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  #1  
Alt 31.10.2006, 22:40
mcfly mcfly ist offline
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Registriert seit: 30.10.2006
Beiträge: 4
Standard AW: Nierenkarzinom und Lungenmetastasen

[QUOTE=Rudolf]Hallo Winnie,
klar, Operieren ist eine Möglichkeit, und wenn in einem halben Jahr wieder eine Metastase auftritt, wird wieder operiert usw. und der Chirurg ist beschäftigt.

Man kann zwar auch eine IMT (Interferon usw.) beginnen, man kann damit Erfolg haben oder auch nicht. Aber auch da ist man im Falle des Erfolges nicht sicher vor wieder auftretenden Metastasen. Und sie ist ziemlich belastend, möglicherweise mehr als eine Operation.

Ich tendiere zu einer dritten Möglichkeit, die es seit kurzem gibt, nämlich zu einem der neuen Angiogenesehemmer Nexavar (Sorafenib) oder Sutent. Beide sind in den USA bereits im Handel, die Zulassung in Deutschland wird für dieses Jahres erwartet. Wichtig ist aber, daß man jetzt ziemlich leicht an einer Studie teilnehmen kann. Die Erfolgsmeldungen hören sich sehr gut an. Bei Interesse könnte ich Dir Kontaktstellen nennen.
Schön ist bei diesen Präparaten, daß man sie als Tablette einnehmen kann. Leider ist über Langzeiterfolge noch nichts bekannt.

Schließlich gibt es noch die Mistel. Wenn Du mehrere meiner Beiträge gelesen hast, wirst Du meinen ungewöhnlichen Weg ein wenig kennen gelernt haben.
Nach der Operation im Nov. 2000 wurde mir freundlicherweise am Tage der Entlassung eröffnet, daß ich dann wegen der Lungenmetastasen eine Chemotherapie machen solle. Meine innere Stimme sagte: du schaffst das ohne Chemo. Also wartete ich ab, baute auf die Kraft des Geistes, auch noch als ich erfuhr, daß es 12 Metastasen waren, und als ich feststellen mußte, daß diese allmählich wuchsen. Erst nach vielen Monaten begegnete mir ein anthroposophischer Arzt, und ich begann mit einer Iscador-Therapie. Im Laufe mehrerer Monate verschwanden alle Metastasen, nur eine blieb oder entstand neu. Mit dieser lebe ich seit langem, sie hat ihr Wachstum längst eingestellt und scheint inzwischen auf dem Rückzug zu sein. Seit 4½ Jahren spritze ich nun und ein Ende ist noch nicht erkennbar. Zwischendurch hatte ich auch ein paar Mistel-Infusionen.
Ich weiß auch von einem Patienten, der allein mit der Mistel einen ganzen Nierentumor losgeworden ist.

Eine Garantie bietet leider keine der genannten Möglichkeiten.
Die Operation geht am schnellsten, die IMT ist am härtesten, die Mistel ist am schonendsten, die Angiogenesehemmer sind das Neueste.

Nun habt Ihr die Qual der Wahl. Ich hoffe, erfahrene Ärzte einer Uni- oder anderen großen Klinik können Euch weiterhelfen.
Alles Gute
Rudolf

PS.
Wurden Knochen- und Hirnmetastasen ausgeschlossen?[/QUOT
Hallo,habe deine Beitrag gelesen,könntest du mir auch kontaktadressen zukommen lassen??Bitte an ChristianWelzel@Web.de
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  #2  
Alt 01.11.2006, 13:27
Urs Urs ist offline
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Standard AW: Nierenkarzinom und Lungenmetastasen

Da stimmt doch etwas nicht !!!

Absender ist "mcfly" und unterschrieben hat "Rudolf" !!!

Der Text könnte von Rudolf sein, jedoch habe ich den Eindruck, er wurde heute (Im November) aktueller schreiben.

Was geht hier vor !?

Urs
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  #3  
Alt 01.11.2006, 20:03
Benutzerbild von Rudolf
Rudolf Rudolf ist offline
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Beiträge: 1.752
Standard AW: Nierenkarzinom und Lungenmetastasen

Hallo Urs,
mcfly wollte einen Text von mir zitieren, den ich bereits im März an Winnie geschrieben hatte. Nur das mit
Zitat:
. . .
hat wohl nicht geklappt.
Er hat dann selbst noch einen Satz hinzugefügt.
Also kein Gedankenklau.

Hallo mcfly,
Du könntest das Zitat als solches wieder erkennbar machen, wenn Du nach dem "[/QUOT" das verloren gegangene "E]" wieder einfügst.

LG
Rudolf

Geändert von Rudolf (02.11.2006 um 12:17 Uhr)
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  #4  
Alt 02.11.2006, 17:51
orgelbass orgelbass ist offline
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Beiträge: 132
Standard AW: Nierenkarzinom und Lungenmetastasen

Hallo zusammen!
Ich will auch mal wieder einen Forumsbeitrag zur Nexavarfrage einbringen. Meine Mutter bekommt seit 9.5.06 Nexavar, seit Anfang Juni zusätzlich Mistelspritzen (täglich).
Ihre Metastasen in Lunge, Leber und Bauchraum sind offensichtlich seither nicht gewachsen, eher etwas geschrumpft.
Der behandelnde Urologe meinte am Telefon, dass unter Nexavar eine Metastase auch nekrotisch werden könne. D. h. sie schaut zwar gleich groß oder sogar größer aus, ist im inneren aber abgestorben und das Gewebe deshalb angeschwollen.

Zur Frage "kurativ" oder "palliativ": Nach allgemeiner medizinischer Meinung kann ein metastasiertes Nierenzellkarzinom nicht kurativ behandelt werden. Jede Form der Behandlung ist immer palliativ. Ich würde zwar auch dazu tendieren, eine gut erreichbare (kleine) Metastase zu operieren, allerdings würde ich auf einem minimalinvasifem Verfahren bestehen. Grad bei der Lunge erscheint mir ein großer Schnitt doch recht extrem. Es gibt aber auch so gute andere Möglichkeiten mit weniger Blut: Laser, vereisen, überhitzen, Embolisation, Nanopartikelbestrahlung......
Bei meiner Mutter geht das leider alles nicht: Die Metas sind zu groß und zu zahlreich. Nexavar und später vielleicht mal Sutent sind hier die einzigen Möglichkeiten - gemeinsam mit der Mistel!

Alles Liebe


orgelbass
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  #5  
Alt 03.11.2006, 19:55
Rainer1959 Rainer1959 ist offline
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Registriert seit: 20.10.2006
Beiträge: 2
Standard AW: Nierenkarzinom und Lungenmetastasen

Vielen Dank an alle User für die vielfältigen Beiträge zu diesem Thema, die ich seit kurzer Zeit interessiert gelesen habe.

Auch ich bin leider selbst betroffen, nachdem ich am 10.8.2006 wegen Blut im Urin beim Hausrazt war und dieser mich sofort zum Urologen schickte, wurde mir noch am gleichen Tag mitgeteilt, dass sich an/in der linken Niere eine ca 8 cm großes Nierenkarzinom gebildet hatte, das dringend entfernt werden müsste. Mit einem Schlag war nichts, aber auch nichts mehr so wie vorher, in 4 Stunden von 100 auf 0 und sofort war eine Entscheidung zu treffen, die Niere musste raus und zwar so schnell wie möglich. Die Meinung eines 2. Urologen holte ich mir gleich am nächsten Tag, das Ergebnis war das gleiche. So wurde ich am 18.8. an der Uniklinik in Freiburg Abt. Urologie operiert. Das Ergebnis der pathologischen Untersuchung erbrachte keinen Befall der angrenzenden Lypmphknoten, das CT des Abdomens war regelrecht und das erste CT am 22.8. zeigte einen kleinen Punkt, den niemand genau definieren konnte, sodass für mich die Welt wieder in Ordnung war, und ich beruhigt in einen 4 wöchige AHB nach Badenweiler ging, die mich wieder auf die Beine brachte.
Das 2 CT vom 10.10.06 erbrachte dann die Ernüchterung. Mein behandelnder Oberarzt teilte mir mit, dass sich in der Zwischenzeit in der Lunge ca 10 Matastasen zwischen 1 und 13 mm an verschiedensten Orten gebildet hatten. Wieder brach die Welt für mich zusammen, ich war nur froh, dass ich die AHB ohne diese Gedanken an das Kommende in aller Ruhe durchführen konnte, um die Kraft für die nächste Behandlung zu haben.
Mein Arzt schlug eine Immuntherapie mit Interleukin 2 und Interferon alpha 2a vor. Diese führe ich nun in der 2. Woche durch und kann nur hoffen, dass es auch hilft. Über meine Erfahrungen mit der Therapie werde ich gerne nach Beendingung berichten

Da es bei der Immuntherapie ja trotz Schulmedizin verschiedenste Ausführungen gibt, würde mich interessieren, nach welchen Spritzschemas andere User behandelt wurden und ob es im Internet Literatur über diese Schema´s gibt. Über Info´s bin ich dankbar.

Ich weiss nun selbst, wie schwierig es ist, sich nach solchen Mitteilungen
wieder aus dem gedanklichen Sumpf zu ziehen um stark genug für das Weitere zu sein, aber nur positive Gedanken und der grundsätzliche Wille zum Kämpfen helfen hier wirklich weiter. Meine Familie und viele meiner Freunde haben mir Mut gemacht diesen Willen nicht zu verlieren und zu kämpfen und ein Spruch eines Mitbetroffenen beschreibt für mich diesn Weg am besten:

Augen auf --- und durch
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  #6  
Alt 04.11.2006, 16:15
Benutzerbild von Hartmut
Hartmut Hartmut ist offline
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Registriert seit: 22.12.2004
Ort: Im Gebirge Oberberg
Beiträge: 64
Standard AW: Nierenkarzinom und Lungenmetastasen

Hallo Rainer.
Ich glaube ich bin derjenige der den Spruch :Augen auf und durch:In meinem Beitrag :Nierentumor rechts. Metastasen in Lunge und Knochen: zu meinem Motto gemacht habe.Der Beitrag ist nach hinten gerutscht da ich nur noch wenig schreibe.Ich habe wie dort berichtet drei mal acht Wochen Hochdosis Immunchemo hinter mir und für meine Skelettmetastase Zometa.Es war eine sehr große Belastung.Die Nebenwirkungen waren sehr schlimm.An dem Motto habe ich mich immer wieder aufgerichtet.Ich habe bei der Therapie Glück gehabt das sie voll angeschlagen hat.Bis zum heutigen Tag.Alle Nachsorgetermine habe ich eingehalten. Mittwoch ist wieder CT Termin.Das wird wieder eine spannende Angelegenheit . Ich werde berichten.
Gruß Hartmut
__________________
Wer kämpft kann verlieren !
Wer nicht kämpft hat schon verloren !
Mein Wahlspruch:
" Augen auf und durch"
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  #7  
Alt 21.11.2006, 10:57
Manfred06 Manfred06 ist offline
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Registriert seit: 28.09.2006
Beiträge: 18
Standard AW: Nierenkarzinom und Lungenmetastasen

Hallo Rainer, deine Therapie ist ähnlich wie die von Hartmut relativ hart, da sehr viel Schüttelfrost und Fieber auftritt, du bekommst Interferon und Interleukin-2 gespritzt mit dem chemotherapeutikum 5-FU. Bisher sind zu dieser harten Therapie Mittlere Überlebenswerte von 25, 26 und 37 Monate in Studien ermittelt worden. Übersetzt heißt das, dass statistisch jeder 2. Patient 3 Jahre überlebt.
Du kannst das Interleukin-2 auch alleine nehmen, und jeden Tag weniger davon in 6 Wochen Zyklen nehmen (je 5 Tage die Woche), dann hast du weniger Belastungen.
Nach 2-3 Zyklen sollte die Therapie erst mal abgeschlossen sein und du hast dann wieder Zeit für Dich, und der Tumor sollte erst mal für mindest. 1 Jahr ruhe geben.

LG
Manfred
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