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Alt 27.07.2007, 23:07
Rosa98 Rosa98 ist offline
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Registriert seit: 26.05.2007
Ort: Süddeutschland
Beiträge: 104
Standard AW: Verzweiflung / Aussichtslosigkeit

Hallo Peper,


leider schreibst Du nicht um welchen Krebs es sich handelt und welche Tumoreinstufung Dein Vater hat. Natürlich muß man erst einmal die kommenden Untersuchungen abwarten und selbst dann darf man die Hoffnung nicht aufgeben. Hoffnungsvoll und positiv erträgt man diese Krankheit wahrscheinlich besser als deprimiert und das Ende erwartend.
Bekommt denn Dein Vater ausreichend Medikamente für seine Schmerzen?
Dauerhafte Schmerzen nehmen auch die Kraft zum Kämpfen!!
Es ist nicht ungewöhnlich, daß ein Mann sich erst mal verschließt wenn er mit der Diagnose Krebs konfrontiert wird, ich spreche da aus Erfahrung. Laß ihm ein wenig Zeit.
Wichtig ist jetzt, daß Ihr Ihn zu den Untersuchungen begleited um ihm das Gefühl gebt, getragen zu sein. Ich glaube mit der Zeit wird er sich auch wieder öffnen. Deine Mutter wird wohl auch noch ein wenig Zeit brauchen um mit der Situation klar zu kommen. Das ist ja alles noch recht frisch bei Euch.
Mein Freund wollte zu Beginn der Erkrankung auch nicht, daß es Außenstehende erfahren. Und wenn mir vor lauter Angst und Sorge die Tränen kamen hat ihn das geärgert. Mittlerweile geht er ganz gut mit seiner Erkrankung um und versucht das Beste daraus zu machen. Unsere Prognose sieht auch nicht Hoffnung versprechend aus aber er kämpft und hat alle OPs und die Chemo bis jetzt recht gut hinter sich gebracht.
Wie alt ist Dein Vater? Habt ihr mit den Ärzten über Therapien wie Chemo oder Bestrahlung gesprochen?
In den ersten Wochen nach der Diagnose geht glaube ich in keiner Familie alles wie gewohnt. Alles steht Kopf, das Leben ist von einem Tag auf den anderen völlig auf den Kopf gestellt, die Gedanken kreisen nur noch um die Krankheit und alles was damit verbunden sein könnte. Und an geruhsamen Schlaf ist nicht mehr zu denken. Nachts hat man Alpträume und wenn man aufwacht merkt man, daß der Alptraum gerade weiter geht. Man weint, schreit, flucht und betet,betet, betet.
Schrecklich - aber man lernt auch damit zu leben. Gib Euch allen noch ein wenig Zeit. Eure Nerven werden sich wieder beruhigen und so werdet Ihr auch wieder Kraft bekommen.
Hier im Forum wirst Du auch immer jemanden finden, der Dir zuhört wenn Du Dir was von der Seele schreiben möchtest und Dir Ratschläge gibt in Bezug auf Therapien, Ärzte usw.
Wenn Du Fragen zur Erkrankung hast, frag im Forum für Betroffene und Du wirst umgehend Antwort bekommen.
Liebe Peper, ich wünsche Dir und Deinen Eltern viel Kraft, und das Deinem Vater schnell geholfen werden kann.


Liebe Grüsse

Rosa

Geändert von Rosa98 (22.08.2007 um 21:47 Uhr)
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