AW: Sie wird immer dünner!
Danke für eure lieben Worte und den Beitrag vom NDR. Fand das mit dem Fett höchst interessant, weil ich immer dachte, dass Fett schlecht ist.
Ich hab meinen Eltern verziehen, aber ich kann das nicht vergessen. Bin auch seit Jahren schon deshalb in psychologischer Behandlung und sowohl der Neurologe, als auch mein Therapeut raten mir seit Jahren zu einem Rückzug von meinen Eltern.
So überraschend kam das mit der Meinung des Arztes nicht. Wir waren im Februar dort und er hat mir damals, als meine Mutter kurz nicht anwesend war schon gesagt, dass er nicht glaubt, dass sie ihren 77 Geburtstag noch erlebt. War sie dabei, dann hat er anders geredet. Es kam durch die Tabletten auch zur Verkapselung der Tumore. Sie sind auch recht winzig, die in der Lunge nicht mal 1 cm und die in der Leber noch geringer. Er hat mir gestern aber gesagt dass es keine Rolle spielt, ob sie verkapselt sind oder nicht. Sie entziehen dem Körper die Kraft und bei einem Menschen im Alter meiner Mutter ist das erheblich schwieriger, als bei einem jungen Menschen. Sie war im August das letzte mal da und da hat er meiner Schwester auch schon Andeutungen gemacht, dass es nicht mehr lange geht. Konnte oder wollte er aber nicht genauer, da meine Mutter dabei war. Jetzt werden bestimmt einige sagen, man darf die Frau nicht belügen. Meine Mutter will die Wahrheit gar nicht hören. Selbst wenn man sie ihr sagen würde, würde sie nach 2Sekunden über etwas anderes reden. Das ist zum Teil altersbedingt, zum Teil war sie immer ignorant gegen alles was um sie vorging.
Mir ist wichtig, dass sie nicht leiden muss. Auch wenn sie uns im Leben viel leiden hat lassen, ich will das umgekehrt nicht.
Den Namen der Medikament habe ich vergessen, leider. Sie bekam, auf Grund ihres Gewichtes 3 Tabletten morgens und 2 abends. Das war schon an der Untergrenze. Der Arzt hat mir gesagt, dass man bei alten Menschen nicht mehr die volle Dosis fährt.
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wie es wird, wenn sie nicht mehr da sind. Egal wie das Verhältnis ist oder war, sie waren ja immer irgendwie "da".
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