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Alt 02.04.2008, 10:50
MandyT MandyT ist offline
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Registriert seit: 10.11.2007
Ort: irgendwo in Sachsen-Anhalt
Beiträge: 41
Standard AW: Warum hast du uns nichts gesagt?

Liebe Marion, liebe Annika, liebe Ilona, liebe Röbi,

zuerst einmal möchte auch ich Euch allen mein aufrichtiges Beileid für den Verlust Eurer Lieben aussprechen. Ich danke Euch für Eure lieben Worte und bin froh, dass es dieses Forum gibt auch wenn ich bis gestern meist nur mitgelesen haben.

So nach und nach wird uns auch klar, warum er sich in den letzten 2 Wochen so verändert hat. Er hat ja kaum noch jemanden an sich herangelassen. Auch hat er am normalen (was man in dieser Situation als normal bezeichnen kann) Familienleben kaum noch teilgenommen. Wahrscheinlich hat er sich so distanziert, damit ihm
der endgültige Abschied nicht so schwer fällt. Ich frage mich manchmal, wie er sich die letzten Stunden, Minuten gefühlt hat? Hat er gemerkt, dass es zu Ende geht? Wollte er uns vielleicht noch einmal sehen oder sprechen und wir waren nicht da?

Oft sah es so aus, als stehen ihm die Tränen in den Augen. Wir haben ihm aufgemuntert es raus zu lassen und mit uns über seine Gefühle zu sprechen, aber er hat abgeblockt und wir konnten ihn ja auch nicht zwingen.
Sein Spruch war: Ihr wisst nicht wie es in mir aussieht. Und er hatte recht. Wir wussten es nicht.

Mein Kleiner hat gestern abend gefragt, ob Opi Harti noch im Krankenhaus ist und noch so doll Husten hat. Ich habe JA gesagt. Er "braut" in der Badewanne immer ein Getränk für ihn zusammen, damit sein Husten bald weg geht. Ich konnte ihm einfach noch nicht sagen, dass sein geliebter Opi nicht wieder kommt. Sein Opi, der ihn jeden Freitag aus der KiTa abgeholt hat, sein Opi der mit ihm immer lange Fahrradtouren unternommen hat, sein Opi der alles aber auch wirklich alles für ihn gemacht hat. Beim nächsten Mal wenn er fragt, werde ich aber meinen ganzen Mut zusammemnehmen.

Nochmals vielen vielen Dank und einen riesengroßen Drücker für Euch alle.
Liebe Grüße

Mandy


Papi geb. 20.06.1954 – gest. 26.03.2008

Wie schmerzlich war’s vor Dir zu stehen,
dem Leiden hilflos zuzusehen.
Du hast ein gutes Herz besessen,
nun ruht es still, doch unvergessen.
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