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Alt 12.07.2008, 22:18
Anwi Anwi ist offline
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Registriert seit: 20.10.2006
Ort: Rheinland-Pfalz
Beiträge: 231
Standard AW: teilnahme an einer studie - vorteile, gründe

Hallo,
als Teilnehmerin an der SUCCESS-Studie war auch für mich die engmaschige Überwachung ein wichtiges Kriterium für meine Einwilligung zur Teilnahme. Des weiteren die Möglichkeit, eventuell in den "Genuss" eines neuen und effizienten Wirkstoffes zu gelangen.

Ich kam in die Standard-Gruppe, also die Gruppe, bei der der zu testende Wirkstoff Gemzitabin nicht eingesetzt wurde.

Als Nachteil solcher Studien sehe ich schon ein bisschen die Randomisierung, also dass die Einteilung nach dem Zufallsprinzip läuft und man ein bisschen die Rolle eines Versuchskaninchens einnimmt.
Dennoch finde ich, dass die Vorteile der Teilnahme an einer Studie die Nachteile insgesamt überwiegen und würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.

Es gibt erste Hinweise darauf, dass prophylaktische Zometa-Infusionen nicht nur die Metastasierung der Knochen, sondern auch andere Metastasierungen verhindern können (mein Arzt sprach diesbezüglich von einer ASCO-Studie, die eine deutliche Verringerung von Rezidivhäufigkeit und Metastasierung durch vorbeugend verabreichte Biphosphonate bewiesen hätte).

Ein anderer wichtiger Grund für meine Teilnahme war der folgende: Ich dachte mir: Durch die Studie und die Erprobung eines neuen Wirkstoffs kann zukünftigen Generationen von Patientinnen geholfen werden.

Sollte es tatsächlich für mich selbst für eine Heilung bereits zu spät sein, so kann ich durch meine Entscheidung wenigstens ein bisschen dazu beitragen, dass die BK-Forschung Fortschritte macht und andere Frauen davon später profitieren. Ich wollte auch als Patientin mit einer potenziell tödlichen Krankheit sozusagen noch zu was nützlich sein - und sei es nur dazu, einen winzigen Part in einer Studie zu spielen, bei der als Ergebnis unter Umständen für später erkrankende Frauen ein lebenbringender Wirkstoff rauskommt.

Außerdem gibt es mir eine gewisse Sicherheit, den Krankheitsverlauf gut dokumentiert zu wissen, was in so einer Studie der Fall ist.
Ich bin jetzt seit gut einem Jahr mit der Akuttherapie fertig, hatte bereits ein paar Zometa-Infusionen. Trotz eines anfänglich nodal-positiven T2-Tumors kann ich heute sagen, dass es mir relativ gut geht und zurzeit nichts auf ein Rezidiv oder Metas hindeutet.

Viele Grüße
Anwi
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