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Alt 11.06.2012, 15:46
Odelbie Odelbie ist offline
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Registriert seit: 06.04.2012
Ort: Deutschland
Beiträge: 124
Standard AW: Verzweifelung, Trauer und große Angst

Hallo liebe Sylke und liebe Gitti,


Ganz leise setzte ich mich zu euch hier ins Forum . Voller Aufmerksamkeit habe ich Euere Ängste,Sorgen und Gedanken und Gefühle gelesen.

Uns geht es nicht anders.
Mein Mann erhielt seine Diagnose am 13.02.2012, das war die vorläufige. Die gesicherte Diagnose bekamen wir am 24.02.2012. Sie lautet Adenokarzinom der re. Parortis cT4 cN2c M1 (mediastinale Lymphknotenmetastasen )G4.

Ein Op war nicht mehr möglich.
Wir haben eine Radio - Chemotherapie durchgemacht. Mit der Höchstdosis von 70 Gy wurde bestrahlt . Die Chemo war die Hölle . Es ging ihm sehr sehr schlecht. Immer und immer wieder habe ich meinen Mann angetrieben, Mut zugesprochen alles zu versuchen, alles zu geben. Nachdem diese 2 chemoblöcke fertig waren und auch diese 35 Bestrahlungen sagte man uns ganz trocken das es noch weitere Behandlung braucht für die nächste Baustelle . Wieder 2 chemoblöcke und 30 Bestrahlungen für die Lunge .
Ich dachte mir wirklich im Stillen, bitte gib auf. Du mußt für mich nicht weiter kämpfen. Du mußt dich nicht quälen. Bitte lieber Gott lasse es sanft vorbei gehen.
Ich kann es auch manche Tage nicht ertragen, wie mein Mann im Bett liegt und das Leben an ihm vorüber geht. Und doch klammert man sich an ganz kleinen Dingen fest. Nuklear kann man das Leben nicht einfach wegwerfen. Aber wenn sich Menschen so quälen müssen, dann weiß ich nicht ob meine Gedanken die richtigen sind. Unsere Tochter ist 13 Jahre . Sie erlebt es mit, wie es unserem Mann und Papa immer schlechter geht. Ich verstehe die Ängste die auch ihr durchlebt. Und ich verstehe auch oft, die Edanken. Denn mir kommen genau die gleichen Gedanken. Schlimm für uns ist, gern helfen zu wollen und nicht wissen wie. So hilflos und ratlos zuschauen zu müssen ist für uns als Partnerinnen so denke ich das schlimmste.
Ich würde alles geben um meinem Mann zu helfen. Er liegt nur in seinem Bett. Er wird über eine Magensonde ernährt. Schmerzmittel bekommt er Pflaster. Und damit er keine Panik bekommt erhält er bei Bedarf Tavor 1 mg. Diese schlagen gut an.

Ich möchte euch gern einen aufmunternden Gruß schicken.
Für mich als Ehefrau ist es schlimm zu wissen, das er kämpft und trotzdem verlieren wird. Das tut so verdammt weh.
Was uns aber gut tut, jetzt in guten Händen zu sein. Das hilft und gibt eine gewisse beruhigte Zeit.

Ich schicke für euch und eure Lieben ein großes Kraftpaket.


GgglGrüße

Grit
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