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#1
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Hallo an alle,
wie lange dauert dieser Weg? Wie lange muss sie noch leiden? Kann dieses Leiden nicht einfach schneller beendet werden? Warum müssen Sterbende, Todkranke überhaupt leiden? Sind sie nicht schon genug bestraft? Meine Schwester ist jetzt seit ein paar Wochen in einem sehr kritischen Zustand. Die Ärzte geben Ihr nur noch wenige Tage, Stunden, ... Keiner weiß wie lange es noch so weiter geht. Es tut so furchtbar weh, das mit anzusehen. Wie kann man das aushalten? Vor vier Wochen hat sie noch ein Benefizkonzert organisiert und alles auf die Beine gestellt, jetzt solls das gewesen sein? Einfach so? Ich würde mich sehr freuen, wenn jemand einfach nur ein paar aufmunternde Worte für mich hätte. Ich freue mich über jede noch so kurze Antwort, über jedes Wort, das Hoffnung und Mut, KRaft, ... in sich verbirgt. Vielen Dank. conny |
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#2
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Hallo Conny,
ja, es gibt wohl kaum etwas Schlimmeres als einen geliebten Menschen leiden und sterben zu sehen ! Meine Mama ist vor 4 Wochen gestorben, wir waren bis zum Schluß bei ihr... Zum Glück hat sie nicht allzu lange gelitten, richtige Schmerzen hatte sie "erst" zum Schluß, vorher ging es mit Schmerzmitteln einigermaßen. Ab da, als der Arzt es ausgesprochen hat, wie schlimm es wirklich um sie steht und daß es nur noch wenige Tage sein werden, waren es nur noch wenige STUNDEN... Bist Du denn ständig bei Deiner Schwester bzw. so viel es geht ? Bekommt sie denn noch alles mit ? Vergangene Nacht habe ich Stunden geweint, es ist auch hinterher sehr schlimm ! Ständig laufen die letzten Stunden bei meiner Mama in meinem Kopf ab... Dir/ Euch alles Gute, besonders im Moment, wo alle anderen nur an Geschenke etc. denken... Gruß, Sabine |
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#3
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Hallo Connie,
daß zusehen weh tut kann ich mir schon gut vorstellen - obwohl ich als Krebskranker ja selbst nicht zusehen muß... aber ich bin mir sicher, daß das was danach kommt viel schöner sein wird als unser Leben hier, lese doch mal die mutmachenden Bücher über die "Nahtoderlebnisse" vieler Menschen ? Andererseits gibts doch auch eine gute Schmerztherapie, die sollte doch unbedingt angewandt werden, auch wenn sich Ärzte damit bei jüngeren Patienten vielleicht etwas schwer tun, da sie den Sterbeprozess beschleunigen können .... Ich bete für Dich und Deine Schwester Gruß, Thomas |
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#4
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Hallo Conny
Unser Sohn Christian ist am 12.01.01 mit 24 Jahren an akuter Leukämie gestorben. Wir wissen genau was Ihr jetzt leidet. Aber versuche jetzt soviel wie es nur geht,bei deiner Schwester zu sein! Begleite deine Schwester auf Ihrem letzten Weg aus diesem Leben sehr Intensiv. Christian starb Freitagsabends.Wir waren die ganze Zeit bei Ihm,auch seine kleine Schwester 8 Jahre hat sich von Ihm verabschiedet. Wir wünchen Dir und deiner Familie viel Kraft in diesen schweren Stunden und liebe für deine Schwester. Es wacht ein Engel über Ihr. Gruß Soraya |
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#5
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Hallo Conny,
diese schwere Zeit ,die du jetzt durchmachst,liegt bei mir jetzt 3 Monate zurück. Damals habe ich auch immer gedacht das ist nicht auszuhalten.Mein über alles geliebter Mann hat gekämpft gegen diese sch.... Leukämie,aber hat verloren.Die letzten Wochen waren für ihn und auch für mich die Hölle.Vielleicht hilft dir meine Hilfestellung für diese Zeit. Ich hatte mir vorgenommen,wenn er schon sterben muß,dann nicht allein und in meinen Armen.Ich habs geschafft. Ich frage mich heut noch wie ich diese Bilder und Gefühle ausgehalten habe,aber ich weiß ,wäre ich nicht da gewesen hätte ich mir das nie verziehen. Wir haben nicht das Recht einzugreifen um es abzukürzen,dieses Leiden,obwohl ich auch manchmal daran gedacht habe.Frage dich für wen würdest du es tun.Vielleicht doch mehr ,weil du es nicht mehr mit ansehen kannst??? Ich wünsche dir Kraft und die Liebe es durchzustehen. Birgit |
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#6
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Engel sind manchmal so nah!
Als ich mit meiner Tochter auf der Kinder-KMT war, zur Stammzellen entnahme,hatte ich eine Begegnung mit dem kleinen Rudi.Rudi 4 Jahre kam mit seinem Vater in das Spielzimmer zum spielen.Es verließen dann mehrere Mütter mit ihren Kindern das Zimmer.Warum?? Rudi setzte sich mir gegenüber, wobei Ihm der Mundschutz runterrutschte Er schaute mich mit seinen Augen klar und Tieftraurig an. Er sprach kein Wort und trotzdem sprach etwas in Ihm was man nicht beschreiben kann,Rudi verstarb am 6.Dezember 2000 auf der KMT, Soraya |
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#7
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Hallo Conny,
ich kann Dich sehr gut verstehen. mein Vater ist am 16,02.01 an Leukämie mit 59 Jahren gestorben, die Zeit zwischen Diagnose und Sterbebetag betrug nur 3 Wochen!!!! Seine Überlebenschanchen waren sehr gering, die Ärzte sprachen von einer 90%-gen Blutverseuchung bei seiner Einlieferung. Man kann sich so täuschen, wenn frische Blutkonserven gegeben wurden, der Mensch sieht besser aus, hat mehr Kraft... Mein Vater war in eine Langzeitstudie eingebunden worden (ich hatte auch gehofft, dass er da vielleicht noch bessere Medikamente bekommen würde als bei einem "Normalfall", aber... Es wurden extrem viel Knochenmarksentnahmen gemacht und das hat ihm alles trotz <Narkose sehr weh getan, schlimm waren auch die extremen Blutergüsse an den Stellen, wo Blut entnommen wurde und der Port in den Brustbereich. Es war irgendwie konfus, einerseits drängte die Zeit um sofort mit der Chemo zu beginnen, andrerseits musste er erstmal zeitraubend aufgebaut werden, um sie zu überstehen.Dann kam noch eine Infektion hinzu, die nicht abheilen wollte und an der er nochmals operiert werden musste, so dass man die Chemo nicht beginnen konnte, obwohl die Zeit drängte.Im Endeffekt, ist er über eine Chemo nicht hinausgekommen, hat die Übelkeit noch nicht so erlebt(wie ich sie bei Mutter erlebt hatte mit zig Chemos, die dann doch nicht geholfen haben) und auch noch alle Haare gehabt, Schmerzen waren auch noch nicht so stark wie es man sonst im Endstadium her kennt.Aber dann kam der Durchfall, der sich nicht mehr stoppen liess und ihn wahnsinnig viel Flüssigkeit verlieren liess,die Chemo konnte so nicht weitergeführt werden, und er wurde sehr,sehr schnell schwach. Man kann eigentlich sagen, der er "Glück im Unglück" hatte was die Leidensdauer anging. Aber ob das Sterben eines Menschen weniger weh tut, wenn man ihn länger hat, er älter ist ...? Ich glaube nicht, der Tod und der Sterbeprozess ist doch immer schlimm.Auch wenn man dem geliebten Menschen Erlösung wünscht hält man ihn dch mit allen Kräften fest und muss ihn dann doch loslassen... Sei stark, Katja |
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#8
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Hallo an alle!
Mein Freund muss am Montag ins KMT-Zentrum nach Wiesbaden. Alles ging dehr schnell, im September Diagnose -CML, im Oktober Blastenkriese, im November Krankenhaus -Chemo und STI 571. Das Medikament hat wirklich geholfen und er fühlt sich gut. Auch die Werte sind gut. Sein Bruder spendet, aber es wird kein Knochenmark genommen, sondern die Blutstammzellen "gefischt". Ich habe solche Ängste und er ist so hoffnungsvoll. Die Ärzte rechnen mit einem langen Aufenthalt (ca. 60 - 100 Tage). Ich mache mir Sorgen um die Zukunft und bin manchmal wirklich total verzweifelt. Wem geht es ähnlich? Viele Grüße Peter |
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#9
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Hallo Peter, habe mit Interesse Deinen Beitrag gelsen. Ich habe auch seit 4 Wochen CML, mir geht es noch super, bin zu Hause und spritze Interferon. Würde mich freuen über die weitere Behandlung Deines Freundes etwas zu lesen. ChrFRI@gmx.de
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#10
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Hallo
mein mann ist vor 2 wochen an einem t-zell- lymphom verstorben, ich bin fast am ende und weis nicht wie es weitergehen soll. er war für mich alles und mit 47 finde ich war er einfach noch zu jung. laut ärzte im juni 01 wurde er nicht als risikoreich eingestuft und nur mit chemos und bestrahlungen behandelt. er war fit, hatte appetit und fühlte sich super, war voll davon überzeugt, das er es schaffen würde. innerhalb von 4 tagen verstarb er. eines beunruhigt mich bei der ganzen sache. ich habe das gefühl, das seine trompos, die er bekam vertauscht wurden. wer hat eine ahnung wie ein körper auf so etwas reagieren würde?? bitte helft mir ich drehe sonst noch durch. ich werde mit dem alleinsein nicht fertig |
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#11
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Hallo an alle!
Zwischen meinem Beitrag vom 19.02.2002 bis heute ist einige Zeit vergangen. Mein Freund hat bisher die KMT gut verkraftet. Ich bin super glücklich und zutiefst dankbar. Liebe Christina, zunächst möchte ich Dir mein Beileid ausdrücken. Ich selber habe als Angehöroger eines CML-Patienten (Leukämie) in den vergangenen Monaten sehr viel durchgemacht und viele Tiefs erlebt und durchlitten. Mein Freund der transplantiert wurde, hat im Rahmen der Behandlung ebenfalls Thromozyen erhalten und eine starke Abwehrreaktion gehabt. Kurze Zeit nachdem der Beutel durchgelaufen war mußte er sich übergeben und bekam eine Apfelgroße Schwellung am linken Ohr sowie Rötungen am ganzen Körper. Die Ärzt haben sich das nicht erklären können und haben mit Medikamenten unverzüglich gegengesteuert. Es brauchte kanpp zwei Tage um sich zu erholen, da sein gesamtes Blutbildendes System durch Chemo und Bestrahlung vernichtet war und das Transplantat noch nicht angewachsen war. Es war für uns und für die Ärzt eine unerklärliche Reaktion des Körpers. Vielleicht ist dies ein kleiner Trost für Dich. Ich wünsche Dir viel Kraft und lieb Menschen, die Dich aufrichten. In herzlicher Verbundenheit Peter |
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#12
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Hallo an Peter,Christina und alle,
die Reaktion auf die thrombos ist garnichts ungewöhnliches. Es wird in der Regel immer ein antihistaminikum/ antiallergikum vorab gespritzt od. infundiert.trotzdem können Reaktionen auftreten, Habe selbst bei drei Transplantationen und vielen Thrombo- Konzentraten Reaktionen erlebt. Gruß RainerF |
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#13
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Hallo an alle Leser dieser Seite,
um die Angst vor Thrombozytentransfusionen etwas zu reduzieren kann ich berichten, dass ich innerhalb zwei Tagen 17 (!) Throbzytenkonzentrate erhielt ohne jegliche Nebenwirkungen und auch ohne zusätzliche Begleitmedikation. Gruß Thomas |
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#14
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Ich habe chron. lym. Leukämie im IV Stadium nach Rai, also Letztes und schon schwere Chemos hinter mir. Leider steigen bei mir die B- Zellen schon wieder ziemlich an und da hat mir eine Bekannte gesagt, dass sie in der selben Situation eine Misteltherapie gemacht hat.Darauf hin sei der Anstieg etwas eingedämmt worden. Habe seit der letzten Chemo auch sehr schlechte Leberwerte, wer weiß, was zur Verbesserung helfen könnte ?? Bitte schreibt mir !!!
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#15
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ich bin sehr trauchig ...
meine beste freundin (25)leidet an leukämie, wahrscheinlich CML, bekannt seit oktober 2001 sie hat sehr seltene blutwerte, weshalb ein knochenmarksspender mit den richtigen werten seltener ist, als ein sechser im lotto (O-Ton ihres arztes) aus diesem grund geht meine freundin, trotz dringenden anraten ihres arztes nicht ins krankenhaus zur chemo, sondern macht eine ambulante (leichte...?)therapie sie macht derzeit eine lehre, geht nebenbei jobben und macht regelmässig sport - sie ist sehr aktiv ich glaube, dass sie oft schmerzen hat, manchmal kippt sie um, aber sie beklagt sich nie, sondern behält alle leiden für sich sie redet mit keinem über die krankheit, ich bin die einzige, die es weiss, nicht mal ihre eltern, zu denen sie ein gutes verhältnis hat ich habe den eindruck, sie ignoriert die krankheit, sie informiert sich auch überhaupt nicht darüber, sondern sie denkt, dass sie bald wieder gesund wird sie lebt ganz normal und spricht viel über ihre zukunft kann es sein, dass gerade dieses ignorieren, diese (fast) nicht vorhandene angst, dieses seelische gleichgewicht, ihr zusätzliche lebensmonate, - jahre beschrehren werden? trotzdem sie eine chemotherapie ablehnt? andererseits macht es mir angst, dass sie nicht ins krankenhaus geht natürlich muss man den willen des kranken akzeptieren und ich tue das auch es fällt mir aber sehr schwer, da ich die einzige bin, die es weiss und ich fühle eine ungeheure verantwortung auf mir liegen hat jemand ähnliche erfahrungen mit angehörigen? |
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