraftpakete für Euch. Liebe Grüße Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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#1566
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Hallo shalom,
ich brauche dringend Hilfe und meiner Meinung nach, hast Du einen sehr guten Wissenstand über diese Krankheit. Zu Deiner Information ich bin die kleine Schwester von bilja. Mein Papa hat auch diese Krankheit (wie Du Dich vielleicht erinnern kannst aus den Berichten von bilja?). Er hat 2Chemos bekommen, uns wurde gesagt das die erste Chemo richtig gut angeschlagen hat und jetzt bei der zweiten angeblich nicht mehr im Gegenteil, durch die Chemo ist das Mesothelium gewachsen. Kann das denn sein?? Er wird jetzt keine Chemos mehr bekommen, sondern die Dose vom Morphium wird nur noch erhöht und dann sollen wir warten bis es passiert . Ich habe große Angst,weil ich nicht weiter weiß. Die Ärzte haben ihn komplett aufgegeben. Weiß auch nicht was ich denen noch glauben, zumal die Ärzte sich letzte Woche auch gar nicht mehr sicher waren ob er überhaupt das Pleuramesothelium hat. Die haben immer noch nicht 100% festgestellt ob er das Pleuramesothelium hat und das nach 7Monaten. Kein Arzt weiß wirklich was es ist bzw. was mein Papa hat. Hast Du denn schon mal was von der Immuntherapie gehört?? Kannst Du mir vielleicht helfen?? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. LG Lilli |
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#1567
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Hallole Lilli,
Du weißt, ich spreche hier nur als engagierter Laie, keinesfalls als medizinischer Fachmann. Das Mesotheliom ist ziemlich heimtückisch. Auch bei meiner verstorbenen Frau war es so, das sich nach 6 x Chemo im CT-Bild eine leichte Besserung (sprich Rückbildung des Tumors-Plagues) zeigte, das CT Bild einige Wochen später jedoch keine Verbesserung mehr aufwies. Es (war) ist schwer, den Rippenfell-Krebs vom Adeno-Karzinom zu unterscheiden (Adeno-CA ist ein i.A. von den Drüsen herrührender Krebs, der dann auch ins Rippenfell streuen kann.) Es gibt etwa seit 1997 den sogenannten Calretinin-Marker, der durch eine Biopsie eindeutig feststellen kann, was nun vorliegt (Mesotheliom oder Adeno-CA). Wie dem auch sei, ich glaube nicht, daß den Ärzten auf irgendeine Weise ein Vorwurf zu machen ist. Die Ärzte können sehr wohl durch ihre diagnostischen Mittel die Schädigung des Rippenfells z.B. durch Tumor-Plague oder eine Infiltration der Rippenknochen durch den Tumor im CT erkennen. Die Ärzte können sehr wohl abschätzen, was dem Patienten noch zuzumuten ist und wo nur noch Palliativmaßnahmen angewendet werden sollten, um die Restlebenszeit erträglich zu machen. I.A. hat das Mesotheliom einen recht schnellen und drastischen Verlauf, bei meiner Frau war es jedoch so, dass nach Ausbruch der Krankheit 1996 der Tumor Ruhe gab und erst im Januar 1999 mit Macht zurückkehrte. Es dauerte dann noch bis Mitte Juni 2000 bis die Krankheit siegte und meine Frau starb. Du siehst, es gibt schnelle und langsame Krankheitsverläufe; auch die bisherigen Chemotherapien ändern daran nichts; andere Therapien - welche auch immer (auch wenn sie Immuntherapie heißen möge)- mögen eine vorübergehende Linderung bringen, sicher gesiegt hat bislang keine dieser Therapien, auch Alimta nicht. Ich habe es jedenfalls noch nirgends dokumentiert gesehen. Bedenke bitte auch, daß Therapie-Experimente den Patienten belasten können, von unsicherem Ausgang sind und die Restlebensqualität stark beeinträchtigen können. Es ist zwar sehr verständlich, daß wir als Betroffene alles Erdenkliche versuchen, aber nicht alles, was wir versuchen, ist im Sinne des Patienten. (Würde das und jenes der Schwerstkranke eigentlich selbst noch wollen ?!) Leider ist in der Endphase der Krankheit das Atmen zunehmend erschwert, die Schmerzen nehmen zu. Um den unwillkürlichen Zwang zum Atmen zu nehmen und die Schmerzen zu lindern, gibt man Morphium. Damit werden aber auch andere Lebens- und Aktivitätsmechanismen verlangsamt und der Patient muß einige Kontrolle über seine Lebensfunktionen abgeben. Ich wünsche Deinem Vater, Dir und Deiner Schwester sehr viel Kraft, steht zueinander, solange ihr es könnt. Es wird Eurem Vater gut tun. Liebe Grüße Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel Geändert von shalom (12.09.2006 um 11:34 Uhr) |
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#1568
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Lieber Shalom,
da ich mich beruflich als BG-Mitarbeiter mit dieser heimtückischen Krankheit beschäftigen "muss", lese ich hier schon mal interessehalber im Forum mit. Ich möchte Ihnen für die Unterstützung der Betroffenen durch ihre stets kompetenten, feinfühligen Beiträge meinen Dank aussprechen. Was Sie hier leisten ist ganz phantastisch. Ich denke, ich spreche für alle, wenn ich behaupte, daß sich mancher studierte Mediziner von Ihnen eine große Scheibe abschneiden kann. Jeder Ihrer Beiträge ist Psychotherapie für die geschundenen Seelen aller durch diese sch... Krankheit Betroffenen. Sie haben meine Hochhachtung. Gruß an Alle Rehakles |
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#1569
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hallo Shalom,
ich danke dir auch vom tiefsten Herzen, dass du dich hier für uns so sehr einsetzt und dein Wissen an uns weiter reicht...wie du sicherlich aus meinem vorherigen Beitrag gelesen hast ist mein Vater jetzt in der 5. Chemo der 2. Phase. Ich wollte dich nun mal fragen was nach der 2. Phase gemacht wird/werden kann...(1Phase jeweils 6 Chemos). Bei meinem Vater sieht die Krankheit eigentlich sehr gut aus zur Zeit. Anfangs wurde an Ihm eine Operation vorgenommen, gleich beim Befund...anschliessend kamendann halt die Chemos mit Pausen. Eine Frage noch zu Rehakles. BG Mitarbeiter ist doch damit die Berufsgenossenschaft gemeint oder? Wenn ja, mein Vater hat 27 Jahre bei Eternit gearbeitet, sagt dir hoffe ich was!? Er kam immer mit dem sch.... Asbest in Berührung, von da kommt auch leider seine Krankheit her. Würde mich freuen, wenn Ihr zurück schreiben würdet. Vielen herzlichen Dank |
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#1570
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Hallo Pioneer_e36,
da ich annehme, daß man bei der Operation nur die entfernbaren befallenen Stellen des Rippenfells beseitigt hat, folgen i.A. mehrere Phasen von Chemos. Wahrscheinlich macht man während oder nach jeder Phase eine Computertomographie (CT), um zu sehen, ob eine Rückbildung des Tumors zu erkennen ist. Regelmäßige CT - Kontrollen zeigen auch kleinste Veränderungen des Tumors. Pausen zwischen den Chemo-Phasen dienen der Regeneration des Patienten. Ist eine Rückbildung des Tumors zu erkennen, wird man wahrscheinlich unter den Medizinern beraten, ob man nicht weitere Chemophasen nachschiebt, wenn es überhaupt Erfolg verspricht. Wenn es der Krankheitsverlauf zuläßt, kann zur Wiederherstellung der Kräfte des Patienten auch eine Anschlußheilbehandlung (AHB) in einer entsprechenden Klinik durch seinen Arzt, Krankenkasse, Rentenkasse beantragt werden. Es gibt eine ganze Reihe onkologischer Nachsorge-Kliniken in der Bundesrepublik. Meine Frau war damals (2x) in der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg. Nach meiner "Laien"einschätzung : Nicht mehr und nicht weniger kann man tun: Hoffen, daß der Tumor eine Rückbildung durch Chemos zuläßt und man sollte alles tun, die Lebensqualität zu unterstützen.. Alles andere wären medizinische Experimente mit höchst unsicherem Ausgang und eventueller Belastung des Kranken. Leider reagiert das Mesotheliom aber sehr eigenwillig, es kann über Jahre Ruhe geben, Pause einlegen (wie bei meiner Frau), dann schlägt es wieder zu. Solange der Tumor jedoch nicht komplett verschwindet (was wohl nur in ganz seltenen Fällen geschieht) ist die Krankheit leider absolut nicht besiegt. Daran ändern auch "Zwischenhochs" des Patienten nichts. Mich wundert, daß ihr noch nicht den intensiven Kontakt zur Berufsgenossenschaft gesucht habt, wo doch der Vater eindeutig und unwiderlegbar langjährig im Berufsumfeld mit asbesthaltigen Stoffen umgehen mußte. Liebe Grüße und viele Kraftpakete Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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#1571
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hallo Shalom,
erstmal wieder vielen Dank für deine guten Informationen...mein Vater hat es schon längst bei der Berufsgenossenschaft gemeldet, alles wird jetzt von denen übernommen und er bekommt auch eine extra Rente dazu. Leider ändert sich dadurch nichts. Ich wollte dich fragen, wo ich denn mein Vater zu einer Reha Klinik hinschicken könnte, wenn er denn seine 2. Chemo Phase hinter sich gelassen hat? Noch was zu den Pausen...war es bei deiner Frau so, dass es sich zurückgebildet hat und dann eine lange Zeit lang nichts passierte, oder musste Sie zwischen den Jahren immer wieder Medikamente einnehmen bzw. Klinikaufenthalte aufnehmen...? Viele Grüße und ein großes Dankeschön |
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#1572
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Hallo Pioneer_e36,
seit dem Beginn der Erkrankung 1996 hat meine Frau damals ununterbrochen Schmerzmittel in Tablettenform eingenommen. Es waren nicht wenige Medikamente, ich kann mich jedoch nicht mehr an die Namen der Medikamente erinnern. Das Mesotheliom hat sich bei meiner Frau in den Chemo-Pausen nicht zurückgebildet. Bei ihr war ja der Ablauf so, daß die Krankheit 1996 entdeckt wurde, nach einer Operation gar nichts mehr passierte (keine Chemo, nur Schmerzmittel), sondern erst 1999 die Krankheit mit Macht zurückkehrte und dann leichte und schwere Chemos eingesetzt wurden, mit wenigen Wochen Unterbrechung. Die Chemos wurden abgesetzt im März 2000, sie starb im Juni 2000. Empfehlenswert für eine Anschlußheilbehandlung (AHB) /Reha ist ganz sicher die Klinik für Tumorbiologie in Freiburg, dort war meine Frau zweimal. Auch hier im Krebsforum schildern Patienten diese Klinik als ausgezeichnet. Im Krebsforum unter Allgemeine Themen "Reha usw" gibt es jedoch auch Erfahrungsberichte und Hinweise zu anderen onkologischen Nachsorgekliniken in der Bundesrepublik. Ich kann lediglich persönlich den sehr guten Eindruck von Freiburg bestätigen. http://www.tumorbio.uni-freiburg.de/ Liebe Grüße Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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#1573
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hallo Shalom,
wann wäre es denn am sinnvollsten, dass mein Vater diese Klink besucht?! Und sollte er diese Anschlussheilbehandlung nehmen oder was anderes. Er muss nächste Woche zur 5. Chemo der 2. Phase, glaube ich...und wie lange dauert da so ein Aufenthalt? Gibt es in Deutschland auch spezial Kliniken, die auch wirklich was drauf haben oder ist diese in Freiburg schon sehr gut? Und wieder ein grosses Dankeschön, dass du mir immer schnelle und aufheiternde Antworten gibts. Vielen Dank |
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#1574
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Hallo Pioneer_e36,
auf Deine Fragen gebe ich gerne Antwort, wenn ich es denn kann, denn Deine Fragen werden immer spezieller. Ich versuche dabei, die Realität dieser Krankheit offen darzustellen. Vielleicht tun sich dann durch unseren Austausch auch manche Wege für Dich(Euch) auf, die zumindest für den Augenblick wieder Mut machen, auch wenn es noch keinen Grund zur Aufheiterung gibt. Nur der medizinische und soziale Dienst Eures Krankenhauses können entscheiden, ob und wann für den Patienten welche Aufbaumaßnahme geeignet ist. Onkologische Nachsorge kann und wird nicht den Krebs heilen, wohl aber den Umgang mit den Folgen des Krebses erleichtern. Ihr solltet umgehend Kontakt mit dem Sozialdienst des Krankenhauses Kontakt aufnehmen, um Reha bzw. AHB abzusprechen, denn es müssen zum Teil Fristen nach dem Krankenhausaufenthalt, Bestrahlung, Chemo eingehalten werden. Dieser Dienst ist darauf spezialisiert, Euch Hilfestellung für die onkologische Nachsorge zu geben. Nur die Fachleute können sich da unkompliziert und zügig den Weg durch den Dschungel unseres Gesundheitssystems bahnen. Nun gibt es die unterschiedlichsten Fachbegriffe AHB, Anschluß-Reha usw.., mit unterschiedlichen Genehmigungsverfahren. Hier bin ich dann wohl völlig überfragt, denn ich kenne nur die Verfahrensweise (Privatkasse und Beihilfe), die meine Frau damals als Privatpatientin anzugehen hatte, um eine AHB zu bekommen. Lese bitte mal im folgenden Thread und den Antworten auf den Beitrag von Birgit1 nach: http://www.krebs-kompass.org/Forum/s...31&postcount=2 Onkologische Nachsorge-Kliniken sind darauf spezialisiert, Menschen mit Krebserkrankungen der unterschiedlichsten Art NACH OPs, Bestrahlungen, Chemos den Übergang in das "normale" Leben nach dem Krankenhausaufenthalt zu erleichtern. Das gilt sowohl in medizinischer wie auch in psychologischer Hinsicht. Je nach medizinischer Notwendigkeit und Genehmigung dauert ein Aufenthalt 3-5 Wochen. Wie Du dem großen Unterkapitel: Allgemeine Themen --> "Nachsorge und Rehabilitation" dieses Krebskompass-Forums entnehmen kannst, gibt es zahlreiche gute onkologische Nachsorge-Zentren quer durch die Bundesrepublik. Auch zur Klinik für Tumorbiologie in Freiburg, die uns damals empfohlen wurde und nicht sehr weit von unserem damaligen Wohnort lag, gibt es aktuelle Erfahrungsberichte z.B. von FE1959 im Thread "AHB in Freiburg/Br." im Unterkapitel: Allgemeine Themen -->"Nachsorge und Rehabilitation" dieses Krebskompass-Forums. Auch ich habe mal vor einigen Jahren dort ein paar Statements dazu abgegeben (vor der Einführung der Krebskompass-Registrierung als shalom). Die Klinik in Freiburg hat einen AHB/Reha- und einen Akut-Teil. Wird man während der Reha-Maßnahme zum Akutfall (wie das beim zweiten Aufenthalt meiner Frau in Freiburg gegeben war) ist keine Verlegung in eine andere Klinik nötig. Es mag sein, daß das in anderen Zentren genauso geschieht. Liebe Grüße Shalom
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Es ist nicht genug zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun. (Johann Wolfgang von Goethe) "Wilhelm Meisters Wanderjahre", 3. Buch, 18. Kapitel |
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#1575
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hallo !
es ist so traurig was man hier liest, aber wohl die bittere wahrheit. mein vater (70 jahre ) hat die diagnose "pleuramesotheliom" vor 6 wochen erhalten.für uns (mama ,2 schwestern) brach eine welt zusammen.wir verdanken ihm eine sorgenfreie kindheit, er ist ein ganz lieber, ehrlicher und zärtlicher vater. im januar kam er wegen atembeschwerden ins krankenhaus.pleuraerguß.ct unauffällig, gewebswasser und gewebsprobe kein besonderer befund.Fieber bis 40 Grad, tumormarker ganz minimal erhöht .Wir können nichts finden ,werden aber in regelmäßigen abständen ct bzw röntgen sagten die ärzte.bis august alles ok. dann ct auffällig.das war donnerstag der 17. august....ein tag später 70.geburtstag groß gefeiert.Freunde, verwandte, nachbarn es wurde getanzt , gelacht und alles waren gut drauf............doch der schein trügt...meine eltern und ich wußten was los ist...es war für mich die hölle.und besonders für meine eltern. mein vater ist binnenschiffer(asbestkontakt) , er hat bis vor 5 jahren ein eigenes schiff besessen und sich anschließend eine yacht gekauft.wir (meine schwestern und ich ) fahren regelmäßig mit und an diese erinnerungen mag ich kaum denken, das kann doch jetzt nicht alles vorbei sein??? die ersten wochen habe ich nur geheult. nach der gewebsprobe wurde mein vater 9X operiert, weil sich immer ein bluterguß an der stelle wo die narbe ist gebildet hat.er war so geschwächt.lag 3X auf der intensivstation.bis irgendein "aufmerksamer" arzt feststellte das das heperin und ass(blutverdünner) nicht abgesetzt wurde.was das heißt wissen denke ich auch leien.hinzu kamen drei bluttransfusionen ,wobei er die letzte so schlecht vertrug das er auf die intensiv kam.wir hatten die nase gestrichen voll(zumal auch die menschliche seite in diesem hause sehr unpersönlich war ,wir fühlten uns sehr allein gelassen man knallte uns die diagnose ohne mitgefühl auf d. tisch).mein vater hatte ein trauma durch die op`s und die ständige angst zu verbluten.keiner hat ihm moralisch aufgebaut.gut das er eine frau und drei töchter hat die ihn sehr lieben. wir haben papa umlegen lassen in einem lungenzentrum. dort wurden wir menschlich, kompetent und freundlich in jeder hinsicht aufgenommen.ich schreibe bewußt "wir" denn unsere familie hält sehr fest zusammen.dort haben sie gesagt wenn ihr vater noch 1 woche später zu uns gekommen wäre dann hätte er das wohl kaum überlebt...doppelseitige lungenentzündung mit wassereinlagerung.wurde wohl übersehen. er soll sich jetzt erstmal richtig erholen und anschließend wird er operiert mit 3Zyklen chemo (???) evtl. bestrahlung.das andere krankenhaus hat uns knallhart gesagt...wollen sie ihrem vater das noch zumuten?es wäre schon fortgeschritten. die klinik ,wo er jetzt liegt ist sehr neu (Jan.06) mit den modernsten untersuchungsgeräten ausgestattet und der Doc kommt aus der schweiz.er sagt er könnte es schaffen, es wäre nicht weit fortgeschritten.ich hoffe er hat recht. doch wenn ich dieses forum anschaue hat ja wohl keiner überlebt. an was soll man glauben?? |
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