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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Liebe Neue, Bitte Kein Neues Thema Eröffnen, Sondern Hier Schreiben!


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Claudia Junold
14.06.2006, 18:52
Liebe neue Forumsmitglieder,
wir freuen uns, daß Ihr uns gefunden habt und werden Euch helfen, so gut es geht, aber bitte seid so lieb und eröffnet nicht jeder ein eigenes Thema/Threat! Wir ertrinken hier in neuen Themen, die doch keine "neuen" Themen sind, sondern in der Regel immer die gleichen Fragen beinhalten. Bitte macht Euch die Mühe und sucht in den bestehenden Themen, wo Euere Frage hineinpaßt oder schreibt hier rein. Ihr braucht keine Angst zu haben, daß Euere Frage auf diese Weise nicht bemerkt wird, denn eher das Gegenteil ist der Fall! Die bestehenden Threats sind abonniert und die Forumsmitglieder kriegen neue Beiträge in bestehendenThemen sofort auf den Rechner, wohingegen neue Themen leichter übersehen werden können. Ihr helft damit sehr, das Forum vielleicht wieder etwas übersichtlicher zu machen!

Vielen Dank und liebe Grüße!

Bettina_Frbg
14.06.2006, 22:19
Hallo Claudia,
danke das du dies hier eröffnet hast. Vielleicht nutzt´s ja diesmal was:cool:
Ich habe dieses Thema jetzt so eingestellt das es immer oben bleibt und auch ich kann alle neuen oder auch alten Nutzer nur nochmals bitten: schreibt bitte bitte in vorhandene Themen !!!!!!! Ich habe vorgestern versucht die Themen zusammen zu führen, hab es aber ganz schnell aufgegeben weil das jetzt noch mehr Verwirrung mit sich bringt, da es nicht geht einfach einen Beitrag, so wie er ist, zu verschieben.
Liebe Grüße
Bettina

Elfenmaedchen
15.06.2006, 14:38
Hi!
Um nicht weiter zur Unübersichtlichkeit beizutragen, schreib ich mal hier. Ich (24) hatte letztes Jahr ein SSM am Knöchel, Clark II, Breslow 0.3, hatte also sehr Glück. Seit einigen Wochen wölbt sich die Narbe allerdings immer mehr und ich hab ab und zu pochende Schmerzen. Ich nehme an dass das auch mit der Wärme und der Belastung (Narbe ist ja am Knöchel) zu tun hat. Hat irgend jemand gleiche Erfahrungen gemacht? Ich behandle die Narbe täglich mit Dermatix.
Liebe Grüsse :)
Elfenmädchen

PS: Hab keinen Thread zu Narben gefunden, gibts da was und ich finds nur nicht?

Claudia Junold
15.06.2006, 15:36
Hallo liebes Elfenmädchen :winke:,
Du glaubst gar nicht, wie viele sich freuen, daß Du Dir wirklich die Mühe gemacht hast, die alten Threats durchzusehen und dann hier zu posten! Vielen Dank, Du hast uns allen und damit ja auch Dir selbst geholfen, die Flut neuer (leider sehr oft unnötiger) Threats einzudämmen und mitgeholfen, daß unser Forum nicht noch unübersichtlicher wird.
Nein, ich glaube auch nicht, daß es einen Threat zu Narben gibt. Wenn da etwas besprochen wurde, dann sicher in unserem Hauptthreat "Malignes Melanom" - nachdem es da "erfreulicherweise" jetzt auch schon mehrere davon gibt - den mit den viiiiiiiiiielen Seiten. Du kannst da auch mal in die Suchfunktion "Narben" und dazu evtl. "Probleme" oder so eingeben, vielleicht kriegst Du da Infos. Ehrlich gesagt glaube ich aber eher nicht, daß Du da viel finden wirst.

Es erscheint mir aber schon etwas komisch, daß Du nach einem Jahr noch/wieder derartige Probleme hast. Bei Deinem kleinen Befund wurden ja keine Lks entfernt, es kann also auch kein Lymphstau oder so sein - irgendwo muß die Geschwulst ja aber herkommen. Klar, die Stelle ist dauernd in Bewegung und die derzeitige Hitze kann auch dazu beitragen. Ich würde Dir raten, bald mal zu einem Hautarzt zu gehen und das angucken zu lassen. Nach so langer Zeit müßte da eigentlich Ruhe sein.

Noch mal herzlichen Dank für Deine Mithilfe! :remybussi
Liebe Grüße von

Claudia

Elfenmaedchen
15.06.2006, 18:56
Hi Claudia
Danke für deine Antwort! Nein Lymphknoten mussten zum Glück keine entfernt werden. Ich werde morgen mal meinen Dermatologen anrufen und sehen, was er dazu meint. Ist schon etwas komisch dass das nach monatelanger Ruhe wieder beginnt.
Ich wünsch dir alles Gute,:)
Elfenmädchen

Sybilles
15.06.2006, 19:22
Hei liebe Claudia

wieder Mal eine richtig gute Idee von Dir. Vielleicht klappts dieses Mal ja wirklich. :)

Bis bald wieder online

Liebe Grüsse Sybille

Claudia Junold
15.06.2006, 20:07
Hi Elfenmädchen,
ja mach das bitte. Sagst Du wieder Bescheid, was der Doc gesagt hat? Würde mich sehr interessieren

Huhu, liebe Sybille, dankeschön, war reine Notwehr... :0))

Liebe Grüße

Claudia

Bettina_Frbg
16.06.2006, 21:47
verschoben; Beitrag ist von Scully
Heute, 20:47
scully
Neuer Benutzer Registriert seit: 16.06.2006
Beiträge: 1

Eine Frage

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Hi,

Ich weiß zwar, dass ein Gang zum Hautarzt unvermeidlich ist, trotzdem wollte ich euch was fragen.

Ich hab schon immer ein ca. 5 mm großes, erhabenes Muttermal am Bauch gehabt, hatte auch nie Probleme damit und dachte als "naive" 20 Jährige, dass es nicht schlimm sein kann und bin daher nie zur Kontrolle gegangen.

Jetzt habe ich seit ca. 2 Wochen so ein komisches Gefühl, es fühlt sich auf der Haut an als ob ich Sonnenbrand hätte, obwohl ich noch gar nicht in der Sonne war. Jetzt vermute ich so hysterisch wie ich bin, dass es mit dem Muttermal in Zusammenhang steht. Ich bin total panisch. Das Muttermal ist klar abgegrenzt und braun, ist nicht gewachsen, aber hat vereinzelt, kleinere dünklere Punkte, was ich gelesen habe ein Anzeichen von Hautkrebs sein kann. Ich weiß nicht ob die schon immer da waren oder erst im Laufe der Jahre enstanden sind und ich bilde mir (glaube ich zumindest) mittlerweile auch an, dass das Stechen mittlerweile auch genau am Muttermal auftritt. Ich mache mich gerade selber wahnsinnig, da ich viel im Internet gelesen habe und auch von den Bildern her kein Muttermal gesehen habe, dass meinem ähnlich sieht.

Da ich erst am übernächsten Di zum Hautarzt kann, will ich mich nicht so lange noch wahnsinniger machen: weiß jemand kann es normal sein, dass ein Muttermal vereinzelt dunkle Pigmentierungen aufweist?

Ich hab echt so Schiß vor der Diagnose. Bin auch eine Sonnenanbeterin und hatte schon einige Sonnenbrände, was mich noch mehr beunruhigt.

Kann mir vil. jemand noch sagen, wie lange man vom Anfangsstadium (Jahren?) bei Hautkrebs ausgehen kann? Kann es sein, dass man schon länger Hautkrebs hat ohne dass man es merkt oder ca. esrst nach z.b 5 Jahren? Ist es dann schon zu spät?

Claudia Junold
17.06.2006, 12:08
Hallo Scully,
wenn Du hier ein paar Einträge gelesen hättest, dann wüßtest Du, daß wir auch Dir ganz sicher keine Ferndiagnose stellen können!!! Der Gang zum Hautarzt ist angebracht und man sollte generell nicht ewig damit warten. Daß Du Schiß hast glaub ich Dir gern, deshalb rate ich Dir dringend Deinen Umgang mit der Sonne sehr zu überdenken. Wenn sich hoffentlich rausstellen sollte, daß es bei Dir diesmal blinder Alarm war, provozierst Du, daß es das nächste mal u.U. nicht mehr so glimpflich ausgeht.

Viele Grüße

Claudia

Alannah
17.06.2006, 16:35
Hallo Scully!

Ich habe auch viele Leberflecke, die dunkle pigmentierte Punkte enthalten. Das alleine bedeutet noch nichts. Das Jucken selber würde mich da mehr beschäftigen. Aber auch das kann harmlos sein! Warte erstmal den Hautarzttermin ab! Und leg dich nie wieder in die Sonne! ;-)

Michael
19.06.2006, 15:42
Hallo Forum , gesucht wird ein Arzt für Hautkrebs im bereich Brake / Nordenham / Bremerhaven / Oldenburg oder Bremen.

Wäre supa nett wenn mir jemand da welche nennen könnte.

Lg Michi

sunny23
22.06.2006, 20:33
hallo ihr :)

ich bin neu hier, und werde mich kurz mal vorstellen :)

ich bin 25 jahre alt, komme aus oberösterreich, habe 2 kinder, bin in einem sozialberuf tätig.
mir wurde anfang mai 2006 ein naevi im bereich der linken achsel entfernt (vom hausarzt), und ich bekam den befund malignes melanom, clark level IV, tumordicke 1,6mm
ich wurde am 13.6. operiert, also der tumorbereich grossflächig ausgeschnitten, weiters wurden mir 2 lymphknoten entfernt.
nun sitze ich mit drei nähten hier herum und überlege...
die untersuchungen vor der op haben keine metastasen aufgezeigt, es ist noch der befund der lymphknoten ausständig.

aber ich komme nicht zur ruhe...bin furchtbar nervös, hab angst, dass sie befallen sind etc

mein größtes problem ist, dass ich nicht verstehe, warum ich ein mm hatte, vertrage keine sonne, weil ich kopfweh bekomme, hatte nie einen sonnebrand, war nicht einmal im solarium.
also alle risikofaktoren ausgeschaltet.
ich hab noch immer so phasen, wo ich heulen könnte, und dies auch mache, obwohls mir eine minute vorher so gut ging und ich nicht daran dachte.
bin total durch den wind, wenn ich koche, dann weiß ich nicht mehr, was in die speise reingehört, wenn ich sonst was mache, muss ich genau überlegen, wie es gehört, weil ich mich nicht mehr auskenne.
ist das normal, oder doch nicht?
bin ich jetzt verrückt geworden?

lg an alle hier

Claudia Junold
22.06.2006, 20:55
Willkommen liebe Sunny! http://www.bilder-hochladen.net/files/nkv-6.gif

Und vielen Dank, daß Du hier schreibst und nicht wie so viele andere einen neuen Threat aufgemacht hast!
Und gleich vorneweg: Du bist völlig normal und keineswegs verrückt geworden!!! Was Du jetzt gerade durchmachst, kennt wohl jeder hier aus eigener leidvoller Erfahrung... Schau mal, man lebt so ganz normal vor sich hin und plötzlich kriegt man einen lebensbedrohlichen Tiefschlag! Von einer Sekunde auf die andere ändert sich Dein ganzes Leben - und da soll man nicht panisch oder mit Karussell im Kopf reagieren? Nein, wirklich, man muß die Situation erst mal wieder für sich sortieren und auf die Reihe kriegen. Das braucht Zeit, aber danach geht es wieder besser. Ganz besonders nervenaufreibend sind immer die Wartezeiten auf Befunde - daran wird sich leider auch künftig nichts ändern... :(
Tja, leider ist nicht immer nur die Sonne an einem MM schuld. Es kann 1000 Gründe haben. Viele sehen auch einen Zusammenhang zwischen Psyche und Hautkrebs, aber es sind sicher immer viele Faktoren, die zu einem Krebs führen.
Weißt Du, besonders schlimm finde ich aber, daß Du in Deinem Alter, wo Du eigentlich fröhlich und unbelastet Deine Kiddies großziehen solltest, Dich mit so einem Schei... rumplagen mußt! Aber wer sucht sich sowas schon aus... Jetzt wünsch ich Dir erstmal ein negatives, d.h. blödzellenfreies Ergebnis der Histo Deiner Lks, dann wird man weitersehen.
Liebe Sunny, vermutlich hast Du einen Sack voll Fragen! Stell sie hier ruhig. In der Regel findet sich immer jemand, der sie Dir beantworten kann.

Die allerbesten Wünsche für Dich von

Claudia

sunny23
22.06.2006, 23:00
hallo claudia, danke für deine nette antwort
..ja ich habe viele fragen...aber die kann keiner beantworten

...........oder die eine viell schon..was passiert, wenn die histo negativ war? zwecks wie oft kontrolle etc ?

Anuschka
23.06.2006, 06:43
Hallo Sunny,

wie Claudia schon sagte erst einmal willkommen. Es geht wirklich allen so die die Diagnose Melanom bekommen. Dem einen früher dem anderern später. Aber wichtig ist dasa du Fragen stellst und du wirst sehen wir haben hier im Forum so tolle Leute die dir gerne weiterhelfen. Die Frage nach dem Warum wird dir glaube ich keiner beantworten können. Ich habe auch bis heute keine Antwort gefunden warum gerade ich ein Melanom bekomme (wenn auch nur ein viel kleineres) obwohl ich noch nie ein Solarium von innen gesehen habe, kein Sonennabeter bin und mich sehr seund ernähre. Ich war jetzt länger im Krankenhaus auf der Inneren gelegen und dort hat der Professor gemeint es könnte wohl auch mit dem Stoffwechsel zusammenhängen. Belegen kann er es aber nicht.

Wichtig ist genieße trotzdem oder gerade deshalb deine Kinder. Du wirst sehen wieviel Kraft du daraus schöpfen kannst. Ich kann dir auch nur empfehlen professionelle psychologische Hilfe zu suchen. Es tut gut wenn man mit jemand neutralem darüber sprechen kann.

Ich drücke dir ganz fest den Daumen das alles mit der Zeit besser wird.
Liebe Grüße
Anuschka

sunny23
23.06.2006, 06:53
hallo anuschka, claudia und ihr anderen :)

ich weiß nicht, wie gefährlich mein melanom war, bzw. ob es sehr gross ist, mit den angaben.
meine kinder sind die, die mir helfen, dass ich nicht ganz depressiv werde, mit ihrem fröhlichen wesen und ihrer art, sind sie massgeblich daran beteiligt, dass ich mich nicht unterkriegen lasse.
allerdings weiß ich nicht, wie ich auf ihre fragen antworten soll..ob ich das richtig gemacht habe, oder nicht.
bitte seid nicht böse,wenn ich das jetzt so schreibe, aber ich bin doch froh, dass es hier viele betroffene gibt ( auch wenn ich es keinem wünsche!!!), mit denen man reden kann über dies und das..und unsere gemeinsamkeit.
je näher der dienstag rückt, umso nervöser werde ich...vor den befunden...ich hab jetzt das erste mal richtig angst.
das andere im krankenhaus ging alles so schnell, ich hatte keine zeit zu überlegen...aber jetzt die wartezeit wird zur nervenprobe..

ist es euch auch so gegangen, dass ihr eure verwandten, freunde, bekannten trösten musstet, weil die alle total von der rolle waren?
..ich hasse es...wenn sie sagen "warum du, du bist so jung" etc...ich will kein mitleid..ich will nur jemanden an meiner seite..der mir hilft, das ganze überstehen...aber es ist einfach schwierig...weil die leute nicht wissen, was sie sagen oder tun sollen..
ich will wissen, dass meine kinder gut versorgt sind, wenn ich wieder ins kh muss...

hab im kindergarten gleich bescheid gegeben, das war das beste, was ich tun konnte...die kigaleiterin hat gesagt " gut, dass wir bescheid wissen, wir werden die beiden durch diese zeit begleiten"...
und sojemanden würde ich mir auch wünschen....allerding erlaube ich ausser mir sonst niemanden, angst zu haben, zu weinen etc..weil ich mir vorwürfe mache, ich bin schuld, dass es den anderen in diesem moment schlecht geht.
ich bin einfach durcheinander...

tut mir leid, dass ich euch hier volljammere

birgit1
23.06.2006, 09:05
Liebe sunny,

erstens: von "volljammern" kann hier nicht die Rede sein. Du hast Druck, viele Fragen und das muß alles raus und kann hier ausgesprochen bzw. -geschrieben werden. Dafür ist dies Forum ja da.
Gut, daß Du den Erzieherinnen bzw. Lehererinnen Deiner Kinder offen Bescheid gesagt hast, so verstehen sie, wenn die Kinder mal anders sind als sonst, anders spielen, vielleicht stressiger sind, Fragen stellen und und und - und können so auf sie eingehen und aktuelle Probleme und Themen aufgreifen.
Falls Du Lust hast, kannst Du Dich u.a. auf der homepage www.hilfe-fuer-kinder-krebskranker.de mal umsehen, eventuell bekommst Du da ja noch weiter Tips, wie man mit Kindern über Krebs redet. Der Verein, der dahintersteckt, verschickt eine sehr gute Broschüre zu dem Thema "Mit Kinder über Krebs sprechen" - kostenlos glaube ich - lass sie Dir mal kommen, ist sehr hilfreich für Gesprächs- und Gedankenansätze.

Ansonsten ist es einfach normal, in einer Krisensituation wie nach einer Krebsdiagnoseneröffnung mal ne Weile etwa "ver-rückt" zu sein - man ist sozusagen "neben der Spur". Körper und Geist funktionieren oft eine Weile nicht mehr so wie man es gewohnt ist. Akzeptiere es einfach, es ist ok und gibt sich mit der Zeit wieder. Nimm Dir, wenn es geht zwischendurch immer mal wieder Zeit und Ruhe für Dich, dann kannst Du Dich wieder sammeln. Es ist im Moment einfach eine Ausnahmesituation. Das haben wohl viel von uns am Anfang auch erlebt.

Soweit erstmal, alles Gute für die nächste Zeit
Gruß von birgit

sunny23
23.06.2006, 09:27
Danke Birgit, ich habe mich mit der Hilfe für Kinder in Verbindung gesetzt.

ich find es irgendwie so schlimm, dass ich eigentlich krank bin..aber ich spüre nichts...wenn ich eine grippe habe..dann hab ich fieber und mir tut alles weh...da bin ich krank...

versteht ihr, was ich meine?
vielleicht könnte ich es besser realisieren, wenn ich schmerzen hätte...dann würd ich es glauben...

manno leute...ich hab so angst

Claudia Junold
23.06.2006, 09:54
Liebe Sunny,

also, wenn Du wissen willst, wo Du statistisch stehst, dann kannst Du unter http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=2921 nachsehen. Bitte denke aber immer dran, daß eine Statistik niemals Deine persönliche Prognose widerspiegeln kann! Sie kann nur dazu dienen, einen ungefähren Anhaltspunkt zu liefern, wie man die Krankheit einzuordnen hat.
Ja natürlich, war auch meine Familie nach meiner Diagnose völlig neben der Bereifung. Aber - getröstet habe ich sie eigentlich nicht. Eher war es für mich eine Erleichterung, daß mein Mann meine Erkrankung ernst genommen hat, daß er sich der Gefahr, in der ich schwebe bewußt war und auch wirklich mit mir zusammen geweint hat. Ich habe mich dadurch verstanden und aufgefangen gefühlt. Wenn er gesagt hätte: ach, das ist doch nicht so schlimm. Das wird schon wieder - oder ähnlichen Käse, wäre ich vermutlich aggressiv geworden. Wenn man eine Krebsdiagnose bekommt IST DAS SCHLIMM! (Wobei mein Befund schon noch ein anderes Kaliber war...) Keiner muß immer stark sein. Weder als Betroffener, noch als Angehöriger - und schon gar nicht in der ersten schlimmen Zeit, wo alles besonders ungewiß, unsicher und beängstigend ist und man überhaupt nicht weiß, ob und wie alles weitergeht... Wichtig war für mich, daß mein Mann mich immer unterstützt, begleitet und meine Entscheidungen mitgetragen hat.
Ich hatte vor meiner Diagnose aus einen ganz anderen Grund eine vierjährige Psychotherapie gemacht und war deshalb eigentlich psychisch sehr stabil und habe meinen "inneren Frieden" sehr schnell wieder gefunden. Außerdem bin ich von Haus aus eher der "Macher" als der "Lasser". Ich war heilfroh, dieses Forum gefunden zu haben, Antworten auf meine Fragen zu bekommen und aktiv werden zu können. Das hat mir am meisten geholfen. Das gibt einem das Gefühl, nicht nur einfach ausgeliefert zu sein. Auch habe ich mich damals ja nach reiflicher Überlegung gegen die konventionellen und für biologische Therapien entschieden. Das erfordert sehr viel mehr Engagement und Eigeninitiative, als wenn man sich passiv behandeln läßt. Daraus habe ich viel Selbstbewußtsein gezogen und gemerkt, daß ich nicht nur hilflos ausgeliefert bin, sondern aktiv eine ganze Menge machen kann.
Liebe Sunny, ich würde Dir auch sehr dringend raten, die professionelle Hilfe eines Psychtherapeuten oder sogar Psychoonkologen in Anspruch zu nehmen. Das kann Dir sehr viel Druck nehmen und würde Dir in jedem Fall weiterhelfen. Das Problem ist nur, daß diese Therapeuten meistens sehr ausgelastet sind und lange Wartezeiten haben. Es liegt an Dir "Dampf" zu machen und evtl. doch einen "Nottermin" zu bekommen. Oft klappt es nämlich und man kann die bis zu 2-jährige Wartezeit umgehen.
Ich wünsch Dir ganz viel Glück und alles Liebe!

Claudia

Maria2
23.06.2006, 10:51
Liebe Sunny,

ich kann dich sooo gut verstehen!!! Am liebsten würde ich dich einfach nur in Arm nehmen:pftroest:

Ich bin jetzt 24 jahre alt, habe auch 2 Kinder. Im November 2004 habe ich meine Diagnose erfahren (CL3, TD 0,6), damals habe ich gerade mein 2 Kind bekommen. Ich habe nur geheult und riesen Angst um meine Kinder gehabt, dass sie vielleicht ohne Mutter bleiben können:weinen: Ich konnte es nicht verstehen, wieso gerade ich? Ich habe es auch fast niemandem gesagt, und die, die es wissen, verstehen mich gar nicht, "es war doch nur Hautkrebs, ist doch weg" ich soll mich doch nicht so verrückt machen.
Mitlerweile bin ich auf einer weise froh, dass ich diese Erfahrung gemacht habe. Ich kann mich jetzt über viele Kleinigkeiten freuen, die ich früher gar nicht beachten würde....

Ich drücke dir die Daumen, dass dein Befund negativ ist!!!!

viele, viele liebe Grüße,
Maria

babs_Tirol
23.06.2006, 13:16
Hallo Sunny,

bitte warte erst einmal die Histologie, der entfernten Lymphknoten ab, bevor du dich weiter verrückt machst.
In Wien gibt es eine Melanom-Selbsthilfegruppe, ich persönlich tausche mich per Mail mit der Leiterin aus, in Österreich ist einiges Anders, bei der Betreuung von Melanompatienten als in Deutschland.
Hier der Link:http://www.melanom-hilfe.at/
Desweiteren erkundige dich bei der Krebshilfe deines Bundeslandes, nach spezieller onkologischer Psychotherapie, es gibt da einen Sonderpreis von lediglich 10,--€ pro Stunde, kann ich dir wirklich sehr empfehlen.

Ich bin jetzt Stage 4 Patient, da gibt es nicht mehr viel Hoffnung auf Heilung der Melanom-Erkrankung.
Jeden neuen Tag genieße ich, jetzt kann ich mich über Kleinigkeiten mehr freuen als vor meiner Erkrankung...................ich lebe einfach bewußter.

LG nach Oberösterreich aus Tirol
babs_Tirol

sunny23
23.06.2006, 13:51
danke für eure antworten...ich weiß auch nicht, warum ich mich so verrückt mache...vielleicht, weil ich auf der onkologie schon einige schlimme sachen gesehen habe...keine ahnung...
vielleicht auch, weil ich im moment nur warten kann und sonst nichts....

jedenfalls könnte ich jeden erwürgen, der gesagt hat, und das waren viele, die lk sind negativ, und dann bist e gesund, was regst du dich auf.....

dabei hab ich noch keinen befund...

d

Claudia Junold
23.06.2006, 14:10
Liebe Sunny,
tja, leider haben viele mit dem Problem zu kämpfen, daß Hautkrebs als nicht weiter schlimm angesehen wird - dabei ist er (zumindest das MM!) eine der aggressivsten Krebsarten überhaupt. Bei Brustkrebs z.B. SIEHT man nach der OP, daß da was war und das können die Leute dann eher als bedrohlich einstufen. Oft sind die Menschen im Angesicht von Krebs einfach auch hilflos und unsicher, wie sie reagieren sollen. Viele meinen, daß es tröstend wäre, wenn sie alles herunterspielen und sagen, es wäre ja alles nicht so schlimm... Daß gerade das verletzend sein kann, verstehen sie dann leider oft nicht. Wie gesagt, mir waren die Menschen, die mit mir auch mal geweint haben, weil sie den Ernst der Lage erkannt haben, sehr viel lieber, als die "Dummschwätzer", die nicht wußten, wovon sie sprechen, aber schlaue Kommentare abgeben.
Ohne Dir noch mehr Angst machen zu wollen: leider ist man aber auch mit negativen Lks nicht "gesund"...
Liebe Grüße

Claudia

Maria2
23.06.2006, 14:33
...das blödeste was ich gehört habe war: "Ist das ansteckend?"

Claudia Junold
23.06.2006, 14:44
... oder: naja, ist doch nicht so schlimm, da machst Du halt eine Chemo und dann bist Du wieder gesund...
http://www.bilder-hochladen.net/files/nkv-7.gif

Sybilles
23.06.2006, 15:23
Hei Sunny

auch von mir ein Willkommen und die Versicherung, dass Dich hier jeder versteht. Bei mir wurde nie ein Primärherd gefunden. Lediglich 2002 eine Lymphknotenmetastase und jetzt aktuell eine Lungenmetastase. Zu mir hat man auch gesagt, was willst Du denn, da ist doch nix mehr. Wie Claudia :winke: schon sagte, der Hautkrebs wird von den meisten in seiner ganzen Agressivität völlig verkannt.
Hier im Forum wirst Du jede Menge nützliche Hinweise und Tipps bekommen und auch immer ein Daumendrücken und Mithoffen, das habe ich jetzt ganz aktuell wieder mitbekommen. Unser Forum ist einfach klasse und man wird nie alleine gelassen.
Und wenn Du meinst, dass Du jammerst, dann laß Dir gesagt sein, dass Du das nicht tust. Deine Sorgen, Ängste und Nöte kennen wir alle.
Laß Dich nicht unterkriegen.

asterix
23.06.2006, 15:59
Hallo sunny, auch von mir ein herzliches willkommen. Ich kann mich den anderen nur anschliessen, da wurden schon gute posts abgegeben. Nur was mir sehr wichtig ist, niemand muß sich wegen einer erkrankung schämen, oder noch schlimmer, sich einreden man hat schuld. Ist generell absoluter quatsch, bis auf wenige die wirklich mit ihrem körper raubau betreiben( zu viel Alkohol, Zigaretten, Drogen) kann man es eigentlich gar nicht steuern, eben keine Krebserkrankung zu bekommen. Wie schon Claudia ( hi;) wie gehts dir? ich hoffe gut) geschrieben hat, es sind so viele Faktoren die zu einer Krebserkrankung führen können, und natürlich ist auch noch jeder Mensch ganz verschieden. Wenn es so einfach wäre, bräuchte man ja nur gewisse Dinge nicht zu tun, und man bekommt keinen Krebs, leider ist es eben nicht so einfach. Ich hab da immer mein Lieblings Beispiel: nimm 3 Leute stelle sie bei 0 grad kälte für 10 Minuten auf den Balkon, wahrscheinlich hat einer davon eine Erkältung, der andere nur Schnupfen und der dritte hat gar nichts, will sagen selbst bei gleichen Bedingungen reagiert jeder Mensch auf bestimmte Dinge anderst. Aber zurück zu deinem eigentlichen Anliegen, die Warterei aufs Ergebnis, tja da können alle hier ein Lied singen, mein Tipp versuch dich irgendwie abzulenken, egal wie, mach ein paar Aktivitäten mit deiner Family, versuch einfach dich wirklich nicht von der Angst beherschen zu lassen. Vielleicht versuchst du es mal mit Profesioneller Hilfe, zb einen Therapeuten, aber da den wirklich richtigen zu finden ist sehr schwer, das können dir einige hier bestätigen. Und denk dran, egal was auch immer passiert, deine Kids brauchen dich, und das muß dir die Power geben, eben nicht den Kopf in den Sand zu stecken...denke immer dran. In der Hoffnung das deine Ergebnisse weiterhin ohne Befund bleiben wünsche ich dir und deiner Family alles Gute, meine Daumen sind gedrückt für dich..versprochen. Schönes Wochenende euch allen asterix

sunny23
24.06.2006, 08:09
hallo und guten morgen ihr :)

es war die beste entscheidung, mich hier zu registrieren, auch wenn ich zu beginn nur mitgelesen und selber nichts geschrieben habe.

es tut so gut, mit euch darüber zu reden, mit betroffenen, die wissen, was in einem vorgeht...dass man hier ernstgenommen wird.

dafür wollte ich mich bedanken

lg an alle und ich wünsche euch einen schönen tag

euer newbie sunny

Claudia Junold
24.06.2006, 14:31
:winke: Huhu, lieber Michael,
danke, daß Du fragst! Mir geht es supergut - wenn man von dem Schock wegen Sybilles Lungenmeta absieht....:( Aber sie ist eine tolle Frau, die schon ganz viel wegstecken mußte, mit etwas Glück wird sie auch das schaffen. Ich hoffe, Deiner Frau und Dir geht es den Umständen entsprechend auch halbwegs gut?

Liebe Sunny,
Du brauchst Dich hier bei niemandem bedanken. Wir sitzen alle in einem Boot und jeder einzelne hier hat schon ganz viel Infos und Unterstützung aus diesem Forum bekommen - es es nur recht und billig, wenn man versucht, etwas davon weiterzugeben.
Euch allen ein wunderschönes Wochenende wünscht

Claudia

hedi2
24.06.2006, 21:46
Hallo,

auch ich bin hier neu. Neu ist vielleicht übertrieben, denn ich bin 54 Jahre alt.
Zu nächst möchte ich aber feststellen, daß ich aus tiefsten Herzen bedaure, daß so viele junge Menschen an einem maligenem Melanom leiden.
Ich denke, für diese Erkrankung ist es immer zu früh.
Auch ich habe sehr viele Fragen und möchte aber zunächst einmal meinen Befund erst mal verstehen (vielleicht besser verstehen).

Im September 2005 wurde mir ein Muttermal entfernt, es folgte dieser Befund:

Histopathologischer Befund:
Das Präparat zeigt eine breite und assymetrisch sowie auch unscharf begrenzte Läsion. Die Epidermis unregelmäßig hyperplastisch, die Melanozyten deutlich vergrößert, unregelmäßig lentiginös proliferierend, bizarre Nester bildend und auch pategoid durch das Epithel wachsend. In breiter Front kommt es auch zu einem Vorwachsen in die Dermis. Die Zellen werden zur Basis zwar kleiner, zeigen jedoch im Sinne von Nestgröße, Nestkonfiguration und Kernmorphologie deitliche Irregularitäten. Über den Tumor verteilt ein lymphozytäres Infiltrat, zahlreiche Mitosen.
Diagnose:
Oberflächlich spreitendes malignes Melanom, Clark Level IV, gem Tumordicke nach Breslow 1,2 mm. Der Tumor im Gesunden entfernt.

Im Oktober 2005 wurde eine Nachex. mit Abstand 2cm durchgeführt und der Sentinel Lymphknoten entfernt. Gott sei Dank waren beide tumorfrei.

Ich habe vom Krankenhaus ein Merkblatt bekommen mit dem Vermerk high risk und pT2a N0 M0. Interferon habe ich nicht bekommen.

Irgendwas paßt aber nicht zusammen.
Mein Arzt meint, ich hätte eine Überlebenschance von über 90%, es käme einem Autounfall gleich, wenn ich es nicht überleben würde.
Ein anderer Arzt im Krankenhaus fragte mich, ob ich noch Interferon bekäme (meine Wunde benötigte ca. 6 Monate um Komplett zuzuheilen) und diese Aussage hat mich, zu allen psychischen Leid noch mehr beunruhigt.

Vielleicht kann mir jemand meinen Befund etwas näher bringen, ich habe schon im Forum gelesen, jeder mit Clark Level IV hatte eine Interferon Nachbehandlung, wieso ich nicht?

Ich würde mich sehr über Antworten freuen und hoffe, ich habe in diesem, für mich neuen Forum alles richtig gemacht.

Liebe Grüße an Euch alle
Hedi2

Gerlinde
24.06.2006, 22:05
Hallo, Hedi,
tut mir leid, dass Du zu "unserem" Kreis gehören musst. Aber sei willkommen, Du wirst hier viel Zuspruch und komptetente Information erhalten.
Ich selbst bin nur indirekt betroffen: mein Mann hatte vor fast 5 Jahren ein SSM, Tiefe 0,95mm, Clark IV. Er hatte nur den obligatorischen Nachschnitt, aber weder wurde bei ihm der SN untersucht, noch bekam er Interferon angeboten. Er hat - bis jetzt - keine Metastasen.

Soweit ich weiß, wird Interferon erst ab einer Tiefe von 1mm angeboten, unabhängig vom Clark-Level. Wenn Du allerdings ein MM der Tiefe 1,2mm hattest, wundert es mich schon, dass man Dir keine Interferon-Behandlung vorgeschlagen hat.
Ich bin sicher, dass sich bald andere Betroffene melden werden, die sich besser auskennen als ich.
Ich wünsche Dir alles Gute!!
Gerlinde

Verzweifelter
24.06.2006, 23:30
Hallo

Ich habe mir 2 harmlose Muttermale abgekratzt bis es gebluetet hat!

Muss ich jetzt etwas befürchten oder kann nichts weiter passieren?

Viele Grüße

Claudia Junold
25.06.2006, 00:35
Liebe Hedi,
auch von mir ein ganz herzliches Willkommen! :winke:
Nein, Du hast nichts verkehrt gemacht - ganz im Gegenteil, sogar alles goldrichtig!
Du hast vollkommen recht: für ein MM ist es auf jeden Fall immer zu früh! Aber man kann es sich leider nicht aussuchen, sondern muß halt einfach versuchen aus der Situation soweit es geht das beste zu machen.
Ich versuche mal, Deine Fragen in Kurzform zu beantworten.
Es gibt verschieden Formen des MM. Z.B. hatte ich ein noduläres (knotiges)MM, das von der Prognose her eher schlechter ist, weil es schneller in die Tiefe wächst. Du hattest ein oberflächig spreitendes (SMM), das sich eher an der Oberfläche ausbreitet und deshalb eine etwas bessere Prognose hat. "Zahlreiche Mitosen" deuten allerdings auf eine rege Zellteilung, d.h. schnelles Wachstum hin. Ist in Deinem Befund eine Mitoserate angegeben? Mehr Erklärungen über die Abkürzungen und über die statistische Prognose kannst Du hier erfahren: http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=2921

Was Deine Frage zu Interferon betrifft, ist es so, daß z.B. ich bei einer Eindringtiefe von 4,7mm und CL V eine angebotene Interferontherapie abgelehnt habe. Diese Therapie ist meist von äußerst starken Nebenwirkungen begleitet, die oft bleibende Schäden verursachen und hat aber nur eine AUFSCHIEBENDE Wirkung von ca. 8 -10%... Für mich war das einfach ein zu schlechtes Schaden/Nutzenverhältnis. Aber die Entscheidung muß jeder für sich selbst treffen. Wichtig ist nur, daß man sich gut informiert, damit man diese Entscheidung auch mit Hintergrund treffen kann. Falls Du unbedingt Interferon spritzen wolltest, fändest Du sicher einen Arzt oder eine Klinik, die Dir das verordnet.
Es gibt aber auch die Möglichkeit einer ganzheitlichen Metaprophylaxe, für die ich mich z.B. entschieden habe. Du kannst unter www.biokrebs.de oder auch hier im Forum in den alten Beiträgen (vor allem unter "Malignes Melanom") und hier http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=11045&highlight=Stre%DF und auch hier http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=9798&highlight=Aufenthalt Infos finden. Wenn Du dazu spezielle Fragen hast, die ich beantworten kann, tue ich das gern, bin morgen allersdings tagsüber nicht da.
Du sprichst die psychische Komponente an und die sollte man, gerade beim MM, keinesfalls unterschätzen! Es hilft in der Regel sehr, wenn man professionelle Hilfe in Anspruch nimmt, d.h. eine Psychotherapie bei einem Psychotherapeuten (bitte nicht mit Psychiater verwechseln!!!) oder Psychoonkologen machst. Leider sind die Wartezeiten da meist außerordentlich lang und man muß versuchen, sich mit allen "Tricks" einen schnelleren Termin zu verschaffen. Eine derartige Therapie bezahlt übrigens die Krankenkasse.
Dann gibt es noch eine Reihe Sachen, die man wissen sollte. So steht Dir z.B. ein Schwerbehindertenausweis zu.
Ich will Dich nicht gleich mit Infos derart zuballern, daß Dir die Augen tränen, deshalb mache ich jetzt Schluß und hoffe, daß etwas Nützliches für Dich dabei war. Bitte stelle alle Fragen, die Du hast! In der Regel findet sich immer jemand, der Dir helfen kann.
Alles Gute wünscht Dir herzlich

Claudia

Sybilles
25.06.2006, 09:57
Liebe Hedi

auch von mir ein Willkommen in diesem Forum.
Claudia (sie ist ein echter Profi) hat Dir ja schon das Wichtigste mitgeteilt.

Ich habe im April 2002 die Diagnose Krebs bekommen. Ich hatte eine Lymphknotenmetastase. Der Primärherd ist unbekannt (CUP-Syndrom).
Ich hatte eine Chemo-/Interferonbehandlung.
Seit ein paar Tagen weiß ich, dass ich eine Lungenmetastase habe.

Die Interferonbehandlung hat mich psychisch sehr stark geschädigt, meine Schilddrüse hat einen nicht mehr zu reparierenden Knacks abbekommen.

Ich beschränke mich momentan auf biologische Krebsabwehr, zu der Claudia Dir ja schon Tipps gegeben hat.

Jetzt sammele ich gerade infos, wie ich am besten die Lungenmeta angehen kann, denke aber, dass nach allen Kenntnisse, die ich bisher habe einer OP (falls operabel) zustimmen werde.

Melde Dich, wenn wir Dir helfen können.

Gerlinde
25.06.2006, 10:49
Hallo, Verzweifelter,

am 14.9.2005 hast Du den thread "Hilfe, Melanom abgekratzt" eröffnet. Schau doch bitte mal nach, vielleicht findest Du ja schon dort die Antwort. Wenn Du weitergehende Fragen hast, melde Dich wieder.

Gruß, Gerlinde

hedi2
25.06.2006, 11:01
Zunächst ein herzliches Dankeschön an alle, die mir bereits geantwortet haben.
Ich bin der festen Überzeugung (und mit ein bißchen Lebenserfahrung mit meinen 54 Jahren verfüge ich ja doch schon) daß alles, was man anderen gibt, auch wieder zu einem zurückkommt. Leider bin ich halt als "Neue" noch nicht in der Lage Euch etwas zu geben, doch das kommt sicherlich noch.

Es hat mir bereits geholfen, daß ich heute schon damit umgehen kann, daß ich keine Interferon Therapie bekommen hab. Ich weiß ja, daß jeder SEINEN Weg zu gehen hat und das ist auch wieder schön, denn ich glaube auch daran, daß man für sich selber spürt, ja beinahe weiß, was einem selber gut tut.

Leider habe ich vergessen, zu erwähnen, daß ich aus Österreich bin, ich hoffe, das stört Euch nicht, was sind schon Landesgrenzen?
An einen Behindertenausweis habe ich selbt schon gedacht, hab mich aber ehrlich gestanden nicht getraut, mich darum zu kümmern, ich weiß auch nicht wieso? Falsche Gefühle wahrscheinlich, nur ja nicht auf dem Papier etwas stehen haben, was man eigentlich nicht wissen will?
Ich werde mich aber jetzt darum bemühen, denn meine Arztkosten seit meiner Erkrankung sind wirklich sehr hoch, und in Österreich kann ich dann wenigstens einen gewissen steuerlichen Vorteil damit erreichen.

Ich habe in den 6 Monaten, in denen meine Wunde nicht abheilt ist, alle Verbandskosten selbst getragen (Verbandswechsel alle 2- 3 Tage), das war schon eine schlimme Zeit, denn ich hatte, da immer wieder Probleme aufgetreten sind, kaum die Möglichkeit mal von dem Gedanken Melanom wegzukommen. Das gelingt mir jetzt schon ein bißchen besser, ich denke wenigstens nicht mehr ständig daran.

Psychologische Hilfe hab ich schon begonnen, aber auch hier war ich sehr nachlässig, ich bin erst zweimal dort gewesen, denn ihr müßt Euch vorstellen, ich war in den letzten Monaten wöchentlich ca. 2-3x beim Arzt und die Tage, an denen in keinen Arzttermin hatte, die hab ich zur psychischen Erholung benutzt, um endlich ein bißchen von meinen schwarzen Gedanken loszukommen. Ihr habt aber recht, das werde ich jett wieder in Anspruch nehmen. Es ist halt alles ein bißchen viel für mich.
Gott sei Dank sind die Zeiten nun vorbei, an denen ich wirklich jeden Tag geheult habe. Zum Teil natürlich aus Selbstmitleid, größtenteils aber, weil ich bemüht gewesen bin, meine Lieben zu schützen. Mein Sohn ist 25 Jahre alt und ich liebe ihn aus ganzem Herzen. Er ist sehr klug und weiß sowiese mehr als mir lieb ist, trotzdem ist es mir einfach nicht möglich, ihm zu sagen, wie schlecht es mir psychisch geht. Ich habe Angst, ihn mitzureißen in mein schwarzes Loch. Das was sich eine Mutter am meisten wünscht ist, daß es ihren Kindern gut geht, daß sie glücklich sind, ich wünsche mir nichts mehr als zu wissen, daß er glücklich ist. Es ist mir einfach nicht möglich, mit ihm über meine Sorgen zu sprechen. Deshalb verstelle ich mich so gut es geht, wenn ich ihn mal sehe, kaum ist er fort, bin ich stolz darauf, daß ich es zustande gebracht habe, bin aber zutiefst traurig, daß ich niemanden habe, dem ich mich mitteilen kann.
Der zweite liebe Mensch in meinem Leben ist meine Mutter. Sie ist bereits 86 Jahre alt. Mein Vater ist an einem Pankreaskarzinom verstorben, ich glaube, da gibt es einen genetischen Zusammenhang. Ich hab sie aufs grausamste belogen, mit Hilfe meines Hautarztes. Wir haben für sie eine Geschichte erfunden, die glaubhaft ist. Wir haben ihr von einer Onfektion am Fuß erzählt, die ausgeschnitten werden mußte, denn irgendwann sieht sie villeicht meine Narbe und auch sie ist klug genug, um sich dann etwas zusammenreimen zu können.
Es würde ihr aber auf jeden Fall schaden, wenn sie sich um mich auch noch Sorgen machen müßte und meine Situation würde sich auch nicht ändern.
Oftmals, wenn ich sie sehe, möchte ich mich bei ihr anlehnen und mal richtig ausheulen und mich an sie drücken, aber auch das ist mir leider nicht möglich und es kostet mich enorm viel Kraft, das durchzustehen.

Von meinen weiteren Sorgen erzähle ich ein nächstes Mal, denn jetzt bin ich schon ein bißchen verheult und es ist Zeit, wieder an etwas anderes zu denken.

Danke, daß Ihr mir zugehört habt.

Hedi2

babs_Tirol
25.06.2006, 11:13
Hallo Hedi2,

genau wie in Deutschland bekommst du auch in Österreich 50 % GdB für den Behindertenausweis.
In Österreich wird bei negativen Sentinel Node, das Interferon erst ab 1,5 mm verordnet.

LG aus Tirol
von
babs_Tirol

sunny23
25.06.2006, 11:47
hallo ihr :)

also ich bin nun gänzlich verwirrt ...ihr habt gesagt, interferon wird in österreich erst ab 1,5mm bei neg. sentinel angwendet...ich weiß zwar noch nicht ob befallen oder nicht, ich weiß nur, dass es bei mir 1,6 mm sind :(

zum anderen..behindertenausweis? steht mir der auch zu ? ich blick da nicht durch!

bitte um hilfe, danke

eine sehr zweifelnde sunny

babs_Tirol
25.06.2006, 14:56
Für die Österreicher, hier im Hautkrebsforum:

Bei einem Melanom ab Clark Level 2, steht einem der Grad von 50 % GdB zu.
Sollten bereits Lymphknoten oder andere Organe mit Metastasen befallen sein, bekommt man 80 % GdB.
Der Ausweis hat eine Gültigkeit von 5 Jahren.
Hier kann man die Antragsformulae, für einen Behindertenausweis downloaden:
http://www.help.gv.at/linkhelp/besucher/db/formularauswahl.lebenssituation?lid=1346
Hier steht etwas über die Vorteile bei berufstätigen Behinderten vom Bundessozialamt.
http://www.basb.bmsg.gv.at/cms/basb/detail.html?channel=CH0453&doc=CMS1092145974701
Hier sind die einzelnen Bundessozialämter der einzelnen Bundesländer aufgeführt, wo man einen Behindertenauweis in Österreich beantragen kann.
http://www.basb.bmsg.gv.at/cms/basb/landesstellen.html?channel=CH0188

LG
babs_Tirol

babs_Tirol
25.06.2006, 14:59
Für die neuen die Fragen zu Interferon haben sollten, bitte den eigenen Thread durchlesen - dort werden dann viele Fragen bereits durch lesen beantwortet.

http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=808

LG
babs_Tirol

Claudia Junold
25.06.2006, 17:44
Liebe Hedi,

*gggg* Du bist nicht der einzige 50er - auch ich gehöre ab Dezember dazu und einige andere sind auch schon "dabei".

Zum Behindertenausweis hat Dir ja Babs (huhu :winke:, ich hoffe, Du hast Dich eingermaßen erholt, liebe Babs?) eine Menge Infos gegeben. Ich weiß ja nicht, ob Du berufstätig bist, aber Du hättest durch den Ausweis deutliche Vorteile, was mehr Urlaub, Kündigungsschutz und Steuerfreibeträge betrifft.
Warum sind Deine Arztkosten so hoch und warum mußtest Du das Verbandsmaterial selbst bezahlen?

Wenn ich Dein posting so lese, fällt mir jede Menge dazu ein... Ich hoffe nicht, daß Du mich für anmaßend und neunmalklug hältst - schließlich kenne ich Dich ja gar nicht - aber für mich klingt da eine ganze Menge zwischen den Zeilen durch.
Es ist schon beinahe typisch für Krebskranke und dann erst recht noch für Frauen, daß sie meinen, ständig ANDERE schützen zu müssen, selbst immer stark sein und alles im Griff haben zu müssen.
Mir ist ähnliches passiert: als ich meine Diagnose bekam, stand unser jüngster Sohn gerade mitten im Abitur und ich wollte ihm auf keinen Fall sagen, was los ist, bis er die schriftlichen Prüfungen hinter sich hatte. Typisch! Dabei hatte er genau gemerkt, daß etwas Schlimmes passiert ist und hat sich eher ausgeschlossen und nicht ernst genommen gefühlt! Mit 20 ist man schließlich erwachsen und sollte auch so behandelt werden.
Auch Selbstmitleid muß man haben dürften! Mit jedem anderen hast Du ganz sicher auch Mitleid - warum solltest Du das nicht mit Dir selbst haben dürfen????? Schließlich hast Du eine Krebsdiagnose bekommen! Das ist kein Schnupfen oder so, sondern erstmal subjektiv lebensbedrohend! Und da sollte man kein Mitleid mit sich selbst haben dürfen??? Nur wäre es schade, wenn Dir diese Phase den Weg in eine aktive Krankheitsbewältigung verbauen würde. Wer aktiv an seiner "Gesundung" mitarbeitet, hat nicht das Gefühl hilflos ausgeliefert zu sein. Wer informiert ist, muß nicht alles kritiklos glauben und hinnehmen, was Ärzte oder sonst wer sagen und kann aktiv über seine Behandlung mitbestimmen und entscheiden. Das alles sorgt - in Verbindung mit einer guten, regelmäßigen Psychotherapie - dafür, daß es Dir wieder besser geht und Du hoffentlich wieder jeden Tag genießen kannst. Kann es sein, daß Du überhaupt Probleme hast loszulassen? Dein Sohn ist mit 25 doch erwachsen! Ich könnte mir vorstellen, daß es ihm deutlich lieber wäre, wenn Du ehrlich mit ihm reden würdest und er dann selbst einscheiden kann, wie er damit umgehen will, als wenn Du ihn wie einen kleinen dummen Jungen außen vorläßt, "weil er noch zu jung ist und man ihm das nicht zumuten kann"... Weißt Du, meine Jungs sind heute 26 1/2 und fast 24 und studieren beide auswärts. Sie kennen meine nicht besonders gute Prognose und können sehr gut damit umgehen. Sie hoffen und bangen (zusammen mit meinem Mann, der mich immer und in jeder Hinsicht unterstützt) und mir vor jeder Nachsorge und freuen sich mit mir - weil sie wissen, was es heißt, wenn ich wieder befundfrei aus den Untersuchungen hervorgegangen bin. Und wenn es mir mal schlecht geht, darf ich auch vor und mit meiner Familie weinen!Das tut mir gut, ihnen auch und verbindet ungemein! Wenn Du Dich verstellst, kann das einfach auch nicht gut für Dich sein!
Ganz ehrlich gesagt, verstehe ich auch nicht so ganz, warum Du Deine Mutter so belügst. Schau mal, wenn Deinem Sohn etwas Schlimmes zustieße - und er würde Dich so belügen - würdest Du Dich darüber freuen oder wäre es Dir nicht auch lieber, wenn er Dir offen und ehrlich sagen würde, was Du wissen möchtest? Mein Vater ist jetzt auch 87. Ich habe ihm vorsichtig erzählt, was los ist und ihm die Fragen beantwortet, die er gestellt hat. Ehrlich, ohne Beschönigung. Familie heißt doch Zusammenhalt zwischen allen - und nicht nur von Dir zu den anderen Mitgliedern.
Versteh mich bitte nicht falsch, liebe Hedi, das sollen weder schlaue Sprüche und schon gar keine Schuldzuweisungen sein, aber vielleicht gibt Dir das eine oder andere einen Denkanstoß.
Wenn Du Sorgen loswerden möchtest, wirst Du hier immer ein offenen Ohr finden!

Viele liebe Grüße von

Claudia

hedi2
25.06.2006, 21:37
Liebe Claudia,

vielen Dank für Deine offenen Worte, ich bin am Nachdenken.
Kann schon sein, daß Du in vielen Punkten recht hast.
Ich melde mich wieder nach meiner Nachdenkpause.

Ganz liebe Grüße und alles Gute für Dich

Hedi 2

Claudia Junold
25.06.2006, 22:14
Liebe Hedi,
ich bin sehr froh, daß Du mich offenbar richtig verstanden hast. Ich habe ganz sicher nicht nicht die Weisheit gepachtet,aber in meiner eigenen 4-jährigen Psychotherapie eine ganze Menge über mich gelernt - und meine manches in Deinem Bericht wiederzuerkennen...

Liebe Sunny,
ja, natürlich steht auch Dir steht Behindertenausweis zu! Und ob Du eine Interferon-Therapie machen willst - egal, ob sie Dir angeboten wird oder ob Du direkt danach fragen würdest - solltest Du erst dann entscheiden, wenn Du Dich damit auseinandergesetzt und informiert hast.
Manche Ärzte (wie z.B. mein Hautarzt) verordnen Interferon gar nicht mehr, manche tun es, weil es die einzige Prophylaxe ist, die der Schulmedizin zur Verfügung steht.
Warte doch erstmal Deine Histo ab, ja?

Euch beiden einen recht schönen Abend!
Liebe Grüße

Claudia

sunny23
25.06.2006, 22:51
danke für die antworten :)

so einen tag noch schonfrist, und dann gehts ab ins kh, die befunde von den sentinel lk´s zu holen...langsam wird mir mulmig ..

Greta1969
26.06.2006, 08:37
Hallo liebe Heidi,

ich komme aus Südtirol. Ich habe mich vor einigen Wochen hier in Forum angemeldet. Die Leute hier sind alle super und verstehen es einem Trost zu spenden. Kurz auf deine Äußerung hin, dass dein Vater an einem Pankreaskarzinom gestorben ist und dass wahrscheinlich ein Zusammenhang zwischen diesen beiden Krebsarten besteht; meine Mutter ist ebenfalls an diese Krankheit gestorben. Mir wurde ebenfalls im Oktober 05 ein Melanom diagnostiziert (1 mm IV Clark) und ich habe bereits 2 Melanomexperten gefragt, ob es sich vielleich um einen genetischen Defekt handelt. Beide haben das kategorisch verneint.

Ich wünsche dir alles Gute und alles Liebe.

Greta

Mom 21
26.06.2006, 17:59
???

Claudia Junold
26.06.2006, 18:11
Hallo liebe Siggi,
hab ich was verpaßt????

Mom 21
26.06.2006, 18:30
Ja Claudi,
Ich wollte mal wieder meinen Senf dazugeben. Ich schreibe jetzt schon zum dritten mal. Jedesmal wenn ich auf "antworten" klicke ist der Text verschwunden und der Bildschirm sagt mir, dass ich nicht angemeldet bin.

Es ist wirklich schade, dass ich so eine Niete am Computer bin. Vielleicht war der Text auch wieder zu lang und ich muss ihn, wie bei meinem allerersten Posting, einfach wieder aufteilen.
Es ist zum verzweifeln. Schaue mir so ganz nebenbei an, wie die Männer von Down under um den Sieg kämpfen.
Grüssle

Mom 21
26.06.2006, 18:36
Ein letzter Versuch......

Hallo Sunny, hallo Hedi!
Auch von mir ein herzliches Willkommen in unserem Club. Hier bekommt ihr Antworten auf eure Fragen, aber auch Trost und Zuspruch. Claudia, unser Fels in der Brandung, hat euch ja schon ausführlich geantwortet. Ich bin seit Dez. 04 dabei (TD 0,8, CL 3) und ich bin nach der Diagnose auch in ein ganz tiefes schwarzes Loch gefallen (war allerdings schon vorher psychisch nicht so stabil)......weiter im nächsten Posting.....

Mom 21
26.06.2006, 18:41
Na bitte, klappt doch.......

Bei dir Hedi, kann auch ich nicht so recht verstehen, warum du so ein Geheimnis um deinen psychischen Zustand machst. Ich habe auch 3 Kids (25,23,16) und sie haben von Anfang an meinen miserablen Zustand mitbekommen. Ich lag nur auf der Couch und habe geheult. Ich war für ca. 4 Monate völlig neben der Kappe. Natürlich habe ich mir auch ständig Gedanken um meine Kids gemacht. Sie sollten doch ihre Jugend unbeschwert genießen und nicht in so jungen Jahren mit so einem Sch.... belastet werden.....
Aber ich konnte es nicht ändern, es war halt so......

Claudia Junold
26.06.2006, 18:44
Und ich hab mich schon gewundert, liebe Siggi!
Hör mal, schreib doch einfach Deinen Text in ein normales e-mail-Forumlar. Wenn Du fertig bist, kannst Du alles markieren, auf kopieren clicken und dann im Forum einfügen. Da läufst Du dann nicht Gefahr, daß Du den ganzen Sums nochmal schreiben mußt. Im "neuen" Forum ist mir das noch nicht passiert, aber im "alten" war mein Text regelmäßig weg, bevor ich senden konnte.
Was die "Socceroos" betrifft, sollen die sich ruhig etwas anstrengen, schließlich wollen wir die in 10 Monaten besuchen gehen! :0))
Alles Liebe für Dich!
Deine Claudia

Mom 21
26.06.2006, 18:53
Ich denke mal, dein Sohn wird ziemlich entsetzt sein, wenn erfährt wie es wirklich um dich steht. Er ist ein erwachsener Mann. Ich würde ihm die Wahrheit sagen ...und auch warum du bisher nix gesagt hast...und dann warte seine Reaktion ab......

Weißt du Hedi, wenn man ständig etwas verheimlichen muss oder den anderen dauernd Theater vorspielt, dann kostet das sehr viel Kraft. Diese Kraft solltest du dafür verwenden, wieder in die Spur zu kommen.

Ich weiß natürlich nicht wie fit deine Mutter mit ihren 86 Jahren noch ist. Aber wenn du schreibst, dass du dich bei ihr anlehnen und ausweinen möchtest, dann gehe ich mal davon aus, dass sie noch recht gut drauf ist. Nur du kannst beurteilen, ob sie die Diagnose verkraften würde.

weiter nächstes Posting....

Mom 21
26.06.2006, 18:57
Ich hoffe, du siehst mein Posting nicht als Kritik an. Ich will dir auch nicht meine Meinung aufzwängen, aber ich denke, es geht dir psychisch besser, wenn du deinen Liebsten ehrlich sagst, wie es um dich steht (gilt für deine Mutter natürlich mit Einschränkung)

Ich wünsche dir ganz viel Kraft für eine Entscheidung
Liebe Grüsse Siggi



Ich entschuldige mich dafür, dass ich soviel Platz verbraucht habe.
Claudi, ich muss jetzt sofort den Computer räumen, da ich ihn ja schon seit 2 1/2 Stunden blockiere. Ich schreibe morgen wieder.
Grüssle
Siggi

Claudia Junold
26.06.2006, 19:01
Ja, liebe Siggi, dazu kommt noch, daß ein "Geheimnis" immer trennt und Distanz schafft - gemeinsames Leid oder Freude aber eher verbinden.

Claudia Junold
26.06.2006, 19:02
Quatsch, liebe Siggi, Du muß Dich doch nicht entschuldigen! Wenns nunmal nicht anders geht!
Liebe Grüße und bis morgen!

Deine Claudia

hedi2
26.06.2006, 22:37
Hallo ihr Lieben!

Es tut mir SOOOOOOOOO gut, mich mal auszusprechen!

DANKE !!!!!!!!!!

Ich glaube, daß ich mich in meinem letzten Beitrag ein bißchen falsch ausgedrückt habe, um da Ganze abzukürzen.
Also meine Geschichte ist ja ein bißchen seltsam gelaufen.
Von Anfang an hab ich geglaubt, ich befinde mich in einem schlechten Film mit dieser Diagnose, die mir halt, wie es vielleicht aus Zeitmangel öfters geschieht, im Krankenhaus einfach ohne viel Erklärungen auf den Tisch geknallt worden ist.
Damals habe ich sehr wohl meinen Sohn informiert, was ich hab und was ich halt wußte.
Als ich operiert war, hat mich meine Sohn und seine übrigens sehr liebe Freundin ganz oft im Krankenhaus besucht. Er hat damals auch gesehen, daß ich mich nur im Rollstuhl bewegen konnte, danach auf Krücken ging und meine Wunde halt einfach nicht abheilen wollte.
Das Blöde war bloß, noch im Krankenhaus hat mir ein Arzt den Befund der Nachexz. und der Lymphknotenentnahme berichtet, die waren ja beide tumorfrei.
Meine Mutter habe ich lediglich aus dem Krankenhaus angerufen, ihr gesagt, daß ich operiert wurde (eben infiszierte Wunde ausgeschnitten) und daß es mir wieder gut geht.
Ich bin damals so glücklich gewesen, daß ich vor lauter Freundentränen überhaupt nicht gefragt habe, was das nun weiter bedeutet und ich habe angenommen, daß ich geheilt bin und dieses Thema vergessen kann. Ich habe vor 14 Jahren einmal schon ähnliches erlebt. Meine Befunde sind damals vertauscht worden. Man hat mir gesagt, ich habe Eierstockkrebs (nach einer Ausschabung und Eierstockunterbindung) Danach hatte ich 4 weitere Operationen, bei denen der Tumor gesucht worden ist. Danach kam die zwar für mich befreiende Nachricht, man habe meine Befunde vertauscht, ich sei gesund. Aber das ist wieder eine andere Geschichte. Ich wollte so gerne ein zweites Mal glauben. Ich dachte, mit Kontrollen der Haut, ob wieder irgendwo ein Fleck auftaucht, wäre der Fall damit erledigt. Das habe ich damals telefonisch meinem Mann mitgeteilt und ihn gebeten, alle meine Lieben diesbezüglich zu informieren. Erst bei den versorgungen meiner Wunde im Krankenhaus hat mir mein Hautarzt, den ich sehr schätze, gesagt, daß der Tumor möglicherweise trotzdem übers Blut oder über die Lymphbahnen gestreut haben könnte. Mein Mann hat mich damals bei diesen Wundversorgungen immer begleitet. Das Krankenhaus ist in Wien und ich wohne 40 km außerhalb und an ein Auto fahren war damals nicht zu denken.
Ich glaube mein Sohn hat damals zumindest aus dem Internet schon mehr gewußt als ich.
Erst nach und nach habe ich meine Diagnose begriffen und bin psychisch immer mehr hinuntergetrudelt. Ich habe auch des öfteren geweint, wenn mein Sohn dagewesen ist. Ich habe aber nicht mitgekriegt, daß mein Mann die Diagnose nicht verstanden hat. Für ihn war es sozusagen erledigt. Wenn mein Sohn also bei seinem Vater angerufen hat, um sich nach mir zu erkundigen, dann hat er von meinem Mann die Auskunft bekommen, ich sei halt von der OP noch angegriffen, aber ich käme schon wieder in Ordnung.

Was dann kam war eigentlich im nachhinein ein Alptraum für sich.
Wir haben Freunde getroffen und immer, wenn mich jemand gefragt hat und mich beglückwünscht hat, daß alles so gut ausgegangen ist, dann habe ich zu weinen begonnen und mich wieder zusammengerissen.
Erst mit der Zeit habe ich begriffen, daß mein Mann natürlich auch da erzählt hat, die Sache ist erledigt.

Daraufhin habe ich mit meinem Mann sehr lange gesprochen und er ist auf meinen Wunsch nochmals mit mir zum Hautarzt gegangen und wir haben das nochmal besprochen. Danach habe ich geglaubt, mein Mann wisse nun, worum es geht.
Ich bin zur Psychologin gegangen, bin zu einem Komplementärmediziner gegangen, habe also einen für mich richtigen Weg angefangen.
Am 11. 5. hatte ich dann wieder einen Nachuntersuchungstermin beim Hautarzt. Der erste mit vorher Ultraschall und Blutbild. Da ist die ganze Angst wieder hochgekommen, ich war quasi schon eine Woche zuvor weg vom Fenster.
Dann kam dieser Termin und Gott sei Dank war alles in Ordnung. Ich habe geglaubt, ich werde nach diesem Termin einen Freundentanz machen, habe aber nach dem Verlassen der Ordination zu meiner völligen Überraschung aus lauter Freude zu weinen begonnen, meinen Mann umarmt und ihm gesagt, daß alles in Ordnung ist.
Was da passiert ist, verstehe ich bis heute noch nicht ganz.
Mein Mann hat mich angeschrien, ich soll endlich wieder normal sein. Er selbst habe vor ca. 30 Jahren eine Schilddrüsenop mit einem verdächtigen Knoten gehabt. Ist aber Gott sei Dank in Ordnung gewesen (Struma glaub ich). Er habe damals auch zu Kontrolluntersuchungen wegen Medikamenteinnahme gehen müssen und irgendwann ist er dann gar nicht mehr hingegangen. Ich habe ihn gefragt, ob er vielleicht damit sagen wolle, ich soll nicht mehr zu den Kontrolluntersuchungen gehen und für mich wär das hundertundeins, da ist er so bös geworden, daß er einige Wochen lang nicht mit mir gesprochen hat.
Ich habe immer wieder Gespräche angefangen, weil ich gespürt habe, meine Ehe geht den Bach hinunter. Es hat unzählige Streits gegeben.
Vor ca. 2 Wochen dann hab ich mich dann hingesetzt und ihm das erzählt, was man im Internet so über ein Melanom meiner Größe so erfährt um hab ihm auch gesagt daß ich, laut Aussage meine Hautarztes eine Überlebenschance von 90% habe. Wenn er mir das nicht glaubt, dann wünsche ich mir, er soll das nächste mal mit hinein zum Hautart gehen und das Ganze nochmals zu besprechen.

Seit damals ist er wieder freundlich zu mir.
Ich habe allerdings in dieser Zeit der Streitereien alles gemacht, was für meine Gesundheit komplett falsch ist. Ich habe geraucht wie ein Schlot, ich bin nicht mehr zum Komplementärarzt gegangen, ich habe einfach das Gefühl, Zeit versäumt zu haben.

Seit ich aber in diesem Forum schreibe, geht es mir viel besser und ich werde diese meine Beiträge nächste Woche zur Psychologin ausgedruckt mitnehmen, das ist ja auch schon was, oder? Ich fühle, daß ich wieder Kraft für meinen Kampf bekomme.

Der Vollständigkeit halber, mein Sohn freut sich für mich über die 90%, ich bringe es aber nicht fertig, ihm zu den beschränkten Zeiten, wo ich ihn sehe, oftmals auch gar nicht alleine sondern mit seiner Freundin, oder in den Telefonaten, wo er mich fragt, wie es mir geht, zu sagen, daß es mir psychisch nicht so gut geht.

Ihr Lieben, ihr tut so viel für mich, wenn ihr mir zuhört, wenn ihr mir antwortet, das ist es, was mir momentan am meisten Kraft gibt. Es hilft mir total, meine Gedanken wieder zu ordnen.

Meine weitere Geschichte berichte ich ein anderes Mal.

Ich hoffe, ich kann Euch auch helfen und wünsche Euch, daß die wichtigsten Eurer Wünsche in Erfüllung gehen mögen.

Schaft gut
Hedi2

sunny23
27.06.2006, 00:52
liebe hedi!

ich weiß, wie es dir geht, wenn du dich bedankst, dass hier alle zuhören und uns ernst nehmen ..es geht mir nicht anders :)

bin ein frischling hier, aber ich denke auch, dass es besser ist, mit offenen karten zu spielen...jemanden zu verschweigen, was los ist, nur um betreffende person zu schonen, braucht viel kraft, und diese kraft kann man wo anders besser einsetzen...meine meinung ;)

das wars auch schon mit guten ratschlägen, oder so halt *g*

liebe leute, ich wünsche euch eine gute nacht ....

Elfenmaedchen
27.06.2006, 13:16
Hi an alle!
Claudia, ich war letzten Freitag beim Dermatologen. Er hat gemeint dass die Schmerzen in der Narbe von zuviel Belastung und dem Temperaturwechsel stammen und dass ich sie einfach mehr 'pflegen' muss. Leider muss ich morgen schon wieder hin, weil ich neuerdings an der Fusssohle ein Muttermal hab, dass einen schwarzen Fleck gebildet hat. Ich hab manchmal echt genug von dem Mist. :(
Wie verkürzt ihr euch die Wartezeiten, wie bekommt ihr die Angst in den Griff?
Liebe Grüsse
Elfenmädchen

Mom 21
27.06.2006, 16:09
Hallo, liebe Claudi, da bin ich wieder !

Ich nehme jetzt andere Psycho-Tabletten und damit geht es mir schon besser. Das mit der psychoonkologischen Reha habe ich erstmal zu den Akten gelegt. Ich habe doch ziemlich viel Schiss, dass ich da zu viel schlimmes sehe. Ich habe ja noch ein halbes Jahr Zeit zu überlegen, was ich mache.

Vor ca. 3 Wochen war ich auf einem Vortrag in der Uniklinik: "Leitlinien zur Melanomnachsorge". Es waren fast ausschließlich Ärzte da (hatte die Info von einem Flyer im Gesundheitszentrum). Es ist doch jetzt tatsächlich soweit, dass unter 1 mm TD nix mehr gemacht wird (außer dem Hautcheck). Ich dachte ich höre nicht richtig. Habe mir natürlich gleich eine Ärztin gegriffen. Sie sagte nur, ja so ist es halt.

Man, habe schon wieder ein ungutes Gefühl, dass alles gleich wieder weg ist. Drum schicke ich mal lieber ab.........

Mom 21
27.06.2006, 16:13
weiter......
bei meiner Nachsorge vor 2 Wochen habe ich natürlich gleich meine Ärzte in der Klinik darauf angesprochen. Sie haben mich beruhigt. Ich bekomme alles wie bisher was zu meiner Beruhigung nötig ist........Na Gott sei Dank !!!!

Dank dir übriges für die netten Mails, die du mir immer schickst. Weiter so.....
Schade das die Jungs von Down under wegen einer Fehlentscheidung nachhause fahren müssen......
Sei lieb gegrüßt
Siggi

Mom 21
27.06.2006, 16:27
Hallo Elfenmädchen,
du bist genau so alt wie meine Tochter und musst dich schon mit so einem Sch..... herumschlagen.

Nicht jeder dunkle Fleck ist auch gleich ein weiteres MM. Ist aber gut, dass du bei der geringsten Veränderung sofort nachsehen lässt.

Ja, wie gehe ich mit der Angst um? Ich bin ja nur ein paar Monate länger in diesem Club als du. Die Tage vor der Nachsorge (also alle 3 Monate) bin ich immer ziemlich durch den Wind. Ich denke immer, am soundsovielten schlägt die Stunde der Wahrheit. Bestimmt finden sie was...... Ich muss aber auch ganz ehrlich sagen, ich bin schon ein ganz klein wenig ruhiger geworden. Ab und zu denke ich schon, sie haben bisher nix gefunden, das bleibt auch weiterhin so.
Du siehst, ich bin auch ziemlich hin und hergerissen. Ablenkung in den Tagen vor der Untersuchung ist immer gut. Und hier schreiben erst recht.
Ich drücke dir die Daumen für einen guten Befund.!!!!
LG Siggi

Mom 21
27.06.2006, 16:52
Liebe Hedi,
so ganz kapiere ich es noch nicht..... hat dein Mann jetzt gerafft, was es heißt ein Melanom deiner TD zu haben. Du hattest ihn doch schon mal zum Hautarzt mitgenommen und der hat es ihm doch erklärt. Warum schreit er dich an ????

Ich denke mal, es ist wie bei mir. Die Männer bemerken natürlich unsere Veränderung und können damit überhaupt nicht umgehen. Für sie (und natürlich für uns erst recht) gerät alles aus den Fugen. Sie wollen die Normalität wieder haben, die vor der Diagnose bestand. Geht aber nicht.....nix ist mehr so wie es früher mal war.....und das zu akzeptieren fällt schwer....

Das du heulst wenn du einen guten Befund bekommst, dass kenne ich auch. Anfang des Jahres bemerkte ich einen tief dunklen Fleck in meiner Mundhöhle. Mir war klar, ein neues Melanom. Man, ich war fertig mit der Welt, dachte, das ist der Anfang vom Ende. Bin am nächsten Morgen sofort in die Klinik und bekam dort Entwarnung - harmlose Blutblase. Ich hätte eigentlich jauchzen und frohlocken müssen -- nix war----ich war sowas von fertig und habe nur geheult...........ich schicke mal lieber ab

Mom 21
27.06.2006, 17:02
weiter.....
das Gleiche dann 3 Mo später beim Röntgen der Lunge -- es zeigt sich eine 2,9 x 3,4 cm große Verdichtung----mir war klar, das ist ne Metastase. Hat sich dann beim nochmaligen Rö alles in Wohlgefallen aufgelöst. Was ich damit sagen will, ich bin psychisch auch noch nicht so gut drauf. Gehe 2 mal die Woche zur Therapie und hoffe, dass ich auch wieder mal auf den grünen Zweig komme. Eine kleine Besserung ist aber schon eingetreten.

Das du jetzt ne Therapie machst finde ich klasse, tut dir bestimmt gut.
Hier ersetzt natürlich keiner den Therapeuten, aber es tut dir ja offensichtlich gut, dich mit uns auszutauschen. Also, weiter so.....
Liebe Grüße
Siggi

gitti2002
27.06.2006, 18:15
Hallo mom,

du scheinst ein Problem damit zu haben eingeloggt zu bleiben. Hast du beim Einloggen ins Forum bei "angemeldet bleiben" das Häkchen reingesetzt? Wenn nicht, dann versuch das mal. ;)

Liebe Grüße,
Gitti

sunny23
27.06.2006, 18:31
hallo!

heute den befund von den lk bekommen..sie waren gott sei dank negativ..nur kann ich mich nicht freuen...ich bin in einem tiefen loch drinnnen, erst jetzt wird mir bewußt, wieviel kraft ich in der letzten zeit gebraucht habe...wie leer ich bin...
sitze einfach neben mir im moment..unfähig, ein gefühl zu zeigen..anstatt froh zu sein, ist mir alles egal..hättens mir gesagt, die lk sind positiv und ich muss neuerlich operieren gehen, es wäre mir genauso egal gewesen..was ist los mit mir? warum kann ich mich nicht freuen? warum nur??

mir kommt es so vor: als ich die diagnose bekommen habe, bin ich in ein loch gefallen, die zeit, als ich im kh war, hab ich in meinem loch weitergegraben, immer tiefer...heute habe ich mich in die letzte ecke des loches verzogen, mit meiner schaufel in der hand...und weiß nicht, ob ich stufen bauen soll, die nach oben gehen, oder ob ich nicht tiefer graben soll ...
:confused:
die diagnose war einfach der höhepunkt einiger scheiss jahre, in denen ich genug erlebt habe ( hochwasser, schwerer unfall unverschuldet, wohnungsbrand, etliche todesfälle in der familie etc)..
jetzt, wo ich vorübergehend mit einem blauen auge davongekommen bin, jetzt hab ich einfach keine kraft mehr...was soll ich machen???
:cry:
danke

Cornelia O
27.06.2006, 18:43
Hallo Hedi2
Auch wenn dir dein Arzt gesagt hat, dass du eine "Überlebenschance von 90%" hast, - gehe bitte alle 3 Monate zur Hautkontrolle, Labor und Sonographie und einmal im Jahr zum Lungeröntgen, mindestens 5 Jahre lang- besser 10.
Ich habe nach 7 Jahren zweimal Lk-Metastasen bekommen.
Lass dich nicht von den Ärzten abwimmeln mit Sprüchen wie: Sie sind zu 90% geheilt. Die Kontrollen sind ganz, ganz wichtig!!!! Wenn dir dein Arzt etwas anderes erzählt, dann wechsel den Arzt.
Alles Liebe für dich- hör auf zu weinen, werde aktiv!!!
Cornelia

babs_Tirol
27.06.2006, 19:32
Hallo Sunny23,

herzlichen Glückwunsch zum negativen Sentinel Node.
Sei froh, daß du keine Totalausräumung der Lymphe bekommst.
Es war bei mir -nach der OP -einige Wochen sehr schmerzhaft, die Wunde verheilte sehr schlecht. Zusätzlich plage ich mich seit dem mit einem sekundären Lymphödem rum.
Wichtig sind jetzt die 1/4 jährlichen Nachsorgen, dränge auf jeden Fall auch auf eine Abdomen- und Lymphbahnen-Sono.

LG
babs_Tirol

Claudia Junold
27.06.2006, 19:49
Hallo liebe Sunny!

HURRRRRRAAAAAA!!!!!
Auch wenn Du Dich erstmal mit einer dicken Watteschichte geschützt hast, durch die so schnell nichts dringt (auch keine Freude!) freue ich mich mal inzwischen stellvertretend für Dich!
Es wird sicher in der allernächsten Zeit zu Dir durchsickern, daß Du erstmal unerhörtes Glück gehabt hast und auf dem Weg in eine hoffentlich weitgehend sorgenfreie Zukunft bist! Ich rate Dir aber trotzdem, eine Psychotherapie anzustreben. Gerade wenn Du schon so viel Schlimmes mitgemacht- und jetzt auch noch diesen Horror durchlebt hast, wäre das sicher sehr gut und wichtig für Dich!
Und tu etwas für Dein Immunsystem! Das kann niemals schaden!

Ich wünsche Dir, daß Du ganz schnell eine Rolltreppe in das Loch, in dem Du sitzt, einbauen kannst und ans Tageslicht kommst! Das Leben ist in jedem Fall zu kurz und auch zu schön, um nicht jeden möglichen Tag zu nützen und zu genießen! Daß Du genau das bald wieder kannst, wünsche ich Dir herzlich!


Hallo liebe Hedi,

ja, daß man nach der Diagnose überhaupt nicht mehr weiß, wo oben und unten, vorn und hinten ist, geht wohl jedem so... Ich hab meine Diagnose ohne jede Vorwarnung per Telefon erfahren und konnte mit "Schwarzem Hautkrebs in weit forgeschrittenem Stadium" auch erstmal gar nix anfangen...
Die Diskrepanz zwischen Deinem ersten und zweiten Bericht bezüglich Deines Sohnes verstehe ich jetzt nicht so ganz, aber das spielt keine Rolle. Wichtig ist, daß Du evtl. einen kleinen Denkanstoß bekommen hast, sonst nichts! Du sollst und brauchst Dich hier keinesfalls zu rechtfertigen!

Leider habe ich schon mehrfach gehört, daß manche Partner nicht verstehen was eigentlich los ist und sich auch faktisch nicht über die Krankheit informieren und damit auseinandersetzen. Vielleicht ist das manchmal auch eine Abwehr, bzw. Schutzreaktion, weil das normale, " bequeme" Leben bedroht ist und der betroffene Partner evtl. nicht mehr so "funktionieren" könnte wie bisher. Tja, was soll man dazu sagen? Auch für Partner von Krebsbetroffenen kann eine Therapie sehr wichtig und hilfreich sein. Ich hoffe sehr, daß Dein Mann inzwischen mehr über das MM weiß und Deine sehr verständlichen Ängste auch entsprechend einordnen kann. Du brauchst alle Unterstützung, die Du kriegen kannst und solltest Deine Kraft nicht auch noch auf privaten "Kriegschauplätzen" vergeuden müssen.
Ein starkes Immunsystem ist die wichtigste Waffe im Kampf gegen das MM und eine belastete Psyche schwächt das Immunsystem.
Daß Rauchen einen nicht abreißenden Schwall von Freien Radikalen im Körper freisetzt - und die das Hinterletzte sind, was ein Krebsbetroffener brauchen kann, weißt Du ja sicher selbst. Soviel Vitamin E, OPC usw. kannst Du gar nicht zuführen, um das Rauchen auszugleichen. Aber ich weiß gut, wovon Du sprichst: seit über 8 Jahren bin ich "starker Nicht-Raucher". Ich hab von einem zum anderen Tag aufgehört, wobei ich knapp 30 Jahre lang mit mehr als zwei Schachteln täglich meinen Körper und die Umwelt vergiftet habe... Vielleicht hast Du Zeit versäumt, das sollte Dich aber nicht hindern, nicht noch mehr zu versäumen! Du hast jeden Tag die freie Wahl mit dem Rauchen aufzuhören!
Ich selbst mache ja "nur" ganzheiltiche Metaprophylaxe, deshalb würde mich brennend interessieren, was Dir Dein "Komplimentärarzt" empfohlen hat. Es gibt eine ganze Menge, die man vorbeugend tun kann.
Übrigens ist Statistik gut und schön, wenn man überhaupt mal einen Eindruck vom Umfang der Krankheit gewinnen will, aber leider - oder Gott sei Dank!!! - sind das nur blanke Zahlen und haben mit einer persönlichen Prognose nichts zu tun.

Auf jeden Fall freue ich mich sehr, daß Du wieder etwas Aufwind bekommen hast und glaube, daß Du auf einem sehr guten Weg bist!
Halt die Ohren steif, liebe Hedi!


Hallo liebes Elfenmädchen!

Wie sollst Du denn Deine Narbe pflegen? Ich hatte auch lange Zeit auf meinem langen Teil ziemlich heftigen Narbenzug. Obwohl meine linke Kopfhälfte ja komplett gefühllos war, hab ich das gespürt und es war total eklig. Daß man eine Narbe direkt "pflegen" kann (außer halt mit Bepanthen, Öl oder so), ist mir aber neu.
Kriegst Du morgen das Mal am Fuß gleich rausgeschnitten? Das wäre ja klasse, wenn das so schnell und ohne größere Wartezeit gehen würde!
Meine Angst habe ich durch Aktivtät leidlich in den Griff bekommen. Ich hab mich informiert, bin stundenlang am Rechner gesessen und hab gelesen und vor allem hab ich gleich am Anfang dieses Forum hier gefunden und bin total lieb aufgenommen und aufgefangen worden. Bei mir hat auch einfach die Zeit die Angst gemildert, wobei die bei jeder Nachsorge schon wieder da ist (aber bei weitem nicht meht so heftig wie am Anfang!). Ich hab dann mit vielen hier zusammengetragen, was man aktiv für das Immunsystem und gegen die Blödzellen tun kann und das ist eine ganze Menge. Ob es schlußendlich hilft, bleibt abzuwarten, aber es hilft schon mal gegen das Gefühl der Hilflosigkeit. Mir hat es jetzt aber schon drei meta- und beschwerdefreie Jahre beschert - damit hätte niemand gerechnet und ich bin sehr dankbar dafür.
Allerdings hatte ich das Glück vor meinem MM eine 4-jährige Psychotherapie (die ich aus einem völlig anderen Grund gemacht hatte) abgeschlossen, die mir enorm geholfen hat, meine Mitte relativ schnell wiederzufinden und nicht wieder in Depression zu verfallen.
Mensch, wenn Dir das Teil morgen schon rausgemacht wird, wünsch ich Dir aber ganz dick alles Gute!!!!

Huhu, liebe Siggi!
Ist Deine Dosierung jetzt besser auf Dich abgestimmt und hilft Dir besser? Das würde mich aber total freuen!
Tja, was uns die sgg. "Gesundheitsreform" (dreimal kurz gelacht!!!) alles einbrockt, ist noch gar nicht abzusehen! Das eine Einschränkung der Vor- und Nachsorge ein absoluter Schuß in den Ofen ist und faktisch sicher deutlich HÖHERE Kosten verursacht, dürfte wohl klar sein...
Es kommt aber schon auch auf den Arzt an. Bei mir hätte ab Mai auch auf halbjährliche Nachsorge umgestellt werden sollen. Ha! Da ist keine Rede davon! Ich kriege weiterhin im 12-wöchigen Turnus mein Komplettprogramm incl. Ganzkörpersono! Ich bin sehr froh drüber, einen derart vernünftigen Arzt gefunden zu haben!!!

Probier doch echt mal außerhalb des Forums zu schreiben und dann den fertigen Text nur reinzukopieren. Da kann Dir dann nix mehr verloren gehen.
Viele liebe Grüße an Euch alle!

Euere Claudia

Elfenmaedchen
27.06.2006, 22:48
Hallo Siggi!
Ja das war schon ein rechter Schock als ich mit 23 die Diagnose 'malignes Melanom' erhielt (obwohls ja dann Wochen gedauert bis ichs begriffen hab, ich war gerade erst für drei Monate nach Südafrika geflogen als ichs erfahren hab, zum Glück sind die Ärzte in Johannesburg top!!). Normalerweise hab ich die Angst auch recht gut im Griff und denke auch nicht ständig an den Mist. Ich schreibe zur Zeit sowieso gerade meine Abschlussarbeit an der Uni und bin auch sonst ständig unterwegs und aktiv. Bei der letzten Untersuchung hatte ich auch nicht mehr so Angst, ich glaub diesmal ists halt weil ich an der Fusssohle plötzlich diesen schwarzen Fleck hab. Und dann kommt die alte Angst halt wieder hoch... Ich glaub die wird man nie ganz los. Ich hoff nun einfach dass der Fleck als unbedenklich eingestuft wird, sonsts wärs schon das 6ste Mal dass an meinem Fuss rumgesägt wird.

Hi Claudia
Mit 'Narbe pflegen' meint mein Dermatologe dass ich eine speziell fettende Narbensalbe benützen soll (Gorgonium). Offenbar hat das Ding nicht genug Feuchtigkeit erhalten und zusätzlich mit der ständigen Belastung hats dann eben zu Schmerzen geführt. Die Haut rundum ist aber auch bei mir gefühllos, da könnte ich Fakir-Tricks vorführen und würde nichts spüren... Ist bei dir die Haut am Kopf auch durch die OP gefühllos geworden?
Ich hab letzten Winter ebenfalls eine Therapie gemacht weil ich mit der Sache nicht mehr klar gekommen bin, dadurch hab ich auch gelernt damit umzugehen. Ist nämlich schon nicht immer witzig sich vorzustellen und zu sagen 'hi ich bin 24, Studentin und hatte Krebs'. Wie baut man sowas denn in die eigene Geschichte ein...obwohl ich ja wirklich Glück hatte. Jetzt hoff ich halt einfach dass sich der neue Fleck als unbedenklich herausstellt. Wie siehts eigentlich bei dir aus? Soweit alles ok?
Liebe Grüsse an alle
Elfenmädchen:)

hedi2
27.06.2006, 22:51
Hallo Ihr Lieben,

zum ersten freu ich mich total, daß die LK von Die, liebe Sunny in Ordnung sind.
Wie Du vielleicht gelesen hast, hab ich nach meinem letzten guten Befund auch geheult, ich glaub, da schaukelt sich die Angst hoch und die sucht sich dann ein Ventil, daß sie wieder rauskann. Ich bin ja dann gleich auch nicht wieder aus meinem Tief rausgekommen, aber, wie gesagt, das nächste Ventil hat sich jetzt geöffnet, indem ich alle meine größten Sorgen einfach hier hineingeschrieben habe, ich hätte es nicht gedacht, ich schreibe hier etwas nieder und fühle mich danach sehr viel besser, vielleicht ist es bei mir das Gefühl einen oder mehrere Partner zu haben, die mir zuhören, egal ob ich jetzt ín aller Klarheit etwas sagen kann, oder wie Du siehst, Dinge so seltsam aufschreibe, daß sich dann offensichtlich überhaupt keiner mehr auskennt.
Vielleicht hilft mir aber genau das, daß ich schön langsam wieder in die Lage komme, meine Gedanken zu ordnen und das zu verlangen, was ich brauche und was mir einfach zusteht.
Seit gestern versuche ich auch, das war der Rat einer Psychologin, jeden Abend vor dem schlafengehen, mir drei positive Dinge des vergangenen Tages zu notieren.
Ich sag Dir, was ich heute schreiben werde:
1.) DU hast einen guten Befund bekommen.
2.) Ich habe heute ein fröhliches Lied gesungen.
3.) Die Sonne hat heute gescheint.

Liebe Claudia, es tut mir wirklich leid, daß ich mich so verdammt durcheinander ausgedrückt habe, Du hast aber recht, es ist egal, ich kann halt meinem Sohn am Telefon nicht sagen: Du mir geht heute psychisch gar nicht gut und mit Deinem Vater kann ich nicht darüber reden. Und gerade darüber muß ich nachdenken, obs nicht vielleicht doch manchmal gescheiter wäre, ich würde es tun. Egal, Du in Ihr habt mir schon geholfen, indem ich darüber nachdenke.

Der Komplementärmediziner, bei dem ich halt nur 1x gewesen bin, hat mir folgendes gesagt, wie gesagt, gemacht hab ich das alles noch nicht, weil ich aus meinem Seeelendurcheinander nicht herausgefunden hab und trotz Psychopharmaka das Gefühl hatte, schon wieder Depressionen zu haben. Ich bin so antriebslos gewesen, daß ich mich kaum zum Aufstehen entschließen konnte.

1.) Hab ich eine Verordnung zu einem Zahnarzt, ich glaub bioenergetisch, schaut sich der die Zähne an, ob es irgendwo Störfelder gibt und er soll dann die Herde entfernen. (Ich fürchte, das wird teuer, denn ich habe sehr viele tote Zähne.
2.) Er hat mich in ein Pilzambulatorium geschickt zwecks Stuhlkontrolle. Er hat gesagt, daß die Immunkraft meistens mit einem schlecht funktionierenden Darm zusammenhängt.
3.) Vermutet er bei mir (ich hab divere Allergien) eine Lactose und Fructoseintoleranz, das kann man im Blut feststellen. Zusätzlich sind da noch etliche Blutuntersuchungen angeführt, ich sag sie Dir gerne:
BSG, KBB, GOT, GPT, GGT, CHE, BZ, Chol., Trigl. HDL, LDL, BUN, Cre, HS, Bil, AP, LDH, Fer, TRF, Fib, ASLO, CRP, TSH, Elphor, GEW, Vit B12, Folsäure, CIC, LH, FSH, E2, Prog, Prol, kompl. Harn
Zusätzlich Spurenelemente Na, K, Ca, Mg, Cu, Fe, Zn, P, Se
und eine Leukozytentypisierung mittels Immunfluoreszenz, das ganze kostet EUR 490,--
Er meint, man kann sich noch so gesund ernähren, wenn man z.B. Milch nicht verträgt, dann schadet sie eher.
Er möchte danach eine Darmsanierung machen und mir wahrscheinlich irgendwelche Vitamine geben.
Außerdem soll ich ein bestimmtes Mineralwasser trinken: Volvic heißt es. Bei uns im Ort soll das Trinkwasser nicht besonders gut sein, weil es viele Deponien gibt.

Heute geht es mir schon viel besser!
Seid mir nicht böse, wenn ich Euch anschwatze!

Viele Grüße an Euch und gute Nacht
Hedi2

Claudia Junold
28.06.2006, 10:08
Liebes Elfenmädchen,
ach so, ok, danke. Über Sinn und Unsinn von Narbensalben streiten sich mal wieder die Gelehrten... :0)) Mir wurde gesagt, daß das nur Geldschneiderei wäre, weil es eine ganz normale, fetthaltige Heilsalbe oder ganz einfaches Olivenöl auch täte. Aber schaden kann es ja nicht, probier es ruhig aus.
Nee, *ggggg* bei mir ist, bzw. war es nicht nur die "normale" Gefühllosigkeit der Haut nach einer OP, sondern ich hatte ja eine halbseitige Gesichtslähmung weil ich eine lange, schwere OP hatte, bei der der Große Gesichtsnerv (Fazialis) irritiert wurde. Mein Kopf war exakt hälftig von der Mitte des Kinns und der Nasenspitze bis zur Hälfte des Hinterkopfes gelähmt und gefühllos. Wenn nicht gerade ein Hauptnervenast durchtrennt wurde, wird es mit der Gefühllosigkeit aber wieder besser, es dauert nur etwas.
Wie kurz war Deine Therapie denn, wenn sie nur einen Winter lang gedauert hat? Warst Du bei einem Psychologen? Aber Hauptsache, sie hat den gewünschten Erfolg gebracht und Du fühlst Dich wieder wohl in Deiner Haut!
Mir geht es bis heute rundum supergut und ich bin sehr dankbar dafür. Wenn Du magst, klick mal auf meinen Namen links oben und auf "öffentliches Profil", dann kannst Du meine Geschichte nachlesen.

Liebe Hedi,

Deine Einstellung finde ich echt gut! Du wirst alles bald in den Griff kriegen, da bin ich mir sicher! Jedenfalls bist auf einem guten Weg!

Das mit dem Zahnarzt kann sicher auch nicht schaden und daß 80% der Immunabwehr aus dem Darm kommt ist richtig und es ist wichtig, daß der gut funktioniert. Mit diesen Darmpilzen bin ich immer etwas vorsichtig. Das war vor einigen Jahren mal so eine Art Modeerscheinung und viele Leute haben sich für viel Geld wegen ihrer Pilze behandeln lassen. Ob das immer nötig und richtig war, weiß ich nicht so recht... Aber egal, es ist sicher gut, den Darm abzuchecken.
Hast Du das Ergebnis der Blutuntersuchung? Gerade die Leberwerte (GGT, SGOT, GPT) sind wichtig und vor allem das HDL. Ebenso ist sehr gut, daß gleich der Selenwert und andere Mineralien bestimmt wurden. Selen ist das A und O in einer Krebsbehandlung, egal ob schulmedizinisch oder alternativ. Es wäre sicher gut, wenn Du sehr bald gerade mit der Einnahme von Selen anfangen würdest. Hinzu kommt, wie Babs neulich ins Forum gestellt hat, daß offenbar das Coenzym Q10 einen ähnlichen Stellenwert hat. Ich bin auch total gespannt, was er Dir für Dosierungen empfehlen wird...
Liebe Hedi, ich bin sehr froh, daß es Dir ganz offensichtlich schon ein bißchen besser geht! Du schwatzt uns niemals an! Das Forum ist auch dafür da, daß man Sachen loswerden kann, die einem auf der Seele liegen und wenn Dir das schon geholfen hat, ist das doch super! Es beweist nur ein weiteres mal, wie wichtig eine gesunde Psyche ist!

Viele liebe Grüße von

Claudia

hedi2
12.07.2006, 11:18
Hallo, Ihr Lieben,

ich fühle mich mit Euch allen sehr verbunden und weiß, daß ich nicht mehr alleine bin.

Vielleicht habe ich heute eine Tipp für EUCH.
Ich habe ein sekundäres Lymphödem und muß diesen "blöden" Gummistrumpf tragen. Besonders bei dieser Hitze schwillt mein Fuß immer an.
Ich habe mich gegen eine Lymphdrainage entschieden, da ich Angst habe, der Tumor könnte sich auf diesem Wege schneller verteilen. Ich denke, daß Gefühle, die man hat, niemals falsch sein können, man hat schon eine Ahnung, ob einem etwas gut tut oder nicht.

Ich habe eine liebe Freundin, die mich auf die Idee gebracht hat, diesen Gummistrumpf plötzlich zu lieben. Ja, ich liebe ihn plötzlich.
Ersten hab ich festgestellt, daß die Gelsen diesen Gummistrumpf nicht durchdringen könnnen, folgedessen bin ich zumindest am linken Fuß samt Unterschenkel immer gelsenfrei. Das ist ja auch schon etwas Positives.
Und das tollste an meinem Strumpf ist, ich mache ihn jetzt vor dem Anziehen immer naß und so hab ich im Vergleich zu den Nicht-Gummistrümpflern den Vorteil, daß ich eine tolle Abkühlung habe. Ich denke, mir ist nicht so heiß wie den anderen!!!!!!!!!

Solltet ihr diesen Trick noch nicht kennen, würde es mich freuen, Euch auch einmal geholfen zu haben.

Bussi an EUCH

HEDI:winke:

babs_Tirol
12.07.2006, 14:02
Hallo Hedi,

recht herzlichen Dank für deinen Tipp.

Allerdings stelle ich es mir persönlich - sehr unangenehm vor -einen maßgefertigen Kompressionsstrumpf der Klasse III - wenn er nass ist über das Bein zu ziehen.
Weil ich danach, die Hose anziehe -und die dann nass werden würde.

Wie stark ist eigentlich dein Lymphödem ausgeprägt?
Welche Kompressionsklasse trägst du?
Eigentlich sehr selten ein Lymphödem bei einem Sentinel Node zu entwickeln.

Hast du es eigentlich schon versucht, mit Selen 200 mcg und Bromelain 500 mg täglich, das sekundäre Lymphödem in Grenzen zu halten????

Kann dir ein Lymphödem-Forum, welches von Ärzten geleitet wird, sehr empfehlen - hier der Link:
http://f17.parsimony.net/forum29356/index.htm

LG
babs_Tirol

hedi2
12.07.2006, 15:37
Hallo Babs,

Du hast schon recht, Hose kann ich keine drüber anziehen, aber zuhause brause ich den Fuß samt Gummistrumpf ab und zumimndest das ist schon sehr angenehm. Nuß man halt ausprobieren.
Ich trage Kompressionsstrümpfe der Klasse II.
Lg und Danke für Deine Antworten - genieß Dein Cabrio, das ist was Schönes, hätt ich auch gerne gehabt.

Weißt Du zufällig auch, ob es in Österreich eine Art Rehab-Klinik für Krebskranke gibt, die auch Psychotherapie anbietet, ich bin jetzt auf der Suche nach einer Psychotherapie, momentan gubt es in Österreich keine Chance auf Kostenrefundierung und sowas ist schon recht teuer. Mir würde nämlich nach meiner OP noch iene Kur oder Rehab zustehen, aber wenn ich auf Kur führe und ich knotz dort herum, dann werd ich noch depressiver.
Mir würde ein Aufenthalt mit gemäßigter Gymnastik, z.B. Nordic Walking gut tun.
Weißt Du vielleicht auch, wo man da anfragen kann?

Liebe Grüße und einen schönen Sommertag

Hedi

babs_Tirol
13.07.2006, 09:55
Hallo Hedi2,

betreffend Kur oder Reha, speziell für Krebspatienten scheint Österreich eher ein Entwicklungsland zu sein.
Vielleicht stellst du deine Frage noch in den speziellen Österreich-Thread vom Krebskompass ein.
http://www.krebs-kompass.org/Forum/forumdisplay.php?f=59

2003 nach meiner Lymphknotentotalausräumung meiner rechten Leiste, hatte mein Hausarzt sofort einen Kurantrag gestellt, der wurde zur GKK geschickt und von dort zur PVA weitergeleitet. Die Kur wurde er auch nach einigen Tagen genehmigt. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt noch Berufstätig.
Ich war im Therapiezentrum:
http://wittlinger-therapiezentrum.at/deutsch/therapiezentrum/index.htm?/deutsch/inhalt/therapien.htm
Dort war es ganz nett, ich hatte täglich 2 Lymphdrainagen, habe eine spezielle Bandagiertechnik erlernt, spezielle Ödemgymnastik, Wassergymnastik und jeden Tag mit der Gruppe Nordic Walking, Entspannungsübungen und salzarme Diät zur weiteren Entstauung.
2005 wollte ich nochmals dorthin, war allerdings zwischenzeitlich in befristeter Pension und die PVA lehne „ wegen meines schlechten Gesundheitszustandes „ eine weitere Kur ab.

Nochmals zum Thema „ Lymphdrainagen“, da es keine Studien gibt, für Pro und Contra-
empfehlen die Ärzte in Österreich bei aktueller Metastasenfreiheit schon Lymphdrainagen.
Mir hatten diese Lymphdrainagen, die ich bis Jänner 2006 hatte, immer sehr geholfen.
Zwischenzeitlich hat sich mein rechter Knöchel von den Eiweißansammlungen des Ödems, regelrecht versteift. Im Fuß habe ich kein Gefühl mehr und kann mich nur noch mit einer Krücke fortbewegen.
Jetzt kommt mir diese spezielle Bandagiertechnik sehr gelegen, ansonsten hätte ich schon ein Elefantenbein.

In Tirol gibt es eine von Land Tirol, Krebshilfe und GKK geförderte spezielle Psychotherapie für Krebskranke, der Selbstbehalt pro Std. beträgt nur 10,--€.
Erkundige dich bei der Krebshilfe deines Bundeslandes- ob bei euch auch solche Psychotherapien, speziell für Krebserkrankte angeboten werden.

Am wichtigsten ist es jedoch wenn man mit dem Ehepartner, Kindern, Verwandten und Freunden ganz offen über seine Sorgen und Ängste gesprochen werden kann.

LG
babs_Tirol:)

Spinxe
23.07.2006, 17:32
Hallo,

heute habe ich per Google dieses Forum entdeckt. Nachdem ich hier rumgestöbert und viele gute Beiträge gefunden habe, musste ich mich als Betroffene einfach hier anmelden. Nach meiner Vorstellung habe ich auch konkrete Fragen, aber dazu später. :)

Ich heiße Claudia, bin 37 Jahre alt und verheiratet. Am 22.06.2006 wurde bei mir nachfolgende Diagnose gestellt, nach Entfernen eines auffälligen Muttermals:

"Malignes Melanom vom superfiziell spreitenden Typ, CL II, TD 0,32 mm (ICDO: M8743/3, pT1NxMx)"

Meine Hautärztin hat mich zur Nach-OP an die Haut-Uniklinik Münster überwiesen, wo ich am 04.07.2006 operiert wurde.

Meine Ärztin bereitete mich darauf vor, dass eine Kontrolle der Wächterknoten durchgeführt werden sollte, ebenso evtl. Röntgenaufnahmen. Auf dem Überweisungsschein stand auch "Tumorstaging".

Leider wurde aufgrund meiner Diagnose außer der Nach-OP und dem Ultraschall meines Lymphknotens in der linken Leiste (ohne Befund) keinerlei weitere Untersuchungen gemacht, mit dem Hinweis, dass dies bei meiner TD nicht notwendig sei. Da ich davon ausging, dass diese Untersuchungen zur Nachsorge (bzw. Vorsorge) dazugehören, war ich entsprechend verunsichert.

Außerdem kommt noch dazu, dass ich insgesamt 9 auffällige Muttermale habe. Die ersten 3 wurden entfernt, davon war das 3. bösartig. Es bleiben also noch 6 auffällige Male, die entfernt werden müssen. Ich kann ja nicht wissen, ob unter diesen 6 Malen evtl. eins dabei ist, was eine höhere TD hat? :(

Hier wurde mir gesagt, dass Muttermale seit einer Änderung im April diesen Jahres nur noch alle 21 Tage entfernt werden dürfen, wenn der Arzt (ich bin Kassenpatientin) diese bei der KK abrechnen will. Trotz medizinischer Indikation. Und hier kommen meine Fragen dazu:

Ist es richtig und zu verantworten, dass außer der Nach-OP keinerlei weitere Untersuchungen mehr gemacht werden?

Kann ich diese Untersuchungen "verlangen"?

Ist es richtig, dass per se nur noch alle 21 Tage Muttermale trotz med. Indikation entfernt werden dürfen?

Gibt es Ärzte bzw. Kliniken, die auffällige Male sofort entfernen?

Das sind Fragen über Fragen, denn ich bin sehr verunsichert, ob meine bisherige Behandlung richtig war und ich möchte kein "Opfer" der Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen sein. Das ist ja schließlich keine kosmetische Entfernung der Muttermale.

Ich wäre euch sehr dankbar, wenn ihr mir weiterhelfen könntet!

Liebe Grüße
Claudia

P.S.: Spinxe nennt mich mein Mann immer, da ich (wie unsere Katzen) recht neugierig bin. ;)

Claudia Junold
23.07.2006, 18:07
Hallo liebe Claudia - oder ist Dir Spinxe lieber (was ist denn das????? Klingt etwas wie Sphinx?)
Erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum! Schön, daß Du uns gefunden hast!
Was meinst Du denn mit "Kontrolle" des Wächter-LKs? Wohl eher per Sono, oder? Bei Deinem Mini-MM wird doch wohl keiner ernsthaft den Sentinel entfernen wollen??? Also gerade als erstes Staging nach Entdeckung eines MMs sollte schon eine Sono aller Lk-Stationen und auch des Abdomen gemacht werden. Ein Röntgen-Thorax einmal jährlich ist eigentlich auch üblich und wichtig. Ich geb Dir mal einen Link, bei dem es auch um Nachsorgeschemata geht. http://edoc.hu-berlin.de/habilitationen/voit-christiane-2003-06-26/HTML/chapter1.html#N10818

Wie war denn der befund des anderes malignen Males? Ich hab noch nicht gehört, daß nur alle 21 Tage ein auffälliges Mal entfernt werden darf - ehrlich gesagt, wäre das doch wohl Humbug, aber wer weiß, was sich die Lieben am grünen Tisch so alles einfallen lassen. Meine Meinung ist, daß die Ärzte sehr viel Handlungsspielraum haben. Man muß halt einen finden, der seinen Beruf und vor allem seine Patienten ernst nimmt. Ich bin mir 100%-ig sicher, daß mein Hautarzt nicht nach Kalendertagen fragen würde, wenn bei mir auffällige Male zu entfernen wären! Ebenso verhält es sich mit der Nachsorge. Zumindest einmal im Jahr sollte schon eine Komplettsono gemacht werden. Du hast zwar mit Deinem Mini-MM die allerbesten Chancen, daß Du niemals etwas in Richtung Metas hören mußt, trotzdem schadet es doch nicht, ab und zu mal nachzusehen! Auch wenn die Wahrscheinlichkeit auf Metas außerordenlich gering ist, ist es immer besser zu vorsichtig als zu vertrauensseelig zu sein!
Alles Gute für Dich!

Claudia

Spinxe
23.07.2006, 18:59
Hallo Claudia,

vielen Dank für die schnelle Antwort und die guten Wünsche!

Claudia finde ich schöner, daher wäre es mir lieb, wenn wir beim Vornamen bleiben können. :)

Spinxe leitet sich von "spinxen" ab. Das ist ein Begriff aus dem Rheinland, eine Art Synonym für "neugierig gucken". :D

Also das 3. Muttermal, das von 9 entfernt wurde, war bösartig. Das 2. Muttermal war "nahe dran" (Dysplastischer Compound-Naevus) und das 1. Muttermal war ohne Befund. Jetzt müssen von den 9 auffälligen Muttermalen noch 6 entfernt werden. Da ich ja nicht weiß, ob sich unter den noch zu entfernenden Muttermalen evtl. ein oder mehrere bösartige mit höherer TD von 1 mm befinden, finde ich diese 21-Tage-Regelung unverantwortlich. Hier sollte man doch schnell handeln. Leider hat meine Krankenkasse diese Regelung bestätigt. Dies sei seit April diesen Jahres neu festgelegt worden. :confused:

Also wurde bisher bei mir nur das eine MM gefunden, aber - wie gesagt - 6 Muttermale müssen ja noch getestet werden.

Meine Hautärztin meinte, dass trotz des dünnen Tumors eine Sentinel Node Biopsy gemacht werden sollte. Dies hat der Oberarzt, der mich an der Haut-Uniklinik MS operiert hat, abgelehnt, weil mein Tumor halt eben unter 1 mm liegt.

Meine Mutter leidet an Lungenkrebs und ihr geht es sehr schlecht. Ich weiß also, was diese Krankheit mit Menschen machen kann und der Hautkrebs ist ja nun eine sehr aggressive Krebsart. Ich selber hatte noch nie Krebs und finde es als medizinischer Laie ziemlich dürftig, wenn ich von Ärzten widersprüchliche Aussagen bekomme. Meine Hautärztin sagt, lieber zuviel Diagnostik statt zu wenig. Der Fach- und Oberarzt sagt "Ist doch alles nicht so schlimm, Sie sind im low-risk-Bereich". Das stimmt ja auch, in Bezug auf das entdeckte MM. :(

Ich habe am 31.07. einen Termin bei einem zweiten Arzt und werde sehen, dass der mir alle noch auffälligen Muttermale entfernt, dann kann ich wenigstens sicher sein, dass es bei einem MM bleibt. Ansonsten bleibt mir nur, dass ich die OP selber zahlen muss. Bei 6 Muttermalen á 211 Euro eine teure Angelegenheit. Es kann doch nicht sein, dass man solche Dinge selber tragen muss? :mad:

Auf jeden Fall hat meine bisherige Hautärztin darauf hingewiesen, dass ich alle 3 Monate zur Nachsorgeuntersuchung kommen soll, was ich auch ganz sicher tun werde. Ob jetzt bei ihr oder bei einem anderen Hautarzt. Diese Hautärztin ist es auch, die diese Muttermale sogar nur alle 37 Tage entfernt (21 Tage Wartezeit und nochmal 14 Tage drauf wegen Fäden ziehen). Für mich ein Grund, wohl den Arzt zu wechseln.

Auf jeden Fall ist es beruhigend, dass es ein dünner Tumor war, der entfernt wurde. Es ist schon schwierig, mit dieser Diagnose umzugehen, denn die Informationsflut (teilweise konträr) ist schon enorm. Daher finde ich dieses Forum toll und werde mich ganz sicher hier noch einlesen und zu sehen, wie andere damit umgehen.

Für Tipps und Hinweise bin ich immer offen und dankbar! :)

P.S.: Sollte ich das hier evtl. im Thread "Malignes Melanom" posten oder wird der Beitrag bei Bedarf von den Admins oder Mods verschoben?

Claudia Junold
23.07.2006, 21:08
Hallo Claudia,
ok, alle Klarheiten beseitigt! :D
Des Rheinländischen bin ich als Oberfränkin nicht so ganz mächtig, daher die Nachfrage... :)
Ich hatte Dich erst so verstanden, daß Du ein SMM von 0,32mm und CL II hattest - und dann zusätzlich drei Naevi entfernt bekommen hast, bei dem ein weiterer Naevus als 2. MM erkannt wurde. Es scheint aber so zu sein, daß Du bisher "nur" 1 MM und zwar das genannte hast (und dabei bleibt es hoffentlich auch für immer!!!) Ob man für den Sentinel die 1mm-Grenze immer als absolut fix sehen sollte, bezweifle ich. Aber ob man bei so einem Miniding wie Deinem (und CL II noch dazu) echt den Wächter-Lk entfernen sollte??? Ich weiß nicht so recht... Lieber zuviel Diagnostik als zu wenig ist ganz sicher richtig - wenn es sich um Untersuchungen, bzw. bildgebende Diagnostik bezieht - aber eine OP???? Noch dazu, wenn die Lks in der Sono völlig unauffällig waren? Besser wäre es tatsächlich, die restlichen auffälligen Naevi sehr bald zu entfernen! Bei ungefähr 8 -10% aller MM-Betroffenen kommt es zu einem Zweit- oder Mehrfach-MM.
Ich finde es total klasse, daß Du schon bald einen Termin bei einem anderen Arzt hast! Das ist genau das richtige Vorgehen! Laß Dich nicht unterkriegen! Es geht um Dich und Deine Gesundheit - und da ist es immer gut, seinen Grips einzusetzen und nicht jede (unterlassene) Behandlung kritiklos zu akzeptieren!
Auf jeden Fall bist Du auf einem guten Weg und darüber freue ich mich!
Danke übrigens, daß Du KEINEN eigenen Threat aufgemacht hast!!!! Die "Alten" ständigen Forumsmitglieder kriegen neue Nachrichten aus den vorhandenen Threats auf den Rechner und finden Dich sowohl hier als auch unter "Malignes Melanom". Du kannst auch gern dort weiterschreiben, alles kein Probelm. WIR WERDEN DICH FINDEN !!!!http://img478.imageshack.us/img478/706/smilieschreckvk7.gif (http://imageshack.us) :D :D :D
Ein Tipp wäre noch, daß Du Dir immer alle Befunde in Kopie geben läßt. Dann hast Du immer etwas Nachvollziehbares in der Hand.

Halt die Ohren steif! Liebe Grüße von der
Namensvetterin

Spinxe
23.07.2006, 22:44
Hi Claudia,

dafür kann ich das Oberfränkische grad noch verstehen. ;)

Evtl. habe ich die Hautärztin falsch verstanden, ich bin eben noch nicht so ganz vertraut mit der Materie. Sicher ging es nicht darum, die Lymphknoten zu entfernen, sondern sie auf Befall zu untersuchen. Dass das mittels Sono gemacht wird, war mir nicht ganz klar. Aber genau das habe ich gemeint und genau das wurde mir verweigert.

Ich warte gespannt auf den zweiten Arzttermin!

Ich verabschiede mich jetzt in die Federn. :schlaf:

Liebe Grüße
Claudia

P.S.: Befundordner wurde schon angelegt. ;)

Claudia Junold
24.07.2006, 09:51
Guten Morgen, liebe Claudia,
also grundsätzlich gilt folgendes: wenn der Wächter-LK (Sentinel node) "überprüft" werden soll, spritzt man an die Stelle des entfernten Primärtumors radioaktive Flüssigkeit ins Lymphsystem. Der LK,in dem sich diese Markierungsflüssigkeit als erste anreichert, ist der sgg. Wächter-LK. Der wird operativ entfernt und histopathologisch untersucht. Sollte der Befund positiv ausfallen, entfernt man in der Regel alle LKs in diesem Gebiet, um weitgehend sicher zu stellen, daß damit alle möglichen Mikrometas mit entfernt wurden. Das alles ist kein geringer Aufwand und je nach Lage des Sentinel auch nicht immer eine völlig leichte, folgenlose OP. Nachdem bei so kleinen MMs die Gefahr eines positiven Sentinels relativ gering ist, macht man diese OP im allgemeinen eben erst ab einer bestimmten MM-Größe (meistens eben ab > 1mm).
Im allgemeinen werden bei so kleinen MMs die Lks eigentlich nur per Sono kontrolliert. Sollte dabei irgendetwas Auffälliges sein, kann man immer noch CT, MRT oder gar ein PET machen. Das wird aber nur sehr sehr selten der Fall sein.
Wichtig finde ich aber immer, daß zumindest nach der Erstdiagnose ein komplettes Staging durchgeführt wird. Auch bei Mini-MMs, die ja zum Glück nur sehr selten weitere Probleme machen.

Hab einen rundum schönen Tag!

Liebe Grüße

Claudia

Spinxe
24.07.2006, 17:53
Hallo liebe Claudia,

ich hatte einen heißen und lustlosen Tag im Büro. :tongue

Ich werde meine Beiträge in den "MM"-Thread verlagern, dort scheinen sie mittlerweile besser hinzupassen.

Ich hab selber zwei Jahre als Moderatorin in einem Forum "rumgewirkt" und kann sehr gut nachvollziehen, welche Mühe es macht, ein solches Forum zu pflegen.

Also bis gleich im MM-Thread! :winke:

Liebe Grüße
Claudia

hedi2
26.07.2006, 11:02
Hallo, liebe Freunde!

Seit ich Euch hier gefunden habe, lese ich jeden Tag im Forum. Ich habe seitdem nicht mehr das Gefühl allein zu sein und außerdem weiß ich jetzt, daß meine Gefühle normal sind und ich sicher nicht spinne!!!

Mein Mann hat sich sehr gebessert. Möglicherweise hängt das damit zusammen, daß ich den Antrag auf den Behindertenpass gestellt habe.
Ich kann aber noch immer nicht mit ihm offen darüber reden, er blockt dann sofort ab.
Ich mache überhaupt jetzt immer das, was mir Spaß macht (das heißt aber nicht, daß ich meine Pflichten vernachlässige, das heißt bloß, ich tue einfach schöne Dinge und wenn jemand was dagegen hat, dann störts mich nicht!)
Außerdem hab ich mit einer Freundin ganz offen über das geredet, was mich bewegt. Sie ist aus der Bank, wo auch mein Mann gearbeitet hat. Irgendwie hab ich das Gefühl, mein mann hat das mitgekriegt, daß ich keine Hemmungen mehr habe über meine Situation zu reden und das ihm peinlich ist, daß womöglich in der Bank ein Gerede entsteht, daß gegen ihn spricht, da ist er jetzt wieder lieb. Ist mir eigentlich wurscht, gekränktes Mannesego hin oder her, hauptsache er quält mich nicht mehr und ist so nett zu mir, wie es mir auch zusteht!!

Soll ich eigentlich auch beim malignem Melanom schreiben?
Soll ich irgendwo meinen Befund hinschreiben, daß sich die Leute auskennen?

Ein paar Fragen hab ich schon noch.
Am 9.8. hab ich meine nächste Untersuchung, schön langsam spüre ich, daß mich meine Nerven wieder etwas in Stich zu lassen beginnen. Ablenkung hilft mir sehr, ich sag mir immer, wenn schon Metastasen, dann erst ??? aber noch nicht heute.
Trotzdem, mein Fuß macht mir zu schaffen. Ich hab ja auch ein sekundäres Lymphödem.
Wißt ihr vielleicht, ob das normal ist - es zwickt und zwackt mich fast täglich im Oberschenkel bis in die Leistengegend, ich bild mir ein, besonders dann, wenn ich mit dem Fuß etwas mehr Bewegung gemacht habe. Und bitte, kann man Metastasen irgendwie erkennen? Muß ich auf was bestimmtes achten?

Eine menge Fragen, ich hab auch schon einige Antworten gefunden, vielleicht brauch ich auch nur wieder die Antwort von Freunden, das seid Ihr wirklich.

DANKE

babs_Tirol
26.07.2006, 11:24
Hallo Hedi,

natürlich darfst du zukünftig in dem Thread Malignes Melanom schreiben.

Mittlerweile scheinst du auf dem richtigen Weg zu sein, bald wirst du sicherlich ganz offen mit deinem Mann über deine Sorgen und Nöte sprechen können. Bei der Trauung hieß es ja, in guten und schlechten Zeiten, oder?

Bei der Hitze macht sich natürlich ein Lymphödem besonders bemerkbar.
Du mußt halt konsequent deinen Kompressionsstrumpf tragen.
Wieviele CM ist denn dein Bein dicker, als das andere Bein?
Vielleicht benötigt du einen Klasse III Strumpf. Berücksichtige aber bitte, nur alle 6 Monate kann man einen neuen Strumpf bei der GKK beantragen.

Ich drücke dir fest die Daumen, daß der Kontrolltermin ohne negative Aspekte für dich abläuft. Hast du denn auch eine Lymphknoten und Abdomen-Sono bei diesem Termin, oder nur Hautkontrolle?

LG
babs_Tirol

Claudia Junold
26.07.2006, 11:26
Hallo liebe Hedi,
hey, ich freu mich, daß Du jetzt so optimistisch klingst! Ich finde es total klasse, daß Du jetzt offener mit Deiner Situtaion umgehen kannst - das ist doch wie ein Befreiung, oder? Es ist soooo wichtig, sich selbst Gutes zu tun und sich auch nicht gefallen zu lassen, wenn einem andere das vermiesen wollen! Carpe diem et carpe noctem - egal, was andere sagen! http://img291.imageshack.us/img291/851/smiliehopsazn7.gif (http://imageshack.us)

Selbstverständlich kannst Du auch unter "MM" schreiben. Es wäre klasse, wenn Du in Dein öffentliches Profil ein paar Eckdaten zu Deiner Diagnose eingeben würdest. Das hat den Vorteil, daß sich Neue oder auch Leute, die nicht regelmäßig mitlesen schnell und gezielt einen Überblick über Deine Geschichte verschaffen können. (Das gilt für alle Neuen. Man tut sich dann leichter, wenn man sehen will, was genau los war) Wenn Du auch meinen Namen links oben klickst, kannst mal gucken, wie das aussehen kann.
Hmm, ob man Metas "einfach so" erkennen kann, kommt drauf an, um welche Art es sich handelt. Wenn Du einen dicken Lk oder irgendwo einen neuen Knubbel unter der Haut tasten solltest, ist immer ein Gang zum Onkel Doktor angebracht. Überhaupt, wenn Dir irgendwas Neues auffällt oder komisch vorkommt, ist es schon allein für die Psyche gut, sich schnell Gewißheit zu verschaffen, worum es sich handelt.
Ich fürchte, Deinen Bein wird die tropische Hitze auch sehr zu schaffen machen. Vielleicht wird es auch besser, wenn die Temperaturen wieder in erträgliche Bereiche gehen.

Einen schönen Tag und viele liebe Grüße von

Claudia

hedi2
28.07.2006, 11:36
Liebe Freunde,

hab heute mein Profil eingegeben, ich hoffe, das funktioniert so.

Ich hab am 9.8. lediglich eine Hautuntersuchung und Lymphknotenabtastung, der Ultraschall und Blut und Röntgen kommen erst im November.
Hab mir aber vorgenommen, wieder alle meine offenen Fragen zum Hautarzt mitzunehmen.
1.) Gibt es einen genetischen Zusammenhang zwischen Melanom und Pankreaskarzinom (mein Vater ist daran verstorben)
2.) Seit heuer bin ich noch niemals in der Sonne gelegen, hab direkt panische Angst (ich denke, das wird auch noch weniger werden). Ich hasse Sonnencremen, benutze Anthelios, ich komme mir aber so klebrig damit vor und irgendwie hab ich das Gefühl nter der Creme zu schwitzen, daß ich halt KEINE Sonnencreme verwende und mich ausschließlich im Schatten aufhalte. Jetzt hab ich von einer Freundin gehört, das dürfte nicht so optimal sein, denn auch im Schatten gibt es UV Strahlen (Auch im Schatten hinter einem Haus?)
3.) Wieso zwickt mich mein Fuß so komisch?

Ein Zentimeterunterschied von meinen Beinen ist nie gemessen worden. Ich habe lediglich, auch nach dem Aufstehen unterm Knöchel eine Verdickung. Die bleibt irgendwie. Wenn ich den Gummistrumpf nicht trage, dann wirds halt immer dicker und angeschwollener und zieht sich auch über den knöchel hinauf. Durchs Liegen allein wirds jedenfalls nicht besser. Erst wenn ich den Strumpf trage, dann reduziert sichs wieder auf obige Verdickung.
Ja vielleicht brauch ich wieder einen neuen Strumpf, der meine ist schon etwas ausgelatscht und rutscht auch schon etwas mehr wie am Anfang.

Kann ich eigentlich meine Einträge ins Maligne Melanom verschieben oder soll ich einfach nur dort antworten?

Man hat mir nur gesagt, ich hätte ein sec. Lymphödem und hat mich zur L-Drainage geschickt, die ich aber für mich persönlich ablehne.

Ich wünsche Euch allen einen wunderschönen Tag, daß Ihr heute irgendetwas besonderes sehen könnt. Mir gehts oft so, im Vergleich zu früher, ich schau irgendwo hin und plötzlich nehme ich etwas bewußt wahr, zB einen blühenden Baum über mir, wie ein Blütendach, das ist mir früher nicht aufgefallen. Ich denk mir dann, das hat die Schöpfung auch für mich gemacht, damit ich mich daran erfreuen kann und daraus Kraft schöpfen kann.
Wie schön, daß ich es wieder wahrnehme.

Ich drück Euch in Gedanken
HEDI2

Claudia Junold
28.07.2006, 18:00
Huhu, liebe Hedi!

Danke für Dein Profil! So kann man doch gleich viel besser nachvollziehen, was bei Dir gelaufen ist!
Ja, klar gibt es auch im Schatten UV-Strahlung (auch hinter dem Haus... :0)) ), aber die Konzentration ist halt um ein vielfaches geringer als in der Sonne. Ja, das mit der Panik vor der Sonne wird besser - jedenfalls war es bei mir so. Ich hab zwei Jahre lang ein "Vampirdasein" geführt und gehe jetzt aber wieder mit gutem Gefühl nach draußen. Nicht, daß ich mich nochmal in die Sonne legen würde und ich muß mich auch nicht in der prallen Mittagssonne aufhalten, aber wenn es sich mal nicht vermeiden läßt, habe ich auch kein ungutes Gefühl mehr dabei. Das "Problem" das sich mir stellt ist, daß ich der Selbstbräuner nur zwei bis drei Tage hält. Durch das ständige Einschmieren dusche ich öfters, weil ich eben auch dieses "klebrige Gefühl" hasse - dadurch hält der Selbstbräuner noch kürzer. Früher, als ich noch "echt braun" war, hab ich mich ganz selbstverständlich mit höchstem LKF eingeschmiert und bin dann halt zwei-, dreimal am Tag unter die Dusche. Aber das ist alles eine Sache Gewohnheit. Es ist heuer mein 4. "MM-Sommer" und ich werde immer souveräner im Umgang mit der Sonne, dem entsprechendem Schutz und auch darin, den Aufenthalt im Freien wieder zu genießen.

Deine Beiträge kannst Du nicht verschieben, daß könnte nur Bettina, aber das ist auch gar nicht nötig. Schreib einfach im Threat "MM". Wer Deine "alten" Beiträge lesen will, kann das in Deinem Profil anclicken und sich zeigen lassen.
Liebe Grüße von

Claudia

Claudia Junold
05.08.2006, 11:44
Hallo liebe Silleke,
erstmal ein sehr herzliches Willkommen hier im Forum! Und vielen Dank, daß Du KEIN neues Thema eröffnet hast! Du kannst selbstverständlich auch in jedem anderen Threat schreiben, aber allen Nutzern (und damit auch Dir)ist damit geholfen, wenn nicht zig Threats mit dem gleichen Thema existieren. Es trägt dazu bei die sowieso schon schwierige Übersicht besser zu behalten.

Mann, Dich beutelt es ja ganz schön! Was war das für ein anderer Hautkrebs? Ein Basaliom?
Aber egal, laß Dir gleich zu Anfang gesagt sein, daß Du offenbar nochmal großes Glück im Unglück gehabt hast!!!!! Dein Befund ist wirklich ein Mini-MM und Du hast alle Chancen der Welt, daß Du nie mehr von diesem Zeug hören mußt. Allerdings gebe ich Dir vollkommen recht, daß bei 0,3mm ein CL von III schon recht ungewöhnlich ist. Die mm-Angabe bezieht sich auf die Eindringtiefe und der CL auf die tiefste betroffene Hautschicht. Allerdings ist an der Innenseite des Unterarmes die Haut schon recht dünn, sodaß das mit viel Pech wohl doch hinhauen könnte. Auch T 1a dürfte dann (zum Glück!) schon stimmen. Unter http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=2921 kannst Du wegen der Klassifikation und dem Stadium nochmal genau nachgucken.

Der Nachschnitt ist obligatorisch. Dabei soll ausgeschlossen werden, daß sich noch Blödzellen in der unmittelbaren Umgebung des Primärtumors tummeln. Aber warum man bei so einem kleinen MM wie Deinem derart großflächig nachschneiden will, daß man Haut transplantieren muß, verstehe ich nicht so ganz. Üblich wäre bei Deiner Tumordicke ein Nachschintt von 1cm rundherum. Das dürfte wohl auch ohne Transplantation möglich sein, oder? Auch das mit der Interferontherapie erscheint mir mehr als fragwürdig. Im allgemeinen wird IF nur bei MMs ab 1mm angeboten und dann ist die Wirkung auch sehr umstritten. Die Nebenwirkungen können furchtbar und nicht mehr gutzumachen sein - und das bei einer aufschiebenden Wirkung von ca. 8% (nachzulesen in den Richtlinien für die MM-Behandlung, die ich Dir gern noch reinkopiere, wenn ich es zeitlich schaffe).
Auch hielte ich einen Sentinel bei einem Tumor von dieser Größe, bzw. Kleine :0)) für überzogen!
Ich würde Dir raten, wegen des CL III nochmal sehr nachzubohren und evtl. eine Zweitbefundung anzustreben. Du wärst nicht die erste hier, bei der sich der Befund als nicht korrekt - oder sogar als völlig falsch herausstellt.
Ich würde den Nachschnitt mit 1cm schon für wichtig halten und auch ein komplettes Staging zur Sicherheit. Dann würde ich Dir auch empfehlen Dein Immunsystem zu stärken, aber darüber kannst Du getrost auch erst nach der OP nachdenken.
Alles in allem würde ich sagen: Du hast nochmal richtig Glück gehabt, liebe Silleke!

Alles Liebe und Gute wünscht Dir herzlich

Claudia

Claudia Junold
05.08.2006, 12:55
Hallo Silleke,
geh bitte mal zu http://www.universimed.com/frame.php?frame=http%3A//www.universimed.com/stage/networkcenter.php%3Fnw%3D0%26cat%3D0%26table%3Dart icle%26from%3D65
und geb bei der Suchfunktion "Melanom" ein. Dann kriegst Du ganz rechts:

Update: Melanom Während es in Teil 1 des „Update Melanom“ um Diagnose, Screening, Prognose und Therapie ging, stehen nun die Nebenwirkungen einer adjuvanten Interferontherapie und Behandlung bzw. Überwachung sowie die Therapie des fortgeschrittenen Melanoms im Mittelpunkt.

Über diesen Link kommst Du zu vieln Infos.
Nochmal liebe Grüße

Claudia

Claudia Junold
05.08.2006, 15:28
Hallo liebe Silleke,
ich freu mich, wenn ich Dir ein bißchen Mut machen konnte! Bei dem Befund hast Du auch wirklich keinen Grund schwarz zu sehen!!!
Zu Deinen Fragen:
1. Bis zu einer Tumordicke von 1mm wird üblicherweise der Nachschnitt mit 1cm Sicherheitsabstand rundrum, also auch in die Tiefe gemacht, bei größeren Tumoren mit 3cm.
3. Wo Menschen arbeiten werden Fehler gemacht. Bei Histopathologen ebenso wie woanders. Wir hatten vor kurzem hier irgendwo im Forum einen Bericht, wonach - hmm *grübel* - ich glaube 30% aller Befunde nicht korrekt sind. Hier gibt es einige die ihren Befund angezweifelt haben und dann bei einer Zweitbefundung tatsächlich andere Werte bekommen haben. Das kann u.U. (allerdings sehr selten!!!) soweit gehen, daß es sich gar nicht um Krebs handelt...
4. Naja, was die Schulmedizin selbst von Interferon hält, hast Du ja in dem Melanom Update gelesen... Wobei die Entscheidung pro und contra IF natürlich bei jedem selbst liegt! Wichtig finde ich nur, daß man die Entscheidung gut informiert über das Schaden/Nutzenverhältnis trifft. Es gibt hier im Forum auch einen Extra-Threat für IF.
Ich selbst habe IF abgelehnt (klick mal mein Profil an, wenn Du magst) und habe mich auf ganzheitliche Metaprophylaxe verlegt. Guck mal unter www.biokrebs.de. Es wäre sicher gut, wenn Du in der Hauptstelle in Heidelberg anrufen würdest, um Dir einen Telefontermin bei Dr. Witteczeck geben zu lassen. Der ruft Dich zurück und kann Dir (kostenlos!) alle Fragen beantworten. Dr. Witteczeck ist äußerst kompetent und dazu auch noch total nett! Hier im Forum kannst Du unter http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=11045&highlight=Stre%DF und auch unter http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=9798&highlight=Aufenthalt gucken. Wenn Du dazu Fragen hast, nur immer raus damit.
Ganz wichtig finde ich, daß Du Dich zu keiner Entscheidung drängen läßt! Du solltest Dir wirklich alle Zeit nehmen, die Du zur Entscheidungsfindung brauchst. Ob Du nächste Woche oder in einem Monat mit einer IF Therapie anfangen würdest, spielt überhaupt keine Rolle!
Viele liebe Grüße

Claudia

Claudia Junold
06.08.2006, 14:06
Liebe Silleke,
das kommt davon, wenn man unter Zeitdruck ist... Eigentlich wollte ich Dir folgendes an die Hand geben:

Eine randomisierte Studie der Southwestern Oncology Group (SWOG / USA) zur adjuvanten Therapie von Patienten mit Hochrisiko-Primärtumoren und/oder Lymphknotenmetastasen mit Interferon-gamma ergab keinen Vorteil für die Behandelten im Vergleich zu Unbehandelten, vielmehr war die Rezidivrate bei den Behandelten sogar höher [Meyskens et al. 1990]. Auch in einer EORTC-Studie führte die Therapie mit Interferon-gamma zu keiner Verbesserung der Überlebensraten im Vergleich zu unbehandelten Kontrollen (unpublizierte Ergebnisse).

Eine Untersuchung von mit natürlichem Interferon-beta adjuvant behandelten Melanom-Patienten im Vergleich zu sogenannten "Symptomzwillingen" aus dem Zentralregister Malignes Melanom der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft ergab Hinweise auf einen möglichen Nutzen [Beitecke et al. 1993]. Die Ergebnisse führten zur Initiierung einer randomisierten Studie, deren Ergebnisse noch nicht vorliegen.

Studien zu einer adjuvanten Monotherapie mit Interleukin-2 liegen bisher nicht vor. Eine prospektiv randomisierte Studie zur adjuvanten Therapie von 225 Melanompatienten mit Primärtumoren (Tumordicke > 1,5 mm) ohne Lymphknotenmetastasen mit Interleukin-2 und Interferon alpha2b über 11 Monate zeigte einen Trend zu einem verlängerten Gesamtüberleben der Behandelten [Dummer et al. 1998]. Die Endauswertung ergab jedoch für die Behandelten keinen Vorteil in Hinblick auf die rezidivfreie und die Gesamtüberlebensrate (Hauschild et al. 2003).

Nachzulesen unter: Interdisziplinäre Leitlinien
der Deutschen Krebsgesellschaft und
der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft
[Informationszentrum für Standards in der Onkologie - ISTO]

Einen schönen Sonntag wünsch Dir

Claudia

Sonja A.
07.08.2006, 11:00
@hedi:

mein papa ist auch an einem pankreaskarzinom verstorben.
ich selber habe "nichts", weiß zumindest von nichts. hatte ein auffälliges muttermal welches ich habe entfernen lassen. war aber zum glück in ordnung.

es KANN ein zusammenhang zwischen pankreas-ca und malignen melanomen bestehen. das heißt dann wohl FAMMM-Syndrom. infos hier: http://www.med.uni-marburg.de/d-einrichtungen/fapaca/forschung/

lg, sonja

hedi2
09.08.2006, 19:33
Hallo Ihr Lieben,

hab meine Untersuchung (diesmal nur Hautkontrolle und lymphabtastung) hinter mich gebracht und Gott sei Dank ist alles OK.
Irgendwie hab ich im Moment überhaupt kein Gefühl, bin irgendwie daneben, aber ies ist mir, im Vergleich zum letzten Mal, mit Ablenkung gelungen, vor lauter Freude nicht gleich loszuheulen. Hab mir aber jetzt einen BabySekt aufgemacht, er ist zwar warm, das stört mich aber heute überhaupt nicht.

Den Zusammenhang mit Pankreaskarzinom und MM hat auch mein Arzt verneint, er hat bloß gemeint, es wäre gscheit, wenn sich mein Sohn auch mal anschauen ließe, denn von der Genetik her ist er MM-gefährdet, NICHT aber Pankreas.

Mein Fuß, der mir zu Schaffen macht, benötigt einen neuen Stützstrumpf, auf jeden Fall soll ich ihn immer tragen, wenn ich viel stehe und viel sitze.
Sonst ist er aber melanomfrei. Das hat mir auch Sorgen gemacht, denn unter meiner Narbe ist so ein Knubbel herausgekommen, der Arzt sagt aber, das kommt von der OP, das ist eine Hauutfalte, die vom Zusammennähen kommt, na mit Falten hab ich kein Problem. Er hat auch gesagt, ich soll mir überlegen, auf Erholung zu fahren, das täte mir sicher gut.
Ich werds jetzt mal beim Hausarzt versuchen, sollte der eine Empfehlung brauchen, muß ich nur den Hautarzt anrufen, er würd sie mir dann schicken (zusätzlich hab ich ja noch allergisches Asthma- (Hausstaub), von meiner Krankenkassa gibt es ein Heim in Gastein, das gibts auch eine Kur für die Atemwege im Stollen. Irgendwie ists dort Radon-hältig, das würd aber bei einem Melanom nix machen, es wär lediglich wichtig, mich mal zu erholen, damit auch meine Psyche zur Ruhe kommt. Hab mir überlegt, das wär eine tolle Gelegenheit (mein Mann ist auch Raucher) mir dort das Rauchen abzugewöhnen, weil ich schaffs so schwer, wenn mein Mann neben mir raucht. Ich glaub, ichs brauchs wirklich mal zur Ruhe zu kommen, vielleicht nicht immer an die anderen, sondern mal wirklich nur an mich zu denken.


Am Kopf hab ich ein "Fibrom" oder so ähnlich, das will er mir beim nächsten Mal entfernen, ist aber harmlos. Da es aber offensichtlich wächst, sollt mans rausnehmen, weils dann einfacher ist, es zu entfernen.

Ich dank Euch schön, daß Ihr mich heute irgendwie mental begleitet habt (mein Mann versteht mich noch immer nicht, er meint ich übertreibe, weil ich hab vor zwei Tagen wieder mal nen Heulanfall in seiner Nähe gehabt. Ich hab schon gedacht, er nimmt mich und streichelt mich ein bißchen, falsch gedacht, wieder Vorwürfe, wie beim letzten Mal).

Vielleicht ist es wirklich für uns beide gscheit, mal auch räumlich getrennt zu sein, wenn ich auf Erholung fahre.

Danke für Euren Beistand

HEDI

Claudia Junold
09.08.2006, 20:24
Liebe Hedi,
ich freue mich total, daß bei Dir alles ok ist und sich alle Deine Bedenken in Luft aufgelöst haben!
Schade, daß es in Österreich anders läuft als hier, sonst würde ich Dir vorschlagen in eine ganzheitliche onkologische Klinik zu gehen, in der HT gemacht wird. Das geht bei uns mit einer ganz normalen Klinikeinweisung und dort würdest Du gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: einmal würdest Du mit HT aktiv gegen mögliche Blödzellen angehen, hättest zudem die Option auf angenehme Sachen wie Massagen usw., die Möglichkeit einer psychologischen Betreuung/Beratung und nicht zuletzt tatsächlich mal eine räumliche Trennung von Deinem Mann. Sorry, aber mir ist diese Kaltschnäuzigkeit gelinde gesagt unverständlich!!! Habt Ihr schon mal an eine Paartherapie gedacht? Aber so wie Du von ihm erzählst, wäre er wohl eher nicht bereit dazu... Das sollte aber Dich nicht davon abhalten, etwas für Dich zu tun!
Bei meinem Therapeuten war damals an der Pinnwand eine Karte mit einem Bergsteiger, der auf einem Gipfel stand und über die Berglandschaft schaute. Drunter stand. "Man braucht manchmal einen neuen Standpunkt, um zu neuen Ansichten zu gelangen" oder so ähnlich. Ich finde, da ist was dran...
Ich bin da jetzt gerade nicht auf dem letzten Stand: hast Du Dich eigentlich um eine Psychotherapie bemüht?

Ich hab es damals vor 8 1/2 Jahren mit Hilfe von Nikotinpflastern geschafft von einem Tag auf den anderen von 50/60 Zigaretten am Tag auf null zu kommen (und zu bleiben) - obwohl mein Mann damals auch neben mir weitergeraucht hat. Ich wünsch Dir sehr, daß Du das schaffst!

Es ist gut zu wissen, daß Du zu Fibromen neigst! Sybille kann da ein Lied davon singen - es kann nämlich durchaus sein, daß bei einer Nachsorge mal eine "suspekte Raumforderung" festgestellt wird, die sich dann schlicht und ergreifend als Fibrom entpuppt!!! Bitte denk dran, wenn Dir das mal passieren sollte!
Viele liebe Grüße

Claudia

hedi2
10.08.2006, 10:17
Hallo Claudia,

ich bemühe mich noch immer um eine Psychotherapie, im Moment sind aber die Plätze ganz ausgebucht (sowohl die mit Bezahlung KK, als auch die Mit Beteilung KK), die Krankenkassa sagt, daß es möglicherweise im Herbst besser sein wird. So lange bleib ich dran.

Meinst Du mit HT Hyperthermie? Fieber durch Wärme? In dem Heilstollen von dem Heim, über das ich geschrieben hab, das nennt man sanfte Hyperthermie, also eine leichte Körpererwärmung. Das wär ja auch schon was!

Danke, daß Du mir immer zurückschreibst
Liebe Grüße
HEDI

Claudia Junold
10.08.2006, 21:10
Liebe Hedi,
ich glaube, das läuft in Österreich anders als bei uns. Bei uns sind die Wartezeiten auch nicht kürzer, aber es hat nix mit der Krankenkasse zu tun. Bei uns muß man sich seinen Platz schon selbst suchen und wenn man bei einem Therapeuten Druck macht, d.h. ihm begreiflich macht, daß man eben NICHT so lange warten kann, hat eigentlich jeder Psychologe Termine für Notfälle frei. Es kommt nur drauf an, deutlich zu machen, daß man auch wirklich ein Notfall ist... :0))

Ja, ich meine Hyperthermie. Aber mit sanfter Wärme ist da nix zu wollen. Um einen Kick für das Immunsystem zu kriegen, brauchst Du eine Erhöhung der Körpertemperatur um mindestens 2° von der Ausgangstemperatur für mindestens zwei Stunden.
Du kannst mal hier gucken, http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=9798&highlight=Aufenthalt da beschreib ich im allerersten Beitrag meine erste aktive HT. Es gibt auch die passive, die lokale und die HT unter Vollnarkose, bei der sehr hohe Temperaturen erreicht werden. Du kannst auch mal hier schauen, obwohl dieser Link nicht so besonders aussagefähig ist. Aus Zeitgründen kann ich Dir gerade leider nix besseres anbieten.
http://www.dght.net/index2.htm
Hey, na klar schreib ich Dir zurück, wäre ja noch schöner! :D
Liebe Grüße von

Claudia

MichaelaE
11.08.2006, 18:07
Ich bin heute das 1.Mal hier und etwas sehr unsicher. Gestern bin ich nach einer OP am rechten Schienbein (Melanom, Sicherheitsschnitt und Entfernung des Wächter Knotens, leider befallen) aus dem Krankenhaus gekommen. Ich habe so viele Fragen, und weiss doch nicht welche Fragen ich stellen will und wie ich hier schreiben soll und wo. Also wahrscheinlich lese ich mich etwas chaotisch, aber so fühle ich mich auch. Ich würde mich über etwas Hilfe hier sehr freuen. Kann ich einfach beim betreffenden Thema mich einhaken oder wie gehe ich vor?
Michaela

Claudia Junold
11.08.2006, 22:51
Hallo liebe Michaela,
herzilch willkommen hier im Forum! Du fühlst Dich genauso so chaotisch und hilflos, wie wir uns wahrscheinlich alle nach der Diagnose gefühlt haben und wir können das sehr gut nachvollziehen - auch das mit den vielen Fragen und doch keinen. Mir ging es jedenfalls damals ganz genauso. Selbstverständlich kannst Du in allen Threats schreiben, in denen Du schreiben möchtest (danke, daß Du keinen neuen Threat eröffnet hast!!!!).Prima, daß Du auch schon ein Profil eingegeben hast. Klasse wäre es, wenn Du noch Deine Befunddaten mit eingeben könntest. Ansonsten würde ich Dir raten, hier im Forum auch die alten Beiträge zu lesen, vielleicht fallen Dir dann die Fragen ein, die für Dich wichtig sein könnten. Außerdem ist die Seite www.biokrebs.de immer eine gute Anlaufstelle für Infos. Bitte melde Dich wieder, wenn wir Dir irgendwie helfen können.
Viele liebe Grüße

Claudia

Spinxe
12.08.2006, 10:13
Hallo Michaela,

auch von mir herzlich willkommen! :winke:

Ich bin auch noch nicht allzu lange dabei und hatte, genau wie du, viele Fragen und ein Informationsdefizit. Mir hat es geholfen, den Thread "Malignes Melanom" zu lesen. Ich habe den ganzen Thread gelesen. Das war wertvoll für mich, da viele Mitglieder mit einer ähnlichen Diagnose wie meiner in diesem Thread schreiben und ich so von ihren Erlebnissen lernen konnte. Das kann ich dir also auch nur empfehlen, das ist zwar viel, aber m.E. hilfreich. ;)

Unter "Biografie" kannst du in deinem Profil dann deinen Befund eingeben.

__________________________________________________ __

Liebe Silleke,

im "Kontrollzentrum" kannst du dein Profil editieren und vervollständigen. :)

Unter "Biografie" kann man dann seinen Befund eingeben.

Liebe Grüße
Claudia R.

MichaelaE
12.08.2006, 12:08
Liebe Claudia, liebe Spinxe,
vielen Dank für die liebe Begrüßung.
Gerade habe ich geschrieben un das System hat es geschluckt. Ich versuche es jetzt nochmal. Vielleicht war das auch ganz gut so, weil ich wahrscheinlich bei der 1 Fassung im Selbstmitleid versunken bin.
Also meine Diagnose:
20.7. Entfernung von Leberfleck auf rechtem Schienbein, Diagnose pos. TD 1,3 mm Clark III
Sicherheitsschnitt stationär mit Entfernung des LK (Sentinel?) rechte Leiste am 2.8.(Hautverpflanzung erfolgt in ca. 3 Wochen)
Diagnose am 8.8. Mikrometastisierung im LK
Muss mich jetzt entscheiden ob ich radikal ausräumen lasse
Immuntherapie ist geplant
Stationär wurden noch 3 weitere Leberflecken entfernt, Ergebnis steht noch aus, ca. 12 sind noch geplant(vorl.)
Hier habe ich die ganze Nacht gelesen und bin jetzt völig verunsichert. Wenn ich bisher gedacht habe, ich habe ausser Hautverpfl. das Schlimmste hinter mich gebracht, habe ich jetzt fürchterliche Angst.
Liebe Grüße
Michaela

Claudia Junold
12.08.2006, 13:31
Liebe Silleke,
prima, daß Du alles halbwegs gut überstanden hast!
Also, der Hinweis wegen des Übergewichts an dieser Stelle ist ja wohl mal wieder der Hammer!!!! Diesem Arzt wurde das Einfühlungsvermögen scheinbar mit dem Schmiedehammer eingegeflüstert... Aber what shalls... da stehen wir doch drüber :0))
Wenn, so wie bei Deinem Befund zum Glück wirklich zu erwarten war, die Sono und der Röntgen-Thorax ohne Befund war, meine ich auch, daß man durchaus auf die CTs verzichten kann. Wichtig ist meiner Meinung nach aber wirklich (egal bei welcher Tumordicke), daß nach der Diagnose ein komplettes Staging erfolgt - und das hattest Du jetzt in ausreichendem Umfang. Ich denke es ist ok so.

Liebe Michaela,
ach weißt Du, ich meine, daß man nach so einer Diagnose ruhig mal etwas Selbstmitleid haben darf! Das ist ganz sicher eine sehr gesunde Reaktion, denn wenn wir nicht mit uns selbst Mitleid haben dürfen, wäre es schon schlimm! Nur: dieser Zustand sollte nicht ewig anhalten, denn wer nur noch in diesem "tiefen Loch" sitzt, erstarrt, ist gelähmt und kann nicht aktiv werden. Genau das bringt aber fast immer die Entlastung und den Mut, die Situation anzupacken und damit zurechtzukommen.
Welche Immuntherapie ist denn geplant? Ich nehme an, Du meinst Interferon? Wenn Du hier im Forum viel gelesen hast, hast Du sicher auch gesehen, daß Interferon nur eine aufschiebende Wirkung von ca. 8% hat und die Nebenwirkungen sehr schlimm, z.T. nicht wieder gutzumachen sein können! Bitte informier Dich da sehr gut drüber, bevor Du Dich entscheidest!
Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Metastasenprophylaxe. Ich weiß nicht, wo Du überall schon gestöbert hast, aber ich gebe Dir mal ein paar Links, die vielleicht für Dich interessant sein könnten:
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=2921
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=11045&highlight=Stre%DF
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=9798&highlight=Aufenthalt
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=808&highlight=Interferon-Therapie
Sehr viele wertvolle Infos bekommst Du auch unter www.biokrebs.de. Du kannst auch dort (am besten gleich in der Hauptstelle in Heidelberg) anrufen und einen Telefontermin vereinbaren. Du wirst kostenlos zurückgerufen und bekommst von Dr. Witteczek, dem äußerst kompetenten und netten Leiter der Hauptstelle ein Beratungsgespräch, bei dem Du alle Fragen loswerden kannst und von einem Fachmann mit viel Kompetenz, Zeit und Geduld beantwortet bekommst.
Übringens ist bei einer Krebserkrankung, bei Hautkrebs überhaupt, der Einfluß der Psyche nicht zu unterschätzen!!! Ich kann jedem Krebspatienten nur dringend eine Psychotherapie ans Herz legen!
Liebe Michaela, bitte melde Dich, wenn Du Fragen hast, ja? In der Regel findet sich hier immer jemand, der Dir weiterhelfen kann.
Kopf hoch, diese schlimmen Ängste, die wir am Anfang alle hatten, relativieren sich meistens schon mit der Zeit die verstreicht. Außerdem: Wissen ist Macht - und stärkt die Nerven. Alles Liebe und Gute wünscht Dir herzlich

Claudia

perlagonium
12.08.2006, 13:48
Liebe Michaela und alle andern in diesem Forum,

ich bin auch neu hier, auch wenn ich schon einige Jahre meine Erfahrungen mit MM gemacht habe.

Kurz zu mir: 1994 wurde mir am linken Schienbein ein MM 1,8 IV enfernt, ohne anschliessende Therapie o.ä. (ich denke damals war man noch nicht so weit). In der Zwischenzeit wurden mir unzählige Muttermale entfernt, alle gutartig. Im März d. J. hab ich dann einen Knoten in der linken Leiste ertastet der im Juli entfernt wurde. Lymphknotenmetastase eines MM. Vor 2 Wochen wurde mir nun die linke Leiste komplett leer geräumt, Befund und anschl. Therapie(vorschlag) stehen noch aus - bis Montag.

Liebe Michaela, es ist verständlich, dass du jetzt angst hast. Die hab ich ebenso und die hat wohl jeder, der mit so einer Diagnose konfrontiert wird. Und die kann dir/mir/uns wohl auch keiner so wirklich nehmen. Ich weiss nur aus eigener Erfahrung, dass es das Beste ist, wenn man seine Gefühle zeigt. Nichts ist schlimmer, als sich und seinem Umfeld vorzugaukeln, alles sei in Ordnung. Unsere Diagnose ist schlimm und wir müssen damit zurecht kommen. Ich lebe schon 12 Jahre damit. Und die Betonung liegt auf LEBEN. Ich lass mich nicht unterkriegen, auch nicht von meiner neuesten Diagnose. Ich kann nicht in die Zukunft sehen, wie keiner von uns. Und das ist wohl auch gut so. Ich kann dir nur sagen, habe MUT! Lebe jeden Tag! Nicht den von gestern, oder den von morgen, sondern lebe das HEUTE! Egal was kommen mag, nimm es an! Stell dich dem Feind. Schau ihm ins Auge und sage, ich bin stärker, ich lass mich von dir doch nicht unterkriegen!

Ich nehm dich in Gedanken mal in den Arm und hoffe, dass etwas von meinem Mut an dir hängen bleibt!

Sei ganz lieb gegrüßt... Katrin

MichaelaE
12.08.2006, 17:58
Liebe Claudia, liebe Katrin,
vielen Dank für die lieben Worte. Obwohl ich festgestellt habe, dass meine Freunde alle ganz toll mit mir umgehen(trotz "in der Not gehen 1000 Freunde auf ein Lot"..und den Spruch habe ich in meinem Leben schon begriffen)stelle ich fest, dass es etwas völlig anderes ist mit Menschen zu kommunizieren, die man zwar persönlich nicht kennt, aber die selbst betroffen sind.
Liebe Katrin,
hattest Du die Wahl, ob Du alle LK entfernen lässt? Oder hat man Dir das als einzige Alternative angezeigt? Man hat mir die Entscheidung gelassen, da man wohl inzwischen in Marburg eine Studie macht, ob man nicht lieber erst nur beobachten soll, da die Folgeerscheinungen auch nicht ohne sind.Und da liegt auch schon mein 1. Problem, ich habe schon in den Schwangerschaften Probleme mit Ödemen und u.a. auch Thrombosen im rechten Bein gehabt. Auch hatte ich diese Probleme in den letzten Wochen vor der OP und der Diagnose.Eigentlich sagt mir mein Gefühl ich sollte mich dagegen entscheiden,selbst wenn die anderen LK nicht befallen sind, wie kann ich sicher gehen?Oder sind die Nebenwirkungen garnicht so gewaltig, wie ich jetzt befürchte?
Liebe Claudia,
Interferon hat man mir genannt. Sie wollen mit der Therapie nach der Hautverpflanzung anfangen. Allerdings hat man mir bis jetzt nur gesagt, dass es zu Grippeähnlichen Erscheinungen kommen kann. Wieviel und wielange, dazu weiss ich noch nichts. Wenn ich jetzt allerdings hier alles lese,ist es ja schon eine Art Chemo mit ganz gewaltigen Nebenerscheinungen.
Ich habe schon viel von Deinen Empfehlungen gelesen, auch den Bericht über die Therapie in Meschede. (Ganz in der Nähe meiner alten Heimat)Dabei fiel mir auf, dass ich auch nie Fieber habe und bei meiner Körpertemperatur morgens schon immer überlege ob ich noch lebe.
Übrigens habe ich jetzt wirklich 1000 Fragen.
Habt Ihr eigentlich ,ausser das sich die Male verändert haben, auch anders gemerkt, dass etwas nicht in Ordnung ist? Ich fühle mich seit Wochen schlapp und krank, ohne dass irgendetwas ist(als ob ich eine Grippe bekomme)ich habe es bisher immer auf Arbeitsbelastung geschoben oder Wechseljahre:rolleyes: Aber vielleicht ist das auch Einbildung
Sollte ich auf ein CT bestehen?Oder ist das albern, wenn die Ärzte es nicht anordnen und ich spreche es an.
Hat jm hier im Forum Erfahrung mit der Uni Klinik Benjamin Franklin in Berlin.?
Oh je Fragen....Ich denke das reicht ersteinmal.
Liebe Grüße
Michaela

Claudia Junold
12.08.2006, 18:12
Hallo Katrin,
auch Dir ein herzliches Willkommen hier, ich freue mich, daß Du uns gefunden hast!
Ich kann Dir nur aus vollstem Herzem zustimmen, was Du über den Umgang mit unserer Krankheit geschrieben hast. Carpe diem et carpe noctem (gell, liebe Uschi? :0)) )! Das sollte wirklich für jeden von uns gelten. Natürlich wissen wir nicht, was morgen ist - aber das weiß auch niemand, der keinen Krebs hat!

Kurz zu mir: 1994 wurde mir am linken Schienbein ein MM 1,8 IV enfernt, ohne anschliessende Therapie o.ä. (ich denke damals war man noch nicht so weit).
Naja, da hat sich leider nicht wirklich viel geändert. Die einzige adjuvante Therapie, die der Schulmedizin zu Verfügung steht, ist nach wie vor Interferon - und die ist wegen des umstrittenen Schaden/Nutzen-Verhältnisses ohne genau Infos nicht so ohne weiteres zu empfehlen...
Trotzdem kann man eine Menge tun, um das Immunsystem zu stärken und fit gegen die Blödzellen zu machen. Wenn es Dich interessiert, kannst Du ja auch mal in die Threats reingucken, die ich Michaela im letzten Posting genannt habe.
Du hast aber doch sicher regelmäßige Nachsorgen mit Haut-, Tast- und Blutkontrolle und Sono gehabt?
Dir auch alles erdenklich Gute!

Claudia

Claudia Junold
12.08.2006, 18:38
Liebe Michaela,
die letzte Entscheidung, ob und in welchem Umfang operiert oder welche oder was überhaupt an Therapien gemacht wird, liegt immer bei DIR! Es geht um Dich und Dein Leben und deshalb ist es so wichtig, sich so gut es überhaupt geht zu infomieren, notfalls auch noch eine zweite Meinung einzuholen, um dann für sich die richtige Entscheidung treffen zu können. Wichtig ist auch, sich nicht drängen zu lassen, sondern sich die Zeit zu nehmen, die man zur Entscheidungsfindung eben braucht.
Es gibt tatsächlich Leute, die Interferon sehr gut vertragen - allerdings dürfte das wohl doch die absolute Minderheit sein. Bei sehr vielen geht z.B. die Schilddrüse unter IF unwiederbringlich kaputt und/oder die Psyche geht den Bach runter. Wir haben hier einige, die unter IF heftige Depressionen bekamen, die auch nach Absetzen nicht zurückgingen. Es gibt noch eine ganze Reihe von anderen Nebenwirkungen. Bitte informiere Dich sehr genau, damit Du genau weißt, wie Du Dich entscheiden möchtest.
Tja, daß Krebspatienten meistens viele Jahre lang kein Fieber hatten, ist wohl tatsächlich so. Ich dachte in meiner kindlichen Unschuld immer, daß das ein Zeichen für ein besonders gutes Immunsystem wäre... :0(( Inzwischen, nach zwei HT-Aufenthalten in der Veramedklinik, bekomme ich aber wieder ganz nochmal und spontan Fieber. Man sollte nicht glauben, wie sehr man sich freuen kann, wenn man mit Grippe UND FIEBER flachliegt... :D
Ich glaube nicht, daß Du Dir das mit der Abgeschlagenheit einbildest. Ich wußte noch lange nichts von dem MM und hatte ab ca. 2 Monate vor der Entdeckung eine Phase totaler und unüberwindlicher Erschöpfung gehabt. Ich mußte mich Mittags unbedingt hinlegen, bin sofort eingeschlafen und hab dann um die zwei Stunden gepennt. Außerdem war das eine ganz komische Art von Schlaf. Ich kann das gar nicht anders beschreiben als zäh und klebrig. Mir ist das Aufwachen dann auch immer sehr schwergefallen, es hat ewig gedauert, bis ich aus den Tiefen dieses Schlafes auftauchen konnte. Das MM war entfernt - und vorbei war diese komische Phase. Jetzt kann man natürlich sagen, daß das alle möglichen Ursachen gehabt haben kann. Stimmt - aber sowas hab ich weder vorher noch nachher erlebt!
Welches CT meinst Du denn? Es ist nie albern, etwas anzusprechen oder nachzufragen, auch wenn die Ärzte es von sich heraus nicht ansprechen!!! Ganz abgesehen davon, daß Ärzte auch nur Menschen sind, die Fehler machen oder etwas vergessen können, wie jeder andere auch, ist es gut, als Patient immer ganz Bewußt die letzte Verantwortung für sich selbst NICHT abzugeben, sondern sich selbst verzubehalten!
Für Dich ist noch alles neu und Du bist unsicher, ganz klar, aber Du wirst sehen, daß sich das sehr schnell ändert, liebe Michaela! Kopf hoch, das wird schon!
Viele liebe Grüße

Claudia

Mom 21
12.08.2006, 19:06
Hallo, liebe Claudi,
ist es dir aufgefallen? Du hast gerade deinen 600sten Beitrag geschrieben. Ein Beweis dafür, wie sehr du dich um andere kümmerst. Ich möchte noch 5000 Postings von dir hier lesen........

Liebe Silleke,
dich hat es ja wirklich ganz schön gebeutelt. Aber ich denke auch das du bei deiner Tumordicke die allerbesten Chancen hast. Die Aussage deines Arztes finde ich auch ziemlich plump. Schließlich weiss man doch selbst, dass man ein paar Pfunde zuviel auf den Rippen hat. Und das für dich nach soviel Aufregung erstmal andere Dinge wichtiger sind als Abnehmen, steht doch wohl außer Frage. Also, lass dich wegen dieser Aussage nicht runterziehen.
LG Siggi

Mom 21
12.08.2006, 19:21
Liebe Michaela,
ich kann meinen "Vorschreiberinnen" nur beipflichten. Das du so kurz nach Diagnosestellung erstmal völlig von der Rolle bist ist völlig normal. Bei mir hat dieser Zustand ziemlich lange gedauert und ich dachte damals (Diagnose Dez. 2004) ich werde nie wieder im Leben ohne einen Gedanken an Krebs sein.

Mittlerweile kann ich aber ganz gut mit der Situation umgehen. Sicher gibt es immer wieder Phasen wo man ziemlich beunruhigt ist. Z. B. die Woche vor der Nachsorge bin ich immer ziemlich neben der Spur. Immer der Gedanke, sie könnten was finden. Oder aber wenn es mich irgendwo zwickt denke ich auch gleich immer, aha, die erste Meta. Aber ich habe mittlerweile auch Phasen, wo ich gar nicht mehr daran denke, dass ich Krebs habe. Es ist wie Claudi es schreibt. Je mehr Zeit ins Land streicht, desto besser lernt man mit der Situation umzugehen.

Ich denke doch, dass bei dir schon ein komplettes Staging gemacht wurde. Da gehört (bei deiner Tumordicke und einer Mikrometa) ein CT vom Bauchraum dazu. Manche Ärzte muss man erst draufheben was zu tun ist. Auf jeden Fall aber solltest du dir alle deine Befunde in Kopie geben lassen und in einer Mappe abheften. So hast du alles griffbereit (falls du dir mal ne zweite Meinung einholen willst)

Also, lass´ den Kopf nicht hängen.
LG Siggi

Claudia Junold
12.08.2006, 19:23
Huhu liebe Siggi :winke: :winke: :winke:,
worauf Du nicht alles guckst!!! http://img116.imageshack.us/img116/1630/zahnvielesmiliehpfendfb4.gif (http://imageshack.us) Nee, war mir nicht aufgefallen!!! :D Umso mehr danke ich Dir, daß DUhttp://img129.imageshack.us/img129/3581/herzenfliegendum6.gif (http://imageshack.us) das bemerkt hast und auch für Deine lieben Worte! Ich freue mich, wenn ich etwas von dem, was ich selbst vor gut drei Jahren hier in diesem Forum empfangen habe, an andere, die jetzt in einer ähnlichen Situation sind, weitergeben darf.
Ich meld mich bei Dir, versprochen, nur läuft mir im Moment die Zeit etwas davon...
Viele ganz besonders liebe Grüße von
Deiner

Claudia

perlagonium
12.08.2006, 22:38
Hallo ihr Lieben!

Liebe Michaela,

ich weiss nicht, ob man mir die Wahl gelassen hätte. Ich hab montags den Befund bekommen, war Mittwoch in der UK und die Woche drauf schon wieder unterm Messer. Ich hab nicht nachgefragt, ich hatte wohl nen kleinen black out. Aber ich denke, selbst wenn man mir die Wahl gelassen hätte, ich hätte mich für die 2. OP entschieden, denn was weg ist, kann mich nicht mehr ärgern.... zumindest wenn mein Bauchgefühl dem zustimmt. Ich weiss nicht, ob ich überhaupt und wenn dann welche Beschwerden haben werde. Ich werd wohl nen netten Kompressionsstrumpf anziehen müssen und dann schau ich weiter, ob ich meinen Job (Verkäuferin in ner Bäckerei = Stehen, Stehen, Stehen!) noch in vollem Umfang machen kann.

Ich finde, wenn man dir die Wahl lässt, dann solltest du dir auch die Zeit nehmen, in Ruhe darüber nachzudenken. Hör auf deinen Bauch und frag deine Ärzte Löcher in den Bauch - immerhin sollten sie auch da sein um Fragen zu beantworten.

Liebe Claudia,

vielen Dank für deine herzliche Begrüßung und deinen Zuspruch. Ja, ich war immer brav zur Nachkontrolle, anfangs in der UK, später nur noch beim Hautarzt. Wie gesagt, es war immer alles ok.
Ich denke, es wird wohl alles auf Interferon raus laufen. Und deswegen bin ich auch super froh darüber, dass ich dieses Forum hier gefunden habe. So weiss ich, was evtl. auf mich zukommen kann, sollte ich mich für diese Therapie entscheiden. Ob ich es mache, weiss ich noch nicht. Ich werd mir das auf jeden Fall sehr gut überlegen.

Ich wünsch euch allen ein schönes Restwochenende und denkt dran..... die Angst vor Morgen kommt immer einen Tag zu früh!
Katrin

MichaelaE
13.08.2006, 09:03
Einen schönen guten Morgen an Euch alle:winke:
Nachdem ich diese Nacht ganz gut geschlafen habe, nicht zuletzt auch wegen Eures Zuspruchs, habe ich mich heute morgen ersteinmal meiner Wunde am Bein gestellt und festgestellt, dass ich sehr gut mich beim Film bewerben könnte, als Opfer eines Werwolfes oder als Frankensteins Braut, vor allem, wenn da noch ein Flicken drauf kommt. Ausserdem habe ich beschlossen, morgen wieder stundenweise ins Büro zu gehen, ob ich hier sitze und grüble und den Dreck unter den Schränken sehe und mich selbst bemitleide oder mich im Betrieb ablenke.und mich um die Probleme meiner Kollegen kümmere..

Ich weiss was Du mit dem Schlaf meintest.Ich hatte in der letzte Zeit immer das Gefühl, ich würde ein 2.Leben nachts führen, weil alles so real im Traum war und ich morgens immer wie zerschlagen war.
Mit CT meinte ich Schichtaufnahme.Ich werde nächste Woche die Ärztin darauf ansprechen. Es ist keine gemacht worden und da ich auch seit Wochen Schmerzen im Kopf habe würde es mich sehr beruhigen.Aber wahrscheinlich sieht man auch Gespenster.
Liebe Claudia,
von mir auch herzlichen Glückwunsch zum 600. Beitrag! Ich habe inzwischen viel von Dir gelesen, und finde es toll, wie Du Mut zusprichst.
Apropos, lesen..wenn ich hier so einige Dinge in Bezug auf Ärzte lese(von wegen Übergewicht und noch vieles mehr, was wirklich mehr als unverschämt ist)bin ich fast beruhigt,was die Ärzte im Benjamin Franklin betrifft. Ausser das sie schon ein paarmal meine Akte verlegt haben(Hauptsache sie verlieren mich nicht)empfinde ich sie als sehr geduldig, sie haben sich Zeit gelassen, sind nicht hochnäsig oder arrogant (von wegen..wie geht es U N S denn heute..tätschel,tätschel..wenn Ihr wisst, was ich meine)
Liebe Katrin,
ich wünsche Dir viel Glück, wenn ich es richtig verstanden habe, bekommst Du Montag Deine Ergebnisse??Ich drück Dir die Daumen

Euch Allen einen schönen Sonntag
Liebe Grüße
Michaela:winke:

perlagonium
13.08.2006, 09:36
Liebe Michaela,

ja, am Montag ist es soweit. Irgendwie ist mir jetzt schon schlecht davor, auf der anderen Seite weiss ich dann endlich was Sache ist, und wie es evtl. weiter geht. Für mich ist nämlich nichts schlimmer als diese ewige Warterei auf die Befunde!

Ich finde es gut, dass du wieder arbeiten willst. Lenkt dich sicher ab. Ich würde das auch lieber machen, aber ich darf noch nicht so lange stehen und auch noch nicht schwer heben. Und beides müsste ich machen. Ich bin jetzt die 6. Woche krankgeschrieben und mir fällt so dermassen die Decke auf den Kopf, weil ich doch eher der aktive Mensch bin. Leider nützt es mir auch nichts, wenn ich mir die Stundenzahl kürzen lassen würde - die Arbeit bleibt ja die gleiche. So sitze ich hier und hoffe, dass wenigstens das Wetter bald mal etwas besser wird, das man wieder nach draußen kann. Heut schauts ja schon etwas besser aus - hoffe das bleibt.

Liebe Claudia,

ich habe mir diese Links durchgelesen (hab ja jetzt viel zu viel Zeit dazu). Ich finde es gut, dass du dich für diesen Weg entschieden hast. In einer Mitteilung hast du erwähnt, dass du dir das alles selbst zusammen gestellt hast.... wie bist du da drauf gekommen, oder hattest du doch einen Heilpraktiker/Arzt, der dich dazu gebracht hat? Wenn HP/Arzt, kannst du mir den empfehlen? Ich bin ja aus deiner Ecke, vielleicht könnte ich mich auch mal mit dem unterhalten.

Ich muss nämlich sagen, dass mir die Nebenwirkungen vom IF nicht gefallen. Ich bin alleinerziehend (meine Tochter ist 9). Und wenn ich mir vorstelle, die nächsten Jahre (!) aufgrund der Nebenwirkungen mehr zu vegetieren als zu leben, macht mir das sehr Angst. Ich hab auch das Gefühl, dass ich das meiner Tochter ersparen sollte. Auf der anderen Seite will ich natürlich alles machen, was machbar ist, um den schei... Feind zu besiegen. Vielleicht ist dein Weg der Bessere.... Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir eine Anlaufstelle in unserer Region nennen könntest. Denn es gibt meiner Meinung nach auch sehr viele schwarze Schafe unter den HP`s genauso wie unter den Ärzten. Und ich habe nicht vor, von irgendjemandem als "Versuchskanninchen" ausgenutzt zu werden.

Einen schönen Sonntag euch allen.... Lieber Gruß Katrin

Max2
13.08.2006, 14:08
Hallo perlagonium,
ich bin 22 und spritze mir nun schon seit 20 monaten das pegylierte Interferon. (Diagnose im September 2004: MM TD 1,8 mm, Cl IV). Glücklicherweise keine Micrometastasen im Wächterlymphknoten. Sonst ist bei mir auch alles in bester Ordnung :rotier2: :)
Ich spritze mich 1x wöchentlich (immer Do-abends). Am Anfang hatte ich Schlafschwierigkeiten, habe etwas abgenommen und war leicht reizbar.
Auch war mir in den ersten Wochen etwas schlecht und musste mich desöfteren übergeben. Meine Blutwerte waren soweit i.O., allerdings war die Anzahl der Leukos relativ niederig. Schilddrüsenwerte sind ok.
Ich habe dann nach etwa 3 Monaten pegintron angefangen ins Fitnessstudio zu gehen. Seitdem trainiere ich regelmäßig 3-5x in der woche. Ich habe wieder Kraft, gute Kondition, habe wieder zugenommen, einen gesunden Appetit und mir gehts bestens. Die nebenwirkungen der Spritze sind kaum noch vorhanden.
Ich an deiner Stelle würde meine eigenen Erfahrungen damit machen und mich nicht durch manch fragwürdige und "Anti-Interferonistische" Beiträge davon abringen lassen (ohen jemanden angreifen zu wollen!). Du wirst ärztlich in dieser Zeit vollkommen durgecheckt und sollte mit deinen Werten etwas nicht stimmen kannst du die therapie immer noch absetzen. Zudem wurden in wissenschaftlichen med. Studien wenigstens bewiesen, dass interferon helfen kann. Ich habe aber noch nie Studien gesehen, die dass auch von den Produkten von biokrebs.de bestätigen.
Ich wünsch dir alles gute und eine für dich akzeptable Entscheidung!
Max2

Mom 21
13.08.2006, 16:28
Hallo Kathrin,
was ich nicht verstehe, wenn du im März schon den Lymphknoten getastet hast, warum wurde er erst im Juli entfernt? Hat denn keiner (nach so langer beschwerdefreier Zeit) daran gedacht, dass es auch eine Meta sein kann?
Ich habe ja keine Ahnung, ob sich dadurch an deiner Prognose irgendentwas geändert hätte. Ich würde höchstens 4 Wochen nach dem Ertasten noch mal eine Kontrollsono machen lassen und wenn er dann immer noch da ist, raus damit. Ich hätte die Zeit der Ungewissheit nicht so lange ertragen.
Gruss Siggi

Claudia Junold
13.08.2006, 16:53
Hallo liebe Michaela,
*gggg* danke für Deine Glückwünsche! Wenn unsere liebe Siggi (huhu :winke:) das nicht bemerkt hätte, hätte ich es ganz sicher nicht gesehen. Noch dazu war dabei gestanden "0,5 Beiträge pro Tag" - das würde heißen, daß ich jetzt genau 1200 Tage dabei war:0)) Mann, wie die Zeit vergeht!!!
Es tut mir echt total leid, daß Deine Wunde so übel aussieht! Vielleicht bessert sich das Aussehen aber doch, wenn die Hautverpflanzung eingeheilt ist.
Daß Du mit einem CT eine Schichtaufnahme gemeint hast, war mir schon klar *ggggg* - ich wußte nur nicht welche Körperregion Du gemeint hast. Ich meine, wenn Du "neue" Kopfschmerzen hast, sollte auch ruhig ein Schädel-CT gemacht werden. Ich bin Migränepatientin und meine Migräne hat sich nach der Diagnose (nachträglich meine ich unter der psychischen Belastung) verändert. Ich hab von meinem Hautarzt auf meinen Wunsch hin sofort eine Überweisung zum CT bekommen. Zum Glück war alles ok und nach einem negativen Befund lebt es sich dann doch wieder unbefangener und befreiter. Auch wenn man gerade am Anfang öfters die Flöhe husten hört, sollten Auffälligkeiten doch immer abgeklärt werden. Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig nachschauen!

Liebe Katrin,
oja, diese nervenzermürbende Warterei kennen wir leider alle... :0(( Ich kann mich Siggi nur anschließen: ich verstehe auch nicht, wie man den auffälligen LK so lange unangetastet gelassen hat.
Jedenfalls an dieser Stelle nochmal ein ganz dickes Daumendrücken für Montag!
Ob mein Weg ganz oder teilweise auch DEIN Weg ist, kannst nur Du entscheiden - nach reiflicher Überlegung. Nein, ich kenne keinen HP/Arzt in unserer Gegend, den ich Dir speziell für ganzheitliche Metaprophylaxe empfehlen könnte. Ich habe zwar die volle Unterstützung meines Hausarztes und auch meines Hautarztes (der übrigens total erstaunt war, daß Interferon immer noch angeboten wird...), aber beide geben unumwunden zu, daß sie sich damit nicht wirklich auskennen. Ich hab mir meine Sachen zusammen mit anderen aus dem Forum und mit Hilfe der Ärzte, hauptsächlich eben mit Dr. Witteczeck von Biokrebs zusammengestellt. sicher hast Du auch gelesen, wie regelrecht beeindruckt die Oberärztin in der Veramedklinik letztes Jahr davon war. Das freut mich natürlich und nachdem mir die Ärzte nach der Diagnose nur noch drei Monate gegeben hatten, bin ich maßlos dankbar, glücklich und erleichtert, daß ich die letzten drei Jahre unbeeinträchtig und in völligem Wohlbefinden leben durfte!
Mir wurde damals in der Uni Erlangen vorgeschlagen in eine fünfjährige IF-Studie zu gehen. Allerdings wurde ich nicht bequatscht und mir wurde gleich gesagt, daß die Erfolge nicht wirklich vielversprechend wären und mir wurde auch bezüglich der Nebenwirkungen reiner Wein eingeschenkt. (Wenn ich mich recht erinnere, hat unsere liebe Babs den Beipackzettel von IF mit den Nebenwirkungen mal in den IF-Threat kopiert.) Bei mir kommt noch dazu, daß ich aufgrund einer Augenerkrankung nur noch einen minimalen Sehrest habe. Nachdem sich IF durchaus auch auf die Durchblutung der Netzhaut legen kann, hätte das das Aus für mein letztes bißchen Sehvermögen heißen können. Die Abwägung des Schaden-Nutzenverhältnisses hat für mich persönlich ergeben, daß IF für mich nicht die Lösung sein kann.
Wenn Du magst, können wir gern mal telefonieren. Ich hab eine Telefonflatrate und kann Dich kostenlos zurückrufen. Schreib mir einfach eine PN mit Deiner Nummer und wann Du zu erreichen bist. Ich hab zwar die nächste Zeit ziemlich viel um die Ohren, aber das läßt sich ganz sicher machen.

Hallo Max,
ich freue mich, daß Du das IF so gut verträgst. Die PEGylierte Form von IF hat allein schon deshalb weniger Nebenwirkungen, weil man es eben nur einmal wöchentlich zu spritzen braucht. Allerdings ist es auch deutlich teuerer und wird nicht immer verordnet.
Die "fragwürdigen Anti-Interferon-Beträge" gehen ja offenbar an meine Adresse. Ich wüßte nicht, daß ich jemandem von IF abgeraten hätte und ich habe auch ausdrücklich darauf hingewiesen, daß es Leute gibt, die das IF anstandslos vertragen. Leider ist es aber so, daß viele Patienten schlecht informiert in so eine Therapie gehen und davor warne ich! Wenn in dieser Zeit die ärztliche Überwachung so gut ist, frage ich mich aber doch, warum z.B. bei so vielen dann die Schilddrüse völlig kaputt ist, sodaß zeitlebens Hormone genommen werden müssen. Diese Sachen erfinde ich ja nicht bösartigerweise, sondern die sind im Interferon-Threat von Betroffenen nachzulesen. Ich habe von Sybille die Erlaubnis zu sagen, daß sie nie mehr, komme was wolle, wieder IF spritzen würde. Sie leidet heute, über 1 1/2 nach Absetzen der Therapie immer noch unter den Nebenwirkungen und was die Wirkung anbelangt, so haben ja leider sehr viele hier die bittere Erfahrung machen müssen, daß IF kein Wundermittel ist. Sybille ist nach der OP der Lungenmeta auf dem Wege der Besserung und zuletzt hat ja auch unsere liebe Babs (huhu :winke:) nach erneuten Metas das PEGylierte IF abgesetzt... Was die Studien betrifft, so hast Du ja sicher verfolgt, daß ich neulich erst den betreffenden Ausschnitt aus den Richtlinien für die MM-Behandlung reinkopiert habe. Die ca. 8% aufschiebende Wirkung lassen sich nicht wegdiskutieren. Es liegt mir fern irgendjemandem von IF abzuraten. Wenn sich jemand nach reiflicher Überlegung dafür entscheidet, ist das doch völlig ok!
Was die Studien zur biologischen Krebsabwehr betreffen, so kannst Du im Selen, Vitamine und Enzyme-Threat einiges an Studien nachlesen, die z.B. belegen, daß Selen bei der Metaprophylaxe eine wichtige Rolle spielt. Übrigens weisen auch immer mehr Labore auf ihren Blutbefunden auf die grundlegende Wichtigkeit des Selenwertes hin.
Daß Studien nicht immer ein völlig klares Bild geben, ist kein Geheimnis. Ebenso wenig, daß man sehr genau nachschauen muß, wer die Studien in Auftrag geben hat...
Fakt ist aber, daß es bei biologischen Sachen weniger Studien gibt, da stimme ich Dir völlig zu! Das liegt einmal daran, daß man damit viel weniger Kohle als mit chemischen Sachen machen kann, weshalb die Pharmakonzerne dafür weniger Geld in teuere Studien investieren. Dann kommt dazu, daß es vielen ganzheitlichen Medizinern widerstrebt, die eine Hälfte der Versuchspatienten mit Placebos zu behandeln, was faktisch heißt, unbehandelt zu lassen. Dazu kommt ferner, daß jeder Mensch ein Individuum ist und was dem einen hilft, dem anderen u.U. überhaupt nichts nützt. Kein Mensch ist einem anderen völlig gleich!
Langer Rede kurzer Sinn:
Jeder soll und muß SEINEN ganz eigenen Weg suchen und gehen.
Dazu kann man nur Denkanstöße geben, die Entscheidung kann und darf man niemandem abnehmen!

Euch allen einen recht schönen Sonntag wünscht herzlich
Euere

Claudia

perlagonium
13.08.2006, 17:55
Hallo ihr Lieben!

Lieber Max,
vielen Dank für deinen positiven Bericht zu IF.
Ich bin ja nicht grundsätzlich gegen IF. Nur schadet es sicher nicht, sich auch über andere Möglichkeiten zu informieren. Ich weiss ja noch nicht mal, ob ich überhaupt eine IF-Therapie angeboten bekomme. Meine Befunde werde ich morgen erst vorgelegt bekommen. Es wurde nur eben vorab schonmal vom Arzt angedeutet.
Es ist erfreulich zu lesen, dass du IF so gut verträgst. Andererseits hört man eben auch sehr schlimme Nebenwirkungen. Ich finde es auch gut, dass es Menschen wie Claudia gibt, die den Mut haben, nicht den herkömmlichen, schulmed. Weg zu gehen und sich für Aternativen entschieden haben. Da ich nun in der Entscheidungssituation bin, möchte ich mich eben in alle Richtungen informieren, um mich dann für die für mein Bauchgefühl richtige Therapie zu entscheiden. Ob nun IF oder ganzheitlich kann ich erst beurteilen, wenn ich mich über alle Möglichkeiten schlau gemacht habe.
Ich muss jetzt Claudia etwas verteidigen. Sie hat lediglich gesagt, dass sie für sich entschieden hat, sich gegen IF zu entscheiden. Ich denke auch nicht, dass sie versucht, irgendjemanden ihre Meinung aufzuschwatzen. Ich finde es nur gut, dass sie eben auch andere Möglichkeiten aufzeigt und uns ihre Erfahrungen damit mitteilt. Ebenso finde ich gut, wie du IF verteidigst. Aber ich hatte nicht vor, hier so ein "Streitgespräch" entstehen zu lassen.

Liebe Siggi,
ich war im März eigentlich beim Arzt um mir ein Medikament gegen meinen mal wieder beginnenden Heuschnupfen zu besorgen. Dabei erwähnte ich den Knoten, der nur abgetastet wurde. Mein Arzt meinte, das würde wohl eher von der beginnenden Allergie kommen, als von irgendwas anderem.... und wir sollten erstmal abwarten. Es hat zu dem Zeitpunkt wohl niemand vermutet, dass das mit meinem MM zusammenhängen könnte, da das ja schon 12 Jahre her war und in all den Jahren war alles ok. Mir wurde lediglich Blut abgenommen, und selbst das war alles ok. Das sich das dann alles bis Juli hingezogen hat liegt an mir. Stress Privat, Stress auf Arbeit... da vergehen die Wochen wie im Flug. Aber selbst im KKH hat man eher auf einen Leistenbruch als auf ein Lymphom getippt. Nach 12 Jahren, in denen absolut nichts mehr war, rechnet wohl kein Arzt mehr damit. Und ich am allerwenigsten.


Liebe Claudia,
danke, ich werde sie dir in einer PN schicken, dann können wir uns nächste Woche mal unterhalten.

Liebe Grüße Katin

perlagonium
14.08.2006, 13:21
Hallo!
Ich komm gerade aus der UK zurück!
Der OA war nicht da = keiner konnte mir etwas sagen. Super oder?.... Man wird sich bei Ihnen melden!".... Ich wurde abgefertigt wie ein Stück Schlachtvieh beim Metzger... Und dafür fahr ich auch noch 150 km einfach!!!! Ich weiss jetzt nicht mehr, als ich gestern wusste und fühl mich total verarsc... Ich werd wohl die Klinik wechseln.
Lieber Gruß Katrin

winter2
17.08.2006, 16:35
Hallo zusammen, (falls mich noch jemand kennt)
ich wollte mich nur mal wieder melden und sagen das es mir ausgezeichnet geht.
bisher wurden bei mir keine Metastasen gefunden.

ich wollte das hier nur mal reinschreiben, damit gerade die "Neuen" auch sehen das es auch gut ausgehen kann, es sieht zumindest sehr gut aus.
ich gehe brav zu allen Nachsorgeuntersuchungen und habe mir auch viele andere "Leberflecke" entfernen lassen, aber alles war in Ordnung.

Sorry an die die mich vermisst haben, aber ich schaue hier ganz selten rein, da mir jedesmal die Angst in die Knochen kriecht wenn ich lese, das es anderen schlechter geht als mir. Ich hoffe ihr versteht das.

Allen hier ganz liebe Grüße und gute Besserung.
Ihr habt mir in sehr geholfen und viele nützliche Tipps gegeben.
Danke euch.
Franziska

Claudia Junold
17.08.2006, 17:17
:winke: Hallo liebe Franziska! :winke:
Na, das ist aber schön, daß Du Dich mal wieder meldest!!!! Es ist doch völlig in Ordnung, wenn Du nicht so oft hier vorbeischaust. Das muß doch jeder so machen, wie es ihm gut tut.
Jedenfalls freut es mich sehr, daß es Dir so gut geht und ich wünsche Dir, daß es auf ewig so bleibt!
:1luvu: Herzliche Grüße von

Claudia

hedi2
19.08.2006, 12:23
Liebe winter2

ich finds toll, daß Du sagst, es geht Dir gut, ich freu mich aber auch für DiCh !!!!!!!

Du hast ja so recht, es ist wichtig, daß jemand sagt, es geht mir gut, denn es kann ja wirklich auch gut ausgehen.
Ich z.B. sollte wirklich mehr daran glauben, daß alles gut ist.
In Deinem Sinne werde ich den heutigen Tag genießen!!!!
Ich hab da auch einen Spruch dazu gefunden:

Der größte Spielverderber im Leben ist der Zweifel.
Wenn Sie an Zweifeln leiden, sagen sie sich:
Lieber will ich mich zu Tode glauben als mich zuviel zu zweifeln.

Danke für Deinen Beitrag

Hedi2

MichaelaE
22.08.2006, 20:38
Liebe Claudia, liebe Moderatoren, alle, die mir in den letzten Tagen geantwortet haben,

ich bin erst seit ein paar Tagen hier, kurz nach meiner Diagnose habe ich von vielen, mir persönlich unbekannten Menschen, sehr viel <zuspruch erfahren. Ich möchte mich auf diesem Weg sehr herzlich bedanken.
Die letzten Tage habe ich mich nicht gemeldet, weil ich mit meiner Familie, meiner Arbeit und auch mir selber viel beschäftigt war. Ich weiss, dass es hier viele Themen gibt, und ich deswegen auch kein Neues eröffnet habe. Ich weiss auch, dass es hier viele Menschen gibt, denen es wahrscheinlich sehr viel schlechter geht als mir. Inzwischen habe ich viele Informationen, nicht zuletzt Dankdes Forums hier, sammeln können, aber ich habe in der Zwischenzeit auch mehr Diagnosen bekommen und habe schlicht Abngst. Angst um meine Kinder(ich habe ein autistisches Kind), Angst um meine Existenz, um meine Arbeit, um mich. Ich stehe neben mir, funktioniere, arbeite, versorge meine Kinder, organisiere meinen nächsten Krankenhausaufenthalt, sehe meine Freunde, die völlig hilflos da stehen und kann keinen klaren Gedanken mehr fassen. Ich sehe slles in Frage gestellt, was ich in den letzten Jahren wieder aufgebaut habe. Hier lese ich (versteht mich bitte richtig)von Diagnosen, Melanom-Größen Behandlungsmethoden etc. ....Darf ich ein neues Thema eröffnen? Ich möchte einfach nur wissen, wie ging es Betroffenen nach der Diagnose, ist es normal, dass man sich einfach nur sch... fühlt, keinen klaren Gedanken fassen kann, nicht weinen kann. nicht essen etc. versteht mich bitte nicht falsch ich fühle mich, trotz Familie, trotz Freunde.. einfach nur alleine, wütend und traurig
Eure Michaela

Claudia Junold
22.08.2006, 21:25
Liebe Michaela,

was Du jetzt gerade durchmachen mußt, haben hier ganz viele ähnlich erlebt! Mit meinen 4,7mm und CL V hat man mir nicht viele Chancen auf ein Überleben gegebe. Ich bin aufgrund einer Augenerkrankung nahezu blind und konnte es irgendwie nicht fassen, daß ich jetzt auch noch von einer Sekunde auf die andere keine Zukunft mehr haben sollte! Ich sollte nicht mehr planen können, zur Abiturfeier unseres Jüngsten gehen zu können, was wir den Kindern zu Weihnachten schenken, wohin wir nächstes Jahr in Urlaub fahren sollten - ganz banale Sachen sollten mir plötzlich unmöglich sein, weil es für mich nur noch wenige Monate geben sollte... Ach Michaela, ich weiß wirklich ganz genau, wie Du Dich gerade fühlst! JA! Es ist völlig normal und verständlich in dieser Situation einfach keinen Lichtstrahl mehr zu sehen! Ich hatte den Vorteil, daß ich ein paar Jahre vor meiner Diagnose eine vierjährige Psychotherapie abgeschlossen hatte und nach der ersten furchtbaren Hoffnungslosigkeit doch einigermaßen schnell wieder "meine Mitte" gefunden habe. Ich rate Dir dringend Dir, schnellstmöglich die professionelle Hilfe eines Psychologen, am besten eines Psychoonkologen, zu holen! Das ist nicht einfach, weil Psychologen meistens eine längere Wartezeit haben. In der Regel haben sie aber auch Termine für Notfälle freigelassen - und Du bist ein Notfall! Du brauchst jetzt sofort Hilfe und nicht erst in einem halben oder ganzen Jahr!
Selbstverständlich kannst Du ein neues Thema eröffnen, aber ich kann Dir versichern, daß Dir das keinen Vorteil bringen wird. Schreib Deine Frage einfach unter "Malignes Melanom" und Du wirst sehen, daß Du jede Menge Antworten bekommen wirst!
Liebe Michaela, Du bist nicht die Erste, die meint, vor einem unüberwindlichen Berg zu stehen aber zum Glück auch ganz sicher nicht die Letzte, die das trotz allem schaffen wird! Ganz sicher!!!!
Ich umarme Dich und wünsche Dir die Kraft und Hilfe, die Du gerade jetzt am meisten brauchst!
Herzliche Grüße von

Claudia

perlagonium
22.08.2006, 21:26
Liebe Micheala,

es ist völlig normal, dass du jetzt so fühlst. So geht es wohl jedem, der einen solchen Schicksalsschlag hinnehmen muss. Das "normale" Leben gerät durcheinander, alle Ziele, die man sich gesteckt hat, scheinen jetzt unerreichbar, und alles, was man sich bis jetzt aufgebaut hat, scheint zu wackeln... Diese Gefühle sind für diese Situation normal und für jeden Verständlich, der in einer ebensolchen Situation ist. Du darfst dich nur nicht darin gehen lassen!!!! Du musst versuchen, aus diesem Loch wieder raus zu kommen. Versuche etwas positives zu finden, ein neues Ziel... und zieh dich daran hoch. Ich weiss nicht, wie deine Lebenssituation gerad ist, deswegen kann ich dir wohl nicht wirklich helfen. Ich kann dir nur sagen, dass du nicht alleine bist. Du hast deine Freunde, deine Familie und du hast deine Kinder. Und du hast uns aus dem Forum. Aber wer dir wirklich helfen kann... bist DU selber!!! Nur du kannst dich aus diesem Loch wieder raus ziehen. Du siehst momentan viel zu negativ und das sollte sich ändern. Wenn du denkst, das du es nicht schaffst, dann solltest du dir psychologische Hilfe besorgen. Die können mit dir diese Ängste bekämpfen, die können dir auf deine Fragen Antworten geben und die können dir wirklich helfen.

Hab Mut, Michaela! Auch wenn jetzt alles so aussichtslos scheint, so ist es nicht. Vielleicht musst du das eine oder andere in deinem Leben ändern, aber dadurch bricht nicht die ganze Welt zusammen. Such dir neue Ziele, die auch jetzt noch erreichbar sind und versuche deinem Leben wieder einen Sinn zu geben. Denn nur wenn du anfängst, deine Welt wieder positiv zu sehen, erst dann kannst du anfangen wieder gesund zu werden!

Herzliche Grüße Katrin

hedi2
22.08.2006, 22:31
Liebe Michaela,

vorweg mein tiefstes Mitgefühl.
Ich weiß nicht, was normal ist, ich weiß aber, daß diese Angstgefühle, die Du hast, sicher alle hatten, die hier schreiben. Ich habe meinen Befund seit fast einem Jahr. Anfangs hatte ich das Problem, daß ich bemüht war, nicht zu oft an das Unfassbare und Unwirkliche (es ist wie ein schlechter Film gewesen und manchmal, das hab ich immer noch, kann ich noch immer nicht glauben, daß das wirklich passiert ist) zu denken. Die Angst kam aber immer wieder willkürlich über mich. Ich hoffe, Dich damit trösten zu können, daß die Zeit Dir helfen wird. Die Stimmungslage wird langsam besser. Ich habe mir aber von einer Psychologin Psychopharmaka besorgt, die mir zumindest etwas geholfen haben.
Irgendwo habe ich dann zufällig gelesen, jede Krankheit will etwas von mir.
Im Grunde meiner Seele habe ich schon lange zuvor gewußt, daß ich einiges ändern sollte, aber immer alles für die anderen irgendwie geschafft und erduldet, ich hab also auf alle anderen aufgepaßt, nur am wenigsten auf mich selber.
Ich hab auch noch nicht alles geändert, ich glaub, so rasch geht das gar nicht. Mit der Brechstange schon überhaupt nicht. Aber ein paar kleine Schritte sind mir schon gelungen und darauf bin ich stolz. Ich esse mehr Gemüse, obwohls mir gar nicht schmeckt find ich dann doch immer etwas, was mir schmeckt, z.B. Gemüse mit Käse drauf, das schmeckt mir und im nachhinein freu ich mich über jeden Tag, wo ich kein Fleisch gegessen hab, ich bin dann stolz auf mich. Ich horch halt ein bißl mehr als früher in meinen Körper hinein und mach schrittweise etwas besser.
Am meisten hat es mir aber geholfen, daß ich da reinschreibe, allein das Schreiben ist eine Erleichterung für meine Seele, ich hab mich sozusagen mal ausgeredet, wir Frauen brauchen das glaub ich alle sehr.
Und wirklich, wenn ich zu einer Untersuchung muß, dannn hab ich nicht mehr das Gefühl allein zu sein, in Gedanken begleiten mich immer mehrere Forumteilnehmer und das NICHT ALLEIN SEIN tut mir gut.

Ich wünsch Dir viel Glück, hab ein bißchen, oder auch ein bißchen mehr Geduld mit Dir, es wird langsam besser mit der Psyche, ganz fest versprochen.
Das mit der Psychotherapie fnd ich gut, setz Dich aber nicht allzusehr unter Druck. Man kann nicht alles auf einmal erledigen, immer nur Schritt für Schritt.
Ich bin jetzt so weit, daß ich allmählich immer weniger daran denke, was ich vielleicht nicht mehr alles erleben werde, sondern ich erlebe mehr das JETZT, aber wie gesagt, alles braucht seine Zeit.

Sei herzlich gegrüßt

Hedi2

Annette H.
23.08.2006, 07:08
Guten Morgen allerseits,

wollte nur schnell erwaehnen, dass wir etwas weiter unten auf der ersten Seite des Forums einen Thread "Melanom festgestellt - Sorgen und Noete" haben. Ich denke, da koennte dieses Thema gut reinpassen.

Schoenen Tag und liebe Gruesse

Annette H.

Claudia Junold
23.08.2006, 08:39
Liebe Hedi,
ich finde Deinen Beitrag sehr hilfreich. Aber sag mal, hat Dir tatsächlich ein Psychologe Psychopharmaka verordnet? Dann wäre das in Österreich anders als in Deutschland. Hier dürfen das nur Psychiater! Das ist ein sehr großer Unterschied, den viele nicht kennen und der viele auch davon abhält, eine Therapie zu machen. Ein Psychologe ist allein für die Seele und ihre Erkrankungen zuständig - ein Psychiater ist ein Nervenarzt, der z.B. auch für Geisteskrankheiten zuständig ist... Es gibt aber auch Psychiater mit der Zusatzausbildung für Psychotherapie. Allerdings rate ich eher zu einer Therapie beim Psychologen - mit Psychiatern haben viele schon keine allzu guten Erfahrungen gemacht (auch wenn man das sicher wieder nicht pauschal sagen kann).
Grundsätzlich finde ich persönlich, daß die Erkenntnis, daß diese Krankheit einen "Sinn" hat, von grundlegender Wichtigkeit! Denn das hat genau die Folge, die Du beschreibst: nämlich, daß man darüber nachdenkt was im Leben nicht so toll läuft, was einen belastet und unterdrückt und was man davon ändern kann. Genau das ist Inhalt einer Psychotherapie. Und daß die Psyche einen enormen Einfluß auf das Immunsystem hat, ist ja bekannt!
Ich finde Du bist auf einem sehr guten Weg, liebe Hedi!
Viele Grüße

Claudia

hedi2
23.08.2006, 14:30
Hallo Claudia,

Du hast natürlich recht, wenn Du sagst, Psychopharmaka verschreiben Psychiater. Meine Ärztin ist Neurologin und Psychiaterin, im übrigen hat sie eine Angststörung diagnostiziert.

Claudia, ich freu mich immer wenn Du schreibst, Du bist eine treue Seele.
Die gedankliche Begleitung für morgen ist Dir ganz sicher, viele hier drücken die Daumen.

Herzliche Grüße
Hedi2

Mom 21
23.08.2006, 20:38
Liebe Michaela,
ich denke, wir alle hier im Forum können bestens nachempfinden, wie du dich im Moment, so kurz nach der Diagnose, fühlst. Es reißt einem den Boden unter den Füßen weg. Schließlich wird man von einer Sekunde auf die andere mit der eigenen Endlichkeit konfrontiert. Ich war Tage nach der Diagnose noch wie gelähmt und konnte auch keinen klaren Gedanken fassen.... ich hatte nur Angst, Angst, Angst....

Ich habe 3 Kinder, die allerdings schon "groß" sind. Weißt du, ich habe für meine beiden großen Töchter zu ihrem 18. Geburtstag jeweils ein Buch über ihr Leben geschrieben und es ihnen geschenkt. Als dann mein damals 15-jähriger Sohn sagte: "Mama, wenn ich 18 werde will ich auch so ein Buch über mich haben" hat es mir den Hals zugeschnürt und ich musste aus dem Zimmer gehen und heulen weil ich dachte, ich erlebe seinen 18. Geburtstag vielleicht nicht mehr. Es war eine schreckliche Zeit, so kurz nach der Diagnose.
Entschuldigung, ich schicke mal lieber ab, sonst ist wieder alles weg....

Mom 21
23.08.2006, 20:52
weiter gehts...
Ich bin in eine tiefe Depression gefallen und habe für mich keine Zukunft mehr gesehen. Aber ich kann dir versichern, je mehr Zeit verstreicht, desto besser lernst du mit der Diagnose zu leben. Wenn du glaubst überhaupt nicht alleine klar zu kommen, dann rate ich dir auch, dir unbedingt psychotherapeutische Hilfe zu suchen. Wie unsere liebe Claudia J. (huhu Claudi, ich denke morgen an dich) schreibt, wartet man länger auf einen guten Therapieplatz. Aber du kannst auch, bis du einen Platz hast, mal eine Krebsberatungsstelle oder ein Frauengesundheitszentrum (falls es so was in deiner Nähe gibt) aufsuchen. Reden hilft nämlich ganz schön viel. Ich mache übrigens auch eine Psychotherapie.

Auch wenn du starken Rückhalt von Familie und Freunden hast, jemand der es nicht mitgemacht hat weiß nicht, wie es einem in dieser Situation geht.

Und schließlich hast du ja noch uns hier im Forum. Wir wissen wie es im Moment in dir aussieht. Ja!!! Du darfst dich im Moment Scheiße fühlen.


Wenn mich meine Angst mal wieder überfällt (kommt allerdings nicht mehr so häufig vor), dann ziehe ich mich an diesem Spruch hoch:
Ich habe solche Angst zu sterben, aber damit verhindere ich nicht meinen Tod, sondern ich behindere mein Leben!
Also, trotz alledem, Kopf hoch !!!
Liebe Grüße
Siggi

Claudia Junold
23.08.2006, 20:57
Alles klar, liebe Hedi! Und auch Dir ein megaliebes Dankeschön :1luvu: für Deine Unterstützung! Ich melde mich morgen, wenn hoffentlich alles gut über die Bühne ist!

Huhu, liebe Siggi!
Der Spruch über das Leben ist megaklasse, den werde ich in mein Repertoire aufnehmen! Danke - auch nochmal fürs Daumendrücken!!!!
Gute Nacht, schlaft recht gut!

Claudia

Mom 21
23.08.2006, 21:10
Hi Claudi,
sehe gerade das du noch online bist.
Mann, ich bin schon ganz aufgeregt wegen morgen. Es ist fast so, als würde ich selbst morgen zur Nachsorge gehen.
Dank dir für deine liebe Mail und die Bilder. Auf dem Foto von dir ist mir natürlich sofort der dunkle Fleck an deiner rechten Halsseite aufgefallen. Ist der auch unter Kontrolle?

Ja, so ist das bei mir im Moment. Wenn ich im Fernsehen unbedeckte Körperteile mit Leberflecken sehe frage ich mich sofort, ob da schon mal ein Hautarzt draufgeschaut hat.
Also, nochmal--- für morgen bitte nur gute Ergebnisse!!!! Ich hoffe, du schläfst heute Nacht gut.
Gruss Siggi

Claudia Junold
24.08.2006, 08:25
Hallo liebe Siggi!
Ich bin schon auf dem Sprung und muß gleich los. Es ist ja total lieb, wie Du für mich zitterst!!! :1luvu:
Ich hab nen dunklen Fleck auf der Halsseite? Nö, das muß ein Schatten oder so sein, Ich hab so gut wie überhaupt keine Male und es ist auch keiner unter Beobachtung - außer der normalen 12-wöchigen Kontrolle natürlich. Aber mir geht es ähnlich: wenn ich bei irgendjemandem ein ungewöhnliches Mal sehe, muß ich mich auch zurückhalten, damit ich den nicht gleich sofort zum Hautarzt schicke :D
Bis nachher - hoffentlich mit guten Nachrichten!
Viele liebe Grüße von Deiner

Claudia

MichaelaE
26.08.2006, 14:29
Ihr Lieben,
ich habe leider nicht viel Zeit, da ich Montag zur Hauttransplantation ins Krankenhaus muss(mal was positives, scheint alles gut zu heilen)und dann kann ich schlecht ins Netz, obwohl ich dann genügend Zeit hätte. Da jetzt alles so schnell geht, hatte und habe ich noch megaviel Arbeit im Betrieb und daheim, um alles zu organisieren.(Mein 15 j. Sohn ist behindert, und das macht alles etwas schwieriger). Z.Zt. habe ich also keine Gelegenheit gross nachzudenken, und das ist gerade gut so. Es tat sehr gut von Euch so viel Zuspruch zu erfahren, und ich danke Euch allen. In 14 Tagen werde ich mich wieder melden und berichten. Man will mich im Krkh auf Interferron einstellen, Höchstdosis.Und ich habe jetzt zum 1.Mal dort leider eine negative Erfahrung machen müssen mit einer Ärztin.Ich habe mich regelrecht gestritten mit ihr. Dank Euch und 2 Ärzten aus meinem Bekanntenkreis hatt ich ja schon etwas Informationen über Procedere und Nebenwirkungen. Erst habe ich 1 Std. gewartet, dann hatte sie so einen Stress, dass sie meine Beratung in 10 Minuten abtun wollte(der Termin war extra nur dafür von der OÄ angeordnet)und war dann noch zickig, als ich Fragen gestellt habe und zickig, dass ich mich gegen eine Totalausräumung entschieden habe, vonwegen, dann könnte man keine Garantie für mein Leben geben:boese: geben sie mir sowieso nicht)
Sie hat mir den PEN in die Hand gedrückt und meinte ich könnte zuhause an einer Orange schon mal üben:D (Ich mag keine Orangen und kauf auch keine)Allerdings geht sie jetzt in den Mutterschutz, was ich freundlichst begrüßt habe. Ich werde mich auf Station beraten lassen, die OÄ und Stationsärzte gehen wenigstens auf meine Fragen ein. So nun wisst Ihrs.
Ich drück Euch alle und wünsche Euch alles Liebe für die nächste Zeit:winke: :winke: :winke:
:knuddel:
Eure Michaela
(keine Garantie auf Rechtschreibung heute)

MichaelaE
11.09.2006, 18:42
Hallo an Alle,
ich bin wieder zuhause und kann mich wieder auf meinen eigenen Füßen vorwärts bewegen. Kann wieder alleine ins Bad:D und darf auch wieder für meine Söhne Butterbrote schmieren:grin: (Rücksicht auf Mutter ist vorläufig wieder vorbei)Die Wunde am Bein verheilt gut, ich lüfte sie auch brav ein paar Std. am Tag,also es geht mir eigentlich ganz gut.Der Befund vom CT war negativ:) bis auf die rechte Leistengegend, wo man Metastasen nicht ganz ausschliessen will im Moment, aber die Ärzte meinen, es könnte durchaus noch von der frischen OP sein(ich bin optimistisch)Ich habe mich sehr gut aufgehoben gefühlt im Benjamin Franklin, auch wenn der stellvertr. Chef meinte er müsste den Halbgott in weiss spielen weil ich mich gegen eine Totalausräumung der LKs entschieden habe, da es ja um Leben und Tod ginge(wieder die Geschichte mit der Garantie)allerdings meinte später die behandelnde OÄ, dass sie die Reaktion von ihm sehr unglücklich empfunden hätte, und wenn sie selber der gleichen Meinung wäre, dass das die einzige Möglichkeit wäre, würde ich schon gestern im OP gewesen sein.Jedoch haben sie mich gebeten, mich nicht gegen Interferron zu entscheiden, weil es für mich dringend wäre. So, nun hat man aber nicht damit in der Klinik angefangen, sondern mich zu einer Studie angemeldet.
Die ist leider in Mitte, wunderbar, zu meiner jetzigen Situation bekomme ich jetzt auch noch logistische Probleme. ..Ich schreibe später weiter

Claudia Junold
12.09.2006, 14:53
Hi liebe Michaela,
ich wollte Dir nur schnell sagen, daß ich mich freue, daß Du wieder da bist und Dir wünsche, daß Du die richtigen Entscheidungen für Dich triffst.
Von ganzem Herzen alles alles Gute für Dich!

Claudia

Geraldine
22.09.2006, 12:23
Hallo Ihr,

ich habe folgende Fragen:
Wer hat Erfahrungen mit Psychotherapie bei Krebs?
Ist jemandem schon mal diese Möglichkeit angeboten worden?
Kann das größere Heilungschancen bringen?
Kennt Ihr Therapeuten, die darauf spezialisiert sind?
Wenn ja, was machen die dann, welche Therapieform usw.?
Was haltet Ihr überhaupt davon, als Betroffene oder Angehörige?

Liebe Grüße
Geraldine:confused:

babs_Tirol
22.09.2006, 14:02
Hallo Geraldine,

ich persönlich habe 2 Jahre psycho-onkologische Therapie hinter mir, es hat mir sehr viel gebracht, mein innerer Heiler wurde aktiviert und dadurch habe ich viel mehr Freude an meinem Leben, hier und jetzt.
Vor der Therapie hatte ich einfach nur schreckliche Angst vor dem Tod!

Deine Lebensqualität wird auf jeden Fall durch diese Therapie sehr erhöht, wissenschaftlich ist es nicht eindeutig bewiesen, dass die psycho-onkologischen Therapien auch den Krebs heilen können.

Ich wohne in Österreich, daher kann ich dir nicht genau sagen, wo du einen speziellen psycho-onkologischen Therapeuten finden kannst.
Wende dich doch mal eine die Beratungsstelle http://www.krebshilfe.de/
sicherlich können die dir einen Therapeuten in deiner Nähe vermitteln.
Bei mir in Österreich ist auch die Landesstelle der österreichischen Krebshilfe, bei der Vermittluung eines psycho-onkologischen-Therapeuten behilflich gewesen. In meinem Fall war es eine Allgemeinmedizinerin mit Zusatzausbildung, die kannte sich auch mit der Krebserkrankung aus.

Ein Interessanter Artikel über die psycho-onkologische Therapie findest du hier:
http://www.cinema-for-life.com/%20PsychoOnkologie_heute.html

Leidest du an an Hautkrebs?

LG
babs_Tirol

Spinxe
23.09.2006, 09:28
Liebe Silviana,

ich möchte auch eine Therapie machen, habe von meiner Krankenkasse auch schon eine Liste mit Ärzten erhalten. Meine Mutter hat auch einige Therapien gemacht (allerdings zuerst gegen ihre Depressionen, da war noch lange nicht klar, dass sie Krebs hatte). Wir haben aber nie darüber gesprochen, wie so eine Sitzung abläuft.

Kannst du mir sagen, wie so eine Sitzung abläuft? Muss ich da selber anfangen zu reden? Muss ich selber die Dinge angeben, über die ich sprechen möchte oder tastet sich der Psychologe da ran?

Lieben Dank
Claudia

Spinxe
24.09.2006, 11:37
Hallo Silviana,

vielen Dank für den Beitrag, das hat mir schon einen guten Eindruck vermittelt. Ich strebe auch eine Einzeltherapie an, keine Gruppentherapie. Ich bin sehr neugierig. Ich werde das jetzt auf mich zukommen lassen.

Liebe Grüße
Claudia

MichaelaE
25.09.2006, 12:09
Hallo Ihr Lieben,
nicht, dass Ihr denkt, ich melde mich garnicht mehr. Aber zur Zeit geht es mir nicht so gut.Seit 1 Woche nehme ich an einer Studie mit Hochdosiertem Interferron teil.Mo-Fr. jeden Tag intravenös.Bis 2 Uhr nachmittags geht es noch(Ich versuche zu arbeiten),dann ist der Tag vorbei. Sobald ich mal einen kleinen Lichtblick habe, schreibe ich ausführlich.
Alles Liebe
Michaela

Spinxe
26.09.2006, 17:21
Liebe Michaela,

ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass es dir bald besser geht! :winke:

Liebe Grüße
Claudia

Spinxe
28.09.2006, 14:06
Hi,

ich versuche gerade bei ein paar Psychologinnen einen Termin zu bekommen und das ist alles sehr seltsam, wie ich finde. Erstens nehmen die nur Anrufe kurz vor der vollen Stunde entgegen (haben die keine Mitarbeiter/innen?) und zweitens komme ich mir irgendwie komisch vor, wie ein Bittsteller. :(

War das bei euch auch so? Irgendwie fühle ich mich komisch dabei. Eine Praxis meinte, sie hätte keine freien Plätze mehr. Irgendwie hatte ich bei denen das Gefühl, dass die keine Kassenpatienten behandeln (wollen). Naja. Mal sehen, welche Resonanz auf meine Anrufe jetzt kommt.

Beste Grüße
Claudia

Spinxe
29.09.2006, 09:40
Hallo Silviana,

ich habe jetzt eine Psychologin in Köln gefunden. Mein erster Termin ist am 16.10., der zweite dann schon am 24.10.

Ich habe mich gewundert, dass das so schnell gegangen ist und bin jetzt sehr gespannt auf die erste Sitzung.

Beste Grüße
Claudia

destiny68
29.09.2006, 14:21
Hallo Zusammen,

ich hoffe, ich mache jetzt hier alles richtig, damit der Beitrag auch erscheint.

Ich habe schon einiges gelesen über Melanome und konnte mir ein paar Fragen auch damit beantworten.

Obwohl Ihr hier alle so viel erleiden müsst, schafft Ihr es noch, anderen zu helfen oder sie aufzumuntern. Das finde ich toll.

Vielleicht könnt Ihr mir auch helfen?

Bei meiner Ma (65) wurde letzten Donnerstag ein Hirntumor (4 cm) festgestellt. Montag wurde sie schon operiert und gerade habe ich den Befund bekommen. Es war wohl eine Metastase von einem Melanom :undecided

Bin im Moment ziemlich verzweifelt und habe totale Angst. Was ich so gelesen habe, hört sich nicht wirklich hoffnungsvoll an, wenn bereits Metastasen gefunden wurden.

Die Ärzte im Klinikum suchen jetzt den Primärtumor und wollen auch die weiteren Organe, Knochen etc. auf mögliche Metastasen untersuchen.

Ich weiß, dass ich das jetzt erstmal abwarten muss, aber ich habe solche Angst, dass man ihr nicht mehr helfen kann.

Ist hier jemand, dem es ebenso ging? Der ebenfalls aufgrund einer Metastase erfahren hat, dass irgendwo ein Melanom sein muss?
Und wie schnell wachsen die Metastasen? Wenn die im Gehirn jetzt schon 4 cm groß ist, hatte der Primärtumor doch ausreichend Zeit, noch weiter zu streuen, oder?

Bin für jede Antwort dankbar und wünsche Euch viel Kraft und Hoffnung.

Sybilles
30.09.2006, 13:15
Hallo destiny68

bei mir wurde im April 2002 eine Lymphknotenmetastase entfernt. Es wurde festgestellt, dass es sich um die Meta eines Melanom handelt. Umfangreiche Untersuchungen haben nicht dazu geführt, dass der Primärherd gefunden wurde. (CUP-Syndrom).

Im Juni diesen Jahres hatte ich eine Lungenmetastase.

Bei ca. 3-5 % der Hautkrebserkrankten ist der Primärherd nicht auffindbar.

Wünsche Deiner Mutter und Dir alles Gute. Falls Du Fragen hast, nur zu.

Claudia Junold
30.09.2006, 13:21
Hallo liebe Michaela,
Du armes Hascherl! Ich wünsch Dir sehr, daß es Dir bald wieder viel besser geht!

Hallo liebe Destiny,
erstmal ein herzliches Willkommen hier im Forum! Du hast alles goldrichtig gemacht!!! Selbstverständlich kannst Du aber auch in allen anderen Threats hier im Forum schreiben.
Was Deiner Mutter passiert ist, ist kein Einzelfall. Man nennt diese Spielart der Krankheit, wenn kein Primärherd gefunden werden kann, CUP-Syndrom (Cancer of Unknown Primary). Es gibt hierzu auch noch ein eigenes Forum, aber wenn es sich um eine MM-Meta gehandelt hat, bist Du hier bei uns auf jeden Fall richtig. Klar, jetzt muß erstmal geguckt werden, ob der Primärherd vielleicht doch noch gefunden werden kann. In der Regel geht das mit einem PET und evtl. weiteren Untersuchungen wie Darmspiegelung usw., denn ein MM kann nicht nur auf der Haut, sondern auch auf allen inneren Schleimhäuten wie an der Darmwand, der Niere, der Aderhaut des Auges usw. wachsen. Leider gelingt es in solchen Fällen eher selten den Primärherd zu finden. Das liegt oft auch daran, daß es die körpereigene Immunabwehr über kurz oder lang doch geschafft hat diesen Tumor zu beseitigen - leider aber erst, nachdem er bereits Metas gebildet hat. Jede Krebsart hat so ihre "Lieblingsplätze" :sad: , wohin sie metastasiert. Beim MM ist das leider das Hirn (ich hatte auch vor knapp vier Wochen eine Hirnmeta...) und die Leber. Ich finde es gut, daß Du Dich über die Krankheit Deiner Mutter so informierst und möchte Dir auch hier alle alten Beiträge, vor allem auch im Threat "Malignes Melanom" ans Herz legen. Außerdem bekommst Du unter www.biokrebs.de viele Infos. Evtl. wird sich ja auch noch Sybille (:winke: ) bei Dir melden, die ja auch ein CUP-Syndrom hat.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten diesem Mist zu begegnen. Es würde jetzt aber den Rahmen sprengen, sie Dir alle aufzuzeigen. Es wird Dir wirklich nur übrigbleiben, Dich so gut es geht zu informieren und immer wieder alles zu hinterfragen, die Ärzte zu löchern, bis Ihr alles wißt, was Ihr wissen wollt. Ich bin gestern erst aus dem Krankenhaus gekommen, weil mir eine Lungenmeta entfernt wurde, die auch in der den letzten drei Wochen um das Doppelte gewachsen ist... Trotzdem bin ich derzeit nicht bereit, mich auf die wagen Möglichkeiten der "Allerweltschemos" einzulassen. Da gibt es vorher noch andere Sachen, die ich neben der ganzheitlichen Krebsabwehr, die ich schon seit über drei Jahren mit bestem Erfolg betreibe, probieren will. So bin ich vor allem an einer Impfstudie mit dendritischen Zellen dran und hoffe, daß mir sowohl das Schaden/Nutzenrisiko schlußendlich als vernünftig erscheint, als auch, daß ich in ein Studiendesign passe.
Liebe Destiny, auch wenn die ganzen Ereignisse, das Neue und vor allem die Angst wie eine Woge über Euch zusammenschlagen - es gibt wieder Lichtblicke und mit zunehmendem Wissen wächst auch wieder die Hoffnung!!!
Ich wünsche Euch eigentlich nichts mehr, als daß bei den Untersuchungen NICHTS mehr gefunden wird und daß Ihr jetzt einfach wieder Ruhe vor diesem Mist habt!
Von Herzen alles Liebe für Euch und Kopf hoch!
Liebe Grüße

Claudia

Claudia Junold
30.09.2006, 13:24
Hallo liebe Sybille, das war aber mal wieder knapp, daß wir uns nicht gegenseitig "rausgeschubst" haben... :D. Ich ruf Dich nachher mal an. Bis dann!
Bussi

Claudia

destiny68
01.10.2006, 11:47
Liebe Sylvania,
liebe Sybille,
liebe Claudia,


ich kann Euch gar nicht sagen, wie sehr ich Euch für Eure Antworten danke! Dass Ihr trotz Eures Schicksals und obwohl manche gerade erst aus der Klinik raus sind, Euch noch um andere kümmert, finde ich unglaublich toll! Ich wünsche Euch von Herzen zunächst einfach nur das Beste und dass Ihr weiterhin so viel Kraft und Mut habt, und Euch nicht unterkriegen lasst.

Bei mir gibt es nichts Neues. Wir müssen jetzt erstmal die nächste Woche mit den ganzen Untersuchungen und den Ergebnissen abwarten.
Ihr habt mir Mut gemacht damit, dass es nicht unbedingt so sein muss, dass der ganze Körper schon mit Metas übersät ist. Ich dachte immer, wenn ein Tumor beginnt, Metas zu streuen, dann wäre das ständig so und überall setzen sich diese Mistdinger fest.

Was mir sehr zu schaffen macht sind meine Träume. Ich träume ständig davon, dass ich meine Mutter loslassen muss. Heute Nacht z. B. träumte ich, sie hätte das Ergebnis des Knochenszintigramms bekommen und die Ärzte hätten gesagt, man könne nichts mehr machen, alles wäre befallen. Ich habe dann im Traum ganz ruhig reagiert und Ihr gesagt, dass ich sie unterstütze, auch, wenn sie sich dafür entscheiden sollte, dass sie den Kampf dagegen erst gar nicht aufnehmen will ...
Auf den Tag genau einen Monat vor ihrer OP hatte ich einen Traum, in dem ein schwarzer Hund zu mir ins Zimmer meines Elternhauses kam und mich fragte, warum er schon so jung sterben müsse. Und obwohl ich total traurig darüber war, konnte ich ihm im Traum ganz ruhig sagen, dass einfach seine Aufgaben erfüllt seien und manche Menschen leider nur kurz auf der Erde seien.

Das bedrückt mich sehr, denn ich fühle dann so eine tiefe Gewissheit, dass es eben doch nicht gut ausgeht. Gerade eben, weil es keine Alpträume sind, sondern ich im Traum sehr ruhig bin. Fürchte das alles als Omen.

Hinzu kommt, dass ich seit 16 Jahren Panikattacken habe, die mein Leben sehr beeinflussen. Ich bin gerade so in der Lage zu arbeiten und einkaufen zu gehen. Ausgehen oder mal weiter als 10 km zu fahren, sind mittlerweile kaum möglich.

Tut mir leid, wenn ich Euch hier so zutexte, aber ich weiß wirklich nicht weiter und mir graut vor den Ergebnissen der nächsten Woche so sehr!

Ganz liebe Grüße und Wünsche für jeden von Euch hier!

asterix
01.10.2006, 12:19
Hallo Destiny, um gleich was klar zu stellen, du textes hier niemanden zu. Du hast Angst um deine Mutter, was wir alle hier nur zu gut verstehen. In bezug auf deine Mutter, hast du ja schon viele Antworten bekommen, leider musst du wirklich abwarten, was beim Staging heraus kommt. Auch hast du hier schon eifrig gelesen, und weisst wie gefährlich dieses Melanom sein kann. Aber, wenn jeder Arzt nur nach Statistiken und Prognosen behandeln und reagieren würde, wäre schon viele Patienten gestorben, und viele Leben Gott sei dank noch. Man muss wirklich immer im einzelfall entscheiden was richtig oder falsch ist. Worum ich mir aber mindestens genauso viele Gedanken mache wie um deine mutter, bist du. Ich kann dir nur dringend raten, einen guten Therapeuten in anspruch zu nehmen. Es ist für niemanden einfach so eine Situation durch zu stehen, aber so wie es aussieht bist du doch auch noch etwas vorbelastet. Es hilft weder deiner Mutter noch vorallem dir wenn du deine Panikattacken nicht in den griff bekommst. Leider kann dir in diesem falle niemand aus dem forum helfen, da brauchst du wirklich leute die das können. Zu deinen Träumen, da kann ich jetzt mal nur von mir selber sprechen, die habe ich auch, und ich denke das das auch ganz normal ist, aber wenn dich das so mitnimmt, das dein täglicherTtagesablauf unmöglich wird, musst du wirklich was dafür tun, und zwar schnell. Ich kann euch für den moment nur alles gute und viel kraft wünschen. Und bitte schreibe weiter hier, es hilft........liebe grüße aus mannheim asterix



was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir nur zusammen ( x.naidoo)

Claudia Junold
02.10.2006, 09:47
Liebe Geraldine,
ich bin ja erst wieder ein paar Tage vom Krankenhaus daheim und deshalb noch nicht so ganz auf dem Laufenden, was sich inzwischen hier im Forum getan hat. Deshalb kommt meine Antwort erst so spät.
Psychotherapie halte ich persönlich als eine ganz wichtige Unterstützung bei Krebs - und bei HAUTkrebs ganz besonders. Ich habe in den vergangenen drei Jahren mehr als 60 sehr ausführliche Lebensgeschichten von MM-Betroffenen lesen dürfen und festgestellt, daß es kaum eine gab, in der es nicht schwere langanhaltende Einwirkungen oder kurze, traumatische Einwirkungen auf die Psyche gab. Ein Zusammenhang zwischen Krebsarten wie Haut-, Magen-, Speiseröhrenkrebs usw. gilt eigentlich als recht gesichert. Ich selbst habe kurz vor meiner Diagnose eine vierjährige Psychotherapie abgeschlossen, die mir unendlich viel gebracht hat! Jetzt, nach dem Auftreten von Fernmetas, habe ich am 16.10. wieder einen Termin bei meinem früheren Therapeuten. Ich finde, wenn man eine deratige Diagnose bekommt, sollte man JEDE Hilfe annehmen, derer man habhaft werden kann.
Nur ein gesundes, funktionierendes Immunsystem ist in der Lage den Kampf gegen die Krebszellen aufzunehmen - und daß ein enger Zusammenhang zwischen Immunsystem und Psyche besteht, bezweifelt inzwischen wohl keiner mehr. Auch sind die Meditationen und Visualisierungen nach Dr. Simonton ja auch anerkannt. Nachdem die Fragen zur Psychotherapie immer wieder auftauchen, habe ich vor, demnächst einen Extra-Threat dafür aufzumachen und bin schon am Schreiben. Allerdings wird es, weil ich immer noch ziemlich schwach bin, noch etwas dauern. Hier gbe ich Dir auch noch einen recht interessanten Artikel an die Hand:

Psychotherapie am Krankenbett hilfreich

Patienten, die nach einer Krebsdiagnose psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen, leben länger. Das ist das Ergebnis einer Studie von Thomas Küchler vom Referenzzentrum Lebensqualität in der Onkologie, die auf dem Kongreß für Chirurgie in München vorgestellt. wurde. Die Studie stieß dort auf unerwartet großes Interesse. Die Ergebnisse zeigten eindeutig einen Einfluß einer psychosozialen Betreuung auf die Überlebenszeit und widersprechen damit vielen anderen Studien, die keinen solchen Effekt nachgewiesen haben.

Untersuch wurden insgesamt 271 Patenten mit Krebserkrankungen an Speiseröhre, Magen, Leber Bauchspeicheldrüse oder Darm. Die eine Hälfte erhielt - zusätzlich zur Operation - Psychotherapie. Ungewöhnlich war der Ansatz: Die psychotherapeutische Unterstützung fand ausschließlich während des stationären Aufenthalts und zu 90% bereits am Krankenbett statt. Der Autor der Studie, Thomas Küchler, wertete die Ergebnisse zweimal aus - einmal nach 2 Jahren und ein zweites Mal nach 10 Jahren. Das ist ein ungewöhnlich langer Beobachtungszeitraum. Dabei fand er eine wesentlich längere Überlebenszeit in der Gruppe der Patienten, die sofort nach der Operation Psychotherapie erhielten. Auffallend war dabei, daß die Psychotherapie - direkt nach der Operation eingesetzt - sofort Wirkung zeigte und diese auf die Verbesserung der Überlebenszeit auch nach 10 Jahren signifikant gegeben war.

Quelle: Impulse 1/2006 Ausgabe 90

Liebe Grüße

Claudia

destiny68
04.10.2006, 22:04
Lieber Asterix,

vielen Dank für Deine Antwort. Natürlich hast Du recht und ich muss jetzt gerade auch verstärkt darauf achten, dass ich mich nicht übernehme. Allerdings ist das nicht so einfach.

Die Panikattacken habe ich ja schon sehr lange und auch schon etliches versucht. Allerdings sind die Einschränkungen, die ich aufzählte, schon lange da, also nicht erst durch die jetzige Situation entstanden. Es wundert mich selbst, dass ich noch einigermaßen ruhig reagiere. Ich hab es sogar schon 7x in Begleitung bis ins Klinikum geschafft (1 Stunde Fahrt) und es hat auch einigermaßen gut gegangen.

Was meine Mama betrifft, werde ich allerdings noch irre. Jetzt haben uns die Ärzte heute gesagt, es sei doch kein Melanom, sondern Lungenkrebs :(
Sie wollen nun vorsichtshalber 10x den kompletten Kopf bestrahlen, falls noch irgendwo Mikrometastasen sind. Den Tumor an der Lunge können sie wohl wegen seiner Lage nicht operieren. Hier sollen noch Bestrahlungen oder Chemo stattfinden, ebenfalls für die Metastasen an der Niere, die jetzt festgestellt wurden. Ich bin total verwirrt und weiß gar nicht mehr, was ich denn nun glauben soll :huh:

Meine Ma soll Freitag entlassen werden und dann nächste Woche täglich mit dem Krankentransport die 50 km bis zum Klinikum zur Bestrahlung und wieder zurück. Ist das alles normal? Kann sie tagsüber dann überhaupt alleine sein? Wie sind die Nebenwirkungen? Ich weiß, glaube ich, gar nichts mehr.

destiny68
07.10.2006, 12:49
Liebe Silviania,

anscheinend können ich die Ärzte immer noch nicht festlegen. Im vorläufigen Arztbericht, den meine Ma bei ihrer Entlassung gestern bekam, steht: Verdacht auf kleinzelliges Bronchialkarzinom mit mehreren Metastasen und befallenen Lymphknoten, die die Trachea ummauern :weinen:

Der Oberarzt, mit dem ich gestern telefonierte, hat mir gesagt, sie gehen von einem neuroendokrinen Karzinom aus - und da würde der Tumor oder die Metastase in der Lunge, die man auf dem CT sieht, eben passen, wenn es ein kleinzelliges Bronchialkarzinom ist ...

Sie haben alle Untersuchungen eingestellt - ich vermute, wegen der vielen Metastasen. Der Arzt sagte mir auch, sie könnten nur noch palliativ behandeln :weinen:

Ab Montag soll sie täglich mit dem Taxi ins Klinikum, weil der Kopf bestrahlt werden soll, aus dem ja die Metastase entfernt wurde. Sie soll für die anderen Metastasen Chemo bekommen; das wird Montag abgeklärt.

Ich verstehe nur nicht, wie sie etwas behandeln wollen, von dem sie nicht mal wirklich wissen, was bzw. welche Tumorart es nun wirklich ist.
Habe das Gefühl, sie haben meine Mam längst aufgegeben und das lässt mich verzweifeln.

Vor allem, weil sie selbst noch Hoffnung hat, dass es nach der Bestrahlung und der Chemo überstanden ist ....

Was soll ich denn nur tun? Meine Schwester will keine 2. Meinung einholen, weil sie sagt, dass meine Ma sich in Aachen gut aufgehoben fühlt und sie nicht alles wieder von vorne durchmachen soll. Kann ich ja nachvollziehen ... aber für mich ist das Resignation und es geht doch um ihr Leben!

Verzweifelter Gruß
destiny68

perlagonium
07.10.2006, 13:26
Liebe Destiny,

hast du schon mal mit deiner Mutter darüber gesprochen, was sie von einer 2. Meinung hält? Ich denke mal, dass sollte sie entscheiden. Wenn noch nicht, dann rede mit ihr doch mal darüber. Erklär ihr, dass du dem Befund dieser Ärzte nicht 100%ig traust und es dir lieber wäre, sie würde sich nochmal woanders untersuchen lassen. Wenn sie allerdings der Meinung ist, dass sie dort gut aufgehoben ist, dann solltest du es auch dabei belassen.

In meinem Befund stand, dass der Knoten, der entfernt wurde, "aufgrund meiner Krankeitsvorgeschichte noch am ehesten einer pigmentfreien Metastase eines Malignen Melanoms entspricht". In meinem Kopf waren auch nur Fragezeigen. Entspricht am ehesten... ich hab das nicht kapiert. Warum kann man das nicht eindeutig zuordnen? Aber ist ist halt so. Alle Ärzte mit denen ich zu tun hatte bisher (hab auch die Klinik gewechselt) nahmen das aber so hin und bestätigten mir die Richtigkeit. Also muss ich wohl Vertrauen haben und hoffen, dass man mich doch richtig Behandelt.

Ich denke mal, es kommt schon ab und an vor, dass das entnommene Material nicht eindeutig zuzuordnen ist. Hab einfach etwas Vertrauen in die Ärzte. Der OA, mit dem du tel. hast, sagte dir, sie würden deine Mutter nur palliativ Behandeln. Sie machen aber Chemo und Bestrahlung - ist in meinen Augen nicht palliativ (vielleicht versteh ich den Begriff palliativ auch falsch). Ob oder ob nicht, ist ja auch egal, hauptsache ist doch, dass sie versuchen deiner Mutter zu helfen. Und ich drück euch allen ganz doll die Daumen, dass die Chemo und die Bestrahlung anschlägt.

Ich wünsch euch allen ganz viel Mut und Kraft, viel Geduld und auch etwas mehr Vertrauen in die Ärzte.

Liebe Grüße Katrin

hedi2
09.10.2006, 05:07
Hallo Ihr Lieben,

es ist wieder passiert. Ich hatte ein Psychotief. Mein Mann hat mich daraufhin wieder angeschrien, sodaß ich schön langsam zu der Ansicht komme, etwas verändern zu müssen. Will ja gar nicht sagen, daß ich fehlerlos bin, aber jedesmal, wenn ich über meine Probleme reden will, läßt er völlig aus und wehrt sich mit totalem Angriff.

Schreibt mir bitte wieder mal, ich denke, das würde mir sehr guttun!!

DANKE

perlagonium
09.10.2006, 07:43
Liebe Hedi!

Oh, ich weiss wovon du sprichst! Und das tut mir wirklich leid für dich.

Ich war auch mal in so einer Situation wie du. Ich hab mich damals aufgegeben... wirklich... ich hab vor lauter Kummer angefangen zu futtern. Irgendwann war ich auf Mutter-Kind-Kur und musste auf die Waage. Mich traf fast der Schlag. Die KG nenn ich jetzt nicht (peinlich). Die Kur hat mir die Augen geöffnet, dass es so nicht weiter geht. Nach der Kur hab ich für meinen Teil alles getan, um meine Ehe zu retten. Hat leider nicht funktioniert. Ich bin seit 5 Jahren von ihm getrennt und seit 3 geschieden. Ich wollte auch eine Paar-Therapie machen, aber er hat sich geweigert.

Hast du schonmal daran gedacht, eine Paar-Therapie zu machen? Würde er mitgehen? Ich weiss nicht, ob es was bringt - aber Schaden wird es sicher nicht.

Ich kann dir nur raten, es nicht in dich rein zu fressen, denn das macht dich Kaputt. Ich weiss noch gut, wie es mir damals gegangen ist. Ich möchte das nie mehr durchmachen. Dieser ständige Druck, die ständigen Tränen darüber, wenn man alleine ist ... nein, ich denke, dass mein Schritt mich von ihm zu trennen, der Richtige war - auch wenn ich einen immernoch andauernden "Rosenkrieg" habe. Mir gehts psychisch seit dem wirklich viel, viel besser. Ich will dich nicht davon überzeugen, ihn zu verlassen. Ich denke viel eher, dass du ihn von einer Paar-Therapie überzeugen solltest. Immerhin heiratet man ja nicht, um sich wieder scheiden zu lassen. Man sollte schon für seine Ehe kämpfen. Bei mir ging das damals nur nicht mehr, weil er alles, wirklich alles abgeblockt hat, was von mir kam.

Ich wünsche dir von ganzen Herzen, dass er "vernünftig" ist und mit hin geht!

Herzliche Grüße Katrin

asterix
09.10.2006, 07:49
Guten morgen hedi, dann werde ich mal den anfang machen. Bin ja so zu sagen auch Angehöriger, also versuche ich mich mal es von dieser seite. Also ihr braucht ganz dringend hilfe, weil wenn ihr das nicht in den griff bekommt, geht ihr beide vor die hunde. Ich denke mal, das dein Mann hoffnungslos überfordert ist mit der Situation. Das ist bei uns Angehörigen genauso der fall wie bei den Patienten. Und wahrscheinlich kommen wir Männer mit so einer Situation ganz und gar nicht zu recht, liegt vielleicht am unterschied Mann/Frau. Ich mutmaße mal, das dein Mann es nicht wahrhaben will, das ihr euch in dieser Situation befindet, und wenn du dann noch selbst down bist, ist die Hilflosigkeit von deinem Mann, so zu sagen schon vorprogrammiert. Bei uns ist es ja auch so, so lange meine Frau taff und gefestigt ist, habe ich auch kein Problem, aber wehe wenn sie mal traurig ist oder eben auch mal eine Panikattacke bekommt, ich stehe dann auch da und weiss gar nicht was ich dann tun soll, dann wird auch mir bewußt das ich eigentlich genauso hilflos und traurig bin. Aber anschreien ist mit Sicherheit überhaupt keine Lösung eher im Gegenteil. Ich sehe das als Hilfeschrei, bzw die Wut über die Krankheit. Ich denke da kann ich euch wirklich niemand von aussen helfen, ihr braucht da prof. Hilfe und zwar schnell. Es wäre fatal wenn ihr das nicht in den Griff bekommt, und zwar für beide. Ihr braucht euch jetzt gegenseitig, und vorallem du deinen Mann. Also bitte sucht euch dringend Hilfe, bevor irgendwas schief läuft. Ich wünsche euch alles gute und die nötige Kraft zusammen die Situation zu meistern. Ihr könnt das nur zusammen schaffen, und wenn dein Mann dich liebt wird er ja auch nicht wollen das du leidest, ich denke ihm tut das wohl am meisten Leid wenn er so reagiert. Deswegen rede mit deinem Mann ob ihr euch nicht mal einen guten Therapeuten suchen solltet. Ich kanns euch nur ganz dringend ans Herz legen. Liebe grüße auch an deinen Mann, er soll sich mal Gedanken machen, und sag ihm ich weiss wie schwierig auch seine Lage ist. asterix

aha da war die katrin doch schneller

Claudia Junold
09.10.2006, 09:55
Hallo liebe Hedi,

Mann, so ein Mist! Ja, Asterix hat völlig recht, Dein Mann ist vermutlich heillos überfordert - aber DU auch!
Ich bin ja auch schon über 30 Jahre mit meinem Mann zusammen - es wäre seltsam, wenn wir da nicht auch einige leichtere oder auch schwerere Krisen gehabt hätten! Wichtig ist aber, daß man das gemeinsame Ziel nicht aus den Augen verliert und gemeinsam an einem Strang zieht! Wenn das nicht mehr gegeben ist, wird es schwierig werden. Was Du in früheren Postings geschrieben hat, macht mir nicht viel Hoffnung, daß Dein Mann zu einer Paartherapie bereit wäre und es bringt auch nichts, jemanden von etwas überzeugen zu wollen, hinter dem er nicht steht. Und gerade Männer haben ja oft große Schwierigkeiten über Gefühle zu reden und Angst sich zu "outen". Auch Katrin (:winke: Hey, liebe Katrin, Du bist eine superattraktive Frau! Mir wären fast meine Augen rausgefallen!!!) kann ich nur aus vollstem Herzen zustimmen: friß ja nicht Deinen ganzen Frust, die Enttäuschung und Verzweiflung in Dich hinein! wolltest Du Dir nicht sowieso schon professionelle Hilfe holen? Ich bin jetzt grad bei Dir da nicht so ganz auf dem aktuellen Stand. Hast Du da was am Laufen? Wenn Dein Mann nicht will, dann laß auf jeden Fall Du Dir helfen. Fakt ist aber, daß man sich während einer Psychotherapie verändert - das ist ja auch Sinn und Zweck der Übung. Im Idealfall entwickelt man sich gemeinsam - wenn der Partner aber in seiner alten Starre verharrt, erledigt sich das Problem manchmal auch , weil man gar kein Interesse mehr daran hat, mit jemandem zu leben,der nicht bereit ist, etwas für die Beziehung zu tun und immer nur in den gleichen vorgegebenen Formen denkt. Ich war ja mal in einer ähnlichen Lage und weiß wovon Du und ich sprechen! Und zwar aus der Praxis, nicht von der theoretischen Seite her!
Liebe Hedi, kein Mensch hat es nötig so mit sich umspringen zu lassen! Und ein Kranker in unserer Situation schon gleich gar nicht! Natürlich gebe ich Katrin recht: um eine Ehe muß man kämpfen - aber kann es sein, daß dieser Kampf bei Euch schon recht lange läuft - und meistens Du der Verlierer bist? Für mich hört sich das eher mach einem Gegeneinander als einem Miteinander an! Schlimmstenfalls meine ich: besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. - Und glaub mir: ich weiß was das - sofort wenn Du das liest - bei Dir im Kopf abläuft... Es ging mir mal genauso! 10000 Gründe, warum man sich auf keinen Fall trennen könnte... Ich hatte aber das große Glück, daß meinem Mann unsere Beziehung ebenso wichtig war (und ist) wie mir und wir haben es geschafft! Gott sei Dank! Dir wünsche ich, daß Du für Dich Klarheit bekommst, was Du für ein toller Mensch bist, der es Wert ist geschätzt, geachtet und geliebt zu werden und mit dem man mit Respekt umgehen sollte! Ich wünsche Dir alles Glück der Erde auf Deinen kommenden Weg, der wird nicht einfach, aber Du kannst und wirst das schaffen, Hedi! Und bitte: melde Dich immer, wenn es Dir danach ist, wir sind da und hören Dir zu, ja?

Alles Liebe :knuddel:

Claudia

perlagonium
09.10.2006, 11:00
Danke liebe Claudia! Dieses Kompliment kann ich aber getrost zurück geben!

Claudia Junold
09.10.2006, 13:39
Mmmmmmhhh, danke, liebe Katrin, was möchtest Du trinken??? :0))
Bis Mittwoch!

Liebe Grüße von Deiner

Claudia :winke:

coliflor
10.10.2006, 02:44
Trotz allem

ein freundliches Hallo in die Runde.

Am 19.09. wurde mir ein Muttermal entfernt und am 04.10. bekam ich einen Anruf meiner Hautärztin, die mir mitteilte, dass ich bitte in der Hautklinik vorstellig werden sollte. Dieses taten wir gleich am selbigen Tag und morgen gehe ich zum Nachschnitt für zwei Tage in die Klinik. GsD kann ich meinen 15. Wochen alten Sohn mitnehmen.

Der Befund des Labors lt. wie folgt:

Spitzoides, malignes Melanom, Tumordicke 0,5 mm n. Breslow, Level III, in der vorliegenden Schnittebene in toto entfernt. Kein Nachweis einer Ulceration :confused:, Regrssion oder Erosion.

In der Hautklinik wurde ich insoweit beruhigt, dass außer einer gezielten Nachsorge so nichts weiter auf mich zukommt. Ach so, bei der Untersuchung sind noch 2 weitere, eigentlich 4 weitere auffällige Muttermale entdeckt worden und zwei werden Mittwoch gestanzt.

Jetzt habe ich total viele Frage, die mir auf der Seele brennen und auch wenn ich versuche ruhig zu bleiben und positiv nach vorne zu schauen, gelingt mir das nur mäßig. Ich habe eine Heidenangst.

Im Bericht steht noch der Nachweis von mehreren Mitosen.

Was kommt denn jetzt genau auf mich zu, wenn man das überhaupt so pauschal sagen kann?

Im Krankenhaus wurde gesagt ich müsse zum Röntgen der Lunge und zum US, nur ich frage mich: Wer schickt mich dort hin, von wem bekomme ich die Überweisung?

Zu meiner damaligen Hautärztin möchte ich nicht mehr hin, obwohl ich von ihr noch die Einweisung bekomme. Ich fühle mich dort nicht gut aufgehoben, zumal ich bereits im Januar dort vorstellig wurde. Damals riet sie mir aufgrund der Schwangerschaft mit dem Entfernen zu warten. Leider machte ich damals nicht direkt einen Termin und musste 4 Wochen nach der Geburt noch 8 Wochen auf die OP warten. Als sie mir das Muttermal entfernte, sagte sie noch sicher: Das sieht doch klasse aus, da kommt nichts nach. Eine Fruchtsäurebehandlung wg. der ersten Falten wollte sie mir auch aufschwatzen :mad: .

Spinxe
10.10.2006, 08:43
Liebe Coliflor,

erst einmal willkommen hier im Forum. :winke:

Ich kann deine Angst sehr gut verstehen, ich habe im Juni diesen Jahres ähnliche Erfahrungen machen müssen. Wenn du in mein Profil schaust, wirst du unter "Biografie" sehen, dass bei mir in diesem Jahr 2 Melanome (TD 0,32 mm CL II und TD 0,7 mm CL III) diagnostiziert wurden. Weitere fünf auffällige Naevi stehen zur Entfernung noch aus. Ich hatte die gleichen Fragen wie du.

1.
Wechsel so schnell wie möglich den Hautarzt, wenn du dich dort nicht gut aufgehoben fühlst

2.
Die Überweisungen für das Rö-Thorax und die Sonographie bekommst du ohne Probleme bei deinem Hausarzt

3.
Lass dir die Befunde immer in Kopie geben und lege dir einen Ordner an. So hast du bei evtl. Rückfragen (oder auch Arztwechseln) immer die Befunde zur Hand.

4.
Gib deinem Hausarzt und deinem Hautarzt sämtliche Befunde in Kopie, so ist er immer unterrichtet.

5.
Wenn du berufstätig bist, kannst du nach dem Entfernen eines Melanoms einen Antrag auf Schwerbehinderung stellen (habe ich auch nicht gewusst und im Oktober diesen Jahres gemacht). Das macht man i.d.R. beim Versorgungsamt in der Nähe. Genaueres kannst du im nachfolgend genannten Pdf-Dokument (Seite 188 ist interessant) nachlesen: http://www.sozialportal.de/Dateien/BehinderungAusweis.pdf

Ich habe sicher sehr viel vergessen und unsere liebe Moderatorin Claudia Junold wird dir sicher auch noch ein paar sehr hilfreiche Zeilen schreiben.

Zunächst wünsche ich dir alles alles Gute und versuche, die Ruhe zu bewahren. Du hast mit deinem Befund die größten Aussichten, dass nichts mehr nachkommt. Wichtig ist aber: Immer gut informieren! Verlasse dich nicht allein auf die Aussagen der Ärzte, sondern versuche selber, so viele Informationen wie möglich zu sammeln. Das nimmt dir die Angst und lässt dich mit den Ärzten auf Augenhöhe sprechen. Die Erfahrung habe ich gemacht.

Alles Liebe und beste Grüße
Claudia aus Köln :)

Claudia Junold
10.10.2006, 10:02
*Grins* Bin schon da, liebe Claudia! :D

Guten Morgen, liebe Coliflor!
Auch von mir ein sehr herzliches Willkommen hier im Forum! Schön, daß Du uns gefunden hast (auch wenn der Anlaß eher nicht so toll ist!) und danke, daß Du keinen neuen Threat aufgemacht hast!
Mensch, daß ist ja ein schöner Mist, daß es Dich erwischt hast, noch dazu, wo Du gerade so einen frischgeschlüpften Winzling hast! Bloß gut, daß die Docs ein Einsehen haben und Du Deinen kleinen Trabanten in die Klinik mitnehmen kannst! Unsere liebe Claudia aus Köln :winke: hat Dir ja schon einiges an Infos gegeben.
Daß´Du Angst hast, ist völlig klar! Aber Dein Befund ist wirklich nicht so, als daß Du Dir echte Gedanken machen mußt! Es sieht so aus, daß Du mit etwas Glück nie mehr von diesem Mist hören wirst und Dein Leben mit Deiner Familie ganz normal leben wirst. Hier ist ein Link, wo Du sehen kannst, daß Du mit Deiner Tumorgröße wirklich die allerbesten Chancen hast. Allerdings meine ich, daß man dieses Muttermal durchaus auch in der Schwangerschaft hätte entfernen können und dann wäre es vielleicht nur CL II gewesen. Aber nachdem die Ärztin es als "gut" eingeschätzt hatte... :sad:
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=2921
Um eine genauere Prognoseeinschätzung zu kriegen, wäre der Mitoseindex aber auch noch ganz interessant. Steht keine Zahl bei "mehrere Mitosen"? Da könnte man evtl. noch mal genauer nachfragen.
Ja, wenn Dein Staging - wie es zu erwarten ist - völlig ohne Befund läuft, wirst Du in ein Nachsorgeprogramm aufgenommen und das war es dann von der medizinischen Seite her tatsächlich. Allerdings solltest Du künftig mit der Sonne vernünftig umgehen und könntest versuchen, Dein Immunsystem mit Selen und Q10 auf Trab zu bringen. Dazu findest Du hier in den älteren Beiträgen Infos: http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=11045&highlight=Stre%DF
Die Überweisung zum Screening bekommst Du vom Haut-, aber sicher auch vom Hausarzt.
Du hast absolut recht, nicht mehr zu Deiner bisherigen Hautärztin zu gehen, wenn Du kein Vertrauen zu ihr hast! Such Dir einen anderen und nehme evtl. auch mehrere Fehlversuche in Kauf. Für uns ist ein guter Hautarzt einfach total wichtig! Ich hab nach meiner Diagnose auch mehrmals gewechselt und es hat sich jetzt nach meinen Metas (ich hatte aber eine ganz andere Diagnose als Du, keine Angst!) mehr als bezahlt gemacht, daß sowohl mein Radiologe als auch mein Haut- und Hausarzt mich aufgefangen und sich einfach weit hilfsbereiter gezeigt haben, als sie es von berufswegen hätten tun müssen - und so sollte das in so einem Fall auch laufen.
Also, liebe Coliflor, ich hoffe, wir konnten Dir Deine allerersten Fragen so weit beantworten. Es werden sicher noch eine ganze Menge nachkommen - bitte scheue Dich nicht, sie zu stellen! In der Regel findet sich immer jemand, der Dir weiterhelfen kann. Und je mehr Du über diese Krankheit erfährst, je mehr wirst Du merken, daß Du zwar einen Schuß vor den Bug erhalten, aber die allerbesten Chancen auf ein normales, unbeschwertes Leben haben wirst.
Und ganz genau das wünsche ich Dir von ganzem Herzen!
Liebe Grüße

Claudia

Roswitha
10.10.2006, 12:06
Hallo Claudia,
weißt Du ob man den Mitoseindex noch an alten Präparaten feststellen kann?
In meiner Histologie steht nichts davon und von der Lymphknotenmetastase habe ich keine Histologie bekommen.Der Arzt in der Tumorsprechstunde meinte er hätte nur die Nummer von meinem Präparat bekommen mit dem Satz wenig pigmentierte Lymphknotenmetastase. Ab 1.11. habe ich an der Uniklinik einen neuen Arzt, da werde ich nochmal nachhaken. In den Berichten steht ja auch immer was und wieviel Gewebe vorgelegen hat.
Mein Tumormarker ist nun 2 Monate unverändert leicht erhöht bei 0,18 (0,15 Grenzwert).Am 26.10.gehe ich wieder zur Sono, habe diesmal ganz schön bammel weil ich in der linken Nierenseite Schmerzen habe, zieht sich über den Rücken hin.
Viele liebe Grüße Roswitha

Sybilles
10.10.2006, 13:05
Hallo Roswitha

ich habe bei meiner Lymphknotenmetastase erst nach ungefähr 2 Jahren den Mitoseindex feststellen lassen. Das hat keine Probleme bereitet.

Ich halte Dir feste die Daumen, dass bei der Nachsorge alles okay ist.

Claudia Junold
10.10.2006, 15:59
Hallo liebe Roswitha,
ja, soweit ich weiß, ist das möglich. Das Problem ist aber, daß sich viele Pathologen nicht die Mühe machen, weil - so wie mir wörtlich gesagt wurde:"man das Fortschreiten der Krankheit ja sowieso nicht beeinflussen könne..." Ich hab vor der OP meiner Lungenmeta extra darum gebeten, man hat mir gesagt, daß die Mitoserate bestimmt würde - und mir den Befund ohne gegeben, weil das in diesem Labor "nicht üblich" wäre... Aber frag ruhig nach, das schadet nicht.
Sag mal, könntest Du nicht in der Niere oder im Skelettsystem eine Entzündung haben? Das könnte die Schmerzen und auch den erhöhten S100 erklären. Mensch, liebe Roswitha, das zehrt an den Nerven...
Ich wünsch Dir ganz viel Glück und sag bitte gleich Bescheid, wenn Du etwas weißt!
Deine

Claudia

Roswitha
11.10.2006, 14:16
Hallo,
liebe Claudia und auch Sybille. Vielen Dank für Eure Antwort. Ich werde versuchen am 1. 11. in der Uniklinik den genauen Befund von der Metastase zubekommen. Vielleicht steht was vom Mitosindex darin. Was den Befund des Melanoms betrifft so werde ich in unsere Klinik mal nachfragen. Als ich voriges Jahr in der Klinik lag, war eine Führung durch die Pathologie. Ich habe daran teilgenommen und bin mit dem Chefarzt der Pathologie ins Gespräch gekommen. Da ich meine Akte mit im KH hatte wo auch die Nr. des Histologiebefundes drin stand, haben wir einen Termin am nächsten Tag ausgemacht und er hat mir dann am PC mein Bild erläutert, habe aber nicht viel verstanden. Den Begriff Mitosindex kannte ich damals noch nicht. Ich war von seiner menschlichen Seite sehr angetan, mal sehen ob er es ermöglichen kann die Mitoserate noch rauszubekommen.
Claudia ich habe wirklich eine Entzündung am Ischiasnerv, hatte gleich den 2. Tag in Indien Probleme damit, was man aber dort bei der Ayurvedakur sehr schnell in Griff bekam. Nur der Tumormarker war schon 3 Wochen vor der Entzündung erhöht. In 14 Tagen nach der Sono bin ich vielleicht etwas schlauer. Nächsten Mittwoch macht meine Hautärztin erstmal wieder ein Nävi am Bauch weg, hatte der Hautarzt in Dresden empfohlen.
So nochmals viele liebe Grüße Roswitha

hedi2
11.10.2006, 22:38
Möchte mich ganz herzlich bei Euch bedanken.
Ich habs ja gewußt, Ihr seid für mich da, wenn ich Euch brauche!
Toll, daß ich sogar anrufen darf, wenn ich das möchte, schön und lehrreich auch für mich, mal eine Meinung eines Mannes zu lesen, denn dieser Mann/Frau-Unterschied, der ist von einer Frau oft nicht begreifbar (umgekehrt wirds wohl genauso sein).

Ich weiß schon, daß ich meinen Weg alleine zu gehen habe und auch meine Entscheidungen zu treffen habe, aber in Wirklichkeit bin ich nicht allein, weil ich Euch hab!!!!!!!!

Momentan gehts mir wieder besser, diese Stimmungstief, das weiß ich (oder red ich mir das ein?) die werd ich immer wieder haben, die Abstände werden Gott sei Dank schon größer, bloß ich hab mittlerweile das akzeptiert, mein Mann jedoch nicht!!

Mensch ich bin so froh, daß ich Euch hab

Danke

Hedi2:winke:

Claudia Junold
12.10.2006, 08:35
Liebe Roswitha,
ach Du liebe Zeit, das tut mir aber leid, daß Dich Dein Ischias geplagt hat! Und die haben das echt gleich in den Griff gekriegt? Toll! Naja, was den Tumormarker betrifft, so kann die Entzündung ja schon da, aber noch nicht bemerkbar gewesen sein. Aber das ist alles Hypothese. Ich wollte nur sagen, daß es durchaus auch noch andere Ursachen haben kann, warum der S100 angestiegen ist.
Wie war es denn sonst? Hat Dir Indien auch so gut gefallen wie uns? Allerdings war unsere Rundreise schon etwas anderes als eine Ayurvedakur... :D

Liebe Hedi,
ich freu mich, daß es Dir beser geht! Du wirst hier IMMER ein offenes Ohr finden!!?
Herzliche Grüße von
Claudia

coliflor
15.10.2006, 14:24
Trotz allem

ein freundliches Hallo in die Runde.

Am 19.09. wurde mir ein Muttermal entfernt und am 04.10. bekam ich einen Anruf meiner Hautärztin, die mir mitteilte, dass ich bitte in der Hautklinik vorstellig werden sollte. Dieses taten wir gleich am selbigen Tag und morgen gehe ich zum Nachschnitt für zwei Tage in die Klinik. GsD kann ich meinen 15. Wochen alten Sohn mitnehmen.

Der Befund des Labors lt. wie folgt:

Spitzoides, malignes Melanom, Tumordicke 0,5 mm n. Breslow, Level III, in der vorliegenden Schnittebene in toto entfernt. Kein Nachweis einer Ulceration :confused:, Regrssion oder Erosion.

In der Hautklinik wurde ich insoweit beruhigt, dass außer einer gezielten Nachsorge so nichts weiter auf mich zukommt. Ach so, bei der Untersuchung sind noch 2 weitere, eigentlich 4 weitere auffällige Muttermale entdeckt worden und zwei werden Mittwoch gestanzt.

Jetzt habe ich total viele Frage, die mir auf der Seele brennen und auch wenn ich versuche ruhig zu bleiben und positiv nach vorne zu schauen, gelingt mir das nur mäßig. Ich habe eine Heidenangst.

Im Bericht steht noch der Nachweis von mehreren Mitosen.

Was kommt denn jetzt genau auf mich zu, wenn man das überhaupt so pauschal sagen kann?

Im Krankenhaus wurde gesagt ich müsse zum Röntgen der Lunge und zum US, nur ich frage mich: Wer schickt mich dort hin, von wem bekomme ich die Überweisung?


Hallo zusammen,

erstmal lieben Dank Claudia J. (auf diesem Wege: Gute Besserung!) und Claudia aus Köln, das ihr mir so schnell geantwortet habt, dass hat mir sehr geholfen und nachdem ich mich etwas ins Thema eingelesen habe, geht's mir schon viel besser.

Der Nachschnitt ist am Mittwoch gemacht worden und seit gestern bin ich wieder daheim (meinem Sohnemann hat es im KH richtig gut gefallen :eek:).

Das Screening hat am Freitag im KH stattgefunden und die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Ich weiß lediglich, dass bei der Sono ein 1,8 cm großer Lymphknoten im Hals gefunden worden ist. Allerdings wurde mir bei meiner Entlassung gesagt, dass sie diesen Knoten nicht mit dem Melanom im Zusammenhang sehen, sondern das er wohl eher durch meine Autoimmunthyreoiditis (wurde Anfang 2005 erkannt) vergrößert ist.

Diesen leicht schmerzhaften Lymphknoten habe ich seit ca. 11 Wochen und ich frage mich nun, kann man jetzt ohne weiteres ausschließen, das er etwas mit dem Melanom zu tun hat?

Dann habe ih noch folgende Untersuchungsergebisse mit denen ich gar nicht anfangen kann.

Neutrophile 47,8 %, Lymhozyten 42,3 %, GPT 36 U/l, Lipase 100 U/l (Protein S 100 stehen noch aus).

Um eine genauere Prognoseeinschätzung zu kriegen, wäre der Mitoseindex aber auch noch ganz interessant. Steht keine Zahl bei "mehrere Mitosen"? Da könnte man evtl. noch mal genauer nachfragen.

Ich stelle einfach mal das ganze Histo ein, denn für mich sind es leider "Böhmische Dörfer":

Zur Darstellung kommt ein zu den Seiten hin relativ scharf begrenzter, nicht ganz symmetrisch pigmentierter, flach erhabener Tumor. Akanthotisch verbeitertes Epithel mit Hypergranulose. In großen Anteilen des Exzidates überwiegen isoliert stehende epitheloidzellige Melanozyten. Nachweis mehrerer Mitosen. Einzelne Melanozyten erreichen das Stratum granulosum und in Teilbereichen ist das gesamte Epithel pagetoid durchsetzt. Auch Ausschleusung unregelmässig geformter Nester aus atypischen, neoplastischen Zellen. Im oberen Korium einzelne, etwas monomorphere, zu Nestern aggregierte Melano-Naevozyten.

In der PAS-Färbung kein Nachweis von Kaminobodies.

Auch immunhistologisch lassen sich die isoliert stehenden um im Stratum grnulosum manifesten, neoplastischen Zellen mit Anti-S100, Anti-HMB45 und Anti-Melan A-Antikörpern darstellen. Auch immunhistologisch ein deutlich strukturell asymmetrischer Aspekt.

DIAGNOSE: Spitzoides, malignes Melanom, Tumordicke 0,5 mm n. Breslow, Level III, ICD-0:M8743-3, pT1a, in den vorliegenden Schnittebenen in toto entfernt.

:confused: :confused: :confused: :confused: :confused: :confused:

Wie ist das eigentlich mit meinem Sohn? Sollten wir ihn auch untersuchen lassen, oder ist das in unserem Fall nicht nötig? Mein Freund hat hier im Forum diesbzgl. einen Link gefunden, leider habe ich ihn jetzt auf die schnelle nicht gefunden.

Zum Thema Hautarztsuche: Ich weiß, es ist sehr schwer diesbzgl. Empfehlungen auszusprechen, aber vielleicht hat ja jemand einen guten Tipp. Wir suchen im Raum Dortmund und Umgebung.

Die alte Hautärztin erzählte mir damals, dass es in der Schwangerschaft sehr oft vorkommt, das Muttermale sich vergrößern. Stimmt das wirklich?

Gerade hatte ich noch so viele Fragen, nun ist alles wieder weg. :(

Ach ja, bin ich hier überhaupt im richtigen Thread?

P.S. Wir haben heute morgen ein neues Muttermal am linken Ohr ausfindig gemacht, das habe ich vorher noch nie gesehen. Wie schnell spriessen denn die ollen Dinger?

coliflor
15.10.2006, 14:27
Cefasel 300 (Selen) nehme ich bereits seit Anfang 2005 und demnächst werde ich es auch mit Q10 versuchen.

Claudia Junold
15.10.2006, 16:33
Hallo Colifor,

schön, daß Du wieder da bist und alles mitsamt Deinem Winzling gut überstanden hast.

Im allgemeinen kann man per Sono oft ganz gut beurteilen, ob ein Lk "gut" oder "nicht gut" ist. Ein erfahrener Radiologe kann an Form, Farbe und Struktur beurteilen, ob ein LK beobachtet oder per CT genauer abgeklärt werden sollte. Zu 100% wird man nicht sagen können, daß mit dem Lk alles in Ordnung ist, aber ich denke, die Docs werden schon ein Auge drauf haben. Noch dazu ist bei Deiner Tumorgröße zum Glück ja sowieso kaum zu erwarten, daß sich da nochmal was tut.
Ich bin kein Arzt, aber Deine Blutwerte scheinen mir alles ok zu sein. Allerdings ist das mit den Referenzwerten auch immer so eine Sache, da kann man sich nicht 100%ig drauf verlassen, weil halt jeder Mensch verschieden ist. Das einzige, was mir auffällt, ist der GPT (Leberwert), der ist etwas hoch. Daß Du gerade z.Zt. viel Alk trinkst :prost:, glaub ich ja eher nicht :D, aber dieser Wert kann das nächste mal auch schon wieder völlig ok sein(er ist ja auch noch innerhalb der Toleranz, nur eben schon recht hoch).
Deine Histo interpretiere ich als einen klaren MM-Befund. Es wurden auch die Tumormarker gemacht, die waren positiv und damit sollte es keinen Zweifel an der Richtigkeit geben. Wichtig ist, daß der Tumor in toto entfernt ist und pT1a ist ja echt ein kleines Teil!
Was Deinen Kleinen betrifft, so ist es sicher sinnvoll seine Haut ab einem gewissen Alter regelmäßig kontrollieren zu lassen. Frag doch mal den Kinderarzt danach.

Wegen des "richtigen" Threats: Du kannst grundsätzlich schreiben, wo Du magst. Sinnvoll ist es natürlich schon, nach dem richtigen Thema zu "fanden" :), dann tun sich andere Infosuchende auch leichter. Ich bin gerade dabei den Threat "Melanomthemen A - Z zu aktualisieren. Wenn Du etwas suchst, kannst Du auch da nach einem bestimmten Thema gucken und dann auch ganz gezielt dort schreiben.

Ein Muttermal kann superschnell wachsen, das heißt aber beileibe nicht, daß es deshalb bösartig sein muß! Zeig es dem Onkel Doktor, das ist immer das Beste.

Ich finde es klasse, daß Du Selen nimmst! Hast Du Deinen Selen- und Q10-Wert schon bestimmen lassen? Danach richtet sich die Dosierung.

Ich wünsch Dir und Deiner Familie einen recht schönen Sonntag!
Viele liebe Grüße

Claudia

coliflor
16.10.2006, 14:53
Hallo Claudia und hallo @all,

mein Selenspiegel wurde bisher noch nie überprüft, ich bekomme das Cefasel von meinen Hausarzt verschrieben, da er in Bezug auf Hashi viel davon hält.

Daß Du gerade z.Zt. viel Alk trinkst , glaub ich ja eher nicht , aber dieser Wert kann das nächste mal auch schon wieder völlig ok sein(er ist ja auch noch innerhalb der Toleranz, nur eben schon recht hoch).

Es gab schonmal Zeiten, da war ich dem Alk mehr zugetan :rolleyes:, das ist allerdings schon lang, lang her. Mittlerweile lebe ich sehr gesund, d.h. esse sehr ausgewogen (vegetarisch), rauche und trinke nicht mehr, treibe mässig Sport.

Ich habe jetzt noch ein ganz anderes Problem und zwar habe ich eine Zusatzversicherung für's Krankenhaus abgeschlossen und diese gilt ab dem 01.10.2006 :(. Mir ist das Muttermal am 19.09. entfernt worden und zwei Tage später habe ich die Versicherungspapiere unterschrieben. Die Sache mit dem Muttermal habe ich gar nicht angegeben, zumal ich auch nie gedacht hätte, dass so ein Ergebnis dabei rum kommt.

Wie ist das denn nun, wenn ich nochmals wg. so etwas ins KH muss? Tritt die Versicherung dann noch in Kraft? Irgendwie habe ich eine schlechte Zeitplanung :D.

LG Nicole

winter2
16.10.2006, 16:45
Hallo Coliflor,
ich habe gerade in Deinem Profil gelesen das Du ein "spitzoides Melanom" hattest. Ich hatte ebenfalls ein "spitzoides" . Hast Du eine Ahnung was der Unterschied zum SSM ist.
Die meisten haben nämlich ein SSM von einem spitzoiden habe ich bisher nur bei uns beiden was gehört !!

Claudia Junold
16.10.2006, 19:23
Hallo liebe Nicole,
frag doch Deinen Arzt mal nach der Selenspiegelbestimmung, es ist eine Kassenleistung und wäre schon mal ganz interessant. Womöglich nimmst Du ja zu viel oder auch zu wenig. Daß Du zu Natriumselenit kein Vitamin C nehmen oder essen darfst, weißt Du sicher.

Wegen der Versicherung ist das nicht ganz so einfach. Ich würde bei der entsprechenden Gesellschaft anrufen und sagen, wie das gelaufen ist. Wenn Du das nicht tust und die kommen drauf, daß das MM entfernt wurde, bevor Du unterschrieben hast, können die Dir durchaus einen Strick draus drehen! So kann es zwar sein, daß sie Dir den Vertrag wieder kündigen (und Du wirst wohl kaum bei einer anderen Versicherung mit dieser Vorgeschichte einen kriegen :( ) oder aber auch nur das MM aus den Leistungen ausschließen, aber Du bist auf der sicheren Seite und erlebst keine bösen Überraschungen...

Viele Grüße

Claudia

Elfriede11
17.10.2006, 18:06
Ich lese bereits seit einiger Zeit in diesem Forum, finde aber auf meine spezielle Frage keine Antwort, so versuche ich einmal, die Frage hier einzustellen:meine Freundin(44 Jahre) ist vor 2 Jahren an einem malignem Melanom mit Metastisierung erkrankt, 5 Metastasen wurden in der Achsel operativ entfernt, Bestrahlung nach OP, den Herd konnte man nicht lokalisieren.1 1/2 Jahre Interferon-Spritzen (Intron A), im Juni diesen Jahres 3 Lymphknotenmetastasen im Bauch-OP, 3 xChemo mit DTIC derzeit 8 Metastasen im Bauchraum.Man ist ratlos, Fotemustine ist als neue Chemo im Gespräch, aber hier auch nur 20% Ansprechrate.Die Zeit rast, und keiner weiß weiter. Meine Freundin ist Privatpatientin und aus diesem Grunde auch beim Chefarzt in Behandlung.Hat bereits jemand von Euch Erfahrung mit diesem neuen Wirkstoff?Hat irgendjemand einen Rat, was zu tun ist-wir wissen nicht mehr weiter, scheinbar können die Metastasen diesmal nicht operativ entfernt werden, und die Schmerzen sind groß.Die Zeit rennt.In Erfurt wird eine neue Therapie angewendet-Behandlung mit dem aufgearbeiteten Tumor-Gewebe, hat da jemand Erfahrung?Ich warte dringend auf Antwort, gerne auch durch PN.
Sehr verzweifelt Elfriede

asterix
17.10.2006, 18:54
Hallo elfriede, dann sag ich mal hallo, auch wenn natürlich der grund ein nicht so erfreulicher ist. Also vorab, hier ist niemand Arzt, insofern können wir nur Tipps geben auf grund eigener Erfahrung, ohne recht auf gültigkeit. Ich gehe mal davon aus das der Chefarzt weiss was er tut. Was natürlich, wenn möglich, in diesem falle nützlich wäre, ist ein Chemosensibilitätstest. Dazu braucht man Tumorgewebe und dieses wird dann mit verschiedenen Chemokombis getestet. So erfährt man, auf was diese Metastasen reagieren. Und man kann natürlich ausschliessen auf was für eine Chemo gar keine Reaktion stattfindet, und diese kann man sich dann auch sparen. Was eigentlich im Moment an Studien läuft, kannst du hier im Forum nachlesen, entscheiden muss es aber der Arzt. Recht vielversprechend ist die Studie mit Sorafenib und der Chemokombi Taxol/Carboplatin. Ich wünsche deiner Freundin das sehr schnell eine gut ansprechende Therapie gefunden wird. Bitte frag ruhig weiter wenn du noch was wissen willst. Alles liebe und gute für euch asterix

eisemann
17.10.2006, 19:26
Hallo Elfriede,



ich wuerde mal den Chefarzt auf eine Polychemotherapie mit Platin ansprechen. Die sind %ual gesehen ansprechender als singulaere Chemos.
Bei Chemosensibilitaetstests kann es leider passieren das einige Metastasen sensibel reagieren, andere aber jedoch nicht. Ich denke aber mal, das mittlerweile jede gute Uniklinik mehrere Polychemos anbieten sollte, alles darunter ist nicht mehr standard und da wuerde ich sofort die Klinik wechseln. Es bleibt leider zuwenig Zeit um herum zu experimentieren ob nicht eine Solochemo ausreichen koennte.




Gruß eisemann

Claudia Junold
17.10.2006, 20:33
Hallo liebe Elfriede,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Ich nehme an, daß Du mit "Herd konnte man nicht lokalisieren" einen unauffindbaren Primärtumor meinst, Deine Freundin somit am CUP-Syndrom erkrankt ist. Sind es bisher "nur" Lk-Metas oder "im Bauchraum" auch Organmetas?
Mit dem "aufgearbeiteten Tumormaterial" meinst Du vielleicht eine Impfung. Das ist eine Behandlung, die noch im Erprobungsstadium, aber recht vielversprechend ist.
Leider gibt es keine wirkliche Behandlung für das MM von der man behaupten könnte, das sie zuverlässig hilft und leider reagieren sogar die Metas bei ein und demselben Menschen oft auf verschiedene Therapien unterschiedlich. Man muß wirklich versuchen, für jeden einzelnen Patienten die richtige Methode oder Therapiekombi auszuprobieren. Das kostet Zeit - die man leider oft nicht hat. Dennoch meine ich, daß ein Chemosensibilitätstest deutlich besser als bloßes Herumprobieren sein kann. Ist Deine Freundin an einer Uniklinik in Behandlung?
Ich geb Dir jetzt mal ein paar Links hier aus dem Forum, aus denen Du vielleicht noch ein paar Infos ziehen kannst.
Ich wünsche Euch ganz viel Glück und Erfolg!
Und wie Asterix schon sagt: wenn Du noch Fragen hast, die wir Dir beantworten können: immer gerne!
Alles Liebe für Euch von

Claudia

http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=13410
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=10240
http://www.uniklinikum-hd.de/index.php?id=1042
http://www.akh-consilium.at/daten/hauttumoren.htm
http://www.hufeland-klinik.de/Deutsch/hyperthermie.ht
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=512

Kicherernie
17.10.2006, 21:07
Hallo,

ich bin die Sandra aus der Nähe von Dortmund und bei mir wurde vor knapp 14 Tagen ein malignes Melanom am Bauch entfernt.

Befund: es handelt sich um ein (entzündlich überlagertes) oberflächlich spreitendes, malignes Melanom, fokal mit beginnender Infiltatrion des oberen Corium. Folgendes Tumorstadium wird angegeben: pT1a, Clark-Level II-III bei einem Breslow-Index von ca. 0.32 mm, L0, V0, R0. Was heißt das denn jetzt genau? Soviel Durcheinander :laber:

Ich habe zum Glück nur die Nachsorge und keine weitere Nachbehandlung erhalten.

Meine Eltern meinten, ich solle mir mal Gedanken darüber machen, einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen. Aber hat das überhaupt Aussicht auf Erfolg??

Lieben Gruß und im Voraus schon mal vielen Dank
Sandra

Spinxe
18.10.2006, 07:33
Hallo Kicherernie,

ich habe bei meinem 1. Melanom fast den gleichen Befund. Du kannst nach dem Entfernen eines Melanoms mit dem Befund pT1 auf jeden Fall einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Habe ich auch gemacht. Hier wird man in den GdB 50 eingestuft. Besorge dir also einen Antrag bei deinem Versorgungsamt, füge soviele Befundkopien wie möglich hinzu und schick den Antrag ab. Das Versorgungsamt schreibt dann die Ärzte an und dann heißt es warten.

Wenn du Interesse hast, kann ich dir die GdB-Tabelle zumailen, da kannst du alles noch einmal genau nachlesen. Hierfür brauche ich nur deine Mailadresse, die du mir gerne per PN mitteilen kannst.

Beste Grüße
Claudia aus Köln :winke:

Claudia Junold
18.10.2006, 14:53
Hallo liebe Sandra,

Dein Befund heißt, daß Du wohl nochmal ein riesen Glück im Unglück hattest! Dein MM ist so klein, daß nach menschlichem Ermessen wohl kaum mehr etwas nachkommen dürfte! Wenn Du genau nachgucken willst, gebe ich Dir mal einen Link, da steht alles exakt drin:
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=2921
Zum Thema Schwerbehinderung:
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=5640&highlight=Schwerbehindert

Viele liebe Grüße von

Claudia

Kicherernie
18.10.2006, 19:48
Hallo zusammen,

super, danke für Eure schnellen und ausführlichen Antworten. Hatte heute einen Termin bei unserer Schwerbehindertenbeauftragten (von der ich auch eine Broschüre zum GdB etc. bekomme) und ratz fatz hatte ich den Antrag in der Hand. Das geht mal morgen alles zur Post und dann warten wir ab. Ich werde Euch auf jeden Fall berichten, wie es ausgegangen ist.

Danke nochmals und einen lieben Gruß
Sandra

Spinxe
19.10.2006, 08:06
Liebe Sandra,

dann drück ich die Daumen, dass es schnell geht. Ansonsten sollte da nix schief laufen.;)

Beste Grüße
Claudia aus Köln

Kicherernie
23.10.2006, 20:35
Hallo Leute,

war heute bei meinem Hausarzt. Der hat mir empfohlen, ein Schädel-CT, eine Abdomen-Kernspin und ein Knochenszintigramm machen zu lassen, um zu sehen, ob das Melanom Metastasen gestreut hat.

Was haltet Ihr davon?? Bin gerade ein wenig fertig, weil ich ja doch davor ein klitzekleines bisschen Angst habe.

Lieben Gruß und einen schönen Abend
Sandra

Anuschka
24.10.2006, 07:02
Liebe Sandra,

ich hatte 0,48 CLIII und bei mir wurde Sono, Lymphknoten und Lunge Röntgen gemacht. Ich denke dein Arzt möchte nur auf Nummer sicher gehen. Wenn du diese Untersuchungen machst (alle sind wirklich nicht schlimm) dann kannst du vielleicht auch besser mit der Angst umgehen. Bei mir ist es jetzt fast 2 Jahre her und die Angst wird wirklich weniger.

Liebe Grüße
Anuschka

Claudia Junold
24.10.2006, 13:23
Liebe Sandra,
ich schließe mich Anuschka :winke: an. Ob diese Untersuchungen bei Dir wirklich "nötig" sind - darüber läßt sich sicher streiten. Zumindest das Knochenszinti halte ich persönlich doch für etwas viel, aber andererseits: es kostet Dich nix und Du kannst hinterher sehr sicher sein, daß Dein MM bisher keinen Schaden angerichtet hat und das beruhigt die Nerven ungemein! Läßt Du uns bitte wissen, wie Du Dich entschieden hast und was (vermutlich und hoffenltich gar nichts!) herausgekommen ist?
Alles Gute für Dich!

Herzliche Grüße von

Claudia

Roswitha
24.10.2006, 13:45
Hallo Claudia,
ich fass es nicht, kaum bist Du wieder aus dem KH und schon bist du wieder für uns da. Ich hab den Eindruck dein erster Weg war an den PC noch bevor du deine Schuhe aus hattest. Ich wünsche dir alles,alles Gute und vor allem lange,lange oder überhaupt für immer Ruhe vor diesen Sch....dingern.
Viele liebe Grüsse Roswitha

Claudia Junold
24.10.2006, 14:10
*Grins* Nein, ganz so schlimm ist es dann doch nicht, liebe Roswitha! :1luvu:
Aber mein Sohn, der mich aus der Klinik geholt hat und mein Mann, dessen Mittagspause vorbei ist, sind wieder weg und jetzt muß ich doch mal gucken, was es Neues gibt... :) Jetzt werd ich mich aber etwas aufs Ohr legen...
Viele sehr liebe Grüße von

Claudia

P.S. Bei Dir ist doch alles ok?

Roswitha
25.10.2006, 12:22
Hallo,
wenn jemand mit seiner Narbe Probleme hat, hier ein Link zu einem Pflaster. Ist aus einem andern Forum wurde dort von Patienten empfohlen. Kann übrigens auch verschrieben werden, ist nicht gerade billig (je nachAnbieter z.B.4x30cm zw.12 und 21€ oder 5x7,5cm 5-8€)
Vielleicht ist es auch schon in unserem Forum aufgetaucht.
www.mepiform.de

Liebe Claudia
Danke der Nachfrage.Mir könnt Ihr morgen früh 9.00 Uhr die Daumen drücken, da habe ich Sono Abdomen und Leiste. Wollte von meiner Ärztin ein Lungenröntgen haben (seit 3 Wochen öfters einen Hustenreiz u. stechende Schmerzen in der Brustgegend), habe aber nur eine Überweisung zum Phneunologen bekommen und dort erst einen Termin in 3 Wochen). Am 1.11. bin ich in DD zur Melanomsprechstunde,frage dort nochmal nach einem Lungenröntgen.Das Letzte war 04/2005. Hatte aber 2 PET/CTs, so das ich mir das Röntgen sparen konnte, aber nach dem monentanen Beschwerden hätte ich doch gern eins gehabt.
Viele Grüße Roswitha

Roswitha
26.10.2006, 12:40
Hallo
komme eben zurück von der Sono. Es wurde nichts Auffälliges gefunden.
Jetzt hab ich noch das Problem mit dem Reizhusten. Ich hoffe dass ich nächste Woche eine Überweisung bekomme zum Röntgen der Lunge.
Viele Grüße Roswitha

Claudia Junold
26.10.2006, 13:05
HURRA HURRA HURRA HURRA

Hallo liebe Roswitha :knuddel:,
wie mich das freut!!!! Jetzt drück ich Dir alle Daumen die ich hab, daß sich das mit dem Reizhusten auch als etwas Harmloses herausstellt!!!!
Alles Liebe für Dich!!!

Deine Claudia

perlagonium
26.10.2006, 18:23
Liebe Roswitha,
ich freu mich total für dich!
Liebe Grüße Katrin

Kicherernie
27.10.2006, 17:25
Hallo,

ich bins mal wieder.

Schön Roswitha, nehme Dich mal ein wenig als Vorbild.

Ich war heute bei meinem Doc. Der wollte sich wegen Folgeuntersuchungen mal mit einem Onkologen in Verbindung setzen. Der rät zu folgenden Untersuchungen:
Kernspin Schädel und Abdomen
Röntgen Lunge
Knochenszintigramm
anschließend dann eventuell noch Sono von Achselhöhlen und Leistengegend.

Werde das nächste Woche mal alles in Angriff nehmen, um dann die Gewissheit zu bekommen, dass das Dingen keine Metastasen gestreut hat. Bis dahin wird mir meine Angst wohl noch im Nacken sitzen und meine Nerven total angespannt sein.

Ich freue mich, wenn ich hier so einige positve Sachen lese. Die halten mich dann immer aufrecht.

Mein Arzt meinte zu mir, und das fand ich richtig gut, dass wir zwar zur Zeit mit dem Rücken an der Wand stehen, aber alles gemeinsam durchstehen. Er hat mir alles sehr ausführlich erklärt. Meine Mum war dabei, weil 4 Ohren hören bekanntlich mehr als 2.

So, werde Euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten. Und danke für Eure Unterstützung.

Und natürlich alles Gute, egal, was passiert.

LG
Sandra

Spinxe
27.10.2006, 17:53
Liebe Sandra,

ich halte dir ganz fest die Daumen, dass alle Untersuchungen ohne Befund bleiben! ;)

Es ist schön, wenn man einen Arzt hat, bei dem auch das Menschliche nicht zu kurz kommt. Das ist leider nicht immer der Fall. Außerdem ist es gut, wenn du all diese Untersuchungen durchläufst, so weißt du, was Sache ist.

Alles Liebe und Gute für dich!

Beste Grüße
Claudia aus Köln :winke:

Kicherernie
30.10.2006, 20:41
Guten Abend.

Und wieder ist ein Tag vollbracht ;) .

Habe mir heute Termine für meine Untersuchungen geholt. Am Donnerstag wird bereits das Knochenszintigramm durchgeführt und die Lunge geröntgt.

Nächste Woche Dienstag folgt dann Schädel-MRT und Mittwoch Abdomen-MRT. Und dann habe ich die Untersuchungen schon überstanden.

Da ja meine Melanom nur oberflächlich war, gehe ich erst recht davon aus, dass es keinen anderen Befund geben wird.:rolleyes:

Sobald ich am Donnerstag die 2 Ergebnisse habe, denn man hat mir gesagt, ich bekomme das Ergebnis relativ fix dort, werde ich mich wieder melden.

Wünsche Euch allen noch einen schönen Abend

Lieben Gruß
Die Sandra

Tamara1965
31.10.2006, 21:30
Hallo,
ich bekam am 11.09.06 die Diagnose Atypischer (displastischer) Compoundnaevus. Schnittränder Frei. D22.9 Junktionale melanonzytenproliferation, junktionale naevornelanozytische Nester mit teils variabler Größe und Form, fokale Brückenbildung. Eher symmetrische und urnschriebene Läsion. Stellenweise junktional atypischer Melanonzyten mit vergrößerten oder hyperchromatischen kemon. Dermale lamelläre Fibroplasie, Lymphzyten fokal vermehrt. Dermale Naevuszellen in Nestern und Strängen geordnet. Affinität zu Anhangsgebilden.

Mein Hautartz ist sehr kurz in seinen Aussagen er sagte mir ich habe hautkrebs muss mich vor Sonnenbrand schützen ( darf aber trozdem im Dezember in die Karibik fliegen):confused: und alle 1/2 Jahr zur Kontrolle kommen. Alles was verdächtig aussiht muss rausgeschnitten werden.( mittlerweile schon 3 mal ):mad: das nächste ergebniss bekomme ich ca. in einer Woche. Ich weiß nicht mehr wie ich denken soll. Ist es schlimm oder nicht der Arzt hat keine Zeit für Fragen er hat wichtige andere Termine wenn ich da bin. So auch wieder heute. Ich soll mir das klammerpflaster selber entfernen er hatte aber keine Zeit mir zu sagen wann und wie ich das machen soll. Bei der letzten OP hat die Nakose nicht gewirkt und da habe ich ein zusätzliches Trauma erlitten. Jetzt brauche ich bestimmt Valium um zur nächten OP zu gehen. Sind OP´s denn notwendig ? meine Haut wird zu meinem Feind. Ist es denn jetzt wirklich Hautkrebs und wenn ja wie verhalte ich mich. Wo bekomme ich einen guten Hautartzt her. Der hat mich heute das letzte mal gesehen. Glücklicherweise bin ich Privatpatient und kann mir so den Artzt aussuchen. Aber ist ein spezialist notwendig. Ich will das nicht.:cry: . in der Zeit ist mir das gleiche unter der Nasenspitze gewachsen und ein Muttermal auf dem Rücken ist gewachsen. Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Kann es steuen. Wo kann es überall wachsen. Es macht mich fertig. Ich bin sonst mit allen situationen in meinem Leben klar gekommen. Hier weiß ich nicht mehr weiter. Man findet auch kaum Litaratur. Danke Tamara

perlagonium
31.10.2006, 22:45
Hallo Tamara,

ich bin hier ganz sicher nicht der Spezialist, was das "Übersetzen" von solchen Befunden betrifft. Aber soweit ich weiss, sind dysplatisch veränderte Naevi "nur" die Vorstufe, wenn man so sagen will. Also mach dich mal nicht verrückt deswegen, er ist ja rechtzeitig entfernt worden. Ich nehme an, du hast den Befund in Kopie? Lass ihn dir am Besten von einem Fachmann erklären, vielleicht von deinem Hausarzt, wenn du dem mehr vertraust.

Selbstverständlich solltest du trotzdem weiterhin zur Kontrolle gehen, vorallem, wenn du selbst merkst, dass sich Male verändert haben. Ich an deiner Stelle würde mir schnellstens einen anderen Hautarzt suchen, der dir auch die Sache erklären kann und deine Ängste ernst nimmt.

Zum Thema Sonne und Sonnenbrand. JEDER, egal ob mit oder ohne Hautkrebs, sollte Sonnenbrand vorbeugen und sich nicht der direkten Sonnenstrahlung aussetzen! Denn was nicht ist, kann ja werden.... und die Sonne soll ja ein Auslößer sein. Was nicht heißt, dass du dich jetzt vor der Sonne komplett verstecken musst. Pass nur einfach etwas auf, meide Sonnenbaden und Solarium - leg dich lieber in den Schatten und verwende Sonnencreme.

OP´s sind sicherlich notwendig, wenn Male sich verändert haben oder verdächtig aussehen. Anders gehts halt leider nicht. Aber wenn du einen Arzt gefunden hast, dem du vertrauen kannst, dann schaffst du das auch ohne Probleme.

Alles Gute für dich!

Katrin

Tamara1965
01.11.2006, 00:55
Danke

ich war schon bei meinem Hausarzt und er hat sich auch viel Zeit genommen. Er meint das man bei dem Typ nur unterm Mikroskop sehen kann ob er oder es gut oder bösartig ist. Daher muss alles raus. Mein Körper ist überseht mit malen und ich bin 41 da verändert sich sehr viel was ganz normal ist. Wie gehe ich damit um ? Ich habe bestimmt 20 Jahre keinen Sonnenbrand mehr gehabt. Ich bin sehr vorsichtig. Der Hautarzt meinte das sei die rache weil ich als Kind Sonnenbrände hatte. :smiley11: Jetzt habe ich eine super Sonnencreme von meiner Apothekerin bekommen die lässt sie sich aus Holland zusenden. Da sie segelt hat sie viel ausprobiert und seit sie die hat. Braucht sie sich nur einmal eincremen und es passiert nichts mehr. Das ist schon beruhigend. Ich werde mir einen neuen Hautarzt suchen, das ist hier nur sehr schwer, die sind alle überlastet und es ist überall eine massenabfertigung. Schade. Aber ich werde schon einen finden. Morgen muss ich zum HNO Prof. in die Klinik. Die wucherung auf meiner nase ist direkt unter der nasenspitze. Ich weiß nicht wie das entfernt werden soll ohne das ich was von meiner Nase hergeben muss. Die anderen beiden wucherungen sind unter der Haut größer gewesen, das macht mir schon angst. Die Nareb sind 4 und 3 cm lang. Da es im Schambereich ( den ich auch nie gesonnt habe) sind die Narben egal. Aber die Nase. Na ja ich warte morgen ersteinmal ab. Kann aber doch nicht schlafen. Vileicht weiß der Prof. in der Klinik einen guten Hautarzt. Vor 9 Jahren musste meine Gebärmutter wegen Gebärmutterhalskrebs entfernt werden. Daher musste ich schon auf ein drittes Kind verzichten. Ich dachte eigentlich das reicht. Aber jetzt diese Angst vor der eigenen Haut ist doch was anderes. Das geht nicht einfach raus und fertig. Nein sie ist immer da, ich habe über 100 Male und noch mehr Sommersprossen. Aber das Ding war Warzenartig und das an der Nase jetzt auch. Morgen weiß ich mehr. Ich versuche jetzt zu schlafen. Gute Nacht.

Vielen Dank
Tamara

hedi2
01.11.2006, 07:55
Liebe Tamara!

Du tust mir sehr leid, am liebsten würd ich mich zu Dir setzen und Dich streicheln. Aber auf diesem Wege streicheln, das kann ich.
Laß Dir also von meinen Erfahrungen berichten, vielleicht helfen sie:

Ich habe eine Blutphobie, schon als kleines Kind. Das ist, wie eine Spinnenphobie, hab ich mir sagen lassen. Wenn ich Blut sehe oder irgendwie dran denke, kippe ich um. Ist so eine Panik, man gewöhnt sich offensichtlich nie dran. Jedesmal, wenn mir was weggeschnippelt werden soll, weiß ich aber, daß das gemacht gehört, daß es für MICH wichtig ist. Jetzt habe ich einen neuen Weg, allerdings durch Zufall, gefunden. Über einen Psychologen, den ich die ganze Geschichte erzählt hab. Er hat nich, weil ich eine Zusatzversicherung für Spitalsaufenthalte hab (Gott sei Dank) in einem Privatspital für 3 Tage aufgenommen und dort hab ich eine Schlafspritze (keine Vollnarkose!) gekriegt, na und wie ich aufgewacht bin, da waren sämtliche Schnippel vorbei und ich war überglücklich, daß ichs vorbei hatte!!!

Ich kann Dich verstehen, daß Du momentan glaubst, Deine Haut sei Dein Feind. Ich denke Du weißt aber auch, daß das nicht stimmt. Sie sagt Dir bloß was. Kümmere Dich um mich. Mir hat z.B. bei der Bewältigung meiner Angst (hab ich aber immer noch, nur kann ich besser damit umgehen) sehr geholfen, ganz zielstrebig meinen Weg zu gehen, hab ich auf die Suche nach dem richtigen Arzt für mich gemacht, und mich durch nichts und niemand davon abbringen lassen, eine Lösung für mich zu finden (hat schon etwas länger gedauert). Es hat mich abgelenkt, ein Ziel zu verfolgen lenkt von den Ängsten ab.
Wenn Du doch Privatpatient bist, mach Dich mal auf in eine Ambulanz in einer Privatklinik. Ich bin mir vorgekommen wie in einem Hotel und bin sehr liebevoll behandelt worden. (Ist sicher systembedingt das Ganze, aber ich hab mich einfach verwöhnen lassen, so wie ich das wollte und es hat mir gut getan).

Ich drück Dich, machs gut
Hedi2:1luvu:

perlagonium
01.11.2006, 08:01
Guten Morgen Tamara,

das ist mir durchaus klar, dass man nur unterm Mikroskop sagen kann, ob was gut oder böse ist. Deswegen müssen die veränderten und verdächtigen Male ja auch alle raus. Mit der Zeit wird das auch bei dir zur Routine.

Logisch, dass du jetzt total durch den Wind bist. Ging wohl jedem von uns so. Mit der Zeit wirst du aber lernen, damit zu leben. Das macht jeder einwenig anders und du wirst das auch schaffen.

Wenn ich deine Vorgesichte so lese, denke ich mir, dass du in den letzten Jahren schon mal durch die Hölle gegangen bist. Hautkrebs hängt auch sehr viel mit der Psyche zusammen. Vielleicht wäre es gut für dich, wenn du einen Psychologen aufsuchen würdest. Das hilft vielen hier sehr. Ich mach das (noch) nicht, deswegen kann ich dir nicht viel dazu sagen.

Liebe Grüße Katrin

hedi2
01.11.2006, 08:04
Hallo Ihr Lieben,

hab noch eine Frage, die mich beschäftigt.

Wie wird bei Euch eine Lymphknotensono gemacht?
Mein Melanom war am linken Fuß. Die Sono-Ärztin schallt die Leiste ganz oben.
Hat man denn im Oberschenkel, dort wo der Wächter war. nicht auch LK, kommen dort die Mistdinger nicht zuerst hin?

An und für sich fühl ich mich dort gut befundet, ist mir nur gestern so durch den Kopf geschossen.
Hatte gestern meine Sono und Röntgenuntersuchung, sowie Blut, Befunde hab ich aber noch nicht, außer daß die Sono-Ärztin mir immer gleich sagt, ob sie was findet, und sie hat nix gefunden. Das mag ich an Ihr, denn die Warterei auf Befunde ist nicht grad angenehm.
Drückt mir noch ein bißchen die Daumen, bis ichs nächsten Mittwoch hinter mir hab

Eure momentan etwas unrunde
Hedi2

perlagonium
01.11.2006, 08:09
Liebe Hedi,

schau mal unter

www.medizinfo.de/immunsystem/abwehr/lymphsystem.htm

Da ist sogar eine Skizze dabei, wo die LK´s so sind.

Bei mir wurde auch nur die Leiste untersucht.

Lieber Gruß Katrin

Tamara1965
01.11.2006, 15:35
Danke:weinen: . Hat mir sehr gut getan. Fühle mich imArm genommen und kann endlich auch mal weinen. Ich versuche immer so Stark zu sein. Na wenigstens ist das mit meiner Nase noch aufgeschoben. Der Knorpel ist gewachsen und soll 1/4 jährlich untersucht werden. Ist wohl nichts. Es kann sein das einfach nur meine Nase wächst. Auch nicht toll aber besser als ab:tongue .
Es tut sehr gut einfach die Gefühle von der Seele zu schreiben. Das durcheinander zu ordnen. Ich suche jetzt eine schöne Privatklinik. Wozu bezahle ich 600,00 € im Monat Beitrag. Ich habe gerade etwas für meinen ehemaligen Hautarzt gesehen :twak: . Das tut gut. :cool: Vielen Dank für Euch.
Ich bin auch schon am überlegen ob ich etwas für meine Seele tun soll. Mal sehen. Brauche noch ein wenig. Das mit der Schlafspritze ist super. Fühlt sich sehr gut an.

Tamara

Spinxe
01.11.2006, 16:20
Liebe Hedi,

schau mal unter

www.medizininfo.de/immunsystem/abwehr/lymphsystem.htm

Da ist sogar eine Skizze dabei, wo die LK´s so sind.

Bei mir wurde auch nur die Leiste untersucht.

Lieber Gruß Katrin

Liebe Katrin,

dieser Link interessiert mich auch sehr, leider bekomme ich eine Fehlermeldung, wenn ich ihn öffnen will. Liegt´s an meinem Browser? Könntest du den Link evtl. nochmal überprüfen? Auch wenn ich ein "l" an das htm anfüge, bekomme ich eine Fehlermeldung.

Beste Grüße
Claudia aus Köln

perlagonium
01.11.2006, 16:39
Sorry, hab mich vertippt. Habs jetzt geändert, geht jetzt.

Claudia Junold
01.11.2006, 17:43
Hallo liebe Tamara! :winke:

Ich war ein paar Tage weg, deshalb kommt mein Willkommen hier im Forum etwas spät, aber nicht weniger herzlich!

Du hast ja schon einige Antworten bekommen, trotzdem möchte ich noch hinzufügen, daß Deine Diagnose NOCH NICHT schlimm ist. Damit das auch so bleibt, solltest Du schon (wir Katrin Dir ja schon geschrieben hat :winke:) sehr bewußt mit der Sonne und vor allem auch mit dem Solarium umgehen!
Ein ganz klares JA ! Diese OPs können für Dich lebensrettend sein und sind unverzichtbar!
Ein MM (Malignes Melanom) kann nur dann streuen (von wenigen unerklärlichen Ausnahmen mal abgesehen), wenn es Zugang zum Lymph- oder Blutsystem hatte. Deshalb ist es so wichtig, daß alle veränderten Male herausgenommen und histopathologisch untersucht werden. Mit letzter Sicherheit kann man im allgemeinen nur in einer feingeweblichen Untersuchung klären, ob es sich um ein harmloses Mal oder ein MM gehandelt hat. Und wenn es ein MM ist, ist es für die Prognose wichtig, wie tief der Tumor in die Haut eingedrungen war und zu welchen Hautschichten er Zugang hatte.
Nein, ein ausgesprochener Spezialist ist wohl nicht notwendig, aber ein gut ausgebildeter Hautarzt, der möglichst auch Erfahrung mit dem MM haben sollte, wäre schon sehr wichtig.

Es geht weniger drum, wann Du das letzte mal Sonnenbrand hattest. Es geht eher drum, wie sehr Deine Haut (durchaus auch in der Kindheit) geschädigt wurde. Wenn Deine Haut so unruhig ist, würde ich schon mal ausprobieren, ob es ohne, bzw. mit weniger Sonne, nicht besser wird. Wichtig zu wissen ist auch, daß ein MM nicht unbedingt AUF der (Außen-)Haut, sondern durchaus auch IM Körper (z.B. auf der Magenwand, im Darm usw.) wachsen können. Ein MM dort zu entdecken ist nicht immer einfach.

Das Ding an Deiner Nase kann ganz sicher operativ so entfernt, bzw. kann die Nase danach sicher wieder so rekonstruiert werden, daß man hinterher nichts mehr sieht. Mein riesentiefes MM war am Ansatz des Ohrläppchens und das betroffene Ohr sieht besser aus als das andere :lach2:...

Wenn Du schon so eine Krebskarriere hinter Dir hast, solltest Du Dir tatsächlich mal überlegen, ob es für Dich nicht wirklich interessant wäre, eine Psychotherapie anzustreben. Es ist doch immer gut, sich in alle Richtungen kundig zu machen und sich Hilfe zu suchen, wo man sie bekommen kann.
Ich häng Dir mal ein paar Links an, in die Du reingucken kannst, wenn Du magst!

Alles Liebe für Dich von

Claudia

http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=11015&highlight=Melanom+Situ
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=15263
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=5640&highlight=Behindertenausweis
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=20795
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=11221
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=2921
http://www.biokrebs.de/
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=20795

hedi2
01.11.2006, 18:43
Liebe Tamara,

freut mich, daß wir Dich ein wenig aufrichten konnten. Ich bin mir sicher, das hab ich mir schon beim Schreiben meines letzten Beitrages an Dich gedacht, wenn ich bei Dir säße, dann hätten wir sicher beide geweint. Am Anfang, vor einem Jahr, da hat mein Arzt gesagt, es macht nichts, wenn man weint, solange es gut tut. Ich hab viel geweint, gut gefühlt hab ich mich danach allerdings nicht. So schnupfig war ich dann und müde, aber er hatte doch recht. Es wird nämlich immer besser wenn man weinen kann, die Abstände werden langsam größer - versprochen! Anfangs hab ich alle zwei Tage geweint. Jetzt "nur" mehr alle 3 Monate, öfter hab ichs nimmer nötig!

Was ich Dir aber noch sagen wollte, ich hab im Privatspital alles zusätzlich verlangt, was ich schon lange vorhatte. Sie haben mir alle Ärtze geschickt, die ich wollte (hab sie aber nicht gekannt). So hatte ich z.B. einen Psychologen, der hat mir Vitamin B-Infusionen gegeben (ist gut für die Nerven und ich hab richtig gespürt, wie gut mir das tat, war danach wesentlich stabiler. Psychopharmaka hab ich auch gekriegt, also ich möchte sie nimmer missen, ich hab kein Problem damit und es geht mir wirklich besser. Außerdem hat mir ein anderer Hautarzt, zu dem ich sonst nicht gehe, nochmals meinen Befund erklärt, auch das war gut, weil der hatte richtig Zeit für alle meine Fragen.
Eine Physiotherapie hab ich auch gekriegt, ein ganzes "Gesundheitspaket" sozusagen, und ein paar Befunde, wie z.B. Knochendichte und Mammografie, das hätte ich jetzt sowieso machen müssen, das hab ich auch gleich erledigt.
Sonst rennt man ja von einem Arzt zum anderen und kommt überhaupt nicht weg von den doofen Gedanken.
Ich hätte ein paar Wochen gebraucht mit überall anmelden und hingehen und Befund abholen usw., so warens nur 3 Tage, hab super Essen gekriegt und bin auch nicht in der Nacht durch das doofe Fiebermessen um 5 Uhr früh geweckt worden, das klappt ja um 9 auch noch.
Die Schwestern waren urlieb und hatten auch Zeit, mit mir zu plaudern.

Die Schlafspritze war super. Ich hatte durch die Vitamin B-Infusionen schon zuvor einen Zugang, ich hab nicht einmal mitgekriegt, daß ich sie bekomme und hab so schnell eingeschlafen, daß ichs nicht mal gemerkt habe. Bin danach angezogen in einem Rollwagerl in mein Bett geführt worden, das hab ich mitgekriegt, hab mich total gefreut, daß es vorbei ist, war so richtig stolz auf mich, was ich erledigt hab, und dann hab ich im Bett noch weitergeschlafen.

Ich wünsch Dir alles Liebe, daß Du alles kriegst, was Du Dir wünscht, mußt Dir halt zusammenschreiben, was Du alles willst und brauchst.

Machs gut

Hedi2

Tamara1965
02.11.2006, 07:35
Vielen Dank Hedi,

eine frage habe ich noch. Am Freitag wurde mir ein Mal raugeschitten ( auf der Schamlippe) der Arzt hat es von innen genät und von aussen mit kleinen Pflastern 4 Stück ( sehen aus wie Klammerpflaser). Er meinte beim Verbandwechseln er kat ein wichtiges Gespräch und keine Zeit meine Fragen zu beantworten. Ich weiß nicht wann ich die kleinen Pflaster abnehmen kann. Ab Freitag darf ich wieder Duschen es soll troztdem nicht so nass werden. Wie werde ich die Dinger los? Wegen der doofen Stelle möchte ich nicht unbedingt zu einen anderen Arzt gehen, und zu dem gehe ich auf keinen Fall mehr. Nocheinmal vielen Dank.:1luvu:

Tamara1965
02.11.2006, 07:41
Hallo Perlagonium,

ich wollte Dir nicht zu nahe treten mit der bemerkung das es immer rausgeschnitten werden muss. Mein Hausarzt sagte mir des es in hamburg in Eppendorf ein Verfahren gibt wo nicht geschnitten werden muss. Da hatte ich mich am anfang dran geklammert, aber als er den Befund gelesen hatte sagte er mir, das es bei mir nicht geht. Ich habe nähmlich tierische angst vor Spritzen ( da schoneinmal eine in meinen Arm abgebrochen ist und erst ca. 10 cm später durch aufscheiden wieder gefunden wurde. Alles ohne etwas. Das war nicht schön. Daher versuche ich immer um Spritzen drum rum zu kommen.) Die Fobie werde ich jetzt wohl nebenbei bewältigen:tongue

Gruß Tamara

hedi2
02.11.2006, 09:18
Hallo Tamara,

wahrscheinlich bist Du im Moment so geschockt, daß Du Dir schwer tust, Entscheidungen zu treffen (ist mir auch so gegangen). Ich kann Dir ja nur sagen, was ich tun würde, muß ja nicht DEIN Weg sein. Zu diesem Arzt tät ich mich auch nicht reißen, nochmals hinzugehen. Vielleicht kannst Du in der Ordination anrufen, und sagen, Du willst ihn telefonisch sprechen, weil Du nicht weißt, wie und wann das Pflaster entfernt werden muß. Am Telefon muß er nämlich Zeit für Dich haben. Leider kenn ich so ein Klammerplaster nicht. Ich glaub aber, daß das jeder Arzt wegmachen kann, hast ja offensichtlich keine Naht zum rausnehmen. Was ist mit Deinem Hausarzt, vielleicht eine Ärztin? Vielleicht hilt Dir eine Freundin? Vielleicht machen sies auch in der Ambulanz der Privatklinik! Denk nach!!!!

Ich selber muß alle drei Monate zur Kontrolle. Da gehört auch eine Hautkontrolle dazu. D.h. komplett ausziehen und untersuchen lassen. Das ist nicht angenehm, aber es gehört zu meinem Schutz. Viele haben damit Probleme, bzw. empfinden es als unangenehm! Ich finds auch unangenehm, aber man gewöhnt sich dran und mit der richtigen Einstellung, nämlich, ICH TUE ES FÜR MICH, beiß ich die Zähne zusammen und bring es hinter mich. Es ist nicht das Schlimmste, das schafft man und schlimmer wäre es ja, wenn was nicht gefunden würde.

DU SCHAFFST DAS; DU HAST SCHON VIELES GESCHAFFT!!!!
Hedi2:1luvu:

perlagonium
02.11.2006, 09:27
Hallo Tamara,

so hab ich das auch garnicht aufgefasst. Es bleibt uns nur nichts anderes übrig, als alles schnippeln zu lassen um sicher zu gehen. Wenn du erstmal einige histo. Befunde "ohne" Befund bekommen hast, dann wirst du lockerer damit umgehen. Ich lebe schon 12 Jahre damit und mir wurden schon über 20 Male entfernt - lediglich ein einziges, das erste, war ein Malignes Melanom. Klar zittert man jedes Mal und hofft, dass es gut wird. Aber damit lernt man umzugehen. Auch wenn du jetzt denkst, dass deine Welt zusammen gebrochen ist, früher oder später kommt selbst bei dem Schei.. Routine rein.

Und wie gesagt, bei dir war es ja "nur" dysplastisch Verändert. Es war ja noch kein Melanom. Du hast wirklich noch mal Glück gehabt. Um zu vermeiden, dass sich deine evtl. noch vorhanden dyspl. Naevi zu Melanomen entwickeln, solltest du schon schnippeln lassen, auch wenn du eine Spritzen-Fobie hast. Augen zu und durch. So gehts mir jedesmal wenn ich in eine "Röhre" geschoben werde. Ich habe total Platzangst und es ist für mich die Hölle, wenn ich ins CT oder so muss. Aber wenns sein muss, dann muss man eben durch. Schließlich will ich ja wissen, was wo in meinem Körper wächst, was nicht sein soll. Und ich muss sagen, jedes mal, wenn ich von so einer Untersuchung heim komme, bin ich ein Stück mutiger! Es ist eine Art Siegesgefühl, weil du dich selbst übertrumpft hast. Ich hab zwar immer noch Angst und jedesmal ist mir vorher ko..übel - aber hinterher gehts mir gut - auch wenn das Ergebnis auch mal nicht so schön ist. Ich muss aber auch sagen, dass die Ärzte und MTA´s super nett mit mir umgehen, weil sie wissen das ich Angst habe.

Ich wünsche dir ganz viel Glück, dass nichts weiter gefunden wird, als höchstenfalls dyspl. Veränderungen.

Und was die Pflaster angehen... Du hast doch sicher einen Frauenarzt/in, lass das doch einfach von dem machen. In der Regel ist das so, das Fäden, Klammerpflaster etc. 8-10 Tage bleiben, dann kommen sie raus.

Liebe Grüße Katrin

Tamara1965
02.11.2006, 10:55
Vielen Dank Ihr beide.

Hedi, deine Rat war super fühlt sich total gut an. bin auch schon auf der suche nach einer Klinik. Psyhoterapie ist ein kleines prob. meine Kasse würde nur die Kosten von einem Psychater über nehmen, ich war schon mal auf der suche und der einzige den meine Kasse bez. würde war echt doof. Da überlege ich doch schon zwei mal. ( Meine Kindheit war so schlimm, das ich für 10 jahre meine erinnerung verloren habe, war auf der suche danach, aber es ist wohl besser sie bleiben weg, war das resultat.) Wenn ich dann lese das es für die haut nicht gut ist, weiß ich nicht so richtig was ich machen soll. Es war wohl so schlimm das mein körper mich davor geschützt hat es zu überleben ( habe mit 7 Jahren versucht mich umzubringen). Aber wenn es mich Krank macht muss ich wohl wieder damit befassen. Ist sehr schwer. Dabei haben schon welche den Verstand verloren, das möchte ich wenger. Daher bin ich zurückhaltend.

Ich wohne in Wolfsburg und habe bisher nur Kliniken hinter München im Internet entdeckt.

Jetzt ist die Frage natürlich groß Macht meine Seele mich Krank:confused:

Ich bin sehr froh das das Ding im Sommer gewachsen ist sonst hätte ich es nicht entdeckt. Ich werde die Pflaster am Samstag entfernen dann sind es 9 Tage. Danke

Ihr tut echt gut :1luvu:

Habe mein inneres durcheinander sehr sortiert, und wenn ich unsicher werde schau ich hier rein. :tongue . Ich denke das mein nächtes Ergebnis gut ist. Das müsste ich eigentlich morgen erfahren.

ich danke Euch nocheinmal.:1luvu:

Tamara

Tamara1965
02.11.2006, 10:58
Hallo,

wenn ich meinen eigenen Text lese sehe ich wie durcheinander ich bin.:shocked:

hedi2
02.11.2006, 12:58
Hallo Tamara,

schreib Dir nur alles von der Seele. Mir hat das auch so gut getan, wie ich hierher gekommen bin. Ich denke, es sind viele hier, die Dich verstehen, weils ganz normals ist, daß es einem so geht am Anfang. Das allein hab ich schon für gut empfunden: Ich bin normal!!!!

Das mit der Psychotherapie, das hab ich auch noch nicht erledigt, die wäre privat. Wie gesagt, ich hatte im Spital einen Psychiater, der mit lediglich zuhörte und der mich medikamentös unterstützt. Für mich persönlich ist das im Moment schon ausreichend. Ich kann nicht alles auf einmal erledigen. Das wollte ich auch zu Beginn und hatte dann ein schlechtes Gewissen, weil ich nicht alles geschafft hab. Ich geh halt so in Abständen zu meinem Psychiater, da quatschen wir ein bißchen, nur über das, worüber ICH im Moment sprechen will. Und irgendein Satz bleibt dann immer hängen, der tut mir gut und entweder bestätigt er meinen Weg oder bringt mich ein bißl zum Umdenken. Das reicht mir schon. Ich weiß selber gar nicht ob eine Psychotherapie für mich gut wäre oder im Moment nur belastend, weil zu viel aus der Vergangenheit raufkäme, womit ich mich im Moment gar nicht belasten mag. Ich glaub für mich, ich muß Prioritäten setzen und mich nicht selber unter Druck setzen. Eins nach dem anderen und stolz drauf sein, auf jeden Schritt - und sei er noch so klein.

Du bist ja offensichtlich in der "glücklichen" Lage, daß Dein Melanom sehr klein war und ich glaube, bin kein Experte, daß Du ganz tolle Chancen für Deine Zukunft hast. Vielleicht ists das auch schon gewesen. Aber Deine Zukunft, die liegt in Deinen Händen. Laß Dir alles nochmal von einem Arzt erklären, ich denke, Deine Aussichten sind gar nicht schlecht. Und setzt Dich nicht unter Druck, das sagt Dir Dein Herz aber sowieso selber, wenn nicht jetzt, dann etwas später.

Ich denke, es bleibt dabei, daß Du einfach nur zu regelmäßigen Kontrollen gehen mußt, damit nix übersehen wird, das:1luvu: vielleicht später zur Gefahr würde.

Den ersten Schritt hast Du ja bereits getan, Du ordnest Deine Bedürfnisse und am Samstag ist das Pflaster weg.

Weißt Du was komisch ist?
Ich kann ja nicht sagen, daß ich mir mein Melanom gewunschen hätte, aber mein Leben ist irgendwie zufriedener, bewußter und erfüllender geworden. Das hätte ich niemals gedacht. Und ich glaub dran, daß ich viel mehr aushalte, als ich mir das denke. In Wirklichkeit ist man stärker als man glaubt. Irgendwie hat der Mensch so Selbsterhaltungstriebe und so kann ich auch mal schon kräftig auf den Tisch klopfen, wenn mir was nicht paßt. Das hätte ich früher nie getan, hab immer alles erduldet. Jetzt hab ich mich selbst ein bißl lieber und paß auf mich besser auf. Und außerdem bin ich nicht mehr alleine, denn ich fühle mich in dieser Gruppe hier sehr geborgen.

Wir hier sind immer für Dich da
Hedi2

perlagonium
02.11.2006, 13:17
Hallo Hedi,

ich kann dir da 100% zustimmen. Mir geht es ebenso. Ich hab vorher auch immer alles geschluckt und nie nein sagen können. Jetzt krachts schon mal gewaltig und ich sag meine Meinung - egal obs dem Gegenüber passt oder nicht. Und mir ist das mittlerweile auch ziemlich egal, ob ich damit irgendwo anecke. Ich bin ja nach wie vor krank geschrieben (seit nem viertel Jahr) und muss sagen, dass mir das sehr gut tut. Ich dachte immer, Stress haben ist für mich besser als mich langweilen. Ich war immer in action und ständig im Stress. Nixtun war für mich die Hölle. Dachte ich. Jetzt muss ich ja langsam machen, weils einfach nimmer schnell geht. Jetzt muss ich mich ausruhen. Ich hab endlich wieder Zeit für mein Kind, Zeit für mich, Zeit und vorallem Lust mal ein gutes Buch zu lesen und einfach mal aufm Sofa rumzulümmeln. Ich find das super! Wenn ich mir die Krankheit weg denke, fühl ich mich wie im XXL-Urlaub. :lach: Ich bin entspannt wie schon lange nicht mehr.

Ich hab mir mein Melanom auch nicht gewünscht und meine Metas schon gleich dreimal nicht. Aber wie du schon sagst, dadurch ist das Leben zufriedener, bewußter und erfüllter geworden. Selbst die Schatten die der Krebs auf mein Leben wirft ändern nichts daran, dass ich jetzt ein glücklicheres Leben führe als vorher. Ich lache viel mehr, kann mich mehr freuen und ich hab mehr spaß. Hört sich zwar irgendwie irr an, ist aber so.

Lieber Gruß Katrin

perlagonium
02.11.2006, 13:24
Liebe Tamara,

red dir nur ruhig alles von der Seele - auch wenns noch so durcheinander sein sollte (was ich garnicht finde).

Es ist schon was dran, dass wenn die Seele leidet, die Haut mit leidet. Irgendwie hängt das doch alles zusammen. Ich will dich garnicht davon überzeugen, dass du eine Psychotherapie brauchst - das musst du selbst bestimmen. Ich mach ja selbst auch (noch) keine, obwohl ich das wohl auch bitter nötig hätte. Aber ich hab Angst vor dem, was da so im Unterbewusstsein schlummert. Deswegen schieb ich das immer wieder raus. Ich kann dich also gut verstehen. Sicherlich wäre es wichtig, aber du alleine bestimmst den Zeitpunkt!

Liebe Grüße Katrin

Kicherernie
02.11.2006, 21:21
Hallo und guten Abend :)

Ich war heute zum Knochenszintigramm und Lunge röntgen. Und ich bin so glücklich, diese zwei Untersuchungen sind ohne Befund gewesen. Mir sind Steine, ganze Geröllhaufen, vom Herzen geplumst. Ich hätte so heulen können ;)

Und der Radiologe meinte auch, dass die zwei Untersuchungen (Kernspin Schädel und Abdomen), die am Dienstag und Mittwoch folgen, auch ohne Befund sein werden.

Mir geht es gerade richtig gut und ich sehe den beiden Untersuchungen total entspannt entgegen.

Ich wollte Euch nur mein freudiges Ergebnis mitteilen und drücke allen, die im Moment auf irgendwelche Ergebnisse warten, die Daumen, dass ihnen die gleichen Befunde wie mir mitgeteilt werden.

Einen schönen Abend noch

LG
Sandra

Claudia Junold
02.11.2006, 21:27
Liebe Sandra!
Du glaubst nicht, wie sehr ich mich freue!!!! Herzlichen Glückwunsch!!!! Ich freue mich wie ein Schnitzel - auch wenn natürlich nichts anderes zu erwarten war... :)
Ja, jetzt feier tüchtig und freu Dich Deines "neuen" Lebens! Sag bitte Bescheid, wenn Deine restlichen Untersuchungen gar rum sind, damit wir uns nicht unnötig die Daumen blauquetschen!!! :D
Ganz besonders liebe Grüße von

Claudia

Sybilles
03.11.2006, 12:45
Hei Sandra

was für eine schöne Nachricht. Ich freue mich mit Dir.

Aber nicht "wie" (Huhu Claudia) , sondern "auf" ein Schnitzel. Bin halt doch verfressen.

Carolin R.
03.11.2006, 23:01
Hallo!

Ich bin Carolin und 26 Jahre alt. Meine Frauenärztin sprach mich darauf an, dass ich ein Muttermal auf dem Rücken hätte, dass ich mal von einem Facharzt untersuchen lassen sollte. Ende September habe ich mich dazu durchgerungen und habe eine Hautärztin aufgesucht. Schon wie ich mich auszog, schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen (ich habe sehr viele Muttermale). Das Ende vom Lied war, dass ich nach eingehender Untersuchung 2 OP Termine genannt bekam. Sie sagte es müssen 5 Muttermale dringends entfernt werden und über 10 die auffällig/verändert sind und evtl. auch entfernt werden sollten. Gestern war der erste OP Termin. Mir wurden 3 Male auf dem Rücken entfernt. Ich weiß ja nicht was die Ärztin da gemacht hat, aber teilweise sind die Nähte bis zu 3 cm lang... Am Montag ist der nächste Termin. Da wird ein Muttermal über dem Schambein und eins in der Hüfte entfernt. Danach noch ein Termin, bei dem ein Muttermal an der Ferse entfernt wird. Wie lange dauert es im Schnitt, bis man bescheid bekommt was die Untersuchung ergeben hat???
Ich sollte vielleicht noch anmerken, dass der schwarze Hautkrebs bei uns in der Familie liegt (Oma, Onkel, Mutter, Bruder). Abgesehen davon starben mein Vater, meine Oma, meine Tante und mein Onkel an Krebs.
Vor ein paar Jahren war ich bereits schon mal bei einem Hautarzt. Der ließ mich aber nur die Kleidung ablegen, mich einmal um mich selbst drehen und hielt danach die hand auf und sagte das müsse ich aus eigener Tasche bezahlen (habe ich nicht!). Er hat sich die Male auch nicht genauer angesehen. Im Gegegensatz zu meiner neuen Ärztin...
Langsam bin ich doch ein wenig nervös...
Liebe Grüße
Caro

perlagonium
04.11.2006, 08:32
Liebe Caro,

herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn der Anlaß nicht so toll ist.

Ich denke deine Ärztin hat schon alles richtig gemacht. Es wird jedes Mal mit Sicherheitsabstand rausgeschnitten, deswegen kommt es auch mal zu 3cm oder mehr Schnitten. Je nach dem wie groß das Mal war. Wenn die aber erstmal abgeheit sind, sind sie kaum noch zu sehen.

Die Befunde dauern etwa eine Woche, evtl. auch länger, je nach Labor. An diese Warterei muss man sich gewöhnen, auch wenn es das Schlimmste überhaupt ist (zumindest für mich).

Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass sich die entfernten Male, trotz deiner Familienbelastung, als harmlos herausstellen!

Liebe Grüße Katrin

perlagonium
04.11.2006, 08:34
Liebe Sandra,

super klasse - ich freu mich riesig mit dir mit! Und du wirst sehen, auch die noch ausstehenden Untersuchungen werden gut ausfallen. Ich drück dir weiterhin die Daumen.

Liebe Grüße Katrin

Carolin R.
04.11.2006, 10:23
Vielen Dank für Deine Antwort!
Eigentlich habe ich mir darüber nie große Gedanken gemacht. Bis letztens eine Bekannte von mir sagte, dass sie nicht verstehen könnte, dass ich so ruhig darüber rede wobei das doch so gefährlich enden kann. Und dann sagte sie mir, was sie darüber weiß. Ich habe in meiner Verwandschaft immer nur mitbekommen, dass halt jemand Hautkrebs hat der weggeschnitten wurde und dann war alles wieder gut... Gestorben sind sie nicht am Hautkrebs sondern sind erster Linie an Lungenkrebs, Hirntumore, Leber- und Nierenkrebs und Brustkrebs. Und jetzt, nachdem ich mal hier im Forum geschaut habe und sah wieviele traurige Schiksale dahinterstecken kommt ein wenig die Angst hoch. Ich glaube nicht, dass die Ärztin aus Spaß an der Freude einfach alles wegschneidet und dann auch noch so viel und so großflächig. Ich weiß, dass sie bei der Untersuchung der Male sagte "Ja das ist was" oder "der muss so schnell wie möglich weg" und bei den anderen sagte sie "die sind schon verändert und müssen auch weg. Die haben alle einen roten Rand. Das muss nichts heißen aber sicher ist sicher". Das Muttermal, wo ich nun eine 3cm Naht habe, war gerade mal ca. 4-5mm groß. Habe mich halt sehr erschrocken wie ich sah, dass sie so viel weggeschnitten hat. Ich hatte gehofft, dass ich evtl. beim nächsten Termin am Montag schon die Ergebnisse von gestern bekomme, aber wenn Du sagst das dauert ca. eine Woche, gehe ich mal davon aus, dass dem nicht so sein wird. Am Mitwoch fahre ich für eine Woche auf einen Lehrgang an die Küste. Ich glaube nicht, dass ich ihn so genießen kann wie ich es gerne möchte...

Also meine Lieben! Ich wünsche Euch von Herzen alles alles erdenklich gute und hoffe, dass bei Euch alles ein gutes Ende nimmt. Ihr seid so großartig, wie Ihr damit umgeht. Respekt!

Liebe Grüße
Caro

Claudia Junold
04.11.2006, 10:48
Hallo liebe Carolin!

Auch von mir ein sehr herzliches Willkommen hier im Forum! Schön, daß Du uns gefunden hast - und hoffentlich brauchst Du nicht lange hier zu sein, weil sich Deine Male als harmlos erweisen!!!!
Also grundsätzlich muß man sagen, daß man erst nach einer histopathologischen Untersuchung im Labor feststellen kann, worum es sich bei einem entfernten Naevus gehandelt hat. Ich hab schon sehr oft erlebt, daß sehr übel aussehende Male dann doch gutartig waren. Leider aber auch umgekehrt. Meistens dauert es zwischen 8 und 14 Tagen, bis der Befund vorliegt. Diese Warterei zehrt immer sehr an den Nerven.... Die Narben sind deshalb so "groß", weil ein Mal immer in Gesunden entfernt werden muß. Falls es doch etwas Bödartiges gewesen sein sollte, muß dann aber trotzdem nochmal nachgeschnitten werden.
Was ich nicht so ganz verstehe ist, warum Du denn nicht wenigstens einmal im Jahr zur Vorsorge zum Hautarzt gegangen bist, wenn Du durch das MM familiär vorbelastet bist? Waren es nur die schlechten Erfahrungen bei diesem Deppen von Hautarzt, der nur Kasse machen wollte? Sehr gut, daß Du nichts bezahlt hast, die Vorsorge war damals sicher noch Kassenleistung!!! Umso mehr freue ich mich, daß Du nun eine Ärztin hast, zu der Du Vertrauen hast und die gründlich ist! Bitte tu mir den Gefallen und geh ab jetzt (auch - oder erst recht!) wenn diese Male negativ (d.h. nicht befallen) sein sollten mindestens einmal im Jahr zur Vorsorge, ja? Schau, Du bist noch so jung und wenn tatsächlich ein Naevus bei Dir umkippen sollte, hast Du so wenigstens die Chance, daß ein mögliches MM sehr zeitig entdeckt wird und so nichts weiter nachkommt.j
Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, daß Deine Male alle negativ sind und Du Dein Leben unbeschwert und gesund genießen kannst!
Alles erdenklich Liebe und Gute für Dich wünscht Dir herzlich

Claudia

coliflor
04.11.2006, 16:03
Hallo ihr Lieben,

ich habe heute alle Ergebnisse bekommen und alles ist in Ordnung *freu*. Ihr hatte mich ja schon beruhigt, aber etwas Restangst bleibt noch. Freitag sind auch schon 5 von 9 Fäden gezogen (eine Stelle hat sich leider etwas geöffnet) worden und endlich ist die Spannung weg. Dann ist noch ein auffälliges Mal mit einem weißen Punkt aufgefallen und das will der neue Hautarzt beobachten, wede aber drauf bestehen, dass es weggemacht wird, notfalls zahle ich den Eingriff selbst. Außerdem nehme ich das nächste Mal meine Mama mit, die sagt dem schon wo's langgeht :twak:.

@Caro
Ich hatte auch zwei tiefschwarz glänzende Male, die sich als negativ herausgestellt haben und drücke Dir ganz fest die Daumen, dass Du das gleich Ergebnis bekommst.

@Claudia J.
Schön das Du wieder da bist und vielen lieben Dank für Deine PN, melde mich morgen nochmal bei Dir. :knuddel:

isabell_b
04.11.2006, 19:16
Hallo,
ich habe mich heute erst angemeldet und hier noch nicht den richtigen Durchblick!
Wenn ich die Themen so lese, komme ich mir schon "fast lächerlich" mit meinem Problem vor. Ich habe eine Dermoidzyste, die die letzten 6 Monate nicht gewachsen ist, aber mein Gyn/KKH - jeder - rät mir unverzüglich zu einer OP. Eine Dermoidzyste würde sich NIEMALS einfach so auflösen, sondern unweigerlich wachsen und es würde IRGENWANN 100%ig mit einer OP enden. Je länger ich warten würde, um so grösser - logischerweise - die OP. Jetzt habe ich einen OP Termin in 3 Wochen und eine Angst, die ich nicht beschreiben kann. Kann ich jetzt schon Krebs haben? Das Ding ist walnussgross?! Soll ich tatsächlich sofort operieren? Wer hat auch so ein Ding gehabt und was damit gemacht?

gruss und danke
Isabell_b

Tamara1965
04.11.2006, 19:16
Hallo,

mein Ergebnis war am Freitag leidernoch nicht da. Muss ich ahlt bis Montag warten. Aber das wird mit sicherheit gut sein. Bei dem anderen Mal, es war eher eine Warze die da gewachsen ist, hatte ich ein ungutes gefühl. Der Hautarzt wollte es gar nicht rausnehmen. Das ist nicht´s. Aber da ich ja behaupte, das es weh tut ( was es auch tat) und weil er ein sooooooooo vorsichtiger Mensch ist hat er es dann doch entfernt. Nur deshalb war es noch rechtzeitig. ch ärgere mich so über siesen Menschen ich kann mich gar nicht beruhigen, abgesehen davon, das ich zu dem nicht mehr gehe kann ich mich nicht beruhigen.:twak: . Na ja retzt rufe ich am Montag da nocheinmal an und wenn das Ergebnis da ist will ich mit dem nichts mehr zu tun haben. Drückt die Daumen das mein Gefühl mich nicht trügt. Es ist gut.

Ich danke Euch:knuddel:

Sybilles
04.11.2006, 20:14
Hallo Tamara

natürlich drücke ich Dir (und bestimmt alle anderen auch) ganz feste die Daumen. Laß von Dir hören.

Ein schönes Restwochenende für Alle

Claudia Junold
04.11.2006, 21:54
Liebe Isabell,
ich kopier Dir mal was über Demadoidzysten rein:

Bei der Dermoidzyste handelt es sich um eine gutartige Geschwulst, die häufig an den Eierstöcken sitzt (sie kann auch an der Nasenwurzel, in der hinteren Augenregion und im gesamten Schädel vorkommen).

Die Dermoidzyste ist angeboren, sie wird aber fast immer erst im Rahmen einer gynäkologischen Untersuchung festgestellt, wenn sie bereits erheblich gewachsen ist. Sie kann apfelsinen- bis kindkopfgroß sein und ist aus den unterschiedlichsten Geweben zusammengesetzt. Nervenstrukturen, Muskulatur, Knorpel, kleine Knochen, Haare und auch völlig ausgebildete Zähne können in der Dermoidzyste vorkommen.

Die operative Entfernung einer solchen Zyste ist notwendig, da sie immer weiter wächst und auch bösartig entarten kann.

In 15% aller Fälle von Eierstocktumoren handelt es sich um eine Dermoidzyste.

Dermoidzysten können auch im männlichen Hoden vorkommen; dort haben sie allerdings eine recht hohe Entartungswahrscheinlichkeit und sind damit recht gefährlich.

Ich fürchte, Du wirst hier kaum jemanden finden, der sowas hat/te. Hier leiden fast alle am Malignem Melanom oder Basaliom.
Wenn Du Zweifel an der Diagnose und der Notwendigkeit einer OP hast, dann hol Dir doch vielleicht eine Zweitmeinung bei einem anderen Arzt ein.

Alles Gute für Dich!



Liebe Tamara,

ha, ich kann Dich soooo gut verstehen!!! Ich hab ja auch viel Ärger mit arroganten Ärzten und Klinikpersonal, das meint, die Weisheit mit dem Löffel gefressen zu haben! Du hast recht, ruf am Montag an und dann weg mit Schaden! Zum Glück gibt es auch Ärzte, die sich für die Belange ihrer Patienten interessieren und sie ernstnehmen!

Na aber hallo!!!! Klar sind sämtliche Daumen für Dich gedrückt, klarer Fall!!!!!

Viele sehr liebe Grüße von

Claudia

Tamara1965
05.11.2006, 17:26
DANKE:knuddel:

*Susanne*
05.11.2006, 17:43
hallo alle zusammen,
mein name ist susanne, ich bin 28 jahre eine mutter eines 8 jährigen sohnes und geschieden.

seit freitag weiß ich das ich am unteren linken augenlied hautkrebs habe.
die op ist vorraussichtlich im januar.

ich hoffe ich bin hier mit eventuellen fragen und sorgen gut aufgehoben und hoffe auf ein gutes miteinander.

so, liebe grüße susanne

Sybilles
05.11.2006, 18:00
Hallo Susanne

Willkommen hier im Forum. Hier wirst Du viele Fragen beantwortet kommen.

Ich habe aber gleich eine Frage an Dich.
Wer sagt, dass Du Hautkrebs hast, und warum die OP erst im Januar?

*Susanne*
05.11.2006, 18:15
hallo sybille,
erst hat es der augenarzt vemutet und in der uni- klinik ( in erlangen) wurde es bestätigt.
frag mich nicht warum der termin noch solange dauert. keiner versteht das. haben keine termine frei vorher.
meine tante versucht einen früheren termin für mich in berlin zu bekommen.

Claudia Junold
05.11.2006, 18:21
Liebe Tamara!

BITTE!!! :knuddel:


Hallo liebe Susanne,

auch von mir ein sehr herzliches Willkommen hier im Forum. Selbstverständlich kannst Du Dich jederzeit mit Fragen und Problemen an uns wenden, dafür ist das Forum ja da! Allerdings würden mich die gleichen Fragen interessieren wie Sybille. Wenn es sich um den Verdacht auf ein MM handeln würde - welcher Hautarzt würde die Verantwortung dafür übernehmen, diesen Tumor nicht schnellstmöglichst zu entfernen? Es geht hier ja ums Überleben!!! Allerdings kann man erst im Labor mit einer histopathologischen Untersuchung feststellen, ob und wenn ja, um welche Art Tumor es sich gehandelt hat. Hat Dir jemand etwas von einem Melanom oder Basaliom gesagt?
Soso in Erlangen....

Viele liebe Grüße
von

Claudia

*Susanne*
05.11.2006, 18:33
hallo claudia,
basaliom hat der augenarzt bei mir gesagt und der in der klinik auch. mein augenarzt hat gesagt am besten wäre es das in den nächsten 2 wochen zu entfernen. und der professor in der uni-klinik hat gesagt sie haben vor januar nix frei.
ich hab echt angst weil das so lange dauern soll. es ist in den letzten 2 wochen schon soviel gewachsen das es mir aufgefallen ist

mani
05.11.2006, 18:53
Hallo Susanne
Wenn du ein Basaliom hast hast du nochmal Glück gehabt.Ein Basaliom streut im gegensatz zum melanom nur sehr selten Metastasen

perlagonium
05.11.2006, 18:57
Hallo Susanne,

ich könnt mich ja schon wieder aufregen, ohne Ende. Erstmal... Nur eine OP mit anschl. histologischer Untersuchung des Teil kann dir sagen, ob überhaupt und wenn dann was für ne Art ist. Manchmal denke ich, die Menschen in "Weiß" haben echt nix im Hirn. Sagen dir, du hättest ein Basaliom nur allein vom anschaun. Zur Info: mir wurden über 20 verdächtige Male entfernt - lediglich eins war bösartig - auch wenn die vielleicht verändert waren. Also, mach dich bitte nicht schon vorher fertig! Erstmal abwarten, was der histologische Befund sagt, wenn das Ding draußen ist. Und bis dahin hast du lediglich den Verdacht auf ein Basaliom!

Warum die sich in Erlangen soviel Zeit lassen, weiß ich natürlich auch nicht. Ich persönlich bin auch in Erl. und fühl mich schon gut aufgehoben (auch wenn Claudia J. - :winke: - da etwas anderer Meinung ist). Ich war vorher in Würzburg und glaub mir, da war ich total unzufrieden. Allerdings ist Erlangen auch nicht die einzige Klinik. Wenn dir das zu lange dauert (würde mir es jedenfalls) dann würd ich mal in anderen Kliniken vorsprechen um zu sehen, ob die eher was machen können.

unter: http://www.tumorzentren.de/mitglieder.htm

hast du jede Menge Auswahl.

Ich drück dir fest die Daumen, dass du irgendwo anders eher einen Termin bekommst und das sich alles als falscher Alarm heraus stellt.

Liebe Tamara,

auch ich drück dir natürlich die Daumen.

Liebe Grüße Katrin

hedi2
05.11.2006, 19:46
Liebe Tamara,

auch ich drücke weiter!!!

Übrigens hab ich in einem meiner Befunde die Schlafspritze gefunden. Heißt Dormicum 5mg.

Alles Liebe und Gute für die Zukunft (auch allen anderen hier!)

Hedi

Claudia Junold
05.11.2006, 20:20
Hallo liebe Susanne,
alles klar! Alles andere hätte mich auch sehr gewundert! Dann bist Du hier in diesem Threat nicht ganz richtig, hier sind nur MM-Betroffene. Ich geb Dir mal Links, wo Du Basaliombetroffene findest:
http://www.netdoktor.de/krankheiten/...s_basaliom.htm
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.php?t=15011
http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=1439&highlight=Basalzellkarzinom
Das MM ist eine lebensbedrohliche Krankheit - das Basaliom dagegen zwar auch nicht wirklich lustig, aber nur in den seltensten Fällen wirklich gefährlich.
Ich würde Dir aber auch dringend raten, Dir eine zweite Meinung einzuholen und auf schnellstmögliche Entfernung drängen. Schon allein, weil die OP-Narbe mit wachsendem Tumor nicht kleiner wird....
Alles Gute für Dich!
Liebe Grüße

Claudia

Tamara1965
06.11.2006, 18:59
Hallo Hedi
Hallo Katrin
Hallo Claudia,

mein Befund war OB. Phuuuuuuuuuuuuu:rotier2:

Eigentlich wusste ich es ja, aber die angst steckt doch drin.

Ich fühle mich hier sehr aufgehoben, und hoffe es später auch mal weiter geben zu können.:knuddel:

Mein Mann ist total überfordert und will eigentlich nichts davon hören, aber ich muss viel darüber reden. Auch das ich super froh bin das es noch am anfang war.

In 2 Wochen habe ich einen Termin bei einer neuen Hautarztin mal sehen, ich suche jetzt so lange bis ich den oder die richtige für mich gefunden habe.

Die Schlafspritze ist super, werde sie das nächstemal sicherlich in anspruch nehmen.

Ich es eigentlich normal, das die Wunde erst nach ein paar Tagen richtig weh tut ?:rolleyes: Sind auch echt blöde stellen.

Muss ich mir sorgen machen wenn jetzt auf einmal Knorpel an meiner Nase anfängt zu wachsen :confused: Der Nasenarzt meint das hat nichts mit der Haut zu tun. Aber :confused: :confused:

Dann habe ich viele kleine Knoten über dem Steißbein, Blut war o.k. obwohl das mistding drin war.:eek:

Die Knoten gehen nicht weg, sie sind beweglich und wenn ich sie ertaste verschwinden sie auch mal. Die habe ich seit das Ding gewachsen ist.

Genug Fragen. Ihr wisst was ihr mir bedeutet.

Retter der Seele

Tamara

Tamara1965
06.11.2006, 19:01
Nicht Steißbein sonder Schambein.

Claudia Junold
06.11.2006, 19:34
Hallo liebe Tamara!
*freu*freu*freu*freu*
Klasse!!!!!

Ja, leider haben nicht alle das Glück, einen Partner zu haben, der diesen Mist mit ihnen zusammenträgt - umso wichtiger ist der Zusammenhalt hier im Forum! Ich freue mich sehr, wenn Du Dich hier wohlfühlst! :knuddel:
Das mit der Wunde ist schwer zu sagen. Im Zweifelsfall bitte immer den Arzt fragen. Es könnte theoretisch ja auch eine Entzündung oder so sein.
Was den Knorpel an der Nase betrifft, habe ich null Ahnung, sorry!
Diese Knoten gehen auch mal weg? Was hat den der Doc gesagt, als er das Teil rausgeschnitten hat? Er muß diese Dinger doch gesehen haben? :confused: :confused: :confused:
Nochmal herzlichen Glückwunsch!!!

Claudia

perlagonium
07.11.2006, 07:58
Hallo Tamara,

das ist ja super! Freu mich mit dir!

Ich nehme mal an, so wie du deinen Arzt beschrieben hast, hat er sich nicht zu den Knubbeln geäußert?! Ich seh das so wie Claudia (:winke: ) und würde das umgehend einem anderen Arzt zeigen. Ebenso deine schmerzende Wunde. Muss ja nicht ein Hautarzt sein, kannst ja auch zum allgem. Mediziner. Ich bin der Meinung, dass man - gerade wenn man zu unserem Kreis gehört - auch mal wegen einer scheinbaren Kleinigkeit zum Arzt sollte. Lieber einmal zu oft, als einmal "zu spät". Außerdem beruhigt es die Nerven, wenn man weiß, was es ist.

Wenn du jemanden zum Zuhören brauchst, bist du hier wirklich an der richtigen Stelle. Vorallem, weil wir auch verstehen, was dich bewegt. Deinem Mann geht es wohl auch nicht anders als dir. Er hat sicher nur tierische Angst um dich. Ich denke mal, deswegen wird er nicht drüber reden wollen. "Ich red nicht drüber, dann muss ich auch nicht drüber nachdenken" Laß ihm einfach etwas Zeit. Früher oder später wird auch er sich damit auseinander setzen.

Alles Gute weiterhin für dich (und natürlich alle anderen).

Liebe Grüße Katrin

Tamara1965
07.11.2006, 09:48
Hallo,

ich habe ja am 21. den Termin bei der neuen Hautärztin. Ich hoffe die hat auch Zeit.
Tja mein Mann ist sicherlich in die vergangenheit zurückgesetzt er hatt Schilddrüsenkrebs mit Meta. in der Lunge. Lebt seit dem ohne Schilddrüse, und mit jährlichen Untersuchungen. Seine Lebenserwartung hat er schon lange überschritten und es sieht weiter gut aus. Er wird dieses jahr 50 und sollte keine 40 werden. Das reicht eigentlich für eine Fam. :rolleyes:

Ich bin innerlich ruhig und sortiert und das habe ich Euch zu verdanken. :winke:

ich pflege eine Freundin mit einem Hirntumor das Forum hätte mir schon lange helfen können, weiß auch nicht wie ich nicht auf die Idee kam.

Ich wünsche euch einen schönen Tag werde heute kekse backen:)

perlagonium
07.11.2006, 12:31
Liebe Tamara,

Mensch, da machst du ja ganzschön was mit. Mann und Freundin. Das zerrt ganz schön an der Psyche, kann ich mir vorstellen. Ganz ehrlich, da wundert es mich wirklich nicht, dass du Probleme mit der Haut hast. Ich drück dich mal :knuddel: An deiner Stelle würde ich dringend mit der Psychotherapie beginnen.

Liebe Grüße Katrin

Sybilles
07.11.2006, 15:45
Liebe Tamara

auch von mir Glückwunsch zum guten Ergebnis.
.

Claudia Junold
07.11.2006, 15:52
Liebe Tamara,
ich kann mich Katrin :winke: und Sybille :winke: nur sehr herzlich anschließen!
Viele sehr liebe Grüße von

Claudia

Kicherernie
07.11.2006, 19:22
Hallo zusammen,

herzlichen Glückwunsch Tamara.

Gute Neuigkeiten kommen auch von mir:rotier:

Meine Abdomen-Kernspin war natürlichauch ohne Befund. Und morgen noch Kernspin vom Schädel, dann wären alle "großen" Untersuchungen erledigt. Mein Hausarzt wird sich freuen, ich mich natürlich auch. Und dann schauen wir mal, mit was er dann noch um die Ecke kommt. Ok, wenn er unbedingt Sono von Leistengegend und Achselhöhlen haben möchte, mache ich das auch noch mit, aber dann sollte es auch reichen.

So, ich bedanke mich jetzt schon mal bei Euch fürs Daumendrücken. Melde mich aber morgen Abend noch mal kurz, um das Ergebnis der Untersuchung noch mitzuteilen.

Wünsche Euch noch einen schönen Abend und alles Gute

Sandra

Sybilles
07.11.2006, 19:36
Hei Sandra

na das ist doch schon mal was zum Freuen und ich freue mich mit. Der Rest geht hoffentlich genau so gut aus.

Claudia Junold
08.11.2006, 09:53
Guten Morgen, liebe Sandra!
Ich schließe mich Sybille aus vollstem Herzen an! Halt gar durch, dann sind die letzten Untersuchungen ganz sicher auch alle ok!
Viele liebe Grüße von

Claudia

Supotex
08.11.2006, 10:43
.. ich hoffe ich bin hier richtig und mache euch jetzt auch keine Arbeit,aber ich habe da ein paar Fragen und hoffe hier wird mir geholfen....


Ich fange am Besten von Vorn an;

Mein Name ist Rene, bin 24 und ansich was Krebs angeht völlig Unwissend, aber seid ein paar Tagen komme ich nimmer aus dem Grübeln heraus denn ich habe doch ein wenig Angst.

Ich habe in den letzten 3 Wochen mehrere kleine Punkte am Bauch bekommen, erst waren sie kleiner als ein stecknadelkopf, fast nicht zusehen und nur ein wenig Dunkler als meine Haut, aber sie werden irgendwie grösser und vorallem dunkler, 2 davon sind schon extrem schwarz und ca. so gross wie ein streichholz kopf.

Ich habe die ABCDE begutachtung gemacht und eigentlich finde ich fast keine übereinstimmung, vorallem das (A) denn die Flecken sind nicht Asymetrisch.

Dazu kommt das ich mit 13 aus der Brust 4 Knoten ( immer im abstand von 2 Jahren) entnommen bekommen habe da man Krebs vermutete,was damals raus kam weiss ich leider selbst nicht da ich weder Papiere noch die Namen der àrzte habe. (Bin öfters umgezogen)

Ich weiss das ich eigentlich auf jedenfall mal zum Hautarzt gehen sollte,aber ich habe echt eine riesen Angst und will wirklich erst hin gehen wenn ich mir sicher bin das es KEIN Hautkrebs ist.

Wenn mir der Arzt sagen würde das ich Hautkrebs habe würde mich das total runter ziehen, ich bin stark Tätowiert und meine Freundin sagt das es daher kommen könnte,aber das glaube ich garnicht da die Heutige Farbe absolut unschädelich ist.

ich hofe ihr könnt mir weiter helfen.

vielen lieben Dank im Vorraus

R.