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#12
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Hallo Beate,
...arbeiten JA, aber am besten ohne Pflicht und Druck, meiner Meinung nach. Ich habe auch während der Chemo immer mal wieder gearbeitet - ich war zwar offiziell krank geschrieben (bin aber nicht in DE beschäftigt, war zwar trotzdem nicht ganz legal, aber war mir wurschd!), und bin mindestens 2 mal die Woche zur Arbeit und habe auch viel von zu Hause aus gearbeitet. Ab und an wurde mir aber ein Strich durch die Rechnung gemacht - oft waren meine Blutwerte so schlecht, dass ich wegen Infektionsgefahr nicht aus dem Haus sollte, dann ging es mir einfach übel, dann habe ich mir Infekte eingefangen... also eine zuverlässige Mitarbeiterin hätte anders ausgesehen! Trotzdem war für mich auch wichtig, dass ich "was zu tun" habe und mir nicht nutzlos vorkomme. Es ist ein schwieriges Thema. Wenn Du arbeiten gehst, dann stell Dich darauf ein, dass Du auch durch Tage musst, in denen Du eigentlich nichts ausser im Bett liegen willst... Und: Deine Arbeitskollegen werden nicht kapieren, wie es Dir manchmal geht und warum Du, obwohl Du doch "so gesund aussiehst" (jaaaa, mit Perücke und roten Backen vom Cortison) trotzdem mal arbeitest und mal nicht, und überhaupt... so schlimm kann eine Chemo ja auch nicht sein, denn das ist doch nur eine Infusion - kein Grund 2 Wochen später noch deswegen zu fehlen..... Ich glaube, ich hätte mehr Mitgefühl und Verständnis bekommen, wenn ich komplett zu Hause geblieben wäre . Und gedankt hat es mir nie jemand - auch wenn wir es sind: wir werden nicht als tapfere Kämpfer wahrgenommen, die Respekt verdienen...Ich denke, Du wirst Deinen Weg schon finden. Liebe Grüsse Sonne PS: Während der Bestrahlung habe ich auch jeden Tag 5 Stunden gearbeitet - da ging es wieder - nur bei der Chemo war es eeeeecht schwer (ich hatte die gleiche Therapie wie Du).
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____________________________________ Lebe wild und unersättlich!
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