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#1621
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Hallo Mosi-Bär,
die letzte Chemo ist bei mir erst neun Wochen her. Die Muskelschmerzen sind eine Chemonebenwirkung. Die Ärzte finden das alle ganz normal aber keiner weiß wie lange es dauert, bis das wieder weg ist. Ansonsten hab ich die Chemo ganz gut verkraftet. Erstaunlicherweise ging es mir zwischen den Chemos ganz gut. Nur jetzt dauert es länger als mir lieb ist bis ich mich wieder fit fühle. Jetzt mache ich Physiotherapie, warmwassergymnastik und fange mit Psychtheraoie an. Mal abwarten was davon nutzt. Gymnastik mit Viseo finde ich eine gute Idee. Bisher übe ich vor allem laufen. Radfahren führt dazu das mir nachts der Unterleib wehtut. Ich wurde im September operiert, "normal" also das volle Programm. Chemo war danach. Du kannst Die meine Erfahrungen ansehen, wenn Du willst, Klick auf meinen Namen und lass Dir dann die Beiträge anzeigen. Im Moment versuche ich Geduld zu lernen, ich hatte noch nie viel Geduld, Grrrr...Ich werde in ein paar Wochen wieder arbeiten gehen, da freue ich mich schon drauf. Bis dahin muss ich besser stehen können als ich bisher kann. Hab ich das richtig verstanden, dass Du in Rente gehen willst? Du bist doch auch in meinem Alter, geht es Dir doch so schlecht? Liebe Grüße Birgit. |
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#1622
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Hallo Birgit
,das mit der Erwerbsunfähigkeitsrente hat ganz bestimmte Gründe. Wenn ich noch Arbeit hätte, würde ich auch schon längst wieder arbeiten gehen und die EU nicht beantragen, trotz Schwerbehindertenausweis von 100%. Aber leider habe ich zum 1. April 2005 meine Arbeit verloren. 27 Jahre habe ich bei der Deutschen Bank gearbeitet und eigentlich die ganze Zeit im Zahlungsverkehr. Die Deutsche Bank hat 2001 den Zahungsverkehr in eine Tochergesellschaft "outgesourced" und 2004 den ganzen Kram an die Postbank verkauft. Die Postbank hatte dann die Super-Idee, den Standort Düsseldof zu schließen. Ich hätte nach Frankfurt oder Leipzig gehen können, was aber aus privaten Gründen für mich nicht zur Diskussion stand. Mit damals 43 Jahren ist es verdammt schwierig, wieder einen neuen Job zu finden, vor allem im Bankgewerbe war "tote Hose". Ich entschied mich also, was ganz anderes zu machen und besuchte Kurse zur Qualifikation als Tagesmutter, hatte vor, 3 Kinderchen bei mir Zuhause zu betreuen. Am 1. Februar 2006 bekam ich mein Zertifikat und im Mai oder Juni 2006 wollte ich anfangen, als Tagesmutter zu arbeiten. Doch leider kam ich am 23. März 2006 ins Krankenhas und erhielt am 31. März 2006 die Diagnose. Also habe ich mein Vorhaben, als Tagesmutter zu arbeiten, um ca. 1 Jahr verschoben und mich auch dazu entschlossen, nur 1 Kind zu betreuen (vielleicht später mal 2 Kinder, aber das weiß ich noch nicht!). Ich habe also, nachdem das Arbeitslosengeld am 31. März 2006 zuende war und ich keinen Anspruch auf Hartz IV habe, kein Einkommen mehr. Die Überlegung ist jetzt: ich beantrage die EU-Rente und verdiene als Tagesmutter was dazu. Dann muß ich nicht ständig meine Abfindung anknabbern, die ist ja nicht endlos und mein Mann und ich hatten eigentlich andere Pläne damit, als ständig was davon abzuknapsen. Selbst wenn ich nur 5 Jahre die EU-Rente bekomme (der Ausweis gilt ja vorerst 5 Jahre und wenn ich nicht wieder krank werde, werde ich ja auf jeden Fall keine 100% mehr haben), dann hätte uns das schon verdammt weitergeholfen. Mir geht es echt gut und ich habe fast ein schlechtes Gewissen, wenn ich die EU-Rente beantrage, aber warum soll man was verschenken? Viele liebe Grüße Mosi-Bär
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#1623
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Ihr Lieben,
hat eine von Euch Erfahrungen mit dem Tragen einer Bauchbandage? ich möchte sehr gerne wieder arbeiten gehen, habe aber ganz schnell starke Rückenschmerzen wenn ich stehen muss. Die Physiotherapeutin hat mir eine Bauchbandage vorgeschlagen. Hilft Schwangeren wohl auch Und wo ich gerade Fragen stelle. hat eine von Euch schon mal Lymphdrainage für den operierten Bauch gemacht? Tut das weh? Meine Gynäkologin meint der Lymphstau sei rückläufig. Die Pysiotherapeutin meint da müsse Tiefenlymphdrainage durchgeführt werden. Und ich weiß nicht, was ich so meine.... Liebe Grüße Birgit |
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#1624
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Hallo Birgit!
Ich trage seit Anfang Februar ein Mieder (od. Korsett) mit Klettverschluss. Ich weiß allerdings nicht ob das mit einer Bandage gleichzusetzen ist. Ich habe EK, und bin deswegen seit Aug.06 4x am Bauch operiert worden und soll das Mieder zur Stabilisierung der Narbe tragen. Die Erfahrungen, die ich damit gemacht habe sind folgende: Man sitzt damit viel aufrechter als sonst (gut für Kreuz), es stabilisiert den sensiblen Narbenbereich, stützt beim Lachen, Husten, Niesen, etc. - ich bin eigentlich zufrieden damit . Nachteil: Im Sommer heiß und die Hosen sitzen dadurch enger (fast eine Kleidergröße). Ich möchte übrigens ab nächster Woche auch wieder arbeiten gehen, ohne Mieder würde ich mich das wahrscheinlich nicht trauen. Ich hoffe ich konnte helfen. Schöne Gruße Bessie |
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#1625
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Hallo Alle zusammen.
Zunächst einmal möchte ich Euch allen meine Bewunderung aussprechen: Zum einen für Euren Kampfeswillen, Lebensmut und Optimismus; Zum Anderen für Euer Engagement (auch) in diesem Forum. Als nächstes möchte ich meine eigene Situation (so kurz wie möglich) vorstellen: Glücklicherweise bin ich selbst nicht von Eierstockkrebs betroffen, aber leider meine Mutter (Jahrgang 1936). Ich selbst bin auf diesem Gebiet absoluter Neuling und bin für jeden Ratschlag dankbar. Zur Vorgeschichte: 1972 Jahren wurde bei meiner Mutter eine OP an den Eierstöcken zwecks Entfernung einiger Myome (also gutartig) vorgenommen. 1973 erfolgte dann eine Total-OP, bei der Alles entfernt wurde. Der gesamt Bereich war wohl komplett mit Myomen zugewuchert. Aber halt wieder alles gutartig (angeblich). 1996 hatte sie dann einen kleinen Unfall, bei dem auch Ihre Leber z.T. verletzt wurde. Bei einer OP wurde dann eine verknöcherte Zyste entdeckt, die natürlich entfernt wurde; der verletzte Teil der Leber wurde 'weggeschabt'. Der histologische Befund der Zyste ergab dann aber leider (ca 6 Monate nach der OP!), dass es sich um karzinogenes Gewebe handelt, genauer gesagt um eine Metastase. Daraufhin wurde 1997 operiert und die Leber 'sauber' geschnitten. Januar 2003 folgte dann die nächste OP wg. eines Granulosa Zelltumors in der direkten Nähe der Bauchaorta. Eine weitere Therapie wurde nicht empfohlen (O-Ton: "Worauf sollen wir denn schiessen? Wir haben doch kein Ziel.") Im Dezember 2006 dann mal wieder unters Messer: Entfernung von 3 Tumoren in Mittel- und Oberbauch bzw. in Lebernähe. Mal wieder alles Sichtbare in Gänze entfernt. Da die Ärzte aber nun vermuten, dass da doch noch mehr sind, und sie nicht wissen, wie sie ggf. nochmals in den Bauch reinkommen sollen (nach all den OPs und jede Menge Verwachsungen), wollen sie jetzt mit einer adjuvanten Chemo anfangen (Cisplatin, Etoposid und Bleomycin). Da meine Mutter sowieso schlecht auf den Beinen ist (Pflegestufe 1 seit 2004), seit Jahren unter Depressionen leidet und obendrein ein sehr schlechtes Bild von sich selbst (insbesondere von ihrem Äußeren) hat, sind wir uns sehr unsicher, ob wir ihr die Strapazen antun sollen: Wenn sie ihre Haare verlieren sollte (und das scheint sehr wahrscheinlich), würde sie sich gar nicht mehr aus dem Haus trauen. Freundinnen sind keine vorhanden. Der Ehemann (mein Vater) ist sowieso gegen alles und 'vertraut auf die Selbstheilungskräfte des Körpers'; ist also auch keine große Hilfe. Damit bin ich (und mein Mann) eigentlich ihre einzige Stütze. Aber auch unsere Zeit und Kraft sind beschränkt. Ich habe Angst, dass die Chemo ihr den letzten Rest Lebenswillen nimmt, wenn sie wg. des Haarausfalls nicht mehr aus dem Haus "kann". Ich habe Angst, dass sie so sehr geschwächt wird, dass sie (mal wieder) nicht mehr laufen kann. Ich habe Angst, .... Ich habe noch nicht alle Beiträge hier im Forum gelesen, aber ich habe spontan den Eindruck, dass ALLE unter der Chemo zumindest erst einmal leiden. Und dass die Sterblichkeitsrate über mehrere Jahre hinweg doch nicht gerade gering ist. Wenn ich dann überlege dass meine Mutter in 3 Monaten 71 Jahre wird (und sie schon mindestens 10 Jahre mit der Diagnose überlebt hat).... wäre es dann nicht 'humaner', sie in Würde altern zu lassen; dass sie ihre letzten Jahre noch (nach ihren Möglichkeiten) genießt anstatt sich noch quälen zu lassen; oder sie zumindest solange in Ruhe zu lassen, sich wirklich wieder was bildet; und dann nochmals nach einer OP, Bestrahlung, Chemo- oder Schmerztherapie umzusehen. Ich bin wirklich unentschlossen, ich möchte alles tun, was ihr helfen kann - aber was wäre eine Hilfe? Wir haben noch kein Zweitgutachten - ich weiß auch noch nicht wie das funktioniert. Muss man dazu selbst vorstellig werden oder reichen die Patientendaten? Ich kenne ihre Tumormarker-Zahl nicht (weder aktuell noch früher), ich weiss noch nicht einmal, wie die bestimmt wird und was 'normal' ist. Ich denke darüber nach, eine Psychologen, der sich in der Materie auskennt, mit einzubeziehen (ist das dann ein Psycho-Onkologe?). Auch eine Selbsthilfegruppe in Umkreis von Dortmund wäre nicht schlecht (allerdings auch problematisch, da meine Eltern kein Auto haben und meine Mutter gehbehindert ist) Ich merke gerade, dass ich hier jetzt doch fast schon einen 3-teiligen Roman geschrieben habe. Ich bedanke mich bei allen, die die Geduld hatten, das bis hierhin zu lesen - und hoffe dass der eine oder andere eine Antwort, einen Rat oder eine Einschätzung für mich hat. Ich danke Euch und wünsche Euch weiterhin das allerbeste. Monika |
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#1626
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Hallo Monika!
Herzlich willkommen in diesem Forum. Ich bin auch erst seit Kurzem dabei und finde es einfach gut, sich hier mit "Leidensgenossinen" auszutauschen. Ich habe schon eine Menge Tipps und Hilfe bekommen in ganz kurzer Zeit. Ich hoffe, bei dir wird das auch so sein. Leider kann ich jetzt nicht so viel sagen zum Fall deiner Mutter. Vor allem tut es mir wahnsinnig leid, daß das Ganze nicht früher als das erkannt wurde, was es ist. Ihr solltet euch auf alle Fälle eine Zweitmeinung einholen. Laßt euch alle wichtigen Unterlagen geben und sucht euch einen Spezialisten. Es gibt hier im Forum eine Menge Leutchen, die da gute Adressen kennen und echt gute Tipps haben. Kann aber leider nichts dazu sagen, denn ich habe mir erstens keine zweite Meinung eingeholt (ging vor einem Jahr einfach alles so schnell und wir wußten nicht, daß man das macht) und bin zweitens absolut gut behandels worden mit Chemo und Operation, bin also sehr zufrieden. Im August hatte ich meine letzte Chemo, die OP war im Juli und seitdem geht es mir gut, ich habe eine Komplett-Remission, die anhält und ich hoffe, daß sie das noch lange tut oder sogar für immer!!!! Ich werde am 6. März in Reha fahren, und zwar nach Scheidegg im Allgäu. Mein Mann wird mich begleiten und wir sind schon sehr gespannt. Nun wünsche ich dir und deiner Mama, daß sich alles zum Guten wendet, soweit man das sagen kann, und daß ihr die richtige Entscheidung trefft. Viele Grüße und alles Gute Mosi-Bär
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#1627
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Hallo Mosi,
wünsche dir eine gute Zeit und mach das Beste daraus, manche Menschen sehen im Friesennerz auch super aus und du gehörst bestimmt auch dazu .Lass`dir vom Wetter nicht die Laune verderben und erhole dich gut. Lieben Gruss Nena |
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#1628
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Hallo Mosi!
Bin letzte Woche aus Scheidegg zurückgekommen. Ich denke nicht dass dir dort langweilig wird, nur weil das Wetter nichts ist. Das Angebot der Klinik ist sehr groß! Genieße die Zeit und lass dich verwöhnen Bis bald Geändert von Marmit (30.12.2009 um 00:23 Uhr) |
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#1629
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Hallo Monika,
schön dass du hergefunden hast, auch wenn der Anlass nicht schön ist. Ich finde es sehr gut, dass du dich für deine Mama informieren willst. Da es deiner Mutter ja zur Zeit nicht so gut geht und du Angst hast, dass sie eine Chemo nur sehr schwer durchstehen könnte, würde ich mich an deiner Stelle an ein Hospiz in deiner Nähe wenden. Die Mitarbeiter im Hospiz helfen dir sicher gerne mit ihrem Fachwissen weiter und unterstützen euch auf euerem Weg ( egal wie ihr euch entscheidet). Du solltest dir auf jeden Fall alle Befunde deiner Mutter in Kopie geben lassen und damit dann eine 2. Meinung einholen, damit ihr genau informiert sein in welchem gesundheitlichen Zustand sich deine Mutter zur Zeit befindet. Ich denke nur dann könnt ihr entscheiden wie ihr weiter vorgehen wollt und welche Therapie Sinn macht. Ich bin selbst seit 2005 betroffen und habe für mich entschieden, dass mir meine Lebensqualität wichtiger ist, als die Lebensdauer, also versuche ich mich gut zu informieren und versuche dann die Kosten gegen den Nutzen abzuwägen ( hoffe es gelingt mir dann auch im entscheidenen Moment). Die Chemo hat bei jedem Menschen unterschiedlich Nebenwirkungen, es gibt aber gute Medikamente um es erträglich zu machen, die Haare fallen leider meistens aus und es ist auch im ersten Moment kein Trost zu Wissen, dass sie ja nach der Chemo wiederkommen. Auch hier gibt es ausser Perücken noch viele Möglichkeiten für die Haarlose Zeit und es ist so unglaublich schön wenn es dann auf dem Kopf anfängt zu spriessen. Schau dir doch hier im Forum mal die Seite mit den Glatzenbildern an, dort sind tolle Frauen zu sehen, denen die Lebensfreude auch ohne Haare anzusehen ist. Falls du noch Fragen hast, kannst du mir auch gerne eine PN schreiben. Wünsche euch alles Gute Nena
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#1630
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Hallo Mosi-Bär
Danke für die lieben Willkommensgrüße. Es hilft schon sehr, wenn man mal alles rauslassen kann und weiss, dass andere in ähnlichen Lagen sind. Ich wünsche Dir, dass es Dir in Deiner Reha gut gefällt (Ein schöner Regenguss in den Bergen hat zumindest landschaftlich was schönes!), dass Du Dich gut erholst und eine schöne Zeit mit Deinem Mann hast. Bis bald Hallo Nena! Auch Dir danke für Deine Antwort und für die Tipps. In die Richtung, mich weiter zu informieren, will ich auch gehen. Ich habe heute den ganzen Tag versucht, das Krankenhaus zu erreichen, um mal eine komplette Patientenakte zu bekommen. Wäre auch schön, wenn da mal jemand ans Telefon ginge. Aber auf ein paar Tage kommt es auch nicht an. Da meine Mutter derzeit noch immer an den OP-Folgen leidet (Probleme bei der Wundheilung) und ihre Leukozyten eh im Keller sind, ist an eine Chemo JETZT sowiso noch nicht zu denken. Allerdings habe ich mich offenbar etwas ungenau ausgedrückt, wenn Du den Eindruck hättest, dass meine Ma in ein (Sterbe-?) Hospiz muss. Ich hoffe ernsthaft, dass ich damit noch ein paar Jahre Zeit habe. Sie hat zwar jede Menge größere und kleinere Probleme, aber derzeit ist nichts wirklich bedrohlich (außer das Leben selbst natürlich). Ich hoffe mal, dass das noch lange so bleibt. Natürlich bei allen. Ich finde Deine Einstellung sehr gut (die Abwägung zwischen Lebensqualität und Dauer). Und ich bin froh, dass mir (zumindest bis jetzt) noch keiner den Vorwurf gemacht hat, dass es falsch ist, überhaupt darüber nachzudenken, meiner Mutter von der Chemo abzuraten (und sie damit 'umzubringen'). Denn ich bin mir ziemlich sicher - sie wird auf mich hören. (100% wenn ich abrate, 80% wenn ich empfehle). Im Bekanntenkreis habe ich teilweise schon recht merkwürdige Blicke erhalten, wenn ich 'die Rechnung aufgemacht' habe, was sinnvoll sein könnte. Ich wünsche auch Dir weiterhin alles Gute und hoffe, dass Du die richtigen Entscheidungen triffst. LG Monika |
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#1631
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Hallo Monika,
schön, dass Du Dich um Deine Mutter kümmerst. Man ist in solchen Situationen völlig überfordert. Erst recht, wenn man es nicht gewöhnt ist, sich selbstständig Informationen zu suchen. Ich überblicke jetzt nicht genau, was Deine Mutter konkret hat. Ich habe mich bei meinem EK vor knapp zwei Jahren an www.ago-ovar.de orientiert. Da kann man nachsehen, welche Kliniken für Eierstockkrebs besonders qualifiziert sind. Ich habe dann Zweitmeinungen in Kliniken eingeholt, die auf dieser Liste standen oder mir irgendwie vom Hörensagen sympathisch vorkamen. Ich habe mich selbst vorgestellt. Ich meine aber irgendwo gelesen zu haben, dass man Zweitmeinungen auch per Mail bekommen kann. Weiß aber nicht, wo und wie. Auf jeden Fall ist es richtig, die Akten vollständig zu haben. Und ich glaube auch, es ist richtig, nichts zu überstürzen. Also erst erholen und den Überblick gewinnen und dann die weitere Therapie. Ich weiß nicht, ob Du damit was anfangen kannst: Im Gemeinschaftskrankenhaus Witten-Herdecke arbeiten Antroposophen, die auch Mistel zur Unterstützung bei Chemo, zur allgemeinen Stabilisierung etc. anwenden. Es gibt viele Ärzte / Kliniken, die damit arbeiten. Ich kam jetzt darauf, weil ich mich selbst dort informiert hatte und Du etwas in der Nähe von Dortmund suchst. Ich drück die Daumen! Liebe Grüße. Anne |
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#1632
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hallo liebe freundinnen,
letzten mittwoch war die erste infusion mit avastin. biene hat die infusion körperlich gut vertragen. psychin kotzt sie das stechen in die vene ziemlich an, weil sie das an die ersten beiden chemotherapie erinnert. daneben nimmt sie weiter die tablettenchemo mit ixoten, allerdings reduzierte dosis. avastin soll bei der sitiuation mit aszites ja gut anschlagen. die nierenfunktionen müssen kontrolliert werden und der blutdruck. für die blutwerte erhält sabine epo, das nächste mal am montag. dienstag 11.20 hebt der flieger zur algarve ab. da haben wir dann keine zeit uns mit dem krebs zu beschäftigen. ich schätze mal das dort die sonne scheint bei 20 c. die woche haben wir erst einmal. was danach ist, ist unwichtig. liebe grüße für euch euer argentino p.s. weiß jemdand von euch, wie es anita geht<ß |
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#1633
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Hallo Anne
Danke für den Tip mit Witten-Herdecke. Das ist wirklich ziemlich in der Nähe. Und gerade über Mistel habe ich hier im Forum und auf anderen Seiten auch schon das eine oder andere gelesen, was nicht so ganz uninteressant war. Werde ich also mal im Netz suchen oder nächste Woche mal vorbeifahren. Die Seite von ago-ovar habe ich auch schon besucht, finde ich teilweise aber etwas zu kurz und teilweise zu unübersichtlich. Da muss ich wohl noch mal in Ruhe dran Nur zur Erklärung: bei meiner Mutter wurde Granulsa Zelltumor in Metastasen diagnostiziert, sie ist derzeit (mal wieder) tumorfrei operiert, und soll jetzt sozusagen vorsichtshalber Chemo bekommen (also adjuvante Therapie) Die Eierstöcke, die ja scheinbar an allem Schuld sind, sind aber seit über 30 Jahren entfernt - und zwar angeblich krebsfrei. Merkwürdig, aber so wird es uns verkauft. Es bleibt noch viel zu tun, zu suchen und vor allem - den Mut nicht zu verlieren. Dasselbe wünsche ich auch Dir LG Monika |
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#1634
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Hallo Monika!
Ich bin selbst betroffen, meine Chemotherapie endete erst im Jänner 07. Gerade in der Situation deiner Mutter ist es wahrscheinlich besonders schwer eine Entscheidung zu treffen, ob man Chemo machen soll oder nicht. Das mit dem Zweitgutachten ist sicher eine gute und wichtige Idee. In den Befunden sollte ja dann auch die Tumormarker zu finden sein, wenn nicht würde ich so oder so noch eine Meinung einholen. Im Tumormarker-Befund (quasi so ähnlich wie ein Blutbild) stehen auch die Referenzwerte, also der Bereich, der als normal angesehen wird. Ich habe sofort psychologische Betreuung in Anspruch genommen und kann nur sagen, dass mir das sehr geholfen hat. Gerade für deine Mutter, von der du sagst, dass sie zu Depressionen neigt wäre das von besonderer Bedeutung. Diese Fachleute können ja dann auch entscheiden, ob man auch mit Tabletten gegen die Depressionen vorgehen könnte. Zu der Überlegung, ob sie Chemo machen soll oder nicht kann ich dir folgenden Rat geben. Ich bin im Aug. 06 auch "tumorfrei" operiert worden und mir wurde dringend geraten eine Chemotherapie zu machen um etwaige unsichtbare Mikrozellen, die nach der Op. noch im Körper verblieben sein könnten zu zerstören. Ich habe mich daraufhin informiert und erfahren, dass gerade der Eierstockkrebs sehr empfindlich auf Zytostatika reagiert (gottseidank). Ich habe dann die Chemo gemacht, da mir das alles ziemlich logisch erschien und ich ein Wiederauftreten des Krebses möglichst vermeiden wollte. Haare zu verlieren tut zwar in dem Moment wo es passiert ziemlich weh, aber ich habe dann z.B.: begonnen Hauben zu häkeln, was mir großen Spaß bereitet und auch noch hübsch aussieht. Weiters sind die heutigen Perücken bereits so gut gearbeitet, dass nicht einmal mehr Ärzte erkennen, ob man eine trägt oder nicht. Auch gegen die Übelkeit, die nach der Chemo auftreten kann gibt es bereits sehr gute Medikamente... Ich hoffe ich konnte helfen. Falls du noch spezielle Fragen hast kannst du mir ja eine PN schicken. Schöne Grüße Bessie |
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#1635
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Leibbinde
Ihr Lieben, ich bedanke mich für alle Antworten zu meinem "Stehproblem". Mitlerweile habe ich zwei Lösungen: Eine Leibbinde habe ich im Sanitätshaus selber gekauft, das ist ein weißes , elastischs Teil und umfasst den ganzen Bauchbereich. Es schützt in der Bauchmitte auch die Narbe, da ist ein breiter Klettverschluss drüber. Finde ich angenehm, ich bin da noch sehr empfindlich. Und ich bekomme auf Kosten der Krankenkasse (also auf Rezept) eine "Leibbinde nach Maß" die wie ein Mieder funktioniert. Die hat am Rücken eingearbeitete Stäbe die Halt geben und wird auch mit einem Klettverschluss zugemacht. Die ist dann viel stabiler als die einfache Leibbinde. Ich werde nächsten Woche mal probieren wieder arbeiten zu gehen und werde mir dann diese Binde umwickeln. Ich hoffe sehr, das ich dann besser stehen kann. Außerdem mache ich Krankengymnastik um die Bauchmuskulatur wieder zu stärken, die Übungen sehen nach nix aus, bringen aber was.... und die Physiotherapeutin macht Osteopathie um die Verklebungen im Bauch zu verbessern. mir tut das sehr gut. Hat eine von Euch Erfahrungen mit Osteopathie? Oder mit Tiefenlymphdrainage? Darüber wollte ich erst mit meiner Gynäkologin reden und die sehe ich erst nächtse Woche. Ich wünsche allen eine gute Zeit und so gutes wetter wie wir es heite im Ruhrgebiet haben Birgit |
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