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Alt 17.11.2007, 06:45
Gabriele M. Gabriele M. ist offline
Registrierter Benutzer
 
Registriert seit: 21.09.2007
Beiträge: 75
Standard AW: Die Hilflosigkeit ist so groß

Hallo Bianka,

ich danke Dir für die Zeilen. Bitte sei nicht bös, ich möchte hier im Forum die anonymität behalten. Ein Gespräch ist mir im Moment zu persönlich, aber wenn ich das Bedürfnis habe komme ich gern darauf zurück. Hab bitte Verständnis dafür.
Ja, ich glaube, dass der Kummer um meine Mutti und sein Wunsch, ihr zu folgen dazu geführt hat, dass der Krebs wieder ausgebrochen ist. Doch dass heisst nicht, dass es bei jedem so ist. Meine Eltern haben im Alter von 19 (mein Vati) und 22 (meine Mutti) geheiratet. Seitdem kennt mein Vati es nur, dass Mutti da ist wenn er nach Hause kommt. Er war viel auf Montage aber wenn er nach Hause kam war Mutti immer da. Nur bei der Gallenop vor 27 Jahren war Mutti mal nicht zu Hause, sonst hat sie ihn immer umsorgt. Sogar die Geburten waren zu Hause. Ich kann ihn verstehen, dass er es nach 49 Jahren ohne sie nicht aushält. Er sagt immer: Was soll ich denn dann machen? Wie ein alter Witwer durch die Gegend schlurfen, meine Erfüllung in den Besuch des Grabes suchen? Ich kann dann nicht mehr mit ihr sprechen, sie nicht anfassen
- sch... muss ich jetzt heulen
hab nur 1 Stunde schlafen können, hab eine Unruhe im Körper, hör mein eigenes Herz schwer klopfen und weiss, was es zu sagen hat!
Wie soll ich die nächsten Tage überstehen? Weihnachten steht vor der Tür und Mutti wird sich nicht an der Beleuchtung erfreuen können, wird nicht mehr mitbekommen wie die Enkel und unsere Kleine staunend vor dem Weihnachtsbaum stehen, die Geschenke auspacken. Wir hatten uns so gefreut, dass Weihnachten durch die Kinder wieder ein richtiges Fest mit Erwartung und Überraschung ist und jetzt? Es wird das 3. Weihnachten hintereinander, wo Traurigkeit herrscht und mit jedem Weihnachten wird die Traurigkeit größer.
Ich weiss, dass es vielen hier im Forum so geht. Und das einige froh wären, wenn ihr Partner, Mutti, Vati, etc. 70 würde. Aber für mich ist es zu früh. Jeden morgen bete ich, Lieber Gott lass sie morgen von uns gehen, nicht heute. Aber irgendwann lässt er nicht mehr mit sich verhandeln und dann wird das morgen heute sein.
Lass es bitte nicht heute sein.

Gabi
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