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Alt 11.06.2007, 11:02
törtchen törtchen ist offline
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Registriert seit: 20.02.2007
Ort: Oberhausen
Beiträge: 61
Standard AW: Riesengroße Angst um Papa

Hallo Maarie,

ich muss mich auch mal wieder melden, wollte ein eigenes Kapitel aufmachen, hatte dazu bisher aber keine Zeit.

Das mit Deinem Vater kommt mir bekannt vor. Mein Vater war vorletzte Woche so schwach, dass er hingefallen ist und sich die Augenbraue am Küchentürschlüssel aufgeschlagen hat. Hätte eigentlich genäht werden müssen, wollte er aber nicht. Ist freitags zur Chemo gefahren, die wieder abgesagt wurde. 5 l Wasser aus dem Bauch punktiert. CT wurde gemacht. Sollte stationär aufgenommen werden, wollte er nicht, erst montags. Wehrt sich mit aller Macht. Meine Mutter hat wahnsinnige Angst, dass wieder sowas passiert, hat sich beim Aufheben was verrenkt. Montag ist er dann ins Uniklinikum Essen zum Aufpäppeln. Literweise Ringerlösung. 2 x 2 Blutkonserven. Nichts ist passiert. Astronautenkost hat Mama Freitag selber gekauft, weil wohl Lieferschwierigkeiten bestehen. CT hat ergeben, dass der Tumor an der BSD und die Lebermetastasen zurückgegangen sind. Aber so viel Wasser im Bauch, was - wie ich das verstanden habe - die Pfortader abdrückt. Es haben sich Fisteln gebildet, die wohl dafür sorgen, dass das arterielle und das venöse Blut nicht richtig fließen. Blutdruck im Keller, unterer Wert zwischen 45 und 50. Papa ist wütend, von wegen Aufpeppeln. Die Ärzte können ihn nur im Klinikum behalten, so lange diese Fisteln da sind, dann muss er nach Hause. Das geht nur mit Pflegedienst, auf einer Palliativstation oder ... im Hospiz. Von Hospiz haben wir Papa nichts erzählt, hört sich so endgültig an. Als meine Mutter und ich weg waren, hat er den Arzt nach jemand gefragt, der mit ihm Gymnastik macht. Schätze, er will lieber nach Hause, als auf eine Palliativstation. Der Bauch wird immer dicker, trotz des Beutels, der ständig an ihm klebt. Gut, dass es noch abläuft. Hand ist bereits dick, beide Füße und ein Knie. Es ist schrecklich. Schmerzen hat er nicht, kriegt nur noch das Pflaster, und essen tut er wie ein Scheunendrescher.

Liebe Maarie, sieh zu, dass Dein Vater auf den Füßen bleibt und er sich trotz allem regelmäßig bewegt. Das ist ganz ganz wichtig.

Ich hoffe, dass das Thorax-CT gut ausfällt und grüße zz. aus dem etwas kühleren Düsseldorf.

Angelika
__________________
Betroffener: Mein Vater (Jahrgang 1939)
15.01.07 Diagnose BSDK mit 2 Lebermetastasen
Teilnahme an einer Phase II-Studie: Tumor (ca. 6 cm am Kopf der BSD) nicht gewachsen, jedoch die Metastasen
deshalb seit 14.03.07 Behandlung mit Gemzar

verstorben am 18.06.07
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