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#28
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Hallo Ela,
was ist das doch für eine Sch....krankheit. Ich habe im Pflegeheim mal ein wenig mit dem Personal geredet, jetzt läuft es besser. Vielleicht habe ich auch einfach zuviel erwartet, die Pfleger tun ihr Bestes, sind aber total überlastet. Mit einer privaten Pflegerin wäre uns nicht geholfen, denn Mama kann nichts mehr, wie soll eine Pflegerin so etwas hinbekommen. Gestern wollte ich meine Mama ins Bett legen und sie hat sich so zusammensacken lassen, das wir zu Zweit (meine Tochter und ich) es nicht geschafft haben, sie hochzubekommen und ins Bett zu legen. Da brauchten wir die Hilfe vom Personal, wenn ich mir vorstelle, wir würden Mama zu hause pflegen, das würde uns kaputt machen. Außerdem ist es auch nicht zu finanzieren, so eine rund-um-Pflege zu Hause. Der ambulante Pflegedienst hat mir davon abgeraten, jetzt probieren wir es ersteinmal mit dem Pflegeheim, wenn es ihr noch mal wieder besser gehen sollte, dann holen wir sie auf jedem Fall da raus, aber ich habe so meine Bedenken. Mit der Chemo kann jedenfalls nicht begonnen werden, dafür ist sie viel zu schwach, muss ja auch immer von uns gefüttert werden. Im Moment isst sie nur noch Milchsuppe, auf ihre Lieblingsspeisen hat sie gar keinen Hunger und möchte auch nichts haben. Gestern hat sie nur mal kurz die Augen geöffnet, als sie ihre Enkelin gesehen hat, dann nur geweint. Wahrscheinlich wird sie nicht mehr leben, wenn meine Tochter ihr Abitur gemacht hat. Das belastet meine Tochter so kurz vor den Prüfungen natürlich, aber sie möchte doch jetzt noch einige Male ihre Oma sehen, jedesmal kann es ja das letzte Mal sein. Ich ertappe mich schon manchmal beid en Gedanken, das der Tod für sie vielleicht besser wäre, so leiden und im Bett liegen wollte sie nie. Jahrelang hat sie miterlebt, wie eine Bekannte von ihrem Ehemann gepflegt wurde und der konnte zuletzt das Haus nur noch verlassen, wenn jemand stundenweise zu ihm kam und auf seine Frau geachtet hat. Wir sind alle total traurig und bald ist auch noch Mamas Geburtstag. Was sollen wir denn da sagen "Alles Gute zum Geburtstag und viel Kraft und Gesundheit", da glaubt sie doch selbst nicht mehr dran. Das mit deiner Mama hört sich auch nicht besonders gut an, aber das du keine Auskunft von den Ärzten bekommst, in der Hinsicht hatte ich keine Probleme, wenn ich gefragt habe, dann habe ich auch Antworten bekommen. Ich drücke dir die Daumen für deine Mama, schön das sie so voller Hoffnung und Freude ist, das würde ich mir für meine Mama auch wünschen. Liebe Grüße Karin
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meine Mama: geb.1935, BSDK festgestellt am 23.02.2009, OP nach Whipple am 03.03.09,verstorben am 20.10.09, |
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