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  #1  
Alt 31.10.2008, 15:40
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Standard Ich weiß einfach nicht mehr weiter...

Hallo,

bisher bin ich eigentlich recht im hintergrund geblieben und habe nicht wirklich viel geschrieben, doch nun, muss ich es einfach auch einmal loswerden.

Im Januar 2007 wurde bei meiner Mutter zum ersten mal ein Glio IV gefunden. Sie litt einige Zeit vorher an Kopfschmerzen, welche immer stärker wurden und letzendlich ist sie zu Hause zusammengebrochen. Dann ging alles ganz schnell, ab ins Krankenhaus - CT - MRT - die Diagnose: Glio IV... Direkt am selben Abend wurde sie noch operiert. Nach 2 Tagen im künstlichen Koma, konnte sie dann auch wieder aufstehen, rumlaufen und war wieder ganz die Alte. Keine Schmerzen mehr, keine Verwirrtheit. Eben alles so, wie es gewesen ist, bevor wir den schrecklichen Befund bekommen haben.

Anschliessend bekam sie 20 Bestrahlungen und 6 Monate lang Temodal (275mg), was sie sehr gut vertragen hat. Bei den 3 monatlichen MRT - Kontrollen, wurde alles besser. Die Reste, welche bei der OP nicht entfernt werden konnten, lösten sich durch die Bestrahlungen und die Chemoterapie so mit und mit auf. Dann dieses Jahr im Juli, bei der letzten Untersuchung ebenfalls kein Befund. Sprich: Das Glio IV war völlig verschwunden.
Genau einen Monat später, fing es bei meiner Mutter an, dass sie auf einmal kein richtiges Gefühl mehr in den Beinen hatte. Dieses verschlechterte sich soweit, dass sie nicht einmal mehr laufen konnte. Da sie über Rückenschmerzen klagte, wurde ein CT angesetzt, was wir jedoch nicht abgewartet haben.
Als sie Sonntags nicht mehr aufstehen konnte, haben wir sie sofort nach Aachen ins Klinikum geschickt. CT - MRT - Diagnose: Abtropfmetastase des Glio IV in der Wirbelsäule und im Knochenmark. Am selben Abend wurde sie erneut operiert und der Tumor größtenteils entfernt. Der Rest wird nun wie damals schon mit bestrahlung und Temodal behandelt.
Vor einer Woche, wurden erneut Kontrollaufnahmen, des Schädels und der Wirbelsäule gemacht. Und heute sagte uns die Onkologin, dass sich erneut ein Tumor im Kopf gebildet hätte, der mitlerweile schon 18 mm groß ist.

Allerdings, soll dieser erneut mit Bestrahlung und Chemoterapie behandelt werden, wenn uns das Klinikum denn sein OK gibt. Wenn nicht, wird meine Mutter sich warscheinlich erneut einer Operation unterziehen müssen. Doch trotzdem, dass die Ärzte ihr damals nur noch eine 20%ige Überlebenschance ausgerechnet hatten, hat sie gekämpft und es geschafft. Und so wird es auch diesesmal sein.

Leute, ich kann euch nur raten, haltet zu den Betroffenen, seid da für sie, soviel ihr es nur könnt und lasst den Kopf nicht hängen. Es gibt immer die Möglichkeit, dass es sich noch zum Guten wenden kann.

Allen Betroffenen und Angehörigen, wünsche ich an dieser Stelle ganz viel Mut und Kraft. Und meine Mama sagt immer so schön: "Glaube kann Berge versetzen."

Liebe Grüße

Rebecca
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  #2  
Alt 04.11.2008, 16:41
Ela4811 Ela4811 ist offline
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Standard AW: Glio IV - Schon zum zweiten mal :(

Liebe Rebecca,

ich wünsche deiner Mutter viel Kraft, damit sie diese sch...Krankheit besiegen kann.

Leider schafft es nicht jeder so weit wie deine Mutter, auch wenn man niemals aufgegeben hat.

Ich wünsche euch viel Kraft

Ela
__________________
Mam
* 18.06.1949 + 08.01.2008

Wenn wir Dir auch die Ruhe gönnen,
ist voller Trauer unser Herz;
Dich leiden sehen und nicht helfen können,
das war unser größter Schmerz.

Ich werde Dich ewig lieben!!!
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  #3  
Alt 05.11.2008, 21:34
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Standard AW: Glio IV - Schon zum zweiten mal :(

Gestern war meine Mutter in Aachen.

Ihr wurde gesagt, dass sie ersteinmal die Chemo nun zu ende nehmen soll. Bestrahlen oder operieren, wollen sie vorerst nicht.
Da 1. Nur eine sache bestrahlt werden könnte also kopf oder rücken und 2. im kopf der "tumor" zu nah am sehnerv liegt.

Da er noch sehr klein ist, und mamas tumore gut auf temodal anspringen, hoffen wir nun alle, es so zu wieder hin zu bekommen. Ansonsten, wurde ihr gesagt, dass sie vielleicht erblinden könnte, sollte sie operiert werden. Ansonsten kann es sein, dass meine mama weiterhin chemo nehmen muss.. die ärztin sagte, man könne chemo, bei gutem gesundheitszustand über jahre einnehmen.

aber immer positiv denken und das beste hoffen.
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  #4  
Alt 25.12.2008, 19:16
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Unglücklich Ich habe solche Angst um meine Mama

Hallo zusammen,

wie vielleicht einige von euch gelesen haben, habe ich schoneinmal über die Krankheit meiner Mutter berichtet.

Im Januar 2007 wurde bei ihr, nachdem sie zu Hause zusammengebrochen war ein Hirntumor festgestellt. Keine 2 Stunden nach der Diagnose, wurde sie bereits operiert. Die Ärzte gaben ihr nur eine sehr geringe Überlebenschance, doch meine Mutter kämpfte tapfer und schaffte es. Selbst die Diagnose eines Gliobastom IV konnte sie nicht schocken.
Dann dieses Jahr im August, bekam sie plötzlich sehr starke Rückenschmerzen. Ich befürchtete zwar, was es sein könnte, wagte es jedoch nicht auszusprechen, da man immer hofft, dass es doch einfach nur eine Kleinigkeit sein könnte... Nach dem MRT im Krankenhaus, erneut die Diagnose Krebs.. Metastasen des Glios, welches sie noch ein Jahr zuvor so gut bekämpft und auch besiegt hatte. Wieder nur ein paar Stunden nach der Diagnose ab in den Op. Seit dieser Op ist sie an den Rollstuhl gefesselt aber den Lebensmut hatte sie auch bis dahin noch nicht verloren. Sie versucht tapfer weiter zu kämpfen und sogar uns Angehörige immer wieder aufzubauen.

Dann bei einer der 3 Mon. Nachsorgeuntersuchungen, wurde erneut eine Neubildung eines Glios in ihrem Kopf festgestellt. Diesesmal jedoch kann dies nicht operiert werden. Zur Zeit bekommt sie Chemo (Temodal) und der Rücken wurde bestrahlt.
Doch auch wenn sie es nicht zugeben oder zeigen will, ich merke, dass es ihr langsam immer schlechter geht. Sie kann nicht mehr so lange sitzen zum Beispiel ist nicht mehr so konzentriert und vieles mehr. ich hoffe immer noch, dass es von der erhöhten Chemodosis kommt. Doch die Angst, dass dieses verdammte Ding gewachsen ist frisst mich innerlich auf.

Ich habe einfach Angst davor, dass es dieses Jahr, das letzte gemeinsame Weihnachten mit ihr war/ist und das sich alles doch viel schneller als gedacht zum schlechten wenden kann bei ihr. Sie kämpft nach wie vor und Chemo bekommt sie auch noch und ich hoffe, dass es ihr auch hilft.. Doch habe ich vor einigen Jahren meine oma an krebs verloren und ich habe solche angst, dass meiner mutter die selben Leiden bevorstehen wie damals meiner Oma.

Trotz allen Ängsten, lasse ich mir natürlich ihr gegenüber nichts anmerken und versuche so viel Zeit und vor allem eine schöne Zeit mit ihr zu verbringen wie ich nur kann. Denn man weiss ja nie, wie schnell es sich ändern kann...


Ich wünsche allen hier im Forum, auch wenn es hier um heikle Themen geht ein wunderschönes und ruhiges Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2009.
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  #5  
Alt 31.12.2008, 19:30
mann_von_plamenichka mann_von_plamenichka ist offline
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Standard AW: Ich habe solche Angst um meine Mama

die guten wünsche zurück. leider wissen wir , das der weg nur in eine richtung führt. das gehört zum menschsein.
aber ist schön, wenn auf diesem weg andere sind, die einen lieben und den weg leichter machen.


viel kraft und die besten wünsche für 2009
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  #6  
Alt 03.01.2009, 03:26
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Standard AW: Ich habe solche Angst um meine Mama

Dankeschön. Heute ging es ihr ausnahmsweise mal wieder richtig gut. Nur habe ich so langsam meine Probleme damit umzugehen. Ich habe angst, dass ich das, was ich vor jahren bei meiner oma mitmachen musste nocheinmal durchzustehen. Und angst, dass mich irgendwann kraft und mut verlassen und ich ihr nicht mehr so helfen kann, wie ich es gerne würde
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  #7  
Alt 07.06.2009, 00:29
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Reden Mal etwas erfreuliches...

Leider gibt es in diesem Forum selten erfreuliche Dinge zu lesen, aber ich möchte euch einfach mal die Geschichte meiner Mama (55 Jahre alt) erzählen.

Alles fing an im Januar 2007. Zuerst waren es nur Kopfschmerzen, aber dann von heute auf morgen war alles anders. Sie wolle ins Bad gehen, aber auf dem Weg dorthin ist sie einfach zusammen gebrochen. Mein Vater hat sofort den Notdienst angerufen und kommen lassen. Dieser reagierte zum Glück sofort und schickte meine Mutter mit dem Krankenwagen ins nächste Krankenhaus, wo auch sofort ein CT gemacht wurde.
Nachdem die CT Bilder ausgewertet waren, der SCHOCK !!! Diagnose : Hirntumor. Sofort wurde meine Mutter mit Blaulicht ins Klinikum Aachen gefahren. Nachdem man ihren Kreislauf soweit wieder stabilisiert hatte, ging es sofort in den OP. Nach 8 h, dann endlich der Anruf aus der Klinik. Mama hatte die OP gut überstanden lag allerdings noch auf der Intensivstation und im künstlichen Koma.
Dann 2 Wochen später über Karneval durfte sie nach Hause, musste allerdings wegen Bestrahlungen und Chemo nocheinmal zurück ins Klinikum. Nachdem sie das überstanden hatte, kam sie endgültig nach Hause. Nahm weiterhin fleissig und tapfer ihre Chemo (Temodal 3 wochen off 1 woche on) und besiegte somit das erste Glio IV.

Im August 2008 konnte sie plötzlich nicht mehr laufen. Der Arzt fackelte gar nicht lange und überwies sie sofort ins Klinikum Aachen, wo die Ärztin der Notaufnahme sie folgendermaßen begrüßte: "Hallo, mit IHRER Krankheit drüften sie eigentlich gar nicht mehr leben!" Meine Mutter hingegen grinste sie nur an und meinte: "Oh entschuldigen sie bitte, aber leben will und werde ich noch länger!"
Daraufhin die Untersuchung und Diagnose : Die ganze Wirbelsäule voll mit Metastasen. Op, Bestrahlung, Chemo. Seit diesem Tag sitzt meine Mama im Rollstuhl. Aber aufgeben kam für sie nicht annähernd in Frage. Sie fuhr für 3 Wochen in Reha und kam erleichtert und sichtlich erholt zurück.

Im November nach der ersten Kontrolle dann erneut ein Tiefschlag. Im Rücken hatte sich nix geändert und im Kopf war ein Rezidiv von 28 x 21 mm aufgetaucht. Doch anstelle davon den Kopf hängen zu lassen hat sie gekämpft. Die Chemodosis wurde erhöht und genau 1 Monat später war das Rezidiv auch wieder verschwunden. Und die Metas wurden auch immer kleiner.

Heute, genau vor 2 Tage hat meine Mutter erfahren, dass die Metastasen kaum noch zu sehen sind, bzw. es sich bei dem was im Rücken zu sehen ist um die Narben der Op handeln kann/ und warscheinlich auch wird.


Ich bewundere meine Mutter, wie sie nach so vielen Rückschlägen, nachdem sie an den Rollstuhl gefesselt wurde und ein komplett neues Leben führen muss, doch so stark sein kann diese Krankheit immer und immer wieder zu besiegen. Sie bekommt nun weiterhin Chemo (eine kleinere Dosis) die sie zusammen mit Kortison einnehmen muss (Chemo wirkt dann laut Aussage der Ärzte besser) um weitere Rezidive zu verhindern.


Ich hoffe, ich konnte einigen hier ein wenig Mut machen.Solange ihr eure Familie und Freunde habt die zu euch halten, oder solange ihr für den Kranken da seid (auch wenn es oft schwer ist), gibt es immer Hoffnung, dass sich alles wieder zum Guten wendet. Und gebt die Hoffnung niemals auf.

Krebs zu haben heißt nicht gleich auch daran zu sterben.


Gruß Beccy
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  #8  
Alt 07.06.2009, 01:41
Benutzerbild von HelmutL
HelmutL HelmutL ist offline
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Daumen hoch AW: Mal etwas erfreuliches...

Hallo Beccy,

na dann mal ein dickes Prost auf deine Mama. Sowas hört man nicht allzu oft. Daher nur zu gerne.


seit lieb gedrückt

Helmut
__________________
Zeit zum Weinen, Zeit zum Lachen.
http://www.krebs-kompass.org/howthread.php?t=31376
http://www.krebs-kompass.de/showthread.php?t=48070

Die von mir im Krebs-Kompass verfassten Texte dürfen auf anderen Homepages und in anderen Foren ohne meine ausdrückliche Zustimmung weder verwendet noch veröffentlicht werden. Auch nicht auszugsweise.
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  #9  
Alt 07.06.2009, 09:13
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Nicky72 Nicky72 ist offline
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Standard AW: Mal etwas erfreuliches...

Hallo Beccy,

ich kann nur den Hut vor Deiner Mum ziehen. Macht weiter so und sei immer für sie da.

LG Nicky
__________________
Du hast gekämpft, solange Du konntest
und den Mut loszulassen, als es nicht mehr ging.
Alles wird gut, mach Dir keine Gedanken um uns.
Du bist heim gegangen, als Du wusstest es ist Zeit dafür ....

*03.07.1950 +04.08.2009
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  #10  
Alt 07.06.2009, 13:29
huanita huanita ist offline
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Ort: Hessen
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Standard AW: Mal etwas erfreuliches...

Liebe Beccy !
Vielen Dank für die schöne Zeilen !!!!
Veiterhin nur das Beste Für deine Mutti, Dich und für Alle hier !!! Schönen Sonntag Huanita
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  #11  
Alt 17.07.2009, 13:01
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Standard Ich weiß einfach nicht mehr weiter...

Hallo zusammen,

und wieder einmal schreibe ich um das ganze in den letzten Wochen erlebte irgendwie ein bisschen zu verarbeiten.

Wie schon in den vorherigen Themen geschrieben, erkrankte meine Mutter vor 2 jahren erstmals an einem Glioblastom WHO Grad IV.
Bis Mai diesen Jahres, war alles gut. Nach der Op im Rücken und dem vom November erneuten Rezidiv im Kopf, dachten wir, wir haben es endlich geschafft.
Und jetzt, liegt sie nur noch im Bett, spricht kaum und wenn doch, dann nur verwirrte Dinge. Es geht ihr einfach nur schlecht. Sie will andauernd unsere Hand halten. Ich habe solche Angst. Die Chemo, die sie bekommt, (Avastin) ist ihre letzte Chance, der Arzt sagte mir allerdings auch, dass man da abwägen sollte, ob es nicht besser wäre ihr die verbleibende Zeit so schön wie möglich zu machen. Aber meine Mutter wollte diese Chemo. Und deswegen haben wir uns auch dafür entschieden.
Sie ist so tapfer kämpft jeden Tag, doch habe ich Angst, dass sie den Kampf nicht mehr lange durchstehen wird. Sie kommt mir so schwach vor. Meine Mama, die für mich immer eine Art "superwoman" war. Nie krank, nie wehleidig nix.. Liegt nun im Bett.
Im moment überlegen wir, ob es noch Sinn macht, die Chemo weiterzuführen. Weil von Erfolg ist nicht das kleinste zu sehen und unnötig quälen wollen wir sie ja auch nicht. Es tut alles so weh das mit anzusehen. Ich kann nichteinmal mehr weinen. Es ist so, als ob ich einfach nur noch funktioniere.
Ich kann dinge tun, von denen ich niemals gedacht hätte, das ich dies kann. Ich kann und will einfach die Dinge, die uns jetzt bevorstehen nicht realisieren.

Gruß Beccy
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  #12  
Alt 18.07.2009, 09:02
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Standard AW: Ich weiß einfach nicht mehr weiter...

Gestern ist Mama ins krankenhaus gekommen. (V.a darmverschluss).

Nach der Ankunft im Krankenhaus ging es rapide Berg ab. Jetzt liegt sie nur noch im bett, mit rasselndem atem.
Gestern abend, hat sie noch einmal auf ein mama von mir reagiert und mir einen kuss gegeben, als ich ihr bis gleich sagte.
Ich weiß es nicht, aber ich denke, auf diesem weg wollte sie von mir abschied nehmen.
Außerdem habe ich ihr gesagt, wie sehr ich sie liebe, das ich ihr für alles was sie für mich getan hat dankbar bin.. Und sie gehen kann und keine angst haben muss vor dem was kommt.
ich kann das alles nicht realisieren. vor tagen noch ging es ihr gut. und nun so rapide berg ab? Diese krankheit ist wirklich der teufel..
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  #13  
Alt 18.07.2009, 12:00
*Anoli* *Anoli* ist offline
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Standard AW: Ich weiß einfach nicht mehr weiter...

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Außerdem habe ich ihr gesagt, wie sehr ich sie liebe, das ich ihr für alles was sie für mich getan hat dankbar bin.. Und sie gehen kann und keine angst haben muss vor dem was kommt.
Hallo Beccy,

habe gerade deinen Beitrag gelesen und wollte dir einfach nur mal ein dickes Kraftpaket schicken.

Was du deiner Mama gesagt hast ist das allerbeste, was du jetzt für sie tun konntest, genau das Gleiche habe ich auch meiner besten Freundin immer wieder gesagt um sie nicht unnötig aufzuhalten.... Deiner Mama wird das auch sehr helfen.
Wieviel einem ein Mensch bedeutet und wie sehr wir jemanden lieben wird einem wohl immer erst bewußt, wenn man dann wirklich 'loslassen' muß, so wird uns eben bewußt was für einen besonderen Platz jemand in unserem Herzen hat. Und dieses Gefühl ist eine ganz besonders innige Verbindung zu dem geliebten Menschen, das wird dir immer erhalten bleiben.


Alles Liebe für dich und deine Familie für diese besondere Zeit,
Ilona
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  #14  
Alt 18.07.2009, 13:53
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RebeccaG RebeccaG ist offline
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Standard AW: Ich weiß einfach nicht mehr weiter...

Hallo Ilona,

danke für die Lieben Worte. Mir ist das nicht leicht gefallen ihr zu sagen, aber es war eine Sache, die ich tun musste. Sie hat ganz ruhig angefangen zu atmen als ich ihr all die dinge gesagt habe.
Ich hätte es mir nie erträumen lassen, dass ich mir einmal für meine mutter wünsche zu sterben. Diese Qualen, sind nicht mit anzusehen. Ich hab die ganze nacht neben ihrem Bett verbracht, Ihre hand gehalten und ihr immer wieder gesagt, sie soll keine angst haben und einfach loslassen.
Ich bin jetzt 21 Jahre alt, habe soetwas vorher noch nie mitmachen müssen (bewusst einen geliebten Menschen gehen lassen) und weiß daher wirklich wenig. Schmerzen hat sie gott sei dank keine, da sie im Krankenhaus gut mit Morphin versorgt wird.
Man sitzt nur da und mit jedem röchelnden Atemzug wünscht man sich das die Qual für sie nun endlich ein Ende hat. Ich liebe meine Mutter mehr als jeden anderen Menschen und sie wird auch immer meine Nr. 1 bleiben aber irgendwann, denkt sich doch jeder der gescheit im Kopf ist, das die Erlösung für sie das beste wäre jetzt.
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  #15  
Alt 18.07.2009, 23:14
attila7 attila7 ist offline
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Standard AW: Ich weiß einfach nicht mehr weiter...

Hallo Rebecca,

ich schick dir auch von hier ein dickes Kraftpacket !!!

Das gleiche wie du jetzt habe ich vor ziemlich genau 10 Jahren durchgemacht, ich war damals 24, hatte einen 1jährigen Sohn und das alles gar nicht realisiert. Die Ärzte haben uns überhaupt nicht aufgeklärt und Internet hatten wir damals noch keins.

Als meine Mam dieses röchelnden Atmen hatte, ging es ganz schnell (für mich zu schnell, ich wusste damals noch nicht, was es bedeutete..) und sie war innerhalb 24 Stunden tot.

Ich weiß gar nicht was ich dir wünschen soll. Dass alles schnell vorbei ist ?!?
Ich denke, dieses Leiden länger zu ertragen, ist irre schlimm. Meine Mam hat trotz allem, sie war da nicht mehr ansprechbar, alles irgendwie mitbekommen, denn als ich sagte, ich kümmere mich um meinen Vater, hat sie mir ganz feste die Hand gedrückt. Das war das letzte Mal als ich sie gesehen habe...

Mit den Gedanken bei Euch..
auch wenn ich dich nicht kenne

liebe und mitfühlende Grüße Christine

P.S. Entschuldige, wenn ich ein bisschen konfus geschrieben habe, aber es kommt immer noch alles wieder hoch !
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