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Alt 17.05.2007, 16:45
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Doro2005 Doro2005 ist offline
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Beiträge: 103
Standard AW: Leider keine positiven Nachrichten

Liebe Dorit,

auch von mir, ganz herzliches Beileid.
Vor über 5 Monaten wurde mein Mann von dieser schrecklichen Krebsform erlöst.
Auf der einen Seite bin ich dankbar, daß sein Leiden ein Ende hatte, doch er fehlt mir so sehr, daß ich es kaum in Worte fassen kann.

Es sollte für dich und deine Schwester dennoch ein Gefühl der Zufriedenheit geben, daß ihr bis zum Ende bei ihr sein konntet und ihr sie in der schweren Krankheit begleiten durftet.

Ich wünsche euch viel Kraft und alles Gute, für die folgende, schwere Zeit.

Liebe Grüße
Doro

Der fehlende Ton

Man stelle sich ein Lied vor, das viele viele Töne hat. Das Lied ist wunderschön, weil jeder dieser Töne da ist und seinen Beitrag zur Melodie leistet. Manche Töne sind ganz kurz, andere dagegen ganz laaaaaaaaaang und dann gibt es noch welche die sind dazwischen – mittellang. Aber zurück zu unserem Lied. Plötzlich passiert etwas Unerwartetes mit dem Lied: Jemand lässt einen einzigen Ton herausfallen. Plötzlich klingt die komplette Melodie anders. Es fehlt ein Ton und die anderen Töne, die auf ein Zusammenspiel mit ihm abgestimmt sind, müssen sich an eine leere Stelle in der Notenzeile gewöhnen. Immer wieder, lange Zeit wird das Lied dann ohne diesen bestimmten Ton gespielt – es gibt auch keinen Ersatz für diesen Ton, denn man kann einen Ton nicht so einfach ersetzen. An seiner Stelle steht einfach nichts. Die anderen Töne finden das komisch, dass dieser Platz von nun an ganz leer sein soll und sie entscheiden sich dazu dem verlorenen Ton ein Denkmal zu setzen. Sie setzen ein Pausenzeichen um zu erinnern, dass an diesem Platz einmal ein besonderer Ton saß. Nach einer langen Zeit wird auch dieses Lied auch zu einem gern gehörten Lied. Es ist zwar anders war als das Lied vorher, aber auch die Melodie dieses Liedes klang nach einiger Zeit, als man sich mit der ungewohnten Pause ein wenig vertraut gemacht hatte, wunderschön - aber eben ganz anders!
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Schatten, die auf unser Leben fallen, sind nichts anderes als ein sicheres Zeichen dafür, dass es irgendwo ein Licht geben muss, das es sich lohnt zu suchen.
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