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Alt 14.01.2011, 17:44
Moppel125 Moppel125 ist offline
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Registriert seit: 03.10.2010
Ort: Northeim
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Standard AW: Diagnose Hodentumor - jetzt wird's ernst...

Hallo Andree,
jau, die Narbe nervt am Anfang ganz schön, vor allem solang die Fäden noch drin sind. Auch die monströsen Huckel und das taube Gefühl wird hier wohl jeder kennen. Ich weiß, die ersten Tage nach der OP waren kacke. Mittlerweile ist sie bei mir vier Monate her und ich kann mich nicht mehr erinnern, seit wievielen Wochen ich da nicht mehr dran gedacht habe. Mußte eben tatsächlich erstmal "nachschauen"; keine Schmerzen, keine Huckel und kein taubes Gefühl.
Ich war damals in der gleichen Situation wie Du jetzt. Abwarten und Tee trinken oder ne leichte Chemo. Ich hab mich aus den gleichen Überlegungen wie den Deinen zu einer einmaligen Carboplatin-Monotherapie entschieden. Am 10.12.2010 habe ich dann 880mg Carboplatin eingeflößt bekommen. Das ganze Prozedere hat genau die Zeit zum Durchlesen eines Groschenromanes gedauert. Pünktlich zum Schlußsatz waren alle Infusionen durch. Für die ersten Tage habe ich noch Anti-brechmittel mitbekommen. Die habe ich dann auch gebraucht. Ich mußte mich kein einziges Mal übergeben, deswegen dachte ich zuerst ich bräuchte sie gar nicht. Glaube jeder kennt dieses flaue kurz-vorm-ko...n-gefühl im Magen; da hab ich sie dann doch lieber noch zwei Tage länger genommen.
Für meinen Hausdoc hab ich dann ein "Tagebuch" angefangen wo ich alle mir auffallenden Nebenwirkungen aufschreiben wollte. Nach drei Tagen hab ich aufgehört, weil es kamen keine. Bis heute nicht. Ein- zweimal hatte ich n leichtes Störgeräusch im Ohr, als wenn sich drei Häuser weiter jemand bei offenem Fenster die Haare föhnt.
So, lange Rede, gar kein Sinn. Wollte Dir eigentlich nur sagen, dass hier wahrscheinlich jeder andere Erfahrungen mit der Chemo hat; sie wohl nicht pauschalisierbar ist.
ABER:
OP im September, Chemo im Dezember, erste Kontrolle jetzt im Februar.....; trotz aller Übertherapie und eh schon guter Heilungsaussicht laut meinem Doc, ich erwische mich trotzdem noch bei Gedanken wie "Wars das jetzt wirklich?" "Is da vielleicht noch irgendwo etwas am wachsen?"
Ich weiß nicht wie es den anderen hier im Forum geht. Vielleicht ist diese Fragerei auch mit der ersten -hoffentlich positiven- Nachuntersuchung dann entgültig beendet. Zur Zeit jedenfalls stell ich mir eigentlich die gleichen Fragen, die ich mir bei einer wait and see wahrscheinlich auch gestellt hätte.
OK, nicht wirklich eine Entscheidungshilfe, ich glaube aber ich würde an meiner Stelle, aus heutiger Sicht, wieder die Chemo durchziehen.

Lieben Gruß
Micha
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