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Alt 20.06.2009, 16:49
attila7 attila7 ist offline
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Registriert seit: 20.06.2009
Beiträge: 39
Standard AW: Glioblastom bei meiner Ma festgestellt

Hallo Kony,

die Diagnose deiner Mutter tut mir echt leid. Ich habe das gleich vor ca. 10 Jahren mit meiner Mutter erlebt.
Nachdem der Tumor operiert wurde, ging es ihr eigentlich gut. Dann wurde bestrahlt, ob das geholfen hat, wissen wir bis heute nicht.
Die OP war 1997, die Bestrahlung auch, es ging ihr einigermaßen gut, bis Dezember 1998, dann war alles schlagartig schlecht. Sie benötigte von einem Tag auf den anderen Windeln, nässte sich ein, Essen ging ganz schlecht, und das Schlimmste war die Wesensveränderung. Sie war da schon ein ganz anderer Mensch. Sie beschimpfte meinen Vater mit Sachen, die sie vorher nie in den Mund genommen hatte, und machte ihm das Leben zur Hölle. Das ging noch bis August 1999, dann machte sie gar nichts mehr. Am 3.9.99 starb sie. Es war für alle Beteiligten eigentlich eine Erlösung.

Im Nachhinein kreide ich den behandelnden Ärzten an, uns nicht aufgeklärt zu haben. Sie wurde in Würzburg operiert und bestrahlt, dann sagten die Ärzte, ihr würde es gut gehen, die Metastasen des Glioblastoms hätten sich zurückgebildet, der Haupttumor wäre jetzt nur 2 cm groß, und sie müsste nicht mehr kommen. Wir wurden nicht über die Schäden der Bestrahlung aufgeklärt und hätten es heute im Nachhinein nicht gemacht !!!

Ich kann dir nur aus meiner Sicht raten: Nimm dir alle Zeit der Welt mit deiner Mutter, ich werfe mir heute noch vor, nicht alles hinterfragt zu haben, ich dachte damals, sie könnte noch Jahre so weiterleben...

Heute ist die Medizin bestimmt schon viel weiter, aber in unserer Familie sind bis jetzt 3 Menschen daran erkrankt und alle drei auch verstorben !

Entschuldige auch bitte die offene Schreibweise, aber beschönigen kann ich das nicht.
Ich hoffe, das du die richtige Behandlung für deine Mutter findest und noch eine gute Zeit mit ihr hast.

Liebe und mitfühlende Grüße

Christine
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