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Alt 14.06.2009, 14:49
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Summer 175 Summer 175 ist offline
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Standard AW: Blut spenden!

Hallo, ihr ...
Ich möchte das Blutspenden keineswegs madig machen - mein Mann hat bereits ca. 80 Spenden hinter sich, ich etwas über 50 ...
Aaaber - was gern verschwiegen wird, ist, dass es eben doch nicht so ganz ohne Risiko ist.
Es heißt ja immer, Blutspenden wäre quasi ein Gesundheitsqueck, weil das Blut ja untersucht wird.
Allerdings ist es jedem von uns (Mann, Tochter und mir) schon passiert, dass trotz ausreichendem Hb-Gehalt bei der Spende ca. zwei Monate später ein ausgeprägter Eisenmangel festgestellt wurde. Bei meiner Tochter und mir war der Ferritingehalt (also das Eisen im Körper) auf einen Wert von rund 3 abgesunken - also schon eine richtige Eisenmangelanämie. Uns wurde dann von mehreren Ärzten erklärt, das läge daran, dass der gemessene Hb-Wert zwar hoch genug zum Spenden sein könne, aber durch die regelmäßigen Spenden (4-6 x pro Jahr) der Eisenspeicher im Körper auf gesundheitsschädliche Werte absinken könne. Die Ärzte rieten uns daher, bei regelmäßigen Spenden wenigstens 1 x im Jahr auch den Ferritinwert bestimmen zu lassen.
Besonders wichtig ist das natürlich für Frauen, die durch die Menstruation zusätzlich Eisen verlieren und vielleicht dazu noch wenig Fleisch oder andere eisenhaltige Lebensmittel zu sich nehmen.

Die Aussage einiger Blutspendedienst-Ärzte, dass regelmäßige Blutspenden so quasi den Check-up beim Doc (der ja teilweise extra kostet) ersetzen, finde ich schon etwas leichtsinnig.

Ansonsten ist Blutspenden schon sehr wichtig - das kann ich wirklich unterstreichen.

Obwohl vor einiger Zeit bei uns durch die Presse ging (und auch die Einladungen entsprechend formuliert waren), dass man eigentlich hauptsächlich an der Blutgruppe 0 interessiert sei - angeblich deshalb, weil die KH am liebsten diese "für-jeden-passende" Blutkonserve wollten, die (nach Aussagen des Blutspendedienstes) "teuer erwirtschafteten" (obwohl im wahrsten Sinne gespendeten! - der Imbiss wird von den örtlichen Metzgern bzw. Bäckern gestiftet) anderen Blutkonserven müssten zu oft entsorgt werden. Ich hab dann mal nachgehakt und gemeint, ich würde mich da mit Blutgruppe B (mit 9 % auch relativ selten) schon diskriminiert fühlen. Man wiegelte dann beim BSD zwar ab, bestätigte aber, dass wohl hauptsächlich Blutgruppe 0 verlangt würde.

Was mir leider sehr oft auffällt, dass die Spender beim Ausfüllen der Fragebögen schummeln (um's mal nett auszudrücken). Im Dorf kennt man sich ja, weiß, wer kürzlich noch schwanger war oder seinen Urlaub im nicht-europäischen Ausland verbracht hat ... Mir haben schon Leute erzählt, dass sie Tabletteneinnahmen verschweigen, um Nachfragen zu vermeiden. Und mich selber hat man schon mit einem Blutdruck von 170/90 spenden lassen - ich wurde nur gefragt, ob ich mich beeilt hätte oder aufgeregt wäre ... Inzwischen weiß ich, dass ich an einer "Weißkittel-Hypertonie" leide - eine Langzeitmessung ergab außerhalb der Sichtweite von Ärzten völlig normale Werte, aber das konnte der Blutspende-Doc da ja noch nicht wissen. Auch ein mit 17,5 überhöhter Hb-Wert war kürzlich kein Hindernis - beim Termin zuvor bei einem anderen Team wurde meine Nachbarin mit 17,0 abgelehnt. Ich wurde nur gefragt, ob ich vielleicht Eisentabletten genommen hätte ...

Ich finde einfach, bei einem so gravierenden Thema sollten Kriterien eingehalten werden - und Spender, die beim Ausfüllen oder beim Arztgespräch "schummeln", sollten zur Verantwortung gezogen werden, schließlich sind Blutspenden für schwerkranke Menschen, oft mit einem schwachen Immunsystem, gedacht - und nicht alles lässt sich bei den stattfindenden Blutuntersuchungen feststellen, wenn man nicht weiß, wonach man suchen muss.

Ich wünsche jedem, der Spenderblut braucht, dass er das auch bekommt - und zwar, so, wie es sein sollte ...

Herzlichen Gruß, Karin
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"Das Leben ist keine Autobahn von der Wiege bis zum Grab, sondern ein Platz zum Parken in der Sonne."
(Phil Bosmans)
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