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Alt 24.03.2004, 22:33
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Beiträge: n/a
Standard Gebärmutterhalskrebs

Liebe Dagmar,
ich kann Dir meine Geschichte erzählen. Im November 2002 wurde nach einer Konisation Cervix Ca. 1b1 festgestellt. Ich hatte zuerst 5 Tage Curietherapie (hier in Frankreich heisst das so), ich glaube das sind After Loadings. Dann im Februar 2003 hatte ich grosse Wertheim mit 1 befallenen Lymphknoten. Ich hatte hier keine grosse Wahl, ich habe auch nicht gezögert. Ich wollte alle Chancen auf meine Seite tun und hatte im März/April 2003 25 Bestrahlungen (5 Wochen) und 1x wöchentlich Chemotherapie mit Cisplatin. Natürlich gibt es Schöneres aber ich war überzeugt davon, dass mir das gut tut, bzw. dem Krebs den Rest gibt. Ich hatte keine Blasenlähmung aber Lymphstau im Unterbauch und den Beinen.

Es ging eigentlich alles sehr gut, ich habe mich nach der Therapie gut erholt. Der Lymphstau ist immer noch da, aber damit muss ich leben.

Jetzt zu den Nebenwirkungen: Abgesehen von der Müdigkeit, der Übelkeit und ein bisschen Durchfall, die Schamhaare fielen auch aus und der ganze Zeitaufwand ging es mir nicht sehr schlecht. Es war sicher kein Zuckerschlecken!!!

Leider hat meine Blase darunter gelitten und im Dezember 03, etwa 7 Monate nach Therapieende begann sie zu bluten. Sehr stark. Ich hatte zwei Transfusionen, zwei Elektrokoagulationen. Seit Ende Januar geht es mehr oder weniger. Das sind Strahlenschäden, die aber selten vorkommen. Das wird Dir jeder sagen. Natürlich werden die Organe wie Blase und Dickdarm geschont, aber die bekommen trotzdem was ab. Die Ärzte meinen, es könnte die Curietherapie und die anschliessende externe Strahlentherapie sein, die die Blase verbrannt haben. Jetzt braucht es viel Zeit, bis sich die Blasenschleimhaut wieder erholt.

Ich habe mich nach der Diagnose sofort informiert, auf Internet. Und viele, eigentlich alle neuen Beiträge über Cervix Ca. schrieben positif über diese kombinierte Strahlentherapie.
Ich hoffe, ich habe Dir nicht Angst gemacht. Ich glaube, ich würde heute alles nochmals so machen. Ich hatte Todesangst, und das will ich nie mehr haben. Darum habe ich mich in diese Therapie gestürzt, mit der Hoffnung, dass alle diese kleinen Krebszellen hops gehen.

Liebe Dagmar, ich denke an Dich. Du kannst mir auch an meine email adresse schreiben, wenn Du noch Fragen hast.

Liebe Grüsse (ich komme aus der Schweiz, wohne aber in Paris)
Gabriella gsimonpietri@hotmail.com
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