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#11
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Liebe Heike,
seit einiger Zeit lese ich still mit und habe mit Euch gebangt und gehofft. Ich bin sehr traurig,dass Mike so schnell gehen musste und Du nun den kleinen N alleine auf dieser Welt begrüßen mußt. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung ( mein Mann starb vor genau 25 Jahren, damals 32jährig. Meine beiden Jungen waren 3 und 8 Jahre alt) sagen, dass diese schrecklichen Bilder verblassen und irgend wann keine große Rolle mehr spielen. Ich war damals auch bei meinem Mann als er auf die andere Seite wechselte. Er versuchte mir immer etwas zu sagen, was ich nicht verstehen konnte, er merkte dass, bäumte sich auf und strengte sich ungeheuer an dabei. Erst als ich ihm sagte, es ist gut, ich habe verstanden, beruhigte er sich und konnte dann gehen. Sehr lange verfolgte mich die Frage, was denn so immens wichtig gewesen sein könnte, dass er nicht gehen konnte. Ich werde es in diesem Leben nie erfahren und später wird es wahrscheinlich nicht wichtig sein. Mit der Zeit nahmen meine Gedanken eine andere Richtung. Schöne Erinnerungen, die beiden gemeinsamen Kinder, die heranwuchsen innige Momente... alles wurde wichtiger als die letzten Bilder. Heute denke ich ( bis auf jetzt natürlich) nicht mehr daran, auch am Todestag, der am 4.4. ist sind meine Gedanken nur liebevoll und dankbar aber nicht ängstlich. Jedes Wort, was hier gesagt wird, kann Dich nur schwer erreichen, weil der Schleier der Trauer so dicht ist. Darum lass Dich nur lieb umarmen und Du wirst sehen, wie sich eines Tages der Schleier Stück für Stück lichtet und die schönen Erinnerungen bleiben. Das braucht seine Zeit, die musst Du Dir nehmen und du darfst, ja Du musst trauern, damit der Weg positiv gegangen werden kann. Ich wünsch Dir alles Liebe und viel Kraft, viele liebe Menschen in Deiner Nähe, die Dir helfen und Dich stützen. Ich drück Dich unbekannterweise Beate |
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