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  #1  
Alt 10.09.2009, 13:46
kruemel_caro kruemel_caro ist offline
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Standard Lebermetas - Endstadium? Wer weiß Bescheid?

Hallo,
ich habe ein großes Anliegen, es geht um meine Mutter. Sie hat BK (diagnostiziert im Mai 2007) mit Lebermetastasen. Ihr ist seit Wochen fast nur schlecht und inzwischen kann sie kaum noch etwas essen und übergibt sich ganz oft. Da der Magen leer ist, kommt natürlich Galle. Es ist eine Riesenbelastung für sie - und für mich und meine Schwester ist es schrecklich, sie so leiden zu sehen.
Zum Glück ist sie seit gestern im KH (erst da war sie dazu bereit und das heißt, dass es ihr wirklich schlecht gehen muss!), aber bisher konnten die gegen die Übelkeit auch nichts machen. Eigentlich sollte morgen eine Magenspiegelung vorgenommen werden, aber ob meine Mama das durchhält, bezweifle ich.

Heute Nachmittag versuchen meine Schwester und ich mit einem Arzt im KH zu sprechen. Hoffentlich kann der uns was sagen und ist nicht an die Schweigepflicht gebunden.

Welche Erfahrungen habt ihr? Bedeutet das jetzt das Ende oder kann es sich auch um etwas ganz anderes handeln? Die Hoffnung stirbt ja schließlich zuletzt...

Ich wäre euch für Antworten sehr dankbar!
Grüße von
kruemel_caro
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  #2  
Alt 10.09.2009, 15:20
Benutzerbild von honeybunny1012
honeybunny1012 honeybunny1012 ist offline
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Standard AW: Lebermetas - Endstadium? Wer weiß Bescheid?

Hi kruemel_caro

ich kann dir nur aus unserer Familie erzählen, der Krankheitsverlauf ist in Etwa gleich. Meine SchwiMu hat seit 6 Jahren BK, unzählige Chemos hinter sich, seit drei Jahren Metas im Lungenflügel und in den Lympfdrüsen. Ihr ging es eigentlich bis vor einem halben Jahr ziemlich gut, hat jetzt allerdings fast 30 kg abgenommen, weil sie nur noch Astronautenkost zu sich nimmt. Vor zwei Wochen kam sie ins KH weil sie extreme Magenschmerzen, grün erbrochen hatte und Durchfall, die Ärzte sagten es seien Bakterien im Darm. Gegen die Übelkeit bekam sie Dauerinfusionen, was es ein bisschen besser machte. Bei der Magenspiegelung kam zum Glück nichts raus. Dazu kam ein 3/4 lt.Wasser in der Lunge, sie bekommt jetzt zuhause auch Sauerstoff. Die Ärzte geben ihr noch max.1 Jahr wobei ich ganz ehrlich glaube, wenn sie Weihnachten noch erlebt, haben wir schon großes Glück. Wir sind alle verzweifelt und ich kann dich sehr gut verstehen - man ist ratlos und verzweifelt, möchte helfen - leider kann man es aber in keinster Weise ! Bekommt deine Mama Chemo, Bestrahlung oder dergleichen ? Weil bei meiner SchwiMu war es durch die Chemo bedingt, dass sie immer erbrochen hat und nichts essen konnte, sie hatte auch öfter Herpes im Bauchraum und der Speiseröhre, dadurch kein Appetit und das Erbrechen. Leider kann ich dir nicht wirklich helfen......ich hoffe, ihr bekommt heute beim Doc Entwarnung. Verzweifel noch nicht ganz, es kann auch was harmloses sein, Krebspatienten sind natürlich für alles sehr anfällig. Und wie du richtig schreibst: die Hoffnung stirbt zuletzt.........drücke dich

Alles Liebe Gitti
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  #3  
Alt 10.09.2009, 20:39
kruemel_caro kruemel_caro ist offline
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Standard AW: Lebermetas - Endstadium? Wer weiß Bescheid?

Liebe Gitti,
vielen Dank für deine Antwort - ihr macht ja da auch eine schlimme Zeit durch! Ich wünsche euch alle Kraft dieser Welt!!!

Leider haben wir heute Nachmittag schlechte Nachrichten bekommen. Meine Mutter hat Hirnmetastasen - inoperabel. Daher kommt die Übelkeit. Das einzig Positive daran ist, dass die Ärzte nun gezielter behandeln können. Meine Mutter ist total tapfer, ich bewundere sie sehr dafür. Aber sie ist sich noch nicht sicher, ob sie das nochmal aushält (sie soll bestrahlt werden). Die Ärztin klang andererseits relativ zuversichtlich, dass die Bestrahlung helfen würde.
Morgen früh gibt es eine Besprechung dazu und dann werden sie meiner Mutter die Therapie vorschlagen. Ich hoffe so sehr, dass sie in die Behandlung einwilligt!! Aber natürlich soll sie sie auch nicht nur uns (meiner Schwester und mir) zuliebe machen.

Vorhin dachte ich echt, ich breche zusammen. Es kommt ständig noch etwas Neues hinzu - irgendwann muss doch mal Schluss sein mit den schlechten Nachrichten, oder? Aber wem erzähle ich das...

Liebe Grüße
kruemel_caro
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  #4  
Alt 10.09.2009, 22:37
Benutzerbild von rosa.sputnik
rosa.sputnik rosa.sputnik ist offline
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Standard AW: Lebermetas - Endstadium? Wer weiß Bescheid?

Liebe Caro,

mensch... das tut mir leid mit Deiner Mom. Sicherlich ist eine Bestrahlung auch eine hohe körperliche Belastung, meine Mami hat danach fast 5 Wochen nuuuuur geschlafen.
Sie hatte auch Hirnmetastasen... sehr gut geholfen hat ihr durchgehend VomexA, bzw. Vomacur. Das gibt es günstig und rezeptfrei in der Apotheke... evtl. lieber 2 statt 1.
Nach den Chemos oder Bestrahlungen gab es dann noch Zofran (Wirkstoff ist Ondansetron) und Kevatril.
Wird beides nicht sooooo gerne verschrieben, weil teuer,... aber es hilft sehr gut. Einfach den Ärzten auf die Nerven gehen. Irgendwann geben sie nach. ;-)
Und, na klar... Kortison gegen Hirnödeme die nach der Bestrahlung leicht auftreten können.
Aber, die Übelkeit ist gut in den Griff zu kriegen...

Ich drück Euch feste die Daumen!!!

Alles Liebe
Jasmin
__________________
Meine Mama: ED 12.11.2008 Kleinzelliges Bronchialkarzinom, T4 N3 M1 (multiple Hirnfiliae)
4 Zyklen Cisplatin und Etoposit, Ganzhirnbestrahlung, dann Tumorprogression, April 09 neue Lungenmetastasen und obere Einflussstauung. Keine weitere Kontrolle, keine Chemo mehr... nur Hoffen auf ein kleines bisschen mehr Lebensqualität...Am 28.07.2009 um 11:26 Uhr Meine Mama ist in meinen Armen für immer eingeschlafen...

Geändert von rosa.sputnik (10.09.2009 um 22:40 Uhr) Grund: Hab' was vergessen....
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  #5  
Alt 10.09.2009, 22:57
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honeybunny1012 honeybunny1012 ist offline
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Standard AW: Lebermetas - Endstadium? Wer weiß Bescheid?

Liebe kruemel_caro,

danke - lieb von dir: das riesen Kraftpaket können wir sehr gut gebrauchen und ich schicke euch natürlich auch gleich ein riesiges retour

OJE, das waren ja keine guten Nachrichten......habe sehr gehofft, dass es nichts Schlimmes ist....aber wir du richtig schreibst, können die Ärzte so wenigstens gezielt behandeln. Drücke euch für morgen ganz fest die Daumen und denke an euch - deine Mutter wird bestimmt die richtige Entscheidung treffen! Meine SchwiMu hat morgen auch wieder einen Termin auf der Onkologie, ich hoffe sehr, dass wir endlich mal wieder gute Nachrichten bekommen. Leider war es auch bei uns so, dass eine schlechte Nachricht die andere abgelöst hat.....wir sind dadurch schon ziemlich an unsere Grenzen gestossen und unser Topf mit "Kraft" wird schön langsam leer, dafür ist der "Sorgentopf" zum überlaufen voll.......da tut es echt gut, sich auszutauschen und sich gegenseitig ein bisschen aufzumuntern

Liebe Grüße
Gitti
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  #6  
Alt 15.09.2009, 22:16
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Standard AW: Lebermetas - Endstadium? Wer weiß Bescheid?

Hallo liebe kruemel_caro,

schon einige Tage nichts mehr von dir gelesen......ich hoffe es ist alles in Ordnung bei euch. Deine Mutter hatte ja Freitag eine wichtige Besprechung - wie geht es ihr ? Ich schicke euch auf jeden Fall eine dicke Umarmung und denke an euch
Meine SchwiMu hatte heute wieder einen Termin auf der Onko - sie bekommt seit Tagen so schwer Luft und hängt fast pausenlos an der Sauerstoffflasche. Heute sagten sie ihr, dass der rechte Lungenflügel sehr mitgenommen sei weil sie ja in der rechten Schulter diesen großen Tumor hat (irgendwie meinte sie, der Krebs drückt die Lunge sehr nach unten an die anderen Organe) Noch dazu kam, dass sie den ganzen Tag nur erbrochen hat und fast nichts zu sich nimmt. Zu jedem Schluck Tee müssen wir sie zwingen.....so kann es doch nicht weiter gehn....langsam steigt wieder Verzweiflung in mir hoch

Hoffe sehr bei euch läuft es besser....wäre schön wieder von dir zu lesen

Ganz liebe Grüße Gitti
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  #7  
Alt 25.09.2009, 19:29
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honeybunny1012 honeybunny1012 ist offline
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Standard AW: Lebermetas - Endstadium? Wer weiß Bescheid?

Liebe kruemel_caro,

habe schon so lange nichts mehr von dir gelesen ......wie geht es dir bzw. deiner Mum ??????? Ich habe in letzter Zeit ganz oft an euch denken müssen, weil es meiner SchwiMu auch ganz schlecht geht. Oft traue ich mich gar nicht mehr zu ihr fahren, aus Angst was auf mich zukommt.
Gestern hatte sie wieder einen "guten" Tag, sie ist ca. 1 Stunde neben uns am Tisch gesessen und hat nicht mehr so häufig erbrochen.
Bis Mittwoch war es ganz schlimm, sie kam nicht mehr aus dem Bett, hing ständig am Sauerstoff, würgte nur die ganze Zeit, erbrach immer wieder etwas Galle und wollte auch zeitweise nur mehr schlafen....
Es ist zum Verzweifeln.....ich wünsche mir mittlerweile nur noch, dass sie endlich erlöst wird von ihren Leiden.....denn Leben kann man das nicht mehr nennen.......

Hoffe bald von dir zu lesen, liebe kruemel_caro.....fühl dich gedrückt
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